Psychologie (Fach) / Diagnostik I (Lektion)

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Diagnostik I Psychologie UUlm

Diese Lektion wurde von JudithHirsch erstellt.

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  • Was ist die biserale Methode? Hierbei wird ein Kontinuum künstlich dichotomisiert (natürlich normalverteilt)
  • Was passiert bei einer Falscheinschätzung einer Biseriale vs. punkbiseriale Methode falls fälschlicherweise biseriale Korrelation → Überschätzung der Trennschärfe bei extremer Schwierigkeit immer größerfalls fälschlicherweise punktbiseriale Korr. → Unterschätzung der Trennschärfe bei extremer Schwierigkeit immer kleiner
  • Wann ist Objektivität gegeben? Wenn die Standardisierung des gesamten Tests gelingt
  • Was meint die Auswertungsobjektivität? Die Zuordnung von Verhalten zu Zahlen/Kategorien
  • Was meint die Durchführungsobjektivität? - Maximale Standardisierung der Testsituation- äußere Umstände der Testung
  • Was meint die Interpretationsobjektivität? Inhaltliche Deutung, am besten durch eine Anforderungsprofil
  • Auf was sindObjektivitätsminderungen zurückzuführen? Auf Fehlervarianzquellen die auf Mängel der Durchf. Ausw. + Interpr. beruhen^
  • Objektivität als spezifischer Aspekt der Reliabilität Logik und empirische Bestimmung der Objektivität als spezifischen Aspekt der Reliabilität weisen keine Unterschiede zum zum allgemeinen Reliabilitätskonzept auf!
  • Was ist die Reliabilität? Grad der Verlässlichkeit von Testergebnisse in KTTje weniger konstrunktive Mängel ein Test aufweist + je besser Störquellen minimiert werden, umso verlässlicher ist das Ergebnis.→ wenn die beobachteten Messwerte absolust verlässlich sind (Rel=1), dann korrelieren die beobachteten Werte mit den Wahren mit 1!
  • Was ist ein Standardmessfehler? Grad der Abweichung beobachteter Werte von den wahren Werten kann durch Standardmessfehler bestimmt werden
  • Reliabilität (Formel mit Varianz) Reliabilität = Anteil der wahren Varianz an Gesamtvarianz
  • Was gibt es für Reliabilitätsarten? - Retest-Verfahren - Paralleltest- Interne Konsistenz- Split-Half- Testverlängerung (Spearman-Brown)
  • Retest-Verfahren erklären + Kritik Retest-Reliabilität bezeichnet den Grad der Übereinstimmung der Testergebnisse bei denselben Probanden mit demselben Test.Kritik: Stabilität d. Merkmals vorrausgesetzt, Lerneffekte^
  • Interne Konsistenz erklären Die Reliabilitätsmessung erfolgt intern, d.h. jedes Item wird mit jedem anderen Item korreliert. Methode intervallsk. → Cronbachs alpha → Interne Konsistenz umso höhre, je geringer Summe der Itemvarianzen im Vergleich zur Testvarianz
  • Paralleltest Denselben VPn werden zwei stark ähnelnde Test vorgelegt.
  • Split-Half-Verfahren Bei dieser Variante wird ein Test in zwei Hälften unterteilt, jede Hälfte ist der Paralleltest des anderen. →erfasst lediglich die Reliabilität des "halben Tests", wird deswegen oft durch SpearmanBrownFormel korrigiert
  • Interrater-Reliabilität Zum gleichen Zeitpunkt/in Bezug auf gleiches Objekt ermittelte Übereinstimmung zwischen Ratern.→Cohens Kappa
  • gute Definition von Validität In wie fern ist das Merkmal das gemessen werden soll kausal für die in Frage stehenden Merkmalsunterschiede
  • Engere vs. weitere Fassung der Definition von Inhaltsvalidität Engere Fassung: inhaltsvalide, wenn Items für fragliches Itemuniversum repräsentativ sindWeitere Fassung: Inhaltsvalide, wenn provoziertes Verhalten repräsentativer Ausschnitt aus Verhaltensuniversum
  • Was ist die Schätzfehlervarianz? Die mittlere quadrierte Abweichung der Kriterienwerte C von den per Regression geschätzen Erwartungswerten c∞
  • Formel für den Standardmessfehler se=sx√1-rtt2
  • Formel Attenuationskorrektur rt∞/c∞=∑t*c/N*St∞*Sc∞
  • Spearman-Brown-Formel: rkc=rkc√k/1+(k-1)*rtRel(k*l)=k*Rel/1+(k-1)*Rel
  • Was meint der Variabilitätseffekt auf die Validität? Bestimmung der Gültigkeit an ausgelesener Stichprobe bestimmen.→ eventuell wird in der Stichprobe nur ein Ausschnitt der Populationsverteilung dargestellt (z.B. durch Extremgruppen)→ das Ausmaß der Fehleinschätzung kann über Gleichsetzung der Standardschätzfehler für eine irrepräsentative Stichprobe und die Population abgeleitet werden.Formel: Ptc=√1+ s²c/σ²c*(r2tc-1)
  • Was ist die curriculare Validität? Erweiterung der Inhaltsvalidität, dient zur Feststellung von Lernzuwachs (Bsp.: wird zwischen 2 inhaltsvaliden Tests nach Beschulung Lernzuwachs festgestellt, so st der Test curriculum valide)
  • Was ist inkrementelle Validität? Validitätsgewinn, den der Test zur Erhöhung der Gesamtvalidität beiträgt
  • Was ist der Suppressoreffekt? Der Suppressoreffekt meint, dass ein inkrementell valider Test nicht mit den sonstigen Kriterien korrelieren muss.
  • Was ist die Normierung? Normen sind Bezugseinheiten(Normdaten), anhand derer individuelle Testdaten mit Populationsdaten verglichen werden → ermöglicht, die relative Position eines Individuums im Vergleich der Population zu sehen.
  • Was gibt es für verschiedene Erhebungsmethoden? Zufallsgesteuerte Auswahl, Geschichtete Auswahl, Klumpenauswahl, Auswahl aufs Geratewohl
  • Wie funktioniert die zufallsgesteuerte Auswahl? - basieren auf wahrscheinlichkeitstheoretischen Modellen- für Testnormierung praktisch nicht realisierbar, da zu hoher Aufwand
  • Wie funktioniert die Geschichtete Auswahl? Population in Teilpopulationen unterteilt Streuung innerhalb der Schichten möglichst klein→ aus jeder Schicht wird best. Anzahl von Elementen per Zufall gezogen → proportional vs. disproportional geschichtet (wenn Normen für Unterschichten, dann kleine Schichten korrelieren) vs. optimale Schichtung (Genauigkeitsgewinn maximal vs. theoretisch am effizientesten) → je weniger Stichprobenfehler durch Schichtung verringert werden, umso größer die erfoderliche Stichprobengrüße→ je kleiner Varianz innerhalb und je größer außerhalb, desto kleiner ist die erforderliche Stichprobe
  • Wie funktioniert Auswahl aufs Geratewohl? Planlose Ziehung von VPn, die gerade zur Verfügung stehen. → unwissenschaftlich
  • Wie funktioniert die Klumpenauswahl? Klumpen als AuswahleinheitGenauigkeitsverlust umso größer, je geringer Varianz innerhalb und je größer Varianz zwischen Klumpen → falls zu geringe Varianz zwischen Klumpen → Klumpeneffekt
  • Über was macht erlaubt der BIS-4 eine Aussage? erlaubt eine differenzierte Diagnostik der Intelligenz von Jugendlichen & jungen Erwachsenen
  • Die 3 Kernannahmen des BIS-4 1) An jeder Intelligenzleistung sind alle intellektuellen Fähigkeiten beteiligt2) Intelligenzleistung und Fähigkeitskonstrukte lassen sich unter vers. Aspekte klassifizieren (Operationen und Inhalte)3) Fähigkeitskonstrukte sind hierarchisch strukturiert→ ist ein hierarchisches Modell
  • Was sind die Aspekte der operativen Fähigkeiten (nach dem BIS-4) Bearbeitungsgeschwindigkeit, Einfallsreichtum, Verarbeitungskapazität, Gedächtnis/Merkfähigkeit
  • Was sind die Aspekte der inhaltsgebundenen Fähigkeiten? (nach dem BIS-4) figural, numerisch, verbal
  • Verarbeitungskapazität (BIS-4) erklären Verarbeitung komplexer Infos bei schwierigen Aufgaben→ erfordern Zusammenhangsfinden, formallogisches Denken, sachgerechtes Beurteilen → Aufgaben sind nicht auf Anhieb zu lösen
  • Merkfähigkeit/Gedächtnis (BIS-4) aktives Einprägen und kurzfristiges Reproduzieren/Wiedererkennen
  • Bearbeitungsgeschwindigkeit (BIS-4) Aufgabenlösung von geringem Schwierigkeitsniveau (Arbeitstempo, Auffassungsleichtigkeit, Konzentrationskraft)
  • Sprachgebundenes Denken (BIS-4) Grad der Aneignung & Verfügbarkeit des Beziehungssystem Sprache
  • Zahlengebundenes Denken (BIS-4) Grad der Aneignung und Verfügbarkeit des Beziehungssystem Zahlen
  • Figural-bildhaftes Denken (BIS-4) anschauungsgebundenes Denken, Bearbeitung der Aufgaben erfordert figurales-bildhaftes Denken bzw. räumliches Vorstellen
  • BIS-4 Testkonstruktion, wie wurde die breite Gültigkeit sichergestellt? - von 2.000 auf 100 empirische Aufgaben reduziert- mit Parceltechnik Modalitäten gegeneinander ausbalanciert- Standardisierte Durchführung und Auswertung (Ausnahme E-Faktor → Kategorisierung notwendig)
  • BIS-4 Gütekriterien erfüllt? Objektivität: - Durchführungso. gewährleistet - Auswertungso. generell gewährleistet und durch einheitliche Kategorisierung auch bei E-Aufgaben hoch Reliabilität: - Interne Konsistenz → aufgrund Hereogenität der Skalen ungeeignet - Retest-Rel. & Paralleltest: liegen nicht vor Validität: - Konstruktvalidität: durch Faktorenanalyse u.ä. konnte Modellstruktur gezeigt werden / hohe Korr. zwischen BIS-4 und AG / zwischen kognitiven Aufgaben und allen BIS-Fähigkeiten - Kriteriumsvalidität: guter Zusammenhang mit Schulnoten, mittelmässig in Berufsschulnoten Normierung: - vorläufig ja, nicht bevölkerungsrepräsentativ, liegen vers. Alternormen aber keine bildungs-/geschlechtsspezifischen Normen vor.
  • Würdigung des BIS-4 ⊕- theoretisch fundiert- Einfallsreichtum wird berücksichtigt- abwechslungsreich, da nicht auf spezif. Aufgabentyp beschränkt/fokussiertΘ- Parceltechnik problematisch- Konfirmatorsiche Modelle, Wissen, Beziehung zum CHC??- Normierung muss verbessert werden!
  • Was ist das Prinzip der Multi-Trait-Determination? (IST2000R) Jede beobachtete Intelligenzeinstellung wird bedingt durch mehrere Faktoren bedingt
  • Wie ist die Testkonstruktion des IST2000R? Erfassung von - schlussfolgerndem Denken gf: Summenscor verbaler, numerischer und fluider Intelligenz- Wissen gc: Summenscore verbalem, numerischem und fluidem Wissen- Merkfähigkeit
  • Was beinhaltet die Verbale Intelligenz des IST2000R? Satzergänzungen, Analogien, Gemeinsamkeiten
  • Was beinhaltet die Numerische Intelligenz des IST2000R? Rechenaufgaben, Zahlenreihen, Rechenzeichen