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Kog & Emo 2 (Subject) / Sternberg Kap 5 (Lesson)
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- nenne die beiden (verarbeitungs)kategorien zum abruf aus dem KZG und außerdem die beiden Unterkategorien 1. Parallele Verarbeitung -> Zuvor gespeicherte Informationen werden alle auf einmal abgerufen. Antwortzeit bleibt gleich. 2. serielle verarbeitung -> Zuvor gespeicherte Informationen werden nacheinander abgerufen. Antwortzeit steigt mit Itemanzahl - erschöpfende verarbeitung: Alle gespeicherten Informationen werden einzeln durchgegangen, egal wann der „Treffer“ ist. Antwortzeit bleibt gleich. - selbstbestimmte verarbeitung: Alle gespeicherten Informationen werden einzeln durchgegangen bis zum „Treffer“. Antwortzeit steigt je später der Treffer ist
- was ist der unterschied zwischen verfügbarkeit und zugänglichkeit von Info. aus dem LZG? die verfügbarkeit bezeichnet, die präsenz von Info im LZGdie zugänglichkeit den grad in wie weit wir zufriff auf diese gespeicherten info. haben
- was hat einen sehr großen einfluss darauf, ob wir zugriff haben auf info aus dem LZG? die (art der) Organisation
- was besagt die interferenz- theorie und welche beiden arten von interferenz gibt es? Die Interferenz- Theorie besagt, dass zwei gespeicherte Informationen sich gegenseitig blockieren können. Erhält man keine Gelegenheit, die Informationen erhaltend zu wiederholen, wird der Abruf aus dem gedächtnis mit zunehmender Zeit immer stärker beeinträchtigt.-> retroaktive interfernz: Der Erwerb neuer Informationen erschwert das Behalten früher erworbener Informationen. -> Proaktive Interferenz: Wenn in der Vergangenheit erworbene Informationen, den Erwerb neuer Informationen erschwert. (aktiviert Brodmann area 45 in der linken Hemisphäre)
- wenn eine item- (z.b. wort-) liste gelernt werden soll, an welche Items erinnere ich mich am besten und wie heißen die beiden komplementären effekte? die zuerst und die zuletzt gelernten Items werden besser erinnert als die in der Mitte-> primacy und recency effekt (U- Kurve)-> für die mittigen items greifen retro- und proaktive interferenzen
- was besagt die verfall- theorie? und warum ist diese theorie schwer nachzuweisen? Die Verfall- Theorie besagt, dass Informationen vergessen werden, da die Gedächtnisspur mit der Zeit verschwindet, wenn Informationen nicht mehr abgerufen werden.Um aufzufrischen -> abrufen. Diese Theorie ist schwierig nachzuweisen, da man Vpn nicht bzw. nur schwer davon abhalten kann, an bestimmte Dinge zu denken oder Informationen zu wiederholen.
- in wie fern kontrastieren die interferenz und die verfall- theorie? bei der verfall theorie gehen ältere, nicht aktiv wiederholte info. mit der zeit verlorenbei der interferenz theorie können alte gedächtnisinhalte das lernen neuer info stören (proaktive interferenz) (oder neues den abrf des alten erschweren = retroaktive interferenz)
- wie kann man die (schwer zu testende) Verfallstheorie doch testen? Und warum funktioniert diese methode? mit dem "recent-probes-task",(variation von sternbergs item-recognition-task) weil diese aufgabe die Probanden nicht zum rehearsal ermutigtParticipants are shown four target words. -> Next, participants are presented with a probe word. -> then Participants decide whether or not the probe word is identical to one of the fourtarget words.- wenn das gezeigte wort zwar nicht auf dem jetzigen set steht, dafür aber auf einem früheren set stand, brauchen probanden länger, um festzustellen, dass das zielwort nicht im aktuellen set enthalten ist ("The response delay, which is usually between 50–100 milliseconds, is a result ofthe high familiarity of the probe word. That is, the recent-probes task elicits clearinterference effects.")- Of interest to researchers is the intertrial interval (the time between the presentation of one set of target words and subsequent probe), which can easily be varied. After each set of stimuli, participants have no incentive to rehearse the target words, so the longer the intertrial interval, the more time passes and the more are the target words subject to decay in memory. Thus, if there is memory decay just as a result of time passing by, then recent negative probes in trials with a longer intertrial interval should not be as interfering of memory performance as recent negative probes in trials with a shorter intertrial time.
- mit welchen beiden experiment wurde gezeigt, dass erinnerung nicht nur rekonstruktiv ist, sondern auch konstruktiv? 1. (Bower, Karlin, & Dueck, 1975). Investigators showed participants 28 different droodles—nonsense picturesthat can be given various interpretations. Half of the participants in their experiment were given an interpretation by which they could label what they saw. The other half did not receive an interpretation prompting a label. Participants in the label group correctly reproduced almost 20% more droodles than did participants in the control group. 2. zweideutige geschichte (peace march/ space trip)-> probanden erinnerten sich an sätze aus geschichte, die zu ihrer interpretation/konstruktion passten(z.b. die atmosphäre verlangte keine bestimmte kleidung)
- autobiographisches gedächtnis? - lebensgeschichte einer person- konstruktiv (-> One does not remember exactly what has happened. Rather, one remembers one’s construction of what happened.)- i.d.r. gut, aber verzerrungen ausgesetzt- unterschiedlich gut für verschiedene lebensphasen- kann durch tagebuchstudien untersucht werden
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- was ist eine blitzlichterinnerung? nenne außerdem die drei verantwortlichen faktoren Dieses Phänomen bezeichnet die Erinnerung an ein Erlebnis, welche so lebhaft und gewaltig ist, als würde sie unauslöschbar auf einen Film gebrannt sein.muss:- persönlich wichtig sein- überraschend sein- emotionale wirkung haben -> Einige Forscher sind der Ansicht, dass Blitzlichterinnerungen deshalb so lebhaft sind, weil sie eine starke emotionale Intensität besitzen. Andere Forscher meinen, dass die Lebhaftigkeit einer Erinnerung das Resultat der Effekte der Wiederholung ist.
- Gedächtnisverzerrungen: nenne ein beispiel für gesitesabwesenheit - ich vergesse das licht auszumachen, wenn ich den raum verlasse- ich nehme meine tägliche medizin doppelt...
- Gedächtnisverzerrungen: nenne ein beispiel für Blockierung Manchmal sollte man sich an etwas erinnern, aber kann es im Moment nicht obwohl die Information einem auf der Zunge liegt.-> dir fällt der name des Liedes nicht mehr ein, das gerade läuft
- Gedächtnisverzerrung: nenne ein beispiel für fehlzuschreibung man hört eine geschichte so oft, dass man nach einigen jahren glaubt, selbst dabei gewesen zu sein(Manchmal glauben Menschen, dass sie Dinge gesehen haben, die sie gar nicht gesehen haben.)
- gedächtnisverzerrung: nenne ein beispiel für beeinflussbarkeit ein guter freund überzeugt dich, bei einer geschichte vor ein paar jahren dabei gewesen zub sein, obwohl du selbst dich eigentlich gar nicht wirklich daran erinnern kannst.(Menschen sind anfällig für Suggestionen)
- Gedächtnisverzerrung: nenne ein beispiel für antwort oder urteilstendenzen man erinnert passagen aus seinem leben zu seiner jetzigen einstellung passend/ das selbstbild unterstützend(= Bias)
- gedächtniserzerrung: nenne ein beispiel für beharrlichkeit - leistungssportler hat zwischen vielen siegen eine große niederlage erlebt und erinnert diese nun viel intensiver(zu einer wilden nacht mit einer schlägerei wird noch ein besuch in der ausnüchterungszelle hinzugedichtet/ erinnert?)= Dinge werden als Folgenreich erinnert, obwohl sie faktisch kaum Folgen hatten.
- was ist das problem mit den augenzeugenaussagen? (gedächtnisverzerrung) AUGENZEUGENAUSSAGEN- PARADIGMA:Mehr als 1000 Studien zeigen, das Fehlaussagen von Augenzeugen bei der Identifikation, einer der größten Faktoren ist, der zu falschen Verurteilungen führt. Einige der stärksten Beweise für die konstruktive Natur des Gedächtnisses wurde durch die Beschäftigung mit der Validität der Augenzeugenaussagen erzielt.Generell sind Menschen außergewöhnlich anfällig für Fehler bei Augenzeugenaussagen. In der Regel sind sie anfällig zu glauben oder sich einzubilden etwas gesehen zu haben, was sie gar nicht gesehen haben. Die Rückerinnerung von Kindern ist besonders anfällig für Verzerrungen. Je jünger ein Kind ist, desto weniger verlässlich ist die Aussage. Besonders Kinder im Vorschulalter sind anfälliger für Suggestivfragen.
- welche methoden helfen um gedächtnisverzerrung zu reduzieren? - keine suggestivfragen stellen- den Druck reduzieren bei der auswahl limitierter optionen- Teilnehmer bei einer Gegenüberstellung den Beschreibung des Augenzeugen anpassen (sollten sich ähnlich)- und einzeln zeigen
- was ist der post-identification feedback effect (Wells, 2008; Wright & Skagerberg, 2007) feedback to eyewitnesses affected participants’ testimony. Telling themthat they had identified the perpetrator made them feel more secure in their choice,whereas the feedback that they had identified a filler person made them back awayfrom their judgment immediately.
- welches experiment kann genutzt werden, um den effekt der gedächtnisverzerrung im labor nachzuweisen? beschreibe außerdem den versuchsaufbau Das Roediger- McDermott Paradigma zeigt den Effekt der Verzerrung von Erinnerungen. Vpn bekamen eine Liste mit 15 Wörtern, die stark mit einem kritischen, aber nicht präsentierten Wort assoziiert wurden. Die Erkennungsrate für das nicht- präsentierte Wort war vergleichbar mit der der präsentierten Worte. (obwohl sie dieses wort eigentlich nie gesehen haben)
- warum kommt es bei uns so oft zu fehl-erinnerungen, wie z.b. in dem versuch von roediger - mc dermott? (Wortliste mit mit bezug auf ein wort, das selbts nicht genannt wird -> erinnerung an nicht genanntes wort so stark wie an begriffe auf der liste) nenne zwei gründe 1. source monitoring error: tritt auf, wenn eine Person eine Erinnerung von einem Anlass auf einen anderen überträgt. Die Forschungsergebnisse von Marcia Johnson et al. Zeigen, dass Menschen oftmals Schwierigkeiten haben den Anlass der Erinnerung abzufragen oder den Ursprung „verformen“. 2. Die gestreute Aktivierung kommt daher, dass man wenn man an ein Item denkt, direkt Items die damit in Verbindung stehen auch aktiviert werden. (wie ein spinnennetz aus assoziationen)z.b. schnee: kalt, frieren, winter, ski
- was ist ein schema? wie beeinflusst es unsere gedächtnisleistung? und was für einen effekt hat es, wenn wir experten auf einem gebiet sind? -> ein schema ist ein rahmen für (gedächtnis)repräsentationen-> Experten haben meist stärker ausgearbeitete Schemata in einem bestimmten Wissensgebiet, als es bei Laien der Fall ist. Diese Schemata stellen einen besonderen kognitiven Kontext dar, welcher dabei hilft, neue Informationen einfach zu integrieren und zu organisieren. Auch unvollständige oder verzerrte Informationen können genutzt werden und Experten sind in der Lage bestimmte Aspekte von verbalen Informationen zu visualisieren.
- was versteht man unter enkodierspezifität bzw. was spielt der kontext für eine rolle wenn es ums erinnern geht? Unsere Stimmungen und Bewusstseinszustände schaffen einen bestimmten Kontext der die Kodierung von Informationen (und damit auch den abruf) beeinflusst.-> Semantische Informationen, die in bestimmten Stimmungen kodiert werden, lassen sich leichter abrufen, wenn man sich dabei in ähnlichem Zustand befindet. Verschiedene Studien belegen, dass die Art, wie Informationen kodiert werden, einen großen Einfluss darauf hat, wie und wie gut diese Informationen später wieder abgerufen werden können.(z.b.Informationen, die unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol kodiert werden, lassen sich, zumindest in der theorie, leichter wieder abrufen, wenn man erneut unter Einfluss dieser Substanzen steht, aber in der realität haben diese substanzen natürlich eine stärker hemmende Wirkung.)
- nenne ein beispiel für enkodierspezifität im klinischen bereich Eine depressive, niedergeschlagene Person kann sehr leicht Erinnerungen vergangener trauriger Erfahrungen abrufen, welche wiederum das Andauern der Depression fördern. Gelingt es einem Psychologen in diesen Teufelskreis einzugreifen, könnte dies dazu führen, dass die Person beginnt sich glücklicher zu fühlen. Wenn Personen beginnen sich glücklicher zu fühlen, werden auch glücklich Erinnerungen zunehmend leichter zugänglich, was wiederum, dazu führt, dass die depressiven Gefühle weniger werden.
- warum war in dem versuch (mit den 24 wortpaare) von Watkins and Tulving die wiedergabeleistung besser als die wiedererkennungsleistung? beschreibe außerdem den versuch versuch:Die Vpn sollten eine Liste von 24 Paarverbindungen lernen. Sie sollten lernen, jede Antwort mit dem dazugehörigen Stimuluswort zu verbinden. Nachdem diese Verbindungen gelernt wurden, bekamen die Vpn eine irrelevante Aufgabe. Anschließend wurde ein Wiedererkennungstest durchgeführt. Die Vpn wurden aufgefordert, die Wörter auf der Liste mit einem Stift zu umkreisen, die sie zuvor gesehen hatten. Sie erkannten 60% der Wörter wieder. Danach wurde die Erinnerungsleistung überprüft: Den Vpn wurden die 24 Stimuluswörter vorgelegt und sie wurden gebeten, sich an die Antworten zu erinnern. In 73% der Fälle konnte die Antwort erinnert werden. Die Erinnerungsleistung war also besser als die Wiedererkennungsleistung. -> Entsprechend der Theorie zur Kodierungsspezifität, war das Stimuluswort, also der kontext beim enkodieren, ein besserer Auslösereiz für das Begriffspaar als die zu erinnernden wörter selbst. = die Wörter wurden als Begriffspaar gelernt
- was sind mentale vorstellungen? Vorstellung ist die mentale Repräsentation von Dingen, die gegenwärtig nicht mit den Sinnesorganen wahrgenommen werden. Diese Empfindungen sind zu diesem Zeitpunkt nicht verfügbar, aber trotzdem erinnert man sich an sie. Teilweise repräsentieren Vorstellungen auch Dinge, die man nie erlebt hat. Um mentale Vorstellungen zu untersuchen werden angeleitete- bildliche Techniken verwendet um Schmerz zu kontrollieren und um das Immunsystem zu stärken. Diese Techniken sind auch hilfreich um über psychologische Probleme, wie Phobien, hinwegzukommen.-> Wir nutzen visuelle Vorstellungen um Probleme zu lösen.
- was besagt die doppel- code- theorie und von wem? Nach der Doppel- Code Theorie von Paivio verwenden wir verbale und bildliche Codes für repräsentative Information. Mentale Vorstellungen sind analoge Codes. Analoge Codes sind eine bildliche Form von Wissensrepräsentation, die die Hauptmerkmale von physikalischen Stimuli repräsentieren, die wir in unserer Umwelt beobachten.Im Gegensatz hierzu sind unsere mentalen Repräsentationen für Wörter in symbolischen Codes repräsentiert. Ein symbolischer Code ist eine Form von Wissensrepräsentation, die beliebig gewählt wurde um für etwas zu stehen und das diesem nicht unbedingt ähnelt.
- welche ansicht vertritt kosslyn und wieso? bildhafte vorstellungen sind visueller Wahrnehmung sehr ähnlich. (funktionale equivalenz) Wenn wir Vpn bitten, Teile von sichtbaren Objekten zu klassifizieren und später Teile von visualisierten Objekten zu klassifizieren, dann sind mehr als 90% der gleichen Gehirnareale aktiv.-> Einige neuroimaging Studien zeigten das V1 während visuellen mentalen Vorstellungen aktiviert ist, andere zeigten das nicht. In einer Metastudie zeigte sich, dass die Variation der Ergebnisse 3 Faktoren reflektieren: - Wenn die Aufgabe, das „sehen“ von Teilen in hoher Auflösung benötigt ist V1 aktiviert. - Wenn die Aufgabe räumlich ist, ist V1 nicht aktiviert aber Teile des Parietallappens. - Wenn ein detaillreiches, hochauflösendes bild erzeugt werden soll, ist es wahrscheinlicher dass eine Aktivierung des V1 entdeckt wird.
- was sagt pylyshyn über bildhafte vorstellungen? wie werden info. nach seiner theorie repräsentiert? - Vorstellungen sind sogenannte Epiphänomene, sekundäre Phänomene, die als Ergebnis zu anderen kognitiven Prozessen entstehen- Die Propositionstheorie besagt, dass wir unsere mentalen Repräsentationen nicht in Form von Bildern sondern in der abstrakten Darstellung von Bedeutungen speichern, sogenannten propositionen
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- was sind propositionen nach pylyshyn? eine abstrakte Form der grundlegenden Bedeutung von Wissen. Propositionen repräsentieren Begriffe (Konzepte) und Beziehungen zwischen den Konzepten. Alle Sätze oder Bilder werden als Propositionen gespeichert, wenn wir die Information benötigen stellt unser Gehirn das Bild oder den Satz wieder her.-> Mithilfe von Propositionen kann man jede Art der Beziehung darstellen-> Verschiedene Sätze haben dieselbe Proposition, wenn sie dasselbe bedeuten.
- welche experimente sprechen für die propositionale theorie von pylyshyn? 1. Versteckte Figuren (Reed, 1974)Kernidee: Propositionen überlagern die bildhafte VorstellungMethode: Probanden sollten nach kurzer Betrachtung von Symbolen (z.B. eines Davidsterns) geometrische Formen (z.B. ein Parallelogramm) innerhalb dieses Symbols aus dem Kopf identifizieren. Ergebnis: Sehr wenige Probanden waren fähig, die Aufgabe zu erfüllen. (Dreiecke wurden indetifiziert, Parallelogramm nicht)->Probanden verwendeten eher die Propositionen als bildhafte Vorstellungen. 2. Doppeldeutige Bilder (Kippfiguren): (Chambers & Reisberg, 1985, 1992)Kernidee: Beim ersten Wahrnehmungseindruck wird das Objekt vorrangig als Proposition verarbeitet und abgespeichert.Methode: Die Probanden sollten aus der mentalen Repräsentation der doppeldeutigen Bilder, die Figur kippen (Bsp. Hase/ Ente).Ergebnis: Die Probanden hatten Probleme die zweite Interpretation abzurufen, ohne tatsächlich auf das Bild zu schauen.-> Die mentale Repräsentation einer Figur entspricht nicht der physisch vorhandenen Figur
- was ist gemeint mit analoge abgrenzung? analoge repräsentationen sind nicht gleichzusetzen mit bildernbsp.: kippbilder im geist schwer zu kippen -> ursprüngliche interpretation/ konstruktion überlagert das ambivalente bildoder parallelogramm in davidstern identifizieren
- was besagt die funktionale equivalenzhypothese? Nach der funktionalen Äquivalenzhypothese sind Wahrnehmung und Vorstellung nicht ident, aber einander ähnlich/ gleichwertig. -> Diese Theorie meint, dass wir für konkrete Objekte, die wir uns „bildlich vorstellen können“, auch Bilder vor Propositionen als art der repräsentation wählen.
- Prinzipien der visuellen Vorstellung von Finke: dauert es länger, sich eine längere strecke vorzustellen als eine kürzere? -> welches prinzip? 1. unsere mentale transormation von bildern oder musterung von objekten entspricht der der wirklichen objekte
- Prinzipien der visuellen Vorstellung von Finke: 2. die räumlichen beziehungen zwischen elementen in der vorstellung entsprechen denen der realen situation -> frage? ist es leichter details eines größer vorgestellten objekts zu sehen als eines kleineren?
- Prinzipien der visuellen Vorstellung von Finke: "After participants have been asked to form a mental image, can they answer questions that require them to infer information based on the image that was not specifically encoded at the time they created the image?" -> welches prinzip? 3. Vorstellungen können genutzt werden, um info. abzurufen, die nicht explizit enkodiert wurden
- Prinzipien der Vorstellung von Finke: 4. die konstruktion mentaler vorstellung verläuft analog zur konstruktion der visuellen wahrnehmung -> frage? geht es schneller, eine einfachere vorstellung zu generieren als eine komplexere
- prinzipien visueller vorstellung von finke: sind die gleichen hirnareale aktiv, wenn man objekte mental oder wirklich manipuliert? welches prinzip? 5. es werden die selben visuellen prozesse benutzt
- beschreibe einen versuch zu mentaler rotation In einem Experiment mussten Vpn ein 2D- Bild einer 3D- Figur betrachten. Danach wurde das Bild zwischen 0° und 180° gedreht. (Die Rotation war entweder in 2D oder 3D) oder den Vpn wurden Figuren gezeigt, die nicht die Originalfigur darstellten. Anschließend musste die Vp sagen, ob es sich um ein Bild der Originalfigur handelte.-> Das Ergebnis war eine lineare Funktion. Mit erhöhter Gradzahl stieg auch die Zeit, die die Vpn brauchten, um zu antworten. Die Antwortzeit war auch größer wenn die Figuren verschwommen, nicht komplett oder sonst irgendwie weniger informativ waren. Die Zeit für vertraute Gegenstände war kürzer als jene für unbekannte. Dieser Effekt kann auf das Lernen der Figuren zurückgeführt werden.
- was hat mentale rotation mit intelligenz gemeinsam? man stößt bei der erforschung beider phänomene auf die gleichen probleme-> enge beziehung
- was sind die gender unterschiede bei mentaler rotation? - bei jungen Kindern keine, - bei Erwachsenen: Frauen - weniger partielle Aktivation bei den gleichen Tasks wie bei Männern. Dafür bei Frauen mehr inferiore frontale Aktivation. Bei Frauen beide Seiten des Hirns, Männer - eher rechts - vielleicht weil verschiedene Strategien. (Frauen eher nicht so gut bei den Aufgaben - fällt durch alltägliche Übung aber nicht auf).
- was hat man in bezug auf mentale rotation bei versuchen mit affen herausgefunden? Wenn man eine mentale Rotation durchführt sind außerdem die selben Hirnzellen aktiviert, die bei der Handbewegung aktiv sind wenn man das Objekt dreht (an Affen herausgefunden) Dann aber auch durch FMRT an Menschen - gleiche magnetische Resonanz beim Vorstellen und bei der „realen“ Rotation.
- beschreibe kosslyns versuch nit den tier-paaren Für die Untersuchung war wichtig, dass sich jeder z.B. einen Elefanten in der gleichenGröße vorstellt. Deshalb gab es 4 Tier-Paare (Hasen und Elefant, Hasen und Fliege, einen Hase und eine elefantengroße Fliege oder Hase und einen fliegengroßen Elefanten.) Danach mussten die Probanden Detailfragen über den Hasen beantworten. DasErgebnis war, dass die Probanden länger zum Beantworten brauchten, wenn sie sich kleine Hasen vorstellten (Hase und Elefant oder Hase und elefantengroße Fliege) als wenn sie sich große Hasen vorstellten (Hase und Fliege und Hase und fliegengroßer Elefant).-> Wir können auf Fragen schneller antworten, die große Gegenstände betreffen, als jene, die kleine betreffen. (skalierung)
- beschreibe kosslyns versuch, in dem kinder und erwachsene verschiedene fragen über ein tier beantworten mussten z.b. katze In einer anderen Untersuchung mussten Erstklässler,Viertklässler und Erwachsene verschiedeFragen über ein Tier beantworten, wie zum Beispiel: „Hat eine Katze Krallen?“ oder „Hat eineKatze einen Kopf?“ In der ersten Bedingung wurden sie gebeten sich das Tier bildlichvorzustellen, in der zweiten Bedingung gab es keine solche anweisung. -> In der ersten Bedingung beantworteten alle Probanden die Fragen, die größere physikalische Eigenschaften betrafen schneller als jene die kleinere betrafen. -> In der zweiten Bedingung antworteten Viertklässler und Erwachsene schneller auf Fragen die besondere eigenheiten des Tieres betrafen (schneller auf Krallen als auf Kopf- Frage) -> Erstklässler hingegen antworteten schneller auf Fragen die größere Erscheinungen betrafen. Dies lag wahrscheinlich daran dass sich Erstklässler die Tiere vorstellten, auch wenn sie dies nicht tun sollten.= Diese Ergebnisse unterstützen die funktionale-Äquivalenzhypothese und die Doppel-CodeHypothese.
- beschreibe kosslyns versuch mit der landkarte einer fiktiven insel In einem von Kosslyn’s Experimenten wurde den Probanden eine Karte einererfundenen Insel gezeigt. Die Karte zeigt verschiedene Objekte (Hütte, Baum, See) Die Probanden sahen sich die Karte so lange an, bis sie diese aus dem Gedächtnis heraus wiedergeben konnten. Zu diesem Zeitpunkt platzierten sie die Objekte nicht mehr als 6mm entfernt von den korrekten Positionen. Als die Einprägungs-Phase des Projektes vorüber war, begann die eigentlich essentielle Phase:Die Probanden wurden angewiesen, sich die Position des Objektes auf der Karte vorzustellen sobald das objekt genannt wurde. Schlussendlich sollten sie einen Knopf drücken, sobald sie mental an der Stelle, an der sich das Objekt befindet, angekommen waren. Ein Versuchsleiter las in fünf sekündigen abständen die namen der objekte vor. Die Probanden mussten wieder gedanklich die Insel mental nach dem Objekt absuchen und den knopf drücken sobald sie dort angekommen waren.her. Die Versuchsleiter zeichneten die Reaktionszeiten der Probanden bei jeder Aufgabe auf. Diese Reaktionszeiten indizieren die benötigte Zeit um vom aktuellen Objekt zum neuen zu wandern. Die entscheidende Beobachtung hierbei war, dass es einen linearen Zusammenhang zwischen dem Abstand der Objekte auf der Karte und der benötigten Zeit um mental dorthin zu gelangen gab.-> In anderen Worten haben die Probanden die Karte offenbar als Bildabgespeichert und haben dieses Bild nach den Objekten abgesucht.
- nenne finkes fünf prinzipien der visuellen vorstellung in kurz 1.mentale transformation von Bildern und mentale Bewegung von Bildern ist sehr ähnlich wie die an physikalischen echten Objekten 2.die Beziehungen zwischen den verschiedenen Elementen von einem visuellen Bild sind analog zu denen in echt 3.mentale Bilder können verwendet werden, um Infos zu generieren die nicht explizit beim enkodieren wahrgenommen wurden 4.die Konstruktion von mentalen Bildern erfolgt analog zur konstruktion visuell wahrnehmbarer figuren 5.die gleichen Hirn Areale involviert
- beeinflusst unsere erwartung an ein experiment das experiment? Ja - erzählt man z.b. Probanden bildliche Vorstellung sollte besser sein, dann war diese auch tatsächlich besser
- was besagt Johnson-Lairds geistige Modelle theorie? dass mentale Repräsentationen drei Formen (Propositionen, geistige Modelle oder Bilder) annehmen können. Propositionen = abstrakte Darstellungen der Bedeutung, welche verbal formuliert sind (Das Argument der Formulierbarkeit unterscheidet Johnson- Laird ́s Ansicht von der anderer Psychologen) Geistige Modelle = Wissensstrukturen, welche von Individuen erdacht werden um deren Erfahrungen zu erklären und zu verstehen, von den individuellen impliziten Theorien über deren Erfahrungen abhängig. (Diese Konzeptionen können mehr oder minder korrekt sein.) Bilder = spezifischere Darstellungen. Sie behalten viele der wahrnehmungstechnischen Besonderheiten von Objekten, beobachtet aus einem bestimmten Winkel mit den bestimmte Details einer gegebenen Umschreibung. -> Fehlerhafte mentale Modelle sind für viele Fehler im Denken verantwortlich.
- beschreibe den versuch, der johnson-lairds geistiges modell bestätigt probanden erhielten verschieden detaillierte beschreibungen räumlicher layouts(analogie: karlsruhe liegt zwischen mannheim, stuttgart und freiburg - detailliertoder karlsruhe liegt in süddeutschland - weniger genau)-> Wenn Probanden genaue Beschreibungen des räumlichen Layouts der Objekte gegeben wurden, mischten sie zusätzliche Information dazu, welche nicht in der Information enthalten war. Jedoch konnten sie sich die wörtlichen Details nicht genau in Erinnerung rufen. = das deutet darauf hin, dass sie ein mentales modell generiert haben und sich bei ihrer wiedergabe auf dieses modell verließen, sie waren also nicht von der verbalen beschreibung abhängig-> wenn probanden ungenügende info. über räumliche layouts zur verfügung gestellt wurden, fügten sie selten info hinzu, die nicht explizit genannt wurden, erinnerten sich dafür aber genauer an den genauen wortlaut= Die Autoren nehmen an, dass die Probanden kein geistiges Modell ableiteten, da die Information zu vage und dadurch die möglichen Konstellationen zu vielfältig waren. Stattdessen scheinen die Probanden die Beschreibungen als verbal ausdrückbare „Proposition“ im Gehirn gespeichert zu haben