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Histologie (Subject) / I (Lesson)

Budapest

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  • Mikroglia stammen aus Knochenmark. phagozytotische Zellen (Makrophagen); Hortega Zellen. kleinste Zellen der Glia mit Fortsätzen. wie in der grauen als auch in weißen Substanz. 
  • Egendym: einschichtiges Epithel des ZNS. bekleidet Ventrikelsystem des ZNS von innen. Kinozilien-trägendes Epithel. 
  • Blutausstrich: Blut besteht aus Blutzellen und Blutplasma. Hämatoknit= Anteil der Blutzellen im Blut (40-60%) Blutzellen: °  Rote Blutzellen (Erythrozyten) °  Weisse Blutzellen (Leukozyten) °  Blutplättchen (Thrombozyten) In 1 mm3 (1 ml) Blut findet man: °  5-10 x 106 Erythrozyten °  4-20 x 104 Leukozyten °  2-8 x 105 Thrombozyten 
  • Färbungen Für Routineuntersuchung werden Farbmischungen verwendet, die alle auf die Romanovsky Färbung zurückgehen: sie braucht eine Mischung von Methylenblau und Eosin. May-Grünwald (ohne Azur). Giemsa (mit Azur). Pappenheim: eine Kombination von May-Grünwald und Giemsa (deswegen wird oft als MGG verkürzt). 4 Färbungseigenschaften lassen sich unterscheiden: Basophilie (blau): Bindung der Methylenblau. Azurophilie (rötlich): Affinität zu Azur. Azidophilie (Eosinophilie) (gelblich-röt): Affinität zu Eosin. Neutrophilie (lachsfarben bis lila): Affinität zu einem Farbstoffkomplex, der in der Mischung entsteht. 
  • Erfihrozfien Bikonkave Scheiben mit einem Durchmesser von 4 (Ziege)-7 (Hund) um (Normozyt). Keine Granulation, kein Kern. Rosa oder graues Zytoplasma. 0,5-1% der Erythrozyten (Hu, Ka) enthaltet lila Körnchen: Retikulozyten. 30% ihrer Proteine: Hämoglobin. Lebensdauer: 120 Tage. Funktionen: Gastransport (OZ, C02‚ NZ). Entfernung der Immunkomplexen aus Blutstrom durch CR1 Komplementrezeptoren (in der roten Pulp der Milz werden diese Komplexen durch Makrophagen entfernt, die Erythrozyten können dann in die Blutzirkulation zurückkehren. 
  • Erfihrozfien Bikonkave Scheiben mit einem Durchmesser von 4 (Ziege)-7 (Hund) um (Normozyt). Keine Granulation, kein Kern. Rosa oder graues Zytoplasma. 0,5-1% der Erythrozyten (Hu, Ka) enthaltet lila Körnchen: Retikulozyten. 30% ihrer Proteine: Hämoglobin. Lebensdauer: 120 Tage. Funktionen: Gastransport (OZ, C02‚ NZ). Entfernung der Immunkomplexen aus Blutstrom durch CR1 Komplementrezeptoren (in der roten Pulp der Milz werden diese Komplexen durch Makrophagen entfernt, die Erythrozyten können dann in die Blutzirkulation zurückkehren. 
  • Monozyten Zellen des immunsystems und vorläufer der Makrophagen. 15-205 um, unregelmässige Zellen. Kern: unregelmässig (oval, U oder Nierenförmig), exzentrisch. Zytoplasma: grau‐blau mit wenigen azurophil Granula (Lysosomen). Halbwertszeit im Blut 12-100 St, dann wandern sie amöboid in die Gewebe (hier können sie mehrere Monate leben).  Phagozytose: Makrophagen (Mikroorganismen, apoptotische, nekrotische Zellen). Opsonisation (Antikörper bedeckte Mikororganismen sind schneller phagozytisiert). Antigen presenting cells (APC). 
  • Neutrophil: Durchmesser: 12-15 um. Rundoval Zellen mit rosa Zytoplasma. Kern: heterochromatisch, 2-5 Segmenten (reife Neutrophilen) oder gekrümmt (Jugend oder Stab). Primere (azurophil) und sekundere (spezifisch) Granula. Azurophil Granula (rötlich): wenigere, größere (0,5-1mm), enthalten lysosomale Enzymen, Myeloperoxidase. Spezifische Granula: (hellrosa), viel, kleinere (0,3-0‚8 mm), enthalten bakterizide Proteine (Defensins, Lactoferrin). Sehr wichtig sing in der unspezifischen Abwehrreaktionen des Körpers. Halbwertszeit in Blut: 10-15 St. Aktive Migration auf den Stellen der Invasion von Mikroorganismen (Chemotaxis). Phagozytose von Mikororganismen: Microphagen. Abtöten der Mikororganismen duch Myeloperoxidase (HZOZ, 02-‚ OCI-). 
  • Granulozyten Neutrophil Eosinophil Basophil 
  • Eosinophil Durchmesser ist 10‐15 um. Zellkern doppel gelappt, heterochromatisch. Eosinophile (gelblich-rote) Granula. Lebensdauer 10 Tagen in Blut. Esgibt nur ein Granulatyp (modofizierte Lysosomen), 0,5-1um. Die Granula often enthalten Kristalloid (lnternum). Sie sind auch amöboid beweglich und zur Phagozytose befähigt. Bei Parasitosen und Allergie kommt es zu einer Zunahme der Eosinophilen im Blut. Degranulation kommt vor bei der Anerkennung der mit Antikörpermolekülen bedeckten (opsonierten) Parasiten. Eosinophile können die allergische Reaktionen unterdrücken. Eosinophil Granula enthalten: MBP (antiparasitisch), EDN (antiparasitisch), EPO (bakterizid), ECP (Antikoagulant). 
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  • Basophil 10-12 um (die kleinsten Granulozyten). Kern: oval oder gelappt. Viele basophile Granula (QS-1,5 um), die sich dunkellila färben. Die Granulen enthalten Heparin und Histamine. Degranulation (wie bei den Mastzellen (das Allergen löst aus durch lgE)) leitet zur allergischen Reaktionen. 
  • Lymphozfien Durchmesser: 6-8 um (kleine Lv), 9-15 um (grosse Lv). Grosser, runder Kern, heterochromatisch. Der sehr schmale Zytoplasmasaum ist blau. Immunabwehr. NK-Zellen erscheinen im Blut als Large Granular Lymphocyten (LGL Zellen) m i t einigen azurophilen Granula. 
  • Thrombozyten: 2-4 um, rundovale Strukturen Ohne Zellkern Sie entstehen durch Abschnürungen der Megakaryozyten der Knochenmark. Lebensdauer in Blutstrom: 8 Tage. Blauliches Zytoplasma enthaltet lila Granula (vorwiegend in der Mitte). Hyalomer: peripherelle, helle Zytoplasmaregion Granulomer: zentrale, granulenreiches Region. 
  • Blutbildung Embryonal: Dottersack, Leber, Knochenmark, Thymus, lymphatische Organe Adult: Knochenmark, Thymus, lymphatische Organe Bildung der Erythrozyten: Erythropoese Bildung der Granulozyten: Granulopoese Bildung von Erythrozyten, alle Granulozyten, Monozyten und Thrombozyten: Myelopoese (Myelon (gr): Knochenmark) Bildung der Lymphozyten: Lymphozytopoese 
  • Arterien Die Wand der Arterien ist im Verhältnis zum Lumen dick, ihre Intima ist dünn und besteht aus einer einzigen Endothelschicht. Das subendotheliale Bindegewebe und die Membrana elastica interna, welche die Intima und die Media voneinander trennt, sind nicht zu unterschieden. Die Media stellt eine dicke, kompakte Schicht dar, welche aus glatten Muskelzellen, elastischen Fasern und Kollagenfasern gebildet wird.  Typen große, lelastische Arterien große, muskuläre Arterien  mittelgroße und kleine Arterien Arteriolen 
  • Venen Venen besitzen zusammengefallene, unregelmäßig geformte Lumen; ihre Wand ist im Verhältnis zum Lumen dünn. Der Aufbau der lntima ist dem der Arterien gleich. Die locker strukturierte Media ist dünn. Die glatten Muskelzellen sind sowohl in zirkulären, als auch spiraligen und längsverlaufenden Bündeln geordnet und von lockerem Bindegewebe umgeben. Die breite Adventina besteht aus lockerem Bindegewebe.  Typen postkapillare Venole muskuläre Venole, kleine Venen mittelgroße Venen große Venen
  • Kapillaren Kapillaren sind kleine Blutgefäße mir der dünnsten Wand und dem kleinstem Kaliber. Eine einzige Schicht abgeflachter Endothelzellen bildet ihre Wand. Diese werden von einer Basallamina umgeben.  einschichtiges Endothel = innen&außen Typen geschlossene Kapillare gefensterte Kapillare offene Kapillare
  • Hämatoxylin-Eosin: Epithelien Düsenenpithel Binde- und Stützgewebe Muskelgewebe Nervengewebe Blutgefäße
  • PAS Färbung Intraepitheliale einzellige Drüse (Becherzelle) 
  • Azan-BIau-Färbung: Zusammengesetzte tubuloazinäre muköse Drüse Kollagenfasern 
  • Resorzin-Fuchsin: Elastische Fasern Blutgefäße 
  • Silber-Imgregnierung: Gitterfasern Markhaltige Fasern 
  • Schmorl-Färbung: Lamellarknochen 
  • Nissl-Färbung: Nerven-Gliazellen
  • May-Grünwald und Giemsa Färbung (GMM): Blut 
  • Geflechtsknochen Verteilung der Osteozyten-lammelen in der Matrix ohne erkennbare Ordnung Flechtwerk aus Kollagenfasern zwischen Osteozyten Vorkommen: Embryo/Fetus: alle neu enstehenden Knochen sind Geflechtsknochen Adult: Knöcherndes Labymte (Schläfenbein), verknöcherte Strukturen
  • Purkinje Zellen modifizierte Herzmuskelzellen letzter Abschnitt des Erregungsleitsystems des Herzen -> Vortleitung AP größer als Herzmuskelzellen, blasses Zytoplasma weniger Mitochondrien
  • Kontraktile Filamente in glatten Muskelzellen glatte Muskelzellen enthalten mehr Aktin als Quergestreifte Muskelzellen mehrere Aktinfilamente + Myosinfilament = Bündel  keine Enstehun von Myobrillen Aktinfilamente enden in Zytoplasmaverdickung Filamente durch Anheftungsplaques anderer Zellmembran versehen Stützstrukturen durch Intermediärfilamente Verbindung der Muskelzellen durch Anheftungsplaques Calcium-Freisetzung Ausgeprägte Verkürzung bei Kontraktion
  • Synapsen Verbindung der Nervenzellen Information der präsynaptischen Zelle zur postsynaptischen Nervenzelle Zellmembranen liegen nah beieinander Durchschnitt der Synapsse: 1um Nervenzelle: 1000 - 10000 Synapsen Anteile: präsyptische Membran, synaptischer Spalt, postsynaptische Membran Synapsentypen: chemische: durch Neuro-transmitter -> AP elektrische direkte AP Übertragung durch Gap-junction Ventilfunktion: Erregungsweiterleitung nur in eine Richtung exzitatorische Synapsen: schwächen AP inhibitatorische Synapsen: lösen AP aus, stärken AP
  • Synaptische Vesikel mit Neurotransmitter gefüllt beim eintreffen des AP: Exocytose im synaptischen Endkopf Neurotransmitter gelengen in synaptischen Spalt Endozytose oder Neusynthese der Transmitter Neurotransmitter: organische Moleküle oder Peptide Neurotransmitter kann erregend oder hemmend sein Klassen: Acetycholin -> Neuromuskuläre Synapse Monoamine (Aminosäuren) Peptide
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  • Zellreiches Bindegewebe Retikuläres Bindegewebe: weitmaschiges Netz aus Retikulumzellen undifferenzierte Grundsubstanz + retikuläre Fasern Grundgerüst zahlreicher Organe lymphoretikuläres Bindegewebe freie mobile Zellen im retikulären Bindegewebe Grundlage für lymphatische Organe: Immunabwehr Hämoretikuläres Bindegewebe freie Blutzellen + ihre Stammzellen
  • Deziduazellen vergrößerte kohlenhydrat & fettreiche Zellen des Endonetriumstromes der Diadenz & der Gebärmutterschleimhaut Diadenz: Schleimhaut zwischen Gebärmutter & Embryo -> Teil der Fruchtblase
  • Metachromasie Farbton der gefärbten Zelle weicht vom verwendeten Farbstoff ab verschiedene Strukturen mit unterschiedlichen Farben -> obwohl ein Farbstoff verwendet wurde Toluidinblau: färbt alle Strukturen blau -> lila Färbung bei Granozyten, Mastzellen, Granulen, hyalinder Knorpel Grundsubstanz => dichte negative Ladung -> Bindungstellen
  • Membrana limitans gliae superficialis dichte Schicht von astrozytären Zellfortsätzen angrenzende Basallamina äußere Grenzfläche des Hirngewebes zur Hirnhaut
  • Membrana limitans gliae superficialis von Astrozyten gebildete Grenzmembran umgibt Blutgefäße des Gehirns Fortsetzung der Ardern Bildung Blut-Hirn-Schranke
  • Färbungen für Blut und Knochenmarkausstriche Giesma Färbung rote Zellkerne bläuliches Zytoplasma May Grünwald Färbung blau-violette basophile Granula rote saure Granula purpur-rote neutrale Granula Eythrozyten - hellrot Thrombozyten - bläulich
  • Mesenchymales Bindegewebe besteht aus Mesenchymzellen  ihre Zellen besitzen die Fähigkeit der Phagozytose hieraus entwickeln sich sämtlich Binde und Stützgewebe
  • Gallertiges Bindegewebe abkömmling des Mesochymalen Bindegewebes  hat eine höhere mechanische Stabilität und die Fähigkeit Wasser zu binden kommt in Nabelstrang und Zahnpulpa vor ihm fehlt die Fähigkeit zur weiteren Differnzierung
  • Basallamina 1 Definition Die Basallamina ist ein Teil der Basalmembran, der nur elektronenmikroskopisch sichtbar ist. 2 HistologieDie Basallamina besteht aus 3 Schichten: Lamina rara externaLamina densaLamina rara interna
  • Ebner-Halbmond 1 DefinitionAls Ebner-Halbmond werden gemischte, seromuköse Endstücke von Drüsen bezeichnet, bei denen eine Gruppe von serösen Zellen den mukösen Zellen in Form eines Halbmondes bzw. einer Kappe aufsitzen. 2 FunktionDie Funktion der Ebner-Halbmonde besteht in der Spülung der mukösen Schläuche. Durch das dünnflüssige seröse Sekret und die Anordnung der Halbmonde am Ende der Drüsenschläuche wird das zähflüssige, muköse Sekret nach vorne gedrängt und gleichzeitig verdünnt. Drüsen mit Ebner-Halbmonden findet man z.B. in der Glandula sublingualis und der Glandula submandibularis.
  • Basale Streife der Epithelzellen ensteht Lichtmikroskopisches Bild: einfällung der basalen Zellmembran zahlreiche pallisadenartig angeordnete Mitochondrien in den Epithelzellen  Funktion: Oberflächenvergrößerung, platz für mitochondrien Vorkommen: transportierende Epithelien, Nerventubuli, Drüsenausführungsgänge, Darmepithel
  • Becherzellen 1 DefinitionBecherzellen sind einzellige Drüsen, die sich intraepithelial zwischen den normalen Epithelzellenbefinden. Im mikroskopischen Präparat erscheinen sie im Querschnitt becherförmig.  2 AufgabeBecherzellen dienen der Produktion von Muzinen ("Schleim"). Ihre Zellgranula enthalten ein saures oder neutrales Sekret, das durch Exozytose bzw. merokrine Exkretion an die Epitheloberfläche abgegeben wird. Hier bilden die Muzine einen zusammen hängenden Schleimfilm, der das Epithel wie eine Schutzschicht bedeckt. 3 HistologieBecherzellen lassen sich im lichtmikroskopischen Präparat mittels  Muzikarmin- oder PAS-Färbunghervorheben und fallen dann durch ihre typische Form und Granulation auf. Die Granula konzentrieren sich auf die apikalen bzw. luminalen 2/3 der Zelle, während der Zellkern im basalen 1/3 der Becherzelle liegt. "Entleerte" Becherzellen lassen sich im Epithelverbund nur schwer identifizieren. 4 Vorkommenrespiratorisches Flimmerepithel der AtemwegeEpithel des Magen-Darm-TraktsKonjunktiva des AugesNasenhöhle
  • Sekretionsabgabe bei Drüsenepithelien Ekkrine Drüsen: Sekretion ohne histologisch erkennbaren Zytoplasmaverlust Merokrine Drüsen: Sekretion mit minimalem Verlust von Zytoplasma Apokrine Drüsen: Sekretion durch Abgabe von Teilen der Zelle inklusive des apikalen Teils der Zellmembran Holokrine Drüsen: Sekretion unter Zerfall der kompletten Zelle
  • Drüsen allgemein Alle Drüsen bestehen im Bereich ihres Parenchyms aus spezialisierten Epithelzellen, die gelegentlich von bindegewebigen Kapseln umgeben sind. Während endokrine Drüsen generell aus Zellinseln bestehen, die von einem dichten Netz aus Blutgefäßen umgeben sind, folgen exokrine Drüsen einem gemeinsamen Bauplan. Die eigentliche Synthese des Sekretes erfolgt in den Drüsenkörpern (Corpus glandulae), die halbkugelförmig die ableitenden Sekretionswege umschließen. Die Ausführungsgänge verschiedener Abschnitte von Drüsen vereinigen sich zu sogenannten Zwischenstücken und später zu Drüsenendstücken, die an inneren oder äußeren Oberflächen münden. In einigen Drüsen finden sich darüber hinaus weitere Gangsystemabschnitte: mit kubischen (isoprismatischen) Epithelzellen ausgekleidete Schaltstücke und mit hochprismatischem Epithel versehene Streifenstücke, die nach dem Mitochondrienreichtum der Gangzellen benannt sind. Sie sind in der Lage, das Sekret zu modifizieren, indem sie Substanzen aus der primären Flüssigkeit aufnehmen oder in sie abgeben. Einen speziellen histologischen Aufbau sieht man bei seromukösen Drüsen. Sie bestehen im Bereich ihres Drüsenkörpers aus Halbkugeln von niedrig prismatischem Epithel, das um die Ausführungsgänge herum angeordnet ist und ein visköses Sekret produziert. Auf dieses ist das hochprismatische Epithel in Form von sogenannten Ebner-Halbmonden aufgelagert, das die dünnflüssigen, serösen Anteile des Sekretionsproduktes bildet.
  • Gap junctions Gap junctions sind porenbildende Proteinkomplexe (Connexone), die die Plasmamembran zweier Zellen eng miteinander verbinden (Spalt von nur 2-3,5 nm Breite). Connexone bestehen aus sechs Untereinheiten, den sogenannten Connexinen. Die Connexone zweier Zellen liegen sich so gegenüber, dass ein Kanal entsteht, der beide Zellen miteinander verbindet und so den schnellen Austausch von Ionen und kleinen Molekülen ermöglicht. 2 VorkommenWährend im Embryonalstadium Gap junctions weit verbreitet sind, kommen sie beim Adulten v.a. im Herzmuskelgewebe, in Epithel- und Gliazellen sowie in der Retina vor. 3 FunktionsprinzipDie Depolarisation der präsynaptischen Zelle führt zu einem Potentialgefälle zwischen beiden durch Gap-junctions verbundenen Zellen, so dass Kationen von der präsynaptischen Zelle in Richtung postsynaptische Zelle fließen und Anionen von der post- zur präsynaptischen Zelle.  Wird der Schwellenwert an der postsynaptischen Membran überschritten, folgt hier ein Aktionspotential, und das Signal kann praktisch ohne Zeitverzögerung (10-5 s) weitergeleitet werden (macht Synchronisation vieler Zellen z.B. im Herzmuskel aufgrund geringer Zeitverzögerung möglich!).
  • Tight junctions 1 DefinitionAls Tight junctions oder Zonula occludens bezeichnet man Zellkontakte, durch welche Epithelzellen aneinander geheftet sind.  2 HistologieTight junctions bestehen aus einem Netzwerk schmaler Stränge, die von spezialisierten Transmembranproteinen gebildet werden, vor allem von Claudinen und Occludin. Die extrazellulärenDomänen dieser Proteine verbinden sich und etablieren damit die Zellverbindung, während die intrazellulären Domänen am Zytoskelett der Zelle aufgehängt sind. Die Tight junctions umgeben gürtelartig den gesamten Zellumfang und bilden auf diese Weise im Epithelzellverband eine zusammenhängende Diffusionsbarriere, die man auch als parazelluläre Barriere bezeichnet. Sie sorgt de facto für einen Verschluss des substanzarmen Interzellularraums. 3 FunktionenTight junctions haben im wesentlichen 3 Funktionen: 3.1 Mechanische FunktionTight junctions dienen der mechanischen Stabilisierung des Epithelzellverbands, indem sie die Zytoskelette der teilnehmenden Zellen miteinander verbinden und damit alle Epithelzellen in die Gewebestatik einbeziehen. 3.2 BarrierefunktionIn Epithelien ist die Abdichtung des Interzellularraumes durch Tight junctions die Voraussetzung für die Transzytose. Sie verhindern das parazelluläre Eindringen von Molekülen und Ionen durch das Epithel und gleichzeitig den Ausstrom von Körperflüssigkeiten. Tight junctions bilden auch einen Schutz vor eindringenden Mikroorganismen. 3.3 ZaunfunktionTight Junctions verhindern das freie Flottieren von Membrankomponenten entlang der Zellmembran und halten dadurch die Polarität der Epithelzellen aufrecht, d.h. die Unterteilung in einen apikalen und einen basalen Zellpol mit unterschiedlichem Membranaufbau. Diese Aufgabe bezeichnet man als "fence-function".
  • Desmosomen 1 DefinitionDesmosomen sind spezialisierte zelluläre Haftstrukturen, die eine enge Verbindung zwischen zwei Zellen herstellen.  Desmosomen-ähnliche Zellstrukturen, welche die Zelle mit der Extrazellulärmatrix verbinden, bezeichnet man als Hemidesmosomen. 2 VorkommenDesmosomen findet man unter anderem bei Epithelzellen, Herzmuskelzellen und Arachnoidalzellen. Sie sind charakteristisch für Tiere, Pflanzen besitzen so genannte Plasmodesmen. 3 AufgabenDesmosomen dienen der Verankerung der Zellen untereinander (Zell-Zell-Kontakt) und damit der Stabilisierung des Zellverbundes bzw. Gewebes gegenüber Zug- und Scherkräften. Innerhalb der Zellen sind die Desmosomen eine Ankerstruktur für Intermediärfilamente (z.B. Keratin) und schaffen so eine Verbindung zwischen der Zellmembran und dem Cytoskelett. Sie dient dem Formerhalt der Zelle. 4 Struktur Ein membrannah im Zytoplasma gelegener Cluster aus Desmoplakin bildet eine Plaque an der Innenseite der Zellmembran. Man bezeichnet diese Plaque auch als Ankerprotein. An dieses sind intrazellulärIntermediärfilamente gebunden, die eine Verbindung zum Cytoskelett herstellen. Auf der zur Zellmembran gelegenen Seite der Plaques sind Adhäsionsproteine (Desmoglein und Desmocollin) verankert. Die verbinden sich im Interzellularraum mit den Bindungsproteinen der Desmosomen der Nachbarzellen. Der Abstand der Plasmamembranen im Desmosom beträgt etwa 15-25 nm.
  • Formen von Zellverbindungen Zellkontakte können gemäß ihrer Funktion und dem elektronenmikroskopischen Befund differenziert werden in: Barrierekontakte resorptiver Epithelien zur Begrenzung und Regulation des parazellulärenStoffaustauschs, darunter elektronenmikroskopisch gürtel- (Zonula occludens/Tight Junction) streifen- (Fascia occludens) oder fleckförmige (Macula occludens) erscheinende Verbindungen stabilitätsvermittelnde Adhäsionsverbindungen zwischen benachbarten Zellen, daruntergürtel- (Zonula adhaerens) streifen- (Fascia adhaerens) oder fleckförmige (Macula adhaerens) Verbindungen, die auch als Desmosomen bezeichnet werden stabilitätsvermittelnde Adhäsionsverbindungen zwischen Zellen und extrazellulärer Matrix (Hemidesmosomen)  Kommunikationsverbindungen (Gap Junctions/Nexus)
  • Hemidesmosomen 1 DefinitionHemidesmosomen sind Haftkomplexe, die die Adhäsion von Epithelzellen an der darunterliegenden extrazellulären Matrix (EZM, Basalmembran) vermitteln.  2 HistologieHistologisch sind Hemidesmosomen mittels elektronenmikroskopischer Bildgebung darstellbar. 2.1 AufbauHemidesmosomen besitzen einen für zelluläre Haftkomplexe typischen Aufbau aus intrazellulärerPlaque, Intermediärfilamenten und transmembranalen Kontaktproteinen (Transmembranproteine).  2.1.1 Plaque ProteineDie Plaque-Proteine der Hemidesmosomen liegen der basalen Zellmembran unmittelbar auf. Elektonenmikroskopisch imponieren sie als kleinflächige membranale Verdichtungen. Sie bestehen aus einem Komplex verschiedener Proteine, an deren Polen Intermediärfilamente (apikal) und Transmembranproteine (basal) inserieren. 2.1.2 TransmembranproteineDie Transmembranproteine vermitteln den Kontakt zur Lamina densa der Basalmembran. Zu differenzieren sind: ein Integrin-Komplex aus einer α- und ß-Untereinheit, der indirekt über Ankerproteine (Laminine) an der Lamina densa inseriert. Bullöses-Pemphigoid-Antigen 2 (BPAG2; Synonym BP180), das in direktem Kontakt zur Lamina densa steht.
  • Proteoglykane Proteoglykane sind großmolekulare Substanzen, welche aus einem überwiegenden Anteil Kohlenhydrat und einem kleinen Anteil Proteinen bestehen. 2 AufbauProteoglykane sind sehr große Moleküle, welche zu 95% aus Kohlenhydraten und zu 5% aus Proteinen bestehen. Ihr Molekulargewicht ist meist größer als 2 Millionen Dalton und die chemischen Eigenschaften entsprechen aufgrund des hohen Kohlenhydratanteils den Eigenschaften der Polysaccharide. 3 StrukturDie charakteristische Struktur der Proteoglykane besteht aus 40-60 Glykosaminoglykanen, die O-glykosidisch mit Proteinen verbunden sind. Die prosthetischen Gruppen der Proteoglykane sind 100-1000 sich wiederholende Disaccharideinheiten.  Eines der Saccharide in den Disaccharideinheiten ist meist ein acetyliertes Aminozuckerderivat wie Glukosamin, Galaktosamin, Hyaluronsäure oder N-Acetylhexosamin verknüpft mit Glukose oder Galaktose. Die Disaccharideinheiten sind meist sulfatiert, was die stark negative Ladung und damit die hohe Wasserbindungskapazität bedingt. 5 Synthese Da Proteoglykane zu den extrazellulären Substanzen gehören, werden sie am rauen endoplasmatischen Retikulum synthetisiert und werden dann nach der posttranslationalen Modifizierung im Golgi-Apparat in den Extrazellularraum abgegeben. 6 FunktionAufgrund ihrer hohen Wasserbindungskapazität sind Proteoglykane Gleitmittel in Gelenken und erfüllen eine raumfüllende Wirkung als Grundsubstanz von Knorpel, Sehnen, Gelenken(Chondroitinsulfat, Keratansulfat) und Extrazellulärmatrix.