BWL (Fach) / Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre (Lektion)

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  • Gegenstand der BWL Handlungsempfehlungen für das Wirtschaften in Betrieben, insbesondere-Entscheidungsprozesse in einem-privaten Betrieb im-marktwirtschaftlichen Wettbewerb
  • Wirtschaften Vorhandene (knappe) Mittel so einsetzen, dass ein möglichst großes Maß an Bedürfnisbefriedigung erreicht wird -> sorgsamer Umgang mit knappen Ressourcen
  • Betrieb planvoll organisierte Wirtschaftseinheit, in der Produktionsfaktoren kombiniert werden, um Güter und Dienstleistungen herzustellen und abzusetzen
  • drei Elemente betrieblicher Entscheidungen (1) Umweltzustände- intern bzw. extern gesetzte Begrenzungen, die sich innerhalb der Entscheidungssituation nicht verändern lassen- Schränken Handlungsspielraum(Alternativen) ein (2) Handlungsalternativen(Wahlmöglichkeiten)- Vorgehensweisen für die Problemlösung (3) Ziele(Zielsysteme)- erwünschte Zustände, Ergebnisse bzw. Wirkungen, die mit Hilfe von Entscheidungen erreicht werden sollen Bsp.: 1kg Nutella kostet nur 2,5 € statt 5 € für begrenzte ZeitA1: gesamten Jahresbedarf kaufenA2: immer nur 1 Glas kaufen, wenn Nutella leer ist 
  • Wirtschaftstheoretisch(traditionelle) bzw. Verhaltenswissenschaftlich fundierte BWL (1) Handlungsmotiv der Wirtschaftssubjekte(2) Handlungsweise der Wirtschaftssubjekte(3) Koordination betrieblicher Entscheidungen(4) UnternehmenszielWirtschatstheoretisch fundierte BWL: (1) Eigennutz (2) rational (3) Shareholderansatz (4) langfristige Gewinnmaximierung Verhaltenswissenschaftlich fundierte BWL: (1) Gemeinnutz (2) emotional (3) Stakeholderansatz (4) Zielkompromiss zwischen Stakeholdern
  • Stakeholder vs Shareholder Stakeholder: arbeitsteiliger Prozess, an dem verschiedene Personengruppen(Stakeholder) mitwirken- alle Anspruchsgruppen haben gleiche Partizipationsrechte- Interessenskonflikte werden gewaltfrei am "runden Tisch" ausgehandelt Shakeholder: - Vorrangstellung der Eigenkapitalgeber -> Träger der Leitungskompetenz-> Träger des Unternehmensrisikos- Interessensausgleich durch Vertragsvereinbarungen zwischen Stake- und Shareholdern- erhalten auch Anspruch auf Gewinn
  • Eigennutz vs. Gemeinnutz Ziele wirtschaftlichen Handelns:Individualismus: Jedes einzelne Wirtschaftssubjekt strebt nach Maximierung des EigennutzesKollektivismus: Eine Personenmehrheit strebt nach Maximierung des Gemeinwohls
  • homo oeconomicus (1) Jedes Individuum strebt nach maximalem Eigennutz(2) Extrinsische Anreize sind Auslöser wirtschaftlichen Handelns(3) Vollständige Information zur Beurteilung aller Handlungsalternativen(4) Entscheidungen nach dem Rationalprinzip-Kritik: diese Prämissen treffen auf tatsächliches Verhalten nicht zu  der "geläuterte" homo oeconomicus in aktueller BWL entscheidet sich für die Alternative, welche-bei begrenzt verfügbarer Information-objektiv oder subjektiv-emotional-den größten Nutzen erwartet
  • Langfristige Gewinnmaximierung vs.Gemeinwohlorientierung Argumente für langfristige Gewinnmaximierung:- funktionierender marktwirtschaftlicher Wettbewerb- Risikovorsorge zur Unternehmenssicherung- Metapher der "unsichtbaren Hand"- Sanktionsmechanismus des MarktesMarktversagen ist aber möglich, deshalb ORDNUNGSRAHMEN DER SOZIALEN MARKTWIRTSCHAFT(1) Privateigentum an den Produktionsmitteln(2) Markwirtschaftlicher Wettbewerb als Resultat des Prinzips der Vertragsfreiheit(3) Flankierende Gesetze als Ersatzregeln bei Marktversagen(4) Soziale Umverteilung durch öffentliche Haushalte
  • Normative BWL: Soll BWL Werturteile abgeben? Primäre Werturteile: Absolutes UrteilBewertung der ZieleBeispiel: Partizipationsrechte der Arbeitnehmer müssen gestärkt werdenGewinnmaximierung ist unmoralisch-> Ethisch-normative BWLSekundäre Werturteile:Abgeleitetes UrteilBewertung der MittelBeispiel:Wer Gewinne maximieren will,-darf das ökonomische Prinzip nicht verletzen-darf auf eine Wirtschaftlichkeitskontrolle nicht verzichten-> Praktisch-normative BWL
  • Wirtschaftstheoretische und verhaltenswissenschaftliche BWL(2) (1) Methodologischer Ansatz (2)Untersuchungsperspektive (3)Individualziel (4)Koordinationsmodell (5)Verhältnis der Anspruchsgruppen (6)Lösung von Interessenskonflikten (7)Unternehmensziel (8)Bezug zum marktwirtschaftlichen Wettbewerb (9)WerturteilsfrageWirtschaftstheoretische BWL (1) Methodologischer Individualismus(2) Wirtschaftssubjekte im marktwirtschaftlichen Wettbewerb(3) Leistungsanbieter und -nachfrager streben nach Eigennutzmaximierung(4) Shareholder-Ansatz(5) Vorrang der Shareholder(=Eigentümer)(6) Verträge zwischen Eigentümern und Stakeholdern(7) Langfristige Gewinnmaximierung(8) Wettbewerb wird als Datum akzeptiert(9) Beschränkung auf sekundäre WerturteileVerhaltenswissenschaftliche BWL(1) Methodologischer Kollektivismus(2) Mensch als Mitglied des Sozialsystems Betrieb(3) Streben nach Minimierung des durch Organisationsmitgliedschaft bedingten Freiheitsopfers(Schanz)(4) Stakeholder-Ansatz(5) Alle Stakeholder sind gleichberechtigt(6) Konsensgespräche am runden Tisch(7) Gemeinwohlmaximierung(ökonomisch,sozial,ökologisch)(8) (Teil-)Ersatz des Wettbewerbs durch Konsensgespräche(9) Primäre Werturteile auf sozial-philosophischer Basis möglich
  • Güter- und Geldkreislauf eines Betriebes unbedingt auch die Abbildung anschauen!Betrieb erwirbt Produktionsfaktoren am Beschaffungsmarkt zB Arbeit, Betriebsmittel, WerkstoffeProduktionsfaktoren werden in Produkte/Dienstleistungen umgewandeltProdukte/Dienstleistungen werden am Absatzmarkt an private Haushalte oder Betriebe abgesetztEinzahlungen aus diesem AbsatzAuszahlungen an Lieferanten -> finanzielle Mittel verringern sichfinanzielle Mittel schaffen für größere Investitionen Eigenkapital oder Fremdkapital(Kredit)Dividenden oder FremdkapitalzinsenSubventionenSteuern
  • Private Betriebe Private Betriebe arbeiten nach dem erwerbswirtschaftlichen Prinzip(Gewinnstreben)Öffentliche Betriebe (Non-Profit Organisationen) arbeiten nach dem Kostendeckungsprinzip oder ZuschussprinzipUnternehmen bzw Unternehmung = Betrieb im marktwirtschaftlichen System
  • Wirtschaften im Betrieb als Erkenntnisobjekt der BWL Erfahrungsobjekt = Interdisziplinärer Untersuchungsgegenstand -> Betrieb Auswahlprinzip = Disziplinspezifische Perspektive -> ökonomisches Prinzip Erkenntnisobjekt = Untersuchungsgegenstand einer Disziplin -> Wirtschaften im Betrieb
  • Rationalprinzip Entscheidung für die bessere Lösung bei der Wahl zwischen zwei Alternativen
  • ökonomisches Prinzip das Verhältnis aus Produktionsergebnis(Output,Ertrag) und Produktionseinsatz(Input,Aufwand) zu optimieren
  • Funktionale Gliederung der BWL siehe AbbildungDie Unternehmensführung hat die Aufgabe, die Einzelpläne der Funktionsbereiche zu einem zielkonformen Gesamtplan zusammenzufassen, den Gesamtplan in die Tat umzusetzen und die Ausführung der geplanten Maßnahmen zu überwachen Das Rechnungswesen hat die Aufgabe, Informationen zur Planung und Kontrolle betrieblicher Sachverhalte zu liefern.
  • Institutionelle Gliederung der BWL Branchenzugehörigkeit                                       Spezielle BWLKreditwirtschaft                                                    BankbetriebslehreVersicherungen                                                    VersicherungsbetriebslehreIndustrie                                                                IndustriebetriebslehreVerkehrswesen                                                   VerkehrsbetriebslehreTourismus                                                            Tourismusbetriebslehre Allgemeine BWL behandelt Fragestellungen, die alle Betriebe betreffen Spezielle BWL behandelt branchenspezifische Sachverhalte
  • Genetische Gliederung der BWL 1.Gründungsphase-Marktanalyse zur Wahl des Geschäftsfelds-Standortwahl-Rechtsformwahl-Bereitstellung von Gründungskapital-Organisationsaufbau2.Betriebsphase-Leistungserstellung/-verwertung analog funktionaler Einteilung-Lösung der Unternehmung vom Unternehmer(Gang an die Börse; Going Public)-Unternehmenszusammenschlüsse-Umstrukturierung3. Liquidationsphase-Unternehmenskrise-Insolvenz-Liquidation
  • Wertschöpfungskette als prozessorientierte Gliederung der BWL Steuerung: Übergeordnete ProzesseMarktorientierte UnternehmensführungStrategie: Unternehmensentwicklung und Unternehmensplanung Umsetzung: Direkte ProzesseForschung &EntwicklungStrategisches MarketingBeschaffungLagerhaltungProduktionLagerhaltungAbsatz(operatives Marketing)Service/Kundendienst Unterstützung: Flankierende ProzesseLogistikPersonal/OrganisationInvestition & FinanzierungRechnungswesen  -> Markterfolg  Gewinn/Deckungsbeitrag
  • Managementprozess siehe ABBILDUNG(1)Zielbildung: Konkretisierung der Unternehmensziele. Im marktwirtschaftlichen Wettbewerb steht die langfristige Gewinnmaximierung im Vordergrund(2),(3) Planung, Entscheidung: verschiedene Aktivitäten zur Zielerreichung entfalten -> Handlungsalternativen. Planung: Handlungsalternativen bewerten, da nicht alle realisiert werden können(4) Ausführung: nach der Entscheidung müssen geeignete Maßnahmen zur Realisierung ergriffen werden zb Betriebsmittel bereitstellen, Werkstoffe bestellen(5) Kontrolle: Auführungsmaßnahmen werden von Kontrollmaßnahmen begleitet. Aufgabe ist es Planabweichungen festzustellen, um - bei negativer Abweichung frühzeitig Gegensteuern- aus Planabweichungen Erfahrungen für künftige Planungsprozesse sammeln(6) Information: unternehmensexterne, entscheidungsrelevante Daten beschaffendie an der Unternehmensführung beteiligten Personen in allen Phasen des Führungsprozesses mit Plan- und Kontrolldaten zu versorgen(7)Koordination: Koordination aller vorher genannten Tätigkeiten
  • Ökonomische Grundbegriffe Ertrag = Wert aller erbrachten Leistungen der Periode - Ertrag führt zu Mehrung des ReinvermögensAufwand= Wert aller verbrauchten Leistungen der Periode- Aufwand führt zur Minderung des ReinvermögensGewinn = positive Differenz zwischen Ertrag und AufwandVerlust = negative Differenz zwischen Ertrag und AufwandOutput(-menge) * Güterpreis = ErtragInput(-menge) * Faktorpreis = AufwandErtrag-Aufwand= Erfolg
  • drei Erscheinungsformen des ökonomischen Prinzips aus ökonomischer Sicht haben alle betrieblichen Entscheidungen dem ökonomischen Prinzip zu gehorchen. Erst so wird der Betrieb zur planvoll organisierten WirtschaftseinheitABBILDUNG Maximumprinzip: Bei einem gegebenen Faktoreinsatz ist eine größtmögliche Gütermenge zu erwirtschaften.Minimumprinzip: Eine gegebene Gütermenge ist mit einem geringstmöglichen Faktoreinsatz zu erwirtschaftenOptimumprinzip: Es ist ein möglichst günstiges Verhältnis zwischen Gütermenge und Faktoreinsatz zu erwirtschaften
  • Gewinnstreben als Triebfeder unternehmerischen Handelns AbbildungMarktwirtschaft=liberale Wirtschaftsordnung, die den Wirtschaftssubjekten Vertragsfreiheit und Privateigentum garantiertZentrale Planwirtschaft=sozialistische Wirtschaftsordnung mit Zentralsteuerung und StaatseigentumVoraussetzungen für Gewinnerzielung im marktwirtschaftlichen Wettbewerb:1. Erforschung der Kundenwünsche und Anpassung des Leistungsangebots an diese Wünsche2. Strikte Anwendung des ökonomischen Prinzips,d.h Ausschöpfung aller Kostensenkungspotenziale zur Erbringung kundengerechter Leistungen
  • Mindestbedingungen unternehmerischer Existenz sind die Vermeidung der Vermögensauszehrung durch Dauerverluste und die Wahrung der Zahlungsfähigkeit. Langfristig muss also gelten:Erträge >= AufwendungenEinzahlungen >= Auszahlungen
  • Ziel unternehmerischer Tätigkeit ist die Übererfüllung der Mindestbedingungen-Traditionelle BWL: langfristige Gewinnmaximierung-Praktisch bedeutsame Bestimmungsgrößen unternehmerischen Handelns:-> Produktivität-> Wirtschaftlichkeit-> Gewinn-> Rentabilität
  • Bestimmungsgrößen unternehmerischen Handelns Produktivität= mengenmäßiger Output/mengenmäßiger InputWirtschaftlichkeit= wertmäßiger Output/wertmäßiger Input = Ertrag/AufwandGewinn(Erfolg)=Ertrag-AufwandRentabilität= Erfolgsgröße/Basisgröße zB Gewinn/EigenkapitalPartielle Produktivitätskennziffern zB Arbeitsproduktivität=Anzahl gleichartiger Verrichtungen/ArbeitsstundeEigenkapitalrentabilität=(Gewinn/Eigenkapital)*100Gesamtkapitalrentabilität=((Gewinn+Fremdkapitalzinsen)/Gesamtkapital)*100
  • Fremdkapitalzinsen bei Berechnung der Gesamtrentabilität zu beachten Rentabilität=Erfolgsgröße/BasisgrößeKapitalrentabilität: Erfolgsgröße = Entgelt für Bereitstellung des KapitalsBasisgröße=Bereitgestelltes KapitalEigenkapitalrentabilität: Erfolgsgröße=Gewinn Basisgröße=EigenkapitalFremdkapitalrentabilität: Erfolgsgröße=Fremdkapitalzinsen Basisgröße=FremdkapitalGesamtkapitalrentabilität: Erfolgsgröße=Bruttogewinn = Gewinn+FremdkapitalzinsenBasisgröße=Eigenkapital+Fremdkapital=GesamtkapitalZentraler Unterschied Fremdkapitalzinsen vs. Gewinn: Fremdkapitalzinsen vertraglich vereinbart(Zahlungspflicht) und deshalb Teil des AufwandsGewinn ist Restbetrag dh nur falls Ertrag > Aufwand
  • Überblick über betriebswirtschaftliche monetäre Zielgrößen Finanzbuchhaltung :Einzahlung | Zahlungsmittelbestand | AuszahlungEinnahme | Geldvermögen | AusgabeErtrag | Gesamtvermögen bzw Reinvermögen | AufwandKosten-und Erlösrechnung:Erlös | Betriebsnotwendiges Vermögen | Kosten
  • Typische zeitliche Abfolge der Stromgrößen ABBILDUNGLieferant  : Ausgabe: Erhalt von Werkstoffen und Waren vom LieferantenLager(Werkstoffe, Waren) : Einlagerung von Werkstoffen und Waren; Auszahlung: Bezahlung der Rechnung des Lieferanten; Aufwand/Kosten: Auslagerung und Verbrauch von Werkstoffen, Personal, Maschinen,..Produktion: Aufwand/Kosten: s.o. ;Ertrag/Leistung: Erstellung und Einlagerung von unfertigen ErzeugnissenLager(unfertige Erzeugnisse): Ertrag/Leistung: s.o.; Aufwand/Kosten: Auslagerung und Verbrauch von unfertigen Erzeugnissen, Personal, Maschinen,..Produktion: Aufwand/Kosten: s.o.(LAGER/UNFERTIGE/) ; Ertrag/Leistung: Erstellung und Einlagerung von fertigen ErzeugnissenLager(fertige Erzeugnisse/Waren): Ertrag/Leistung(s.o. Produktion); Aufwand/Kosten: Auslagerung und Verbrauch von Erzeugnissen und Waren zu Herstell(ungs)kosten; Ertrag/Leistung/Umsatzerlös: Absatz von Erzeugnissen und Waren zum Verkaufspreis-Unternehmensgrenze-Kunde: Einnahme: Lieferung(und Rechnungsstellung) an den Kunden; Einzahlung: Bezahlung der Rechnung durch den Kunden
  • Aufteilung des Gesamtergebnisses ABBILDUNGErtrag: neutraler Ertrag: (1) betriebsfremd (2) außergewöhnlich (3) periodenfremd              ordentlicher Ertrag: (4) nachhaltig; KerngeschäftAufwand: neutraler Aufwand: (1) betriebsfremd (2) außergewöhnlich (3) periodenfremd                 ordentlicher Aufwand: (4) nachhaltig; kerngeschäft
  • Gesamtergebnis vs Betriebsergebnis Beispiel OHNE Zusatzerlöse Ertrag                                            3250-Aufwand                                       2000= Gesamtergebnis                     +1250-neutrales Ergebnis                      -250ordentliches Ergebnis               +1000-Zusatzkosten          *Kalkulatorische Eigenkapitalzinsen -600*Kalkulatorischer Unternehmerlohn  - 180*Kalkulatorische Miete                       - 150=Betriebsergebnis                            +70
  • Ertragskraft vs Finanzkraft des Unternehmens Ertragskraft: Ertrag - Aufwand= GesamtergebnisFinanzkraft: Einzahlungen aus lfd. Geschäftstätigkeit - Auszahlungen aus lfd. Geschäftsfähigkeit = Cash Flow  lfd= laufender
  • Ermittlung des Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit(=operativer Cash Flow) Direkte Ermittlung: Zahlungsiwirksame Erträge - Zahlungswirksame Aufwendungen= Cash FlowIndirekte Ermittlung: Ertrag - Aufwand = Gewinn/Verlust +/- Abschreibungen/Zuschreibungen +/- Erhöhung/minderung langfristiger Rückstellungen= Cash Flow
  • Bilanz eines Unternehmens Aktiva: Anlagevermögen: Sachanlagen FinanzanlagenUmlaufvermögen: Vorräte Forderungen Kassenbestand, Guthaben bei KreditinstitutenPassiva: EigenkapitalFremdkapital: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenAktiva und Passiva Seite MUSS gleich sein
  • Fixe vs. Variable Kosten und Deckungsbeitrag ABBILDUNG!Variable Kosten(Mengenkosten)=von der Höhe der Ausbringungsmenge abhängigFixe Kosten(Bereitschaftskosten)=fallen unabhängig von der Ausbringungsmenge an(auch bei x=0)Deckungsbeitrag=Beitrag eines Produktes zur Deckung der fixen Kosten(d.h. Erlös-Variable Kosten)
  • Umfeld des Unternehmens Makroumfeldökonomisches,technologisches,politisch-rechtliches, sozio-kulturelles, ökologisches UmfeldWettbewerbsumfeld -> Kunden, Lieferanten, Wettbewerber
  • Makroumfeld Ökonoomisches Umfeld-Allgemeine volkswirtschaftliche Faktoren-zB Bruttosozioalprodukt,Wirtschaftswachstum,Zinsen,Inflation,Arbeitslosenquote;Wechselkurse,LLohnniveau Technologisches Umfeld- Technologieorientierte Faktoren, die dem Unternehmen zur Leistungserstellung zur Verfügung stehen-zB Informations- und Kommunikationstechnologie Politisch-rechtliches Umfeld-durch den Staat vorgegebene RahmenbedingungenzB Wirtschaftsordnung, Besteuerung, Zölle, Subventionspolitik, Produzentenhaftpflicht, Produktzulassung, Umweltverordnungen-Stabilität des politisch-rechtlichen Umfelds? Sozio-kulturelles Umfeld-Strukturmerkmale einer GesellschaftzB Demographie, Bildung, Kultur, Religion, Werte ökologisches Umfeld-allgemeine Umfeldbedingungen(zB Standort, Verfügbarkeit von Rohstoffen)-Umweltbelastung, Umweltschutz
  • In der bw Theorie der Unternehmung geht es um folgende Fragen Welche Ziele verfolgt das Unternehmen?Wer trifft die unternehmerischen Entscheidungen?Wer partizipiert am Unternehmenserfolg?Shareholder-Ansatz-Unternehmensleitung hat Entscheidungen so zu treffen, dass die Einkommens-und Vermögensposition der Shareholder(=EKgeber) verbessert wird-Shareholder Value=(Markt-)Wert des EK-Langfristige Gewinnmaximierung als oberstes ZielStakeholder-Ansatz-Unternehmen als Koalition von Anspruchsgruppen-Unternehmensleitung hat die Interessen der Anspruchsgruppen im Verhandlungsweg zusammenzuführen und alle Stakeholder in angemessener Weise am Unternehmenshandeln und am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen-Steigerung des Allgemeinwohls als oberstes Ziel
  • Anspruchs- und Interessensgruppen von Unternehmen ABBILDUNGInterne Anspruchsgruppen/Kleingruppen: 1. Eigentümer/Eigenkapitalgeber 2.Manager 3.Arbeitnehmer4.Verbände/Tarifvertragspartner 5. Fremdkapitalgeber 6.Lieferanten 7.Kunden 8.Öffentlichkeit 9.Staat 10.Konkurrenten
  • Shareholder und Stakeholder Anspruchsgruppen ABBILDUNG Anspruchsgruppen : Eigenkapitalgeber, Fremdkapitalgeber,Arbeitnehmer, Management, Kunden, Lieferanten, Allgemeine Öffentlichkeit Anspruch gegenüber der Unternehmung: Mahnung des eingesetzten Kapitals, Zeitlich und betragsmäßig festgelegte Tilgung und Verzinsung des eingesetzten Kapitals, Leistungsgerechte Entlohnung; motivierend Arbeitsbedingungen; Arbeitsplatzsicherheit, Gehalt;Macht;Einfluss;Prestige, Preisgünstige und qualitative Güter, Zuverlässige Bezahlung;langfristige Lieferbeziehungen, Steuerzahlungen;Einhaltung der Rechtsvorschriten;schonender Umgang mit der UmweltBeitrag zur Untenehmung:Eigenkapital, Fremdkapital, ausführende Arbeit, Dispositive Arbeit, Abnahme hochwertiger Güter, Lieferung hochwertiger Güter, Infrastruktur; Rechtsordnung;Umweltgüter
  • Shareholder vs Stakeholderinteressen Als Stakeholder sind die Arbeitnehmer u.a. an einer Arbeistzeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich bzw. an einer Erfolgsbeteiligung interessiertEine andere Stakeholdergruppe, die Nachfrager, haben ein Interesse an Verbraucherschutz durch ProduktqualitätsgarantienDie gesamte Öffentlichkeit hat schließlich ein Interesse am Einsaz umweltschonender Produktionstechniken, deren Realisierung im allgemeinen mit einer Erhöhung der Produktionskosen verbunden istErläutern Sie vor diesem Hintergrund die Beziehungen zwischen den Zielen der Shareholder und den Zielen der Stakeholder
  • Shareholder vs Stakeholderinteressen Erfolgsminderung Sichere Erfolgsminderung: Gewinn G sinkt durch Erfolgsbeteiligung bzw ArbeitszeitverkürzungMögliche Erfolgssteigerung: G steigt bei Erhöhung der Arbeitsproduktivität bewirkt durch gestiegene ArbeitszufriedenheitCeteris paribus: Zielkonflikt Shareholder vs Stakeholder (Sichere Erfolgsminderung)Komplementäre Ziele, falls mögliche Erfolgssteigerungen größer als sichere Erfolgsminderung
  • Unternehmensziele Ökonomische Ziele(Eigenkapitalgeber): - langfristige Gewinnmaximierung-Shareholder Value-Rentabilität-Unternehmenssicherung, UnternehmenswachstumSoziale Ziele(Arbeitnehmer): - gerechte Entlohnung- gute Arbeitsbedingungen-betriebliche Sozialleistungen-Arbeitsplatzsicherheit-MitbestimmungÖkologische Ziele(Öffentlichkeit): -Ressourcenschonung-Begrenzung von Schadstoffemissionen-Abfallvermeidung-AbfallrecyclingAuflösung des Konfliktpotenzials zwischen ökonomischen, sozialen und ökologischen Zielen-ökologische Ziele und rechtlicher Datenkranz-Dominanz sozialer und ökologischer ZieleVereinbarkeitsstrategie(aller drei Zielbereiche)
  • Shareholder-Ansatz hat sich in der Realität durchgesetzt, weil Risikoübernahme und Entscheidungsbefugnis zusammengehörenStakeholder-Interessen durch gesetzliche Rahmenbedingungen gesichert werdenStakeholder-Interessen durch marktwirtschaftlichen Wettbewerb gesichert werden
  • Unternehmerisches Risiko Gefahr, dass geleistete Aufwendungen/Auszahlungen in einer ungewissen Zukunft nicht durch Erträge/Einzahlungen gedeckt werdenEKgeber(Shareholder) tragen als einzige das volle unternehmerische RisikoIm Gegenzug beanspruchen sie die uneingeschränkte Kompetenz zur Unternehmensführung-Festlegung der Unternehmensziele(Strategie)-Uneingeschränkte Geschäftsführung(Operatives Geschäft)-freie Verfügung über den Unternehmenserfolgt
  • Risikoprämie Preis für die volle Übernahme unternehmerischen Risikos, den EKgeber fordern
  • Festbetragsbeteiligte fordern ein fest vereinbartes Entgelt- unabhängig von der Geschäftslage Anspruchsgruppen: FKgeber, Arbeitnehmer, LieferantenVertraglich vereinbarter Zahlungsanspruch: Fester Kapitalzins, Fester Lohnanspruch, Fester Zahlungs-(Mietzins-)anspruch
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen zum Schutz der Stakeholder Anspruchsgruppen: Fremdkapitalgeber, Arbeitnehmer, Lieferanten,Kunden,Allgemeine ÖffentlickeitSchutz durch gesetzliche Rahmenbedingungen: Gläubigerschutz durch das HGB, AktG, GmbHG Sicherung und Mitbestimmung durch das KSchG, BetrVG, Drittelbeteiligungsgesetz;Mitbestimmungsgesetz,Eigentumsvorbehalt, Verbraucherschutz durch das RGB, Schutz der Umwelt durch das StGB
  • Gewaltenteilung im Unternehmen ABBILDUNG!