Entwicklung (Fach) / Entwicklungsdiagnostik (Lektion)
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Rindermann
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- FLynn-Effekt Flynn-Effekt: IQ steigt über Generationen hinweg an > Tests müssen neu normiert werden FLynn = säkulare Akzeleration - weltliche Beschleunigung (Kombi aus James Flynn und Richard Lynn)
- Intelligenz Cattell (1987) fluid: nahe an basalen kogn Fähigkeiten (Infoverarbeitungsgeschwindigkeit, Arbeitsgedächtniskapazität) angesiedelt, beinhaltet inhaltsreduiertes, allg Schlussfolgern; früh steiler Anstieg, ab 25 Jahren konst Nachlassen kristallin: kultur-, wissens-, schulgebundenes inhaltsdifferenziertes Wissen, Denken; Anstieg bis ins hohe Alter mgl, stärkerer Anstieg bis 45 J allg Intelligenz: Mittel beider > Diagramm S. 65
- Umschüttaufgabe Piaget Invarianz der Menge: 2 gleich große durchsichtige Fläaser auf Tisch sichtbar, gleich viel Saft > 3. durchsichtiges Glas mit deutlich anderer Form > Inhalt eines der beiden ersten Fläser wird in 3. Glas umgeschüttet > Entscheidung, ob in beiden Gläsern gleich viel Flüssigkeit analog: Plasilinaufg
- Begriffsbildung Piagets Aufgabe Bildkarten mit Schemazeichnungen von 20 versch Tieren > 6 Vögel, 4 Insekten, 3 Fische, 7 Säugetiere > Bildkarten so ordnen, sortieren, sodass Tiere gut zspassen Hierarchiebildung: Gibt es mehr Karten mit Vögeln oder mit Tieren, die fliegen können?
- Reihenbildung Piagets Aufg Kind wird gesagt, dass Person A größer als Person B, B größer als C > Person A größer oder kleiner als C? ähnlich psychometrischen Tests
- Piaget Aufgaben + Bewertung + Korrelationen keine Papier-Bleistift-Tests, sondern lebensweltliche kogn Probleme Bewertung: aufwendig (Einzeltest, Zeit), Einblick in Art und Weise, wie Menschen denken, sich menschl Denken entwickelt > theoretisch von großer Bedeutung Korrelationen: mit psychometr Intelligenztests r=.49; mit Schulleistungstests r=.55; Schulleistung r=.54; mit Mathematik r=.73
- Raven-Matrizen-Tests im Kulturvgl am häufigsten eingesetztes Verfahren; rein figurale Aufg; gutes Maß fluider Intelligenz Coloured Progressive Matrices (3-7J); Standard Progressive Matrices (8-13J); Advanced Progressive Matrices (>14) kein klass Entwtest, aber kann Entwstand feststellen Bewertung: einfache Durchführung, oft genutzt, keine A- & B-Formen (bei Testwdh Erinnerungsgefahr), evtl verzerrt durch Regellernen
- KFT von Heller et al; Kognitiver Fähigkeits-Test in Kindergarten-/ Grundschulform (ohne Lesen, Schreiben, Einzeltest) bzw in Schulform (4.-13. Klasse) KFT 4-12/13: Staffeltest: Schüler höherer Klassen beginnen mit schwereren Aufg, hören mit schwereren Aufg auf; figurale, sehr bildungs-, schulnahe Sprach-, Mathematikskalen - von Heller & Perleth 2000
- KFT Dimension >> Skala: Was konkret misst Verbale Intelligenz >> Wortschatz: Sprachwissen, Begriffsbildung; >> Wortklassifikation: Sprachwissen, Begriffsbildung (Langform); >> Wortanalogien: Sprachwissen, schlussfolgerndes Denken mathemat Intelligenz (quantitativ) >> Mengenvgl: Rechnen, mathemat Schulwissen; >> Zahlenreihen: Rechnen, Arbeitsgedächtnis; >> Gleichungenbilden: (Langform), mathemat Schulwissen figurale (nonverbale) Intelligenz >> Figurenklassifikation: Begriffsbildung, schlussfolgerndes Denken; >> Figurenanalogien: schlussfolgerndes Denken; >> Faltaufg: mentales Rotieren (Langform)
- Bewertung KFT auf Zeiteinhaltung achten, Abschreiben vermeiden schulnahe Skalen, ohne Schulwissen nicht zu bearbeiten auch auf Englisch (CogAT), gut für Vglstudien gut zw schulnahen und schulfernen Dimensionen unterscheidbar
- HAWIK-III/IV Hamburg Wechsler Intelligenztest für Kinder, David Wechsler; häufig eingesetzt; 6-16 Jahre; 60-90 min Verbalteil: allg Wissen, Zahlennachsprechen, Wortschatz-Test, rechnerisches Denken, allg Verständnis (Fragen zu alltägl Situationen), Gemeinsamkeiten finden Handlungsteil: Bilderergänzen, -ordnen, Mosaik-Test, Figurenlegen, Zahlen-Symbol-Test Bewertung: seltsame Unterscheidung zw Verbal- und Handlungs-IQ (Def? schulnah vs schulfern? Wissen vs figural?); Einzeltest = aufwendig; nur verwenden, wenn Einzeltest sein muss
- AID Adaptives Intelligenz Diagnostikum; AID 3 von Kubinger & Holocher-Ertl (2014); 6-15 Jahre; adaptives Testen, 40-75 min; ähnlich HAWIK schulnah/schulfern verbal-akustisch: Altagswissen, angewandtes Rechnen, reproduzieren-numerisch, Synonyme finden, Fkt abstrahieren, soziales Erfassen, sachl Reflektieren + Zusatzskalen manuell-visuell: Realitätssicherheit, soz & sachl Folgenrichtigkeit, kodieren & assoziieren, antiipieren & kombinieren-figural, analysieren & synthetisieren-abstrakt, formale Folgerichtigkeit Bewertung: seltsame Oberskalen, zeitlich kaum kürzer als HAWIK, aufwendiger Einzeltest + modernes Verfahren
- K-ABC Kaufman-Assessment Battery for Children Einzeltest von 2;6 - 12;5 Jahren; 30-90 min Bewertung: gut für Kinder < 6J, vglbar mit WET, IDS, abh von Verfügbarkeit & Erfahrung; WET/ IDS sind breiter (motorische Entw, sozial-emotionale Entw); viele Untertests, macht Test unübersichtlich > eher nicht empfehlenswert
- K-ABC Dimension > Skalen einzelheitl Denken > Handbew, Zahlennachsprechen, Wortreihe ganzheitl Denken > Zauberfenster, Wiedererkennen von Gesichtern, Gestaltschließen, Dreiecke, bildhaftes Ergänzen, räuml Gedächtnis, Fotoserie Fertigkeiten (schulnahes Wissen, Denken) > Wortschatz, Gesichter/ Orte, Rechnen, Rätsel, Lesen/ Buchstabieren, Lesen/ Verstehen sprachfreie Fähigkeiten (schuldistante Intelligenz) > Wiedererkennen von Gesichtern, Handbew, Dreiecke, bildhaftes Ergänzen, räuml Gedächtnis, Fotoserie
- BIS-T4 Berliner Intelligenzstrukturtest; ab 16 Jahren theoretisch sehr überzeugender breiter Test Kognitiver Fähigkeiten mit Infoverarbeitungsgeschw (Mental Speed), Merkfähigkeit, Einfallsreichtum (Kreativität), Verarbeitungskapazität (Intelligenz) BIS-HB (Berliner Intelligenzstrukturtest für Jugendliche: Begabungs-, Hochbegabungsdiagnostik) ab 12,5 Jahren
- motorische Entw Verzahnung von Reifungs-, Lernprozessen; Grob- (s.u.) vs. Feinmotorik 1. Monat: Heben des Kopfes in Bauchlage 2. Monat: Heben von Brust und Bauch von der Unterlage 2.-3. Monat: gestütztes Sitzen; 7.-8. Monat: Stizen ohne Stütze 7-10- Monat: erste Formen des Krabbelns, zum Stehen Hochziehen 10.-11. Monat: gestütztes Stehen; 11.-12. Monat: gestütztes Laufen 13.-14. Monat: frei Stehen; 14-16. Monat: sicher Laufen 16.-18. Monat: Treten eines Balles nach vorn
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- Körperkoordinationstest für Kinder Gesamtkörperbeherrschung bei motor Defiziten, behinderten Kindern; 5-14 Jahre; Testleiter macht Aufg vor, Kind darf 1x Üben; 4 Skalen: Rückwärts Balancieren > 3 Versuche über Balken Monopedales Überhüpfen > auf einem Bein über Schaumstoffplatten seitl Hin- und Herspringen > mit beiden Beinen so schnell wie mgl über Holzleiste seitliches Umsetzen > auf Boden liegende Holzbrettchen so oft wie mgl umsetzen Bewertung: da Breitbandverfahren wie Denverskalen, WET, IDS-P auch Motorikskalen enthalten, sollten eher diese Verfahren verwendet; übungs-, intelligenz-, geschlechtsabh, Rechthänder schneiden besser ab
- Komponenten der Sprache erworbenes Wissen > Komponenten > Fkt Sprachentw als Teil der kogn Entw prosodische Kompetenz > suprasegmentale Komponente > Intonationskontur, Betonung, rhythmische Gliederung linguistische Kompetenz >> Phonologie > Organisation von Sprachlauten; >> Morphologie > Wortbildung; >> Syntax (Satzbildung); >> Lexikon (Wortbedeutung); >> Semantik (Satzbed) pragmat Kompetenz >> Sprechakte > sprachl Handeln; >> Diskurs > Kohärenz der Konversation Mädchen mit Entwvorteilen in Sprachentw
- Literacy und Verstehen PISA & PIRLS messen Literacy, das Verstehen von Texten, Tabellen, Graphiken sehr hohe inhaltl, kogn, empirische Überlappung mit Intelligenz
- HSET + Bewertung Heidelberger Sprachentwtest; umfassendste deutschsprache Verfahren zur sprachentwdiagnostik; 3-9. Jahre (altersabh); 40-80 min Bewertung: empfehlenswert mit kleineren Praxisproblemen (Mundart je nach Region anpassen); andere Entwtests enthalten Sprachskalen (WET, IDS), sind breiter; sinnvoll, wenn sprachl Entw genau betrachtet
- HSET Dimension > Untertests Satzstruktur > Verstehen & Imitation grammatischer Strukturformen morpholog Struktur > Plural-Singular-Bildung, Bildung von Ableitungsmorphemen (jmd der arbeitet heißt Arbeiter), Adjektivableitung Satzbedeutung > Korrektur semantisch inkonsistenter Sätze, Satzbildung Wortbedeutung > Wortfindung, Begriffsklassifikation interaktive Bedeutung > Benennungsflexibilität, In-Beziehung-Setzung von verbaler und nonverbaler Info, Enkodierung/ Rekodierung gesetzter Intentionen Gedächtnis > Textgedächtnis
- Diagnostik mathemat Fähigkeiten Relevanz, Messung, Vgl Jungen-Mädchen Mathematik schulrelevant, Berufe, Alltag, Element des Bildungskanons; eng mit Intelligenz verwandt, Teil der kogn Fähigkeiten gemessen in Schulleistungstests (PISA, TIMSS) Jungen mit Entwvorteilen, erreichen höheres Endniveau > in letzten Jahren Tendenz zur Reduktion der Unterschiede
- PISA-Kompetenzstufen in Mathematik Stufe 1 Stufe 1, Rechnen auf Grundschulniveau > arithmetisches, geometr Wissen auf Grundschulniveau, das abgerufen und unmittelbar angewendet nicht so sehr wichtig
- PISA-Kompetenzstufen in Mathematik Stufe 2 elementare Modellierungen > einfachste Modellierungen, die in außermathemat Kontext eingebettet; Lsgansätze finden, wenn durch Grafiken, Tabellen eine Struktur vorgegeben
- PISA-Kompetenzstufen in Mathematik Stufe 3 Modellieren, begriffl Verknüpfen auf Sekundarstufe 1 > einfache Wissensinhalte der Sek 1 verfügbar, Konzepte aus unterschiedl Bereichen verknüpft, zur Lsg von Problemen genutzt, wenn visuelle Darst den Lsgprozess unterstützen
- PISA-Kompetenzstufen in Mathematik Stufe 4 umfangreiche Modellierungen auf Basis anspruchsvoller Begriffe > umfangreiche Verarbeitungsprozesse werden durchgeführt, offene Modellierungsaufg bewältigt, eigene Lsgwege finden, innermathemat Zshänge können modelliert werden
- PISA-Kompetenzstufen in Mathematik Stufe 5 komplexe Modellierung, innermathemat Modellieren > anspruchsolles Wissen ist verfügbar, offen formulierte Aufg bewältigt, Modelle konstruiert, begründbare Beweise und das Reflektieren über Modellierungsprozess
- Osnabrücker Test zur Zahlbegriffsentw (OTZ) Kindergartenalter bis 1. Klasse; 25 min; erfasst 8 Komponenten des frühen Zahlbegriffs - Vergleichen (quantitativer, qualitativer Merkmale) - Klassifizieren (Klassen-, Begriffsbildung) - Eins-zu-eins-Zuordnen (Mengenvgl, genauso viele Gabeln wie Teller?) - nach Reihenfolge ordnen (nach Länge, Dicke) - Zahlwörter benutzen (zählen können) - synchrones, verkürztes Zählen (Abzählen der Zahlbilder beim Spielwürfel) - resultatives Zählen (Addieren mit Gegenständen) - Anwenden von Zahlwissen (einfaches rechnen, zB subtrahieren)
- HRT 1-4 + Dimensionen Heidelberger Rechentest > Erfassung mathemat Basiskompetenzen von Ende der 1. bis Anfang 5. Klasse; Gruppentest; in Schulklassen 50-60 min, Einzeltest 45 min; (Speed-Test, lehrunabh) Rechenoperationen Numerisch-logische, räumlich-visuelle Fähigkeiten
- HRT 1-4 Bewertung + vgl. mit Pisa mathemat Kompetenzen in allg Entwtests, Schulleistungs-, Intelligenztests > lieber Breitbandverfahren wählen, außer besonderes Interesse an mathemat Fähigkeiten im Vgl zu PISA weniger Text, mathematikspezifischer
- Identität wie Menschen sich selbst in ihrer Entw in der Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt wahrnehmen und verstehen Merkmale: Geschlecht, Alter, soz Herkunft, Ethnie, Nationalität, Religion, Gruppenzugehörigkeit, Beruf, Status, persönl Eigenschaften, Interessen, Kompetenzen, Überzeugungen, Werte
- Identitätsentw Herausforderungen bestehen in Ausbalancierung von Kontinuität und Veränd der eigenen Person, in der Aufg, sowohl einzigartig als auch gleich wie andere sein zu wollen Identität angepasst an wechselnde Lebensbedingungen
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- FISI + Bewertung Flensburger Identitätsstatus Interview halbstrukturiertes Interview für Erwachsene von Haußer (2007) Bewertung: keine Infos zu üblichen Gütekriterien; aufwendig, qualitative Forschung, Transkriptionen notwendig; bei Mixed-Method-Ansätzen mgl, Ergebnisse zusätzlich zu quantifizieren z.T. recht private Fragen, aber bei Identität kaum vermeidbar Freizeitbeschäftigungen, Interessen, Religion, Werte, Verein, Urlaub ergänzbar
- FISI-Leitfaden 0-1 0 Einstieg: Biographie 1 Ausbildung/ Berufstätigkeit: wann für Beruf entschieden, warum, welche anderen Mgl; Einfluss von Eltern/ Bezugspersonen auf Beruf, was denken sie darüber; bereit Berufsweg zu wechseln, wenn sich anderes bietet; Zufríedenheit
- FISI-Leitfaden - 2 politische Überzeugung bevorzugte polit Richtung, wählen gehen?, wann/ wie polit Überzeugung entstanden; Einfluss von Eltern; polit aktiv, Organisationen/ Leserbriefe/ Demos?; polit Themen, die besonders bewegen; was müsste passieren, damit polit Meinung sich ändert
- FISI-Leitfaden - 3 Freundschaft/ Partnerschaft: wie viele Personen leben/lebten in ihrem Haushalt; dezeitige Partnerschaft > zufrieden? warum; Einfluss der Eltern auf Vorst/ Praxis des Zslebens von Menschen; was müsste geschehen, damit sie jetzige Beziehungssituation ändern
- FISI-Leitfaden - 4 Heimat/ regionale Identität: was bedeutet Heimat (in versch Versionen, auf Fragen bezogen), besitzen sie Heimat?; früher andere Heimat?; zugehörig zu Gegend/ Volksgruppe/ best Kultur/ Sprache; Einfluss der Eltern; was müsste geschehen damit sie neue Heimat haben
- FISI-Leitfaden - 5 Bedeutsamkeit der Identitätsbereiche wie würden sie vorhergehende 4 Bereiche in persönl Bedeutung gewichten? Wechselwirkungen zw genannten Bereichen? denken an wichtige Veränd ihrer Orientierung in einem der 4 Bereiche > Auswirkungen auf andere? warum?
- Schulfähigkeitsdiagnostik - einschulungszeitpunkt, Bezugsgruppe traditionell: Schulreife; basiert auf biolog Reifungstheorien heute: Schulfähigkeit, lässt Genese (Entw) offen Kinder einschulen, wenn durch Entwstand bereit, schulische Anforderungen erfolgreich zu bewältigen > gemäß Entwstand einer optimalen Umwelt zuordnen >> führte zu allg Anhebung des Einschulungsalters Schulfähigkeit abh von Merkmalen des Kindes + Schule (Bereitschaft, Fähigkeit mit Fähigkeitsheterogenität umzugehen) bezugsgruppenbezogene Einschätzungen > relativ viele Kinder einer Region weit entwickelt, dann Kind mit eig durchschnittlichem Entwstand als weniger entwickelt beurteilt
- das ökolog Schulreifemodell nach Nickel 1990 Schulreife beeinflusst durch Gesamtgesellschaftl Hintergrund, Schule, Schüler & weitere Umwelten gesamtgesellschaftl Hintergrund: allg Ziel-, Wertvort, soz/ ökonom Strukturen, Einst zum Leistungsvorhaben Schule: Schulsystem, allg Anforderungen (Lehrplan), spezielle Unterrichtsbed (Organisation des Lernens, Unterrichtsstil) Schüler: körperl Voraussetzungen (Entw-, Gesundheitszustand); geistige Voraussetzungen, Wahrnehmung, Lernen, Denken; motivationale/ soz Voraussetzungen, Anstrengungsbereitschaft, Verhalten in Gruppe weitere Umwelten: vorschulische (Struktur, pädagogische Konzeption), familiäre (soz Situation, Anregungsgehalt)
- Schulfähigkeit /-Einführung in der Praxis + Redshirting? in Berlin (5;6) & Bayern (5;10) in letzten Jahrzehnt schrittweise Einschulungsalter vorverlegt > in allen Ländern, Tendenz, Rückstellungen zu reduzieren empirische Studien: Schulbesuch = fähigkeitsförderlich (einschließlich schulferner Intelligenz) aber: relativ jüngere Kinder benachteiligt in Mgl, auf Gymnasium zu kommen (weniger weit entwickelt, etwas schlechtere Schulleistungen) > Redshirting (spätere Einschulung, um durch höhere Reife Vorteile zu haben) zu frühe Einschulung: Überforderung; zu spät: Unterforderung
- GSS + Bewertung Göppinger sprachfreier Schuleignungstest; Einzel- & Gruppentest (Kleiner & Poerschke, 98) Untertests prüfen Fähigkeiten, Lern- und Leistungsbereitschaft, Arbeitshaltung; 40-45 min Bewertung: gut brauchbar, mündl Sprachausdruck bei Schuleingangsuntersuchungen + medizin Untersuchungen (Sehen, Hören) unversichtbar
- GSS Skalen 1. Formauffassung/ Unterscheidungsvermögen (Vorläuferfähigkeit zum Lesen; ein bestimmtes Bild aus vier vorgegebenen herausfiltern) 2. Feinmotorik (Vorläuferfähigkeit zum Schreiben; Bild ergänzend bemalen) 3. Erfassung von Größen-, Mengen-, Ordnungsverhältnissen (Grundlagen von Zählen und Rechnen; Bilder mit Perspektive) 4. Beobachtungsgabe 5. kritisches Beobachten (in Kamm fehlt ein Stäbchen) 6. Konzentrationsfähigkeit; 7. Merkfähigkeit; 8. bildliche Gegenstandserfassung & Situationsbeurteilung 9. Sprach- und Inhaltserfassung; 10. Hinweise auf den allg Entwstand
- Faktorenanalyse - Arten explorative Faktorenanalyse: keine Vorgabe einer Faktorenstruktur konfirmatorisch: Faktorenstruktur, Prüfen, ob mit Daten zu vereinbaren - sinnvoller für Überprüfung der Dimenstionalität und faktorielle Validität von Testverfahren (bereits Annahmen über Anzahl der Faktoren, Ladungsmuster) theoret Begründung für Art an Variablen und Zshängen, die faktorisiert werden: konventionelle Standardmethodik - Hauptkomponentenanalyse, Faktorenanalyse mit Abbruchkriterium Eigenwerte >=1, Ausschluss fehlender Daten, Varimaxrotation
- Testnormen - Voraussetzung und Bsp Voraussetzung für Vglnormen: repräsentative Normierungsstichprobe; alternativ: kriteriale Norm, die inhaltlich zu begründen IQ, Prozentrang (in Mitte viele Personen, Prozentunterschiede zeigen Person zw 55 & 56% nicht so gut anstatt bei 1 & 2%), T-Wert, Standard-Wert (Z), z/d, Verteilung in %
- klassische Testheorie - Axiom 1 = Grundlage der meisten Tests Grundgleichung/ Axiom 1: Y = Tau + Epsilon > beobachtbarer (gleich manifester, gemessener) Wert (Y) = Summe aus unbeobachtbaren (gleich latenten, nicht gemessenen) Werten (wahrer Wert (Tau), Fehlerwert (Epsilon))
- klassische Testheorie - Axiom 2 E(Epsilon) = 0 > Erwartungswert des Fehlers ist null - Mittelwert unendlich vieler Messungen ist null je umfangreicher Messung, desto kleiner der relative Anteil des Fehlers an Messwert Fehler = unsystematisch E(Y) = wahrer Wert (Tau)
- klassische Testheorie - Axiom 3 Cov (Tau, Epsilon) = 0 Kovarianz von wahrem Wert und Fehler = 0 - Bsp: Personen mit hoher Intelligenz haben bei Messung den gleichen Fehler wie die mit mittlerer oder niedriger Cov (Tau1, Epsilon2) = 0 Bsp: wahrer Wert der heutigen Messung hat mit Fehler in 2 Monaten nichts zu tun
- klassische Testheorie - Axiom 4 Cov (Epsilon1, Epsilon2) = 0 Fehler zweier versch Messungen sind unkorreliert Bsp: Feherl heutiger Messung hat mit dem in 2 Monaten nichts zu tun Cov (Y1, Epsilon2) = 0 Bsp: Messwert heutiger Sitzung hat mit Fehler in 2 Monaten (im anderen Item; in anderer Testhälfte; im Paralleltest) nichts zu tun
- Empirische Bestimmung der Reliabilität Konsistenzanalyse (Cronbach-alpha) Testhälftenkorrelation Retestkorrelation Paralleltestkorrelation
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