LMR (Fach) / Vorlesung und Seminar (Lektion)
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Fragen zur Vorlesung und zum Seminar LMR SS14
Diese Lektion wurde von S7stkoch erstellt.
- Die Kennzeichnung von welchem Öko-Siegel ist Pflicht? In Verbindung mit welchen weiteren Angaben und aufgrund welcher VO? 834/2007 EG-Ökosiegel (mit dem Blatt aus Sternen) in Verbindung mit Code-Nr. der Kontrollbehörde und Ort der Erzeugung
- Welches EG-Bio-Siegel ist bei der Kennzeichnung optional? Nach welcher VO? ÖkoKennzV Das nationale Bio-Siegel (Sechseck mit BIO drin)
- Wann ist die Verwendung der Bezeichnung "Bio"/"Öko" im Bezug auf die Produktion erlaubt? 834/2007 mind. 95 Gew.% der Zutaten aus biologischer Landwirtschaft Anforderungen des Art 19 erfült sind: Produktion örtlich und zeitlich getrennt von konventioneller Produktion Erzeugnisse überwiegen aus Zutaen landwirtschaftlichen Ursprungs nicht öko/bio Zutaten dürfen nur zugesetzt werden, wenn es sie nicht gibt oder das LM ohne sie nicht herstellbar ist oder haltbar gemacht werden kann
- Was sind LM-Bedarfsgegenstände? LFGB §2 (6) + 1935/2004 Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind mit LM in Kontakt zu kommen
- Wie sieht die Kennzeichnung von LM-Bedarfsgegenständen aus? 1935/2004 Für Materialien, die noch nicht mit LM in Kontakt waren (Bsp.: Serviette): "Für LM-Kontakt" Verwendungszweck Symbol (mit Glas und Gabel)
- Wo ist die Kennzeichnung von LM-BedGgst geregelt? VO (EG) 1935/2004 über Materialien/Gegenstände, die dazu bestimmt sind mit LM in Brührung zu kommen
- Pflichtkennzeichnungselemente kosmetische Mittel. Wo geregelt? 1223/2009 Name/Firma + Anschrift des Verantwortlichen Nenninhalt (Gewicht oder Vol.) MHD Besondere Vorsichtsmaßnahmen/Hinweise für Mittel zum gewerblichen Gebrauch Chargen-Nr. oder Identifizierungszeichen Verwendungszweck (STATT VERKEHRSBEZEICHNUNG) Liste der Bestandteile
- Verordnungen des EU-Hygienepaketes 852/2004 - Allg. LM Hygiene 853/2004 - LM tier. Ursprungs 854/2004 - Überwachung 2073/2005 - mikrobiol. Kriterien - 2076/2005
- Woraus besteht das Identitätskennzeichen? Für welche LM ist es Pflicht? Wo steht das? Identitätskennzeichen Name des Landes i.d. sich der Betrieb befindet Zulassungsnummer des Betriebes Europ. Gemeinschaft Pflicht für LM tierischen Ursprungs nach VO (EG) 853/2004 Art. 5
- Unterschied zwischen Prozesshygienekriterien und LM-Sicherheitskriterien? Wo steht das? VO (EG) 2073/2005 über mikrobiol. Kriterien für LM LM-Sicherheitskriterien = Kriterien für die Sicherheit eines LM LM-Unternehmer hat zu gewährleisten, dass diese während der gesamten Dauer der Haltbarkeit eingehalten werden Nicht-Einhaltung --> Unsichere LM Bsp.: Grenzwerte für Salmonellen/Listerien in Hackfleisch Prozesshygienekriterien = Kirterien für eine akzeptable Funktionsweise des Herstellungsprozesses im Hinblick auf die Hygiene Nicht-Einhaltung --> Korrekturmaßnahmen Bsp.: Anaerobe mesophile Keimzahl bei Schlachtierkörpern
- Was versteht man unter BEFFE im Bezug auf Fleisch? BEFFE = bindegewebeeiweißfreies Fleischeiweiß Beurteilungsmerkmal für Fleisch
- Was ist rechtliche unter Käse zu verstehen? KäseV Käse = Frische oder in versch. Graden der Reife befindliche Erzeugnisse aus dickgelegter Käsereimilch
- Nach welchem Kriterium wird Käse in Gruppen unterteilt? Nicht Standardsorten: Nach Wassergehalt i.d. fettfreien Käsemasse Standardsorten: Nach Mindestgehalt an Trockenmasse
- Käsegruppen KäseV Hartkäse Schnittkäse Halbfester Schnittkäse Weichkäse Frischkäse Sauermilchkäase
- Beispiele für Standardsorten bei Käse KäseV Anlage I Gouda, Edamer -- Schnittkäse Emmentaler -- Hartkäse Camembert, Brie, Limburger -- Weichkäse Speisequark, Rahmfrischkäse -- Frischkäse Mozzarella -- Pasta filata Käse Harzer Käse -- Sauermilchkäse
- Spezielle geografische Herkunftsangaben für Käse KäseV (Pflichtkennzeichnung) Allgäuer Emmentaler/Bergkäse Altenburger Ziegenkäse Odenwälder Frühstückskäse Sonnenborner Weichkäse Tiefländer Tollenser
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- Welche Arten von Fetten werden rechtlich unterschieden? VO (EG) 1234/2007 abgelöst von VO (EG) 1308/2013 Milchfette (Bsp.: Butter) --> ButterV + 1234/2207 Fette - Milchfettgehalt höchstens 3 % (Bsp.: Margarine) --> 1234/2007 + LMIV Mischfette - Milchfettgehalt 10-80 % --> 1234/2007 + LMIV
- Pflichtkennzeichnungselemente für Butter nach ButterV Herstellerangaben Zutatenvz "weitere Zutaten" MHD Handelsklasse Buttersorte
- Pflichtkennzeichnungselemente für Butter nach ButterV Herstellerangaben Zutatenvz "weitere Zutaten" MHD Handelsklasse Restliche Angaben wie Verkehrsbezeichnung, Fettgehalt, Salzanteil,...nach 1234/2007!!
- Was ist Konsummilch? Wo steht das und wo ist die Kennzeichnung geregelt? Nach 1234/2007 ist Konsummilch Rohmilch, Vollmilch, teilentrahmte Milch, Entrahmte Milch Kennzeichnung nach KonsMilchKV Verkehrsbezeichnung Herstellerangaben MHD Wärmebehandlung Fettgehalt
- Beispiele für Milcherzeugnisse. Wo ist das festgelegt? Wo ist die Kennezeichnung geregelt? Nach MilchErzV Anlage I Joghurterzeugnisse, Kefirerzeugnisse, Buttermilcherzeugnisse, Sahneerzeugnisse,... Kennzeichnung ebenfalls komplett nach MilchErzV Verkehrsbezeichnung Herstellerangaben Zutatenvz + Allergene MHD Wärmebehandlung Fettgehalt
- Wo ist die Kennzeichnung von Eiern geregelt? Wie sieht die aus? VO (EG) 589/2008 Vermarktung für Eier Nr. der Packstelle Güteklasse Gewichtsklasse MHD Aufbewahrungshinweis Haltungsart "gewaschene Eier" Erklärung der Bedeutung des Erzeuger Codes Erzeuger Code selbst ist Pflicht nach 1234/2007
- Welche Angabe auf Honig ist nicht Pflicht nach LMIV sondern nach HonigV Ursprungsland bei Backhonig "nur zum Kochen und Backen"
- Was ist unter dem Migrationsgrundsatz zu verstehen? 1333/2008 LM-Zusatzstoffe Art. 18 Migrationsgrundsatz In einem zusammengesetzten LM, dass nicht im Anhang der VO aufgeführt ist, darf ein Zusatzstoff nur enthalten sein, wenn er für eine enthaltende Zutat zugelassen ist und keine technologische Wirkung mehr ausübt
- Was versteht man im Bezug auf das Zutatenverzeichnung und Zusatzstoffe unter dem Begriff "Carry over"? LMKV Defintion Zutat Zusatzstoffe, die im Enderzeugnis keine technologische Wirkung mehr haben müssen im Zutatenvz nicht angegeben werden --> am Endprodukt würde sich nichts ändern, wenn man den Zusatzstoff raus nimmt = keine technologische Wirkung
- Unterschied zwischen Konfitüre und Konfitüre Extra Extra = höherer Fruchtanteil
- Unterschied zwischen Konfitüre und Marmelade Marmelade ist aus Zitrusfrüchten Konfitüre ist auch aus anderen Früchten
- Unterschied zwischen Konfitüre und Geele Konfitüre = Pülpe o. Fruchtmark + Wasser + Zucker Geele = Fruchtsaft o. wässriger Auszug von Früchten + Wasser+ Zucker
- Wo ist die Kennzeichnung von Marmelade geregelt? Wie sieht sie aus? Zusätzlich zu LMIV nach KonfV Fruchtarten Fruchtgehalt (in g/100g) Gesamtzuckergehalt (in g/100g) freiwillig: "Mehrfrucht" Rest nach LMIV Art der Verkehrsbezeichnung in KonfV beschrieben
- Beispiele für LM in denen keine Zusatzstoffe zugelassen werden dürfen 1333/2008 Anhang IV deutsches Bier, traditionell französisches Brot, trad. französische Schnecken- und Trüffelkonserven,...
- Wo sind die folgenden Erzeugnisse geregelt? a) Kakao b) Tee c) Kaffee a) KakaoV b) LMLTee c) KaffeeV
- Warum darf die Ostfriesenmischung als solche Bezeichnet werden, obwohl der Tee nicht aus Ostfriesland kommt? Land/Region ohne eigenen Teeanbau ist keine Herkunftsangabe
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- Welche Angaben auf einer Schokolade sind Pflicht nach KakaoV? Gesamtgehalt an Kakaotrockenmasse ("Kakao mind....%") Gehalt an Kakaobutter "fettarm", "mager", "stark entölt" "enthält neben Kakaobutter auch andere pflanzl. Fette"
- Definition Nahrungsergänzungsmittel NemV Ein LM (!), das... dazu bestimmt ist die allgemeine Ernährung zu ergänzen ein Konzentrat von Nähr/-Stoffen mit ernährungsspezifischer o. physiologischer Wirkung darstellt in dosierter Form in angemessenen Mengen in Verkehr gebracht wird LM in konzentrieter und dosierter Form zur Ergänzung der allgemeinen Ernährung!
- Unterschied zwischen Verordnungen und Richtlinien Verordnungen = Gesetz für Mitgliedsstaaten unmittelbar wirksam und verbindlich Richtlinien = Vorgabe eines verbindlichen Ziels Wahl der Form und Mittel (also Umsetzung in nat. Recht) ist frei gestaltbar
- Welche Zusatzstoffe dürfen diätetischen LM beigesetzt werden? Positivliste im Anhang der DiätV --> nur die in dieser VO genannten Zusatzstoffe dürfen zugesetzt werden.
- Welche VO löst zukünftig die DiätV ab? Welche Änderung ergibt sich daraus? VO (EG) 609/2013 --> Kein Konzept für Diät-LM mehr, sondern nur noch für die dort genannten LM gelten Regeln (Beikost, Säuglingsnahrung,...)
- Wann gilt ein LM als nicht sicher? Wo ist das geregelt? BasisVO 178/2002 Art. 14 wenn sie gesundheitsschädlich u./o. für den menschlichen Verzehr ungeeignet sind
- Was ist eine Funktionsklasse? 1333/2008 Anhang I Gruppe von Zusatzstoffen geordnet nach technologischer Funktion Bsp.: Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Säuerungsmittel, Süßungsmittel, Trägerstoffe,...
- Nenne Stoffe/Erzeugnisse für die a) Positivlisten b) Negativlisten existieren. Wo ist der Unterschied? a) Zusatzstoffe (1333/2008) Vitamine- und Mineralstoffe (1925/2006) Aromen (1334/2008) nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben (1924/2006) b) "andere Stoffe" nach 1925/2006 Active Principles (1334/2008)
- Was ist eine Spirituose? VO (EG) 110/2008 Ein alkoholisches Getränk, das für den menschl. Verzehr bestimmt ist und besondere sens. Eigenschaften aufweist Alkoholgehalt ≥ 15 % aufweist* unmittelbar über Destillation und Mazeration gewonnen wurde, oder durch Mischung mit anderen Getränken
- Welche Angabe auf Spirituosen ist zusätzlich zu den Angaben zur LMIV Pflicht und nach welcher VO? Geografische Angabe nach VO (EG) 110/2008
- Besonderheiten bei der Kennzeichnung von Spirituosen nach LMIV Bei ≥ 1,2 %Vol. kein Zutatenvz. und keine Nährwertdeklaration notwendig, dafür Angabe des Alkoholgehaltes Bei > 10 %Vol kein MHD notwendig Pflicht: Bezeichnung (Wortlaut in 110/2008 vorgegeben) Allergene Nettofüllmenge Aufbewahrungs-/Verwendungshinweis Herstellerangaben Zutatenmengen o. -klassen Geografische Angabe nicht nach LMIV sondern nach 110/2008 Pflicht
- Unterschied zwischen Brot, Kleingebäck und feinen Backwaren LMLBrot + LMLFeinBackw Brot: < 10 Gew.teile Fett u./o. Zuckerarten auf 90 Gew.teile Getreide/-erzeugnisse Kleingebäck: Gewicht des Einzelstückes ≤ 250g (sonst wie Brot) Feine Backwaren: > 10 Gew.% Fett u./o. Zuckerarten auf 90 Gew.teile Getreide/-erzeugnisse
- In welcher VO ist das Herstellungsverfahren von Cola geregelt? FrSaftErfrischGetrV --> regelt Vorgaben für Fruchtsaft/-nektar und koffeinhaltige Erfrischungsgetränke!
- Unterschied zwischen koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken und Energy Drinks Koffeinhaltige ErfGetr = Wasser +Zutaten/Aromen + Koffein Energy Drinks = Koffeinhaltiges ErfGetr + Taurin, Inosit, Glucoronolacton
- Unterschied zwischen natürlichem Mineralwasser und Tafelwasser MinTafWV Natürliches Mineralwasser natürlicher Ursprung natürliche/ursprüngliche Reinheit amtliche Anerkennung aus Quelle mit Nutzungsgenehmigung bestimmte zugelassene Herstellungsverfahren Merkmale wie Zusammensetzung im Rahmen natürlicher Schwankungen Tafelwasser = Trinkwasser, das mit weiteren Zutaten angereichert wurde (z.B. Natursole, NaCl, Meerwasser, Zusatzstoffe,...)
- Welches Wasser fällt unter Trinkwasser? TrinkWV Wasser für den menschl. Gebrauch (Trinken, Kochen, Körperpflege. LM-Betriebe,...) NICHT: Mineralwasser, Heilwasser, Schwimm- und Badebeckenwasser
- Pflichtkennzeichnungselemente für Mineralwasser. Nach welcher VO? MinTafWV zusätzlich zu den Angaben der LMIV Ort und Name der Quelle Analyseauszug (Pflicht bei Mineralwasser, bei Tafelwasser nicht) Angaben zur Kohlensäure "Für Säuglinge nicht zum regelm. Verzehr geeignet" bei < mg Fluorid/L Behandlung durch Ozon Keine Nährwertdeklaration nach LMIV erforderlich
- Unterschied zwischen Einzelfutter und Mischfutter? 767/2009 Einzel-FM = Erzeugnisse pflanzl. o. tier. Ursprungs, die vorrangig zur Deckung des Ernährungsbedarfs von Tieren dienen. Aus einheitlichen Ausgangsmaterialien/Herstellungsverfahren. Im natürlichen Zustand, frisch, haltbar gemacht o. industriell verarbeitet Bsp. Weizen, Gerste, Sojaschrot, Rapsschrot Mischfutter = Mischung aus mind. 2 Einzel-FM mit o. ohne Zusatzstoffe als Allein- o. Ergänzungs-FM
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