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BIOPSYCHOLOGIE (Subject) / Biopsychologie Bachelor (Lesson)
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- An der Steuerung des Schlafverhaltens sind eine Reihe neuronaler Strukturen beteiligt. Welche Rolle spielt die Formatio reticularis (FR) bei der Schlafsteuerung? 1.- hält Wachzustand aufrecht (nach Durchtrennung der Kernstrukturen der FR ist dasProencephalon fast durchgängig im SWS)- Annahme: niedriges Aktivitätsniveau → Schlaf; hohes Aktivitätsniveau → Wachheit2.- Verschiedene Kerne (verstreut über kaudale FR) kontrollieren REM-Schlaf
- Was besagt die Schlaftheorie des retikulären Aktivierungssystems? In der Formatio Retikularis zwischen Transsektionen von Cerveau-isolé und Encéphale-isolébefindet sich ein Gebiet, das Wachheit fördert.Ein niedriges Aktivitätsniveau in der Formatio reticularis erzeugt Schlaf und ein hohesAktivitätsniveau erzeugt Wachheit. Die Formatio reticularis wird demnach im Allgemeinen alsaufsteigendes retikuläres Aktivierungssystem (ARAS) bezeichnet (obwohl die Aufrechterhaltungdes Wachzustandes nur eine Funktion der viele Kerne ist, aus denen sie besteht).
- Was ist das ARAS? Wo befindet es sich? Ein niedriges Aktivitätsniveau in der Formatio reticularis erzeugt Schlaf und ein hohesAktivitätsniveau erzeugt Wachheit. Die Formatio reticularis wird demnach im Allgemeinen alsaufsteigendes retikuläres Aktivierungssystem (ARAS) bezeichnet (obwohl die Aufrechterhaltungdes Wachzustandes nur eine Funktion der viele Kerne ist, aus denen sie besteht).Vorherige Antwort:Das aufsteigende reticuläre Aktivierungssystem auch Formatio reticularis genannt. Besteht ausetwa 100 Kernen, ist an verschiedenen voneinander unabhängigen Funktionen wie Schlaf,Aufmerksamkeit, Bewegung, Erhalt des Muskeltonus und verschiedene Herz-, Kreislauf- undAtemreflexe beteiligt. Es zieht sich durch das Myelencephalon.Annahme (Lindsley 1951):- unspezifische Aktivierung des Neokortex zusätzlich zur spezifischen Erregung dessensorischen Areals-Einheitliche Aktivierungsrichtung d.h. generelle Funktionserhöhung aller Teilsysteme
- Was besagt die passive Schlaftheorie? [NOTIZ:Theorie nicht mehr im Foliensatz oder im Buch!] Schlaf entsteht als passive Konsequenz der Abnahme des sensorischen Inputs ins Vorderhirn.Beleg: (nach Cerveau-isolé-Präparation ist das Proencephalon fast durchgängig im SWS)
- Welche Gehirnregionen fördern Schlaf und Wachheit? fördern Schlaf: anteriorer Hypothalamus und angrenzendes basales Vorderhirnfördern Wachheit: posteriorer Hypothalamus und angrenzender Bereich des Mittelhirns
- Nennen Sie drei Befunde zur neuronalen Grundlage des Schlafes. Bsp:1) anteriorer Hypothalamus und angrenzendes basales Vorderhirn fördern Schlaf;posteriorer Hypothalamus und angrenzender Bereich des Mittelhirns fördern Wachheit.2) In der Formatio reticularis zwischen Transsektionen von Cerveau-isolé und Encéphaleisolébefindet sich ein Gebiet, das Wachheit fördert.3) Spezifische Läsionen des Nucleus suprachiasmaticus (NSC) im medialen Hypothalamusunterbrechen verschiedene circadiane Zyklen (inklusive des Schlaf-Wach-Zyklus)4) Der Tractus retinohypothalamicus, der vom Chiasma opticum zum Nucleussuprachiasmaticus projiziert, vermittelt über eine seltene Art von Ganglienzellen (alsRezeptoren für Licht und Dunkel) die Fähigkeit des Lichts zur Synchronisationcircadianer Rhythmen.5) Melatonin ist ein Hormon, das die Epiphyse (Zirbeldrüse) aus dem NeurotransmitterSerotonin synthetisiert. Der Melatoninspiegel im Blut ist circadianen Rhythmenunterworfen.
- Welche Gehirnstrukturen werden mit Schlaf in Verbindung gebracht? - Anteriorer Hypothalamus und basales Vorderhirn fördern Schlaf- Kaudale Formatio reticularis: Kontrolle des REM-Schlafs- Nucleus suprachiasmaticus: enthält einen circadianen Zeitgebermechanismus- Tractus retinohypothalamicus: vermittelt über eine seltene Art von Ganglienzellen (alsRezeptoren für Licht und Dunkel) die Fähigkeit des Lichts zur Synchronisation circadianerRhythmen.- Epiphyse: Drüse, steuert Freisetzung von Melatonin (Hormon, wird aus Serotonin synthetisiert! höchster Spielgel während Dunkelheit und Schlaf)
- Nennen und beschreiben Sie neuronale und molekulare Mechanismen der circadianen Uhr. Tractus retinohypothalamiscus:− projiziert vom Chiasma opticum zum Nucleus suprachiasmaticus des Hypothalamus− vermittelt die Fähigkeit des Lichts zur Synchronisation circadianer Zyklen− Rezeptoren: seltene Art retinaler Ganglienzellen (reagieren konsistent auf langsameVeränderungen in der Hintergrundbeleuchtung; Photopigment: Melanopsin)Nucleus suprachiasmaticus:− enthält den bei Säugetieren wichtigsten circadianen Zeitgebermechanismus: − Läsionen unterbrechen verschiedene circadiane Zyklen, einschl. der Schlaf-Wach-Zyklen (reduzieren aber nicht Gesamtschlafdauer)− Der Kern zeigt circadiane Zyklen elektrischer, metabolischer und biochemischerAktivität, die durch den Hell-Dunkel-Zyklus reguliert werden könnenGenetische Faktoren:Circadiane Gene:− zwei circadiane Gene identifiziert, deren Molekularstruktur bestimmt werden konnte:das tau-Gen (Mutation des tau-Gens verkürzt circadiane Zyklen bei Hamstern) und das clock-Gen− haben sich wahrscheinlich bereits früh in der Evolutionsgeschichte herausgebildet undsind in vielen verschiedenen Spezies erhalten geblieben− Circadiane Gene sind in den meisten Körperzellen vorhanden; steuern vermutlichSynthese von Proteinen, aber zelluläre Uhren meist
- Was sind Hypnotika? Nennen Sie ein Beispiel. Hypnotika sind Pharmaka, die den Schlaf fördern. Ein Beispiel sind Benzodiazepine (z.B.Valium und Librium), kurzfristig: verstärken Schläfrigkeit, verkürzen Einschlafdauer, verringernnächtliches Erwachen und verlängern die Gesamtschlafdauer.Nebenwirkungen: Toleranzentwicklung, Absetzen nach chronischer Einnahme führt zuInsomnie, machen abhängig, verzerren das normale Schlafmuster
- Was sind Antihypnotika? Nennen Sie 2 Hauptklassen. -Antihypnotika sind Pharmaka, die den Schlaf hemmen durch erhöhte Aktivität derCatecholamine (Noradrenalin, Adrenalin und Dopamin), indem sie ihre Freisetzung verstärken,Wiederaufnahme aus Synapse hemmen oder beides zugleichZwei Hauptklassen:1. Stimulantien2. trizyklische Antidepressiva (hemmen selektiv den REM-Schlaf)
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- Was ist Melatonin und welchen Einfluss hat es auf Schlafverhalten? Melatonin ist ein Hormon, das in der Epiphyse (Zirbeldrüse) aus Serotonin synthetisiert wird.Die Melatoninspiegel im Blut sind circadianen Rhythmen unterworfen. Höchsten Spiegel: beiDunkelheit und im Schlaf.Exogenes Melatonin hat eine leichte schlaffördernde Wirkung. Entfernung der Epiphyse hatallerdings beim Menschen nur geringe Auswirkungen.
- Nennen Sie 3 Kategorien von Schlafstörungen. Insomnie (Schlaflosigkeit): oft durch Absetzen von Schlafmitteln verursacht. Andere Gründe:Schlafapnoe: Aufwachen, weil Patient aufhört zu atmen (mehrmals in einer Nacht)obstruktive Apnoe: Obstruktion (Verengung) der Atemwege durch Muskelkrämpfen oder Atonie(Fehlen des Muskeltonus)zentrale Apnoe: ZNS stimuliert Atmung unzureichendPeriodic-Limb-Movement-Disorder: ist durch periodische unfreiwillige und unbewusste im Schlafauftretende Bewegungen der Gliedmaßen (z.B.Zucken der Beine)Restless-Legs-Syndrom: Patienten klagen über eine Spannung in Beinen ! hindertEinschlafen.Hypersomnie: z.B. Narkolepsie, tagsüber starke Schläfrigkeit mit kurzen wiederholtenSchlafattackenREM-Schlafstörungen: wenig oder gar kein REM-Schlaf. z.B. Kataplexie (wiederholtauftretender Verlust des Muskeltonus im Wachzustand), Narkolepsie, Schlafparalyse(Bewegungsunfähigkeit kurz vor Einschlafen oder Aufwachen; oft durch emotionales Erlebnisausgelöst)
- Was sind polyphasische und monophasische Schlafzyklen? Die meisten Säugetiere zeigen polyphasische Schlafzyklen, d.h. sie schlafen normalerweisemehr als einmal am Tag. Die meisten Menschen haben hingegen monophasische Schlafzyklenund schlafen einmal pro Nacht.
- Was sind polyphasische und monophasische Schlafzyklen? Die meisten Säugetiere zeigen polyphasische Schlafzyklen, d.h. sie schlafen normalerweisemehr als einmal am Tag. Die meisten Menschen haben hingegen monophasische Schlafzyklenund schlafen einmal pro Nacht.
- Was macht Kokain zu einer psychoaktiven Substanz? Psychoaktive Substanzen=Substanzen, die aufgrund ihrer Wirkung auf synaptischeÜbertragung psychologische Prozesse (subjektives Erleben und Verhalten) beeinflussenkönnen.Kokain: Dopaminagonist, blockiert die Dopamintransporter (Moleküle in der synaptischenMembran), die normalerweise das Dopamin aus dem synaptischen Spalt entfernen und in daspräsynaptische Neuron zurück transportieren. Die im synaptischen Spalt freigesetzen DopaminundNoradrenalinmoleküle führen dann zu einer Daueraktivierung der postsynaptischenRezeptoren, was zu Euphorie führt.
- Was ist Atropin? Pharmakologisch aktiver Bestandteil der Tollkirsche. Acetylcholinantagonist. Blockiert Wirkungdes Acetylcholins auf muskarinergen Rezeptoren (=metabotroper Subtyp derAcetylcholinrezeptoren). Lokale Anwendung z.B. zur Pupillenerweiterung (durchantagonistische Wirkung auf die muskarinergen Rezeptoren im autonomen Nervensystem)
- Was sind Stimulantien? Nennen Sie 3 Beispiele. Stimulantien sind Drogen; Hauptwirkung: allgemeine Steigerung der neuronalen undVerhaltensaktivitätBeispiele:-Kokain (Kokainhydrochlorid), Crack-Amphetamin (Speed), Methamphetamin (Meth), 3,4-Methylendioxymethylamphetamin (MDMAoder Ecstasy).
- Nennen Sie die 3 Phasen des Alkoholentzugs und beschreiben Sie diese. 1. Phase nach 5-6 h: schwerer Tremor, Agitiertheit (krankhafte Unruhe → Zittern, gesteigerterBewegungsdrang) , Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, starkes Schwitzenund manchmal Halluzinationen („Kater“)2. Phase nach 15-30 h: Krampfanfälle3. Phase nach 1-2 Tagen, hält 3-4 Tage an:Delirium tremens: beunruhigende Halluzinationen, bizarre Wahnvorstellungen, Agitiertheit,Verwirrtheit, Hyperthermie (hohe Temperatur) und Tachykardie (schneller Herzschlag).Krampfanfälle und Delirium tremens bei Alkoholentzug können tödlich sein.
- Was versteht man unter kontingenter Wirkstofftoleranz? Nennen Sie ein Beispiel für den Nachweis. Toleranz entwickelt sich nur gegenüber Drogenwirkungen, die tatsächlich auch erlebt werden.(Erfahrung)Experiment: Pinel, Mana & Kim (1989)-zwei Gruppen von Ratten erhalten dieselben Alkoholinjektionen alle 2 Tage.- Toleranzentwicklung: Gruppe 1 erhält Injektion eine Stunde vor einer konvulsiven Stimulation(Krampf auslösend) der Amygdala ! kann antikonvulsive Wirkung des Alkohols erleben.Gruppe 2 erhält Injektion eine Stunde nach der Konvulsion ! kann antikonvulsive Wirkung desAlkohols nicht erfahren. !Testphase: Beide Gruppen erhalten Alkoholdosis vor derAmygdalareizung. Toleranzvergleich: Nur die Ratten, die Alkohol vor der konvulsivenStimulation erhielten, zeigen Toleranz gegenüber der antikonvulsiven Wirkung.
- Was sind konditionierte Entzugserscheinungen? Stellen Sie dazu ein Experiment dar. Entzugserscheinungen (der ursprünglichen Drogenwirkung entgegengesetzt), die auftreten,wenn in der Umgebung (oder in Anwesenheit anderer drogenassoziierter Hinweisreize), in derdie Droge wiederholt verabreicht wurde, die Droge nicht verabreicht wird.Experiment: Krank & Perkins (1993)-3 Gruppen von Ratten erhielten jeden Tag zwei Injektionen:Gruppe 1) Morphininjektionen im eigenen Käfig und Kochsalzinjektionen in einer anderenTestumgebungGruppe 2) Kochsalzinjektionen im eigenen Käfig und Morphininjektionen in einer anderenunterscheidbaren Testumgebung (Experimentalgruppe)Gruppe 3) In beiden Umgebungen Kochsalzinjektionen-Nach 20 Injektionen pro Tier wurden die Injektionen abgesetzt und in der Testumgebung (nichtim eigenen Käfig) die Entzugserscheinungen untersucht! Ratten, in der Testumgebung Morphininjektionen erhalten hatten, zeigten die größtenEntzugserscheinungen (Gruppe 2)
- Was versteht man unter Konditionierter Toleranz? Nennen Sie ein Beispiel für den Nachweis. Die Toleranz kommt maximal zum Tragen, wenn eine Droge in einer Situation verabreicht wird,in der sie zuvor schon verabreicht wurde. („Situationsspezifität der Drogentoleranz“)Experiment: Crowell, Hinson & Siegel (1981)-2 Gruppen von Ratten erhalten abwechselnd 20 Alkoholinjektionen und 20 Kochsalzinjektionen(eine pro Tag).Gruppe 1: Alkoholinjektion in unterscheidbarem Testraum, Kochsalzlösung im Kolonieraum.Gruppe 2: Alkohol im Kolonieraum, Kochsalz im Testraum.Toleranztestung:-gegenüber der hypothermische Wirkung des Alkohols in beiden Umgebungen-Toleranz wurde nur dann beobachtet, wenn die Ratten die Injektionen in der Umgebungerhielten, die zuvor mit der Alkoholverabreichung gepaart worden war.
- Was besagt die Theorie der konditionierten Kompensationsreaktion? Reize, die wiederholt die Wirkung einer Droge vorhersagen, lösen allmählich immer stärkerekonditionierte kompensatorische Reaktionen aus, die den unkonditionierten Wirkungen derDroge zunehmend entgegenwirken ! bewirken situationsspezifische Toleranz, weil dieUmweltreize der Drogenverabreichung den Konsum der Droge ankündigen.
- Nennen Sie 2 biopsychologische Theorien der Abhängigkeit. Theorien zur physischen Abhängigkeit: körperliche Abhängigkeit bedingt Rückfälle, z.B. beiEntzugserscheinungen. Aber: auch nach Entgiftung (ohne Entzugserscheinungen odersonstiger körperlicher Abhängigkeit) werden Drogenabhängige rückfällig: z.B. wegenkonditionierter kompensatorischer Entzugssymptome; erklärt aber nicht die Vorliebe fürHinweisreize (Spielen mit der Nadel) oder warum situationsbedingte Effekte der Drogenwirkungähneln.Positive Anreiztheorien:Grundlage der Sucht sind das Verlangen (Craving) und die Erwartung des mit derDrogeneinnahme verbundenen Wohlgefühls (Anreizeigenschaften)Mit der Zeit kann eine Entkopplung von Wohlbefinden und positivem Anreiz stattfinden, z.B.durch Toleranzentwicklung.
- Welche Hirnregion ist bei „intrakranieller Selbstreizung“ betroffen? (intrakraniellen Selbststimulation =Verbeichung schwacher elektrischer Impulse, die bestimmteBereiche des Gehirns stimulieren)Das mesotelencephale Dopaminsystem spielt eine wichtige Rolle:− System dopaminerger Neuronen− projiziert vom Mesencephalon aus zu verschiedenen Regionen des Telencephalons− Axone von Zellkörpern in der Substantia nigra und der Area tegmentalis ventralis(zwei Kerne des Mittelhirns) projizieren zu verschiedenen Orten im Telencephalon (u.A.präfrontaler Neocortex, limbischer Cortex, Tuberculum olfactorium, Amygdala, Septums,dorsales Striatum und Nucleus accumbens)− Nigrostriatale Bahn: Die meisten Axone dopaminerger Neuronen der Substantia nigraprojizieren zum dorsalen Striatum− Mesocorticolimbische Bahn: Die meisten Neuronen in der Area tegmentalisventralis projizieren zu verschiedenen kortikalen und limbischen Bereichen.Wichtige Rolle bei der Vermittlung intrakranieller Selbststimmulation: intrakranielleSelbststimulation geht einer erhöhten Dopaminfreisetzung in dermesocorticolimbischen Bahn einher− Struktur, die von intrakranieller Selbststimulation wahrscheinlich betroffen ist: Nucleusaccumbens
- Was sagt die Anreiz-Sensitivierungs-Theorie der Abhängigkeit? Sie besagt, dass nicht das durch die Droge bewirkte Wohlbefinden, sondern, der "positiveAnreizwert" (die Antizipation des Wohlbefindens) die Grundlage der Abhängigkeit ist. Währendsich häufig eine Toleranz gegenüber der als angenehm empfundenen Drogenwirkung einstellt,steigt das Verlangen nach der Substanz mit dem Drogenkonsum (wird sensitiviert). Unterstütztwird diese Theorie durch den Befund, dass der positive Anreizwert der Droge bei chronischenDrogenabhängigen oft unverhältnismäßig hoch ist im Vergleich zu dem tatsächlichen durch dieDroge hervorgerufenen Wohlbefinden.
- Was versteht man unter Lateralisierung von Funktionen? Die linke und rechte cerebrale Hemisphäre sind voneinander getrennt (bis auf verbindendecerebralen Commissuren). Lateralisierung ! ungleichmäßige Repräsentation vonpsychologischen Funktionen in beiden Hemisphären. Für einige Funktionen gibt es einedominante Hemisphäre, z.B. Sprachdominant ist die linke Hemisphäre
- Was wurde bei Split-Brain-Patienten durchgeführt? Trennung der linken und rechten Hemisphäre durch eine Commissurotomie: Durchtrennung dercerebralen Commissuren (größte = Corpus callosum)
- Nennen Sie 3 Tests zur Sprachlateralisierung. Natrium-Amytal-Test (Wada-Test):-Natrium-Amytal wird in die Halsschlagader auf einer Seite des Halses injiziert-die ipsilaterale Hemisphäre wird durch Injektion einige Minuten betäubt-Fähigkeit der anderen Hemisphäre wird untersucht in Form einer Sprachmotorischen Aufgabe(Aufzählungen wie Alphabet, Nennung von Objekten, etc.)-Wiederholung mit Injektion auf anderer Seite- Betäubung der sprachdominante Hemisphäre: Patient bleibt für einige Minuten stumm,danach: Reihenfolge- oder Benennungsfehler.-Betäubung der nicht-dominanten Hemisphäre: keine Stummheit, Fehler sind selten.Dichotischer Hörtest: nicht invasiv, Probanden hören über Kopfhörer 3 Ziffernpaare.Gleichzeitig eine Ziffer des Paares im linken, die andere im rechten Ohr. Probanden gebenetwas mehr Ziffern wieder, die dem Ohr, das kontralateral zur sprachdominanten Hemisphäreist, präsentiert wurdenda kontralaterale bahnen stärker und sich gegenüber den ipsilateralen durchsetzenFunktionelle Bildgebung des Gehirns: Die Aktivität des Gehirns wird mit Positronen-Emissions-Tomographie (PET) oder mit funktionellen Magnet-Resonanz-Tomographie (fMRT)beobachtet, während der Proband eine Aktivität (z.B. Lesen) ausführt. Bei sprachlichenAufgaben zeigt sich häufig eine größere Aktivität der sprachrelevanten Regionen derHemisphäre, die sprachdominant ist.
- In welchen Bereichen sind die beiden Hemisphären jeweils dominant? Linke Hemisphäre: Sprache, komplexe und ipsilaterale Bewegungen, verbales Gedächtnis undInterpretation von Erinnerungen, RechnenRechte Hemisphäre:1. Emotionalität (Erkennen von Gesichtern und deren emotionalen Ausdrucks) 2. musikalische Fähigkeiten (&nichtsprachliche Geräusche)3. räumliche Fähigkeiten (Räumliches Vorstellungsvermögen; Geometrie; Richtung;Entfernung; mentale Rotation, Bewegung in räumlichen Mustern)(außerdem: nicht-verbales Gedächtnis (Wahrnehmungsaspekte von Erinnerungen), TaktileMuster)
- Erläutern Sie zwei Theorien zur Asymmetrie der Gehirnhälften. Analytisch-synthetische Theorie: Es gibt zwei grundlegende Arten zu denken, die im Laufeder Evolution auf die Hemisphären aufgeteilt wurden: ein analytischer (links) und einsynthetischer (rechts) Modus.Prämisse: generell v. Vorteil, wenn Hirnregionen, die gleiche Funktion ausüben, in der selbenHemisphäre liegenlinke Hemisphäre: eher logisch, Computer-artig, sequentielle Analyse des Inputs, Abstrahierenvom Detail durch sprachliche Bezeichnungenrechte Hemisphäre: Fokus auf gesamte Stimuluskonfiguration, Organisation und Verarbeitungvon Information v.A. hinsichtlich Gestalt oder GanzheitAber: kaum empirisch überprüfbar, da nicht spezifiziert werden kann, zu welchem Grad eineAufgabe analytisch oder synthetisch ist.Dennoch sind einige Belege vorhanden, die dafür sprechen: Lokal-globale Stimuli bei Leutenmit Links- oder RechtshemisphärischenMotorische Theorie:Spezialisierung der linken Hemisphäre: Kontrolle feinmotorischer Bewegungen (→ Sprechen =Unterkategorie)Beleg: Läsionen, die zu Aphasie führen, ziehen auch andere motorische Defizite nach sich.Linguistische Theorie: Sprache ist die primäre Spezialisierung der linken Hemisphäre.Befunde: taube Personen, die die Gebärdensprache benutzen, hatten nachlinkshemisphärischen Schädigung Einschränkungen beim Benutzen und Verstehen derGebärdensprach, aber nicht bei der Fähigkeit, komplexe pantomimische Gesten zu produzieren
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- Sprache wird durch ein Netzwerk neuronaler Strukturen in der Nähe der Fissura lateralis realisiert. Drei dieser Strukturen weisen Größenunterschiede zwischen linker und rechter Hemisphäre auf. Nennen Sie diese drei Regionen und beschreiben Sie deren Lokalisation im Gehirn. Welche Rolle spielen sie bei der Sprachverarbeitung? Operculum frontale: lokalisiert im Cortexgebiet des Frontallappens unmittelbar vor demGesichtsareal des prämotorischen Cortex im inferioren präfrontalen Cortex. In linkerHemisphäre: Sitz des Broca-Areals. Wichtig für Sprachproduktion und Artikulation.Planum temporale: lokalisiert im Cortexgebiet in posterioren Teilen des Sulcus lateralis, wirdoft als Wernicke-Areal bezeichnet. Wichtig für Sprachverständnis. Ist bei Musikern mitabsolutem Gehör linkshemisphärisch größer als bei nicht-Musikern und Musikern ohneabsolutes Gehör.Heschl-Gyrus: lokalisiert im Cortexgebiet im Sulcus lateralis anterior zum Planum temporale imTemporallappen. Sitz des primären auditorischen Cortex, nimmt auditive Stimuli auf (z.B.Lautstärke). Der Heschl-Gyrus ist zur rechten Hemisphäre hin stärker lateralisiert.
- Nennen Sie die typischen Symptome, die nach einer unilateralen Läsion im Bereich des posterioren parietalen Cortex auftreten. Unter welchem Oberbegriff werden diese Beeinträchtigungen subsumiert? Passt nicht zum ersten Teil der Frage, aber sind Folgen einer Läsion im posteriorenParietalcortex:Bei linkshemisphärische Läsionen ! Apraxie: Störung der Willkürbewegung, Patienten habenSchwierigkeiten spezifische Bewegungen nach Aufforderung auszuführen, besonders wenn sieaus dem Zusammenhang gerissen sind.Rechtshemisphärische Läsionen ! konstruktive Apraxie: Unfähigkeit Objekte ausBestandteilen zusammenzusetzenRechtshemisphärische Läsionen ! Kontralateraler Neglect: Keine Reaktion auf visuelle,auditorische oder somatosensorische Reize an der zur Hirnschädigung kontralateralenKörperseite
- Was passiert, wenn ein Split-Brain-Patient aufgefordert wird, ein Objekt zu benennen, das in seinem rechten bzw. linken Gesichtsfeld dargeboten wird? Beziehen Sie sich auf Erkenntnisse von Sperry und Gazzangia. (Split-Brain-Patienten: rechte und linke Hemisphäre unabhängig voneinander) Experiment: Sperry & Gazzaniga (2005)- Split-Brain-Patienten fixieren Zentrum eines Projektionsschirms- auf der linken oder rechten Seite werden für 0,1 Sekunden visuelle Stimuli präsentiert (0,1Sekunden ist lang genug für Wahrnehmung, aber kurz genug, um Konfundierung durchAugenbewegungen auszuschließen)- Wird das Objekt dem linken Gesichtsfeld (der rechten Hemisphäre) präsentiert kann derPatient es nicht benennen (da nur die linke Hemisphäre sprachfähig ist), kann jedoch mit derlinken Hand (die von der rechten Hemisphäre gesteuert wird) das richtige Objekt identifizieren- Wird das Objekt im rechten Gesichtsfeld (der linken Hemisphäre) dargeboten, kann derPatient das Objekt benennen und es mit der rechten Hand (die von der linken Hemisphäregesteuert wird) identifizieren.
- Was ist Cross-Cuing? Direkte neuronale Kommunikation der Hemisphären ist bei Split-Brain-Patienten nicht möglich.Cross-Cuing ist eine indirekte Art der Kommunikation: die eine Hemisphäre gibt der andereneinen Hinweis, dass eine Antwort falsch ist, indem sie eine Bewegung (z.B. Kopfschütteln)initiiert oder eine Veränderung in der Mimik (z.B. Stirnrunzeln).
- Was zeigt der Gesichtsschimären-Test? Die Fähigkeit jeder Hemisphäre eines Split-Brain-Patienten gleichzeitig und unabhängig eineWahrnehmungsergänzung zu erzeugen, wurde durch Schimären-Tests nachgewiesen. Levy, Trevarthen & Sperry (1972): Präsentation von Schimären-Gesichtern (zusammengesetzteGesichtshälften zwei verschiedener Menschen) ! Split-Brain-Patienten sollen beschreiben wassie sehen ! schildern, vollständige Version der Hälfte, die dem rechten Gesichtsfeld (d.h. derlinken Hemisphäre) präsentiert worden war, gesehen zu haben ! gesehenes Bild mit der linkenHand auswählen: suchen vollständige Version der Hälfte, die dem linken Gesichtsfeld (derrechten Hemisphäre) dargeboten wurde, aus.
- Was ist die Z-Linse? Bei Split-Brain-Patienten: Kontaktlinse, die auf einer Seite undurchsichtig ist. Bewegt sich mitAuge, visueller Input wird auf eine Hemisphäre beschränkt. Das andere Auge wird dabeiabgedeckt.→ dadurch können auch Stimuli untersucht werden, die mehr als 100 ms zur Wahrnehmungbrauchen und somit bei der konventionellen Methode dem Risiko einer Konfundierung durchAugenbewegungen unterliegen
- Erläutern Sie die Bestandteile des Wernicke-Geschwind-Modells und erklären Sie welche Komponenten beim Unterhalten bzw. bei lautem Lesen aktiviert werden und welche Funktionen sie haben. Sieben Komponenten: der primäre visuelle Cortex, der Gyrus angularis, der primäreauditorische Cortex, das Wernicke-Areal, der Fasciculus arcuatus, das Broca-Areal und derprimäre motorische Cortex – alle jeweils in der linken Hemisphäre.Gespräch: primären auditorischen Cortex empfängt auditorischen Signale (durch Sprache deranderen Person erzeugt) ! Weiterleitung zum Wernicke-Areal, wo sie verstanden werden.Wenn Antwort notwendig: Generierung der neuronalen Repräsentation des Gedankens durchWernicke-Areal, Übertragung über den linken Fasciculus arcuatus zum Broca-Areal. Signalaktiviert im Broca-Areal das geeignete Programm zur Artikulation ! Aktivierung derentsprechenden Neurone des primären motorischen Cortex ! aktivieren dieArtikulationsmuskeln.Lesen: primärer visueller Cortex empfängt Signal ! Übertragung zum linken Gyrus angularis,wo die visuelle Gestalt des Worten in auditorischen Code übersetzt wird ! Übertragung inWernicke-Areal zum Verständnis !Aktivierung entsprechender Reaktionen über den Fasciculusarcuatus, das Broca-Areal und den primären motorischen Cortex → Generierung derSprachlaute
- Erläutern Sie das Zweibahnen-Parallel-Modell. Lautes Lesen durch 2 Arten der Verarbeitung.lexikalisch: beruht auf spezifischer gespeicherter Information, dominiert bei Verarbeitungvertrauter Wörterphonetisch: beruht auf allgemeinen Regeln der Aussprache, dominiert beim Lesen unbekannterWörterOberflächendyslexie: Verlust lexikalischer Verarbeitung; phonetische Verarbeitung vorhanden.D.h. nicht-Wörter können ausgesprochen werden, Wörter, die nicht den Ausspracheregelnfolgen, können nicht ausgesprochen werden (Garage, Chance)Tiefendyslexie: (auch phonologische Dyslexie genannt) Verlust der phonetischen Verarbeitung;lexikalische Verarbeitung ist möglich.D.h. vertraute Wörter können vorgelesen werden, Nicht-Wörter oder unbekannte nicht
- Aphasien zählen zu den häufigsten Folgen von Schlaganfällen. Welche Unterformen der Aphasie kennen Sie? Wodurch sind sie gekennzeichnet? Aphasie: Durch Hirnschädigung verursachte Störung der Fähigkeit Sprache zu verstehen oderzu produzieren Broca-Aphasie:hypothetische Form der Aphasie nach Wernicke:selektive Läsionen des Broca-Areals→ expressive Sprachstörung. Sprachverständnis: nur gering gestört. Sprachproduktion:erheblich verlangsamt, grammatische Struktur ist stark reduziert. Artikulation: sehr undeutlich.Nachsprechen und spontanes Sprechen: kaum möglich.Wernicke-Aphasie:hypothetische Form der Aphasie nach Wernicke:selektive Läsionen des Wenicke-Areals→ rezeptive Sprachstörung. Schlechtes Sprachverständnis geschriebener und gesprochenerSprache. Sprache ist bedeutungslos, weist aber noch oberflächliche Struktur, Rhythmus undIntonation normaler Sprache auf („Wortsalat“).Leitungsaphasie:hypothetische Form der Aphasie nach Wernicke:selektive Läsionen des Fasciculus Arcuatus→ Spontansprache: flüssig. Sprachverständnis: weitgehend intakt. Nachsprechen: erheblichbeeinträchtigt, reduzierte verbale MerkspanneGlobale Aphasie:linkshemisphärische Läsionen im anterioren und posterioren Cortex und in subkortikaler weißerSubstanz→ Störung aller sprachbezogenen Fähigkeiten (spontanes Sprechen, Nachsprechen,Verstehen, Lesen und Schreiben)
- Zu welcher Emotionstheorie passt die Aussage: „Wir sind traurig weil wir weinen“? Sie passt zur Emotionstheorie nach James Lange: Nach dieser Theorie löst ein Reizereigniseine Erregung im ANS und andere körperliche Reaktionen aus, die dann zur Wahrnehmungeiner spezifischen Emotion führen.-> Gefühle sind hier nur Begleiterscheinungen körperlicher Vorgänge.Weitere Theorien:- Theorie nach Cannon-Bard (analytisch): emotionale Bewertung und physiologische Reaktionsind beide unabhängige Folgenauf einen wahrgenommenen Reiz.
- Was versteht man unter „respiratorischer Sinusarrhythmie“? Unter respiratorischer Sinusarrhythmie verstehtman die Erhöhung der Herzfrequenz beimEinatmen und die Verringerung derHerzfrequenz beim Ausatmen.
- Was ist der PQRST-Komplex? Der PQRST-Komplex ist dasAbleitschema des Elektrokardiogramms (EKG) nach Einthoven (1903).Dipol/ Integralvektor: lokale Potentialdifferenz, Summation der Erregung die sich über dieHerzfasern ausbreitet; wenn sich die Erregung in Richtung Herzspitze (von oben nach unten)ausbreitet: positiver Ausschlag des EKGs; bei Ausbreitung von unten nach oben: negativerAusschlagAbb.: Rot: erregte BereichteP-Welle: Erregungsaubreitung in denVorhöfenPQ-Strecke: komplette Erregung derVorhöfe; Überleitung im AV-Knotenauf die KammernQ-Zacke: Erregungsausbreitung in derKammerscheidewandR-Zacke: fortlaufende Erregung derKammerwand; Erregung erfasst allegroßen Teile der Ventrikel bis zurHerzspitzeS-Zacke: Erregungsausbreitung derKammerseitenwände in Richtung derHerzbasisST-Strecke: komplette Erregung derKammerwände (Plateauphase desAktionspotentials, daher keinePotentialunterschiede)T-Welle: Abnahme der Erregung (dieAktionspotentiale der verschiedenenHerzabschnitte dauern unterschiedlichlange, daher kein negativer Ausschlag)
- Nennen Sie die 4 Phasen des Herzschlags. Kammerfüllung: Blut fließt aus den Vorhöfen durch die Vorhof-Kammer-Klappen in dieKammern. Zum Schluss der Füllphase kontrahieren die Muskelfasern der Vorhofwand(Vorhofkontraktion) und drücken möglichst viel Blut in die Kammern.Anspannung: Kammern beginnen zu kontrahieren und die Vorhof-Kammer-Klappen schließendurch den Druckanstieg.Austreibung: Wenn der Druck in den Kammern den Druck in den Arterien übersteigt, öffnensich die Arterienklappen und Blut wird aus den Kammern in die Arterien ausgeworfen. DerDruck steigt dabei weiter an.Erschlaffung: Die Kammermuskulatur erschlafft. Sobald der Druck in den Kammern unter denin den Arterien sinkt, schlagen die Arterienklappen zu. In den Vorhöfen hat sich unterdessenvenöses Blut angestaut und der nächste Zyklus des Herzschlages beginnt.→ Systole: Anspannung und Austreibung / Diastole: Kammerfüllung und Erschlaffung
- Unspezifische Aktivierungstheorien gehen von einer einheitlichen Aktivierungsrichtung aller involvierten Teilsysteme aus. Die Theorien wurden allerdings bereits in den 60ern von Lacey und Mitarbeitern kritisiert. Welches Alternativmodell hat Lacey formuliert? Durch welche empirischen Befunde wird es gestützt? Lacey entwickelte die Theorie der Fraktionierung der Aktivierungsrichtung. Sie besagt, dassverschiedene Komponenten des autonomen Nervensystems je nach Situation, unter Aktivierunggegenläufige Funktionsverschiebungen zeigen können.Reizaufnahme (environmental intake) bewirkt Herzfrequenzabfall und Herabsetzung desBlutdrucks. Das Abblocken von Außenreizen (environmental rejection) hat dagegen einenAnstieg dieser beiden Parameter zur Folge.Erklärung durch Lacey:Barorezeptormodell: Hohe BR-Aktivität führt zur Anhebung der Schwelle gegenüber aversiverReizung (environmental rejection)=> kardiovaskuläre Funktionsverringerung (geringere BR-Aktivität) bei Reizaufnahme
- Was besagt die Yerkes-Dodson-Regel? Sie beschreibt die Beziehung zwischen Aktiviertheitsniveau und Leistung. Es wird eineumgekehrt U-förmige Beziehung angenommen: Bei sehr niedrigem und sehr hohem Grad derAktiviertheit ist die Leistung verringert, während sie im mittleren Bereich optimal ist.
- Was versteht man unter autonomer Balance? Autonome Balance ist ein stabiler Zustand in der Aktivation des sympathischen undparasympathischen Nervensystem, durch ein Gleichgewicht beider Systeme.Vagotonie: (Ungleichgewicht in Richtung des Parasympathikus) langsame Herzfrequenz, engePupillen und trockene kühle Hände.Sympathikotonie: (Ungleichgewicht in Richtung des Sympathikus) erhöhter Puls, erweitertenPupillen und feucht-kalten Händen zu rechnen.
- Was ist Aktivierung? Aktivierung ist der Grundprozess des Organismus, der einer Optimierung der psychophysischenBasis für adäquates Reagieren auf externe oder interne Anforderungen dient ! dient demErreichen eines angeregten Zustandes ! ermöglicht erhöhte LeistungsfähigkeitAktivierung =Prozess der Veränderung, Aktiviertheit (Aktivation) kennzeichnet einen Zustand,Arousal=phasische Aktivierung (z.B. bei Reizeinfluss)
- Was versteht man im Rahmen der klassischen Konditionierung unter aktivierungsabhängiger Verstärkung? Verstärkung der synaptischen Übertragung, wird nur induziert, wenn Neuron während desverstärkungsinduzierten präsynaptischen Inputs aktiv ist. Man spricht auch von einersynaptischen Bahnung, wichtig ist hierbei die zeitliche Aktivierung zwischen US und CS:optimale Konditionierung nur, wenn CS dem US um 0,5 Sekunden vorausgeht.
- Welche Defizite zeigen Neglectpatienten in der Posner Cuing-Aufgabe? Bei Neglect-Patienten findet man einen signifikanten Unterschied zwischen denReaktionszeiten auf kontraläsionale und ipsiläsionale Stimuli beim „invalider Cue“-Paradigma,den man bei gesunden Probanden nicht findet.Bei gesunden Menschen: bei invalidem Cueing immer längere Reaktionszeit im Vergleich zuvalidem Cueing, unabhängig von der Seite auf der Hinweisreiz präsentiert wird.Neglectpatienten: besonders verzögerte Reaktionen, wenn ihr ipsiläsionales (beachtetes)Halbfeld gecuet wurde, Reiz aber im contraläsionalen (vernachlässigtes) Halbfeld erscheint!invalides Cuing, sie erwarten einen Reiz, den sie aber nicht wahrnehmen.Wenn das kontraläsionale Halbfeld invalide gecued wird und der Reiz im ipsiläsionalen Feldauftaucht, besteht kein Unterschied zur Reaktionszeit bei validem Cueing. Grundsätzlich sinddie Reaktionszeiten verzögerter als bei gesunden Probanden.
- Wie wirken Glucocorticoide im zentralen und peripheren Nervensystem? Glucocorticoide = Steroidhormone, werden als Stressreaktion von der mittleren Schicht derNebennierenrinde ausgeschüttetPeripheres Nervensystem:1. metabolische Wirkung: fördern Glukoneogenese (Mobilisierung von Glukose bei erhöhtemkörperlichem Energiebedarf). Chronische Überproduktion des Kortisols ! Cushing-Syndrom („Vollmondgesicht“), gekennzeichnet durch: aufgedunsenes Gesicht, extreme Fettleibigkeit,arterielle Hypertonie, Osteoporose, Muskelschwäche und Dehnungsstreifen.2. Immunologische Wirkung: Glucocorticoide wirken immunsuppressiv, entzündungshemmendund antiallergisch.Zentrales Nervensystem: Erhöhte Wahrnehmungsschwelle bei Sinnesleistungen (Sehen,Hören, Riechen), höhere Stimulation für gleiche Wahrnehmungseindrücke, Schlaflosigkeit,Euphorie