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Schulpädagogik Examen (Subject) / Didaktik (Lesson)

Themenblöcke: Didaktik, Konzeptionen, Prinzipien, Qualität, Lehrplan, Unterrichtsplanung, Planung nach Konzeptionen, Planung nach Prinzipien, Analyse & Beurteilung von Unterricht, Schülerleistungsbewertung, ...

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  • Didaktik - Definition nach Wiater Didaktik ist die wissenschaftliche und praktische Beschäftigung mit dem Zusammenhang von Unterricht und Lernen 
  • 36: Didaktik der Lernumgebungen - Definition nach Mandl Der Begriff der Lernumgebungen soll zum Ausdruck bringen, dass Lernen von unterschiedlichen Umgebungsfaktoren abhängig ist. Eine Lernumgebung besteht aus einem Arrangement von Unterrichtsmethoden und -techniken, sowie lernmaterial und Medien. Sie stellt aber gleichzeitig auch die aktuelle, zeitliche , räumliche und soziale Lernsituation dar und schließt letztlich auch den jeweiligen kulturellen Kontext ein.
  • Entwickler des Berliner Modells Paul Heimann
  • Entwickler des Hamburger Modells Günther Otto, Wolfgang Schulz
  • Was ist eine didaktische Theorie (nach Wiater) 1. Didaktisches Tun ist immer interpersonales Handeln und Verhalten 2. Theorie einer Praxis = Theorie muss praxisfähig und Praxis muss theoriefähig sein 3. von einer didaktischen Theorie werden qualitative Aussagen über den Unterricht erwartet 4. die Basistheorie der Didaktik gilt nur unter Vorbehalt 5. didaktische Theorien sind nur Modelle
  • Definition Fachdidaktik (nach Wiater) Die Fachdidaktik analysiert die spezifischen Unterrichts- und Lernmöglichkeiten in den einzelnen Fächern oder Fächergruppen der SCHule und befasst sich mit allen Fragen der Vermittlung der Fachwissenschaften in den Schulfächern 
  • Didaktische Theorien Bildungstheoretische Didaktik Kritisch-konstruktive Didaktik Lerntheoretische DIdaktik (Berliner Modell) Lehrtheoretische Didaktik (Hamburger Modell) Kybernetisch-Informationstheoretische Didaktik Curriculare Didaktik Kritisch-Kommunikative Didaktik Konstruktivistische Didaktik Neurodidaktik
  • 37: 5 Prozessmerkmale für eine situierte Lernumgebung 1. aktive Beteiligung: motivierend, Interesse weckend 2. Steuerungs- und Kontrollprozesse: Selbststeuerung 3. Konstruktiv: individueller Wissens- und Erfahrungshintergrund, eigene Interpretation 4. situativ: in spezifischen Kontexten 5. sozialer Prozess: soziokulturelle Einflüsse, interaktives Geschehen
  • 38: Leitlinien für den Unterricht (Didaktik der Lernumgebung) 1. situiert und anhand authentischer Probleme lernen 2. in multiplen Kontexten lernen 3. unter multiplen Perspektiven lernen 4. in einem sozialen kontext lernen
  • 44. Input (Neurodidaktik) Informationen als sensorische Eindrücke erreichen hinteren Gehirnbereich; durch Koordination mit präfrontalem Cortex in Handlung des Denkens, Planens und ENtscheidens verarbeitet
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  • 43: Vollständiger Lernprozess (Neurodidaktik) Anforderungen der Lernaufgabe verstehen, Lösungsentwurf gestalten, Lösungsweg planen, zielorientiert umsetzen
  • 01: Begründer der bildungstheoretischen Didaktik und wann wurde sie begründet? Wolfgang Klafki, 1950er Jahre
  • 02: Grundlagen der bildungstheoretischen Didaktik bildungstheoretische Sicht (geisteswissenschaftlich) unterrichtspraktische Sicht = didaktische Analyse/didaktische Reduktion
  • 03: was ist kategoriale Bildung? materiale Bildung + formale Bildung material: orientiert sich an der Objektseite, Aneignung mit konfrontierten Inhalten, Bildung als umfangreiches Wissen - Aneignung der Kulturgüter seiner Zeit; Bildungsinhalte formal: orientiert sich an der Subjektseite; Haltungen, Methoden und Kompetenzen, die die Menschen brauchen, um in ihrer Welt handlungsfähig zu werden = Entfaltung der körperlichen, geisdtigen und seelischen Kräfte durch Funktionalisierung der Inhalte oder der selbständigen Aneignung durch Methoden und Medien Ziel: doppelseitige Erschließung der geistlichen und dinglichen Wirklichkeit, Einsichten und Verantwortlichkeiten
  • 04: Aufgabe der didaktischen Analyse Primat der Inhalte! Auswahl von Bildungsgütern aus der Menge der Kulturgüter Entnahme von Bildungsinhalten Überprüfung ihres Bildungsgehaltes in HInblick auf bestimmte Schüler in einer bestimmten geschichtlich-gesellschaftlichen Situation
  • 05: Strukturierungshilfen für den Unterricht - Grundfragen der didaktischen Analyse Gegenwartsbedeutung Zukunftsbedeutung Struktur des Inhalts Exemplarität Zugänglichkeit
  • 06: 7 Grundformen denen das Elementare auftreten kann das Fundamentale das Exemplarische das Typische das Klassische das Repräsentative die einfache Zweckform die einfache ästhetische Form
  • 07: Vorteile an der bildungstheoretischen Didaktik Vorstellung vom Elementaren = trägt zur Erhellung des Problems bei stellt mögliche Struktur wirksamer Inhalte dar, zeigt Relativität und dafür maßgebliche Momente auf verhältnismäßig einfaches und verständliches Modell zur praktischen Umsetzung
  • 08: Kritik an der bildungstheoretischen Didaktik Primat der Inhalte - zu einseitig Prinzip der Exemplarität - wer entscheidet darüber, was exemplarisch ist? nachträgliche Legitimation von Inhalten wäre auch möglich Lehrerentscheidungen fehlende Erfolgskontrolle
  • 09: Was ist das Bildungsziel der kritisch-konstruktiven Didaktik? Wie soll es erreicht werden? Emanzipation - durch Individualbildung und Allgemeinbildung
  • 10: Woraus setzen sich Individual- und Allgemeinbildung zusammen? Bildung für alle (demokratisches Bürgerrecht) Allseitige Bildung (freie Entfaltung in allen Grunddimensionen menschlicher Fähigkeiten) Bildung im Medium des Allgemeinen (epochaltypische Schlüsselprobleme)
  • 12: wichtige Veränderungen bei der kritisch-konstruktiven Didaktik Emanzipation statt Verwirklichung von Bildungsidealen Primat der Zielsetzung statt Primat der Inhalte Berücksichtigung aller Dimensionen des Unterrichts nicht nur 45-Minuten-Unterricht aktive Mitgestaltung soziales Lernen
  • 11: Perspektivenschema - 7 Felder Gegenwartsbedeutung Zukunftsbedeutung exemplarische Bedeutung (ausgedrückt in den allgemeinen Zielsetzungen der U-Einheit) thematische Struktur (einschließlich Teilziele) und soziale Lernziele Erweisbarkeit und Überprüfbarkeit Zugänglichkeit bzw. Darstellbarkeit Lehr-Lernprozess-Struktur
  • 12.2: Kritik an der kritisch-konstruktiven Didaktik kann Forderung immer neuer Situationsgemäßeit nicht nachkommen keine Erfassung des Lernstandes Inhalt immer noch höhere Bedeutung zugemessen als Methode
  • 13: Unterschiede vom Berliner Modell zu Klafkis Theorien Totalerfassung aller im Unterricht wirksamen Faktoren, die unter wissenschaftliche Kontrolle gebracht werden müssen Einführung des schlichten und neutralen lernbegriffs (statt Bildungsbegriff) Ziel: Ausbildung von selbständig denkenden und verantwortlich entscheidenden Lehrern - Zusammenhang zwischen Unterrichtsplanung und -analyse = Unterricht ist ein Ergebnis von Lehrerentscheidungen, die legitimiert werden müssen und die diese ständig reflektieren müssen
  • 14: Kernpunkte der Berliner Didaktik Interpendenz - Elemente stehen in wechselseitiger Abhängigkeit Unterricht ist ein ständiger Prozess - Entscheidungen werden Voraussetzungen für zukünftige Entscheidungen 
  • 14: Kernpunkte der Berliner Didaktik Interpendenz - Elemente stehen in wechselseitiger Abhängigkeit Unterricht ist ein ständiger Prozess - Entscheidungen werden Voraussetzungen für zukünftige Entscheidungen Unterricht ist situationsbedingt 
  • 15: Kernpunkte der Strukturanalyse Bedingungsfelder: soziokulturelle und anthropologisch-psychologische Voraussetzungen soziokulturelle und anthropologisch-psychologische Folgen Entscheidungsfelder: Intentionen (aufgeteilt in Lernzielkategorien) Inhalt (präsentiert als Wissenschaft, Technik oder Pragmata) Methoden Medien 
  • 16: Was gehört zu den Methoden in der Strukturanalyse? Artikulation Gruppen- oder Raumorganisation Lehr- und Lernweisen methodische Modelle Prinzipienkanon alle 5 müssen in EInklang miteinander gebracht werden
  • 17: Wieso entspricht das Berliner Modell der Forderung an eine Didaktik der Lehre? für Lehrer reicht es nicht aus, die Merkmale des Unterrichts zu kennen, es werden vier Entscheidungen von ihm verlangt, die mit den Bedingungsfeldern übereinstimmen müssen
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  • 18: Welches sind die Planungsprinzipien des Berliner Modells? Prinzip der Interpendenz - widerspruchsfreie Wechselwirkung der Planungsmomente Prinzip der Variabilität - man sollte Alternativen planen Prinzip der Kontrollierbarkeit didaktischer Entwürfe - Vergleich zwischen Plan und Realisierung
  • 19: Was beinhaltet die Faktorenanalyse des Berliner Modells? = durchleuchten der normative Hintergründe der Lehrerentscheidungen und Erfassung von Qualität, Intensität und Veränderungen Normenkritik - einfließende normierende Faktoren wie Werte und Normen des Lehrers, der Lehrpläne, der Gesellschaft und wie der Lehrer damit umgeht Faktenbeurteilung - berücksichtigt der Lehrer Forschungsergebnisse aus den Human- und Sozialwissenschaften und wenn ja, wie? Formenanalyse - Mit HIlfe welcher (alter/neuer) Unterrichtsformen wird der Unterricht gestaltet? Findet der Lehrer seinen eigenen Stil?
  • 20: Kritik am Berliner Modell wertfrei, zeigt nicht, was guter Unterricht ist Unterricht nur aus Lehrerperspektive keine Definition von Lernen aus Sicht der Didaktik
  • 21: Was ist das Anliegen des Hamburger Modells? didaktisches Handeln wird als gesellschaftliches Handeln in den Mittelpunkt gestellt Theorie darf nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Wünschbarkeit verlaufen, sondern unter dem der Machbarkeit
  • 22: Kernfragen des Hamburger Modells Was soll unter Emanzipation verstanden werden? Welchen Beitrag kann Unterricht zur Emanzipation überhaupt leisten? Wie kann Unterricht seinen Beitrag erbringen?
  • 23: Woraus besteht die Unterrichtsthematik im Hamburger Modell? Vermittlung von Sacherfahrungen + Gestaltung der sozialen Beziehungen beim Umgang mit der Thematik
  • 23: Woraus besteht die Unterrichtsthematik im Hamburger Modell? Vermittlung von Sacherfahrungen + Gestaltung der sozialen Beziehungen beim Umgang mit der Thematik Zielvorstellung = Intention + Thematik
  • 24: Welche sind die Zielkategorien im Hamburger Modell? Kompetenz - Autonomie - Solidarität (wertig aufsteigend)
  • 25: Kritik am Hamburger Modell keine Übereinstimmung von Inhalt und Methode keine Handlungsanweisungen für Lehrende Situationsspezifische Konkretisierung fehlt Diaktische Hilfen (Klafki) fehlen
  • 26: Kritik an der kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik emotionale/soziale Faktoren, sowie spezifisch menschliches lernen wird nicht berücksichtigt Wertfrage wird ausgespart heute keine so große Bedeutung mehr
  • 27: Was gehört bei der curricularen Didaktik zusätzlich zu den Lernzielen? Operationalisierung Dimensionierung Hierarchisierung
  • 28: Wie wird in der curricularen Didaktik dimensioniert? kognitive Lernziele Psychomotorische Lernziele Affektive Lernziele
  • 29: Wie ist die Hierarchisierung der kognitiven Dimension? Kenntnis - Verständnis - Anwendung - Analyse - Synthese - Beurteilung
  • 30: Wie ist die Hirarchisierung in der affektiven Dimension? Aufmerksam werden - reagieren - werten - Strukturierter Aufbau eines Wertesystems - Erfülltsein durch einen Wert oder eine Wertstruktur
  • 31: Was ist bei der Unterrichtsplanung in der kritisch-kommunikativen Didaktik zu beachten? Wann könnte es zu Störungen kommen? - Entgegenwirken Allgegenwärtigkeit des Lehrers, flüssiger Ablauf der Unterrichtsphasen, Aktivierung
  • 32: Woraus setzt sich die systemisch-konstruktivistische Didaktik zusammen? Systemtheorie (System = komplexes Ganzes mit Elementen, die zueinander und zum System in Beziehung stehen; Kennzeichen: Autopoiesis, Autoreflexivität, Autokatalyse Konstruktivismus (wissenschaftstheoretischer Ansatz; jeder Mensch konstruiert sich seine Welt; Konstruktion, Rekonstruktion und Dekonstruktion: Leitbegriffe im Lehr-Lernbegriff)
  • 33: Welches sind die 5 wesentlichen Ansätze der systemisch-konstruktivistischen Didaktik? Neuropsychologischer Ansatz (Bild der Welt entsteht im Kopf des einzelnen) Systemtheoretischer Ansatz Philosophischer Ansatz = radikaler Konstruktivismus Soziologischer Ansatz (menschliches Wissen ist immer gesellschaftlich bedingt, also unter sozialen Vorzeichen konstruiert und nie bloß eine Abbildung) Psychologischer Ansatz (konstruktivistische Lernpsychologie - Eigenkonstruktion führt zu produktivem Wissen)
  • 34: drei Kernauffassungen der systemisch-konstruktivistischen Didaktik: Lernen ist nicht machbar - bloß anregbar Lernen kann nur jeder für sich- Von außen wird dieser Lernprozess zwar angestoßen, jeder vollzieht ihn aber für sich Nicht die Bilder einer Außenwelt direkt werden beim Lernen aufgenommen und verinnerlicht. Reize von außen lösen im Inneren Energieprozesse aus, durch die subjektives Wissen gestaltet wird und eine eigene Wirklichkeit entsteht
  • 35: Handlungsempfehlungen für die systemisch-konstruktivistische Didaktik: Didaktik der Konstruktion (Kersten Reich) Didaktik der Lernumgebungen (Heinz Mandl)
  • 39: Didaktik der Konstruktion wichtig: Unterscheidung einer Inhalts- von einer Beziehungsebene Zielvorstellung: Lehrern und Schülern Selbstvertrauen und Mut für die eigene Erkenntnistätigkeit und für die Gestaltung ihrer Beziehung nach einem von ihnen selbst auszuhandelnden Muster geben Konstruktion - Rekonstruktion - Dekonstruktion