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Entwicklung (Fach) / Entwicklungsdiagnostik (Lektion)
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- Spearman-Brown-Formel + Voraussetzungen relevant für Reliabilitätsbestimmung über Testhalbierung, da die Korrelation zw Testhälften nur die Reliabilität dieser Hälften (nicht des Gesamttests) ist Voraussetzungen: 1. Tau-Äquivalenz, 2. Fehler unkorreliert, 3. gleiche Fehlervarianzen
- Vertrauensintervall um individuellen Messwert (oder Konfidenzintervall) bzgl Messgenauigkeit je weniger reliabel (messgenau) ein Test, desto größer der Bereich der Unsicherheit um einen Messwert (= Unsicherheitsintervall) messgenauer Test (Reliabilität r>.90): mit 95% Wahrsch liegt wahrer Wert sehr eng an unserem Messwert sehr messungenauer Test (r<.70): Mit 95% Wahrsch liegt wahrer Wert in einem sehr weiten Bereich um unseren Messwert Wollen wir 99% (anstatt 90%) Sicherheit, ist das Vertrauensintervall größer > Irrtumswahrsch bei 1 % (10%), d.h. mit 1% Wahrsch liegt wahrer Wert noch außerhalb des Intervalls Annahme für Berechnung: Fehler um den Messwert sind normalverteilt
- probabilistische Testtheorie oder Item-Response-Theorie (IRT) beobachtete Itemantworten = messfehlerbehaftete Indikatoren für eine kontinuierliche (metrische) latente Personeneigenschafts-Variable (wie gut und welche Rückschlüsse können aus Verhalten gezogen werden? > auf Einstellung)
- probabilistische Testtheorie oder Item-Response-Theorie (IRT) Rasch-Modell, 1960 Lsgwahrsch eines Items abh von Fähigkeit einer Person (Wert der Person auf latenter Variable) und Schwierigkeit eines Items zw lantenter Fähigkeit und Antwortverhalten besteht funktionale, prohabilistische, nicht lineare Beziehung siehe Diagramm S 38
- Hochbegabung individuelles Fähigkeitspotential für Leitungsexzellenz in einer oder mehreren Domänen (Leistungsbereich zB Sprachen, Mathe, Sport); klassischer Grenzwert: IQ 130 Underachiever: hochbegabter Minderleister
- Wozu Hochbegabungsdiagnostik individuelle Förderung, Beratung (bei Schulproblemen durch Unterforderung) Talentsuchen, Schulauswahl, wissenschaftl Studien
- Begabung vs Fähigkeit manifesten Leistungen zugrunde liegende, anlagebedingte, nicht direkt erkennbare individuelle Potentiale Begabung: Konnotation von "besonders befähigt aufgrund von in der Person angelegten Merkmalen", "mitgegeben, nicht erarbeitet", "angeboren", "Anlage", "sich nicht unbedingt in Leistung zeigend"
- Münchner Hochbegabungs-Leistungs-Modell Unterschiedung von Begabungs-/ Fähigkeitsfaktoren, Persönlichkeits-, Umweltmerkmalen, die zs zu Exzellenz in versch Leistungsbereichen führen können Kurt Heller 2001
- Münchner Hochbegabungs-Leistungs-Modell nichtkogn. Persönlichkeitsmerkmale Stressbewältigung, Leistungsmotivation, Arbeitsverhalten, Aufmerksamkeit/ Konz., Prüfungssorgen/ Ängstlichkeit, Kausalattribution
- Münchner Hochbegabungs-Leistungs-Modell Leistungsbereiche Sprachen, Mathe, Naturwissenschaften, Technik, Info, Schach, Kunst, soz Beziehungen, Sport
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- Münchner Hochbegabungs-Leistungs-Modell Umweltmerkmale fam Lernumwelt, Familienklima, Instruktionsqualität, Schulklima, krit. Lebensereignisse
- Münchner Hochbegabungs-Leistungs-Modell Begabungsfaktoren intellektuelle, kreative, künstlerische Fähigkeiten, soz Kompetenz, Musikalität, Psychomotorik, praktische Intelligenz
- Münchner Hochbegabungstestbatterie (MHBT) für Grundschule und Sekundarstufe ab Klasse 5; Zsstellungen versch Einzeltests, Checklisten (für Lehrkräfte, erstes Screening) Heller und Perleth 2007
- MHBT - Checklisten zur (Grob) Einschätzung versch (Hoch) Begabungsformen durch Lehrkräfte Klasse 1-12 Checkliste zur Intelligenz: Denk-, Lernfähigkeiten, Allgemein-, Spezialwissen usw zur Kreativität: schöpferisches Denken, Originalität zur Musikalität: akustische Sensibilität, Tonhöhenunterscheidung zur Sozialbegabung: Kooperations-, Konfliktlsgfähigkeit, Leadership zur Psychomotorik: Handgeschicklichkeit, Körpermotorik
- MHBT > KFT-HB 3+4 Klasse 3 und 4 Wortschatz; Wortklassifikationen: verbale Denkfähigkeit Mengenvergleiche; Gleichungen bilden: quantitativ-mathematische Denkfähigkeit Figurenklassifikation; -analogien: nonverbale (figurale) Denkfähigkeit Gesamtleistung: kognitives Fähigkeitsniveau (Intelligenz)
- MHBT > KFT-HB 5-12+ Sowie KFT-HB 3+4 Testbezeichnung: Erfassungsdimension Klasse 5 bis 12+ Wortschatz; Wortklassifikationen: verbale Denkfähigkeit Mengenvergleiche; Gleichungen bilden: quantitativ-mathematische Denkfähigkeit Figurenklassifikation; -analogien: nonverbale (figurale) Denkfähigkeit Gesamtleistung: kognitives Fähigkeitsniveau (Intelligenz)
- MHBT-Inventar für die Primarstufe (MHBT-P) Klassen 1-4 Kreativitäts-Fragebogen: Originalität, Flexibilität sozialer Kompetenz-Frageb: soz Kognitionen Leistungsmotivations-Frageb: Erfolgszuversicht vs Misserfolgsangst Arbeitsverhaltens-Frageb: Aufmerksamkeit, Denkabläufe Kausalattributions-Frageb: Erfolgs- vs Misserfolgsattributionen
- MHBT-Inventar für Sekundarstufe (MHBT-S) Klassen 5-12+ Abwicklungsauf: räumliches Vorstvermögen Spiegelbilder: räuml Wahrnehmen, Denken Physik-/Technik-Aufg: Physik.-techn Problemlöseaufgaben Kreativitäts-Frageb: Originalität, Flexibilität sozialer Kompetenz-Frageb: soz Kognitionen Interessen-Frageb: Interessen-Präferenzen Fragb des Erkenntnisstrebens: "Wissensdurst" als Basismotiv Leistungsmotivations-Frageb: Leistungsstreben Arbeitsverhaltens-Frageb: Ausmerksamkeitssteuerung Schulklima-Frageb: Aspekte des Schul- bzw Klassenklimas Familienklima-Frageb: Aspekte des Fam.klimas
- BIS-HB - S.114! + Bewertung Berliner Intelligenzstrukturtest für Jugendliche von Jäger, Holling, Preckel, Schulze, Vock, Süß, Beauducel (2006); ab 12,5 Jahren, Dauer: 140 min, Kurzform: 55 min Berliner Intelligenzstrukturmodell: insgesamt: g - Allgemeine Intelligenz Operationen (K Verarbeitungskapazität, E Einfallsreichtum, G Gedächtnis, B Bearbeitungsgeschwindigkeit) und Inhalte (F Figural-bildhaft, V verbal, N numerisch) Bewertung: gut brauchbares Verfahren, theoretisch überzeugender Hintergrund; nur kogn Fähigkeiten; MHBT ist breiter
- BIS-HB - Operationen und Inhalte OPERATIONEN: Bearbeitungsgeschw: Arbeitstempo, Auffassungsleichtigkeit, Konzkraft Verarbeitungskapazität: Verarbeitung komplexer Infos bei Aufg, die nicht auf Anhieb zu lösen, sondern Heranziehen, Beziehungsstiften, formallogisches Denken, sachgerechtes Beurteilen von Infos erfordern (=Intelligenz) Merkfähigkeit: Aktives Einprägen, kurzfristiges Wiedererkennen oder Reproduzieren von verschartigem Material Einfallsreichtum: flexible Ideenproduktion, Verfügbarkeit vielfältiger Infos, Reichtum an Vorstellungen INHALTE: verbal: sprachgebundenes Denken numerisch: zahlengebundenes Denken figural: anschauungsgebundenes, figural-bildhaftes Denken oder räuml Vorst
- Diagnostischer Prozess (Hochbegabung) Screening- und Testverfahren kombiniert Gefahr, wenn Vorauswahl ohne Tests: Underachiever übersehen
- Schulleistungsdiagnostik nicht Leistung der Schule, sondern Leistung der Schüler starke Überlappung mit Intelligenz, insbesondere bei schulnahen Intelligenzskalen
- Fähigkeit vs Leistung Leistung = Ergebnis eines Leistungstests oder in lebensweltlich bedeutsamen Aufgabe (Klassenarbeit) Leistungsergebnis für sich stehend wenig wissenschaftlich interessant > in Interpretation als Indikator für Fähigkeit bedeutsam Fähigkeit und Leistung empirisch nicht exakt abgrenzbar das klassische Performanzmaß Schulleistung, mit Lehrerureil oder Tests gemessen, erlaubt Rückschlüsse auf Fähigkeiten
- Determinanten der Schülerleistung für singuläre Leistungen (Klassenarbeit) sind noch situationsspezifische Faktoren wie investierte Lernzeit relevant individuelle, genet - familiäre - schulische, unterrichtliche - kulturelle, gesellschaftl, polit Determinanten <> schulnahe kogn Fähigkeiten <> Schülerleistung > alle wechselwirken
- Lehrerurteile vs Leistungstests übliche Indikatoren schulisch-kogn Fähigkeiten sind Leistungen, festgestellt in Form von Klassenarbeiten und dokumentiert in Zeugnissen Probleme: objektive Rückmeldung vs pädagogische Fkt; Lehrer-, klassen-, schulen-, schulformspezig Referenzrahmen
- Normen bei Lehrerurteilen und Leistungstests soziale Norm: Vgl mit Mitschülern einer Klasse kriteriale oder inhaltl Norm: Vgl mit inhaltl Kriterien ipsative oder individuelle Norm: mit früheren Leistungen eines Schülers verglichen formale Norm: Vgl mit vorgegebenen Verteilung einer Notentabelle (ähnlich soz Norm)
- Urteilstendenzen (zu vermeidende Verzerrungen) Erwartungen Halo- (von bekannten Eigenschaften einer person auf unbekannte schließen, auch Hof-Effekte) implizite Persönlichkeitstheorien Positionseffekte weiteres: Verzerrungen aller Art, zB Zuschreibung hoher Fähigkeiten bei Eltern mit akademischem Hintergrund
- Urteilstendenzen - Erwartungen Pygmalioneffekt, ein anderer Mensch (Schüler) passt sich in seinem Verhalten dem an, wie es von der soz Umgebung (Lehrer) erwartet kleine Effekte mit d=0,07 bis 0,17
- Urteilstendenzen - Halo-/ Hof-Effekte auffälliges Merkmal bestimmt Wahrnehmung auch anderer Merkmale guter Schüler in Deutsch bekommt auch eher gute Mathenote
- Urteilstendenzen - implizite Persönlichkeitstheorien Annahmen der Lehrerin beeinflussen ihre Benotung, etwa Mädchen sind gut in Sprachen und haben Notenbonus
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- Urteilstendenzen - Positionseffekte Prüfling nach einem schlechten Schüler erhält Bonus
- Fächerähnlichkeiten und Struktur von Schülerleistungen - siehe S. 122 Dendrogramm (graph Darst der Clusterbildung bei Einsatz von Clusteranalysen) schulischer Fächer nach deren Noten > Ergebnis einer Clusteranalyse (statistisches Verfahren zur Gruppierung von Objekten) Geschichte + Gesellschaftswissenschaften --- Bio/ Chemie + Erdkunde ------ Deutsch + Englische --- Lat/ Frz/ Grie ------ Math/ Info + Physik ------ Religion/ Ethik + Kunst --- Musik
- Gründe für Fächerähnlichkeiten ähnliche Themen > ähnl kogn Anforderungen durch gl kogn Fähigkeiten ähnl Themen > gl Interessen, Motivation, Aufmerksamkeit Lehrer in best Fächern identisch fl allg Determinanten (Intelligenz, Arbeitshaltung, Geschlecht etc) Haupt- oder Nebenfachstatus > Relevanz eines Faches (Anstrengungsbereitschaft ähnl) (mittlere Korrelation r=.66 über Sprachen, Mathe-Physik, Natur-, Geisteswiss., Musik/Kunst über Schülermittelwerte versch Klassenstufen)
- mündliche Prüfungen verbessern durch: nur die Bewertung der mündl Leistung - alles, was über schriftl Leistungen oder Tests bewertbar, sollte nur diesen entnommen Hinzuziehung mehrerer Bewerter, Prüfer; versch Prüfer stellen in Inhalt und Form versch Fragen, decken so breiter das zu bewertende Leistungsgebiet ab - Mittelwert der Einschätzungen versch Bewerter ist messgenauer als ein Wert eines Bewerters Systematisierung: vorbereitete, ähnl Fragen, Anforderungen, Kriterien für alle Prüflinge; Checkliste zur Abstützung der Urteilsbildung; Anfertigunge eines schrifl Protokolls
- schriftliche Prüfungen Inhalte, Schwierigkeit, was wird geprüft, Merkmale von Großprüfungen, Kommunikation der Ergebnisse Aufg sollen zentrale Inhalte des Stoffes abdecken; Prüfungsinhalte, Aufgschwere, Prüfungsformen müssen symmetrisch zu Bildungszielen sein Aufgabenschwierigkeit sollte ansteigen Prüfungsinhalte, -form beeinflussen Lernstrategien (Tiefen- oder Oberflächenlernen) - Prüfungen sollten Wissen in versch Formen (Reproduktion bis Anwendung) und Denken erfassen komplexe Wissensstrukturen, Argumentationen, Verständnis, Denkwege, Begründungen, sprachl Kompetenz, Präsentationstechniken oder praktische Kompetenzen prüfen Großprüfungen aus Ökonomiegründen oft Multiple-Choice-Aufg - hohe Objektivität (auch durch zentrale Auswertung) Ergebnisse sind entwförderlich und realistisch rückzumelden
- PISA-Lesekompetenz: Aufgabe "Tschadsee" gegeben: Verlaufsgraphik mit Wasserständen + Zeittafel mit Tierarten, die auf Felsmalereien auftauchen gefragt: heutige Tiefe des Tschadsees, zeitl Beginn des Diagramms, Grund für diesen Beginn, Grund für Präsentation der Tier-Zeittafel, Zshang Wasserstand und Tiervorkommen erfolgreiche Bearbeitung der Lese-Aufgabe mit kaum gelerntem spezifischem Vorwissen kogn Anforderungen: Infos finden, Verb herstellen, schlussfolgerndes Denken, Passung/ Konsistenz/ Kohärenz vs Widerspruch bestimmen starke Ähnl mit Anforderungen von Intelligenztests versch Inhalts Kenntnisse der Testsprache + kogn Aspekte von Empathie
- PISA-Mathematik Aufg "Geschwindigkeit eines Rennwagens" + weitere gegeben: Verlaufskurve einer Geschwindigkeit Fragen: Längen der Strecke bestimmen, Geschwkurve, Streckenkm in Beziehung setzen, Verlaufskurve interpretieren, plausibler Streckenverlauf aus versch Vorgaben heraussuchen Lsg: Abb verstehen, aus kurzem Text Infos entnehmen, Schlussfolgerungen ziehen; Beherrschung der Testsprache Aufgabe "Äpfel": mathematik-spezifischere Aufg mit Rechnungen, Formelanwendung Aufgaben "Dreieck" und "Bauernhof": ohne schulspezifisches geometrisches Wissen nicht lösbar (Winkel, Flächenberechnungen) in PISA-Aufg variiert Schwierigkeit zw allg mathemat Wissen und speziellem Formelwissen spezif Mathematik-Wissensanteil eher gering (30%)
- PISA - Naturwissenschaft Aufg "Semmelweis": Geschichte der Entdeckng des Zshangs zw Leichensezierung, ausbleibendem Waschen der Hände durch Ärzte, Entbindung durch diese Ärzte, Fieber der Wöchnerinnen und anschließenden Tod geschildert Argumentation, warum Erdbeben als Ursache für Kindbettfieber nicht in Frage; Idee von Semmelweis wiedergeben; Begründung, warum hohe Temp beim Waschen das Fieberrisiko minimiert; Ursache für heute nachlassende Wirkung von Antibiotika (letzte 2 Fragen nicht mit Text beantwortbar - Allgemeinbildung, Schul-, Weltwissen) tw unter Lesefähigkeit subsumierbar > Infoentnahme + schlussfolgerndes Denken spezifisch naturwissenschaftl Aspekte in Inhalt, Aufgstellung, Anforderungen eher gering, große Überlappungen zu Leseaufg und Mathematik
- Bewertung PISA-Aufgaben in verbalen, quantitativen, naturwissenschaftl Teilen meist schulfern; nicht auf Curriculum bezogen messen unterschiedlich schulferne und -nahe kogn Fähigkeiten, zw versch Skalen sind Anforderungen einander sehr ähnlich
- HST 4/5 Hamburger Schulleistungstest für 4. und 5. Klassen von Mietzel, Willenberg, Poerschke, Peek (2001) für Schullaufbahnentscheidungen misst Sprach-, Leseverständnis, Rechtschreibung, Umgang mit graphisch und tabellarisch kodierten Infos (Infoentnahme aus Karten, Tabellen, Diagrammen); Mathematik Gruppentest, mgl Parallelformen, ca 2h
- HST 4/5 Dimension - Testskala - Beschreibung Sprachverständnis: Wörter > zu Zielwort richtiges Synonym aus 4 Anwortmgl, Wortwissen; Sätze > Grammatikfehler finden Leseverständnis: Fips, Juan, Mücken, Kerzen > Infoentnahme, Verstehen, Beurteilen, Bewerten des Gelesenen, Schlussfolgern, Absichten erkennen - nicht lesen an sich, sondern verstehen Rechtschreibung > Fehler finden in 307-Wörter-Text, passives Rechtschreibwissen Infoentnahme aus Karten, Tabellen, Diagrammen: Stadtplan, Straßenkarte > Finden, Verstehen grafisch dargestellter Infos, Kartenverständnis, Orientierung, räuml Vorstvermögen, Wege finden; Diagr, Tabellen > Finden, Verstehen von Infos, etwas Mathe, Lesen Mathematik: Zahlenverständnis > Zahlen kennen, verstehen; Rechnen > Rechenoperationen; Größen > Rechenoperationen, Maßeinheiten
- HST 4/5 Bewertung Reliabilität: innere Konsistenz, mittlere bis hohe Reliabilität Cronbach-alpha abh von Anzahl der Items und Ähnl der Aufg Validität: hohe negative Korrelation mit Notenschnitt Hohe Korrelation mit Leistungstestergebnis in 6./7. Klassenstufe
- Diagnostik von Teilleistungsstörungen = Defizite in begrenzten Fktbereichen, die trotz hinreichender Intelligenz, üblicher Förderung sowie körperl und seelicher Gesundheit auftreten internationale Klassifikation psych Störungen: "Umschriebene Entwstörungen schulischer Fertigkeiten" = Lese-, Rechtschreib-, Rechenstörungen
- Normalitätsannahme Teilleistungsstörungen nicht auf allg Intelligenzminderung, mangelnde Lerngelegenheiten, starke Umweltdeprivation, spezif Sprachprobleme (Migrationshintergrund), sensorische Schwächen oder neurolog Störung zurückführbar
- Dikrepanzannahme bedeutende Differenz zw allg Intelligenzniveau und spezif Teilleistung > mind eine bis zwei Standardabweichungen unter Mittel der Altersgruppe Defizite im Sprechen, Spracherwerb, in motorischer Entw, visuell-räuml Vermögen, Aufmerksamkeit (ADS, ADHS) und Gedächtnis unter Konzept Teilleistungsstörungen gefasst
- LRS - Kriterien Lese- und Rechtschreibstörung (-schwäche) Unterrichtsdiskrepanzkriterium (trotz Unterricht) Intelligenz~ (trotz durchschnittl Intelligenz) Gesundheits~ (trotz Gesundheit) Alters~ (trotz angemessenen Alters) Ausschlusskriterien sowie Einschlusskriterien
- LRS - Diagnose benötigt Messung des Ausmaßes der Fertigkeiten der jeweils vermuteten Störung, die Messung der Intelligenz, Untersuchung neurolog, psychiatrischer, umweltlicher Aspekte zum Ausschluss von alternativen Störungen und Ursachen Diagnostik ab Ende 2. Klasse (Lesen, Schreiben gelernt) Lese-Rechtschreibstörungen spielen in Praxis, Wissenschaft größere Rolle als seltenere Rechenstörungen (Auftretensraten bei 5% vs 1%)
- LRS - Ausschlusskriterien kein unterbrochener oder fehlender Schulbesuch, keine unangemessene Unterrichtsqualität, keine gesundheitl oder psych Probleme wie Hörstörungen
- LRS - Einschlusskriterien verzögerter Sprechbeginn, eingeschränktes Sprachverständnis, Sprechschwierigkeiten, Probleme beim Erkennen von Reimen und Silben
- Probleme beim Vorlesen Auslassen, Ersetzen, Verdrehen, Hinzufügen von Worten/ Wortteilen niedrige Lesegeschwindigkeit Startschwierigkeiten beim Vorlesen, langes Zögern, Verlieren der Zeile im Text, ungenaues Phrasieren Vertauschen von Wörtern im Satz oder Buchstaben im Wort