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Entwicklungspsychologie (Fach) / Allgemein (Lektion)

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Allgemein

Diese Lektion wurde von funzies08 erstellt.

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  • Gegenstand der EP: Entwicklungspsychologie befasst sich mit Veränderungen und Stabilitäten im Lebenslauf (Ontogenese), gelegentlich auch in Bezug auf die Phylogenese (Stammesgeschichte)
  • Traditioneller Entwicklungsbegriff -          Entwicklung qualitativ (nicht quantitativ) -          Entwicklung irreversibel und universell -          Stufenmodell: Frühere Entwicklungsstufen = Voraussetzung ...
  • Kritik am traditionellen Entwicklungsbegriff: - Entwicklung ... Entwicklung ergibt nicht immer etwas Höherwertiges -          Kriterien für die Bewertung? (z.B. Persönlichkeitsmerkmale, Wertorientierungen) -          Fehlentwicklungen -          ...
  • Moderner Entwicklungsbegriff 1. - - 2. - - 3. ...   Kontinuierliche Entwicklung ·         Gradliniger Prozess ·         Individuum erweitert Schrittweise schon vorhandene Fähigkeiten -          Diskontinuierliche Entwicklung ...
  • Ziele der EP Beschreibung, Erklärung und Modifikation … -          … intraindividueller Veränderungen im Verhalten über den Lebenslauf -          … interindividueller Differenzen und Ähnlichkeiten ...
  • Theoretische Positionen der Entwicklung Kernfrage: Kernfrage: Ist das Subjekt Gestalter seiner Entwicklung oder wird seine Entwicklung von inneren und äusseren Kräften gelenkt?   UMWELT         Aktiv Nicht aktiv ...
  • Exogenistische Auffassung Entwicklung des Kindes vollständig durch Umwelt und den dadurch ermöglichten Lernerfahrungen bedingt → Behaviorismus, Vertreter: Watson Skinner, Bloom
  • Methodische Zugänge -> Alters-qs -> Funktions-ls Altersquerschnitte: -          Vorgeburtliche Phase -          Säuglingsalter (Geburt - 2 J.) -          Frühe Kindheit (2 – 6J.) -          Mittlere Kindheit ...
  • Endogenistische Theorie   -          Reifungstheorien -          Von Geburt an alles vorhanden (Anlagen) -          Unter geeigneten Umweltbedingungen Entwicklung nach innerem Plan (sensible Perioden)à ...
  • Selbstgestaltungstheorien   -          Mensch = Produzent seiner eigenen Entwicklung -          Individuum entwickelt sich aufgrund eines selbstgesteuerten Konstruktionsprozesses -          Umwelt: ...
  • Interaktionistische Theorie   -          Umwelt und Subjekt aktiv an der Entwicklung beteiligt -          Mensch + Umwelt = Teilsysteme, stehen in gegenseitigem Austausch, beeinflussen sich -          ...
  • Methoden der EP: Design   -          Längsschnittuntersuchungen à die gleichaltrige Personen werden zu verschiedenen Zeitpunkten mehrmals untersucht ·         Probleme: Ursachen für Veränderung à Alterseffekte, ...
  • Methoden der EP: Erhebungsverfahren   -          Beobachtung (häufig bei experimentellen Studien mit Säuglingen/Kleinkindern, z.B. Habituations-Dishabituations-Paradigma) ·         Offen vs. Verdeckt ·         ...
  • Methoden der EP: Erhebungsverfahren   -          Beobachtung (häufig bei experimentellen Studien mit Säuglingen/Kleinkindern, z.B. Habituations-Dishabituations-Paradigma) ·         Offen vs. Verdeckt ·         ...
  • Anlage-Umwelt-Einflüsse   Begabungen und Persönlichkeitseigenschaften werden vermutlich multigenetisch vererbt (d.h., es sind mehrere Gene dafür verantwortlich) → Erbanlagen können ohne Umwelt keinen Einfluss haben und ...
  • Zwillings- und Adoptivkinderforschung   Aussagekräftig sind v.a. die Zwillings- und Adoptivkinderforschung à eineiige Zwillinge, die früh getrennt wurden, weisen im Erwachsenenalter doch sehr viel      ähnlichere Intelligenzleistungen ...
  • Anlage – Umwelt - Kovariationstypen   Anlage – Umwelt -  Kovariationstypen I Passive Anlage-Umwelt-Kovariation, Kind trifft auf Umwelt, die ihm (seinem Genotyp) mehr oder weniger entspricht. Entspricht es ihm, ist Kovariation gegeben, ...
  • Pränatale Entwicklung allgemein   -          Ab 18-20 Tagen: ZNS bildet sich heraus -          Nach 4 Wochen: innere Organe bilden sich, Extremitäten beginnen zu spriessen -          8-12 Wochen: innere ...
  • Pränatale Entwicklung des Gehirns   -          Erster Wachstumsschub des Gehirns zwischen 3. Und 5. Gestationsmonat, ein zweiter folgt wenige Wochen vor Geburt, hält mehrere Monate an à in dieser Zeit differenzieren sich die ...
  • Vorgeburtliche Risiken   Ø  20% der befruchteten Eizellen überleben bis zur Geburt Ø  50% der Eizellen stirbt in den ersten Wochen ab (vor Einnistung im Uterus) Ø  20% Frühe Spontanabort Ø  10-15% Spontane Fehl-/Totgeburten ...
  • Teratogene Risiken   -          3% der Kinder kommen mit Missbildungen der Giedmassen/Organe zur Welt -          Ursachen dafür (=Teratogene) oft schwer zu ermitteln à Spontane Missbildungen / solche ...
  • Frühgeburt   -          Definition: Geburt vor 37. Gestationswoche oder weniger als 2.5 kg schwer -          Ca. 7% aller Geburten -          Können heute bereits ab der 24./25. Woche ...
  • Erkenntnistheoretische Grundpositionen zur Entwicklung ...   Empirismus Nativismus Wissen nur über die Sinnesorgane Angeborene Wissenskategorien Sinnesempfindung (sensation) à Elementarer Prozess der Reizaufnahme und –registrierung Wahrnehmung ...
  • Verfahren / Methoden Säuglingsforschung   Ø  Präferenz-Paradigma ·         Z.B. Gesichtsähnliche Muster für Säugling interessanter à schaut länger hin (angeborene Orientierung an den Menschen) Ø  Habituation-Dishabituation ...
  • Riechen, Schmecken, Hautsinne, Gehör   Riechen, Schmecken, Hautsinne -          Geschmacks- und Geruchssinn bereits bei der Geburt gut ausgebildet -          Neugeborene reagieren auf Streicheln und Schmerzreize   Hören ...
  • Sehsinn -          Sehschärfe bei Neugeborenen noch schwach (erreicht mit 12 Monaten optimales Niveau), -          peripheres Sehen beim Neugeborenen kaum entwickelt -          Bilder ...
  • Soziale Aufmerksamkeit   à ab 8/9 Monaten: „joint attention“, gemeinsame Aufmerksamkeit auf Objekte à ab 9 Monaten: Orientation nach Blickrichtung des Erwachsenen à ab 9-12 Monaten: Kind versteht Zeigegeste, benutzen ...
  • Form- und Objektwahrnehmung   Formwahrnehmung: Bsp. Erkennung Quadrat (ab 4 Monaten), erkennen von unvollständigem Motorrad (ab 12 Monaten) Objektwahrnehmung: 3 Monate: zwei Gegenstände werden als getrennt  wahrgenommen, wenn ...
  • Intermodale Wahrnehmung   ·         Verknüpfung von Sinnesinformationen: Sehen, Tasten, Greifen ist intermodal miteinander verbunden, beim Greifen werden visuelle Erkenntnisse genutzt ·         Übertragung ...
  • Motorik der Neugeborenen Motorische Unreife: motorisches Repertoire gering („fötal“ bis 2. Monat), Muskelkraft gering. Grund: Wachstum des Gehirns, Kopfumfang à Vorverschiebung der Geburt notwendig! motorische Muster wenig ...
  • Neugeborene: Saugen   Mit Atmen optimal koordiniert (Saugen, Schlucken, Atmen gleichzeitig möglich) Hat erregungsregulierende Funktionen: - taktile und motorische Stimulation beruhigt - süssen Geschmack der Milch (beruhigt ...
  • Auge-Hand-Koordination   Neugeborene Armbewegungen 2 M. Synergie von Hand- und Armbewegung ab 4 M. Gezieltes visuell gesteuertes Greifen 4-8 M. Greifen nach Objekten im Dunkeln (falls diese leuchten ...
  • Entwicklung des Greifens Neugeborene Greifreflex (durch Berührung der Handinnenflächen ausgelöst, bewegt Arm in Richtung eines Objektes mit überzufälligem Greiferfolg) à verschwindet nach ca. 2 M. 1-2 M. Betrachtet ...
  • Die Stadien der sensumotorischen Stufe nach Piaget   1. M. Übung angeborener Reflexmechanismen ab 2. M. Primäre Kreisreaktion: angenehme Schauspiele anhalten lassen, aktivierte Schemata werden wiederholt (z.B.: klopfen, rasseln) ...
  • Denken: Imitation Bestimmte Verhaltensweisen (z.B. Herausstrecken der Zunge, Öffnen des Mundes) bereits von Neugeborenen imitiert, gehen ab dem 2. M. aber wieder zurück und nehmen erst nach 6. Monat wieder deutlich zu. ...
  • Denken: Objektpermanenz    5 M.: sucht nicht nach verstecktem Gegenstand ab 8 M.: Kind beginnt zugedecktes Objekt zu suchen (dort wo es zuerst verschwunden ist) 9-12 M.: A- nicht B- Suchfehler, Kind sucht an beiden Orten, ...
  • Objektkonstanz z.B. Grosse /kleine Möhre, mögliches vs. Unmögliches Ereignis à schon 3 monatige beobachten unmögliches Ereignis länger, d.h. Verständnis für Objektkonstanz vorhanden.
  • Können Säuglinge zählen? möglicher vs. Unmöglicher Ausgang à Kinder schauen beim unmöglichen länger hin, d.h. sie können schon mit 5 M. Mengen repräsentieren.
  • Visuelle Klippe vor Entwicklung der eigenen Fortbewegung (7-10 M.): noch keine Anst vor Klippen, obwohl es Tiefe wahrnimmt
  • Komponenten und Kompetenzen der Sprachentwicklung - Phonologische Kategorisierung à Säuglinge können ba von pa unterscheiden - 4 Tage alte Säuglinge unterscheiden aufgrund prosodischen Merkmale Muttersprache   (Saugrate signifikant höher bei Präsentation ...
  • Phonologische und lexikalische Entwicklung   1. Gurren (ab 6-8 W.)     Lachen (ab 2-4 M.) 2. Imitation vorgesprochener Vokale 3. Lallstadium, kanonisch (zw. 6-9 M.) 4. Produktion erster Wörter (10-14 M.) 5. Erreichen 50 Wörter Marke (ca. ...
  • Aussprachefehler à Silbenwiederholung („Tata“ für Tasse) à Auslassung unbetonter Silben („wart“ für warte) à Reduktion von Konsonantenclustern („Beatice“ für Beatrice) à Vorwärts- und rückwärtsgerichtete ...
  • Drei Phasen der lexikalischen Entwicklung Phase Merkmale Theoretische Erklärung Früher Worterwerb (ab ca. 10.M.) Pragmatischer Gebrauch: soziale Wörter, spezifische Benennung Assoziative Verknüpfungen im sozial – interaktiven ...
  • Früher Worterwerb -          Erkennen des eigenen Namens im Lautstrom (4 M.) -          Unterscheidung muttersprachlicher von fremdsprachlichen Wörtern aufgrund der Prosodie (Gesamtheit der Eigenschaften ...
  • Mechanismen des Worterwerbs: Constraints -          Ganzheitsconstraint: Annahme, dass sich ein neues Wort auf ein ganzes Objekt und nicht auf seine Teile oder Eigenschaften bezieht -          Taxonomieconstraint: Annahme, ...
  • Syntaktische Entwicklung   Mit 16-18 M. können Kinder syntaktische Information aufnehmen à z.B. Satz „Das Monster kitzelt den Vogel.“ vom Satz „der Vogel kitzelt das Monster.“ unterscheiden.  
  • Fortschritte in der morphosyntaktischen Fähigkeiten ... Zwischen 2 und 4 J. erwirbt Kind wichtigste Satzkonstruktionen! à Erwerb Passivkonstruktion: „Der Junge wird von der Katze gejagt.“ (vor Erwerb à der Junge jagt die Katze.) Strategie: Satzteile ...
  • Vom impliziten zum expliziten Sprachwissen   implizites Sprachwissen (ab 5 J.) à korrekter Sprachgebrauch und erfolgreiche Kommunikation, aber kann Sprachgebrauch nicht reflektieren interne Reorganisation (ab 6 J.) à z.B. spontane Selbstkorrektur ...
  • Sprache: Entwicklung pragmatische Kompetenz   8-10 M. Wörter von Pers./Obj., die es haben möchte (Protoimperative) oder auf die es verweist (Protodeklarative) ab 11 M. Zeigen auf Objekte, über die die Mutter sich äussern soll ...
  • Sprechhandlung Fähigkeit, alte und neue Informationen sprachlich abzugrenzen (5 -7 J.) Auch: protestieren, wenn es keinen Sinn ergibt (z.B. Herr Meier steht vor der Verkäuferin. Sie bezahlt all die feinen Sachen.)

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