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Allgemeine Psychologie & Biopsychologie (Subject) / SS2016 (Lesson)
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- Definition: Formatio reticularis Teil der Erregungskontrolle säulenartige Neuronenstruktur im Kern des Hirnstammes Aufrechterhaltung des inneren Milieus des Körpers (Atmung, Kreislaufregulation, Aktivitätsniveau) Regulation der Kortexaktivität
- Definition: Medulla oblongata kontrolliert Herzschlag und Atmung unterster Teil des Hirnstamms Steuerung der Willkürmotorik Steuerung des vegetativen Nervensystems Vitalfunktionen, Reflexe Regulation Schlaf-Wach-Rhythmus
- Definition: Pons (Brücke) oberer Teil des Hirnstamms Ursprung vieler Hirnnerven Augenbewegungen, Lidschlag Mimik und Kauen Gleichgewichtsregulation
- Aus welchen sechs Teilen besteht das Großhirn? Endhirn: Großhirnrinde Basalganglien Limbisches System Zwischenhirn: Thalamus Hypothalamus Hypophyse
- Definition: Episodischer Puffer (Arbeitsgedächtnis-Modell) Speichersystem mit begrenzter Kapazität, das sowohl visuelle als auch phonologische Informationen in Form von „Episoden“ speichern kann.
- Nenne jeweils die wichtigste Funktion von Thalamus, Hypothalamus, Hypophyse, Amygdala und Hippocampus. Thalamus: Schaltzentrale zwischen niederen und höheren Gehirnregionen, Umkehrung von Reflexen Hypothalamus: Steuerzentrale lebenserhaltende Funktionen (Durst, Hunger, Sauerstoff im Blut etc.), Gefühle für Belohnungen Hypophyse: Regulation Hormonausschüttung Amygdala: Gefühle Hippocampus: Gedächtnis
- Definition: Mittelhirn liegt zwischen Hirnstamm und Zwischenhirn Koordination optischer Reflexe Steuerung der Augenmuskulatur Bewegungssteuerung beteiligt an Schmerzwahrnehmung
- Was unterscheidet die Kortexariale des Menschen von denen anderer Säugetiere? Beim Menschen wesentlich größere Assoziationsfelder Diese ermöglichen die höheren geistigen Fähigkeiten wie lernen, erinnern, planen, denken und sprechen
- Definition: Aphasie Eine erworbene Störung der Sprache aufgrund einer Läsion (Schädigung) in der dominanten, meist der linken, Hemisphäre des Gehirns. Störung bzw. Verlust des zentralen Sprachsystems nach Erwerb der normalen Sprachfähigkeit (Sprachverständnis).
- Definition: Apraxie Eine Störung der Ausführung willkürlicher zielgerichteter und geordneter Bewegungen bei intakter motorischer Funktion aufgrund einer Schädigung der sprachdominanten Hirnhälfte.
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- Welche Hirnareale sind zuständig für: Sehen Hirnstamm, Thalamus, Okzipitallappen, Parietallappen
- Welche Hirnareale sind zuständig für: Hören Hirnstamm, Thalamus, Temporallappen
- Welche Hirnareale sind zuständig für: Riechen Riechhirn
- Welche Hirnareale sind zuständig für: Aufmerksamkeit Gyrus cinguli
- Welches Hirnareal ist zuständig für: Bewusstsein & Kontrolle Präfrontaler Kortex
- Welche Hirnareale sind zuständig für: Sprache Wernicke-Areal, Broca-Areal, motorischer Kortex
- Welche Hirnareale sind zuständig für: Denken Präfrontaler Kortex
- Welche Hirnareale sind zuständig für: Lernen, Behalten & Vergessen Hippocampus, Kleinhirn, Amygdala
- Welche Hirnareale sind zuständig für: Emotionen Hypothalamus, Hypophyse, Amygdala
- Welche Hirnareale sind zuständig für: Motivation Basalganglien, Präfrontaler Kortex
- Welche beiden Zellklassen gibt es im Nervensystem und wofür sind sie zuständig? Neuronen (Nervenzellen) Hauptzellen im Nervensystem Weiterleitung, Speicherung und Verarbeitung von Informationen aus der Umgebung sowie die Reaktion darauf Gliazellen Helferzellen der Neuronen Stützen, Ernähren, Abwehr, Isolierung von Neuronen
- Woraus besteht ein Neuron / eine Nervenzelle? Dendriten Zellkörper (Soma) Zellmembran Zellkern Axonhügel Axon Myelinscheiden Ranvier-Schnürringe Kollateralen Synaptische Endigungen / Endknöpfchen Synapsen
- Definition: Neuron Auch Nervenzelle: Zelle, die dem Informationstransport und der -verarbeitung dient.
- Definition: Zellkörper (Soma) (Nervenzelle) Zentrum des zellulären Stoffwechsels, enthält im Zellkern die genetischen Informationen.
- Definition: Dendriten Stark verästelte Verbindungen zu anderen Neuronen zur Informationsaufnahme.
- Definition: Axonhügel Kegelförmiger Bereich an der Verbindung zwischen Zellkörper und Axon.
- Definition: Axon Fortsatz des Zellkörpers zur Informationsweiterleitung.
- Definition: Prozeduralisierung Überführung des deklarativen Wissens über eine Fertigkeit in eine prozedurale Form. Ständiges Bewußthalten des deklarativen Wissens über die Fertigkeit wird dadurch überflüssig, die Fertigkeitsausführung wird zügiger.
- Definition: Kollateralen (Nervenzelle) Verzweigungen am Ende eines Axons mit Verdickungen am Ende, die sich mit anderen Neuronen verbinden.
- Definition: Synaptische Endigung oder Endknöpfchen Kontaktfläche zu Dendriten, an denen eine Informationsweitergabe stattfindet.
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- Definition: Nervenfaser Mit Myelin umhülltes Axon.
- Definition: Myelin die weiße Substanz im Gehirn fetthaltige Umhüllung des Axons durch Gliazellen (Myelinschicht oder -scheide) Sicherung und Beschleunigung der Impulsleitung des Axons (je dicker die Myelinschicht, desto schneller die Leitungsgeschwindigkeit) winzige Lücken lassen das elektrische Potenzial weiterspringen, was die Leitungsgeschwindigkeit extrem vervielfacht (Ranvier-Schnürringe)
- Definiton: Gliazelle Helferzelle für die Neuronen 10-50 mal häufiger als Neuronen und deutlich kleiner etwa gleich viel Masse im Gehirn wie Neuronen
- Welche beiden Arten von Gliazellen gibt es und worin unterscheiden sie sich? Oligodentrocyten (ZNS, Zentrales Nervensystem) ummanteln mehrere Neuronen Entgiftung, absorbiert tote Zellen Schwann-Zellen (PNS, Peripheres Nervensystem) bildet nur ein Myelinsegment und ummantelt nur ein Axon können Axon nach Schädigung regenerieren
- Definition: Ruhe(membran)potenzial Ruhezustand eines Neurons mit negativem Zellinneren (-70 mV) und positivem Zelläußeren innen mehr K+ (Kalium) Ionen und A- (organische Anionen) als außen außen mehr Na+ (Natrium) und Cl- (Chlorid) Ionen als innen Zellmembran nur selektiv durchlässig (semipermeabel)
- Definition: Depolarisation (Nervenzelle) Verringerung der Polarisation einer Zelle (hin zu einem positiven Wert) durch Ionenaustausch, ausgelöst durch elektrische Impulse benachbarter erregender Neuronen. Erreicht die Depolarisation die Aktionspotenzialschwelle, wird ein Aktionspotenzial ausgelöst.
- Definition: Repolarisation (Nervenzelle) Nach erfolgtem Aktionspotenzial sinkt die elektrische Ladung im Neuron wieder in Richtung Ruhemembranpotenzial (-70 mV).
- Nenne die drei Phasen des Aktionspotenzials. Depolarisation (Anstiegphase) Repolarisation Refraktärzeit (Ruhephase)
- Definition: Refraktärzeit (Nervenzelle) Phase zwischen Repolarisation und Ruhemembranpotenzial, in der die Zelle nicht aktivierbar ist Dadurch kann das Aktionspotenzial nur vorwärts weitergeleitet werden
- Definition: Ionentransport (Nervenzelle) Schneller Austausch elektrisch geladener Teile durch Kanäle in der Zellwand per Natrium-Kalium-Pumpe.
- Definition: Aktionspotenzial Lawinenartige Veränderung der Polarität in der Nervenzelle am Axon entlang, erzeugt durch die Öffnung der Ionenkanäle. Beginnt am Axonhügel, endet an den Synapsen.
- Definition: Ranvier-Schnürringe Einschnürungen der Myelinschicht im Abstand von 1 mm Beschleunigen die Impulsleitung und frischen sie auf
- Definition: Schrittmacher-Neuronen Zellen mit zyklischer Autodepolarisation agieren als Impulsgeber z. B. für das Atmen, Gehen, Kauen etc.
- Definition: zeitliche Summation (Nervenzelle) Potenziale im Neuron "schaukeln" sich auf, weil die Refraktärzeit nicht vollständig durchlaufen wird.
- Definition: räumliche Summation (Nervenzelle) Mehrere erregende Synapsen bewirken zusammen Depolarisation bis zum Aktionspotenzial.
- Definition: Hemmung (Nervenzelle) Reduzierte Neurotransmitterausschüttung durch hemmende Neurotransmitter hemmender Neurone.
- Wie lautet die Hebbsche Lernregel und was bedeutet sie? (Donald O. Hebb, 1949) "Wenn ein Axon der Zelle A nah genug an der Zelle B ist, so dass es erregt werden kann und wiederholt oder dauerhaft zur Erzeugung von Aktionspotenzialen in Zelle B beiträgt, so resultiert dies in Wachstumsprozessen (metabolischen Veränderungen) in einer oder in beiden Zellen, die bewirken, dass die Effizienz von Zelle A in Bezug auf die Erzeugung eines Aktionspotenzials in Zelle B gesteigert wird." Je häufiger ein Neuron A gleichzeitig mit Neuron B aktiv ist, umso bevorzugter werden die beiden Neuronen aufeinander reagieren (what fires together, wires together). Bedeutung zeitlicher Korrelation prä- und postsynaptischer Prozesse bei Lernprozessen.
- Definition: Neurotransmitter Chemische Botenstoffe des Gehirns Moleküle, die von aktiven Neuronen freigesetzt werden und die Aktivität anderer Zellen beeinflussen. Docken an Rezeptormolekülen an, die die Entstehung eines Aktionspotenzials fördern oder verringern.
- Definition: Synaptische Vesikel Kugelförmige Membranpakete, die Neurotransmittermoleküle bis zur Freisetzung an der Synapse speichern.
- Definition: Reuptake Wiederaufnahme eines Neurotransmitters in die Präsynapse.