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Agrarwissenschaften (Fach) / Nutztierwissenschaften 2 (Lektion)

Fragenkatalog Nutztier 2

Diese Lektion wurde von incrediblehark erstellt.

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  • 14) Wie lässt sich die Zahl der Sauengruppen ermitteln? -  Rein- Raus- Belegung: 1-wöchiger Umtrieb -  Bei 3-wöchiger Säugezeit: 20 Wochen Zwischenwurfzeit, also ergeben sich 20 Sauengruppen (1-wöchiger Umtrieb) -  Bei 4-wöchiger Säugezeit & 1 – wöchigem Umtrieb also 21 Sauengruppen -  Bei 3-wöchigem Umtrieb dann 7 Sauengruppen 
  • 15) Wie ermittelt man die Tierplatzzahlen für das Raumprogramm? -  Gruppenzahl = Zwischenwurfzeit (Wo) / Umsatzrhythmus (Wo)-  Tierbestand = Gruppenzahl x Gruppengröße-  Zahl der Abteile = Aufenthaltsort im Abteil (Wo) / Umsatzrhythmus (Wo) -  Zahl der Tierplätze (im Haltungsabschnitt (incl. Reserveplätze) ) = Zahl der Gruppen im Haltungsabschnitt x Gruppengröße x Sicherheitszuschlag 
  • 16) Welche Vorschläge für Sicherheitszuschläge sind gegeben? -  Abferkelabteil: 10%-  Deckzentrum: 20%-  Wartestall: 10%
  • 17) Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es mit Bezug zu Technik & Bauwesen? -  Schweinehaltungsverordnung (eigentlich „Tierschutz-Nutztierhaltungs-VO“) -  Tierseuchen-Hygiene-Verordnung -  Regelt unter anderem:▪  Futter- & Wasserversorgung ▪  Flächenansprüche der Tiere ▪  Anforderungen der Tiere ▪  Anforderungen an Böden ▪  Temperaturansprüche ▪  Beschäftigungsmaterial 
  • 18) Was regelt die Schweinehygiene-Verordnung? -  Einzäunung der Stallanlagen -  Hygieneschleusen (Trennung schwarz / weiß (= man muss Stalleigene Kleidung anziehen) -  Separate Arbeitsgeräte -  Quarantänezeiten 
  • 19) Was ist der sog. „Depressionseffekt“? - Je mehr Tiere ein Betrieb hat, desto geringer ist die Akh pro Tier 
  • 20) Was sind die Bestandteile einer Abferkelbucht? -  Kostenstand für die Sau (Erdrückungsschutz für die Sau) -  Futter - & Wasserversorgung für Sau & Ferkel (Sauen sind dabei sehr eingeschränkt inihrer Bewegung, damit sie die Ferkel nicht erdrücken) 
  • 21) Wie sieht ein Ferkelnest aus? - „Kleinklimazone“ für die Ferkel durch Strahlungsheizung 
  • 22) Wie erfolgt die Wasserversorgung für Schweine? - Beckentränke▪  Als Schwimmer oder Zungenventiltränke ▪  Vor allem für kleinste Tiere zum Anlernen geeignet ▪  Wasservergeudung relativ gering ▪  Feste Anbindung der Tränke (keine Höhenverstellung) ▪  Hygiene unbefriedigend, da Tiere in das Becken Kot oder Harn absetzen  Zapfentränke: ▪ Verschiedene Bauformen ▪ In Praxis hauptsächlich Nippel- oder Beißtränke ▪ Vergeudung im Wesentlichen abhängig vom richtigen Einbau
  • 23) Welche Fütterungsmöglichkeiten konkurrieren bei der Gruppenhaltung von Sauen im Wartestall?   Dribbel-Fütterung mit Futtervorratsbehälter, die sich langsam in den Trog entleeren -  Kastenstände / Fangfressstände, die nur während der meist manuellen Futtervorlagen geschlossen sind  -  Abruffüttungsanlagen für 30 Tiere, mit elektronischer Identifizierung → Futterverzehrsaufzeichnung & Selektionsmöglichkeit 
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  • Definiere Gesundheit! - Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen & sozialen Wohlbefindens & nicht allen das Fehlen von Krankheiten & Gebrechen 
  • 2) Was soll durch Qualitätsmanagement erreicht werden? -  Schwachstellen erkennen -  Produktionsprozesse verbessern -  Fehlerkosten senken 
  • 3) Was soll durch Gesundheitsmanagement erreicht werden? -  Risikofaktoren erkennen -  Informationsaustausch verbessern -  Medikamentenkosten senken 
  • 4) Erkläre den Sinn des Gesundheitsmanagements genauer! -  integrierter, ganzheitlicher wirtschaftlicher Ansatz -  auf Eigeninitiative und Daten aufbauenden -  Vermeidung von Erkrankungen -  Steigerung der Leistung -  Belastungsfaktoren und Risiken im Umfeld der Tiere erkennen undrechtzeitig beseitigen -  Erkrankungen beim Einzeltier im subklinischen Stadium zu entdecken, um rechtzeitiggezielte Metaphylaxemaßnahme ergreifen zu können 
  • 5) Was gehört zum präventativen Gesundheitsmanagement im tierhaltenden Betrieb? - Primäre Prävention▪ Strukturelle, gruppenbezogene und individuelle Maßnahmen → um das Auftreten von Störungen zu verhindern - Sekundäre Prävention ▪ Vorbeugende Maßnahmen → um bei identifizierten Gruppen die Weiterentwicklung von Störungen vorzubeugen - Tertiäre Prävention▪ Maßnahmen, um einer Verschlechterung der Störung vorzubeugen, die Folgen von Störungen zu mindern-  Belastungsfaktoren & Risiken im Umfeld der Tiere erkennen & rechtzeitig beseitigen -  Erkrankungen beim Einzeltier im subklinischen Stadium frühzeitig entdecken, um rechtzeitig gezielte Metaphylaxe –Maßnahmen zu ergreifen 
  • 6) !!! Nenne die 9 Elemente des Gesundheitsmanagements!!!!! 1. Gesundheitsüberwachung → aktuelle Erfassung, Aufklärung, Abstellen und Vorbeuge von Gesundheitsschäden 2. Herdendiagnostische Auswertung als Analyse zu Leistungen und Tiergesundheit mit Schlussfolgerungen für die Betreuung, Haltung Organisation 3. Umfelduntersuchungen zur Ermittlung von Risiko- und Belastungsfaktoren für die Tiere & Schwachstellen im Management 4. Staatliche Überwachung zur Überprüfung & Sicherung der Rechtskonformität 5. Informations- & Dokumentenaustausch, Anmeldung zu risikoreichen Fleischuntersuchung 6. Vor- & Nachbearbeitung von Sondermaßnahmen, Epidemiologisches Monitoring 7. Erstellen von Vorberichten für Betriebsbesuche, internes Audit, Koordination der Betriebsbewertung & Lieferantenbeurteilung 8. Bereitstellung von Frühwarn- & Alarminformation 9. Erstellung von Gesundheitszertifikate 
  • Wie erfolgt die allgemeine Seuchenprophylaxe? -  Alles Rein- alles Raus Prinzip -  Krankenstall -  Tierkörperbeseitigung -  Abproduktbeseitigung -  Prozesshygiene (Melk-, Geburtshilfe) -  Entwesung -  Reinigung, Desinfektion -  Fütterungshygiene -  Soziale, sanitäre Einrichtung Spezielle Seuchenprophylaxe:-  Prophylaktisch –diagnostische Untersuchungen -  Prophylaktische Impfungen -  Medikamentelle Prophylaxe -  Überwachung der Mitarbeiter auf Zoonosen 
  • 8) Worauf läuft das Tiergesundheitssystem beim Schwein hinaus? - Gesundheit & Leistungsfähigkeit hängen unmittelbar von tierhygienischen Bedingungen ab 
  • 9) Was versteht man unter dem Begriff Tierhygiene? - Unter dem Begriff Tierhygiene versteht man die Untersuchung der Wechselbeziehungen zwischen Umwelt & Tier mit dem Ziel der: ▪  Erhaltung der Gesundheit ▪  Artgemäßen Haltung & Pflege ▪  Vermeidung von Verhaltensstörungen ▪  Sicherung der genetischen Leistung ▪  Schutz der Umwelt vor der Beeinträchtigung durch die Tierhaltung 
  • 10) Wie wird die Zielsetzung verwirklicht? -  Umweltanalyse -  Hygienische Umweltgestaltung 
  • 11) Was wird in der Klinik behandelt? - Durchfall, deutlich schlankere Tiere, Gesäugeschäden.... 
  • 12) Was ist Haptoglobin? Haptoglobin ist....▪  ein sensitiver Parameter zur Einschätzung des allgemeinen Gesundheitsstatus von Schweinen ▪  kann im Rahmen der tierärztlichen Bestandsbetreuung und von überbetrieblichen Gesundheitsvorsorgeprogrammen hilfreich sein 
  • 13) Wie erfolgt die Bewertung der Tiergesundheit? - Die Beurteilung der Tiergesundheit stützt sich auf 3 Säulen ▪  Die klinisch Beurteilung der Tiere (erfassen klinischer Symptome) ▪  Die Analyse der Betriebs- & Leistungsdaten (labordiagnostisches Verfahren) ▪  Die serologische & pathomorphologische Untersuchung der Tiere ▪  Bei Infektionen ist Ziel, den Ausbruch zu verhindern ▪  Screening 
  • 14) Welches sind die Kernaufgaben im überbetrieblichen Qualitäts- & Gesundheitsmanagement? -  Bestandsbetreuung weiter systematisieren -  Dokumente einheitlich lenken & archivieren -  Audit besser steuern & für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess einsetzen -  Informationen zur Prozessverbesserung & Lieferantenbeurteilung überbetrieblich nutzen -  Schlachttier- & Fleischuntersuchungen -  Risiken besser analysieren & managen -  Strategische Entscheidungen aus monetärer Sich unterstützen 
  • 1) Was ist Gesundheit ? - Gesundheit ist der Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens (und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit) 
  • 2) Nenne die Einflüsse der Tierhaltung auf die Tierhaltung am Beispiel der Mastitis! -  Mastitis = Euterentzündung -  Genetische Veranlagung (z.B. Zitzenforn) -  Mastitiserreger -  Melkanlage (Vakuum, Pulstakt) -  Melktechnik -  Stand- und Laufflächen, Liegeboxen -  Stress (z.B. Transport, Hitze) -  Stoffwechselerkrankungen -  Fütterung -  Genetische Veranlagung (z.B. Zitzenform) 
  • 3) Definiere Pathologie!  Die Lehre von den Funktionsstörungen (Pathophysiologie) und den krankhaften Veränderungen der Organe und Gewebe (pathologische Anatomie) sowie deren Ursachen. 
  • 4) Was ist Ätologie? - Die Lehre von den Krankheitsursachen 
  • 5) Was wird als Pathogenese betrachtet? - Die Entstehung & der Verlauf einer Krankheit 
  • 6) Was ist Disposition? -  Die angeborene oder erworbene, ständige oder vorübergehende Anfälligkeit in Bezug auf eine bestimmte Krankheit. Die Krankheit entsteht erst dann, wenn eine Noxe hinzukommt. → Disposition + Noxe = Krankheit -  Man unterscheidet: Art-, Rassen-, Familien-, Geschlechts- & Altersdisposition 
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  • 7) Was ist eine Noxe? -  Stoff oder Umstand, der auf einen Organismus oder ein Körperorgan eine schädigende, pathogene Wirkung ausübt -  Im weiteren Sinne versteht man unter einer Noxe jede Art von Krankheitsursache -  Die Krankheit entsteht erst, wenn eine Noxe hinzukommt → Disposition + Noxe = Krankheit 
  • 8) Welche Arten der Disposition kennen Sie? - Man unterscheidet: Art-, Rassen-, Familien-, Geschlechts- & Altersdisposition 
  • 9) Was versteht man unter einer Konstitution? - Summe der erworbenen Dispositionen 
  • 10) Was versteht man unter Kondition? - Summe der ererbten & erworbenen Dispositionen 
  • 11) Welche verschiedenen Krankheitsverläufe gibt es? -  Akut: rascher Beginn, kurzer Verlauf -  Chronisch: schleichender Beginn, langwieriger Verlauf 
  • 12) Nenne die verschiedenen Krankheitsausgänge von chronischen Erkrankungen! -  Heilung -  Defekte bleiben zurück (Leiden) -  Rezidiv (= erneutes Auftreten einer Erkrankung nach vorausgegangener Heilung) -  Letal 
  • 13) Nenne endo- & exogene Krankheitsursachen! - Endogen:▪ Genetisch (Chromosomenaberrationen , Mutationen) - Exogen▪  Verletzungen (Traumen) ▪  Chem. Oder physikalische Schädigungen (Noxen) → z.B. Gift, Strahlung, Hitze, Kälte,... ▪  Alimentäre Faktoren ▪  Belebte bzw. vermehrungsfähige Krankheitserreger ▪  Störungen der Sauerstoffversorgung oder –verwertung ▪  Psychosoziale Schäden 
  • 14) Was kann man über Protozoa als Infektionserreger sagen? -  Meist sehr schnelle Teilungsrate → Überschwemmung der Wirte -  Bedeutsame Erkrankungen -  Entwicklung von verschiedenen Strategien, um im Freien zu leben &/oder auf einen neuen Wirt übertragen zu werden 
  • 15) Nenne wichtige Parasitosen! -  Amöbiasis (Amöbenruhr) -  Coccidiose (Kokzidiostatika) -  Malaria -  Toxoplasmose 
  • 16) Was sind Helminthes? -  = Würmer -  Wichtige Parasiten, die durch Lebensmittel übertragen werden können ▪  Trichinose ▪  Bandwurmbefall (Taeniasis) ▪  Fuchsbandwurm, Hundebandwurm (Echinococcose) ▪  Spulwurmbefall (Ascaridiase) 
  • 17) Was sind Arthropoden? -  Spinnentiere (Zecken, Krätze, Milben) -  Insekten (Läuse, Flöhe, Mücken, Fliegen) -  Arthropoden können Krankheiten direkt verursachen, haben aber zugleich große Bedeutung als (transmissive) Vektoren 
  • 18) Warum können Viren als Krankheitsursache dienen? - Pathogene Wirkung von Viren beruht auf zellschädigender Wirkung bei der Vermehrung in der Wirtszelle ▪  Zellzerstörende Prozesse ▪  Zelltransformierende Prozesse (onkogene Viren) ▪  Koexistenz von Virus & Zelle ohne erkennbare Zellschädigung bzw. nur mit partieller Zelldysfunktion 
  • 19) Nenne Beispiele für virale Erkrankungen! -  Maul- und Klauenseuche (MKS) -  Blauzungenkrankheit -  Tollwut -  Europäische Schweinepest -  Influenza 
  • 20) Was kann man über Pilze sagen? -  Eukaryonten -  Einzellige Mikroorganismen -  Von Zellmembran umschlossen -  Kein Zellwand -  Asexuelle Vermehrung (2 – oder 4- fach Teilung = Merogonie = Schizogonie*) -  Einige Arten können sich auch sexuell fortpflanzen -  * Schizogenie = Form der ungeschlechtlichen Fortpflanzung 
  • 21) Was sind Infektionskrankheiten? - Durch Erreger (biotische Faktoren) hervorgerufene Erkrankungen → Infektion ≠ Erkrankung 
  • 22) Was lösen obligat pathogene MO’s aus? - Primärinfektiöse Krankheiten, echte Infektionserkrankheiten, Organismus erkrankt 
  • 23) Was lösen fakultativ pathogene MO’s aus? -  Lösen Erkrankungen nur aus, wenn besondere äußere & innere Umstände zusätzlich aud den Organismus einwirken -  Sekundär-infektiöse Krankheiten = Faktorenkrankheiten („Opportunisten“) 
  • 24) Nennen Sie Symptome einer Entzündung! -  Entzündung = gleichförmige Reaktion des Gefässbindegewebes auf schädliche Einflüsse (Noxen) -  Rötung (Rubor) -  Schwellung (Tumor) -  Überwärmung (Calor) -  Schmerz (Dolor) -  Gestörte Funktion (Funtio laesa) 
  • 25) Was sind nicht-infektiöse Krankheiten? -  Sind nicht durch Krankheitskeime verursacht -  Sind nicht ansteckend -  Machen das Tier anfälliger für infektiöse Krankheiten 
  • 26) Nenne Beispiele für nicht-infektiöse Krankheiten? -  Ernährungsbedingte Krankheiten (Stoffwechsel- und Mangelerkrankungen) -  Vergiftungen -  Andere (z.B. Fremdkörper, Labmagenverlagerung, Fruchtbarkeitsstörungen)