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Psychologie (Subject) / Grundlagen, Krankheitsmodelle, PT (Lesson)

Grundlagen, Krankheitsmodelle, PT

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  • Lokalisation von Hirnfunktionen Lokalisation von Hirnfunktionen links = sprachliches Denken rechts = räumlich visuelles Denken vorne = motorische Areale hinten = sensorische Areale Broca-Frontallappen-Produktion: Oh, ich kann nicht mehr sprechen, Wernicke-Temporallappen-Verständnis: he, verstehe ich nicht Parietallappen, Agraphie, Alexie, Objektagnosie, Apraxie: arrrg, alles im Argen
  • Interferenztheorie Interferenztheorie proaktive Hemmung: der erste Lernstoff überlagert den zweiten retroaktive Hemmung: der spätere Lernstoff überlagert den früheren man behält Informationen zu Beginn einer Lektion (Primacy effect) oder am Ende einer Lektion (Recency effect) am besten.
  • Zeigarnik-Effekt Zeigarnik-Effekt Dinge, die eine besondere Spannung erzeugen (unerledigte Aufgaben, angebissene Brötchen, ungelöste Klausurfragen), werden besonders gut behalten. Erledigte, abgeschlossene Dinge werden schnell wieder vergessen.
  • Perseveration Perseveration Symptom, das nach einer Schädigung des Frontalhirns auftreten kann. Es gehört als Symptom zu den formalen Denkstörungen. Schallplatte mit Sprung. Betroffene haben Probleme, sich auf neue Situationen oder Regeln einzustellen. Beispielsweise können solche Patienten nicht auf veränderte Aufgabeninstruktionen reagieren. Wenn sie etwas erzählen, wiederholen sie sich dabei ständig.
  • Konfabulieren Konfabulieren phantasievolles Überspielen von Gedächtnislücken durch erfundene Geschichten. Tritt häufig bei Patienten mit Korsakoff-Syndrom nach starkem Alkoholmissbrauch und Schädigungen in temporalen Cortexarealen auf. Schwer zu entscheiden, ob Patienten absichtsvoll lügen oder nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können.
  • Klassisches Konditionieren (Signallernen): Begriffe Klassisches Konditionieren (Signallernen): Begriffe  Beim klassischen Konditionieren wird ein bisher neutraler Reiz durch wiederholte Darbietung/Koppelung mit einem unkonditionierten Reiz zu einem konditionierten Reiz. Daher wird hier eine Reiz-Reiz-Assoziation gelernt. unkonditionierter Reiz/unbedingter Reiz (UCS für unconditioned stimulus): ent-spricht einem ungelernten Reiz (= kein Lernen notwendig), der eine (meist) angeborene Reaktion auslöst. unkonditionierte Reaktion/unbedingte Reaktion (UCR für unconditioned reaction): eine Reaktion, die automatisch (= ohne vorheriges Lernen) auf den unkonditionierten Reiz erfolgt. neutraler Reiz (NS für neutral stimulus): Reiz, der vor dem Lernvorgang keine bestimmte Reaktion auslöste, also keine Bedeutung hatte. konditionierter Reiz/bedingter Reiz (CS für conditioned stimulus): ehemals neutraler Reiz, der durch die Konditionierung zu einem Signalreiz geworden ist und dadurch (auch ohne Kopplung mit dem unkonditionierten Reiz) eine Reaktion auslöst. konditionierte Reaktion/bedingte Reaktion (CR für conditioned reaction): Reaktion, die jetzt auf den konditionierten Reiz erfolgt  (dasselbe Verhalten, das vorher nur auf den unkonditionierten Reiz hin gezeigt wurde).
  • Ablauf des klassischen Konditionierens Ablauf des klassischen Konditionierens unkonditionierter Reiz (Futter) löst unkonditionierte Reaktion (Speichelfluss) aus unkonditionierter Reiz (Futter) und neutraler Reiz (Klingelton) werden mehrfach miteinander gekoppelt dargeboten. Der neutrale Reiz (Klingelton) wird zum Signal für das Futter. Unkonditionierte Reaktion, konditionierte Reaktion (Speichelfluss). konditionierter Reiz (Klingelton) löst konditionierte Reaktion (Speichelfluss) aus.
  • Klinisch relevante Beispiele für klassische Konditionierung Klinisch relevante Beispiele für klassische Konditionierung Geschmacksaversion. Alkohol wird bei Süchtigen mit einem Übelkeit verursachenden Medikament gekoppelt Antizipatorische Übelkeit. Bei Krebspatienten in chemotherapeutischer Behandlung kommt es häufig vor, dass durch eine Kopplung der Klinikumgebung mit der durch die Zytostatika ausgelösten Übelkeit diese Übelkeit bereits ohne Medikamenteneinnahme beim Betreten der Klinik beginnt (vorher neutraler Anblick der Klinik wird zum konditionierten Reiz).
  • Operantes Konditionieren (Lernen am Erfolg): Grundidee Operantes Konditionieren (Lernen am Erfolg): Grundidee Die Grundidee des operanten Konditionierens/instrumentellen Lernens besteht darin, dass die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens durch seine Konsequenzen, das heißt durch Belohnung und Bestrafung verändert wird.
  • Effektgesetz des Lernens Effektgesetz des Lernens Wird eine Verhaltensweise belohnt, tritt sie häufiger auf (Verstärkung). Wird eine Verhaltensweise bestraft, tritt sie seltener auf (Bestrafung). Die beiden im Gesetz beschriebenen Lernmechanismen des operanten Konditionierens kann man über die Veränderung der Häufigkeit, mit der ein Verhalten gezeigt wird, unterscheiden. Verstärkung liegt immer dann vor, wenn die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens steigt, das Verhalten also häufiger gezeigt wird. Reduziert sich die Häufigkeit eines Verhaltens, handelt es sich um Bestrafung.
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  • positive und negative Verstärkung positive und negative Verstärkung positive Verstärkung: plus eine angenehme Konsequenz negative Verstärkung: minus eine aversive Konsequenz Krankenrolle und Verstärkung Patienten werden nicht gesund, weil sie in Krankenrolle besonders viel Zuwendung (positive Verstärkung) bekommen Patienten werden nicht gesund, weil sie als Kranke von lästigen Pflichten entbunden sind (negative Verstärkung) Steigerung der Medikamenteneinnahme bei Schmerzpatienten, da bei Einnahme die unangenehmen Schmerzen (= aversiver Reiz) ausbleiben: negativer Verstärkungsmechanismus Diabetes-Patient intensiviert sein körperliches Trainingsprogramm, um Insulinspritzen zu reduzieren (negativer Verstärkungsmechanismus) Aufrechterhaltung von irrationalen Ängsten durch das Vermeiden der gefürchteten Situation, da das Vermeidungsverhalten zu einer Reduzierung unangenehmer Ängste führt (negative Verstärkung)
  • Bestrafung Bestrafung unangenehme Konsequenz hinzufügen angenehme Konsequenz entfällt
  • Premack-Prinzip Premack-Prinzip Verhaltensweisen mit hoher Auftretenshäufigkeit werden als Verstärker für Verhaltensweisen mit niedriger Auftretenshäufigkeit verwendet. „Die Gelegenheit zu wahrscheinlicherem Verhalten kann weniger wahrscheinliches Verhalten verstärken“ (David Premack, 1962). erst Hausaufgaben machen, danach spielen gehen
  • Kontingenz und Verstärkerpläne Kontingenz und Verstärkerpläne Die Verstärkung (Konsequenz auf bestimmtes Verhalten) kann nach unterschiedlichem Muster ablaufen. Verstärkerpläne beschreiben die Kontingenz zwischen Verhalten und Verstärkung. Der Begriff der Kontingenz beschreibt dabei die Enge des Zusammenhangs zwischen Verhalten und Konsequenz. hohe Kontingenz bedeutet, dass auf jedes Verhalten eine bestimmte Konsequenz erfolgt (z. B. jedes Mal wenn ein Kind weint, wird es von der Mutter getröstet) niedrige Kontingenz bedeutet, dass nur ab und zu bestimmte Konsequenzen eintreten (z. B. ab und zu führt das Lernen für die bevorstehende Arbeit zu einer guten Note).
  • Verstärkerpläne Verstärkerpläne Kontinuierliche Verstärkung: Die Verstärkung erfolgt nach jeder Reaktion. Dadurch wird Verhalten besonders schnell aufgebaut. Intermittierende Verstärkung: Die Verstärkung erfolgt NICHT nach jedem gezeigten Verhalten, sondern Quotenverstärkung: Konsequenz erfolgt entweder nach fester oder variabler Quote (jedes fünfte Mal wird verstärkt oder durchschnittlich jedes fünfte Mal). Intervallverstärkung: Konsequenz erfolgt nach festem oder variablen Zeitintervall (alle drei Stunden wird Verhalten verstärkt oder durchschnittlich alle drei Stunden) Die Geschwindigkeit des Lernens, aber auch die Löschungsresistenz von Verhalten hängen von der Art des Verstärkerplans ab: Bei kontinuierlicher Verstärkung wird Verhalten besonders schnell gelernt, kann jedoch auch schnell wieder gelöscht werden.Bei variabel intermittierender Verstärkung (z. B. einer Mischung aus Quoten- und Intervallplänen) wird Verhalten zwar langsam gelernt, ist aber – wenn es einmal erworben wurde – besonders stabil/löschungsresistent (z. B. beim Glücksspiel).
  • Reizgeneralisierung und Reizdiskriminierung Reizgeneralisierung und Reizdiskriminierung Als Reizgeneralisierung wird die Ausweitung der gelernten Reaktion auf ähnliche Reize bezeichnet. Als Reizdiskrimination wird die Einengung der gelernten Reaktion auf einen ganz bestimmten Reiz bezeichnet. Bei ähnlichen Reizen wird das gelernte Verhalten nicht gezeigt.
  • Extinktion (Löschung von Verhalten) Extinktion (Löschung von Verhalten) Die Grundidee des klassischen und des operanten Konditionierens ist, dass alles erlernte Verhalten auch wieder verlernt oder umgelernt werden kann. Extinktion bedeutet, dass ein vorher gelerntes und gezeigtes Verhalten weniger wird oder ganz unterbleibt. Zur Extinktion kommt es beim klassischen Konditionieren, wenn der konditionierte/gelernte Reiz mehrmals ohne den unkonditionierten Reiz dargeboten wird (Klingelton ohne Futter) und so irgendwann seine Signalwirkung verliert. So findet eine Entkopplung von konditioniertem und unkonditioniertem Reiz statt. beim operanten Konditionieren, wenn auf das gelernte Verhalten keine Konsequenz mehr folgt (z. B. das Kind für das Hausaufgabenmachen nicht mehr gelobt wird oder die Mutter bei nicht gemachten Hausaufgaben aufhört zu schimpfen). Wird ein vorher gelöschtes Verhalten spontan wieder gezeigt, spricht man von Remission. Beispiel: Beim Pawlowschen Hund wurde die Speichelflussreaktion auf den Klingelton gelöscht. Als er Tage später einen Klingelton hört, zeigt er sie wieder.
  • Modelllernen/sozialkognitive Lerntheorie Modelllernen/sozialkognitive Lerntheorie Die sozial-kognitive Lerntheorie wurde von Albert Bandura entwickelt. Die Grundidee dabei ist folgende: Ein Verhalten kann auch stellvertretend durch Beobachtung gelernt werden, ohne dass das Individuum die Konsequenzen des Verhaltens selber erleben muss (Modelling-Effekt). Das geschieht, indem das Individuum das Modellverhalten und die folgenden Konsequenzen beobachtet. Über Modelllernen kann man erklären, wie sich Menschen neue Verhaltensweisen aneignen, ohne jeweils im Versuch-und-Irrtum-Verfahren alle Möglichkeiten ausprobieren zu müssen. Allein die Beobachtung eines Modells und der Konsequenzen, die auf sein Verhalten folgen, reichen aus, um verstärkte Verhaltensweisen zu übernehmen und bestrafte Verhaltensweisen zu unterlassen.
  • Organisation visueller Information (Gestaltpsychologie) Organisation visueller Information (Gestaltpsychologie) Prinzip der Prägnanz: Wenn mehrere Interpretationen möglich sind, werden die Elemente nach der einfachsten Organisationsmöglichkeit wahrgenommen („law of good figure“: zwei sich überlappende Kreise werden z. B. als zwei Kreise und nicht als eine komplexe Form interpretiert). Prinzip der Ähnlichkeit: Ähnliche Elemente werden als zusammengehörig wahrgenommen. Prinzip der Nähe: Elemente, die nah beieinander liegen, werden als zusammengehörig wahrgenommen. Prinzip der Geschlossenheit: Wir bevorzugen geschlossenen Formen oder Figuren. Entsprechend werden fehlende Randkonturen einfach ergänzt. Prinzip des „gemeinsamen Schicksals“: Elemente, die sich in der gleichen Richtung bewegen, werden als zusammengehörig wahrgenommen (z. B. Vögel, die im Schwarm fliegen). Prinzip der Vertrautheit: Wenn wir es gewohnt sind, bestimmte Elemente häufig gemeinsam vorzufinden, so nehmen wir sie als vertraute Gruppe war.
  • Wahrnehmungsabwehr Wahrnehmungsabwehr Der Begriff Wahrnehmungsabwehr bezeichnet die erschwerte (langsamere) Wahrnehmung von Reizen, die eine negative Bedeutung haben oder tabuisiert sind. Wörter wie z. B. „Hure“, „Sex“ oder „Verbrechen“ werden in Reaktionszeitexperimenten langsamer erkannt als neutrale Begriffe oder Wörter mit positiver Bedeutung.
  • positiver und negativer Transfer positiver und negativer Transfer Positiver Transfer bedeutet, dass gelerntes Verhalten erfolgreich auf eine neue Situation übertragen wird. Negativer Transfer bedeutet, dass gelerntes Verhalten auf eine neue Situation übertragen wird, in der es nicht passt. Beim Fahren mit einem neuem Auto überträgt man die Handlungen des Gasgebens, Schaltens, Lenkens etc. vom alten Auto. (positiver Transfer) Aufgrund vorheriger Bearbeitung einer schwierigen Aufgabe wird beim Lösen einer leichten Aufgabe ein zu komplizierter Lösungsweg gewählt (negativer Transfer)
  • Intelligenz: Generalfaktorentheorie/Zweifaktorentheorie (Spearman) Intelligenz: Generalfaktorentheorie/Zweifaktorentheorie (Spearman) Spearman ging davon aus, dass Intelligenzleistungen sich aus zwei Komponenten zusammensetzen: einem generellen (= g) Faktor und mehreren spezifischen (= s) Faktoren. Der Generalfaktor (g-Faktor) ist an allen Intelligenzleistungen beteiligt, spezifische Faktoren (s) decken dagegen jeweils ein spezielles Gebiet ab und sind untereinander statistisch unabhängig (unkorreliert).
  • Intelligenz: Modell der multiplen Faktoren/Primärfaktorentheorie (Thurstone) Intelligenz: Modell der multiplen Faktoren/Primärfaktorentheorie (Thurstone) Die sieben Primärfaktoren lauten: Rechenfähigkeit Sprachverständnis Wortflüssigkeit räumliche Vorstellung Gedächtnis logisches Denken Wahrnehmungsgeschwindigkeit Louis Thurstone ging davon aus, dass Intelligenz aus sieben voneinander unabhängigen Komponenten (primary mental abilities) besteht. Menschen können nach dieser Auffassung in einem Bereich besonders begabt sein, während sie in einem anderen nur durchschnittliche oder unterdurchschnittliche Leistungen erbringen.
  • kristalline und fluide Intelligenz (Cattell) kristalline und fluide Intelligenz (Cattell) Raymond Cattell nahm an, dass es zwei Arten von Intelligenz gibt, die sich substanziell unterscheiden: Kristalline Intelligenz ist kulturabhängig (z. B. unterscheidet sich das kristalline Wissen je nach Land und Schulsystem) und wird durch Erfahrung erworben. Sie umfasst Wissen und nimmt auch im Erwachsenenalter zu. Fluide Intelligenz ist kulturunabhängig, umfasst basale Fähigkeiten (logisches Denken, geistige Beweglichkeit, Orientierung in neuen Situationen), nimmt im Alter ab und unterliegt bei über 60-Jährigen einem starken Abbau.
  • HAWIE/K - Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene/Kinder HAWIE/K - Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene/Kinder Der HAWIE/K besteht aus einem Verbal- und einem Handlungsteil. Verbal-IQ und Handlungs-IQ können getrennt berechnet werden. Zu den Verbaltests gehören z. B. der Wortschatz („Was bedeutet Katalog?“) und Allgemeinwissen („Warum wäscht man Kleider?“). Zu den Handlungstests gehören Aufgaben wie das Nachlegen eines Mosaiks oder das Ordnen von Bildern. Die Tests haben alle ein freies Antwortformat und werden als Einzeltests durchgeführt. HAWIE und HAWIK sind auf einen Mittelwert von 100 und eine Standardabweichung von 15 normiert.
  • IST - Intelligenzstrukturtest von Amthauer IST - Intelligenzstrukturtest von Amthauer Der IST hat eine Mehrfaktoren-Struktur: Er besteht aus einem verbalen, einem numerischen, einem figuralen und einem Gedächtnisteil. Für alle Teile werden einzelne IQ-Werte berechnet, so dass eine Profilbildungmöglich ist. Das Antwortformat des IST ist größtenteils „multiple-choice“ (vier Auswahlantworten, von denen eine angekreuzt werden soll). Dadurch ist der IST ein sehr ökonomisches Verfahren, das häufig als Gruppentest (gleichzeitige Testung mehrerer Probanden, die jedoch alle alleine arbeiten) durchgeführt wird. Der Mittelwert liegt bei 100, die Standardabweichung bei zehn.
  • Intelligenzquotient Intelligenzquotient klassischer IQ (Binet, Stern). Intelligenzalter : Lebensalter * 100 Abweichungs-IQ (Wechsler-IQ). Der Wert eines Probanden im IQ-Test wird mit dem normierten Mittelwert (= 100) seiner Altersgruppe verglichen. Das bedeutet, dass ein individueller IQ-Wert immer nur in Bezug auf die eigene Altersgruppe interpretierbar ist. Der Abweichungs-IQ wird heutzutage benutzt, um beispielweise im HAWI oder IST den Wert des Probanden zu berechnen.
  • Intelligenz und Leistung Intelligenz und Leistung Empirisch lässt sich ein stabiler Zusammenhang zwischen Werten in Intelligenztests und anderen Leistungsbewertungen (z. B. Schulnoten, Studienabschluss, Berufserfolg) feststellen. Dieser liegt jedoch deutlich unter einer Korrelation von r = 1.0 (je nach Kriterium um r = 0.4 bis 0.7).In manchen Fällen klaffen Intelligenz und gezeigte Leistung jedoch unerwartet stark auseinander: Als Underachiever werden Schüler bezeichnet, deren Schulleistung schlechter ist, als aufgrund ihrer Intelligenz zu erwarten wäre (z. B. aufgrund mangelnder Motivation). Als Overachiever bezeichnet man Schüler, deren Schulleistungen besser sind, als aufgrund ihrer Intelligenz zu erwarten wäre (z. B. aufgrund hoher Angepasstheit und Fleiß).
  • Komponenten der Emotion Komponenten der Emotion hier Beispiel: Angst subjektives Gefühl (Gefühl von Bedrohtsein) kognitive Komponente (Bewertung, Gedanken, zB. das ist eine gefährliche Situation, ich weiss nicht, wie ich mich wehren kann) physiologische Komponente (erhöhter Muskeltonus, Zunahme der Hautleitfähigkeit, erhöhte Herzfrequenz) Ausdruckskomponente (Mimik, zB. Hochziehen der Augenbrauen, Öffnen des Mundes) motivationale/Verhaltenskomponente (Kampf oder Flucht)
  • die 6 Primär-/Basisemotionen die 6 Primär-/Basisemotionen Freude/Glück Trauer Angst Wut/Ärger Ekel Überraschung
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  • Emotionstheorien Emotionstheorien James & Lange (1884) gehen davon aus, dass physiologische Reaktionen unwillkürlich einsetzen und erst die Wahrnehmung und Interpretation dieser physiologischen Veränderung die Emotion auslöst. Laufen wir z. B. vor einem Bären fort, schließen wir daraus, dass wir Angst vor dem Bären haben müssen. „Woher soll ich wissen, was ich fühle, bevor ich sehe, was ich tue?“  Cannon & Bard (1927) postulieren, dass zunächst die Emotion vorhanden ist und diese dann den physiologischen Zustand verändert. Ich fühle, also reagiere ich. Schachter & Singer (1962) bilden schliesslich die Synthese bisheriger Ansätze und postulieren die Zwei-Faktoren-Theorie der Emotion. Sie nehmen an, dass Emotionen aus: 1. einer unspezifischen physiologischen Erregung aufgrund einer bestimmten Wahrnehmung und 2. einer kognitiven Bewertung des Erregungszustands, die abhängig vom unmittelbaren Kontext ist, bestehen.
  • Unterscheidung verschiedener Angstformen Unterscheidung verschiedener Angstformen Realangst oder Furcht = funktionale, angemessene Angst vor speziellem Objekt/Situation frei flottierende Angst = ungerichtete Angst, wobei nicht gesagt werden kann, wovor 6-Monats-Angst oder Trennungsangst = Kind hat Angst, wenn die Mutter (primäre Bezugsperson) geht; tritt um den sechsten Lebensmonat auf. 8-Monats-Angst oder Fremdeln = Kind bekommt Angst vor Fremden (zeigt, dass es in der Lage ist, zwischen bekannten und fremden Personen zu differenzieren); tritt um den achten Lebensmonat auf. Angst-Trait (Trait = Eigenschaft) bezeichnet eine persönlichkeitsbezogene Angstbereitschaft. Angst-State (State = Zustand) bezeichnet einen situativen Angstzustand.
  • Angststörungen Angststörungen Die Phobie ist eine unangemessene Angst vor einem speziellen Objekt oder einer speziellen Situation (Spinnenphobie, Blutphobie, Agoraphobie = Angst vor öffentlichen Orten). Die Entstehung von Phobien wird lerntheoretisch über den Mechanismus des klassischen Konditionierens oder über Modelllernen erklärt. Beispiel: Der Anblick einer vorher neutralen Spinne lässt die Mutter aufschreien. Der Schrei ist der unkonditionierte Reiz, bei dem das Kind erschrickt. Durch eine Kopplung von Spinne und Schrei wird die Angst auf den Anblick der Spinne übertragen. Die Aufrechterhaltung von Phobien oder die Frage, warum es nicht schnell zu einer Löschung/Extinktion der gelernten Reaktion kommt, wird lerntheoretisch folgendermassen erklärt: Der betroffene Patient meidet oder flieht vor angstauslösenden Situationen. Diese Vermeidung oder Flucht führt zur Angstreduktion (= eine unangenehme Emotion nimmt ab), die wiederum das Vermeidungsverhalten (negativ) verstärkt. Prepared-Reize lösen häufig unangemessene Furchtreaktionen aus. Spinnen sind hier das klassische Beispiel. Bei der Panikstörung treten plötzliche Angstattacken auf, ohne dass die Person ein spezielles auslösendes Objekt oder eine Situation benennen könnte. Sie kommen „wie aus heiterem Himmel“ und gehen mit starken physiologischen Symptomen (Herzrasen, Schwindel, Schwitzen, Zittern etc.) und dem Gefühl von Todesangst einher. Panikattacken treten häufig in Ruhesituationen auf. Patienten mit Zwangsstörungen leiden unter wiederkehrenden Zwangshandlungen oder Zwangsgedanken (z. B. Wasch-, Kontrollzwang, bei denen sie immer wieder dieselben Wasch- oder Kontrollhandlungen durchführen), die von ihnen als übertrieben erlebt werden und die sie in ihrer Lebensführung einschränken. Zwangsstörungen zählen zu den Angststörungen, da ein Unterdrücken der Zwangshandlungen zu starker Angst führt. Die Handlungen und Gedanken werden ausgeführt, um diese Angst zu vermeiden. Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine Angststörung, die nach traumatischen Erfahrungen (z. B. Unfall, Verbrechen) auftritt. Ihre Symptomatik besteht aus unwillkürlich wiederkehrenden Erinnerungen an das traumatische Ereignis, die zum Teil wie ein plötzlicher Film vor dem geistigen Auge ablaufen („Flashbacks“), obwohl die Patienten versuchen, mit dem Trauma verbundene Aktivitäten zu vermeiden. Gleichzeitig erleben die Patienten eine emotionale Gleichgültigkeit gegenüber ihrer Umwelt. Die generalisierte Angststörung ist nicht auf ein bestimmtes Objekt gerichtet, sondern beschreibt eine nicht konkret begründete Angst vor Unfällen, Erkrankungen oder Katastrophen. Sie ist weniger von physiologischen Erscheinungen begleitet.
  • Repression - Sensitization: Verhaltensstil beim Umgang mit Angst Repression - Sensitization: Verhaltensstil beim Umgang mit Angst Represser unterdrücken/verdrängen Angstgefühle. Sie verleugnen, dass überhaupt ein Grund zur Sorge besteht. Sensitizer beschäftigen sich intensiv mit ihrer Angst, suchen gezielt Informationen zum Angstobjekt/-thema und fürchten Kontrollverlust.
  • Depressionen: Symptomatik Depressionen: Symptomatik Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen. Zur Symptomatik zählen negative Emotionen wie Trauer und Hoffnungslosigkeit, verminderter Antrieb und geringes Selbstwertgefühl. Depressive Menschen leiden häufig unter Schuldgefühlen und allgemeiner Freudlosigkeit. Auch ihr Denken ist beeinträchtigt: Sie neigen dazu, negative Ereignisse extrem zu betonen (Übergeneralisierungsfehler) und positive Dinge kaum wahrzunehmen. Diese negative Sicht auf sich (1) selbst, (2) die Umwelt und (3) die Zukunft bezeichnet Beck im Rahmen der kognitiven Verhaltenstherapie als so genannte „kognitive Triade“. Diese Symptomatik muss mindestens zwei Wochen anhalten, um als Depression diagnostiziert zu werden. Depression führt auch zu einer langfristigen Aktivierung des Sympathikus und der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse. Die hierdurch verursachte Cortisolausschüttung begünstigt einen erhöhten Blutdruck, eine geringere Herzfrequenzvariabilität und Endothelschäden. Damit geht die Depression auch mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko einher. Die Prävalenz von Depressionen ist bei Frauen deutlich höher als bei Männern.
  • Depression. Theorie der erlernten Hilflosigkeit (Seligman) Depression. Theorie der erlernten Hilflosigkeit (Seligman) Aus Tierversuchen leitete der Psychologe Martin Seligman ab, dass bei fehlender Kontrolle über die Konsequenzen des eigenen Verhaltens ein Organismus (Mensch und Tier) erlernte Hilflosigkeit ausbildet. Übertragen auf die Entstehung von Depressionen bedeutet das, dass Menschen, die den Eindruck haben, keine Kontrolle über die Konsequenzen ihres Verhaltens zu haben („Egal, was ich tue, ich kann meine Lage doch nicht ändern.“), durch diese Erfahrung der Unkontrollierbarkeit eine depressive Symptomatik ausbilden. Die Symptome der erlernten Hilflosigkeit sehen folgendermaßen aus: emotionales Defizit (Freudlosigkeit), motivationales Defizit (Fehlen zielgerichteter Aktivität), kognitives Defizit (verzögertes Lernen von aktivem Vermeidungsverhalten) neurobiologische Veränderungen wie bei Depressiven (Verringerung des Noradrenalingehalts im ZNS). Erlernte Hilflosigkeit führt NICHT zu aggressivem Verhalten.
  • Sterbephasen nach Kübler-Ross Sterbephasen nach Kübler-Ross Abwehr, Nicht-wahrhaben-Wollen Protestphase, Zorn Phase des Verhandelns Depression Akzeptieren