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Entwicklungspsychologie (Subject) / Entwicklung (Lesson)
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- Quellen für Entwicklungsaufgaben (Havighurst) biologische Reifungsprozesse gesellschaftliche Erwartungen individuelle Zielsetzungen und Werte
- Übergang vom 3ten zum 4ten Lebensalter (Alter der Selbsterfüllung zu Alter der Abhängigkeit und Altersschwäche) Laslett Populationsbasierte Definition: Alter, in dem 50% einer Geburtenkohorte nicht mehr lebt (75-80), Alter, in dem 50% derjenigen Personen, die das 50-60 Lebensjahr erreicht haben nicht mehr leben (80-85) Personenbasierte Definition:Orientierung an der geschätzten maximalen Lebensspanne eines Individuums, Betrachtung der Mortalität (Sterblichkeit gemessen an biologischen Markern) -> ber viele Altersveränderungen nicht verbunden mit Mortalität -> Morbidität (psych. Kompetenz, Schwerhörigkeit), Betrachtung des individuellen Potentials, Lebensqualität zu erhalten
- Altern nach K-G Collatz Irreversible zeitabhängige Veränderung der Struktur und Funktion lebender Systeme -> Kennzeichen: Abnahme der Adaptionsfähigkeit eines Organismus gegenüber Umwelteinflüssen
- 4 Alterskriterien nach Strehler zur Abgrenzung Alter-Krankheit Universalität: Prozesse des Alterns sind bei allen Individuen einer Art mit der gleichen Gesetzmäßigkeit vorhanden Progressivität: gradueller Verlauf Irreversibilität: Das Altern läuft stets nur in eine Richtung, Veränderungen sind irreversibel Systemimmanzenz: Altern ist eine Erscheinungsform des Lebens, Alternsprozesse laufen auch ohne exogene Faktoren ab
- biologische Alterung-Prozesse Knochen- Osteoperose, vor allem Frauen, leicht brüchige Knochen Gelenke: Abnutzung der Knorpel in den Gelenken, Atrhose Muskel: Zellen werden nicht mehr erneuert-> weniger Kraft Fett: mehr Anreicherung durch veränderten Stoffwechsel+ weniger Energieverbrauch Haut: Verlust an Collagen+ Feuchtigskeitsspeichern -> Falte, dünnere Haut, weniger Spannkraft, mehr Hornhautbildung, schlaffes Bindegewebe Haare: Unterversorgung der Haarwurzeln auf dem Kopf, Ergrauen oder Ausfall, Wachstum Ohren und Nasenhaare Augen: Eintrüben der Linse: Verlust der Akkomodationsfähigkeit der Linse -> grauer Star, Veränderung Farbsehen, Fehlsichtigkeit Ohren: Absterben von Sinneszellen im Innenohr, Reduktion der Hörleistung
- Alternstheorien- Biologische-genetische Theorie der freien Radikale (Harman): in Folge von Stoffwechselprozessen entstehen in Zellen ,,freie Radikale''-> diese können DNS, Proteine, Fett und andere Moleküle oxidieren und dadurch ihre Funktion schädigen -> mit dem Alter häufen sich oxidative Schäden Telomer Hypothese(Hayflick): Telomere (Enden der DNS) verkürzen sich bei jeder Zellteilung -> bei kritischer Länge stoppt die Zellteilung
- Alternstherien -Evolutionstheorien Fokus auf Warum des Alterns Mutations-Akkumulations-Theorie (Medawar), Antagonistischen Pleitropie (Williams): ein einzelnes Gen kann mehrere Funktionen haben (Pleitropie) diese pleiotropen Funktionen können antagonistisch wirken -> früh im Leben vorteilhaft,spät schädlich da die schädlichen Wirkungen dieser Gene nach der Reproduktionsphase auftreten, haben sie kaum evolutionäre Auswirkungen schädliche Mutationen, die erst im Alter ihre Wirkung zeigen, können sich daher im Genom eines Organismus beliebig anhäufen
- Alternstheorien- Ökologische Anforderung-Kompetenz-Modell (Lawton): Verhalten als Funktion der Fähigkeiten (Handlungsmöglichkeiten) einer Person und den Anforderungsstrukturen der Umwelt Kompetenz als Persönlichkeitsmerkmal: Oberste Kapazitätsgrenze bezüglich körpericher Gesundheit, motorischer,sensorischer und kognitiver Fähigkeiten Unterteilung der Umweltanforderungen in: physische Umwelt (Lärm,Kriminalitätsrate), personale Umwelt, suprapersonale Umwelt (soiodemographische Merkmale der Wohnumwelt), gesellschaftliche Strukturen (Normen, Werte) bei abnehmender Kompetenz der alternden Person nimmt die Bedeutung der Umweltanfoderungen für das Erleben und Verhalten zu (enviromental docility Hypothese): müssen auch niedrig sein
- Alternstheorie- soziologisch Disengagementtheorie (Cumming&Henry) das Individuum strebt mit dem Alter nach einem freiwilligen sukzessiven Rückzug aus sozialen Rollen und Aufgaben Aktivitätstheorie: soziale und psychische Bedürfnisse ändern sich nicht mit dem Alter, positiver Zusammenhang zwischen sozialem Aktivitätsniveau und Lebenszufriedenheit -> Rollen und Funktionsverluste führen zu Isolation und Rückzug Kontinuitätstheorie: die Erhaltung innerer und äußerer Strukturen als bester Weg, den Alternsprozess zu meistern, Wohlbefinden und soziale Integration aufrecht zu erhalten: häsuliche Menschen tendieren zum Rückzug, aktive Menschen benötigen auch im Alter viele Kontakte
- Alternstheorien -Psychologische Entwicklungsaufgaben : Erikson (Integrität vs Verzweiflung), Havinghurst (Akzeptanz des bisherigen Lebens, Ereichen eines inneren Zustands der Zufriedenheit und des Gücks kognitive Alternstheorie (Thomae): Verhalten v.a bestimmt, wie es sich und sene Umwelt wahrnimmt -> Verhaltensänderungen im Alter hängen primär zusammen mit subjektiven erlebten Veränderungen,weniger mit objektiven Umweltänderungen -> Auseinandersetzung mit persönlichen Erscheinung,sozialen Integrität und Endlichkeit des Daseins, Voraussetzung für ein erfolgreichen und zufriedenes Altern: Gleichgewicht zwischen kognitiver Strukturm eigenen Bedürfnissen und erlebter Realität
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- Theorie erfolgreichen Alterns nach Baltes Ausschöpfen der Kapazitätsreserven bei Kompensation der Leistungseinbußen/-verluste Allgemeine Psychologische Lebensmanagment-Strategie: Entwicklung und Altern als Prozess selektiver Anpassung von verfügbaren Ressourcen und Handlungszielen (Spezialisierung) Ontogene als ein System adaptiver Veränderungen, mit den Grundelementen Selekton,Optimierung und Kompensation (SOK-Modell)
- SOK-Modell Baltes SOK Strategien als universelle Prozesse zur Entwicklungsregulation liegen in unterschiedlicher Form und Kombination jedem Entwicklungsprozess zugrunde Selektion: Auswahl von Funktionsbereichen, auf die sich die zu jedem Zeitpunkt der Lebensspanne begrenzt verfügbaren Ressourcen konzentrieren: Elektiv: Notwendigkeit aus Fülle von Handlungszielen, die auszuwählen,die eigenen Werten und Kompetenzen entsprechen + verlustbasierte Elektion: Verändern oder Aufgeben von Zielen als Reaktion auf antizipierte oder bereits eingetretene Verluste an Verhaltens- und Handlungsspielraum Optimierung: Erwerb, Verfeinerung und Anwendung von Ressourcen zum Erreichen von Entwicklungszielen Kompensation: Erwerb, Verfeinerung und Anwendung von Ressourcen, die Verlusten entgegenwirken
- Empirische Evidenz SOK Trotz verlangsamter Reaktionsgeschwindigkeit schreiben ältere Schreibkräfte genauso schnell wie jüngere -> Expertise/erfahrungsbedingte Ressourcen zur Kompensation biologisch-determinierter Verluste
- SOK Modell Annahmen:Verlauf mit dem Alter Altersbezogener Anstieg für SOK Strategien: Erwachsenenalter: Gesellschaft verlangt Festlegung auf und die Verfolgung bestimmter Ziele, zunehmende Übung und Erfahrung im Umgang mit SOK Strategien Abnahme in sehr hohem Alter: starke Ressorucenbegrenzung
- Berliner Altersstudie umfassende und intensive Untersuchung alter Menschen (70-über 100), 516 Personen, 14 Sitzungen, geistige +körperliche Gesundheit, intellektuelle Leistungsfähigkeit, psychische Befindlichkeit, soziale +ökonomische Situation Längsschnittstudie->überlebende Teilnehmer 4x nachuntersucht Untersuchung alterns- und todesassoziierten Veränderungen im hohen Alter
- Positive Aspekte des Alterns Anstieg Lebenserwartung:mehr alte Menschen leben länger, heutige 80 jährige,Lebenserwartung von 8 Jahren -> besser umwelt-sozial-technologische Bedingungen nachfolgende Kohorten körperlich und mental fitter: heutige 70jährige bezüglich Leistungsfähigkeit vergleichbar mit 65jährigen aus den 1930ern -> können nicht genetischer Natur sein, bessere materielle, medizinische, wirtschaftliche Gegebenheiten hohes kognitives Potential im Alter: die meisten halten ihr mentales Leistungsniveau bis ins Alter von ca. 70 -> Potential zum Neulernen Emotionale Intelligenz und Weisheit: im dritten Lebensalter Spitze bezüglich emotionaler Intelligenz (Ursachen von Emotionen verstehen,Strategien zum Umgang mit Konfliktsituationen entwickeln) + Spitze Weisheit
- Two Faces of human Aging (Baltes und Smith) Positive Alters-Perspektive: Alter als Phase mit viel Potential, as mit geeigneten Ressourcen (medizinisch,sozial,psychologisch) ausgeschöpft werden kann Negative Alters-Perspektive: Frage nach der Würde des Alterns bei bloßem Hochpushen der Lebensspanne
- Vergleich 3. und 4 Lebensalter ab 65: genügend kulturelle Ressourcen vorhanden, um die auftretende biologischen Verluste zu kompensieren + zufriedenes Altersdasein/erfolgreiche Bewältigung alterstypischer Anforderungen ab 85: biologische Grenzen der Anpassungsfähigkeit überschritten->drastische Zunahme von Verlusten, nicht mehr auszugleichende Defizite, Gebrechlichkeit und Morbidität
- Das dritte Lebensalter- Verbesserung kognitive Kompetenzen Fähigkeit zur Lösung vertrauter kognitiver Probleme geht nicht oder nur geringfügig zurück die im Lebenslauf erworbenen Denk- und Lernstrategien bleiben im Alter bestehen -> Voraussetzung:kontinuierliche Nutzung Probleme mit kognitiven Basisoperationen: Abnahme der Geschwindigkeit und Präzision der Erregungsleitung zwischen Nervenzellen: Verluste: Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung, Lösen neuartiger kognitiver Probleme, Kurzzeitgedächtnis kristalline Intelligenz: bleibt auf hohem Niveau Fluide Intelligenz: sinkt mit dem Alter: Kurzzeitgedächtnis schlechter, Reaktionsgeschwindigkeit + Flexibilität des Denkens nimmt ab,
- Weisheit als Gegenstand psychologischer Forschung Weisheit als Expertenwissen im Bereich grundlegender Lebensfragen Reiches Faktenwissen Reichhaltiges Strategiewissen (Entscheidungsstrategien, Kosten-NutzenAnalyse,Ziel-Mittel Relation) Lifespan-Kontextualismus: historische,biographische Einbettung von Lebensproblemen Wert-Relativismus: Betrachtung jeder Person innerhalb ihres Wertesystems,Beachtung universeller Werte
- Drittes Lebensalter-Psychische Kompetenz Ressourcen für Bewältigung der Belastung/Anforderungen des Alters (Umgang mit Erkrankung, Bewältigung des Berufaustritt) trotz gesundheitlicher Einbußen, sozialer Verluste, begrenzter Lebenszeit ist die Zufriedenheit bei den > 65 jährigen nicht geringer als bei jungen Altersgruppen Psychische Anpassungsprozesse: gegenwärtige Ereignisse vor dem Hintergrund schlechterer Ausschnitte der Biographie gedeutet, Aufgabe nicht mehr erreichbarer Ziele und Konzentration auf Vorhaben deren Verwirklichung aus der aktuellen Perspektive realistiach erscheint
- drittes Lebensalter: alltagspraktische Kompetenzen basale Kompetenzen: Selbstpfelge, einfache instrumentelle Arbeiten erweiterte Kompetenzen: Komplexe instrumentelle Aktivitäten (Handwerken, Besuche, Sport, Theater) ->hier neben individuellen Fähigkeiten auch wichtig: Umweltbedinungen in ihrer unterstützenden,kompensatorischen und stimulierenden Funktion
- Altersbetrachtung vor biologischem und gesellschaftlich-kulturellem Hintergrund: der biokulturelle Architekturplan ist für das hohe Alter problematisch 3 interagierende Grundprinzipien Evolutionsgewinn sinkt mit dem Lebenslauf: Vorteile der Selektion nehmen ab -> wirksam v.a auf erste Lebenshälfte (Fokus auf Reproduktion+geringe Lebenserwartung) Bedarf an Kultur steigt mit dem Lebenslauf:kulturelle Entw. hat höhere Alter erst ermöglicht, immer mehr und bessere Ressorucen nötig, um biol. Verluste auszugleichen Effektivität von Kultur sinkt mit dem Lebenslauf: Lernfähigkeit sinkt, Wirksamkeit gesell. Fakotren zur Kompensation fällt ab