Soziologie (Fach) / Sozi 1 (Lektion)
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Sozi 1 Ba
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- Emotionales Soziale Handeln, welches von Gefühlen angetrieben ist
- Vorteile und Nachteile emotionalen Handelns Störung der Interaktion durch emotionales Handeln (Unberechenbarkeit); Soziale Verankerung von Normen durch Emotionen und starke Integration durch Emotionen möglich
- Pure Emotional Man Akteur, dessen Handeln ausschließlich durch Emotionen angetrieben ist Er ist unfrei, maßlos, inkonsistent, unkonstant, unvorhersehbar
- Constrained Emotional Man Akteur, dessen Emotionen durch normative oder rationale Orientierungen reguliert und geformt werden
- Gefühlsnormen schreiben vor oder lassen zu in welcher Situation welche Emotionen in welchem Ausmaß ausgelebt werden dürfen
- Gefühlskalkül Emotionen werden aber auch kalkuliert eingesetzt oder unterdrückt. Sie müssen oft zugunsten bestimmter Ziele in den Hintergrund treten
- Natürliche Zeichen Sinnesreize (Stimuli), die in einem Organismus "instinktiv" eine bestimmte Reaktion auslösen (bzw. determinieren)
- Symbole Objekte, Gebärden, Sprachlaute oder Schriftzeichen, "die der Mensch benutzt, um anderen etwas anzuzeigen“
- Play einfaches Spiel von sozialen Rollen, bei dem sich das Kind in signifikante Andere hineinversetzt
- Game Komplexes Spiel von sozialen Rollen, bei dem sich das Kind in generalisierte Andere hineinversetzt
- Identität Unterscheidung zwischen „mir“ und „anderen“. Das Selbstbild einer Person, das zu großem Teil durch Rollenübernahme entsteht
- Prämissen des symbolischen Interaktionismus 1. Menschen handeln "Dingen" (Objekten) gegenüber auf der Grundlage der Bedeutung [Symbol vs. natürliches Zeichen], die diese Dinge für sie haben. 2. Die Bedeutung der Dinge hat ihren Ursprung in der sozialen Interaktion. 3. Der Mensch ist in der Lage Bedeutungen mitzugestalten, zu verändern oder selbst zu erschaffen. Dies geschieht auf der Basis von Interpretation.
- Modi der Selbstbeschreibung Evaluative und normative Selbstansprüche sowie kognitive Selbsteinschätzungen
- Modi der Selbstbeschreibung Evaluative und normative Selbstansprüche sowie kognitive Selbsteinschätzungen
- Evaluative Selbstansprüche Evaluative Selbstansprüche enthalten die "konkreten Utopien" (Bloch 1959) einer Person über sich selbst
- Normative Selbstansprüche Normative Selbstansprüche reflektieren zumeist die verinnerlichte Vorstellungen (Gewissen) darüber, was richtig und falsch ist
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- Kognitive Selbsteinschätzungen Die kognitiven Selbsteinschätzungen beziehen sich auf die Fähigkeiten einer Person, ihre evaluativen und normativen Selbstansprüche zu realisieren.
- Darstellung und Bestätigung der Identität "Soziale Bestätigungen produzieren und reproduzieren die Identität; und die sozialen Bestätigungen sind Reaktionen auf die identitätsgesteuerte Selbstdarstellung des Akteurs"
- Typen der Identitätsbedrohung Spezifische substanzielle Identitätsbedrohungen | Indirekte Identitätsbedrohung durch Existenzgefährdung | Entindividualisierungserfahrungen
- Spezifische substanzielle Identitätsbedrohungen Identität wird durch allmähliche körperliche Verfallsprozesse (Alterung) und durch Krankheit und Gewalt ständig bedroht Reaktion: Umdeutung bisheriger Selbstansprüche (normativ und evaluativ)
- Indirekte Identitätsbedrohung durch Existenzgefährdung Der Einzelne wird in seiner Lebensführung in hohem Maße reglementiert, uniformiert und fremdbestimmt Reaktion: Kampf um kleinste Zonen der Selbstbestimmung
- Entindividualisierungserfahrungen Einzelne Bestandteile des Selbstbildes einer Person werden von anderen auf nachhaltige Weise nicht bestätigt Reaktion: Verinnerlichung des Stigmas (Anpassung) oder Widerstand gegen das Stigma (Behauptung)
- Identitätsbehaupter Akteur, dessen Handlungswahl vom Streben nach der Bestätigung seines Selbstbildes bestimmt ist
- Praktiken der Identitätsbehauptung Umdefinition von sozialen Nichtbestätigungen | Wechsel und Pluralisierung der Umgebung | Verstärkte Anstrengung um Bestätigung | Maßnahmen zur verstärkten Affektkontrolle | Rolleninszenierung | Rollendistanz | Rollendevianz
- Dimension des Handlungsantriebs Routine --------------------- | \ | / | | \ | / | | \|/ | Sollen _______________ Wollen \Dimension 1: Handlungsantrieb | /|\ | | / | \ | | / | \ | --------------------- Reflexion
- Außenorientierung Homo Sociologicus, der sich von „logic of appropriateness“ leiten lässt
- Innenorientierung • Homo Oeconomicus, der sich „logic of consequentiality“ leiten lässt • Identitätsbehaupter • Emotional Man
- Dimension der Reflexionsintensität Routine vs. Reflexion Eingespielte Verhaltensmuster vs. Handlungsalternativen
- Aufwand der Handlungserklärung Routine oder Sollensgeprägte Handlungsmuster sind am einfachsten zu erklären Wollensgeprägrte sind schwerer zu erklären, da sehr individuell Eklärung schwieriger um so individueller und emtions oder indentitätsbehauptend geprägt
- Teilprozesse, durch die sich die Dominanz des Erklärungsmodells „Homo Oeconomicus“ bemerkbar macht • Kulturelle Aufwertung der Ratiomnalität • Affektregulierung • Anspruchsdenken • Interessenkalkulierende Normkonformität
- Kulturelle Aufwertung von Rationalität Säkularisierung: Gesellschaftliches Handeln orientiert sich zunehmend an anderen Maßstäben als dem Streben nach religiöser Erlösung. Entsakralisierung von Mensch, Natur und Gesellschaft eröffnet ein enormes Potenzial für die rationale Durchdringung und Beherrschung der Welt
- Affektregulierung Indem der moderne Staat sein Gewaltmonopol durch-setzte, wurde dem Einzelnen zunehmend die Kontrolle der Gefühle auferlegt. Interesse statt Leidenschaft
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- Anspruchsdenken • Die Individuen definieren ihre Identität in diesem Kontext immer stärker über ihre Ansprüche an die Gesellschaft. • Somit ist die Identität des Einzelnen immer stärker von den Leistungen der gesellschaftlichen Teilsysteme abhängig
- Interessenkalkulierende Normkonformität • Normkonformität wird immer stärker vom Nutzen (Interessen) abhängig gemacht -Die Akteure kalkulieren, ob Normbefolgung mehr einbringt als Normabweichung • "Logic of appropriateness" wird zunehmend durch "logic of consequentiality" ersetzt.
- Abhängigkeit des „Homo Oeconomicus“ • Trotz steigenden Rationalitätsdrucks steigen nicht gleichzeitig die menschlichen Fähigkeiten zur Informationsverarbeitung. • Die Rationalität menschlichen Handelns bleibt somit weiterhin begrenzt, angewiesen auf Routinen und Rationalitätsfiktionen. • Ohne ein Mindestmaß an Erwartungssicherheit ist rationale Nutzenverfolgung nicht möglich:
