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Agrarwissenschaften (Fach) / Nutztierwissenschaften 2 (Lektion)
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- 51) Was ist Rendement Napole (RN) ? - Merkmal für Fleischbeschaffenheit→ Verarbeitungseignung - Majorgen mit 2 Allelen (RN- und rn+ ) - Glykolytisches Potential im Muskel - Hamphire – Effekt ▪ hoher Glykogengehalt, p.m. verstärkte Milchsäurebildung → geringerer End-pH, helle Farbe - Arbeitsschritte:▪ Erfassung des Phänotyps (Sortierung + oder -) ▪ Genomscreening mit Markern
- 52) Erläutere die Erbfehlerproblematik! - Jede Abweichung von der normalen phänotypischen Ausprägung eines Organismus, die den Merkmalsträger in seiner physischen bzw. psychischen Gesundheit belastet & genetischen Ursprungs ist, ist als Erbfehler anzusehen - Abnormitäten der Struktur, Funktion oder des Stoffwechselns mit erblicher Komponente→ Defekte sind nicht immer klar abgegrenzt
- 53) Welche Punkte sind bei der Gendiagnostik beim Rind von Bedeutung? - Hornlosigkeit - Muskelansatz- BLAD- DUMPS- Eutergesundheit- Milchmenge- Weaver- Fabverreizung, Rotfaktor
- 54) Was ist der genomische Zuchtwert (GNZ) ? - Die Summe aller 54.001 SNP –Marker – Effekte sollte alle systematischen genetischen Unterschiede für alle Merkmale abbilden → Entkopplung Tier- & Leistungsprüfung → Anwendung der Formel auf typisierte Tiere→ innerhalb der gleichen Population→ unabhängig von: Alter, Geschlecht, Eigen - & Nachkommenleistung, Abstammung
- 1) Definiere Reproduktionsmanagement! Planung, Durchführung, Kontrolle & Steuerung von Maßnahmen zur Optimierung der Fruchtbarkeit, um ein Höchstmaß an biologischer Leistung zu gewinnen
- Wie lang ist der Reproduktionszyklus? 141 – 149 Tage 20 – 21 Wochen 2,5 – 2,6 Würfe / Jahr
- Wie lange sind die Sauen trächtig? 3 Monate, 3 Wochen & 3 Tage
- Wann ist die Laktation? 5 – 6 Tage nach dem Absetzen Dauer: 21 – 28 Tage
- Wann erfolgt das sog. „Umrauschen“? Nach 21 Tagen
- Was versteht man unter „Umrauschen“? Wenn eine Sau trotz geglückter Samenaufnahme noch einmal vor dem Abferkeln in die Brunst kommt, oder bei der TU als nicht tragend auffällt, dann bezeichnet man dies als „Umrauschen“
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- Nennen Sie Ursachen für Saugferkelverluste! - Erdrücken, Lebensschwäche, Kümmern, Unterkühlung → In den ersten Lebenstagen schon 70 – 85 % der Gesamtverluste → Management + Technik - Magen-Darmerkrankungen, Milchmangel, Gelenkentzündungen, Atemwegserkrankungen, Knochenbrüche → Gesundheits- & Hygieneniveu + Technik - Spreizer, Nervenentzündungen, Totbeißen, Missbildungen → Genetik + Management
- Repro – Kennzahlen! Siehe Katalog
- 9) Wie viele Tage ist das Absetz – Beleg – Intervall lang? - 6 – 7 Tage
- 10) Wie viel beträgt die Umrauschquote? ca. 8%
- Wie lang ist die Zwischenwurfzeit? ca. 150 Tage
- 12) Wie hoch ist die Abferkelrate? > 90%
- 13) Wie viel lebend geborene Ferkel gibt es pro Wurf? >12
- 14) Wie hoch sind ca. die Ferkelverluste? max. 12 %
- 15) Wie viele Ferkel werden abgesetzt? Min. 11 Ferkel
- 16) Wie oft wirft eine Sau pro Jahr? Min. 2,3 mal
- Wie viele lebend geborene Ferkel gibt es demnach pro Sau & Jahr? Min. 27 – 28 Ferkel
- Wie viele aufgezogene Ferkel je Sau & Jahr? Min. 24 Ferkel
- Wie lange ist die Nutzungsdauer von Sauen? Ca. 2,5 Jahre mit 5 – 6 Würfen
- Wie hoch ist die Remontierungsquote? 40%
- Wie erfolgt das Management? - Sauenplaner→ PC – geschützte Datenerfassung→alle Tierdaten (ökonomisch & biologisch) werden gespeichert & sind schnell abrufbar → Auswertung der Daten → Selektion & Remontierung→ schnelle Reaktion auf Leistungseinbrüche (z.B. bei Steigerung der Umrauscherquote) - Also für Ferkelproduzenten wichtig (laufende Kenntnis über seine Betriebsdaten)
- 22) Wie erfolgt die elektronische Tiererkennung? Transponder im Ohr
- 24) Was geschieht im Deckzentrum? - Vorbereitung : Vitamingabe (A, D, E, Selen) Hormonelle Brunstsynchronisation - Voraussetzungen:▪ Ausreichende Kondition der Sauen ▪ Temperatur: 21 °C ▪ Viel Licht ca. 200 – 400 Lux für ca. 16 Stunden pro Tag ▪ Regelmäßige Entfernung von Kot, zum Schutz vor Infektionen - Stimulation: ▪ Regelmäßiger Eberkontakt
- 25) Was ist ein sog. „Wartestall“ ? - Wartestall ▪ Gruppenhaltung (Pflicht seit 01.01.2013) - Möglichst wenig Stress▪ Weniger Rangkämpfe durch abgeschlossene Gruppenbildung in Arenabucht ▪ Gute Stallbedingungen (Klima, Futter, etc.) - Beobachtung (täglich)▪ Umrauschekontrolle ▪ Tiergesundheit - Vorbeuge von MMA ( = infektiöse Faktorenkrankheit)▪ Mastitis (Gesäugeentzündung) ▪ Metritis (Gebärmutterentzündung) ▪ Agalaktie (Milchmangel, Milchlosigkeit) -> Auf optimale Körperkondition achten (Fütterung) -> Bewegung!!
- 26) Was geschieht im Abferkelstall? Was ist zu beachten? - Vorbereitung fürs Abferkeln▪ Hygiene (Stall reinigen/desinfizieren + Sauendusche) ▪ Rechtzeitiges Umstallen (ca. 5 Tage vorher) ▪ Angenehmes Klima (18 – 20 °C) ▪ Ausreichend Futter & Wasser ▪ Auf Geburtsanzeichen achten (Milch, etc.) - Vorbeugung – MMA▪ Futterreduktion 2 Tage vorher ▪ Eventuell Gabe von Glaubersalz ▪ Rohfaserreiches Futter ▪ Temperaturkontrolle der Sauen -> ab über 39,3 °C behandeln! - Optimale Klimaverhältnisse schaffen▪ Ferkel: 30 – 35 °C im Ferkelnest ▪ Sau: max. 20 °C, keine Zugluft - Geburt▪ Überwachung der Geburt ▪ Geburtsverlauf: Ferkel im Abstand von 5 – 15 Minuten ▪ Dauer: 2 – 8 Stunden
- 26) Was geschieht im Abferkelstall? Was ist zu beachten? - Vorbereitung fürs Abferkeln▪ Hygiene (Stall reinigen/desinfizieren + Sauendusche) ▪ Rechtzeitiges Umstallen (ca. 5 Tage vorher) ▪ Angenehmes Klima (18 – 20 °C) ▪ Ausreichend Futter & Wasser ▪ Auf Geburtsanzeichen achten (Milch, etc.) - Vorbeugung – MMA▪ Futterreduktion 2 Tage vorher ▪ Eventuell Gabe von Glaubersalz ▪ Rohfaserreiches Futter ▪ Temperaturkontrolle der Sauen -> ab über 39,3 °C behandeln! - Optimale Klimaverhältnisse schaffen▪ Ferkel: 30 – 35 °C im Ferkelnest ▪ Sau: max. 20 °C, keine Zugluft - Geburt▪ Überwachung der Geburt ▪ Geburtsverlauf: Ferkel im Abstand von 5 – 15 Minuten ▪ Dauer: 2 – 8 Stunden ▪ Nachgeburt: bis ca. 0,5 – 2 Stunden nach dem letzten Ferkel ▪ Ggfs. Einsatz von Calcium & Oxytocin - Ferkel▪ Geburtsgewicht Ferkel: 500 – 2300 g (im Mittel ca. 1,4 kg) ▪ Ggfs. Wurfausgleichung oder Ammenhaltung - Absetzen▪ 21 – 28 Tage (gesetzlich vorgeschrieben) -> im Mittel ca. 6 – 8 kg ▪ Einfluss auf die Kondition der Sau ▪ Einfluss auf Würfe/Jahr ▪ Einfluss auf Ferkelzahl/Jahr
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- 26) Was geschieht im Abferkelstall? Was ist zu beachten? - Vorbereitung fürs Abferkeln▪ Hygiene (Stall reinigen/desinfizieren + Sauendusche) ▪ Rechtzeitiges Umstallen (ca. 5 Tage vorher) ▪ Angenehmes Klima (18 – 20 °C) ▪ Ausreichend Futter & Wasser ▪ Auf Geburtsanzeichen achten (Milch, etc.) - Vorbeugung – MMA▪ Futterreduktion 2 Tage vorher ▪ Eventuell Gabe von Glaubersalz ▪ Rohfaserreiches Futter ▪ Temperaturkontrolle der Sauen -> ab über 39,3 °C behandeln! - Optimale Klimaverhältnisse schaffen▪ Ferkel: 30 – 35 °C im Ferkelnest ▪ Sau: max. 20 °C, keine Zugluft - Geburt▪ Überwachung der Geburt ▪ Geburtsverlauf: Ferkel im Abstand von 5 – 15 Minuten ▪ Dauer: 2 – 8 Stunden ▪ Nachgeburt: bis ca. 0,5 – 2 Stunden nach dem letzten Ferkel ▪ Ggfs. Einsatz von Calcium & Oxytocin - Ferkel▪ Geburtsgewicht Ferkel: 500 – 2300 g (im Mittel ca. 1,4 kg) ▪ Ggfs. Wurfausgleichung oder Ammenhaltung - Absetzen▪ 21 – 28 Tage (gesetzlich vorgeschrieben) -> im Mittel ca. 6 – 8 kg ▪ Einfluss auf die Kondition der Sau ▪ Einfluss auf Würfe/Jahr ▪ Einfluss auf Ferkelzahl/Jahr
- 27) Was kann vorbeugend gegen MMA getan werden? - Futterreduktion 2 Tage vorher - Eventuell Gabe von Glaubersalz - Rohfaserreiches Futter - Temperaturkontrolle der Sauen -> ab über 39,3 °C behandeln!
- 28) Worauf ist bei der Geburt zu achten? - Überwachung der Geburt - Geburtsverlauf: Ferkel im Abstand von 5 – 15 Minuten - Dauer: 2 – 8 Stunden - Nachgeburt: bis ca. 0,5 – 5 Stunden nach dem letzten Ferkel - Ggfs. Einsatz von Calcium & Oxytocin
- 29) Was lässt sich dann zu den Ferkeln sagen? - Geburtsgewicht: 500 – 2300 g - Im Mittel: 1,4 kg - Ggf. Wurfausgleich oder Ammenhaltung
- 30) Nennen Sie Details zum Absetzen! - 21 – 28 Tage (gesetzlich vorgeschrieben) -> im Mittel ca. 6 – 8 kg - Einfluss auf die Kondition der Sau - Einfluss auf Würfe/Jahr - Einfluss auf Ferkelzahl/Jahr - Eisenversorgung & Impfung - Schwänze kupieren & Kastration→ bis zum 4. Lebenstag ohne Betäubung, nur Beruhigungsmittel, danach mit & von Tierarzt - Kastration: nach 7. Tag nur durch Tierarzt unter Anästhesie & Schmerzmitteln - Alternativen zur Kastration: Narkose, örtliche Betäubung, Vereisung, Ebermast, Spermasexing, Zucht auf geringen Ebergeruch
- 31) Was ist die Arenabucht? - Unmittelbar nach dem Absetzen - 48 h Aufenthalt - Rangkämpfe / Förderung der Gruppenbildung - Rauschefaktoren ▪ Bewegung ▪ Licht ▪ Luft ▪ (Eberkontakt)
- 32) Was ist die sog. Immunokastration? - Immunologisches Präparat (Impfung) - Prinzip: Immunisierung mit Improvar ® induziert eine Immunreaktion gegen GnRF (=Gonadotropin-Releasing-Faktor) - Senkung des Testosteronspiegels - Senkung von Androstenon → verminderter / kein Ebergeruch mehr - 2 – malige Injektion nötig 1. Injektion bis zur 15. Lebenswoche (sensibilisiert das IS) 2. Injektion: 4 – 6 Wochen vor der Schlachtung → bewirkt Rückbildung der Hodenfunktion → die Konzentration unerwünschter Geruchsstoffe wird reduziert -> Tier wächst bis zur Impfung als nicht kastrierter Eber auf!
- 34) Nenne alle Faktoren zur Ebermast! in EU derzeit v.a. in Ländern mit niedrigen Schlachtgewichten von max. 80kg in D mittlere Schlachtgewichte von > 95 kgVoraussetzungen Jungebermast→ Schlachtgewicht 80 kg, Lebensalter max. 150 – 170 Tage → Akzeptanz durch Handel & Verbraucher ungewiss
- 36) Nenne alle damit verbundenen Kostenfaktoren! - Neubaukosten: 3000 – 3500 € - Umbaukosten zu Gruppenhaltung → Teilumbau: ca. 400 € / Platz → Komplettumbau: 600 – 1000 € / Platz → Mehrbedarf an Platz: ca. 25 %
- 1) Wie steht es um Genehmigungsverfahren hinsichtlich Stallanlagen in der Schweinehaltung? - Baurechtlich / immissionsschutzrechtlich (je nach Tierbestandsgrößen) - Genehmigungsbehörden begleiten das Verfahren - Verfahren können sehr lange dauern, wenn Sondergutachten erforderlich sind - Zunehmende Ablehnung (Nachbarn, Kommune) - Landwirte sollten sich Profis zur Hilfe holen
- 2) Wofür ist das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) verantwortlich? - Genehmigungsgrenzen - Grenzwerte der zu akzeptierenden Geruchswahrnehmungshäufigkeiten - Staubgrenzwerte - Ammoniakgrenzwerte & Mindestabstände
- 3) Was sind die Planungsgrundlagen bei der Bauleitplanung? - Ortsentwicklung (Gestaltung des Ortsbildes) - Umwelt & Natur - Gesunde Wohn- & Arbeitsverhältnisse (Vermeidung von Stallgeruch & Betriebslärm) - Sparsamer Umgang mit Grund & Boden (Flächen für landw. Nutzung, Wald & Wohnzwecke nur notfalls anders nutzen) - Strikte Abwägung zwischen öffentlichen & privaten Belangen
- 5) Was kosten Ställe für Milchvieh, Mastbullen, Sauen, Hühnermast? - Milchvieh (50 – 60) : 4000 – 5000 € je Tierplatz - Mastbullen (> 120): 1000 – 1250 € je Tierplatz- Sauen (> 80): 2000 – 2500 € je Tierplatz- Hühnermast (> 30.000): 6 – 7 € je Tierplatz
- 6) Was lässt sich zur Haltungstechnik und zum Arbeitsverfahren in der Ferkelzucht sagen? - Struktur des Tierbestandes & Platzzähler in den Haltungsabschnitten - Rechtliche Rahmenbedingungen - Gestaltung von Abferkelbereich, Deckzentrum & Wartebereich
- 7) Nach wie viel Tagen sind Sauen wieder belegfähig? nach 5 Tagen
- 8) Nenne wiederbekehrende Arbeitsrhythmen! - Einwöchig: Tier-Umtrieb - Zweiwöchig: Reinigungs- & Desinfektionsarbeiten - Dreiwöchig: andere Routinearbeiten (z.B. Tierbehandlungen)
- 9) Wie lang ist die Zwischenwurfzeit bei je 3 & 4 Wochen Säugezeit? - Bei 3 Wochen Säugezeit: 20 Wochen (= 3 (Säugen) + 1 (Güstzeit) + 16 (Trächtigkeit)
- 9) Wie lang ist die Zwischenwurfzeit bei je 3 & 4 Wochen Säugezeit? - Bei 3 Wochen Säugezeit: 20 Wochen (= 3 (Säugen) + 1 (Güstzeit) + 16 (Trächtigkeit) - Bei 4 Wochen Säugezeit: 21 Wochen ( = 4 +1 + 16 )
- 10) Was wird als Güstzeit bezeichnet? - Die Zeit zwischen Absetzen & Besamung
- 13) Welche Arten der Stallbelegung gibt es? - kontinuierliche Stallbelegung ▪ alle Tiere im Bestand sind (zufällig) in unterschiedlichen Stadien derReproduktion (zB 4/21 im Abferkelstall; 4/21 im Deckzentrum; 13/21 im Wartestall) - Rein-Raus-Belegung (90 % der Ställe)▪ Sauenbestand ist in Gruppen eingeteilt ▪ Alle Tiere einer Gruppe sind im gleichen Reproduktionsstadium & etwa gleich groß