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BIOPSYCHOLOGIE (Subject) / Biopsychologie Bachelor (Lesson)

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  • Schildern Sie den “circulus vitiosus“ zwischen Altern, Gedächtnis und Stress. Im Bereich des Hippocampus und der Amygdala: hohe Glucocorticoiderezeptorendichte.Im Alter: Feedback-Regelung der Hypophysen-Nebennierenrindenachse wird schwächer !hormonelle Reaktion bleibt nach Stressreizen länger bestehen.Vermehrte Ausschüttung von Glucocorticoiden im Alter/ nach chronischem Stress führt zuZerstörung hippocampaler Neurone und deren Rezeptoren ! erheblicheFunktionseinschränkungen, z.B. ein Verschlechterung des Gedächtnisses.Der Hippocampus hat einen hemmenden Einfluss auf die Ausschüttung von Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH), welches die ACTH-Ausschüttung bewirkt.Hippocampusneurone werden zerstört (durch Vermehrte Ausschüttung von Glukokortikoiden) !Anstieg von CRH, ACTH und Glucocorticoiden (da hemmender Einfluss vermindert) !Zerstörung weitere hippocampale Neurone (circulus vitiosus)
  • Schildern Sie den “circulus vitiosus“ zwischen Altern, Gedächtnis und Stress. Im Bereich des Hippocampus und der Amygdala: hohe Glucocorticoiderezeptorendichte.Im Alter: Feedback-Regelung der Hypophysen-Nebennierenrindenachse wird schwächer !hormonelle Reaktion bleibt nach Stressreizen länger bestehen.Vermehrte Ausschüttung von Glucocorticoiden im Alter/ nach chronischem Stress führt zuZerstörung hippocampaler Neurone und deren Rezeptoren ! erheblicheFunktionseinschränkungen, z.B. ein Verschlechterung des Gedächtnisses.Der Hippocampus hat einen hemmenden Einfluss auf die Ausschüttung von Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH), welches die ACTH-Ausschüttung bewirkt.Hippocampusneurone werden zerstört (durch Vermehrte Ausschüttung von Glukokortikoiden) !Anstieg von CRH, ACTH und Glucocorticoiden (da hemmender Einfluss vermindert) !Zerstörung weitere hippocampale Neurone (circulus vitiosus)
  • Cortisol spielt eine wesentliche Rolle bei Stressreaktionen. Welche Wirkung hat es auf den Organismus? Welche Funktion erfüllt es in Stressreaktionen? Hat metabolische Wirkung, indem Glucocorticoide die Gluconeogenese fördern (Mobilisierungvon Glucose bei erhöhtem körperlichem Energiebedarf). Chronische Überproduktion desCortisols ! Cushing-Syndrom („Vollmondgesicht“), gekennzeichnet durch: aufgedunsenesGesicht, extreme Fettleibigkeit, arterielle Hypertonie, Osteoporose, Muskelschwäche undDehnungsstreifen.Glucocorticoide wirken immunsuppressiv, entzündungshemmend und antiallergisch.Zentrales Nervensystem: Erhöhte Wahrnehmungsschwelle bei Sinnesleistungen (Sehen,Hören, Riechen), höhere Stimulation für gleiche Wahrnehmungseindrücke, Schlaflosigkeit,Euphorie
  • 234.Nennen Sie die 3 Reaktionsphasen des „Allgemeinen Anpassungssyndroms“ (Stressreaktion nach Seyle). Wodurch sind diese charakterisiert? (Generelles Adaptationssyndrom!) Alarmphase:- Organismus reagiert auf die akute Einwirkung des Stressors → Mobilisierung extremerEnergien, kurzfristige Aktivierung aller Alarmsysteme: Sympathikus-Nebennierenmark-Systemund Hypophysenvorderlappen-Nebennierenrinden-System → Ausschüttung vonAdrenalin u. Kortisol, Steigerung des Energieumsatzes (bessere Leistungsfähigkeit), Senkungdes Testosteronspiegels, gesenktes Schmerzempfinden, Körpertemperaturabsenkung,Steigen des Blutducks, BZ-Spiegel hoch- passiert sofort, innerhalb von SekundenWiderstandsphase/Erholungsphase (bei konstantem Stressor):- Einstellen auf Stresssituation, Bewältigungsversuche- Körperliche Anpassung: Skelettmuskeln werden verstärkt mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, Steigerung des Blutdruckes, Verstärkung der Atmung, Freisetzung vonFettsäuren aus dem Fettgewebe, Entspannung der Darmmuskulatur, Hemmung der Verdauung,erhöhte Hormonausschüttung (v.a. ACTH)- Anhalten der Stresssituation → gegenregulatorische Wirkung des Parasympathikus=> Wenn Bewältigung nicht erfolgreich: Erschöpfungsphase:- Die adaptive Kapazität geht verloren (Glucose, Muskelenergie)- Energiebereitstellungsprobleme, die Wachstums-, Fortpflanzungsprozesse und dieImmunabwehr funktionieren nicht mehr; kann zum Zusammenbruch des Organismusoder zum Tod führen
  • Stellen Sie die Unterschiede zwischen subdominanten und submissiven Verlierern dar (verhaltensbezogen und physiologisch). subdominante Verlierer: Sie sind überaktiv, vermeiden die Konfrontation, verteidigen sich abernötigenfalls, beobachten ständig. Die Herzrate ist erhöht, was auf Dauer zu einem erhöhtenRisiko für Herz-/Kreislauferkrankungen führt. Der Tag-Nacht-Rhythmus fällt aus. DasSympathikus-Nebennierenmark-System ist aktiv. Sie erleben aktiven Stress.submissiven Verlierer: Sie verkriechen sich, Attacken werden meist ohne Gegenwehrertragen, das Putzen und Komfortverhalten wird eingestellt, sie vermitteln einen apathischenEindruck. Bei Trennung von siegreichem Männchen: keine Symptome; bei bloßem Anblick:Stress, Tod innerhalb von 3 Wochen. Abnahme der Schilddrüsenhormone ! keineEnergiebereitstellung mehr, Gesamteiweiß sinkt, mehr Harnstoff, rote Blutkörperchen zerfallenErhöhte Hypophysen-Nebennierenrinden-Aktivität → Zunahme von Glukokortikoiden undCholesterol, verminderte Abwehrkräfte und verringerte Gonadenaktivität. Sie erleben passivenStress
  • Nennen Sie die zwei Systeme der Stressreaktion. Sympathikus-Nebennierenmark-System: (bei kurzfristigen Stressreaktionen) Stressoraktiviert das sympathische Nervensystem ! aktiviert Nebennierenmark ! Ausschüttung vonAdrenalin und NoradrenalinHypothalamus-Hypophysenvorderlappen-Nebennierenrinden-System: (bei langfrisitgenStressreaktionen) Stressor aktiviert Hypothalamus ! schüttet CRH (Corticotropin-Releasing-Hormon) aus ! Hypophysenvorderlappen schüttet ACTH (adrenocorticotropes Hormon) aus !Wirkung auf Nebennierenrinde ! Freisetzung von Glucocorticoide (insbesondere Cortisol)
  • Was versteht man unter erlernter Hilflosigkeit? Erläutern Sie dazu eine experimentelle Anordnung. Unkontrollierbarkeit eines Stressreizes ! Erfahrung, dass Verhalten keineoder nur geringe Auswirkungen hat. Ausweitung auf andere Situation, selbst wenn Möglichkeitdazu besteht, wird kein Vermeidungsverhalten gezeigt.Entkopplung von Handlung und Konsequenz.Triadischer Versuchsplan: 3 Gruppen von Hunden werden in einen Käfig (mit Barriere in derMitte) gesetzt.Kontrollgruppe 1: erhält Stromstöße, vermeidbar durch Sprung in andere Käfighälfte(ohneStrom, mit Licht) ! Hunde lernen schnell, zeigen Vermeidungsverhalten.Kontrollgruppe 2: erlebt keine aversiven Reize.Experimentalgruppe: erhält aversive Reize (Stromstöße) ohne Vermeidungsmöglichkeit.Nach 24 Stunden Wiederholung mit Vermeidungsmöglichkeit für alle 3 Gruppen. KG zeigen Vermeidungsverhalten, Experimentalgruppe zeigt motorische (Bewegungslosigkeit,keine Kontrollsuche) und assoziative (kein Vermeidungslernen) Defizite auf ! Leerung desNoradrenalinspeichers und eine Disregulation des Dopaminsystems.
  • Nennen Sie Faktoren, von der die Wirkung von Stressoren abhängt. • objektive und physikalische Intensität des Stressors• subjektiv-psychologische Intensität des Stressors (Bewertung und Ursachenzuschreibung)• Bewältigungsmöglichkeiten (Coping)• Vorerfahrung mit Stress• Persönlichkeitsfaktoren und soziale Unterstützung• Ausgangszustand (z.B. Hormonstatus, circadiane Rhythmik
  • Nennen Sie die zwei Systeme zur Stressbewältigung und geben Sie an, welche Rolle sie bei der aktiven und passiven Stressbewältigung spielen. Sympathikus-Nebennierenmark-System: aktiver Stresssubdominante Verlierer: Sie sind überaktiv, vermeiden die Konfrontation, verteidigen sich abernötigenfalls, beobachten ständig. Die Herzrate ist erhöht, was auf Dauer zu einem erhöhtenRisiko für Herz-/Kreislauferkrankungen führt. Der Tag-Nacht-Rhythmus fällt aus. DasSympathikus-Nebennierenmark-System ist aktiv. Sie erleben aktiven Stress. Hypothalamus-Hypophysenvorderlappen-Nebennierenrinden-System: passiver Stresssubmissiven Verlierer: Sie verkriechen sich, Attacken werden meist ohne Gegenwehrertragen, das Putzen und Komfortverhalten wird eingestellt, sie vermitteln einen apathischenEindruck. Bei Trennung von siegreichem Männchen: keine Symptome; bei bloßem Anblick:Stress, Tod innerhalb von 3 Wochen. Abnahme der Schilddrüsenhormone ! keineEnergiebereitstellung mehr, Gesamteiweiß sinkt, mehr Harnstoff, rote Blutkörperchen zerfallenErhöhte Hypophysen-Nebennierenrinden-Aktivität → Zunahme von Glukokortikoiden undCholesterol, verminderte Abwehrkräfte und verringerte Gonadenaktivität. Sie erleben passivenStress
  • Kriterien guter/schlechter Wissenschaft (+): Fall 1 : Delgado und der Stier.Stimulationen des Nucleus Caudatus, wodurch der Stier sich im Kreis drehte, postuliertwurde, der Nucleus Caudatus sei Zentrum der Aggressivität. Aber => könnte auchSchwindel/Übelkeit erzeugt haben. => Gute Wissenschaft : Kontrolle durch Exklusion alleranderen möglichen Ursachen, experimentell operationalisiert durch unabhängigeVariablen/abhängige VariableFall 2 : Präfrontale Lobotomie : Bei nur einem Schimpansen wurde eine präfrontaleLobotomie durchgeführt, bei der präfrontale Teile des Gehirns vom Rest abgetrennt wurden.Dies zeigte einen Effekt bei einem Schimpsansen, die Folge waren 40 000 Lobotomien in denUSA für schwerdepressive Patienten. Aber schwerwiegende Folgen : Störung des Antriebsund der Emotionalität, Persönlichkeitsstörungen. Höhere Anzahl der Versuchspersonen zurAbschätzungen der Folgen nötig !Gute Wissenschaft heutzutag : In Zeitschriften erschienen ( läuft durch WissenschaftlichenReview-Prozess )
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  • Was versteht man unter der Konvergenz der Forschungsansätze (+)? Manche Studien aufgrund mangelnder ehtischer Vertretbarkeit nicht möglich. Beispiel anhand: Korsakow-Syndrom. Wird bei Alkoholikern festgestellt, Beispiel Jimmy G, der an Amnesielitt. Alkoholinduktion am Menschen ethisch nicht vertretbar, daher eigentlich nurquasiexperimentell. In exprimentellen Tierversuchen konnte jedoch gezeigt werden, dass dasKorsakow-Syndrom auch bei einem Thiaminmangel vorkommt. Die Schlussfolgerung wäre,da Alkohol keine Vitamine besitzt, dass das Korsakow-Syndrom durch eine Mangelernährungentsteht, da eine Thiamin ( Vitamin B1 ) Unterversorgung herrscht.
  • Was sind die vier Methoden der Evolutionsforschung (+)? 1.) Morphologische Rekonstruktion : Struktur ähnlicher Merkmale wird verglichen , z.B.Hände und Füße von Menschen und Affen2.) Proteinanalysen : Unterschiede in den Aminosäuresequenzen als Zeitschätzer für getrennteEntwicklung ( z.B. Alt- und Neuweltaffen )3.) Die DNA ( DesoxyriboNucleic Acid ) : Untersuchung der genetischenÜbereinstimmungen : ( z.B. Mensch und Schimpanse : 99 % Konkordanz )4.) Verhaltensanalysen : ( z.B. Menschenaffen und Mensch )
  • Wie ist das Verhältnis von Gehirngröße und Intelligenz (+)? Ein größeres Gehirn spricht nicht automatisch für höhere kognitive Fähigkeiten ( z.B.Walgehirn größer als Menschengehirn, ), ebenso ist das Verhältnis von Gehirngröße zumKörpergewicht nicht sinnvoll, da Spitzmaus höheren Wert erzielt. Lösung :Encephalisationsquotient nach Jerison : EQ = Beobachtetes Gehirngewicht/ErwartetesGehirngewicht ( Normiert an Vergleichsgruppe : Katze => Wert 1 ).Aber : Nur bedingt sinnvoll ( Abhängig von Vergleichsgruppe sowie Negligierung derStruktur und des Aufbaus des Gehirns ).
  • Welche Drei Faktoren bestimmen nach Auffassung der modernen biopsychologischen Forschung das Verhalten ? 1.) Genetische Ausstattung2.) Erfahrung3.) Wahrnehmung der aktuellen Situation
  • Nenne und erkläre zwei Verhaltensweisen, die bei der Evolution eine Rolle spielen ! 1.) Soziale Dominanz : Bei vielen sozial lebenden Arten ( z.B. ) Seebullen herrscht durchRangkämpfe eine Ranghierarchie. Auf den Ranghöchsten Seebullen ( Alpha-Männchen )entfallen die meisten ( ca. 37 % ) der Paarungen, auf das Rangniedrigste nur ca. 1 %. Eswerden somit eher die Gene des Alpha-Männchens weitergegeben als die derRangniedrigsten, die weniger "Fitness" besitzen. Diese Ranghierarchie senkt außerdem dieFeindseligkeit innerhalb einer Gruppe.2.) Werbeverhalten : Bei vielen Arten geht der Paarung ein Werbeverhalten voraus, dasMännchen signalisiert dem Weibchen durch z.B. optische, chemische oder taktile Reize seinInteresse, auf das das Weibchen reagieren muss. Dieses sendet bei Interesse Ihrerseits Signale,die wiederum zu einer Reaktion des Männchens führen. Bleibt dies an einer Stelle aus, kommtes nicht zur Paarung. Werbeverhalten fördert wahrscheinlich die Evolution neuer Arten.
  • Was sind die vier wichtigen Elemente der Mendel'schen Theorie (+) ? 1.) Für jedes dichotome Merkmal gibt es zwei Arten vererbter Faktoren ( = Gene )2). Zwei Gene zur Kontrolle selben Merkmals = Allele ( Zwei identische Allele :Homozygot, zwei verschiedene Allele : Heterozygot )3.) Bei Heterozygoten Organismen dominiert eines der Gene ( nicht dominierende Gene =>Rezessive Gene, nur phänotypische Ausprägung, wenn kein dominantes Allel vorherrscht )4.) Organismen erben für jedes Merkmal zufällig ein Gen des Vaters und eines der Mutter
  • Was versteht man unter Genexpression, Strukturgenen, Operatorgenen und Regulatorproteinen ? Welche beiden Teilbereiche gibt es ? Beschreiben Sie diese kurz ! 1.) Genexpression : Die Produktion eines Proteins nach der "Bauanweisung" einesbestimmten Gens ( oder : die Ausprägung des Phänotyps durch den Genotyp )2.) Strukturgene : Liefern die Information zur Synthese eines Proteins3.) Operatorgene : Kontrollieren die Strukturgene ( legen fest, ob und wann ein Strukturgendie Synthese eines Proteins beginnt )4.) Regulatorproteine : Regulierung die Aktivierung der Operatorgene ( und werden durchUmweltsignale beeinflusst )Unterscheidung der Teilbereiche in :1.) Transkription (Synthese von RNA anhand von DNA-Vorlage ): Regulatorproteine( Aktivation durch Umwelt ) aktivieren Operatorgene, diese aktivieren Strukturgene, dieseveranlassen die Öffnung der DNA-Doppelhelix. Es bildet sich eine zur Vorlagekomplementäre rMNA, die die genetische Information ins Cytoplasma trägt2.) Translation ( Übersetzen der mRNA in Aminosäuresequenz ): Ein Ribosom bindetsich an die mRNA, welches die Information entlang des Stranges abliest, ein Kodon ( 3 Basen) gibt die Aminosäuren für das entstehende Protein vor, transfer-RNA-Moleküle heften dieAminosäuren an das wachsende Protein, bis ein Stopp-Codon das Ende des Stranges erreichtist, und das Protein wird ins Cytoplasma freigesetzt.
  • Was versteht man unter einem geschätzten Erblichkeitsgrad ? Diskutieren Sie Probleme bei der Erblichkeitsbestimmung am Beispiel der Intelligenz. Der Erblichkeitsgrad bezeichnet eine Schätzung der genetischen Varianz geteilt durch dieGesamtvarianz ( also : genetische Einflüsse / genetische Einflüsse + milieubedingteEinflüsse ). Allgemein gilt : Genetische Unterschiede fördern psychologische Unterschiede.Problem 1 : Ausmaß der genetischen Varianz wird häufig überschätzt ( Übereinstimmungkönnte vielleicht darauf basieren, dass ähnliche Erfahrungen gesucht werden )Problem 2 : Erblichkeitsgrad nicht unbedingt generalisierbar, da er zunächst nur aussagt, wieviel genetische Varianz ein bestimmtes Merkmal innerhalb einer bestimmten Population hat
  • Was versteht man unter einem geschätzten Erblichkeitsgrad ? Diskutieren Sie Probleme bei der Erblichkeitsbestimmung am Beispiel der Intelligenz. Der Erblichkeitsgrad bezeichnet eine Schätzung der genetischen Varianz geteilt durch dieGesamtvarianz ( also : genetische Einflüsse / genetische Einflüsse + milieubedingteEinflüsse ). Allgemein gilt : Genetische Unterschiede fördern psychologische Unterschiede.Problem 1 : Ausmaß der genetischen Varianz wird häufig überschätzt ( Übereinstimmungkönnte vielleicht darauf basieren, dass ähnliche Erfahrungen gesucht werden )Problem 2 : Erblichkeitsgrad nicht unbedingt generalisierbar, da er zunächst nur aussagt, wieviel genetische Varianz ein bestimmtes Merkmal innerhalb einer bestimmten Population hat
  • Welche Lokalisationsbezeichnungen unterscheidet man im Bezug zur Orientierung im menschlichen Gehirn ? Warum wurde diesbezüglich noch "inferior" und "superior" hinzugefügt ? Es wird in anterior/rorsal ( vorne )/posterior/kaudal (hinten), sowie ventral ("RichtungBauch") und dorsal ( "Richtung Rücken" ) untergliedert. Inferior und superior wurdehinzugefügt, weil sich durch den aufrechten Gang beim Menschen die Richtungen um 90Grad verändern im Vergleich zum Rücken/Hirn, und so die Kommunizierbarkeit besser läuft.
  • Wie lässt sich das Nervensystem untergliedern ? Nenne und beschreibe zwei Teile des Peripheren Nervensystems ! (+) Untergliederung 1. Art : Zentrales Nervensystem ( Rückenmark, Gehirn ) und PeripheresNervensystemUntergliederung 2. Art : Peripheres Nervensystem zusätzlich untergliedert undautonomes(vegetatives) Nervensystem und somatisches NervensystemUntergliederung 3. Art : Auftrennung in afferente und efferente Nerven ( zum ZNS "hin" =>afferent, vom ZNS "weg" => efferente Nerven )Untergliederung 4. Art : Efferente Nerven des vegetativen Nervensystems nochmals unterteiltin Parasympathikus und SympathikusSomatisches Nervensystem : Überträgt durch afferente Nerven sensorische Informationenvon Rezeptoren in der Haut, Skelettmuskeln, Gelenke, Augen, Ohren zum ZNS hin, durchefferente Nerven werden motorische Informationen an die Muskulatur übertragenAutonomes/Vegetatives Nervensystem : Regulierung des inneren Milieus, also Organen( Afferente Nerven : Von Organen zum ZNS, Efferente Nerven : Vom ZNS zu den Organen )
  • Nenne und beschreibe die Funktion vier Strukturen des Diencephalons ! 1.) Thalamus : Laut Forschung Filterfunktion, welche Informationen wichtig sind und zurGroßhirnrinde projiziert werden. Auch : Relaisstationen für sensorischen Input zum CortexWeiterleitung visueller Informationen ( im Corpus Geniculatum Laterale ) und auditiverInformation zum Cortex ( Corpus Geniculatum Mediale ) ( Weitere thalamische Strukturen :Adhaesio interthalamica, Nucleus ventralis posterior …)2.) Hypothalamus : Homöstase, Nahrungsregulation, Schlaf und Sexualsteuerung3.) Hypophyse : Hormonregulation ( z.B. Schlaf, Wachstum )4.) Chiasma Opticum : Hier kreuzen sich die Sehbahnen
  • Welche Funktion hat das Cerebellum (Kleinhirn) ? Wo ist es lokalisiert ? Im Metencephalon, unterhalb des Occipitallappens. Koordination und Steuerung vonBewegung.
  • Was versteht man unter "Ventrikel" und welche Funktion haben sie ? Wieviele besitzt unser Gehirn, und wo sind sie lokalisiert ? Ventrikel sind mit Cerebrospinalflüssigkeit gefüllte Hohlräume zur "Polsterung" des Gehirns.Unser Gehirn besitzt vier, zwei Seitenventrikel ( je einen pro Großhirnhemisphäre ), dendritten im Diencephalon ( Zwischenhirn ) und den vierten im Rhombencephalon( Rautenhirn ).
  • Was versteht man unter Hydrocephalus ? Einen "Wasserkopf", eine krankhafte Erweiterung der mit Cerebrospinalflüssigkeit gefülltenHohlräume. Ausgelöst durch z.B. Tumore, therapierbar durch Senkung des Drucks.
  • Beim Menschen besteht der cerebrale Cortex zu 90 % aus Neocortex. Wieviele Schichten hat er, was versteht man diesbezüglich unter Säulenartiger Organisation und was ist der Sinn dahinter ? Zwei grundsätzliche Arten : Pyramidenzellen ( Multipolare Neurone mit langen Axonen )und Sternzellen ( Interneurone mit kurzen Fortsätzen ). Man unterscheidet sechs Schichten( die erste mit Axonen, Dendriten und einigen Zellkörpern, die inferior gelegeneren Schichtenmit Sternzellen und/oder Pyramidenzellen ). Die Säulenanordnung ermöglichtNeuronenverbände innerhalb der Schichten zur Erfüllung spezifischer Funktionen.
  • Warum verfügen Neurone des peripheren, nicht aber des zentralen Nervensystems über die Fähigkeit zur Regeneration ? Myelinisierung im PNS durch Schwann-Zellen. Diese besitzen Nervenwachstumsfaktoren,die zusammen mit Zelladhäsionsmolekülen die Regeneration betreiben. Im ZNS gibt es keineSchwannzellen, die Myelinisierung erfolgt hier über Oligodendrocyten.
  • Was sind die Bestandteile von Zellen (allgemein gesprochen ) ? -Wasser, Glucose, Fettsäuren, Aminosäuren, Nukleotide ( => Bereitstellung chemischerEnergie )
  • Nenne Beispiele für ATP-verbrauchende Prozesse. - Proteinsynthese- Aufnahme von Neurotransmittern- Aktive Aufrechterhaltung des Membranpotenzials- Kognitive Prozesse
  • Nenne ein Beispiel für aktive und passive Stoffaustauschmechanismen anhand des Ruhepotentials eines Neurons und beschreibe sie kurz ! Passiv : Diffusion : Abbau von Konzentrationsunterschieden von Stoffen bis zurvollständigen Durchmischung ( => Ionen bestreben danach, sich gleichmäßig zu verteilen,Brown'sche Molekularbewegung)) )Aktiv : Natrium-Kalium-Pumpe : Am Ungleichgewicht sind K (innen), Cl und Na( Ionen ) beteiligt (((+negativ geladene Proteine innen))). Durch den Druck versuchen Na-Ionen ins Zellinnere zu gelangen, ebenso werden K-Ionen herausgetrieben. Die Na-KPumpeschleust durchgängig aktiv 3 Na-Ionen aus dem Zellinneren heraus und 2 K-Ionenhinein, sodass das Ruhemembranpotential im Ungleichgewicht auf ca. -70 mv gehaltenwerden kann.
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  • Was vertsteht man unter Gleichgewichtspotenzial ? Nenne und erkläre kurz die Faktoren, die für das Zustandekommen hierfür notwendig sind ! Gleichgewichtspotenzial = Gleichgewichtsspannung ungleich verteilter K+, Na+ und Cl-Ionen auf -70 mv ( laut Vorlesung : Das elektrische Potential, das nötig wäre, um einerDiffusion in Richtung des Konzentrationsgradienten und des osmostischen Drucksentgegen zu wirken ).2 Homogenisierende Faktoren :Brown'sche Molekularbewegung : Ionen streben nach KonzentrationsausgleichElektrostatischer Druck : Ansammlung von verschieden geladenen Ionen führt dazu, dassgleichgeladene Teilchen sich abstoßen und ungleiche sich gegenseitig anziehen2 Entgegenwirkende Faktoren :Permeabilität (Durchlässigkeit) : Im Ruhezustand können Cl-und K-Ionen leicht die Membranpassieren, Na-Ionen jedoch nichtNatrium-Kalium-Pumpe : Na-Ionen versuchen ins Zellinnere zu gelangen, Ka-Ionen hinaus,die N-K-Pumpe als aktiver Faktor lässt 3 Na-Ionen hinaus und 2 K-Ionen in die Zelle hinein,sodass ein Ungleichgewicht auf -70 mV entstehen kann.
  • Was versteht man unter einem Aktionspotentia und in welchen Phasen läuft sie ab ? Was versteht man hierbei unter der absoluten/relativen Refraktärzeit und wozu sind sie wichtig und was ist der Unterschied zwischen einem Aktionspotenzial und einem EPSP/IPSP ? Aktionspotenzial : "Alles-oder-Nichts"-Reaktion, bei der sich der Spannungsunterschied zurUmgebung kurzzeitig ( ca. für 1 ms ) um 110 mV ändert ( entsteht durch Aufsummierung vonEPSP/IPSP Input ). Na-Kanäle öffnen sich => Depolarisation, Kurze Zeit später => Ka+Kanäle öffnen sich, an Peak ( nach 110 mV Veränderung ) schließen sich Na-Kanäle, =>Repolarisation auf -70 mV, Hyperpolarisation auf weniger als -70 mV => AusgangsniveauAbsolute Refraktärzeit : Die Zeitspanne ( 1-2 ms ) nachdem ein AP ausgelöst wurde, und inder kein weiteres AP ausgelöst werden kann ( alle Na-Kanäle sind geöffnet )Relative Refraktärzeit : Zeitspanne, in der ein AP nur ausgelöst werden kann, wenn es stärkerexzitatiert wird als normalWarum wichtig ? : Führt dazu, dass ein AP nur in eine Richtung stattfinden kann=> Feuerrate proportional zur Reizstärke ! Wenn ein Neuron sehr stark gereizt wird, kann essomit nach der absoluten Refraktärzeit erneut feuern ( bei geringerer Reizung nur Feuern nachrelativen Refraktärzeit )Unterschied : AP Schwächen sich nicht ab und werden langsamer übertragenWelche Faktoren können Einfluss auf die Geschwindigkeit eines APs üben ?
  • Welche Neurotransmitterklassen unterscheidet man grundsätzlich ? Nenne Beispiele für die jeweiligen Klassen ! 1.) Aminosäuren : Glutamat , Aspartat, Glycin, GABA ( <=, ionotrope und metabotropeRezeptortypen )2.) Monoamine : Indolamine : Serotonin, Catecholamine : Dopamin, Adrenalin,Noradrenalin3.) Lösliche Gase : Stickstoffmonoxid ( bei der LTP für Signale postsyn. an präsyn.Neurone ), Kohlenmonoxid4.) Acetylcholin : Acetylcholin5.) Neuropeptide : Endorphine
  • Endorphine werden auch als Endogene Opioide bezeichnet. Was ist ihre grundlegende Aufgabe, und wo im Gehirn findet man diese am Häufigsten ? Endorphine sind hochmolekulareNeuromodulatoren ( regulieren dieMembranempfindlichkeit ). Sie aktivieren Systeme, die 1.) Analgetische Subtanzenproduzieren und 2.) lustvolle Erfahrungen vermitteln. Man findet sie vor allem im A.)Periaquäduktalem Grau ( => analgetisch/schmerzlindernde Wirkung ), B.) in der FormatioReticularis ( => sedierende Wirkung ) und C.) im Nucleus Accumbens ( verstärkendeWirkung )
  • Schildere die Schritte der Catecholaminsynthese ! 1.) Tyrosin 2.) L-Dopa 3.) Dopamin 4.) Noradrenalin 5.) Adrenalin
  • Glutamat ist der am häufigsten Vorkommende exzitatorisch wirkende Neurotransmitter. Nenne zwei Beispiele für zwei im Hirn vorkommende Phänomene, bei denen Glutamat beteiligt ist. 1.) Bei der cerebralen Ischämie und 2.) Bei der Langzeitpotenzierung ( => "HebbscheRegel" )
  • GABA ist der am häufigsten vorkommende inhibitorisch wirkende Neurotransmitter. Bei welchen Erkrankungen spielt GABA eine wichtige Rolle ? Bei Angststörung, sowie bei Epilepsie ( Unterversorgung von GABA ). Benzodiazepinewirken als GABA-A Agonisten und entfalten eine anxiolytische Wirkung.
  • Dopamin ist ein wichtiges Catecholamin. Welche Rolle hat Dopamin, bei welchen Erkrankungen spielt Dopamin eine Rolle ? Gilt im Volksmund als "Glückshormon", hat sowohl bahnende als auch hemmende Wirkung.Funktion. Vor allem in der mesolimbischen Bahn zu finden, bei der Anreizmotivation undbei Belohnung.Erkrankung 1 : Parkinson ( Degeneration der Substantia Nigra im StriatumErkrankung 2 : Dopaminüberschuss alss mögliche Ursache der Schizophrenie( "Dopamin-Hypothese der Schizophrenie" )
  • Weitere Katecholamine sind Adrenalin und Noradrenalin. Wo spielt Adrenalin eine Rolle ? In welchem Bereich unseres Körpers kommt es vor allem vor ? Vor allem im vegetativen Nervensystem ( wichtigster NT des sympathischen Nervensystems). Spielt eine wichtige Rolle bei Vigilanz, Sexualverhalten, Appetit sowie bei Stress( Adrenalin ) und Rolle bei eingeschränktem REM-Schlaf.Noradrenalin : Defizit : Bestimmte Depressions-Symptomatika Überschuss : Manie
  • Acteylcholin ist einer der häufigsten Neurotransmitter. Wo kommt er vor allem vor, welche Wirkung hat, welche Rezeptortypen unterscheidet man ? Nenne eine Krankheit, die mit der Abnahme der cholinergen Aktivität einhergeht. Kommt vor allem im PNS vor ( => neuromuskuläre Verbindungen ). Vor allem bahnendeWirkung, man unterscheidet nikotinerge Rezeptoren ( ionotrop ) und muscarinergeRezeptoren ( metabotrop ). Eine Abnahme der cholinergen Aktivität lässt sich bei MorbusAlzheimer finden ( Degeneration von Neuronen im basalen Vorderhirn ).
  • Niedermolekulare und Höhermolekulare Neurotransmitter werden unterschiedlich synthetisiert und transportiert. Kennzeichne kurz die Unterschiede ! Niedermolekular : Werden im Cytoplasma synthetisiert und im Golgi-Apparat in Vesikelverpackt.Höhermolekular : Synthese durch Ribosomen, Transport durch Mikrotubuli(( Nenne die sieben Schritte der Neurotransmitter-Aktivität ))(((((1.) Synthese durch Vorläufermoleküle + Enzyme 2.) Speicherung in Vesikeln 3.)Entweichende NT werden durch Enzyme zerstört 4.) AP führen zur Verschmelzung derVesikel mit der präsynaptischen Membran, NT werden freigesetzt 5.) Freigesetzte NT bindenan Autorezeptoren und hemmen weitere Freisetzung6.) NT binden an postsynaptische Rezeptoren 7.) Deaktivation durch Re-Uptake oderenzymatischen Abbau )))))
  • Pharmaka und Drogen können agonistisch und antagonistisch wirken. Nenne Beispiele für Mechanismen, wie genau diese agonistisch/antagonistische Wirkung sich äußert. Agonistisch : A1) Fördern Synthese von NT, B1) Zerstören Abbauende Enzyme, C1 )Erhöhen NT-Freisetzung in den Spalt, D1) Blockieren Autorezeptoren, E1) Aktivierungpostsynaptischer Rezeptoren , F) Blockieren Deaktivierung ( => hemmen Reuptake oderenzymatischen Abau )Antagonistisch : A2) Hemmen Synthese von NT, B2) Bewirken Entweichung aus Vesikeln( => NT Abbau durch Enzyme ) C2) Hemmen NT-Freisetzung in den Spalt D2) AktivierenAutorezeptoren E2) Blockade postsynaptischer Rezeptoren
  • Nennen Sie 3 Wirkungsweisen des Cortisols, Welche Funktion erfüllt es in Stressreaktionen ? 1.) Metabolische Wirkung ( => z.B. Mobilisierung von Glucose )2.) Immunologische Wirkung ( => Immunsuppressiv, Entzündungshemmend )3.) Wirkung im ZNS ( => Erhöhung der Wahrnehmungsschwelle, höhere Stimulationnotwendig )( Auch : Schlafstörung, verringerte Gonadenaktivität )Funktion in Stressreaktionen : Oben Beschriebenes in Klammer ( gesenkte weitere Erregung )
  • Welche Wirkungsweisen haben Adrenalin und Noradenalin ? Steigerung der Herzfrequenz, Steigerung des Blutdrucks, schnelle Bereitstellung vonEnergiereserven durch Fettabbau, Freisetzung von Glucose, reguliert Magen-Darm-Tätigkeit( Noradrenalin -> vor allem im sympathischen NS + ZNS )
  • Welche drei Kategorien von Steroidhormonen unterscheidet man und welche Funktion haben sie ? Welche Strukturen des Körpers spielen bei der Ausschüttung eine Rolle ? Strukturen : Hypophyse, Gonaden ( Eierstock, Hoden ), Nebenniere ( weniger als die anderenbeiden Strukturen )1.) Androgene ( => Testosteron, Haarwachstum, Libidosteigerung, anabole(muskelaufbauend ) Wirkung, bei Männern auch Ausbildung männlicher Genitalien +sekundäre Geschlechtsmerkmale, dominantes Verhalten )2.) Östrogene ( => Östradiol, Wachstum der weiblichen Genitalien und sekundärenGeschlechtsmerkmale, Östrogene fördern im Gehirn Sensibilität für Hören )3.) Gestagene ( => Progesteron )
  • Welche Hormone schüttet der Hypophysenvorderlappen aus ? Welche Funktionen haben sie in der Sexualentwicklung ? 1.) Glandotrope Hormone ( Hormone, die die Hormonproduktion anderer endokriner Organeanregen, beispielsweise Gonadotropine => stimulieren Keimdrüsenhormonausschüttungund ACTH => stimuliert Ausschüttung der Nebennierenrinde )2.) WachstumshormoneFunktion in Pubertät : Erhöhte Hypophysenvorderlappen-Aktivität führt zuWachstumsschub während Pubertät ( => Wachstumshormone ), Glandotrope Hormone und somit Gonadotropine führen zur Reifung der sekundären Geschlechtsmerkmale +Genitalien.
  • Welche Gehirnregionen spielen beim männlichen und weiblichen Sexualverhalten eine Schlüsselrolle ? Generell : Limbisches System, Hypothalamus ( + Area Preoptica )Männer : Nucleus Accumbens, Amygdala und sexuell dimorpher Kern in der Area Preoptica( hohe Testosteron-Rezeptorenzahl )Frauen : Ventromedialer Thalamuskern ( hohe Östogenrezeptorenzahl )Außerdem : Visuelle Reizung kann die glandotrope Hormonausschüttung steuern
  • Wann entwickeln sich die inneren Geschlechtsorgane bei Föten ? Welche Rolle spielt hierbei das Testosteron ?  6 Wochen nach Befruchtung entwickelt sich aus der Primordialgonade durch das YChromosomder Hoden, fehlt dies entsteht der Eierstock. Vorläufer der männlichen( Wolff-Gang ) und weiblichen ( Müller-Gang ) Genitalwege vorhanden. Nach Drei Monaten :Männlich : Durch Hoden Ausgeschüttetes Testosteron bedingt Wolff-Gang, Anti-Müller-Hormon degeneriert Müller-GangWeiblich: Abwesenheit von Testosteron führt zur Entwicklung von Müller-Gängen, Wolff-Gang entwickelt sich nicht ( => Müller Gänge entwickeln sich "automatisch", da dasTestosteron sozusagen als inhibierender Faktor diesbezüglich gilt )
  • Diskutieren Sie am Beispiel der "testikulären Feminisierung" die wichtige Rolle der Androgene (insbesondere Testosteron) für die menschliche Sexualentwicklung. Testikuläre Feminisierung : Genotyp ist männlich ( XY-Chromosomen, innenliegendeHoden, männlicher Hormonspiegel ), der Phänotyp ist weiblich ( zeigt also weiblicheKörpermerkmale ) durch Androgenunempfindlichkeit des Körpers.Aus der Primordialgonade entsteht durch das Y Chromosom 6 Wochen nach Befruchtung derHoden. Drei Monate nach Befruchtung bewirkt der Hoden Testosteronausschüttung, welchenormalerweise die Wolff-Gänge ausprägt und durch ein Anti-Müller-Hormon der Müller-Gang degeneriert. Durch die Androgenunempfindlichkeit des Körpers gegenüber desTestosterons bleibt dies allerdings aus, dementsprechend entwickeln sich trotz Hoden dieMüller-Gänge, die Wolff-Gänge entwickeln sich nicht, was zu einem weiblichenErscheinungsbild führt und sich auch trotz des Hodens ( der nicht weiter nach unten wandert )weibliche Genitalien bilden. In der Pubertät reicht das Östrogen des Hodens zurFeminisierung des Körpers aus.Betroffene sind sich meistens ihres männlichen Genotyps nicht bewusst.
  • Weitere Fälle außergewöhnlicher Sexualentwicklung ist das "androgenitale Syndrom" und "Ablatio Penis". Was sind die Kennzeichen dieser Phänomene ? Androgenitales Syndrom : Überproduktion von Androgenen, was zu einer Maskulinisierungdes Körpers trotz weiblichem Genotyp führt ( Symptome : Geschlossene Schamlippen undvergrößerte Clitoris ).Verlauf : Normale innere Organe ( Androgenüberproduktion zu spät, als dass Wolff-Gängestimuliert werden könnten ). Normale Menstruation, aber sonst jungenhaftes Verhalten.Ablatio Penis : Operative Entfernung oder Zerstörung des Penis.Ein 7-Monate alter Junge verlor nach Operation den Penis, er wurde kastriert, erhielt eineVagina und wurde zusätzlich zu einer Östrogen-Behandlung während der Pubertät ( zurFeminisierung des Körpers ) wie ein Mädchen erzogen, mit 12 war "er" ein normalesMädchen. Trotzdem : Mit 13 schwerwiegende psychologische Probleme der Identitätsfindungund ambivalente Einstellung gegenüber Sexualität.