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Psychologie (Subject) / Differentielle und Klinische Psychologie (Lesson)

Vorlesungen der Uni- Wien 2016/17

This lesson was created by FlorianMiehe.

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  • "Ein (big five) Profil als ganzes zu interpretieren bedeutet, die wechselwirkungen und interdependenzen zwischen den individuell unterschiedlich stark ausgeprägten dimensionen differenziert zu berücksichtigen" wie wird dieses Faktum auch genannt? psychologisch verstehendes auffassen
  • Wie sieht das big five profil eines masseware Verkäufers aus und inwiefern weicht das eines verkäufers komplexere Produkte von diesem ab? - sehr niedrige werte in neurotizismus, da er mit allen kunden gut umgehen muss- sehr hohe werte in extraversion- eher niedrige werte in opnenness, da er mit routine gut umgehen muss- unterdurchschnittliche Werte in verträglichkeit (trotz kompetenz kunden nicht überfahren)- Gewissenhaftigkeit etwas über durchschnitt (nicht so notwendig wegen routine) -> bei komplexeren produkten: höhere offenheit, gewissenhaftigkeit
  • was ist die zentrale Kritik am big five modell? noch nicht ausreichend interkulturell bestätigt
  • welche erweiterungen wurden (als kritik) zum Big five vorgeschlagen und warum? - eine dimension der positiven/ ngativen valenz einzuführen, weil alle wertenden begriffe beim   lexikalischen ansatz ausgesiebt wurden, menschen aber posiive/ negtive (stark sozial  erwünschte/ unerwünschte) eigenschaften haben- gesundheits/ sexualitätsbezogene eigenschaften, aus demselben Grund -> manche Forscher kritisieren, 5 dimensionen seien zu wenig
  • Welche Dimension ist im neueren und international rfolgreich replizierten HEXACO Modell neu und welche unterscheiden sich? - neu ist die dimension honesty/ humility (H) -> ehrlichkeit/ bescheidenheit  = sozial erwünschte eigenschaften- es unterscheiden sich:  -> statt neurotizismus - emotionalität  -> mut, selbstbewusstsein, wiederstandsfähigkeit fällt nun in emotionalität statt extraversion  -> irritabilität, temperament verträglichkeit statt neurotizismus/ emotionalität   (nur openness und gewissenhaftigkeit sind exakt ident)
  • Was ist die dunkle Triade und welche Eigenschaften umfasst sie? (Jones & Paulhus, 2011) ein sammelbegriff für drei subklinische persönlichkeitsmerkmale, die sich durch ihre soziale unerwünschtheit und ihre antisozialen tendenzen auszeichnen- Psychopathie (gefühllosigkeit, impulsivität, tendenz zu antisozialem verhalten)- Narzissmus (grandiositätsgefühl, egozentrismus, anspruchsdenken)- machiavellismus (manipulatives verhalten, langfristige zielorientierung, hohe impulskontrolle)
  • Durch was zeichnet sich die dunkle triade im big five / hexaco modell aus? abwesenheit von verträglichkeit/ honesty, humility
  • was wäre ein kritikpunkt an der dunklen triade? dass die drei persönlichkeitsprofile/ facetten nur moderat miteinander korreliertpsychopathe - narzissmus = .50narzissmus - machiavellismus = .25Psychopathie - machiavellismus = .31
  • korrelate der dunklen triade? partnerwahl, verhalten am arbeitsplatz, internet trolling
  • srärken der traitorienteirten, faktorenanalytisch begründeten Ansätze hinsichtlich... 1.explizitheit/ prüfbarkeit 2. Vollständigkeit 3. sparsamkeit 4. wiederspruchsfreiheit 5. anwendbarkeit/ prognostischer wert: 6. forschungsleitende produktivität 7. berücksichtigung verschiedener Datenquellen: 8. unterschiedlichkeit: 1. explizitheit liegt vor, operationalisierung/ prüfbarkeit ebenfalls2. vollständigkeit wird angestrebt durch gesamtsysteme der persönlichkeit3. sparsamkeit ist je nach modell und abstraktionsniveau mehr oder weniger gegeben4. innerhalb der theorien ja, theorienübergreifend nur bedingt5. gegeben, allerdings ständige weiterentwicklung6. forschung immens hoch7. verschiedene Datenquellen (Q, L, T + physiologische Maße) ist gegeben8. unterschiedlichkeit ist gegeben (16 bei cattel, 2 (3?) bei eysenck, 5 big five, 6 hexaco)
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  • Probleme der Trait Modelle? - Trait modelle gehen von stabilen (kontext und situationsunabhängen) Persönlichkeitseigenschaften aus, was nicht immer zutreffend ist  -> situationismus/ interaktionismus- Trait modell sind faktorenanalytisch begründet, was heißt, die Probleme der FA sind auch die Probleme der Trait Modelle  -> stichprobenabhängigkeit, rotationstechnik (schiefwinkelig/ orthogoal), Faktorenextraktion und       interpretation (Anzahl, gültigkeit, bedeutung), variableneinbezug      (interpetationsuneindeutigkeit)- Zwischen den Modellen besteht eine hohe uneinigkeit über zahl und inhalt der traits  -> oft keine überlappung/ zusammenhänge zwischen den trait modellen
  • kritik am psycholexikalischen ansatz nach asendorpf? alltagsbeschreibungen geben im alltagsgebrauch zwar ähnlichkeiten von eigenschaften wieder halten wissenschaftlichen anforderungen auf dauer aber nicht stand-> ansatz war nützlich, muss aber im rahmen eines informationsverarbeitungsmodells überwunden werden
  • klassifiziere: agoraphobie, soziale phobien, spezifische phobie, sonstige F40 Phobische Störungen
  • klassifiziere: -Panikstörung -Generalisierte Angststörung -Angst und depressive Störung, gemischt -Sonstige gemischte Angststörungen -Sonstige Angststörungen F41 Sonstige Angststörung
  • definiere Agoraphobie Angst vor und Vermeiden von Plätzen oder Situationen, die eine Flucht beim Auftreten der Angst (starke Intensität, panikartig, peinliche Symptome) unmöglich erscheinen lassen, oder wo keine Hilfe zu erwarten ist. Auch Angst, alleine das Haus zu verlassen, Einkäufe und Besorgungen zu tätigen, mit dem Bus oder der Bahn zu fahren, zu fliegen–Mit Panikstörung–Ohne Panikstörung
  • definiere soziale phobie •Furcht vor prüfender Betrachtung durch andere Menschen, die zur Vermeidung sozialer Situationen führt.•Beschwerden: Erröten/sangst, Händezittern, Übelkeit, Drang zum Wasserlassen•Umfassendere soziale Phobien sind mit niedrigem Selbstwertgefühl und Kritikangst verbunden.•Intensität der Symptome bis Panikattacken
  • was ist der unterschied zwischen agora- und soialer phobie? bei der agoraphobie steht die angst vor öffentlichen plätzen ohne fluchtmöglichkeit im Vordergrunddie soziale phobie zeichnet sich eher durch angst vor peinlichen situationen/ der scham vor anderen leuten aus
  • wodurch zeichen sich spezifische phobien aus? nenne einige beispiele •Beschränkung der phobischen Furcht und Vermeidung auf spezifische Objekte oder Situationen wie–Tiere–Höhen/Tiefen–Dunkelheit–Fliegen–Geschlossene Räume–Bestimmte Speisen–Arztbesuche, medizinische Geräte–Blut, Verletzungen etc.•Trotz Begrenzung auf spezifische Auslöser intensive Reaktionen/Symptome bis Panikattacken und physischer Dekompensation möglich
  • nenne die 6 subtypen der phobie, nach dsm4 - schulphobien, Prüfungsängste- tier typus- umwelt typus- blut- spritzen- verletzungs typus- situativer typus (orte und räumliches, wie brücken, aufzüge, enge räume, höhen)- anderer typus (ersticken, herzstehenbleiben, sexualängste, beziehungsängste etc.)
  • was macht die panikstörung aus? wiederkehrende schwere angstattacken, situationsunabhängig und schwer vorhersehbar zentrale symptome:herzklopfen, brustschmerz, erstickungsgefühle, schwindel, derealisation, todesangst, angst wahnsinnig zu werden
  • Patient leidet an depression und panikattacken, was ist die Hauptdiagnose? depression-> die panikstörung ist nie die hauptdiagnose, wenn der betroffene zusätzlich an einer depression leidet
  • was zeichnet die generalisierte angststörung aus? angst ist generalisiert und anhaltend, d.h. nicht beschränkt auf bestimmte situationen oder umgebungsbedingungen (frei flottierend) zentrale symptome: (an sich sehr variabel)- ständige nervosität, benommenheit- zittern, Muskelspannung, schwitzen, schwindel, herzklopfen- bauchschmerzen- sicherheits-, zukunfts-, finanz-, gesundheits-, leistungs-, existenzängste   -> bezogen auf sich und enge freunde/ agehörige
  • was ist er unterschied zwischen einer panikstörung und einer generalisierten angst? die panickattacken sind sehr intesiv und treten spontan auf, sind aber von kürzerer Dauerdie generalisierte angst ist weniger intensiv, dafür aber (nahezu?) ununterbrochen-> beide sind nicht beschränkt auf spezielle Situationen
  • Unterschied zwischen generalisierter Ansgt und zwangsgedanken? zwangsgedanken oder generalisierte angst - ordne zu: - aufdringlicher/ stärker - Ich dyston (scheinbar von außen, ich-fremd) - narrativ - assoziiert mit handlungsimpulsen - bezogen auf alltagsprobleme - ritualisierte und automatisierte zwangshandlungen - Ich synton - bedürfen langanhaltenden neutralisierungsversuchen - aggressive, sexuelle, tabuisierte inhalte zwangsgedanken:- aufdringlicher/ stärker- ich dyston- oft bildhaft (nicht narrativ)- assoziiert mit handlungsimpulsen- ritualisiert, automatisiert- langanhaltende neutralisierungsversuche- aggressive, sexuelle, tabu. generalisierte angst:- ich synton- alltagsinhalte- narrativ- nicht assoziiert mit handlungsimpulsen- sorgen
  • Die Prävalenzen von phobien und angst und panikstörungen bewegen sich alle... zwischen 1 und 15 %
  • die 3 risikofaktoren der agoraphobie? - frauen 3x höher- niedriger sös- arbeitslosigkeit
  • risikofaktor spezifischer phobien? frauen 9 x mehr betroffensonst nichts bekannt
  • risikofaktor sozialer phobie und panikstörung? frauen häufiger betroffensonst wenig hinweise
  • risikofaktoren der generalisierte angststörung? - höheres alter- alkoholabhängigkeit- niedere soziale schicht- kritische lebensereignisse- frauen doppelt so häufig
  • womit treten spezifische phobien häufig gemeinsam auf? nichts
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  • wer bezog erstmals, neben Q, L und T Daten, auch zusätzliche experimentelle analysen (physiologische maße?) mit ein und schaffte damit eine Verbindung zwischen differentieller, allgemeiner und experimenteller psychologie? eysenck
  • nenne die drei orthogonalen superfaktoren (sekundärfaktoren) eysencks persönlichkeitsmodells extraversion, neurotitismus, psychotizismus
  • eysencks persönlichkeitstheorie ist gekennzeichnet durch... (3) - drei orthogonale superfaktoren (extraversion, neurotizismus, psychotizismus)- das bemühen um biologische fundierung- die hypothetico- deductive methode (hypothesengenerierende und testende methode)
  • Welche Medien/ daten waren der Ausgangspunkt von eysencks forschung? verhaltensratings, fragebögen und objektive tests
  • eysecks erste versuchspersonen (im unterschied zu cattel)? psychiatrische fälle
  • was für ein modell war das ergebnis eysencks Untersuchungen an psychiatrischen patienten? ein hierarchisches persönlichkeits- Modell mit vier Ebenen:(ähnlich wie bei cattel)spezifische reaktionen, habituelle reaktionen, primärfaktoren, 3 sekundär/superfaktoren
  • nenne die vier ebenen von eysecks persönlichkeitsmodell 1. unterste ebene: spezifische reaktionen2. ebene: habituelle reaktionen3. ebene: trait niveau - Primärfaktoren4. höchste ebene: Typus- niveau (Sekundär oder Superfaktoren)
  • was versteht eysenck unter psychotizismus? - ein kontinuum von normal bis psychotisch (normal -> shizophren -> manisch/ depressiv)- beinhaltet wahnidee, haluzinationen, stimmungsschwankungen, antisoziales verhalten, beziehungswahn, misstrauen- diskriminationsmöglichkeit der psychotiker von normalen und neurotikern (Fragebogen)
  • Welcher von eysencks drei Superfaktoren ist am schlechtesten und welcher am besten empirisch fundiert? psychotizismus (P) am schlechtesten und Extraversion (E) am besten
  • warum hat eysencks superfaktor/ sekundärfaktor psychotizismus sich nicht durchgesetzt? - P. ist kein eigenständiger faktor (.40 mit neurotizismus)- validität und reliabilität des p-faktors nicht gegeben- psychotizismus klingt inhaltlich viel mehr nach psychopathie (davis 1974)
  • warum waren die ergebnisse bezüglich der psychotizismus scores inhaftierter vs. unbescholtener Bürger nicht aussagekräftig? (eysenck & eysenck 1968, 1977) weil man nicht ausschließen kann, ob die höheren P- werte durch die Haft verursacht wurden, oder die haft durch die höheren werte (Ursache oder wirkung der haft)
  • was war die biologische Fundierung von eysenck psychotizismus sekundär/superfaktor? eigentlich keine- eysenck schließt aufgrund positiver zusammenhänge größerer p-werte, männlichen geschlechts (dem auftreten einer chromosomen abberation - XYY - und der damit einhergehenden gesteigerten aggressivität) und antisozialem verhalten auf genetische determinanten
  • an wem und wie untersuchte eysenck 1944 den faktor neurotizismus? an 700 von psychiatern, krankenschwestern, psychologen sozialarbeitern und verwandten als neurotisch klassifizierten Soldaten, durch fremdratings in form von 37 bipolaren items
  • welche faktoren ergaben sich aus eysencks fremdratings neurotischer soldaten? - extraversion/ introversion- neurotizismus-> eigentlich 4 faktoren, die aber nur 40 % der gesamtvarianz erklären
  • nenne einige beispiele für eysencks objektive tests und warum diese Daten oft keine übereinstimmenden faktoren ergaben? anpassung an die dunkelheit, redefluss, individuelles tempo-> physiologische maße wegen der bekannten interpretationsschwirigkeiten, sowie die häufige verwendung klinischer gruppen
  • die biologische fundierung von eysencks superfaktor neurotizismus? - das limbische system ist ein phylogenetisch alter teil des gehirns, das die zusammenarbeit von sympathikus und parasympathikus beeinflusst- emotional labile zeigen bei niedrigerer reizintensität bereits ein ansprechen des limbischen systems (niedrige erregungsschwelle)    -> neurotisches verhalten besteht hauptsächlich aus starken reaktionen des autonomen         nervensystems- durch klassiche konditionierung werden laut eysenck unbedingte Reaktionen zu bedingten    -> die neurose ist also im klassichen behavioristischen Sinne erlernt und kann auch wieder        verlernt werden. die vermeidung der auslösenden situation verhindert aber die löschung.    -> therapie: systematische desensibilisierung
  • auf wen gehen die begriffe extraversion und introversion zurück c.g. jung
  • wodurch unterscheiden sich menschen hinsichtlich ihrer zentralnervösen prozesse? durch ein genetisch determiniertes, interindividuell schwankendes verhältnis von erregungs und hemmungsprozessen
  • was sieht eysenck als als biologische Grundlage der E/ I Dimension? Und welche Prozesse sind bei lernen/ löschen wesentlich? das (ARAS = aufsteigendes retikuläres aktivierendes system/ formatio reticularis) das die aktivierung steuert-> exzitatorische prozesse sollen fürs lernen maßgeblich sein    inhibitorische Prozesse für die löschung von gelerntem
  • extro- oder introvertierte... neigen zur Ausbildung nur schwacher exzitatorischer potentiale, aber schnell aufgebauter intensiver und langsam abklingender inhibitorischer prozesse? extravertierte-> d.h. extravertierte reagieren nicht so schnell auf reize, haben eine höhere reizschwelle, daher     brauchen sie auch mehr stimulation um zu lernen