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Psychologie (Subject) / Grundlagen und biopsych. Modelle (Lesson)

Grundlagen und biopsych. Modelle

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  • Psychoendokrines Stressmodell nach Henry Psychoendokrines Stressmodell nach Henry Das Stressmodell von Henry geht davon aus, dass ein Zusammenhang von bestimmten Emotionen und dem endokrinen System existiert. Ärger: verstärkte Ausschüttung von Noradrenalin und Testosteron. Vorbereitung zum Kampf. Furcht: verstärkte Ausschüttung von Adrenalin. Vorbereitung zur Flucht. Depression: Cortisol erhöht, Testosteron erniedrigt.
  • Modell der allostatischen Last von McEwen Modell der allostatischen Last von McEwen Die physiologischen Reaktionen unseres Körpers unterliegen einem homöostatischen Prinzip: Bestimmte Körperfunktionen werden in engen Grenzen um einen vorgegebenen Sollwert gehalten. Beim systolischen Blutdruck z. B. liegt dieser Sollwert bei 120 mmHg. Weicht der Blutdruck in Ruhe von diesem Sollwert ab, so ergreift der Körper entsprechende Gegenmaßnahmen.Nun gibt es aber besondere Belastungen, in denen es durchaus sinnvoll ist, dass der Blutdruck steigt, z. B. wenn wir vor einem Tiger flüchten wollen. Für solche Belastungen wird der Sollwert des Blutdrucks kurzfristig nach oben verschoben. Wenn lang andauernde und besonders intensive Anforderungen zu einer dauerhaften Sollwertverschiebung führen, spricht man von Allostase (= dauerhafte Sollwertverschiebung). Die allostatische Last ist die Summe solcher dauerhaften Sollwertverschiebungen verschiedener Systeme. Zur Messung der allostatischen Last eignet sich der Allostatic Load Index (ALI). Dieser gilt als Maß für pathophysiologische Veränderungen. Dazu gehören u. a. der Body-Mass-Index, das Verhältnis von Taille zu Hüfte (waist-to-hip ratio) als Index für chronische Fettablagerung an der Taille, die für eine erhöhte glucokortikoide Aktivität sprechen, HDL- und Gesamtcholesterol sowie der Blutdruck.
  • Yerkes-Dodson-Gesetz Yerkes-Dodson-Gesetz postuliert eine umgekehrt U-förmige Beziehung zwischen Aktivation und Leistung. Demnach erreicht die Leistungsfähigkeit bei mittlerem Aktivationsgrad einen Maximalwert, während sie bei hohen und niedrigen Aktivationsgraden gering ist. Neueren Forschungsergebnissen zufolge spielt zudem die Art der zu erbringenden Leistung eine Rolle. So liegt das Leistungsmaximum für leichte Aufgaben bei einem höheren Aktivationsniveau, dasjenige für schwere Aufgaben bei einem geringeren Aktivationsniveau.
  • elektrodermale Aktivität und Aktivation elektrodermale Aktivität und Aktivation Als Indikatoren für die elektrodermale Aktivität werden folgende Maße erhoben: Hautleitfähigkeit (SCL, Skin Conductance Level) Hautwiderstand (SRL, Skin Resistance Level) Hautleitpotenzial (Variabilitätsmaß). Hautleitfähigkeit und Hautwiderstand stehen in einer negativ proportionalen Beziehung zueinander. Das bedeutet: je höher der Widerstand, desto geringer die Leitfähigkeit und umgekehrt. Statistisch formuliert heißt das: Zwischen allgemeiner Aktivation und Hautleitfähigkeit existiert eine positive korrelative Beziehung (= je höher die Aktivierung, desto mehr schwitzt man). Zwischen allgemeiner Aktivation und Hautwiderstand existiert dagegen eine negative korrelative Beziehung (= je höher die Aktivierung, desto geringer der Widerstand).
  • Orientierungsreaktion Orientierungsreaktion Bei unerwarteten Reizen mittlerer Intensität (z. B. Händeklatschen) tritt ein charakteristischer Aktivationsanstieg auf, der als Orientierungsreaktion bezeichnet wird. Die physiologischen Veränderungen dienen einer schnellen Informationsaufnahme. Mit kürzester Latenz findet sich eine Alpha-Blockade (EEG-Desynchronisation). Es folgen: Ausschüttung von ACTH, Katecholaminen Zunahme der Pulsfrequenz Anstieg des Muskeltonus Weiten der Pupillen Sinken des Hautwiderstands, Steigen der Hautleitfähigkeit Sinken der Wahrnehmungsschwelle der angesprochenen Sinnesmodalität (erhöhte Sensitivität) Gefühl der Anspannung Unterbrechung motorischer Aktivität, Hinwendung zur Reizquelle.
  • Habituation und Adaption Habituation und Adaption Habituation beschreibt die Gewöhnung des reizverarbeitenden Systems an wiederkehrende Reize, indem diese nicht mehr als bedrohlich wahrgenommen werden und die auf neue Reize übliche Orientierungsreaktion ausbleibt. Habituation ist daher ein einfacher (nicht assoziativer) Lernprozess. Sensitivierung ist das Gegenteil der Habituation. Ein Organismus reagierte zunächst auf einen leichten Reiz jeweils mit einer schwachen Reaktion. Nachdem dann ein aversiver Reiz präsentiert worden ist, tritt auch auf ein leises Geräusch hin eine starke Reaktion auf.
  • Wahrnehmung körpereigener Prozesse Wahrnehmung körpereigener Prozesse Interozeption. Wahrnehmung von Vorgängen innerhalb des Körpers. Propriozeption. Wahrnehmung der Prozesse des Bewegungsapparats. Viszerozeption. Wahrnehmung der Organe und ihrer Tätigkeit. Nozizeption. Wahrnehmung von Schmerz.
  • Schmerzkomponenten (5 Items) Schmerzkomponenten sensorisch-diskriminative Komponente. Aussagen zu Intensität, Lokalisation und Einwirkungsdauer (stark, schwach, stechend...) vegetative Komponente. Reaktionen des vegetativen Systems (Übelkeit). affektive Komponente. Aussagen zum Grad des Unlusterlebens (schrecklich, unerträglich). kognitive Komponente. Bewertung und Interpretation des Schmerzes (Bagatellisieren, Katastrophisieren). motorische Komponente. Reflektorisch ausgelöste Schutz- und Fluchtreaktionen.
  • Schmerztherapie Schmerztherapie Kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze zur Schmerzkontrolle (verhaltensmedizinische Verfahren): Diese Ansätze bestehen wiederum aus mehreren Komponenten, z. B. Entspannungstechniken wie progressive Muskelrelaxation; sie wird eingesetzt, um muskuläre, schmerzverursachende oder -verstärkende Verspannungen zu lösen. Biofeedback: Dabei werden autonome Funktionen dem Patienten sichtbar gemacht, um eine bessere Interozeption und Steuerung dieser Funktionen zu erreichen (z. B. bei Migränepatienten). Operante Verfahren: Die Grundidee operanter Verfahren im Sinne des operanten Konditionierens ist es, dass schmerzfreies Verhalten positiv verstärkt und alle mit Schmerzen assoziierten Verhaltensweisen gelöscht werden. Zum Beispiel erfolgt keine schmerzkontingente Medikation oder Aufmerksamkeit (also kein Schmerzmittel wenn der Schmerz auftritt), damit die Medikamenteneinnahme nicht negativ verstärkt wird. Stattdessen soll der Patient lernen, die schmerzauslösenden Bedingungen zu erkennen und alternative Verhaltensweisen aufzubauen. Kognitive Verhaltenstherapie: Neben der bereits skizzierten Verstärkung von nicht schmerzbezogenem Verhalten wird hier besonders an der Bewertung und Interpretation der Schmerzen gearbeitet (z. B. besseres Bewältigungsverhalten trainieren).
  • Phasen des sexuellen Reaktionszyklus nach Masters & Johnson Phasen des sexuellen Reaktionszyklus nach Masters & Johnson Erregung. Dauer: Minuten bis Stunden, Puls und Blutdruck steigen, Hautrötung. Frau: Brustwarzen, Schamlippen und Klitoris schwellen an, Vagina wird feucht (Lubrikation). Mann: Erektion. Plateau. Puls und Blutdruck steigen weiter, Muskelspannung steigt. Frau: Weitung der äusseren Schamlippen, Schwellung des äusseren Drittels der Vagina. Mann: Präejakulat. Orgasmus. Höhepunkt der Lust. Blutdruck, Puls- und Atemfrequenz steigen bis zum Doppelten der Ruhewerte, Bewusstseinsverlust möglich. Frau: 5 - 15 Kontraktionen im äusseren Scheidendrittel (orgastische Manschette) und in der Analregion, multiple Orgasmen möglich. Mann: Ejakulation. Rückbildung. Puls, Blutdruck und Atmung nehmen Ruhewerte an, Müdigkeit. Frau: Schamlippen, Brustwarzen, Klitoris schwellen ab. Mann: Erektion geht zurück, für sexuelle Reize unempfänglich (refraktär).
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