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Entwicklungspsychologie (Subject) / Entwicklung (Lesson)

Grundlagen

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  • kulturelle Einfluss auf mathematische Kompetenzen Studie Nunes: Brasilianische Kinder (9-15), die Süßigkeiten verkaufen -> exzellentes Rechenverständnis wenn Aufgaben in diesem Kontext, sehr schwache, wenn im schulischen Format Länderübergreifende Vergleiche: Länder mit besseren Mathematikleistung investieren viel Zeit in Matheunterricht, stärkere Fokussierung auf Verständnis der Grundbegriffe as auf Auswenidiglernen von Rechenwegen
  • Kernwissenshypothese (Spelke) physikalisches Kernwissen zu Kinder mit Kernwissen in spezifischen Bereichen geboren, dieses wird mit der Zeit angereichert physikalisches Kernwissen in folgenden Bereichen Kontinuität/Solidität: Objekte bewegen sich auf in Zeit und Raum zusammmenhängenden Pfad-> 2 können nie zeitgleich am selben Ort sein: 3 Monate Kontaktprinzip: unbelebte Objekte bewegen sich nur, wenn sie angestoßen werden : 5 Monate Kohäsion: Bewegte Objekte behalten Konsistenz und Form: 3 Monate Erwartungsverletzungspradigma und Habituation
  • Entwicklung Wissen über die Schwerkraft 3-5 jährige : Intuitive Vorstellung zu Schwerkraft übergeneralisiert: alle Dingen fallen immer nach unten -> auch wenn Röhre woanders hinführt, Behälter und Startposition
  • angeborener Lernmechanismus (Bai Ilargon) angeborener Lernmechanismus beeinflusst Wissenserwerb in Domäne, das Wissen wird angereichert Entwicklungsmuster: Inititales Konzept wird sukzessiv ausdifferenziert, relevante Variablen werden identifiziert Ereignis Kategorien : Verdeckungsereignisse: Hase an Verdeckung vorbei gezogen:2,5 Monate : erwarten,dass Hase sichtbar, wenn nicht verdeckt, 3 Monate: berücksichtigen Lücke in Verdeckung, 3,5: Berücksichtigung der Größe des Objekt+ Verdeckung Unterstützungsereignisse: 3 Monate: Kontakt vs keiner, 5 Monate : Ort des Kontakts, 6,5 Monate: Ausmaß des Kontakts Kollisionsereignisse: Welche Art von Kontakt nötig Inhaltsereignisse: Passt Objekt in Behälter
  • Veränderung Naturwissen in Kita und Grundschule abhängig von der Art der Wissensveränderung eher Veränderung der Informationsverarbeitung im Sinne der Berücksichtigung und Quantifizierun verschiedener Dimensionen oder Veränderung naiver Theorien (beide bedeutsam) Studie zu verschiedenen Tehmen Physik: Hebelgesetz: Kind vor Waage Urteilverfahren: Welche Seite senkt sich die Waage ? Herstellungsverfahren: Wie viele Gewichte hinzufügen für Gleichgewicht + wo Gewichte platziert für Gleichgewicht (Anzahl vorgegeben) Astronomie: Wissen über die Erde Biologie : Wissen über Lebewesen
  • Domänenspezifischer Ansatz (Carey) Susan Carey : Wissen wird eingebettet in naive Theorien: diese ändern sich mit zunehmendem Wissen: Conceptual Change  bei radikalen Wissenveränderungen Paradigmenwechsel
  • Anreicherung Kernwissen vs Conceptual Change viele Misconceptions bis ins Erwachsenenalter Schwerkraftstudie: Annahme Schwerpunkt immer in der Mitte, unabhängig von deutlichen Asymmetrien: 4-6 bei jedem Durchgang + Block ausprobieren und korrigieren -> keine Übertragung, 6-8: stets geometrische Mitte, striktes Festhalten, Aufhaben nicht möglich, über 8: Beginn geometrische Mitte, korrigieren, übertragen auf andere Blöcke Widerspruch zur bloßen Bereicherung von Wissenskernen,
  • Ab wann verstehen Kinder die Logik des Experimentieren Testung Hypothesen : in der Grundschule, Bewertung der Ergebnisse: Schwierigkeiten bis in Jugend Piaget: bis Erreichen formal operationales Stadium kein Verständnis für Logik des Experimentierens neue Studien: einfache Aufgaben schon ab 7 Jahren(Geruchsinn Tier gut oder schlecht?-> richtigen Test auswählen); ab 9 auch adäquate Testung von Kausalhypothese: kontrastive Tests Kinder glauben an direkten Zugang zur Wahrheit (Theorien können nicht relativ sein): unterschiedliche Standpunkte entstehen durch Informationsdiskrepanzen
  • Emotion Komponenten Verhaltenstendenz Physiologische Korrelate Subjektive Gefühle begleitende Kognitionen
  • Annahme von Basisemotionen (Plutchick) begrenzte Zahl angeborener Basisemotionen (Furcht, Ärger, Freude, Ekel, Trauer, Überraschung) -> diese haben spezfisches Set an körperlichen und mimischen Reaktionen -> im Laufe der Evolution als grundlegende adaptive Anforderung entwickelt
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  • Primäre und sekundäre Emotionen (Damasio) primär: angeboren, Aktivierungsmuster der Gesichtsmuskel -> typeische Gesichtsausdrücke, die bei allen ähnlich sind sekundär: entstehen durch Erfahrung, Tradition, reationale Faktoren ,z.B Mischung Ekel und Wut= Abneigung, Fremdenhass
  • Appraisal Theorien/kognitive Bewertung (Emotionen) (Lazarus) kognitive Prozesse (Bewertung) sind für emotonale Reaktionen verantwortlich und bestimmen deren Qualität, Intensität, auch hier primär (automatisiert) und sekundär (willkürlich)
  • Kognitiv- konstruktivistisch (Schachtel und Singer), sozial konstruktivistisch (Averill) emotionale Prozesse in Verbindung mit Konstrukten wie Kognition, Motivation und Aufmerksamkeit, Kognitionen sind Bestandteil und nicht Ursache für Emotioenen -> nicht klar abgrenzbar: eher dimensional anhand Valenz und Intensität zusätzlich Betonung der Rolle des sozialen und kulturellen Umfeld für Emotionserleben und regulation
  • Entwicklung positiver Emotion ab 2 Monate soziales Lächeln, Freude, wenn das Kind bestimmtes Ereignis kontrolliert, ab 7-8 Monate selektives Lächeln (nur Bekannte), Ende 1. Jahr Freude bei unerwarteten Ereignissen 2 Jahre Freude, wenn Kind jemanden zum Lachen bringt
  • Entwicklung negativer Emotion spezifische Abgrenzung Unwohlsein, Angst, Wut schwierig, ab 5 Monate: Kind begreift sich als Kausalagent, Furcht spezifisch im ersten Lebensjahr, Fremdenangst ab 7 Monate (bis ca.2 Jahre), nimmt ab dem 12. Monat wieder ab ab 8 Monate Trenungsangst ab 2 Wut und Ärger gut erkennbar
  • Entwicklung selbst bewusster Emotion Selbst in Bezug zu Reaktionen anderer Schuld,Scham, Verlegenheit: beginnen im 2. Lebensjahr Stolz etwas ab dem 3. Lebensjahr
  • Emotionsverständnis identifizieren, Auslöser versthen, Unterscheiden echter und vorgetäuschter, simulatan und ambivalent
  • Emotionen anderer identifizieren 4-7 Monate: Differenzierung Emotionsausdruck und Zuordnung: Stimme, Ausdruck 8-12 Monate: soziales Referenzieren: aus emotionalen Ausdruck anderer werden eigene Verhaltenskonsequenzen abgeleitet 18-24 Monate: Empathie,Differnezierung eigene und fremde Emotion
  • Hierarchisches Modell Emotionen in Kita und Grundschule external (3-4): benennen Emotion, situative Auslöser und verstehen Erinnerung als Auslöser mental (5-6): Wünsche und Überzeugungen als Determinanten von Emotion verstehen, vorgetäuschte Emotion verstehen reflexiv(6-8): Effektivität Emotionsregulation verstehen, multiple Emotionen verstehen, Verständnis moralischer Einflüsse auf Emotionsgeschehen
  • Emotionsregulation Definition Prozesse zur Überwachung, Bwertung, Modifizierung emotionaler Reaktion zum Zweck der eigenen Zielerreichung,  Emotionsinformation identifizieren, verstehen, integrieren und eigenes Verhalten mit intra-/interpersonalen Zielen in Einklang brngen => Balance eigene Ziele und Ziele der Umwelt
  • Prozesse bei der Emotionsregulation Initialisierung neuer/Änderung bestehender Akzentuierung Verringerung, Unterdrückung/Aufrechterhaltung emotionaler Reaktion
  • Strategien der Emotionsregulation (Antizipatorische und reaktive Strategien) Modell von Gross Antizipatorisch Situationsauswahl Situationsmodifikation Aufmerksamkeitslenkung Neibewertung (kognitiv : ich möchte, statt ich muss) Emotion(Reaktion) Modulation der emotionalen Reaktion reaktiv Abschwächen/Supression (inklusive Unterdrückung physiologischer Aspekte) Verstärken/Intensivieren
  • Entwicklung Emotionsregulation Säugling/Kleinkind: von inter zu intrapsychischer Regulation : ab 2 Monate: Regulierung visueller Aufmerksamkeit+ selbstberuhigendes Verhalten (nur bei nicht so großer Belastung), hauptsächliche Kontrolle des Erregungsniveaus über Bezugsperson, ab ca. 3 Monaten Einforderung von Unterstützung 6-12 Monate: Erweiterung des Regulationsrepertoiress durch motorische Fortschritte, emotionales Referenzieren (Erschließen unsichere Situation durch Bezugsperson) 2. Lebensjahr: Erweiterung des Regulationsrepertoires durch Sprache zwischen 3-6: zunehmende Fähigkeit Emotionen selbst zu regulieren (Loslösung von direkten Einflüssen des Emotionserlebens, regulierte Emotion zur Zielerreichung, allmähliche Entkopplung von Emotionserleben und wahrnehmbaren Ausdruck -> Emotion vortäuschen Schulalter: Erweiterung der ER-Strategien -> Neuberwertung, zunehmend differnzierter Einsatz von Strategien Jugendalter: große Vielfalt und Nutzungsflexibilität beim Einsatz der Strategien, strukturelle und funktionale Hirnveränderung --> hohe Vulnerabilität für dysfunktionale ER (überkontrollierte (ausdrucksschwache) Regulation Emotionenin Verbindung mit internalisierendem Problemverhalten vor allem bei Mädchen ; unterkontrollierte (ausdrucksstarke) Regulation Emotion in Verbindung mit externalisierenden Problemverhalten vor allem bei Jungen
  • Einflussfaktoren für Emotionsregulation familiäres Umfeld: dysfunktionale Affektregulation zwischen Mutter und Säugling (depression der Mutter) führt zu Problemverhalten in der Schule -> ER unterstützendes Verhalten der Eltern als wichtiger Mediator Zusammenhang ER und Problemverhalten kulturelle Einflüsse :beeinflussen Ausdruck und subjektive ERfahrung Emotion : kulturspezifisch selektive Responsivität auf kindliche Emotion (deutsch-eurp. v.a auf positive Äußerung-> Begünstigung Emotionsausdruck vs afrikanisch v.a auf negativ Emotion: Hemung Emotionsäußerung)
  • Bindung enge und überdauernde emotionale Beziehung von Kindern zu ihren Eltern
  • Bindungsentwicklung (evolutionär) Bindungsverhalten soll Pflegeperson mit Kind in Verbindung bringen, soll sicherstellen, dass die Eltern in der Nähe bleiben und Unterstützen beim Explorationsverhalten (weinen, nachfolgen, klammern, rufen) Funktion : Nähe aufrechterhalten, Schutz vor Gefahren, Bindungs und Pfelgeverhalten = Grundlage für sozio emotionale Entwicklung langfristige Konsequenzen für späteres Verhalten
  • 4 Phasen der Bindung Pre-Attachement (bis 6. Woche): allgemeine soziale Ansprechbarkeit, angeborene Signale wie Schreiben, bringt Nähe Attachement in the Making (bis 6-8 Monate): besondere Reaktion auf Pfelgeperson, soziales Lächeln, Fremdeln Clear-Cut Attachment (7-18) : eigentliche Bindung: aktive Suche nach Nähe, Trennungsangst Reziproke Bezieung (ab 1 1/2): organisierte Bemühung Nähe aufrechtzuerhalten, flexibles partnerschaftliches Verhalten
  • Bindungstypen Sichere Bindung (65%): kurz irritiert + weinen, lassen sich von Femden trösten und beruhigt sich schnell, spielen mit Fremden, laufen Mutter entgegen, Freude unsicher-vermeidend (20%): bei Trennung unbeeindruckt, spielen auffälig oft allein, bemerken Wiederkehr kaum, lehnen ab (ignorieren Mutter) unsicher- ambivalent (15%): massiv verunsichert, weinen, laufen zur Tür, schlagen dagegen, kaum durch Fremde zu beruhigen, bei Wiederkehr abwechselnd anklammern und aggressiv-abweisend desorganisiert (Rest): bizarres Verhalten: Erstarren, im Kreis drehen, Schaukeln,stereotype Bewegung -> Mischung der anderen Formen ca 80 % der Kinder haben die gleiche Klassifikation auch nach 5 Jahren Einflussfaktoren: Gelegenheit Bindung einzugehen, Qualität der Fürsoge-mütterliche Responsivität, Persönlichkeit
  • Temperament individuelle Unterschiede emotionaler Reaktivität Dimensionen: Aktivität, biologische Rhytmizität, Annäherungs/Rückzugsverhalten, Anpassungsfähigkeit, Sensibiltät neue Reize, Heftigkeit der Reaktionen, Grundstimmung, Ablenkbarkeit, Aufmerksamkeitsspanne Klassifikation einfach: leichte Anpassung, rascher Aufbau Routinen, stabiler Rhytmus, fröhlich, leicht zu beruhigen schwierig: langsame Anpassung, kein stabiler Rhytmus, intensive negative Reaktion slow-to-warm up: zunächst schwierig, bei Vertrautheit zunehmend einfacher
  • Piaget Genetische Erkenntnistheorie durch Untersuchung der Denkentwicklung (Kinder) Fragen auf philosophische Fragen (Gibt es objektives Wissen?angeborene Ideen) -> erster empirischer Erkenntnistheoretiker
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  • Piaget: Erkenntnistheoretische Einsichten Wissen= Kontruktionsprozess, kein Zustand, das Kind wählt Informationen aus + interpretiert und begreift durch aktives Handeln, konstrukiert wissen als Reaktion auf Erfahrung jede Erfahrung durch altersbedingte Verhaltensstrukturen gefiltert (z.B durch Greifen begreifen -> durch Sprechen begreifen
  • Piaget - Strukturalist Einzelphänomene werden erst durch Zusammenhänge erklärbar universale Denkprozesse aufdecken Denken beruht auf einer geringen Anzahl an Funktionen
  • Versuch zum stufenabhängigen Wahrnehmen und Verstehen Kinder verschiedenen Alters Bild mit 10 unterschiedlich langen Strichen zeigen -> nach einer Woche nachzeichnen -> 3-4(präoperational): einige wenige gleich lange Striche ->5-6 (Übergang zu konkretoperational): ein paar lange + ein paar kurze Striche, einen Monat später zeichenen sie ein paar lange und ein paar mittlere und ein paar kurze -> Erinnerung von Verstehensstruktur beeinflusst ->7(konkretoperational): geben Zeichnung korrekt wieder => Erinnern= aktiver Prozess, der gesamte, aktuell verfügbare kognitive Struktur widerspiegelt
  • Mechanismen der Entwicklung (Piaget) Denken entwickelt sich in alltäglicher Auseinandersetzung mit der Welt Adaption: Tendenz eigenes Denken und Verhalten mit der Umwelt in Einklang zu bringen Assimiliation: Realität in Vorhandene kognitive Organisation angepasst Akkomodation: vorhande Wissenstruktur wird als Reaktion auf Erfahrung angepasst Äquilibration: Mensch strebt nach Zustand des Gleichgewichts, passt Realität nicht zu kognitiven Strukturen -> Disäquilibration -> Wiederherstellung Ä. durch Entwicklung differnezierter Sturkutren, kontinuierlich im Alltag + im Zuge der Vervollkommnung der Stadien + im Verlauf der Entwicklung zu formalen Operationen Strukturierung= Tendenz einzelne Beobachtungen in kohärente Wissenssysteme zu integrieren
  • Piaget- Zusammenspiel Anlage Umwelt Umwelt= jede Erfahrung Anlage= Gehirn/Körperreife, Fähigkeit zu handeln, wahrzunehmen, aus Erfahrung zu lernen, Motivation zu Adaption und Struktuierung =>angeboren auf die Umwelt zu reagieren, Gleichgewicht herzustellen
  • Stufen der Denkentwicklung Zeitabschnitt, in dem Denken und Handeln in vielfältigen Situationen eine spezifische Grundstruktur widerspiegelt, bauen aufeinander auf, invariante Sequenz, universell Sensumotorsches Stadium (0-2) Präoperational (2-6) konkrete Operationen (6-12) Formale Operationen (ab 12)
  • Piaget Sensumotorisches Stadium (0-2): Grundlage begreifen die Welt über physische Einwirkung auf diese Entwicklung von einfachen, angeborenen Reflexen zu einer Reihe verschiedener Schemata -> werden differenziert und trainiert 6 Stufen über die mithilfe von Wahrnehmungssystem + Motorik das Weltbild aufgebaut wird
  • Piaget: Stufen des sensumotorischen Stadiums Reflexmodifikation (0-1Monat): Greifreflex: Kind assimiliert Gegenstand an bestehendes Schemata, akkomodiert seine Bewegung an Gegenstand, im Wechselspiel entwickelt sich Greifverhalten Primäre Kreisreaktion (1-4 Monate): durch Zufall entdeckt, dass ein Reflex einen Effekt erzeugt -> Wiederholung, bezieht sich auf eigene Körperteile z.B Spuckebläschen Sekundäre Kreisreaktion(4-8 Monate): Kreisreaktionen mit Objekten der Umwelt (etwas fallen lassen, Rassel schütteln) Koordination sekundärer  Verhaltensschemata (8--12 Monate): Kombination Schemata, Entwicklung Planung und Intentionalität, Schemata gezielt auf neue Situationen angewandt und nicht nur zufällig -> willkürlic, Mittel-Ziel Unterscheidung, Ansätze des Problemlösens Tertiäre Kreisreaktion(12-18): Variation Handlungsschemata um verschiedene Effekte zu erproben,, definiertes Ziel erreichen, Entdeckung neuer Mittel durch Exploration Mentale Repräsentation(18-24) : mentale Symbole, die Objekte/Ereignisse abbilden (Sprache), interne Exploration -> neue Mittel durch geistige Kombination, Optimierung von Verhalten durch Einsicht
  • Piaget: wichtige Konzepte des sensumotorischen Stadiums Mittel-Ziel Unterscheidung Objektpermanenz: 0-1,5 suchen nicht nach verschwundenen Objekten, 1,5-4 Monate: schauen auf Ort des Verschwindens, 4-8: Antizipation Objektbewegung, auch teils verdeckt, 8-12 Monate: suchen nach verdecktem, A- nicht B Suchfehler
  • Piaget :Präoperationales Stadium (2-6): Typische Phänomene beginnt sprachlich + symbolisch zu denken, kann nicht flexibel mit mentalen Repräsentationen umgehen Fehlende Perspektivübernahme, Präkausales Denkenm prälogisches Schlussfolgern, Defizitäres Kategoriewissen -> Übergeneralisierung, Wahrnhemungsverhaftung, Entzustandsorieniterung, Zentrierung, Irreversibilität im Denken, defizitärer Zählbegriff
  • Piaget: Präop. : Egozentrismus kann sich Sachverhalt nicht aus Perspektive eines anderen vorstellen kann sich nicht vorstellen, dass jemand etwas sieht, was es nicht sieht (Level-1 Perspektivübernahme), dass eine räumliche Anordnung von woanders anders wahrgenommen wird (3-Berge Versuch : Level 2 Perspektivübernahme), bezogen auf Wahrnehmungen, Emotionen, Wünsche, Überzeugungen
  • Piaget: präop. Prälogisches Schlussfolgern/Präkausales Denken Schlussfolgerungen =argumentativ nicht logisch, kein Verständnis für kausale Zusammenhänge : Zirkelschlüsse, Finalistische Schlüsse, Transauktive Schlüsse
  • Piaget: präop. Defizitäres Kategoriewissen -> Übergeneralisierung Animismus: alle Objekte belebt, alles was sich bewegt lebt (6-7) -> Objekte, die sich selbst initiiert bewegen leben (8-10) -> Pflanzen+ Tiere lebendig Artifizialismus: Neigung Objekte + Naturerscheinung auf menschliches Handeln zurüclzuführen  keine kausalen Prinzipien für belebt vs unbelebt
  • Piaget:präop. Wahrnehmungsverhaftung orientiert an dem, was es aktuell sieht, kann sich nur schwer von Wahrnehmung lösen Umschüttversuch: Orientierung an Wasserhöhe Schein-Objekte: Kerze in Form eines Apfels nicht als Kerze erkannt und umgekehrt
  • Piaget: präop.: Endzustands Orientierung Zug Startpunkt auf gleicher Höhe vs nicht auf gleicher Höhe -> welcher Zug weiter/länger gefahren -> nur Haltepunkt berücksichtigt, nicht Startpunkt
  • Piaget: präop. : Fehlende Invarianz, Zentrierung, Defizitärer Zahlbegriff, Irreversibilität im Denken zentriert Wahrnehmung nur auf einen Teil der Realität, zentrierte Aspekte können wechseln Ereignisse nicht so repräsentieren, dass sie gedanklich rückgängig geacht werden können + daraus Schlussfolgerungen bedenkt nicht, dass Menge gleich, da nichts weggenommen oder hinzugefügt wurde
  • Piaget: Konkrete Operationen Denkfehler des präoperationalen Stadiums überwunden mentale Repräsentationen von Objekten/Handlungen können flexibel kombiniert,geordnet, transformiert werden v.a auf konkret wahrnehmbare Objekte (müssen nicht anwesend sein) -> Schwierigkeiten bei Abstrakta denkt weniger egozentrisch, zustandsorientiert, wahrnehmungsverhaftet -> unabhängig von aktuellen Gegebenheiten+ persönlichen Zuständen, flexibler + geordneter -> versteht komplexe Zusammenhänge besser
  • Piaget: Formale Operationen Fähigkeit zum abstrakten wissenschaftlichen Denken -> systematisch verschiedene Hypothesen mental durchgespielt um Problem zu lösen -> Gesetz der Logik Hypothetisch-deduktives Denken: Berücksichtigung aller potentiell relevanten Einflussgrößen + systematisches Testen, Fähigkeit zur Variablenisolierung + Hypothesentesten : wie die einzelnen Variablen überprüfen -> Durchgänge => Pendelproblem: Welche Faktoren bestimmen die Geschwindigkeit des Pendels Propositionales Denken: Denken auf dem Gebiet des Fiktiven (nicht beschränkt auf konkretes/potentiell wirkliches -> hypothetisches) ; Proposition: alles, was richtig/falsch sein kann, unabhängig vom Realitätsbezug Aussagen ohne Rücksicht auf Verwirklichungsstatus verknüpfen, Aussagen bewerten, in dem nur über diese nachgedacht wird
  • Methodisches Vorgehen Piaget Einsichten zum frühkindlichen Denken aus Beobachtung seiner eigenen Kinder (fehlende Gütekriterien) ältere Kinder: vorstrukturierte Probleme/Fragen: klinische Interviews (Kompromiss standardiserte  Tests und offene Beobachtung : gezieltes Nachfragen zur Offentlegung der Gedankenwelt) fehlende Objektivität, keine Angaben zur Reliabilität Konfundierung kognitive Leistung mit Sprachkompetenz Umgang mit Suggestivfragen abhängig vom Alter
  • Charakteristika Theorie Piaget interaktionistisch konstruktivistisch individualistisch: soziale Beziehungen spielen keine Rolle strukturalistisch organismisches Menschenbild (Kind und Umwelt beeinflussen sich gegenseitig, permanenter aktiver Austausch, angeboren , muss nicht von außen aktiviert werden