Allgemeine Psychologie (Subject) / Grundbegriffe 1 (Lesson)

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1. Semester

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  • Reading span Die größte Anzahl an Sätzen, welche man bei Verständnisaufgaben lesen kann, wo man das letzte Wort in 50% der Fälle erkennen kann. Personen, die ein höheres Arbeitsgedächtnis haben, brauchen beim Verstehen der Sätze nicht so viel Ressourcen ihres Arbeitsgedächtnisses, weswegen sie sich das letzte Wort besser merken könne. Korreliert hoch mit dem Sprachverständnis.
  • Operation spam (4x2)-3=5SHOE?, Tisch: Man muss die Aufgabe bearbeiten und sich das letzte Wort noch merken. Die operation spam ist dann die maximale Anzahl an Items, welche sich die Teilnehmer noch merken konnten. Dies korreliert hoch mit dem Sprachverständnis.
  • Discourse Processing Im echten Leben sind wir in der gesprochenen Sprache oder bei Texten mit einer Vielzahl von Sätzen konfrontiert. Sätze in einem gesamten Text sind weniger doppeldeutig, als Sätze, welche einzeln aufgeschrieben werden.
  • Logical inferences Dies sind Rückschlüsse, welche wir aufgrund der Bedeutung von Wörter ziehen. Eine Witwe kann nur weiblich sein (automatisch).
  • Briding inferences Dies stellt Zusammenhänge zwischen dem aktuellen Part eines Textes und dem späteren her. Dies ist auch wichtig zu sagen, wie der Text weitergehen soll (automatisch).
  • Elaborative inferences Schmückt den Text mit Details aus, die auf der Nutzung des individuellen Weltwissens passieren. Wie z.B., dass die Hauptattraktion von Paris der Eifelturm ist. Dies wird meist nach dem Lesen gezogen.
  • Bonding Eine automatische Aktivierung von Assoziationen mit Wörtern. Dies ist ein low-level Prozess, welcher nicht durch den Kontext beeinflusst wird.
  • Resolution Es wird sichergestellt, dass die Prozesse des Bondings auch mit dem Kontext zusammenpassen.
  • Automatische inferences Diese werden auf lokaler Ebene gezogen. Zwei oder drei Sätze machen in Kombination Sinn oder auf der Basis von Allgemeinwissen. Dabei wird auch das Arbeitsgedächtnis gebraucht. Ebenfalls können sich diese Rückschlüsse auch auf Informationen beziehen, welche direkt im Text stehen.
  • Strategische Inferences Diese Rückschlüsse werden gezogen, um das Ziel des Lesers zu verfolgen. Diese braucht man auch manchmal um eine lokale Kohärenz herzustellen. auf globaler ebene
  • Story processing Es geht darum, die Informationen eines Textes in Verbindung mit Informationen unseres Langzeitgedächtnisses zu bringen. Was wir uns merken und wie wir es uns merken hängt mit unserem Langzeitgedächtnis zusammen.
  • Schema Es sind Pakete von Wissen über die Welt, Ereignisse, Menschen usw., welche im Langzeitgedächtnis gespeichert werden und aus Skripten und Frames bestehen. Sie ermöglichen uns auch gewisse Erwartungen zu haben, dass wir z.B. in einem Restaurant bedient werden. Sie sind wichtig, weil sie viel Wissen enthalten, was das Verstehen unserer Umwelt um einiges einfacher macht. 
  • Skript Dies beschäftigt sich mit einzelnen Ereignisse und den Konsequenzen von Ereignissen. Bsp.: Wenn wir ein Restaurant betreten, erwarten wir, dass uns ein Tisch zugewiesen wird.
  • Frames Besteht aus festen strukturellen Informationen und aus variablen Informationen, welche sich auf Aspekte der Welt beziehen. Wir wissen, dass ein Haus immer aus Wänden und einem Dach besteht. Aber das Material kann verschieden sein.
  • Rationalisation Tendenz beim Erinnern von Geschichten, Fehler zu produzieren, welche die Version der Geschichte an eigene kulturelle Erwartungen anpasst. à aufgrund von Schemata
  • Semantische Demenz Man kann noch gewisse Handlungen die mit Schematas verbunden sind ausführen. Wenn man z.B. einen Stift und einen Kalender bekommt, dann weiß man das man einen Termin vereinbaren muss. Auch wenn man in der eigenen Küche ist kann man noch gut kochen. Aber sobald bennen muss, was ein Kalender ist, haben diese Patienten Probleme. Es ist die die untere Schicht der Schemata gestört.
  • Präfrontale „Demenz-Patienten“ Diese haben Schädigungen in dem Gehirngebiet, welches für die Exekutiven Funktionen zuständig ist. Man kann zwar z.B. immer noch Handlungen nennen, weil man zugriff hat auf die Skripte. Aber man kann sie nicht mehr organisieren und sagen, welche die Beste ist. Die obere Schicht des Schemas ist gestört.
  • Frontal-temporale Demenz Diese haben Schwierigkeiten beim komplexen Planen und der Reihenfolge, was auch mit schwachen exekutiven Funktionen zusammenhängt. Die Personen machen bei Aufgaben gleich viele semantische Fehler, wie Kontrollpersonen, aber sie machen um einiges mehr sequentielle Fehler. Auch hier ist die obere Ebene wieder gestört.  
  • Propositionen Dies sind Behauptungen, welche richtig oder falsch sein können. Wir bilden diese, wenn wir einen Text lesen. Diese kommt dann in eine short-term-buffer, wo sie zusammengefasst werden und mit assoziativen Propositionen aus dem Langzeitgedächtnis abgeglichen werden.
  • Beurteilen Man benützt viele verschiedene Informationen um Rückschlüsse über Situationen zu ziehen. Hier schaut man sich die Genauigkeit einzelner Faktoren an.
  • Entscheiden Zielgerichtete Wahl zwischen mindestens zwei Optionen. Heri geht es darum sich die Konsequenzen genauer anzuschauen. Hier werden die einzelnen Optionen schon präsentiert. Dies wird auch noch durch die eigenen Präferenzen beeinflusst.
  • Problemlösen Bestmögliche Wahl soll getroffen werden. Hier muss man sich die einzelnen Optionen noch selbst erarbeiten. Beim Problemlösen geht es darum den Fokus auf die einzelnen Faktoren zu legen, welche die Wahl der Strategien beeinflussen.
  • Urteilen Es werden bestimmte Cues herangezogen u Rückschlüsse über Situationen zu ziehen, kann als Teil des Entscheidungsprozesses gesehen werden.
  • Optionen Alternativen = Objekte, Handlungsoptionen, strategische Optionen
  • Attribute Merkmalsdimensionen einer Option, wie Preis, Farbe, Größe
  • Ereignisse Situationen die nicht vom Entscheider selbst abhängen, stellen eine Unsicherheit dar
  • Konsequenz Zustände, die aus einer Option entstehen à können sicher und vorhersehbar sein oder unsicher à Zusammenspiel von Option und Ereignis
  • Nutzen Dies ist die Bewertung von erwarteten Konsequenzen à durch die Präferenz kann ich mich auch für eine bestimmte Handlung entscheiden.
  • Ziele Diese legen fest, welche Attribute wichtig sind und welche Konseuqenzen wir annehmen.
  • Präskriptive Entscheidung Das ist so, wie ich mich entscheiden sollte. Kann-soll-muss-Norm.
  • Deskriptive Entscheidung Dies ist, wie sich die Menschen dann tatsächlich entscheiden. Es geht auch darum, wie die Optionen wahrgenommen werden und welchen objektiven, subjektiven Nutzten es gibt. à ist-Norm.
  • Dominanzprinzip Wenn wir eine Entscheidung treffen, dann wird immer die bessere Option bevorzugt: wenn a und b gleich, aber b in einer Sache besser -> b
  • Umrahmungseffekt (Framing effect) Unterschiedliche Formulierungen des gleichen Inhalts führen zu anderem Verhalten. Da wir durch irrelevante Aspekte beeinflusst werden.
  • Ausgabeeffekte (sunk cost effect) Tendenz ein Vorhaben forzusetzten, wenn man bereits Investitionen in Form von Geld/Anstrengung/Zeit getätigt hat (versteckte Kosten).
  • Besitztmseffekt (endowment effect) Dinge, welche ich bereits besitze sind mir mehr wert, als Dinge, welche ich noch kaufen muss.
  • Emotionale Einflussfaktoren (emotionale factors) Man übertrieb bei der Bewertung einer negativen Gefühlsreaktion auf einen Verlust.
  • Omnission-Bias Eine Handlung ist subjektiv riskanter als das Auslassen einer Handlung.
  • Action-Bias Auch dann Handeln, wenn Handlung nutzlos ist oder sogar schädlich
  • Status-quo-Verzerrung (status-quo-bias) Man wiederholt eine bereits getroffene Wahl, anstatt seine Präferenzen zu ändern.
  • Partialnutzten Wie gut erfüllt die Option die Anforderungen des Attributs
  • Kompensatorischer nutzen Ein niedriger Preis eines Fußballers kann schlechtere Torbilanz kompensieren
  • Non-kompensatorischer Nutzen Es gibt einen Schwellenwert an nützlichekit für die Attribute                           
  • Konjunktionsregel Objekt auswählen, dass alle cut-offs erfüllt
  • Disjunktionsregel Objekt auswählen, das mindestens einen cut-off erfüllt
  • Basisratenfehler Man ignoriert die Informationen, welchen einem zuerst gegeben werden und konzentriert sich nur auf die nachfolgenden Infos.
  • Repräsentaionsheuristik Wenn wir z.B. eine Beschreibung einer Person kriegen und vorher ihren Beruf gesagt bekommen. Dann werden wir alle Infos in Bezug auf diesen Beruf interpretieren. Es kann sogar sein, dass wir Informationen falsch aufnehmen.
  • Verknüpfungstrugschluss Wir glauben, dass A und B wahrscheinlicher ist, als A oder B.
  • Fundamentaler Attributionsfehler Attributionsfehler, fundamentaler, die Tendenz von Beobachtern, Personen als Ursache für ihre Handlungen zu sehen (Akteur-Beobachter-Unterschied). Damit kommt es zu einer Überbewertung von dispositionalen Faktoren bei gleichzeitiger Unterbewertung von situationellen Faktoren.
  • Dilution Effekt Wir unterschätzten Informationen, welche wesentlich für ein Urteil sind und überschätzten solche, welche unwesentlich sind. So würden wir z.B. die Haarfarbe eines Patienten überschätzten und seine Symptome unterschätzten.
  • Verfügbarkeitsheuristik Informationen, welche noch im Gedächtnis sind, werden zur Schlussfolgerung herangezogen. Weil z.B. in den Medien immer Morde berichtet werden, halten wir es für viel wahrscheinlicher, dass wir ermordet werden, als dass wir uns selbst umbringen, was nicht der Fall ist. Es gibt zwei wichtige Mechanismen: Availability-by-recall-machanism: Zahlen schätzten anhand der noch gneau erinnerten Anzahl der einzelnen Todesopfer der unterschiedlichen Ursachen. Fluency-mechanism: Wie hoch wird die Zahl geschätzt anhand dessen, wie leicht es ist sich Fälle vorzustellen, aber ohne konkret zu werden