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Entwicklungspsychologie (Subject) / Entwicklung (Lesson)

Grundlagen

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  • Stärken Piaget als erster Kognition im Mittelpunk heuristischer Wert: konzipiert viele Aufgaben und Beobachtungssituationen integrativer Wert: Denkstrukturen auf verschiedenen Abstraktionsniveaus Überraschungspotential: neue Phänomene (Denkfehler) + Erklärungen breiter Anwendungsbereich ökologische Validität: natürliche + alltägliche Situationen
  • Schwächen Piaget unzureichende BEstätigung der Stadien: in einem Bereich andere Stufe als in einem anderen : Horizontalverschiebende Invarianz: unterschiedlich je nach Material  unzureichende ERklärung Mechanismen der Entwicklung-> deskriptiv keine Perfomanz Kompetenz Unterscheidung (Sprache= Kognition) Vernachlässigung sozialer und emotionaler Aspekte, Gefühle getrennt von Kognition
  • Ich-Psychologie Betonung Ich-Funktionen: Kognition, Vermittlung zwischen Es-Über-Ich Schutzfunktion: Abwehrarbeit  Anna Freud
  • Identitätstheorie Orientierung an eigenen psychologischen Möglichkeiten sowie äußeren Gegebenheiten: Kompromissbildung des ICh -> allmählicher Wissenserwerb: Selbsterkenntnis + Identitätsbildung -> Selbst als Teil des Ich Hein Hartmann, Erik Erikson
  • Neoanalytiker Ojektbeziehungstheorien: Bedeutung Mutter-Kind Bindung für spätere Persönlichkeit + Beziehungsgestaltung  Objekt als reagierender Partner Margret Mahler, Robert Kegan
  • Abgrenzung Erikson zu Freud weniger Betonung Triebdynamik + Rolle der Umwelt stärker einbezogen Ich ist nicht hilflos zwischen Trieben und Gewissen, selbstständiger Rolle der Sexualität eingeschränkt Therapie eher gegenwartsbezogen
  • Identität nach Erikson unmittelbare Wahrnehmung der eigenen Gleichheit und Kontinuität und die damit verbundene Wahrnehmung, das auch andere diese erkennen -> sich selbst gleich sein, als dauerhaft erleben Integration eigene Person in Gesellschaft
  • Erweiterung Eriksons der psychoanalytischen Methodologie unmittelbare Beobachtung Kinder interkulturelle Vergleiche psychologische Portraits historische Persönlichkeiten
  • Gemeinsamkeiten Freud-Erikson Triebe steuern Entwicklung -> Energie für Entwicklungsprozesse Strukturierung in Es-Ich und Über-Ich, initativ interpretiert + meistert Konflikte im Austausch mit materiellen und sozialen Umwelt Unterscheidung in verschiedene Bewusstheitsformen Erikson greif Grundannahmen auf -> neue Entwicklungsstadien
  • Unterschiede Freud-Erikson bei E. Ich im Zentrum : nicht nur defensiv, sondern such aktiv Erfahrungen Auswirkungen Methodik: Fokus auf das kindliche Spiel, weniger Traumaarbeit und Neurosenbetrachtung nicht nur psychosexuelle Dynamik, sondern auch psychosoziale  auch nach Pubertät noch Phasen Impulse für Entwicklung, nicht nur in Verschiebungen der erogenen Zonen, auch Veränderung der sozialen Bezüge und Erwartungen -> systemisch
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  • Phasen der Identitätsfindung Erikson 8 Phasen jede Phase hat 10 Dimensionen + spezielle psychosoziale Entwicklungsaufgabe/Krise -> gelingt diese nicht, zusammenhängendes Problem mit in die nächste Phase übernommen Krise= problematische, mit Wendepunkt verknüpfte Entscheidung -> mit 2 konträren Begriffen, Balance zwischen diesen erlernen, Aspekte beider wichtig für die Identitätsentwicklung geht nicht davon aus, dass Phasen jemals vollständig bewältigt werden Entwicklungsaufgaben + Reihenfolge bestimmt durch körperliche Reifung, gesellschaftliche und kulturelle Rahmenbedinungen, Wünsche und Ansprüche der Persönlichkeit
  • Erikson 10 Dimensionen der Phasen psychosexueller Fokus psychosexuelle Modalität psychosoziale Krise psychosoziale Modalität Umkreis Bezugspersonen zentrale Stärke Kernpathologie Elemente sozialer Ordnung Ritualisierung Ritualismus
  • Vertrauen vs Misstrauen (bis 18 Monate) Entwicklung von Vertrauen ohne die Fähigkeit zu misstrauen zu eliminieren wenn Eltern gewisses Maß Vertrautheit, Konsistenz, Kontinuität vermitteln => Gefühl, dass Welt sicherer Ort, Menschen =liebevoll, verlässlich wenn positive Erfahrungen überwiegen= positive Grundeinstellung übermäßiges Umsorgen = Fehlanpassung, übermäßige Vertrauensseligkeit, verhindert gesundes Misstrauen zu viel Misstrauen- schädliche Neigungen, Zurückgezogenheit, Depression,Paranoia, Psychose Balance: gesunder Optimismus, Bedürfnisauschub, Frustrationstoleranz
  • Autonomie vs Scham und Zweifel (18 Monate bis 4 Jahre) Emanzipation von primären Bezugsperson, Autonomie und Unabhängigkeit zunehmende Mobilität, Sprachkompetenz, Kontrolle Nahrungsaufnahme und Ausscheidungen zuviel + zu wenig Autonomie = Misserfolg= Scham und Zweifel -> zuviel = Zwanghaftigkeit zu wenig Scham -> impulsivness : schamloser Starrsinn + Selbstüberschätzung => Balnce = Entwicklung Willenskraft und Entschlossenheit
  • Initiative vs Schuldgefühl (4-6) Entwicklung initiatives, verantwortungsvolles Handeln Erkundung Realität: Neugier, Exploration, Fragen Initiative = positive Reaktion auf Herausforderung, absichtsvolles Handeln + übernahme Verant. zunehmende moralische Urteilsfähigkeit: Erkennen Verantwortung und Schuld zuviel Initiative, wenig Schuld - Rücksichtslosigkeit zuviel Schuld, zu wenig Initiative Gehemmtheit Balance= Zielstrebigkeit
  • Werksinn/Eifer vs Minderwertigkeit (6-12) Verstehen der BEdeutung etwas nützliches zu leisten lernbegierig, fleißig,ausdauernd -> will Anerkennung durch Leistung im Umagng mit kulturellen Werkzeugen und Symbolen sozialer Erfolg/Misserfolg besonders relevant zu wenig ERfolg= Unterlegenheit, Inkompetenz zu viel Werksinn= inertia = frühes Aufgeben bei Misserfolg, oft einseitige Interessenbildung Balance= Gefühl der Kompetenz+ Anerkennung eigener Grenzen
  • Identität vs Identitätsdiffusion (bis 18) Entwicklung Ich-Identität, durch Integration Ich-Verständnisse vorheriger Phasen, Vermeidung Rollendiffusion Problem: Erlemente vorheriger Phasen sollen integriert werden + veränderter Körper weitere Identitätsdimension + neue Erwartungen der sozialen Welt Identitätssuche in verschiedenen Rollen Risiken: Rollendiffusion, Aufgehen in einer Rolle ohne Toleranz für andere (Fanatismus), Mangel an Identität =Verschmelzung mit Gruppen Ziel = Platz in der Gesellschaft finden
  • Intimität vs Isolierung (junge Erwachsene) Intimität ohne Furcht seine eigene Identität zu verlieren-> anderen nah sein zuviel Intimität: Gefahr oberflächlicher Promiskuität zu wenig Intimität: soziale Distanzierung, Bereitschaft Übernahme Feindbilder, Gefahr Radikalisierung, Kühle und Berechnung positiver Ausgang : Unterschiede/Antagonismen gemeinsam lösen, sich nicht mehr beweisen müssne
  • Generativität vs Selbstabsorption (mittlere Erwachsene) Fürsorge für andere Generativität= Fürsorge Zukunft, nachfolgende Generation Selbstabsorption= keinen Beitrag zu Gesellschaft leisten, Stagnation zu viel Generativität= Gefahr sich selbst zu verlieren,  Stagnation= Sorge um eigenes Wohl (midlife crisis) oder Selbstverweigung, zwischenmenschliche Verarmung
  • Integrität vs Verzweiflung (hohes Alter) auf Leben zurückblicken + annehmen, positive Auseinandersetzung mit dem Tod Ich-Integrität: seine bisherigen Entscheidungen akzeptieren, Akzeptanz mit eigenem Sterben negaitve Ausgänge: Verzweiflung, Trauer, was man getan hat, nicht getan hat ausschließlich mit Vergangenheit beschäftigen, verächtliche Einstellung dem Leben gegenüber
  • Entwicklungsbegriff Bronfenbrenner Entfaltung der Vorstellung einer Person über ihre Umwelt + Verhältnis zu dieser wachsende Fähigkeit Eigenschaften der Umwelt zu entdecken, erhalten, ändern Entwicklungsprozess durch die erweiterte, differenzierte, verlässliche Vorstellung über die Umwelt, die eine Person erwirbt
  • Bronfenbrenner wichtigste Anliegen Validität: ökologisch valide (umweltbezogen) -> Entwicklung ist umwelt-,kultur-,schicht-,religionsspezifisch Umwelt -> erlebte Umwelt<-> Entwicklung Methode: Betonung der Bedeutung der Feldforschung -> Entwicklung findet im Alltag statt nicht im Labor Kontext: Kontexte lassen sich in Schichten ordnen Sozialpolitik: Ent.psychologen müssen politisch aktiv sein, um ihr Wissen nutzbar zu machen
  • Bronfenbrenner : Mikrosysteme Physikalische Begrenzung: Teil der Welt, den an mit Sinnen, geringer Lokomotion wahrnehmen kann soziale Begrenzung: direkte, unmittelbare Verbindung Lebensbereiche, an denen leicht direkte Interatkion aufgenommen werden kann (Familie, Klassenzimmer) zusammen mit Aktivitäten, Rollen, Beziehungen in diesem Lebensbereich
  • Mesoystem Bronfenbrenner Verbindung zwischen Lebensbereichen, an denen Kind beteiligt ist (Familie, Schule) über das Mesosystem weitere Lebensbereiche erschließen Arten von Verbindung: direkte Beteiligung an mehreren Bereichen, Mittelperson (Lehrer auch Tennispartner Vater), Kommunikation (Mutter-Lehrer Gespräch), Kenntnisse anderer Lebensbereiche (Mutter kennt Abläufe Grundschule,aber Gymnasium nicht) Entwicklung=Vergrößerung Lebensbereiche  Einschulung, bei Freunden sein, Tod Familienmitglieder
  • Exosystem Bronfenbrenner entwickelnde Person nicht selbst beteiligt, in denen Ereignisse stattfinden, die Lebenskontext beeinflussen indirekt, aber prägend, Beruf der Eötern, Lehrerkonferenz, MEdien
  • Makrosystem Bronfenbrenner grundsätzliche Ähnlichkeit der darunter liegenden Systeme, die in der ganzen Kultur bestehen können Kulturen, Subkulturen, Zeitgeist, die Werteorientierung + Lebensnotwendigkeiten bestimmen gesellschaftliche Einrichtungen, die in einer Kultur relativ ähnlich, aber zwischen Kulturen sehr verschieden Ähnlichkeiten auch auf Meso und Exoebene
  • Chronosystem Bronfenbrenner markante biographische Übergänge normativ-kritische Lebensereignisse: Einschulung, Beerdigung Eltern, non-normative kritische Lebensereignisse :Unfall, Krankheit, Lottogewinn kumulierte Biographie: persönlich durchlaufende Geschichte als Folge mehrerer kritischer Lebensereignisse
  • Entwicklungsrelevante Personenmerkmale (Bronfenbrenner) persönliche Stimuluseigenschaften:Eigenschaft, die in der Umgebung bestimmte Reaktion, Einstellung, Interaktion hervorruft: Aussehen, Freundlichkeit selektive Responsivität: Eigenschaft, die entscheiden ob Persob sich auf Interaktionsangebote einlässt (Interesse Sport-Verein) Strukturierungstendenzen: Bereitschaft, Interaktionen zu strukturieren, weiter zu treiben, zu vertiefen (Ehrgeiz Instrument zu lernen) direktive Überzeugung: in sich selbst gesetztes Vertrauen, Ziele zu erreichen, Situationen zu verändern, Probleme zu lösen
  • Natürliche Pädagogik Menschen sind darauf ausgerichtet Wissen von Artgenossen vermittelt zu bekommen und an Artgenossen weiterzugeben ermöglicht schnellen und effizienten Erwerb opquen Wissens (schwer nachvollziehbar, Symbole, Gesten, Werkzzeuge) (Humanspezifisches) Kommunikationssystem, das die Transmission spezifizierten, generischen Wissens erlaubt
  • Natürliche Pädagogik Wechselseitiges Design Lehrer-> natürliche Tendenz, relevante Information an Novizen weiterzugeben (über spezifische behaviorale Wissensmanifestationen) Lerner -> natürliche Sensitivität für spezfisiche pädagogische Hinweisreize (von Natur aus auf Rezipientenrolle eingestellt) notwendig : erkennen kommunikativer Absicht (Augenkontakt, Kindgerichtete Sprache= + informativer Absicht (in solchen ostensiv-referentiellen Kontexten werden generalisierbare Inhalte vermittelt)
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  • Alterseinteilungen chronologisches Alter: reine Zeitangabe Biologisches Alter: gemessen an körperlichen und geistigen Entwicklung formal, rechtliche Kriterien:z.B Volljähigkeit Objektive, Verhaltensnahe Kriterien:z.B Auszug Heirat Psychologische Kriterien : Ablösung, emotionale Autonomie Subjektive Kriterien: Selbstklassifizierung
  • Adoleszenz (Alterseinteilung) früh:11-13 mittel: 14-17 spät: 18-21
  • Lebensalter Klassifizierung nach dem englischen Historiker Peter Lastet 1. Lebensalter: Alter der Sozialisation 30 2. Lebensalter: Alter der Verpflichtungen in Familie und Beruf ca.65 3. Lebensalter: Alter der Selbsterfüllung ca. 85 4. Lebensalter: Alter der Abhängigkeit und Altersschwäche
  • Adoleszenz Sichtweisen biologische Sichtweise: erhöhte Emotionalität und Konfilkte als natürliche Folgen des Umbruchs soziokulturelle Sichtweise: biologische determinierte Sichtweise nicht haltbar -> andere Kulturen : die Adoleszenz wird sehr entspannt durchlebt heutige Sicht: Psychische Veränderung bestimmt durch biologische, soziale und kulturelle Faktoren
  • Adoleszenz Körperliche Veränderungen Hormonelle Veränderungen (ab 8): Wachstumshormon STH und Schilddrüsenhormon Thysroxin + Geschlechtshormone Körperwachstum (Mädchen ab 10, Jungen ab 12,5): deutliche Zunahme Größe und Gewicht, bei Mädchen 8-9 cm, bei Jungen 9-10 cm pro Jahr), mit ca 14. Mädchen von Jungen überholt, Ende des Körperwachstums : Mädchen ca 16-17 durchschn. 1,68, Jungen: ca.18, 1,80 Körperproportionen:der proximo-distale Trend kehrt sich um, zuerst wachsen Hände, Füße und Beine, dann der Rumpf -> oft unproportionierte, ungelenkte Erscheinung -> bei Jungen verbreitern sich die Schultern im Verhältnis zu den Hüften, bei den Mädchen die Hüften im Vergleich zur Taille und Schultern
  • Adoleszenz-Entwicklungsaufgaben ( Dreher und Dreher) Aufbau eines Freundeskreises Akzeptanz der körperlichen Veränderungen und des eigenes Aussehens Aufnahme enger/intimer Beziehungen Ablösung vom Elternhaus Orientierung auf Ausbildung und Beruf Entwicklung von Vorstellungen bezüglich Partnerschaft und Familie Gewinnung von Klarheit über sich selbst Entwicklung einer eigenen Weltanschauung Entwicklung einer Zukunftsperspektive => Identitätsentwicklung
  • Identität und Selbstentwicklung oft synonym verwendet  Selbst: System von Kognitionen, Gefühlen, mehrer Selbstkonzepte Identität: Selbst Kohärenz Aufgabe in der Adoleszenz: Entwicklung einer Identität, die zahlreiche Aspekte des Selbst beinhaltet: Lebensplanung, politische Einstellungen, Religiösität, Sexualität, Wertesysteme
  • Selbstkonzept Gefühle und Kognitionen, die mit der eigenen Person verbunden werden kann sich beziehen auf körperliche Aspekte, soziale Eigenschaften, mentale Eigenschaften, Veränderungen und Stabilität des Selbstbildes
  • Entwicklung des Selbstkonzepts (vor der Adoleszenz) Anfänge bereits in der frühen Kindheit : Frühes dyadisches Interaktionsverhalten, triadische Interaktion ab 9 Monate, sprachliche Ausdrucksform mir, emotioanl : scham und Verlegenheit ab 2 Jahre Kindergarten/Vorschule: Selbstbeschreibungen v.a. über konkrete beobachtbare Eigenschaften, keine generalisierten Selbst-Aussagen, Übermäßig positive Selbstbeschreibungen Schulalter: Selbstkonzepte basieren v.a auf sozialen Beziehungen zu Gleichaltrigen, globalere Selbstbeschreibungen
  • Entwicklung des Selbstkonzept (Adoleszenz) früh: verschiedene kontextspezifische Selbstkonzepte parallel: Widersprüche nicht als Problem gesehen, kein Bedürfnis zur Integration (Selbst in der Familie, unterscheidet sich zurm Selbst in der Clique): personal fable : Form des Egozentrismus, Selbsterleben als einzigartig, Imaginary audience: Annahme, dass andere genau auf die eigene Person achten mittel: Auseinandersetzung mit verschiedenen widersprüchlichen Selbstkonzepten, nicht in der Lage in kohärentes Selbstkonzept zu integrieren spät: Ausbildung eines kohärenteren Selbstkonzept, Widersprüche können akzeptiert und begründet werden, weniger abhängig vom Urteil anderer
  • Selbstdiskrepanztheorie- Higgins Aktual-Selbst: eigenes aktuelles Selbstbild Ideal-Selbst: eigene Wunschvorstellung des Selbst Sollen-Selbst: eigene Vorstellungen über gesellschaftliche Verpflichtungen Aktual-Andere: Aktuelles Bild der eigenes Person durch andere  Ideal-Andere: Wunschvorstellungen anderer bezüglich der eigenesn Person Sollen-Andere: Verpflichtungen, die von anderen an die eigene Person herangetragen werden => Selbstdiskrepanzen gehen mit unangenehmen Emotionen einher
  • 4 Formen von Selbst-Diskrepanz Aktual- Selbst vs Ideal-Selbst: Enttäuschung, Unzufriedenheit Aktual-Selbst vs Ideal-Andere: Scham,Verlegenheit, Niedergeschlagenheit Aktual-Selbst vs Sollen-Selbst: Selbstverurteilung,Schuld Aktual-Selbst vs Sollen-Andere: Furcht, Bedrohung
  • Identitätsformen nach James e. Marcia Erarbeitete Identität: zu eigenen Werten und Entscheidungen gelangt, die seinen Lebensweg bestimmen -> erfolgte Exploration und Verpflichtung Übernommene Identität/Foreclosure: Übernahme der Werte und Entscheidungen der Eltern, die sich der Jugendliche unreflektiert zu eigen macht -> Verpflichtung ohne Exploration Moratorium: Jugendliche, die sich aktuell in einer Identitätskrise befinden, Infromationen werden gesammelt, neue Aktivitäten ausprobiert mit dem Wunsch eigene richtungsweisende WErte und Ziele zu finden -> Aktive Exploration Diffuse Identität: Entscheidungsunfähigkeit, keine Verpflichtungen bezüglich bestimmter Werte und Ziele -> keinerlei Exploration
  • Identity Status Interview Identitätsstatus erfassen Krise: Ausmaß der Unsicherheit, das mit der Auseinandersetzung in einem bestimmten Lebensbereich verbunden Verpflichtung: Festlegung (Werte-Entscheidung) in dem betreffenden Lebensbereich Exploration: Ausmaß an Erkundung von Alternativen in dem jeweiligen Bereich mit dem Ziel, einer besseren Orientierung und Entscheidungsfindung
  • Identitätsformen James E. Marcia Progressiv: über das Moratorium zur erarbeiteten Identität Regressiv: enden bei diffuser Identität Stagnierend: verweilen bei übernommener oder diffuser Identität
  • 4 Formen diffuser Identität James E. Marcia kulturell-adaptiv: bildet sich v.a bei vielfältigen und rasch wechselnden soziokulturellen Anforderungen, keine Festlegungen, um den Anforderungen besser gerecht zu werden  Störungsdiffusion: Folge traumatische Ereignisse bei gleichzeitigem Mangel an psychischen und externen Ressourcen Sorgenfreie Diffusion: erscheint angepasst und sozial kontaktfreudig, Kontakte sind aber oberflächlich, keine verbindliche Wertevorstellung Entwicklungsdiffusion: vergleichbar dem ursprünglichen Konzept diffuser Identität: Übergangsform zum Moratorium oder erarbeitete Identität
  • Einflussfaktoren Identitätsentwicklung Elterlicher Umgang: autoritativer vs autoritärer Erziehungsstil, Unterstützung bei Autonomiebestreben Verhalten des Jugendlichen: Verhaltensweisen, die die Selbstexploration erschweren/begünstigen Sozialer/Kultureller Kontext: Rollenmodelle, Einbindung in soziale Zwänge Historischer Kontext: Veränderungen in der Vorstellung, welche Aspekte integrierbar sind 
  • Erziehungsstile Autoritäre Eltern: gehorchen, sonst bestrafen:Autonomie eingeschränkt, knicht zum Meinungsaustausch ermutigt, überbehütend oder vernachlässigend Permissive Eltern: Akzeptanz für Verhaltensweisen Kinder, Eltern sehen sich als Ressource, welche die Kinder nutzen können, Kinder dominieren oft die Eltern, von den Kindern nicht erfordert vernachlässigende Eltern: nehmen Verantwortung nicht wahr, oft unzueichend versorgt, beaufsichtigt, gefördert: randständiges Milieu oder Wohlstandsverwahrlosung autoritative Eltern: Entscheidungen werden den Kindern gegenüber begründet, Eltern fördern Autonomie, setzen aber auch Grenzen, Elterliche Sichtweisen durchgesetzt, aber individuelle Interessen ernst genommen
  • Adoleszent Kognitive Entwicklung Alternativen beachten vorausschauendes Denken Hypothesen testen Denken 2. Ordnung:  unkonventionelles Denken
  • Adoleszenz : Folgen abstrakten Denkens Streitlust: unifaktorielle Erklärungen der Eltern reichen nicht mehr, vviele verschiedene Argumente ins Feld geführt Befangenheit und Selbstbezug: fähigkeit über eigene Gedanken zu reflektieren zusammen mit körperlichen und seelischen Veränderungen