Medizin (Subject) / Psychiatrie (Lesson)
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allgemeine und spezielle Krankheitslehre, Facharztprüfung
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- Benzos, Antidot Flumazenil (Anexate)
- Opiate, Antidot Naloxon (Narcanti) i.v. in 0,2mg Schritten bis 2mg, ggf. wiederholen da kurze HWZ
- §20 StGB, Eingangsmerkmale krankhafte seelische Störung (was früher zu den organischen Strg gerechnet wurde): organische Strg., Schizo, Intox, schwere affektive Strg (früher "endogene Depression) schwere Bewußtseinsstörung (Affekttat): bin ich mir bewußt, was ich tue Schwachsinn schwere seelsiche Abartigkeit (früher "Neurosen, inkl. Sucht, aber in Ausprägung so schwer wie Schizo o.ä.)
- AMDP-System, Definition Das AMDP-System ist ein System zur standardisierten Erfassung und Dokumentation eines psychopathologischen Befundes, das international Anwendung findet. Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie (AMDP) erarbeitet. Die vom AMDP-System aufgeführten Merkmale lassen sich zunächst in zwei Gruppen unterteilen: Merkmale des psychischen und Merkmale des somatischen Befundes (100 bzw. 40 Symptome)
- AMDP, Dimensionen des psychpathologischen Befundes (14 Items) Bewußtsein Kontaktverhalten Orientierung Stimmung und Affektivität Formaler Gedankengang Wahn (Inhaltliche Denkstörungen) Sinnestäuschungen Angst und Zwang Eigen- und Fremdgefährdung Gedächtnis Aufmerksamkeit, Konzentration, Auffassung Ich-Störungen Antrieb und Psychomotorik Krankheitseinsucht und Behandlungsbereitschaft
- Bewusstseinsstörungen Quantitativ - Bewusstseinsverminderung Bewusstseinstrübung (Delir, Intoxikationen): Aspekte der eigenen Person oder Umwelt werden nicht mehr vollständig wahrgenommen oder sinnvoll miteinander in Verbindung gebarcht. Die fähigkeit der Wahrnehmun von Umweltreizen und das adäquate Reagieren darauf ist vermindert. Bewusstseinseinengung (Z.b. Stimmenlauschen, Starre nach Trauma): Überfokkusisierung des Fühlens oder Denkens, vermindertes Ansprechen auf Außenreize Bewusstseinsverschiebung: subj. Erweiterung des Erlebens (Intox, schizo, Manie)
- Aufmerksankeit, Konzentartion, Auffassung Aufmerksamkeit: Fähigkeit sein Bewußtsein einer bestimmten Sache hinzuwenden Konzentration: Die Aufmerksamkeit kann über eine gewisse Zeitspanne gehalten werden Auffassung: Fähgkeit, Wahrnehmungen, Erlebnisse oder Ereignisse zu begreifen; fasch bei Schizo, verlangsamt bei Depression, fehlend z.b Demenz. Prüfung zB durch Sprichwörter, Unterschiedsfragen (Zwerg vs Kind)
- Formale Denkstörungen: Gehemmt (S) - Depression Verlangsamt (F) - Depression, Sedierung Umständlich (F) - Psychose, HOPS Eingeengt (SF) - Wahn Perseverierend (F) - HOPS, schizo Grübeln (S) Gedankendrängen (S) Ideenflüchtig (F) Vorbeireden (F) - Schizo Gesperrt/Gedankenabreißen (SF) - schizo Inkohärent/Zerfallen (F) Neologismen (F)
- Wahn, AMDP Wahnstimmung (S), Wahnwahrnehmung (S), Wahneinfall (S), Wahngedanken (S), systematischer Wahn (S), Wahndynamik (SF), Beziehungswahn (S), Beeinträchtigungs (Pat. fühlt sich bedroht)- und Verfolgungswahn (S), Eifersuchtswahn (S), Schuldwahn (S), Verarmungswahn (S), Hypochondrischer Wahn (S), Größenwahn (S)
- Sinnestäuschungen: Illusionen (S), Stimmenhören (S), Andere akustische Halluzinationen (S), Optische Halluzinationen (S), Körperhalluzinationen (taktile vs Zönästhesien), Geruchs- und Geschmackshalluzinationen (S)
- Störungen der Affektivität: Ratlos (F), Gefühl der Gefühllosigkeit (S), Affektarm (F),Störung der Vitalgefühle (S), Deprimiert (SF), Hoffnungslos (S), Ängstlich (SF), Euphorisch (SF), Dysphorisch (SF), Gereizt (SF), Innerlich unruhig (S), Klagsam/Jammrig (F), Insuffizienzgefühle (S),Gesteigertes Selbstwertgefühl (S), Schuldgefühle (S), 74. Verarmungsgefühle (S), Ambivalent (S), Parathymie (F), Affektlabil (SF), . Affektinkontinent (SF), Affektstarr (F)
- Somatischer Befund, AMDP Schlafstörungen, Appetenzstörungen, Sexualität (S), Gastrointestinale Störungen, Kardio-respiratorische Störungen: Andere vegetative Störungen Neurologische Störungen:
- Antriebs- und psychomotorische Störungen: (9) Antriebsarm (SF) Antriebsgehemmt (S) Antriebsgesteigert (SF) Motorisch unruhig (SF) Parakinesen (F) Manieriert/Bizarr (F) Theatralisch (F) Mutistisch (F) Logorrhoisch (F),
- Demenz, ICD-10 Die wesentliche Vorraussetzungen für die Diagnose ist der Nachweis einer Abnahme des Gedächtnisses und des Denkvermögen mit beträchtlicher Beeinträchtigung der Aktivität des täglichen Lebens . Für Diagnosestellung eines demenziellen Syndroms müssen die erwähnten Symptome für mindestens sechs Monate bestehen, es darf keine Bewußtseinsstörung bestehen Die Störung des Gedächtnisses beeinträchtigt: Aufnahme, Speichern und Wiedergabe neuer Information. Verlust von früher gelerntem und vertrautem Material. Die Beeinträchtigung des Denkvermögens hat Einfluss auf: Störung der Fähigkeit zum vernünftigen Urteilen. Verminderung des Ideenflusses. Beeinträchtigung der Informationsverarbeitung.
- Alzheimer, Diagnostik Ausschlussdiagnose Eingangskriterien der Demenz, zusätzlich schleichender Beginn au Ausschluss anderer KH Bildgebung: Atrophie im Hippocampus Liquor: Tau erhöht (lagert sich in Zelle ab, die zerfällt irgendwann, dann im Liquor), Amyloid vermindert (lagert ab und fehlt dann) Tau^ und Amyloid niedrg immer pathologisch aber nicht speziefisch Außerdem Liqupr bei 10% der AD negativ!
- Frontotemporale Demenz, Therapie SSRIs (sind AchE-Hememrn überlegen)
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- Antidementiva Ach-E-Hemmer: leichte und mittelschwere AD+ VD (<off-label), Rivastigmin bei Parkinson zugelassen! Memantine bei mittelschwere u schwerer AD + VD (off-label) Vaskulär: RF und ASS Bei FTD: SSRIs NW Ach-E-Hemmer: Leberfkt., AV-Block, Bradykardien (Rivastigmin bei Leberfunktionsstörung ok) NW Memantine: Nierenfkt, Krampfschwelle
- Demenz, Epidemiologie AAD 65% VD 15% gemischt 15% FTD: 5% LEWY-BODY. 5% AD: 2% ab dem 65. LJ, 5% ab dem 70.LJ, danach verdoppelt es sich alle 5 Jahre nahezu
- Alkoholabhängigkeit, Epidemiologie 1,5 Mio Punktprävalenz, LZP 3-5% Die Hälfte nach Therapie abstinent Erstmanifestation zw. 20. -30. LJ
- Alkohol, Atiologie multifaktoriell, genetische Faktoren haben v.a. EInfluss darauf, wie Alk bei einem wirkt (euphorisierend, unangenehme NW). soziales Umfeld, Lernerfahrungen,Stressoren. Nach chron. Konsum kommt es zu einer Runterregulation von GABA und einer vermehrten Expression von NMDA-Rezeptoren. Außerdem kommt es zu einer Störung im dopaminergen System (N. accumbens), was Auswirkung auf das Belohnungszentrum hat und zu verminderter Kontrolle und Craving führt.
- Alkoholentzugsdelir, Behandlung Haldol, Benzos, Clonidin b.B., Thiamin, Flüssigkeit
- Schizophrenie, Prodromalstadium psychosenahes - psychosefernes psychosenahes mit attenuierten Positivsymtomen (APS), Definition der APS sind an schizotyper PS orientiert. Z.T. auch kurz andauernder voll ausgeprgter Wahn. 50% der Pat. bekommen innerhalb eines Jahres eine Schizo phrenie.
- Depression, Hauptsymptome (3) gedrückte Stimmung Anhedonie verminderter Antrieb
- Depression, Nebensymptome (7) Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit Insuffizienserleben negative Zukunftsgedanken Suizidgedanken Appetitminderung Schlafstörungen Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen,
- somatisches Syndrom bei Depression, Symptome (8) Appetitverlust Gewichtsverlust Schlafstörungen Morgentief Libidoverlust Interessenverust mangeldne affektive Schwingungsfäähigkeit psychomotorische Hemmung oder Agitiertheit 4 müssen erfüllt sein für Diagnose
- Depression, Ätiologie Monoaminmnagelhypothese dysfunktione Stressormonache reduzierte Neurogenese
- Bipolare Strg, epidemiologie LZP für bipolare Strg 8% LZP bipolar-I-Strg.1,5% erstmanifestation 20-30 LJ Bipolar II Frauen mehr als Männer Mortalität durch Suizid 20%
- PTBS, Kriterien Trauma erlebt, Intensives Wiedereleben durch Flashbacks/Intrusionen, Vermeiden von Auslösern, Rückzug, Apathie bei gleichzeitigem Hyperarousal, Schreckhaftigkiet inneralb 6 Monate nach Trauma, für mindestens 1 Monat
- PTBS, Medikation SSRIS Nur Paroxetin und Sertralin zugelassen, insgesamt eher höher dosiert, Wirklatenz verlängert (mind 8 Wochen warten), mindestens 1 Jahr behandeln
- Zwang, Kriterien Zwangsgedanken oder -handlungen über 2 Wochen an den meisten Tagen diese werden als eigen wahrgenommen, wiederholen sich und sind unangenehm. Es wurde erfolglos Widerstand geleistet.
- Zwang, Medikation SSRIs (Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin) hochdosiert, WIrklatenz bis 10 Wochen! Alternativ Clomipramin. Bei Therapieversagen Augmentation mit Risperdal oder Haldol (ggf. Quetiapin)
- Zwang, Ätiologie Fronto-striatale Regelkreis-HypotheseVerwandtschaft zu Erkrankung der Basalganglien (Tourette, Chorea) lerntheorethisch (konditionierung) und kognitive Bewertungsprozesse (Gedanken sind schlimm). Genetische Komponente vorhanden. Psychodynamisch: autonomie-Anhängigkeit Diskussion: Zwänge sind aus psychodynamisher Sicht abgewehrte psychotische Symptome?!
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- Bulimie, Kriterien andauerndes Beschäfitigen mit Essen, Zwang/Gier nach Essen Essattacken (mind. 3 Monate an mind. 2 Tagen/Woche) Gegensteuerungsmaßnahmen Angst vor Gewichtszunahme, strikte Gewichtsgrenzen DD Anorexie vom purging-Typ: keine Körperschemastörung, normaler BMI
- anticholinerge Wirkungen (Blockade muskarinerger Ach-Rezeptoren) Trockene Schleimhäute Akkomodatoinsstörungen, erhöhter Augeninnendruck, Mydriasis (bei Intox), selten Glaukomnfall Miktionsstörungen (selten Harnverhalt>Therapie: Pyridostigmin), Obstipation bis zum Ileus bei Intix) Zeizleitungsstörungen und vebtrikuläre Tachykardien, Kardiotoxizität Gedächtnisstörungen, bei Intox Halluzinationene, Desorientiertheit, Bewußtseinsstörungen bis hin zum Koma
- Metabolizer poor: 4-10% ultra-rapid: 1%
- Zwangsmedikation, Neuroleptika Haldol i.m. 5-10mg mit/ohne Benzo Ziprasidon (Zeldox) 10-20mg i.m. mit/ohne Benzo (CAVE Qtc) Abilify 7,5-9,75mg i.m. mit/ohne Benzo Olanzapin (ohne Benzo, nicht bei Intox)
- Richtlinien-Psychotherapie Die Richtlinien-Psychotherapie umfasst derzeit drei psychotherapeutische Verfahren, denen jeweils eine umfassende Theorie zur Krankheitsentstehung zugrunde liegt und deren spezifische Behandlungsmethoden in ihrer Wirksamkeit für Einzel- und Gruppenpsychotherapie belegt sind: psychoanalytische Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie Verhaltenstherapie Zwischen den ersten beiden genannten Behandlungsformen besteht insofern ein Verwandtschaftsverhältnis als die tiefenpsychologisch fundierte Therapie aus der psychoanalytischen Tradition hervorgegangen ist.
- Loxapin neues AP, inhalative Anwendung, zur Durchbrechungvon Angst-, Anspannungs- und Unruhezuständen bei Psychose oder bipolarer Störung. Schneller Wirkeintritt, gute Handhabung. Cave bei Pat. mit Asthma od COPD, da kann es zu Bronchospasmen kommen, die mit einem ß-Sympathomimetikum aber shcnell durchbrochen werden können. Daher aber Anwendung nur in Klinik und 1h Nachbeobachtung nach Gabe.
- Demenz, AP Zugelassen nur risperdal (Aggressivität u psychotische Symptome) u melperon (Unruhe)
- Depression, kardiovaskuläre RF cortisol^, Sympathikus (stressbedingte katecholaminfreisetzung) ^, immunsystem^, thromboaggregation ^, Verhalten ungünstig (rauchen, Ernährung, kein Sport) th: ssri, mittags, PT ( Verhaltensänderung)
- citalopram, NW qtc^
- Enzyminduktion carbamazepin (quetiapin, Pille wird abgebaut), johanniskraut, Nikotin! (Clozapin, olanzapin wird abgebaut )
- Enzyminhibition Fluoxetin, Paroxetin
- Poor- /Fastmetabolizer PM in EU 5-10% (in Asien selten), FM 1-10% (Indien, Äthiopien, Saudi bis 30%)
- Autismus dtl erblichkeit, mit 90% a d Spitze psychiatrischer KH, im wesentlichen also genetische Ursachen, V.a. Strg in neuronalen Netzwerken häufig assoziation mit ADHS Symptomen, doppeldiagnose in aktuellen Klassifikationssystemen ausgeschlossen
- Autismus, Medikation atypische Neuroleptika (insb. Risperdal) bei Aggressivität, Stimmungsstabilisierer (insbesondere Valproat), AD (häufig Angst, Zwang, Depressionen) Amphetamin bei adhs, neue Ansätze: Bindungshormone oxytocin, vasopressin
- Autismus, epidemiologie ca 1% der Bevölkerung, Kosten pro Patient 1 Mio Euro, nur 1/4 können unabhängig leben
- Zwang, epidemiologie LP 2-3%, im Mittel 6 Jahre bis Therapieeinrichtung, EM 20.-25. LJ ( erste Symptome oft schon in Kindheit), bei 6-30% gleichzeitig Ticks , Männer erkranken früher, Männer häuf tics, Frauen essstörun, soziale Phobie, Panik. Männer schlechtere Prognose am häufigsten komorbide Depression
- Zwangsspektrumstörung neurologisch bedingt (Autismus, tourette, Autismus) impulskontrollstörung (trichotillomanie, path. Spielen) Zwangsgedanken, die sich auf Wohlbefinden, Körper beziehen (Anorexie, Hypochondrie, körperdysmorphe Strg) insgesamt zwei Pole des Spektrum: impulskontrollstörung vs Zwanghaftigkeit
- Diagnose, Fragebögen zwang: Yale-Brown-obsessive-compulsive Scale, Hamburger zwangsinventar psychose: PANSS (positiv and negativ Syndrom scale) deprssion: BDI,
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