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Krankheitslehre (Fach) / EXAMEN (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Tiara98 erstellt.

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  • Beschreiben sie den Ablauf der Diagnose mit Labor bei nephrotischem Syndrom ausführlich Labordiagnostik: Serumalbumin, Serumeiweißelektrophorese, Nieren-Retentionswerte (Harnsäure, Harnstoff, Kreatinin), GFR, Autoantikörper, Cholesterin, Triglyceride, Urin: 24h-Sammelurin, Bestimmung auf Eiweiß und Menge, Quantität und Qualität der Proteine Bildgebende Verfahren: Nierensonographie, Nierenbiopsie mit Histologie (dadurch weiß man, welche Glomerulonephrititis ist es)
  • Nennen sie zwei Komplikationen die im fortgeschrittenen Stadium dieser Erkrankung auftreten können CNV, Nierenvenenthrombose
  • Beschreiben Sie die allgemeinen und spezielle Therapie des Nephrotischen Syndroms Behandlung der Grunderkrankung und ggf. Gabe von ImmunsuppresivaDiuretikaJe nach Ausmaß der Ödeme  FlüssigkeitsbilanzierungSalzzufuhr reduzieren auf unter 6 g /d Normalisierung der Eiweißkonzentration im Blut  0,6-0,8 g hochwertiges Eiweiß pro kg KG (je nach Menge der Proteinausscheidung) blutdrucksenkende Medikamente (ACE Hemmer)Blutgerinnungshemmer (Heparin, Marcumar) zur Thromboseprophylaxeoptimale Diabeteseinstellungcholesterinfreie/-arme Nahrungsmittel bevorzugen (pflanzliche LM und Öle)Austausch von GFS gegen MUFS, z.B. fettreicher SeefischKontrolle Nierenfunktion und BDImmunglobulinsubstitutionAntibiotika 
  • Beschreiben sie die Einteilung und Ätiologie des Cushing-Syndrom Exogenes (iatrogenes) Cushing-Syndrom (häufig): Meist durch Langzeitbehandlung mit Glukokortikosteroiden oder ACTH im Rahmen z.B. einer Therapie von CED  Endogenes Cushing-Syndrom (selten, meist bei Frauen):  ACTH-abhängige Form• mit sekundärer NNR-Hyperplasie (85 %) • zentrales Cushing-Syndrom (M.Cushing) meist durch ein Adenom des HVL (dieser produziert vermehrt ACTH und in Folge vermehrt Cortisol)• ektopes Cushing-Syndrom (ACTH wird in anderen Organen überproduziert z. B. in der Lunge in kleinzelligen Bronchialkarzinomen)  ACTH- unabhängige Cushing-Syndrom (15%)• Kortisolproduzierende Nebennierenrinden-Tumore (bei Erwachsenen überwiegend Adenome, bei Kindern oft Karzinome)                                        • Alkoholinduziertes Cushing-syndrom: vermehrte ACTH-Produktion durch einen dauerhaft erhöhten Alkoholkonsum. 
  • Erläutern sie die Klinik des Cushing-Syndrom mit den Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel, Eiweiß-und KH-Stoffwechsels Fettstoffwechsel: Vollmondgesicht, Stiernacken, Stammfettsucht (Hypercholesterinämie), Eiweißstoffwechsel: Osteoporose, Myopathie mit Muskelschwund Kohlenhydratstoffwechsel: Diabetogene Stoffwechsellage
  • Nennen sie zwei Folgeerkrankungen / Komplikationen eines Cushing-Syndrom Hypertonie  -> erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre ErkrankungenDepressionen und Psychosen
  • Alle Wirkungen von Glukokortikoide • Glukokortikoide steigern den Blutzuckerspiegel durch verschiedene Mechanismen, z.B. durch:-> Stimulation der zellulären Glucoseproduktion (Gluconeogenese, vor allem in der Leber)-> Stimulation der Glucagon-Sekretion-> Hemmung der zellulären Glucoseaufnahme-> Hemmung der Insulin-Sekretion • Stimulation der Fettmobilisierung aus Adipozyten (Lipolyse) • Antiphlogistische bzw. antiinflammatorische Wirkung-> Glukokortikoide können eine Entzündungsreaktion auf nahezu allen Ebenen hemmen, in dem sie den Zellstoffwechsel der beteiligten Zellen steuern.
  • Beschreiben Sie das CNV mit Definition Irreversible Niereninsuffizienz bei progressivem Untergang von funktionstüchtigem Nierengewebe, über einen Zeitraum > 3 Monate findet man eine Reduktion der geschätzten GFR < 60 ml /min./1,73m2 und Zeichen einer Nierenschädigung (pathologische Veränderungen im Serum und/oder Urin oder in der Bildgebung); Albuminurie 
  • Nennen sie die zwei häufigsten Ursachen für diese Erkrankung. Diabetische Nephropathie (30%), Glomerulonephritiden (15%)
  • Nennen und erklären Sie die Symptome, die bei einer fortgeschrittenen Niereninsuffizienz auftreten auch hinsichtlich der betroffenen Organe / Organsysteme. Ödeme,Urämische Polyneuropathie (Parästhesien),Muskelfibrillieren,Hypertonie,Lungenstauung (durch Na-und Wasserretention),Perikardreiben oder –erguss (urämische Perikarditis), Pleuritis, - Schrumpfnieren,Renale Osteopathie 
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  • Stadieneinteilung CNI !!!
  • Nennen sie die Indikationen, die im dargestellten Fall den Arzt veranlasst haben den Patienten zur Dialyse anzumelden. Allgemein: Dialyse wird notwendig, wenn: Serumharnstoff auf> 200 mg/dl ansteigt,schwer einstellbare Hypertonie besteht,therapierefraktärer Hyperkaliämie oder /und Azidoseschwerer Hyperphosphatämie,diuretikaresistenter Überwässerung,urämischer Perikarditis, Gastroenteritis/ bei urämischen Syndromen,renaler Anämie,GFR <15ml/min.Anurie und Serumkreatininanstieg >1,0 mg/dl in 24 Std. (akutes Nierenversagen)
  • Nennen sie zwei Dialyseverfahren. Hämodialyse, Peritonealdialyse
  • Definition GERD Refluxösophagitis GERD= gastro ösophageale Refluxkrankheit
  • Erläutern sie die Ursache von GERD Primär Insuffizienz des unteren Ösophagussphincter unklarer GeneseZwerchfellbruch
  • Nennen sie mindestens drei Risikofaktoren für GERD Alkohol, NikotinÜbergewicht und genetische FaktorenHäufig im letzten Trimenon der Schwangerschaft
  • Erläutern sie ausführlich zwei wichtige Komplikationen von GERD RefluxösophagitisBarrett-Syndrom (Präkanzerose) beide Komplikationen werden mittels Ösophagogastroduodenoskopie diagnostiziert
  • Nennen Sie die Erkrankung, die man differentialdiagnostisch bei GERD abklären muss. Koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Welche diagnostischen Möglichkeiten gibt es, um die Verdachtsdiagnose GERD zu bestätigen. Anamnese und KlinikGastroskopie mit BiopsieManometrie (Druckmessung des unteren Schließmuskels)Säuremessung (24h pH - Metrie)
  • Beschreiben sie die therapeutischen Möglichkeiten (Allgemeinmaßnahmen, die medikamentöse und die chirurgische Therapie) bei GERD AllgemeinmaßnahmenAntirefluxlagerung zur Nacht (Oberkörperschräglage)Fettreiche Mahlzeiten, Alkohol, Nikotin, Kaffee, Schwarz- und Pfefferminztee, Schokolade, Zitrusfrüchte und Obstsäfte bei Unverträglichkeit meidenKleine AbendmahlzeitenNormalisierung des KörpergewichtsMehrere, Kleine über den Tag verteilte, proteinreiche Mahlzeiten Medikamente Protonenpumpeninhibitoren (Mittel der Wahl) durch die wird die Magensäure gehemmt (meist Langzeittherapie nötig) ChirurgieEine operative Maßnahme sollte nur bei Therapieversagen durchgeführt werden
  • Welche Formen und Ursachen einer Hepatitis kennen Sie? akute oder chronische Virushepatitis durch Hepatitis-A-, -B-, -C-, -D- oder -E-VirusBegleithepatitis bei systemischer Virusinfektion; Ursachen: Zytomegalievirus, Ebstein-Barr-Virus, Coxsackie-Virus, Herpesviren, Varizella-Zoster-Virus, Adenoviren, HIV, Gelbfiebervirus, RubellavirenHepatitis bei bakteriellen Infektionen; Ursachen: Leptospiren (Morbus Weil mit Hepatitis und Nephritis), Brucellen (Q-Fieber)arzneimittelinduzierte HepatitisAlkoholhepatitis (Fettleberhepatitis)Autoimmunhepatitis
  • Welche Laborparameter bestimmen Sie bei V. a. Hepatitis B und welches Ergebnis erwarten Sie bei einer akuten (!) Infektion? HBs-Antigen (HBs-Ag): positivHBe-Antigen (HBe-Ag): positivHBV-DNA: positiv (sensitivster Parameter zum Nachweis der Virämie)anti-HBc-IgM: positivanti-HBc-IgG: negativanti-HBs: negativ, kann ca. 5 Wochen nach der Infektion positiv werdenanti-HBe: negativ, kann ca. 4 Wochen nach der Infektion positiv werden
  • Wie wird eine akute (!) Hepatitis B behandelt? symptomatisch: körperliche Schonung, Vermeidung aller potenziell leberschädigenden Substanzen (z. B. Alkohol, Medikamente)Bei akuter Hepatitis B besteht keine Indikation zur antiviralen Therapie!Bei fulminanter Hepatitis B (ca. 1% der Fälle) mit akutem Leberversagen Indikation zur Lebertransplantation.
  • Gegen welche Hepatiden besteht eine Schutzimpfung? A, B, indirekt D (durch B) 
  • Welche Untersuchung hat Ihrer Ansicht nach die höchste Priorität bei der weiteren Abklärung? Begründen Sie Ihre Aussage! (Abklärung von seit mehreren Tagen bestehenden Schmerzen im linken Unterbauch in Ihre Klinik überwiesen und kommt zu Ihnen auf Station. Außer den Schmerzen gibt der Patient einen Wechsel von Obstipationsneigung und Durchfällen an.) Ein CT des Abdomens, da der Verdacht auf das Vorliegen einer Divertikulitis besteht. Solange eine Divertikulitis bei verdächtiger Klinik nicht durch ein CT ausgeschlossen ist, ist die Durchführung einer Koloskopie relativ kontraindiziert, da durch die Luftinsufflation die Gefahr der Perforation besteht. Die Röntgenuntersuchung des Darms mit (wasserlöslichem) Kontrastmittel ist im Vergleich zum CT weniger spezifisch für Divertikulitis, da zwar die Divertikel dargestellt werden können, nicht aber die entzündliche Wandverdickung.
  • Nennen Sie die 3 Ihrer Ansicht nach wahrscheinlichsten Differenzialdiagnosen! (Abklärung von seit mehreren Tagen bestehenden Schmerzen im linken Unterbauch in Ihre Klinik überwiesen und kommt zu Ihnen auf Station. Außer den Schmerzen gibt der Patient einen Wechsel von Obstipationsneigung und Durchfällen an)  Divertikulitis: Sie ist am wahrscheinlichsten, da ein entzündliches Krankheitsbild vorliegt und die Schmerzlokalisation im linken Unterbauch in Verbindung mit den Stuhlunregelmäßigkeiten auf eine Erkrankung des Kolons hindeutet.  Kolonkarzinom: Es ist weniger wahrscheinlich, da die Beschwerden akut begonnen haben und die entzündliche Symptomatik mit Fieber und CRP-Erhöhung für ein Kolonkarzinom eher ungewöhnlich ist.  Chronisch-entzündliche Darmerkrankung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa): Sie ist ebenfalls weniger wahrscheinlich, da das Alter des Patienten für eine Erstmanifestation einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung ungewöhnlich ist und die Erkrankungen chronisch verlaufen. 
  • Nennen Sie mehrere Komplikationen einer Divertikulitis! gedeckte oder offene Perforation des DarmsAbszessbildungFisteln in andere Darmabschnitte oder in die Blaseentzündliche StenosenBlutung (auch bei Divertikulose)
  • Welche Therapieoptionen gibt es bei Divertikulitis? unkomplizierte Divertikulitis:Beobachtung unter engmaschiger klinischer Kontrolle möglich (auch ambulant)Insbesondere bei Patienten mit Riskofaktoren: Breitbandantibiotika, in der Regel parenteral, z. B. Ceftriaxon oder Ciprofloxacin (jeweils plus Metronidazol) oder Ampicillin/Sulbactam oder Piperacillin/Tazobactam, bis zur klinischen Besserung und Normalisierung des CRP komplizierte Divertikulitis:stationäre BehandlungAntibiotikatherapie parenteral (s.o.)parenterale Flüssigkeitssubtitution bei mangelhafter Trinkmengechirurgische Therapie: notfallmäßig bei Komplikationen (Perforation, Blutung), mit aufgeschobener Dringlichkeit bei Nichtansprechen auf eine konservative Therapiebei Abszessen: Drainage symptomatische unkomplizierte Divertikulose: Therapie mit Mesalazin oral ist möglich.
  • Was ist ein Barrett-Syndrom und was ist bei der Betreuung der Patienten zu beachten? Barrett-Syndrom = Barrett- oder Endobrachyösophagus: Ersatz des Plattenepithels im Ösophagus durch Zylinderepithel bei chronischer Refluxkrankheit (Abb. 123.1) Problematik: Der Barrett-Ösophagus ist eine Präkanzerose des Adenokarzinoms. Bei histologisch gesichertem Befund muss daher mindestens 1 × pro Jahr eine endoskopische Kontrolle (Stufenbiopsien) und eine Langzeittherapie mit Protonenpumpeninhibitoren durchgeführt werden.
  • Nennen die zwei häufigsten Ursachen bei chron. Pankreatitis Alkoholabusus, Medikamente 
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  • Zu welchem Funktionsausfall kommt es bei chronischer Pankreatitis? Erst endokrine dann exokrine Insuffizienz
  • Welche Komplikationen können bei chronischer Pankreatitis auftreten? Pankreaspseudozysten, Stenosen, Milzvenenthrombosen, Fistelbildung, Pankreaskarzinom
  • Welche Maßnahmen empfehlen Sie dem Patienten zur Behandlung der Diarrhö bei chronischer Pankreatitis? Beendigung des Alkoholabusus, Teilnahme an einem AlkoholentwöhnungsprogrammSubstitution mit Pankreasenzymen, Dosis angepasst an Nahrungsaufnahme und klinischen EffektSubstitution fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K, i.m. Applikation; bei Alkoholikern oft Vitaminmangel!)kohlenhydratreiche, fettreduzierte Ernährung (max. 70 g Fett pro Tag), ggf. Zufuhr mittelkettiger Triglyceride, da diese ohne Aufspaltung resorbiert werden können5–7 kleine Mahlzeiten am Tag
  • Nennen Sie mehrere Differenzialdiagnosen der Sprue! Laktasemangelexogene Pankreasinsuffizienzchronisch-entzündliche DarmerkrankungNahrungsmittelallergieHyperthyreoseDarminfektionentropische Sprue
  • Wie lässt sich die Diagnose „glutensensitive Enteropathie” sichern? spezifisch:Dünndarmbiopsie + Histologie: Typisch sind Zottenatrophie, verlängerte Krypten, erhöhte Anzahl von Lymphozyten in der Lamina propriaIgA-Antikörper gegen Gewebetransglutaminase i. S.: Die Sensitivität und Spezifität dieser Untersuchung für die glutensensitive Enteropathie beträgt nahezu 100%.Besserung unter glutenfreier Diät (relativ spezifisch) unspezifisch:D-Xylose-H2-Atem-Test: Nachweis der Malabsorption (Xylose wird nicht resorbiert und daher von der Dickdarmflora verstoffwechselt, was zu einem Anstieg der H2-Konzentration in der Ausatemluft führt)Anti-Gliadin-Antikörper
  • Was ist am ehesten die Ursache des geringfügig verminderten Serumkalziums und der Knochenschmerzen? (bei Zöliakie) Vitamin-D3-Mangel als Folge der chronischen Malabsorption.
  • Welche Zielwerte für Gesamtcholesterin, HDL-, LDL-Cholesterin und Triglyceride streben Sie bei dieser Patientin (59 J.) an? Gesamtcholesterin < 180 mg/dlHDL-Cholesterin > 40 mg/dlLDL-Cholesterin < 100 mg/dlTriglyzeride < 150 mg/dl
  • Nennen Sie weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren, zu denen diese Fallbeschreibung keine Informationen aufweist NikotinkonsumDiabetes mellitusStress
  • Nennen Sie die typischen Symptome von erhöhten Triglyceride und Folgeerkrankungen! klinische Zeichen: Xanthome, Xanthelasmen (Augenlider) Folgeerkrankungen: Arteriosklerose (koronare Herzkrankheit, periphere arterielle Verschlusskrankheit, arterielle Verschlusskrankheit der hirnversorgenden Arterien), Pankreatitis (bei schwerer Hypertriglyzeridämie)
  • Was ist ein Myokardinfarkt? Definition: akute, durch eine Koronarthrombose hervorgerufene Myokardnekrose. Ursachen: Myokarditis, Durckbelastung, KHK, Herzinsuffizienz
  • Was ist eine Divertikulose? Definition Divertikulose: ist die Bezeichnung für das Auftreten multipler Divertikel des Colons und gilt als Zivilisationskrankheit  „Pseudodivertikel“ = sind Divertikel bei denen nicht alle Wandschichten sondern lediglich die Submuskose und Mukosa. 
  • Was sind Ursachen für eine Divertikulose? Ballaststoffarme Ernährung, Alter, Bewegungsmangel, Adipositas, NSAR
  • Welche Folgen und Komplikationen einer Leberzirrhose kennen Sie? • portale Hypertension und ihre Folgen:Ösophagus-, Korpus- und Fundusvarizen, bei ca. 30% der Patienten Blutung aus VarizenAszites und seine Komplikationen: spontane bakterielle Peritonitis, Refluxösophagitis (erhöhter intraabdomineller Druck), respiratorische Insuffizienz (Druck des Aszites auf das Diaphragma)hepatorenales Syndrom = Niereninsuffizienz bei Leberversagen, Ursachen: Volumenverlust durch Aszites und Blutungen aus VarizenSplenomegalie mit Hypersplenismus = übermäßiger Abbau von Blutzellen in der Milz mit Leukopenie und Thrombopenie • hepatische Enzephalopathie • hepatozelluläres Karzinom 
  • Was ist ein akuter Gichtanfall? Akuter Gichtanfall, da für diesen schlagartig einsetzende (häufig nächtliche), sehr starke Schmerzen im Bereich eines Gelenks, häufig des Großzehengrundgelenks, mit Rötung und Schwellung typisch sind.  Harnsäure >7mg/l angestiegen 
  • Mit welchen Erkrankungen hängt eine Hyperurikämie oft zusammen? Oft bestehen bei Hyperurikämie auch eine Adipositas und eine arterielle Hypertonie (wie bei diesem Patienten) sowie weitere Zeichen eines metabolischen Syndroms (Diabetes mellitus und Hyperlipidämie, hier noch nicht untersucht).
  • Welche diagnostischen Maßnahmen schlagen Sie bei Hyperurikämie vor? Anamnese + Klinik  Laboruntersuchungen:Serumharnsäure (meist > 7 mg/dl)Blutbild (Leukozytose im Gichtanfall)CRP, BSG (im Gichtanfall erhöht)Glukose, Cholesterin (metabolisches Syndrom?)Kreatinin (bei Uratnephropathie möglicherweise erhöht)Urinstatus (Nierensteinleiden?)Harnsäure im 24-Stunden-Urin (erhöht?) Bei starkem Erguss Gelenkpunktion und Nachweis von Harnsäurekristallen  Abdomensonografie  Arthrosonografie 
  • Nennen Sie weitere Manifestationen der Grunderkrankung (Hyperurikämie)! NephrolithiasisWeichteiltophiGelenktophi, chronische Gichtarthropathie
  • Wie ist ihr Therapievorschlag (Gicht/Hyperurikämie)? Therapie des akuten Gichtanfalls:Colchicin / Alopurinol  Therapie der Hyperurikämie:purinarme Kost (Fleisch-, Innereien- und Alkoholkonsum reduzieren)Gewichtsreduktion langsam 
  • Welche diagnostischen Maßnahmen ergreifen Sie, um die Einstellung des Diabetes mellitus bei diesem Patienten zu überprüfen? Nennen Sie Zielwerte, die Sie mit Ihrer Therapie anstreben werden! • Bestimmung des HbA1c , um Informationen über die Blutzuckereinstellung in den letzten 3 Monaten zu gewinnen. Eine gute Blutzuckereinstellung beim Typ I Diabetes ergibt HbA1c-Werte < 6,5. • Blutzuckertagesprofil, um die aktuelle Blutzuckereinstellung zu überprüfen:- Nüchternwert: Information über den (Langzeit-)Insulinbedarf in der Nacht. Bei guter Blutzuckereinstellung ergeben sich Nüchternwerte von 80–110 mg/dl.- höchster postprandialer Wert: Information über den Bedarf an Normalinsulin zu den Mahlzeiten; Zielwert < 140 mg/dl- Blutzuckerwert am Abend (22.00 Uhr): Information über den Bedarf an Langzeitinsulin am Morgen; Zielwert 110–135 mg/dl- das Blutzuckertagesprofil zeigt ebenso, ob Hypoglykämien auftreten (diese sollten vermieden werden)
  • Welche weiteren diagnostischen Maßnahmen führen Sie bei diesem Patienten durch? (Typ I Diabetes) Blutdruckmessung an beiden Armen und 24-Stunden-Blutdruckmessung zum Ausschluss einer arteriellen Hypertonie, einer häufigen Begleiterkrankung bei Diabetes mellitus.Bestimmung des LDL-Cholesterins: Zielwert < 100 mg/dl, Quotient (LDL/HDL) < 2