Soziologie (Fach) / Sozi 1 (Lektion)

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Sozi 1 Ba

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  • Intrarollenkonflikten Konflikt entsteht dadurch, dass die Bezugsgruppen widersprüchliche Erwartungen an eine Rollenträgerin haben, die von der Betroffenen ausbalanciert werden müssen
  • Interrollenkonflikten Konflikt entsteht dadurch, dass sich die verschiedenen Rollen einer Person widersprechen und im Konflikt zueinander stehen
  • Arten von Normen Vollzugsnormen | Qualitätsnormen | Gestaltungsnormen
  • Defizitärem Rollenwissen Konflikt entsteht dadurch, dass Rollenträger nicht wissen, was von ihm erwartet wird
  • Ressourcenmangel Konflikt entsteht dadurch, dass Rollenträger nicht über die erforderlichen Mittel verfügen, um ihre Rolle angemessen ausfüllen zu können
  • Person-Rolle-Konflikt Konflikt entsteht dadurch, dass die persönlichen Eigenschaften eines Rollenträgers im Widerspruch zu den Erwartungen seiner Bezugsgruppen stehen
  • Vier Handlungstypen nach Weber ·       Traditionales Handeln: eingelebte Gewohnheit; dumpfes Reagieren auf gewohnte Reize ·       Affektuelles Handeln: emotional durch aktuelle Affekte und Gefühlslagen geprägt. ·       Wertrationales Handeln: geprägt durch den bewussten Glauben an Eigenwert eines bestimmten Sich- verhaltens (unabhängig vom Erfolg) ·       Zweckrationales Handeln: Orientierung des Handelns nach Zweck, Mitteln und Nebenfolgen sowie die Abwägung dieser Aspekte gegeneinander
  • Rationalitätsskala Weber ordnet die vier Handlungstypen entlang einer Rationalitätsskala. Der Reflexivitätsgrad ist beim Zweckrationalen Handeln am höchsten, beim traditionalen handeln am geringsten
  • Formen rationalen Handelns Zweckrationalität | Wertrationalität | Wissenschaftliche Rationalität | Formale Rationalität
  • Westlicher/moderner Rationalismus Zweckrationales Handeln löst traditionales Handeln ab | Wertsphären werden zunehmend institutionalisiert | Wissenschaftliche Rationalität löst Religion und magisches Denken ab | Bürokratische Organisationen breiten sich aus
  • Grundannahmen des Homo Oeconomicus Nutzenorientierung |Knappe Ressourcen | Abnehmender Grenznutzen | Opportunitätskosten | Subjektive Kosten/ Nutzenkalkulation | Subjektive Wahrscheinlichkeitserwartung | Diskontierung der Zukunft
  • Nutzenorientierung Der Homo Oeconomicus ist bei der Auswahl seiner Handlungen daran orientieren, was ihm den größten Nutzen bringt (Nutzenorientierung + Nutzenmaximierung)
  • Knappe Ressourcen Bei der Handlungswahl stehen dem Homo Oeconomicus stets nur begrenzte Ressourcen (materiell und immateriell) zur Verfügung
  • Abnehmender Grenznutzen Bei anhaltender Zielverfolgung nimmt der zusätzlich erzielte Nutzen ab
  • Opportunitätskosten Entstehen dadurch, dass durch die Hinwendung zu einem Ziel, andere Ziele nicht mehr verfolgt werden können (müssen vom Homo Oeconomicus abgewägt werden)
  • Subjektive Kosten/ Nutzenkalkulation Die Kalkulation des Homo Oeconomicus erfolgt auf der Grundlage subjektiv erwartetet Kosten und Nutzen
  • Subjektive Wahrscheinlichkeitserwartung In einer Situation verhält sich der Homo Oeconomicus – selbst bei gleichen Präferenzen – oft verschieden, weil er die Handlungswirkungen unterschiedlich (nämlich subjektiv) einschätzt
  • Diskontierung der Zukunft Der Homo Oeconomicus tendiert dazu, Handlungswirkungen umso geringer einzustufen, je weiter entfernt in der Zukunft diese eintreten
  • Akteurmodell oder auch die Badewanne Situation(Soziale Situation)---------------------------------->Soziales Phänomen (Soziale Struktur) \     Z.b.: Werte                                                                ^   \ Logik der Situation                                                      /     \                                              Logik der Aggregation/       V                             Logik der Selektion                /       Akteur --------------------------------------------> Handlung         ^       Motive: Erwartungssicherheit| Nutzen | Ausleben der Emotionen |                                    |         Identitätsbehauptung         |         Z.B: Emotional Man; Homo Oeconomicus; Homo Sociologicus; Identitätsbehaupter; 
  • Perfekte Rationalität Jede potentielle Entscheidung muss in ihre Komponenten zerlegt werden: Perfekte Rationalität ist zu aufwendig... Zeitkosten: Das Sammeln von Informationen erfordert viel Zeit. Verarbeitungskosten: Mit jeder weiteren Information wächst der Verarbeitungsaufwand. Konsenskosten: Jede weitere Alternative erhöht den Koordinationsaufwand zwischen Entscheidern und Betroffenen bei der Konsenssuche. Bestimmte Informationen liegen außerhalb des Einflusshorizontes der Entscheiderinnen. Antagonistische Interessen verhindern das Zustandekommen gemeinsamer Entscheidungen. Gehört zu den Krikpunkten am Homo Oeconomucus
  • Begrenzte Rationalität In einer situation nicht perekt rational aber in einem gewissen Maß rational zu handeln Erscheinungsformen begrenzter Rationalität: Statt optimizing (beste Alternative) satisficing: Alternativen werden sofort bewertet. Die Suche wird abgebrochen, sobald eine Alternative einigermaßen zufrieden stellt.
  • Routine der Nutzenverfolgung bewährte rationale Handlungsvollzüge werden aufgrund ihrer hohen Kosten habitualisiert: • Hohe Kosten der Handlungsabstimmung werden vermieden  • Informationsbeschaffungskosten werden reduziert 
  • Substanzielle Rationalität Ergebnis entspricht allen Kriterien der Rationalität (Handlungauswahl nicht zwingend, kann auch zufällig vorkommen)
  • Prozedurale Rationalität Handlungswahl entspricht allen Kriterien der Rationalität (aber das Ergebnis nicht zwingend)
  • Hochkostensituationen Bestimmtes Interresse im Fokus. Brauchen viel Aufmerksamkeit. Ermöglicht erwünschgte Rationalitätssteigerung -> wahrscheinlicheres rationales Handeln
  • Niedrigkostensituationen kein Druck zur rationalen Handlungswahl Wird nur subjektiv von Hochkostensituationen unterschieden
  • Rationalitätsfiktion Handlung wird als Rational etikettiert, obwohl sie es nicht ist.
  • Segmentäre Differenzierung Die einzelnen Komponenten stehen in einem gleichrangigen und gleichartigen Verhältnis zueinander
  • Hierarchische Differenzierung Die einzelnen Komponenten stehen in einem ungleichrangigen und ungleichartigen Verhältnis zueinander
  • Funktionale Differenzierung Die einzelnen Komponenten stehen in einem gleichrangigen und ungleichartigen Verhältnis zueinander
  • Theorie funktionaler Differenzierung In der Theorie besteht die Gesellschaft aus prinzipiell gleichrangigen Teilsystemen, die einen spezifischen Beitrag zur Reproduktion der Gesellschaft leisten und die sich arbeitsteilig ergänzen
  • Entstehung funktionaler Differenzierung durch Arbeitsteilung Eine Aufgabe wird in mehrere Teilaufgaben (Rollen) zerlegt, bestes Beispiel Industralisierung aber schon davor common.
  • Entstehung funktionaler Differenzierung durch Spezialisierung Neue Rollen und Organisationen bilden sich. Der allmächtige IT-ler wird besser bezahlt, die seine neue Rolle fast omnipräsent ist.
  • Teilsysteme • Hat spezifische Leitwerte (Wertsphäre) • produziert eine oder mehrere spezifische Leistungen -> in diesen autonom • Handeln primär auf Letiwert gerichtet
  • Lebenschancen Möglichkeiten des individuellen Wachstums, der Ralisierung von Fähigkeiten, Wünschen und Hoffnungen, diese Möglichkeiten werden druch soziale Bedingungen bereitgestellt. Eine Funktion von Optionen und Ligaturen (d.h Zugehörigkeiten und Bindungen ohne die soziales Leben nicht möglich), die in ihrer spezifischen Verbindung die Chancen konstituieren, die das Leben der Menschen in Gesellschaft prägen.
  • Optionen In soziale Strukturen gegebene Wahlmöglichkeiten
  • Ligaturen An soziale geknüpfte Zugehörigkeiten und Bindungen
  • Soziale Schließung Ein Prozess bei dem soziale Gemeinschaften, druch einschränken des Zugangs zu Privilegien und Erfolgschancen auf einen begrentzten Kreis, versuchen Vorteile zu maximieren.
  • Typen sozialer Gruppenbildung Klassen- Machtgrundlage: Ökonomische Macht: auf der Verfügung über sachlichen Besitz innerhalb einer Marktordnung Statusgruppen – Machtgrundlage: Soziale Macht: auf positiver oder negativer Wertschätzung ("Prestige", "Anerkennung") innerhalb einer Statusordnung Politische Verbände und Bewegungen – Machtgrundlage: Politische Macht: auf Autoritäts- und Weisungsbefugnissen innerhalb eines formal organisierten Zweck- und Interessenverbandes
  • Klassen bezeichnet die "objektive" Position von Akteuren im Geflecht ökonomischer Beziehungen (zunächst nicht handlungsfähig, nur strukturell gegeben)
  • Statusgruppen Im Zentrum der Bildung von Statusgruppen stehen nicht-ökonomische Handlungsantriebe wie das Streben nach Prestige usw.
  • Woher kommen die Werte und Präferenzen des Homo Oeconomicus? Werte der Akteurs resultieren aus dessen Lebenschancen und/oder aus den Wertsphären, in denen er sich bewegt
  • Instinkte biologisch vorprogrammierte Reaktionen auf bestimmte Schlüsselreize
  • Kognition beruhen auf sequenzieller Informationsverarbeitung
  • Emotion beruhen auf "simultaner" Informationsverarbeitung
  • Beziehungsorientierte Emotionen Emotionen, die sich auf andere Akteure beziehen
  • Soziale Auslöser für Emotionen Erwartungsenttäuschung, Routinisierung, Inszenierung von Gefühlen
  • Erwartungsenttäuschung Wenn normative (oder kognitive) Erwartungen gegenüber anderen oder einem selbst nicht erfüllt werden
  • Routinisierung Wenn Gefühle über längere Zeit wiederholt und gepflegt werden und sich in Routinen verwandeln. Die Emotionen bleiben authentisch (echt) und werden durch Rituale immer wieder erneuert
  • Inszenierung von Gefühlen wenn Situationen auftreten, in denen von den Akteuren erwartet wird, dass sie authentische Gefühle zeigen. In diesem Fall kann es sein, dass die Akteure sich mit der Erwartung "anfreunden" und tatsächlich bestimmte Emotionen entwickeln