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Histologie (Subject) / I (Lesson)
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- Fixation: Ein Präparat muss so fixiert werde, als wenn es noch im lebendigen Organismus enthalten wäre. Gute Fixative versursachen kaum eine Zerstörung, Schrumpfung oder Verhärtung. Einfache Fixative: . Entwässernde Substanzen (Alkohol, Azeton) . Salze von Schwermetallen (Kalium-Dichromat) ' Säuren (Essig‐, Pikrin-, Osmiumsäure) . Aldehyde (Paraformaldehyd) Das gebräuchliste Fixativ ist Formaldehyd (4-10% wässrige Lösung von Paraformaldehyd)
- Einbettung: Fixierte Materialien sind nicht fest genug um geschnitten zu werden, weswegen es eingebettet werden muss. Diese Festigkeit kann durch gefrieren erreicht werden oder durch das einbetten in verschiedenen Medien. Einbettungsmedien: . Paraffin . Wachs . Gelatine ' Zelloidin Paraffin ist bei Raumtemperatur hart und schmilzt ab 60°. EsEskann lediglich in organischen Lösungsmitteln gelöst werden, weswegen das Präparat entwässert werden muss. Der gebräuchlichste Dehydrant ist Ethanol (50%-100%) Danach wird das Präparat in eine Zwischenlösung (Benzin, Xylol oder Kloroform), welches sich gut in Ethanol und dem Einbettungsmedium löst. Nachdem das Ethanol von der Zwischenlösung ersetzt wurde kann es in das flüssige _ Einbettungsmedium gebracht werden. Dieser Vorgang wird bei 60° im Parafinschrank durchgeführt und dauert einige Stunden.
- Schneiden 1,5-10 um dicke Schnitte können mit einem Mikrotom durchgeführt werden. (Parafinschnitte) (3-20um nach Praktikumsbuch) Das Vibratom kann wird zum Schneiden nicht eingebetteter Präparate verwendet werden. Eine vibrierende Klinge kann es zu 50-100 um großen Schnitenn schneiden. Besonders häufig verwendet für die Immunhistochemie. 0,5-1‚5 um Semidünschnitte 10-100 nm Schnitte durch ein Ultramikrotom Ultradünnschnitt (Elektronenmikroskop)
- Färbungen: Hämatoxylin-Eosin: Hämtatoxylin ist eine schwache Base und bindet säurige Zellkomponente, wie zB. DNA, RNA. Hämatoxylin-gefärbten Strukturen werden als basophil bezeichnet und blau/violett gefärbt. Eosin ist eine schwache Säure und bindet basische Zellkomponenten, wie die meiste zelluläre Proteine und färbt diese rot/rosa. Alzianblau: Alzianblau färbt selektiv die polysacharid-enthaltenden Elemente, so z.B. Mukopolysacharide blau. Azan: PAS-Fäarbung (Periodic Acid Schiff Färbung): Dient zur Darstellung von Polysachariden, wie glykogen, Mukopolysacharide, Glykolipide, Phospholipidemund Lipoproteine, welche violet bis r o t erscheinen. Resorzin-Fuchsin: Färbt die elastischen Fasern blau‐Schwarz. Silberimprägnation: Ist zur selektiven Darstellungvon retikulären Fasern, die braun oder schwarz erscheinen. Eskann auch zur Demonstration von Nervenelementen im Präparat angewandt werden. Schmorl-Färbung: Färbt Knochen gelb-braun.
- lmmunhistochemie: Dient zur Lokalisation von Gewebselementen mit Antikörpern. Bestimmte Eiweise von Tierart X können in Tierart Y eine Antigen produktion gegen genau dieses Protein auslösen. Wenn man diese Antigene entnimmt und wiederum in Tierart X einschleust, setzen sie sich an diesen bestimmten Proteinen fest. Dadurch wurden diese lokalisiert.
- Immersionen lmmersion (lateinisch immersio, ,Eintauchen', ,Einbetten‘) bezeichnet in der Lichtmikroskopie ein Verfahren, bei dem zwischen das Objektiv und das Präparat eine lmmersionsflüssigkeit, nämlich lmmersionsöl, Wasser oder Glycerin, eingebracht wird. Manchmal wird zusätzlich auch ein Kondensor mit lmmersion eingesetzt. lmmersionsobjektiv im Einsatz. lmmersion wird mit verschiedenen Zielsetzungen eingesetzt. . Um die erzielbare Auflösung zu steigern. Hierzu dienen besonders hochauflösende Öl-lmmersions-Objektive, beispielsweise mit Vergrößerungen zwischen 60- und 100-fach und hoher numerischer Apertur. . Um lebende Zellen oder Gewebe zu beobachten, die von wässrigen Lösungen umgeben sind. Hier kann Wasserimmersion mit eintauchenden Objektiven verwendet werden, so dass ein Austrocknen des Präparats vermieden wird. . Zur Unterdrückung von kontrastsenkenden Reflexionen durch Vermeidung von Brechungsindex-Wechseln an Luft-Wasser- oder Luft-Material-Grenzen. Dieser Aspekt spielt in der Auflichtmikroskopie sowohl bei der Beobachtung lebender Objekte mit Eintauchobjektiven eine Rolle als auch bei der Untersuchung von Erzen und Kohlen. Bei letzterer finden auch Öl-Immersions-Objektive m i t geringer Vergrößerung wie 2,5-fach Anwendung.
- Auflösungsvermögen: 0,2 um beim Lichtmikroskop (x1.000 Vergrößerung) Das Raster- (Scanning-) Elektronenmikroskop (SEM) 1 nm Auflösung x400.000 Vergrößerung Das Transmissions-EIektronenmikroskop (TEM) 0,1 nm Auflösung x 1.000.000 Vergrößerung
- Einschichtige Epithelien - Einteilung, Vorkommen, Funktion Einschichtiges Plattenepithel Alveolaxepithel der Lunge, Schallstücke der Drüsen Rete testis Gaswechsel, Transportfunktion Einschichtiges‚ kubi- sches (isoprismatisches Epithel Keimepithel des Ovars, Unsenepithel, Drüsenausfiihrungs‐ gänge, innahepatische Gallengänge Abgrenzung entsprechender Kompanimente Einschichtiges Zylinder- epithel Sekrelrohre der Drüsen, Magen-Dann‐Kanal. Gallenblase, extra‐ hepat. Gallengänge (Ductuli efferentes Nebenhoden) Resorptionsepithel Sekretableimng
- Mehrschichtiges Epithel - Einteilung, Vorkommen, Funktion: Mehrschichtiges, pfismatisches oder Zylindetepithel Conjunctiva, Gaumen, Larynx, Zervix Übergangsfonn zwischen 2 Epithel‐ formationen Mehrsclüchtiges, unverhomtes Platten- epithel (Pflasterepithel) Mundhöhle, Ösopha- gus, Vagina, Analkanal, Conjunctiva, Labium vocale kutane Schleimhaut, mechan. Schutz Mehrmhichtigee, verhomtes Plaucncpi- the! (Pflasterepithel) Haut, äußerer Gehör- gang Schutzfunktion Übergangsepithel Nierenbecken, Ureter‚ Harnblase, prox. Ure‐ ihm Chem. Schutz vor Harnflüssigkeit Beim Urothel erreicht nicht nur die intermediäre Schicht die Basallamina sondern auch die Schirmzellen, weswegen es auch ein mehrreihiges Epithel sein kann.
- Oberflächenmodifizierungen der Epithelzellen Mikrovilli: Fast überall enthalten nicht nur im Epithel 0,5-1 um Bürstensaum: Kommt bei Darm-Epithel und Nierentubuli vor 0,5-1 um Kinozilien: Kommt in der Trachea vor, im Eileiter und an Spermien vor 2-10 um Sterozilien: Kommt in Nebenhoden und im inneren Ohr vor 5-7 um
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- Oberflächenmodifizierungen der Epithelzellen Mikrovilli: Fast überall enthalten nicht nur im Epithel 0,5-1 um Aktingerüst Bürstensaum: Kommt bei Darm-Epithel und Nierentubuli vor 0,5-1 um Aktingerüst Kinozilien: Kommt in der Trachea vor, im Eileiter und an Spermien vor 2-10 um Tubulingerüst Sterozilien: Kommt in Nebenhoden und im inneren Ohr vor 5-7 um Aktingerüst
- Endokrine Drüsen: Besitzen keinen Ausführungsgang; ihre Sekret (Hormone) wird duch Blutbahn wegtransportiert. Sie kommen in der Nebenniere und in der keimdrüse vor.
- Exokrine Drüsen: Besitzen einen Ausführungsgang, welcher das Sekret auf die Epithelschicht schleust. Sie liegen im Oberflächenepithel (intraepltheliale Drüse) oder unter dem Oberflächeepithel (extraepitheliale Drüse). Typen der Sekretionsabgabe: ° ekkrin: Sekretabgabe dwucMh embrar; ansport ( z B Salzsaurem Magendrüsen) . merokrin: Sekretabgabe durch Exoatose (zB.: Speichel-oder -‚ Verdauungsenzyme-produzierende Drüsen) ° apokrin: Sekretabgabe duch Abschnürung eines Teiles des Zytopiasmas (Zellmembran und Zytopiasma); z.B.: Milchdrüse, Duftdrüsen ° holokrin: die ganze Zelle umwandelt sich zur Sekret (z.B.: Talgdrüsen des Epidermis) Mehrzellige exokrine Drüsen können einen Tubulus (Schlauchform), einen Azinus (Beerenform) oder einen Alveoulus (Sackform) bilden. Die oben genannten Formen können auch eine eine zusammengesetzte Drüse bilden. Beispiele: ° einfache tubulöse Drüsen - gerade: Dickdarm (Krypten), - geknäuelt: Schweißdrüsen ° verzweigte tubulöse Drüse: Magendrüsen ° verzweigte azinöse: Talgdrüse ° tubulo-azinöse Drüse: Unterkieferdrüse ° tubqu-alveoläre Drüse: Iaktierende Milchdrüse
- Muköse Drüsen Muköse Drüsen sind mehrzeilige Drüsen. Kommen in der Mundhöhle und dem Zwölffingerdarm vor. Muköse Drüsen besitzen ein weites Lumen, welches durch hochprismatisches Epithel mit schaumigen Zytoplasma flankiert wird. Die Zellkerne sind basal gelegen und abgeflacht.
- Seröse Drüsen Seröse Drüsen sind auch mehrzeilige Drüsen. Kommen in der Bauchspeicheldrüse und Tränendrüse vor. Seröse Drüsen sind relativ rund und haben ein enges Lumen. Das Drüsenepthel besitzt runde Zellkerne und ist hochprismatisch.
- Apokrine und holokrine Drüsen Apokrine Drüsen: Kommen in der Haut und in Milchdrüsen vor. Holokrine Drüsen: Kommen auch in der Haut vor. Holokrine Drüsen öffnen sich in den Haarfollikeln. Esgibt kein Lumen. Gut sichtbare Zellkerne am Anfang degenerieren sich und werden in Richtung Ausgang geschoben, wo sie allmählich verschwinden.
- Bindegewebe EinteilungI Vorkommen: Bindegewebe o Embryonales Bindegewebe Mesenchym (Im frühem Embryo) Gallertiges embryonales Bindegewebe (In der Nabelschnur) o Reifes Bindegewebe (im Adultem Körper) Reich an Zellen Retikuläres Bindegewebe (Lymphknoten, Milz, Knochenmark) Spinozelluläres Bindegewebe (Uterus, Ovarium) Reich an Fasern Lockeres Bindegewebe (subcutis) Straffes unregelmäßiges Bindegewebe (Dermis, Muskelfaszie) Straffes parallelfasriges Bindegewebe (Sehne) Fettgewebe Knorpelgewebe Knochengewebe Funktionen ° Einpackung der Strukturen (Hirnhauten, Muskelfaszien, Perineurinum, Adventitia, Organkapseln) ° Gleitschichten (Verschiebschichten) ° Raumausfüllung („Bindegewebsräume") ° Mechanik (Sehnen, Bänder) ° Raum für Blutgefäße und Nerven (Leitungsbahnen) ° Isolation (durch Faszien werden Bindegewebsräume isoliert 28 gegen bakteriellem Weiterdringen) ° Träger aller Epithelien ° Regeneration, Narbenbildung ° Diffusionsraum (zwischen Blut und Zellen) ° Raum der Immunreaktionen ° Lager für Wachstumsfaktoren
- Zelltypen des Bindegewebes Fibroblast: Mesoblast: Retikulumzelle: Makrophag: Mastzellen: Lymphoblast: Plasmazellen:
- Fibroblast: Er synthetisiert die Fasern und Grundsubstanz für Bindegewebe. Spindelförmige oder sternförmige (stellate) Zelle; mit einem Längsmesser von 30-50 mm. Zellkern ist langoval oder spindelförmig. In der klassischen Histologie nennt man die metabolisch hochaktive Zelle als Fibroblast (Kern ist eukromatisch), und die niedrige Aktivität aufzeigende als Fibrozyt (Kern ist heterokromatisch). Sie sind Ortsgebunden und nicht mobil. (Fixe Zellen)
- Mesoblast: Mesenchymzelle: embryonale Bindegewebszelle (embryonaler „Fibroblast"). Sie ist metabolisch sehr aktiv: Proteinsynthese, GAG- und Proteoglykansynthese (dementsprechend: sehr heller, eukromatischer Kern, gut ausgeprägter Nukleolus. Aus Mesenchymzellen differenzieren sich alle Binde- und Stützgewebezewllen (Fibroblast/Fibrozyt, Fettzelle, Makrophagen, Lymphozyten, Granulozyten, Mastzellen, Knorpelzellen, Knochenzellen und noch viele andere Zelltypen) während Embryonalentwicklung. Dementsprechend ist die Mesenchymzelle ein pluripotenter Zelltyp und Vorläufer für diese Zelltypen. Fixe Zellen (Ortsgebunden).
- Retikulumzelle: Retikulumzellen sind eigentlich ein Fibrozyttyp im Adultem Stadium. Essind die „Fibrozyten des retikulären Bindegewebe". Unterschied zum Fibrozyt: Sie hüllen die Kollagenfasern ein! Fixe Zellen (Ortsgebunden).
- Makrophag: Stammt aus dem Knochenmark und kommt aus dem Blut (als Abkömmling der Blutmonozyten). Erwandert in das Bindegewebe aus dem Blut durch die Gefäßwand. Phagozytotische Zelle: nimmt gestorbene Zellen, Zelltrümmel, Bakterien, usw. auf und verdaut diese komplett. Durchmesser: um 20 um. Lebensdauer: 2-3 Monaten. Abgerundete oder elongierte Zelle mit ovalen oder bohnenförmigen Kern. Zytoplasma kann Granulen, Vakuolen enthalten (sie entsprechen den phagozytierte Stoffen enthaltenen Phagosomen, Lysosomen).
- Mastzellen: Große, abgerundete Zelle (20-30 um). Kern ist oval. Zytoplasma ist gefüllt mit hunderten von basophilen Granulen (deren Durchmesser: 0,5-1 mm). Granulen enthalten: Histamin (vermittelt allergische Reaktion: Ödem, Ausschläge, Bronchuskontraktion), Heparin. Granuleninhalt wird auf Umweltsignale (z.B.: lmmunoglobuling Evermittelte Bindung von allergischen Stoffen (=Allergenen). Der Vorgang: Degranulation. Färbung: Metachromasie! Mobiler Zelltyp: stammt aus Knochenmark, kommt aus Blut, lebt einige Wochen bis einige Monaten im Bindegewebe.
- Lymphoblast: Lymphozyten gehören zu der spezifischen Zellantwort. Sie kommen vom Knochenmark durch die Blutbahn, suchen ihr bestimmtes Antigen und wenn sie dieses gefunden haben werden sie zum Lymphoblast und eliminieren dies. (Lymphzyten-Rezirkulation) Durchmesser: 6-10 um (Lymphozyt) oder 15 bis 25 um (Lymphoblast). Runde Zelle, mit runder Kern (heterokromatisch: Lymphozyt; mehr eukromatisch: Lymphoblast). Zytoplasma: schwach gefärbt und sehr schmal (0,5-1um dick).
- Plasmazellen: Sie sind differenzierte Lymphozyten (Endform der sog. B-Lymphozyten). Sie produzieren Antikörper: “10.000 Moleküle pro Sekunde. Dementsprechend: viele rER, Golgi, Sekretionsvesikeln (diese können mehrere mm groß sein !) Durchmesser: 15 bis 25 um. Ovale Zelle, mit runder Kern (exzentrisch liegt in der Zelle). Zytoplasma: stark eosinophil.
- Färbungen für Fasern: Mit HEfärben sich Kollagen-, Elastische- und retikuläre Fasern rot. Anilinblau färbt Kollgagenfasern (und nur sie) blau. Anilinblau ist meistens mit einem roten Farbstoff kombiniert, z.B.: -Azokarmin: Azan ‐Färbung (Azokarmin-Anilinblau) -Fuchsin: Trichrom (hier ist die dritte Farbe: Orange G, die färbt Erythrozyten orange) M i t diesen Färbungen werden alle Kollagenfasern blau gefärbt, und die Zellen (Kern, Zytoplasma): (karmin-)rot. Elastische Fasern färben sich NICHT. Elastika Faärbung nennt man die Färbungen, die für selektive Färbung von elastische Fasern geeignet sind. Zwei sind berühmt: -Orzein-Färbung (färbt die elast. Fasern braun) -Resorcin-Fuchsin (färbt die elast. Fasern schwarz-blau) Mit diesen Färbungen werden Kollagen- und retikuläre Fasern NICHT gefärbt Retikuläre Fasern werden (aber schwach) mit Anilinblau gefärbt, deswegen braucht man stärkere Färbereaktion: ° Silber-lmpregnierung (daher ist der andere Name für retikuläre Fasern: argyrophil Fasern. ° Sie färbt die retikuläre Fasern schwarz. Kollagenfasern färben sich nur schwach, aber nie schwarz! Elastsche Fasern bleiben ungefärbt.
- Fasertypen des Bindegewebes Kollagenfasern: Kollagenfasern sind die im Bindegewebe am häufigsten vertretenen Fasern. Essind lange unverzweigte Strängevon leicht welligen Verlauf. Sie verlaufen in verschiedene Richtungen und bilden Bündel. Durchmesser: 0,5-20 um Elastische Fasern: Elastische Fasern kommen in der Lunge und in den elastischen Membranen der Arterien und Venen vor. Die Faserbündel haben einen leicht gewellten Verlauf. Retikuläre Fasern Durchmesser: 0,5-2 um Querstreifung Kollagen
- Fettgewebe Weisses Fett ewebe: Kommt vor: in der Haut (Subkutis), zwischen Muskelfaszien, in der Bauchhöhle Funktion: Fettspeicherung (Speicherfett) und Strukturfett Strukturfett: mechanisch Aufgaben (Unterstützung des Saugaktes der Neugeborenen: Wangenfettpropf, bildet eine „Gelenkpfanne“ für das Augapfel in der Augenhöhle oder unterstützt den Gang als Fettploster an den Füßen) Während Hungern wird Speicherfett abgebaut (metabolisiert), aber Strukturfett nicht, oder nur während sehr schwerer Abmagerung (zB: der tumorösen Cachexie) Braunes Fettggewebe: Kommt vor: in Neugebornen, Winterschläfern, und an Kälte angepaßten Tieren Aufgabe: nicht Fettspeicher für Energie (ATP‐) gewinn sondern Wärmeproduktion. Braune Fettzellen bauen Fette ab, Fettsäure werden oxydiert, abert aus Fettsäure‐ Oxydation entsteht sehrt wenig ATP in Mitochondrien der Fettzelle, eher Wärme Dazu brauchen die braune Fettzellen spezielle Proteine (Entkopplungsproteine)
- Knorpelgewebe Einteilung: Hyalinerknorperl Elastischer Knorpel Faserknorpel Struktur: Knorpelhaut: Perichondrium, das besteht aus einer äußeren Schicht (=Stratum): Stratum fibrosum, und einer inneren Schicht: Str. chondroblasticum Äußere Schicht: begrenzt den Knorpel, gibt eine Haltung und versorgt ihn (Blutgefäße) innere Schicht: enthält Zellen, die Knorpelzellen bilden können („knorpelbildende” Schicht: Str. chondroblasticum) Knorpelhaut fehlt: wo Knorpel ins Knochen übergeht, und an den Gelenkoberflächen des Gelenkknorpels Knorpel: besteht aus Knorpelzellen und Knorpelmatrix (extrazelluläre Matrix) Knorpelzelle: Chondrozyt, sie liegt in einer gleichgroßen Höhle in der Matrix: Lakuna Chondrozyt ist die ruhende Knorpelzelle, Chondroblast: junge, Matrixbildende Zelle, Chondroklast: Zelle mit Makrophag-Funktion (Baut Matrix und abgestorbene Zellen ab) Knorpelmatrix besteht aus unterschiedlichen Regionen: Territoriale Matrix (Knorpelhaf), perizelluläre Matrix (Knorpelkapsel), und interterritoriale Matrix Matrix enthält: Kollagen II und sehr viel GAGS (HA und Aggrecan) und PGs (zB: Chondroitin Sulphate) Chondron: Chondrozyten plus die umgebende territoreale Matrix lsogene Gruppe: die Gruppe der Chondrozyten, die benachtbart sind, und die aus einer Chondrozyt durch Mitose stammen Alle Knorpel sind Gefäß- und Nervenfrei Wachstum des Knorpels: lnterstitielles und appositionelles Wachstum
- Hyaliner Knorpel: Kommt vor: Gelenkknorpel, Rippenknorpel, Kehlkopfknorpel Seht hohe Druckfestigkeit (wegen hohen Wassergehalt, das ist stabil gebunden an den GAGs und PGS), aber schlechte Biegungfestigkeit. Ernährung: seitlich von der Knorpelhaut, Gelenkoberfläche (wo kein Knorpelhaut ist): durch die Synovia (Gelenkhöhleflüssigkeit). Chondrone: bestehen aus max 5-(8) Chondrozyten. Maskieren: die eosinophile (rote) Farbe der Kollagenfasern ist nicht sichtbar und Matrix des hyalinen Knorpels erschient basophil gefärbt. Die rote Farbe ist maskiert durch den hohen PGInhalt (deren starke Basophilie) der Matrix. Metachromasie: sehr reglemäßige Anordnung der PG-Molekulen kommt eine Metachromasie (zB mit Toluidinblau: Matrix färbt sich lila statt blau).
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- Elastischer Knorpel: Kommt vor: Ohrmuschel‚ Epiglottis (Kehlkopfdeckel) Druckfest, aber wegen hohen Inhalt von elastische Fasern ist es g u t biegbar! Reich an elastischen Fasern: gelbliche Färbe. Chondrone: bestehen aus wenigen (max 4) Chondrozyten.
- Faserknorgel: Sehr reich an Kollagenfasern (sogar Kollagen |), deswegen Matrix ist rot gefärbt (keine Maskierung oder nur an einigen Stellen!) Kommt in der Regel nicht als homogenes Gewebe vor, sondern mit straffem Bindegewebe und hyalinem Knorpel gemischt. Kommt vor: Zwischenwirbelscheibe (Discus intervertebralis), Menisci des Kniegelenkes. Erkennung: abgerundete Knorpelhöfe und Lakunen!
- Knochengewebe Einteilung: Geflechtknochen Lamellarknochen Struktur Knochenzelle: Osteozyt (ruhende Zelle), Osteoblast (Knochenmatrix aktiv sezernierende Zelle), Osteoklast (Knochenabbauende Zelle) Knochenzelle liegt in der Knochenmatrix in der Lakuna, ihre Fortsätze findet man in den Kanalikuli Knochenzellen sind miteinander durch die Fortsätze verbunden (Ernährungskette). Wo zwei Fortsätze einander berühren, findet man Gap junctions (Connexine). Knochenmatrix besteht aus organischen Substanzen und Mineralien Organische Substanzen: Kollagen l und viele andere Proteine, PG-en Mineralien: Hydroxyapatit-Kristallchen (ihre Größe: 40 x 2 nm liegt in EM-Skala!!)
- Geflechtknochen: Geflechtknochen haben keine innere strukturelle Organisation. Vorkommen: 1. Die erste entwickelnde Knochen des Embryo/Fetus, die später in Lammellenknochen umgebaut werden (siehe 28 ihre desmale Ossifikation Präparat); 2. Knochennarbe (nach Knochenbruch) 3. im adulten Tier: Felsenbein (Pars petrosa des Schläfenbeins), verknöcherte Suturen, Ansatzstelle der Sehnen
- Geflechtknochen: Geflechtknochen haben keine innere strukturelle Organisation. Vorkommen: 1. Die erste entwickelnde Knochen des Embryo/Fetus, die später in Lammellenknochen umgebaut werden (siehe zb ihre desmale Ossifikation Präparat); 2. Knochennarbe (nach Knochenbruch) 3. im adulten Tier: Felsenbein (Pars petrosa des Schläfenbeins), verknöcherte Suturen, Ansatzstelle der Sehnen
- Lammellenknochen: Lamellenknochen: Osteozyten sind in Knochenlammellen geordnet. Fast alle Knochen in adulten Tier sind Lamellenknochen (Ausnahmen: siehe früher). Knochenlamellen: Generellamellen, Speziellamellen, Schaltlamellen Generellamellen: an der äußeren/inneren Knochenoberfläche Speziellamellen: findet man in den Osteonen Schaltlamellen: sind umgebautete Lamelleln, die früher den Osteonen gehören haben Lamellare Struktur: kommt vor wie im Compacta, als auch in der Spongiosa
- Osiifikation Bildung des Knochens: Ossifikation Knochen bildet sich immer aus Mesenchym (embryonalem Bindegewebe) direkt: desmale Ossifikation aus hyalinknorpeliger Vorstufe („Knorpelmodell"): Chondrale Ossifikation (perichondral und enchondral)
- Desmale Ossifikation: In dem Mesenchym kondensieren die Mesenchymzellen (Zelleggregation), bilden Zellklumpen. Diese Zellen beginnen dann Osteoid5primäre Knochenmatrix) zu produzieren, bauen sie sich in diese Matrix ein. Die zuerst nicht einbauende Zellen werden zu Osteoblasten‚ die an der Oberfläche der so gebildeten Matrix eine Einzellschicht liegen und neue Matrix produzieren (es entsteht zuerst Geflechtknochen, der später in Lamellenknochen umgebaut wird). Auf desmale Weise entstehen: Deckknochen des Schädels und des Gesichtes, Clavicula.
- Chondrale Ossifikation: lm Mesenchym (1) aggregieren die Mesenchymzellen zuerst (wie bei desmaler Ossifikation)‚ aber aus den Zellklumpen ensteht dann (2) ein hyaliner Knorpel mit gleichem Gestalt als der spätere Knochen besitzt (28: ein miniatüres Femur aus hyalinem Knorpel). im zweiten Schritt verknöchert dieses knorpelige Vorbild- in zwei Stadien. Ertses Stadium der Verknöcherung beginnt am Schaft (Diaphyse): perichondrale Ossifikation (3), knöcherne Mandschette. Zweites Stadium der Verknöcherung passiert an den Epiphysen, wo die Verknöcherung passiert innen (enchondrale Ossifikation‚ 4 .
- Quergestreiftes Muskelgewebe Struktur & Vorkommen: Quergestreifte Muskelfaser (QSMF) ist eine polyploide Zelle: mit bis zu mehreren hunderten (tausenden?) Kernen Alle skelettale Muskeln sind aus QSMF aufgebaut. Dazu kommen noch einige Muskeln in den Eingeweiden (wie zB: Rachen- oder Speiserohrmuskeln) Durchmesser der QSMF: 10-100 um; Länge: von einige mm bis zum 5 (ältere Angabe: 35) cm in der Zytoplasma (sog. Saquoplasma) enthält eine QSMF die Myofibrillen‚ die Bündel von Aktin und Myosinfilamenten darstellen. Durchmesser von einem Myofibrillum: 1-2 um Zellmembran der QSMF: Sarkolemm (sie macht Cholinerge (Azetylcholin als Neurotransmitter) Synapse mit Motoneuron, diese nennt man als neuromuskuläre Synapse Zytoplasma nennt man Sarkoplasma, gER als sarkoplasmatisches Retikulum (hier: Ca‐ Speicher für Muskelkontraktion)
- Auergestreiftes Muskelgewebe Bindegewebige Hüllen um Muskelfasern: Die QSMF sind durch Bindegewebe umgegeben. Das Bindegewebe, das umgibt die einzellne QSMF-n, nennt man als Endomysium. Einige hunderte (100‐300) QSMF-n sind in Primärbündel eingebündelt. Das Bindegewebe, das die äußere Grenze des Primärbündels bildet, nennt man als Perimysium. Mehrere Primärbündel sind zum Sekundärbündel zusammengebunden. Ein Sekundärbündel hat eine Dicke von einige Millimeter (das nennt man in der Alltagssprache als Muskelfaser). Die äußere Grenze wird hier auch durch Perimysium gebildet. Ein Muskel besteht aus Sekundärbündeln, diese sind durch Epimysium umgegeben. Die äußerste Bindegeweebehülle des Epimysiums nennt man als Muskelfaszie.
- Herzmuskelgewebe Diploide, seltener tetraploide Zelle mit Querstreifung. 10‐25 mm x 50-100 mm. Kern liegt in der Zellmitte. Y-förmig verzweigende Zelle. Alterspigmente (Lipofuszin). Glanzstreifen (Discus intercalaris): Zelladhäsionsstrukturen. Purkinje Faser: modofozierte Herzmuskelzellen in Dienste der Reizweiterleitung.
- Glattes Muskelgewebe Struktur & Vorkommen: lange, spindelförmige, diploide Zelle. Dicke: 3‐10 um. Länge: von 5-10 mm (Aorte) bis 800 um (trächtiger Gebärmuter)
- Nervenzellen: Alle Vorgänge: elektrische Impulse (Aktionspatenzial, AP). N u r die Nervenzellen könne AP bilden und weiterleiten (Glia nicht)! Reizaufnahme: durch Rezeptoren (das bedeutet hier aus eine oder mehrere Zellen aufgebautete Struktur) außerhalb des ZNS. Mitteilung mit dem ZNS: duch afferente (sensorische) Bahnen. Aufarbeiten: durch neuronale Netzwerke innerhalb des ZNS. Antwort wird durch efferente (motorische) Bahnen mit der Peripherie mitgeteilt. Antwort hauptsächlich: Muskelkontraktion‚ Drüsensekretion. Aufbau des ZNS: Nervenzellen (Neuronen) findet man im ZNS in Zellgruppen (graue Substanz im Gehirn oder Rückenmark, Kerne (Nucleus) im ZNS (Vorsicht: Nucleus‐ Kern bedeutet hier eine rundliche Aggregation aus vielen Nervenzellen) oder vereinzelt (zB: Formatio reticularis des Hirnstammes). Nervenfasern können große Gebiete ausfüllen (wo keine Nervenzellen liegen): weiße Substanz oder sie können Bündel bilden (Bahnen). ZNS wird durch Hirnhäuten von der Umgebung isoliert. Nervengewebe ist reichlich vaskularisiert (d.h. mit Blutgefäßen versorgt). Nervengewebe ist immer von den anderen Geweben (in meisten Fallen: Bindegewebe, Blutgefäße) durch Blut-Hirn Schranke isoliert. Aufbau des PNS: Nervenzellen kommen ausschließlich in den Ganglien (kleine, mit Kapsel von der Umgebung isolierte Nervenzellgruppen) vor. Nervenfaser bilden Bündeln: periphere Nerven. Fortsatzreiche Zellen. Zelleib: Perikaryon (Soma). Größe: von 5-8 mm bis 110 mm (Perikaryon). Fortsätze: Dendriten und ein Axon. Dendrit: in meisten Fallen gibt es mehrere (Ausnahmen: bipolare und pseudounipolare Nervenzellen). Dendriten verzweigen sich reichlich. Axon: ein Stück (kann 1 meter lang sein).
- Färbungen Nervenzellen Routine Färbung (HE): Nervenzellen sind basophil gefärbt, Gliazellen: meist nur Zellkern sichtbar, Nervenzellfortsätze: hellrosa (eosinophyl): insgesamt schwach gefärbt Spezielle Färbungen: ' Für Zellen: Kresylviolett % Nissl Färbung lmprägnation (mit Silber oder Gold) ‐> nach Cajal oder Bodian ° Für Nervenfasern: lmprägnation LuxolFastßlue ' lmmunohistochemie
- Typen Nervenzellen multipolare: ein Axon, mehrere Dendriten (die meiste Nervenzellen) bipolare: ein Axon, ein Dendrit (selten zB. Neuronen im Hörganglion) pseudounipolare: ein Axon, ein Dendrit (selten, zB: Spinalganglion) Hinsichtlich des Gestaltes sind die multipolare Neuronen vielfaltig: siehe die Namen (Pyramindenzelle, Körnerzelle, Korbzelle, Purkinje Zelle, usw.)
- Gliazellen Typen: Glia im ZNS: Astroglia, Oligodendroglia‚ Mikroglia, Ependym (und noch einige andere Gliazelltypen: Bergman Glia, Müller Zelle, Tanyzyten, Pituizyten) Glai im PNS: Mantelzellen (Satellitenzelle), Schwarm Zellen
- Astrozfien: Astrozyt: protoplasmatische Astrozyt (graue Substanz), Faserastrozyt (weiße Substanz). Spezielle Astrozyten: Müller Zelle (Retina), Bergman Glia (Kleinhirn). 10-20 mm Zelleib, GFAP (Zelleib und Fortsatzen). Membrane limitans gliae superficialis und perivascularis.
- Oligodendrozfien bilden Myelinscheide um Axonen im ZNS. 6-8 mm Zelleib, MT (Zelleib und Fortsatzen).
- Oligodendrozfien bilden Myelinscheide um Axonen im ZNS. 6-8 mm Zelleib, MT (Zelleib und Fortsatzen).