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Histologie (Subject) / I (Lesson)

Budapest

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  • Lymphgefäße 1 DefinitionDie Lymphgefäße dienen dem Transport der Lymphe aus dem Interzellularraum in den Blutkreislauf. Sie beginnen blind endend ("cul-de-sac") oder als feines Netz ("Plexus") aus Lymphkapillaren im Gewebe, die sich im weiteren Verlauf zu größeren Lymphgefäßen vereinigen. in ihrer Gesamtheit bilden sie das Lymphgefäßsystem. 2 HistologieStrukturell ähneln die Lymphgefäße den Venen. Sie zeigen ebenfalls einen dreischichtigen Aufbau, der aus folgenden Schichten besteht: Tunica externa (Longitudinal verlaufende elastische Fasern und glatte Muskelzellen, Bindegewebe),Tunica media (Zirkulär verlaufende elastische Fasern und glatte Muskelzellen)Tunica intima (Endothelzellen)Bei kleineren Lymphgefäßen fehlen elastische Fasern und glatte Muskulatur, so dass hier nur ein zweischichtiger Aufbau aus Endothel und umgebenden Bindegewebe besteht. In größeren Lymphgefäßen trifft man ebenfalls auf Gefäßklappen, die den Rückstrom der Lymphe verhindern. Das größte Lymphgefäß des menschlichen Körpers ist der Ductus thoracicus. 3 EinteilungLymphkapillarenPräkollektorenKollektorenLymphsammelstämme4 FunktionDie Lymphgefäße erfüllen eine Reihe wichtiger Aufgaben: Rückführung von Flüssigkeit und Proteinen aus dem interstitiellen Raum in den BlutkreislaufTransport von Chylomikronen aus dem Magen-Darm-TraktTransport von Lymphozyten
  • Retikulozyt 1 DefinitionEin Retikulozyt ist ein aus einem orthochromatischen Erythroblasten (auch: Normoblasten) hervorgehender junger ("unreifer") Erythrozyt. 2 HistologieRetikulozyten sind etwas größer als Erythrozyten und stellen sich in der  Romanowsky-Färbung etwas bläulicher dar. Sie sind wie die Erythrozyten kernlos, enthalten aber noch Reste von Zellorganellenund RNS, die man als "Substantia reticulogranulofilamentosa" bezeichnet. Diese Reste lassen sich mit bestimmten Farbstoffen (Brilliantkresylblau, Nilblau) im Zytoplasma anfärben und stellen sich dann unter dem Lichtmikroskop als feines, granuliertes Netz dar. Im weiteren Übergang der Zelle zum reifen Erythrozyten werden sie durch Autophagie und Exozytose entsorgt.
  • Venenklappen 1 DefinitionVenenklappen sind ventilartige Strukturen der Venen, die einen Rückfluss des Blutes verhindern. Sie sorgen dadurch für eine zum Herzen gerichtete, zentripetale Strömungsrichtung. 2 AnatomieVenenklappen kommen in regelmäßigen Abständen in den meisten Venen vor. Ausnahme hierzu bilden vor allem die Venen des Lungenkreislaufs (Venae pulmonales), die beiden Venae cavae und die Hirnsinus. Bei den Klappen handelt es sich um meist bikuspide, taschenförmige Duplikaturen der Intima. 3 FunktionDurch die arteriovenöse Kopplung und die Muskelpumpe wird der venöse Rückstrom zum Herzenangetrieben. In diesem Zusammenhang bilden die Venenklappen Ventile, die das nach zentral gepumpte Blut am Rückfluss hindern.
  • Wandstruktur der Aorta Die Aorta weist den dreischichtigen Wandbau der großen Arterien auf, an die Intima aus Endothel und Bindegewebeschicht schließt sich die muskuläre Media an, die durch eine große Anzahl an elastischen Fasern gekennzeichnet ist. Auf diese Weise kann sich die Aorta bei raschen Volumenschwankungen dehnen (Windkesselfunktion). Nach außen wird die Aorta durch die Adventitia abgegrenzt.
  • Kapillaren Unter Kapillaren versteht man Röhrchen oder langgestreckte Hohlräume mit sehr kleinem Innendurchmesser, in denen so genannte Kapillarkräfte zur Wirkung kommen.  Der Begriff wird in der Medizin häufig als Kurzform für die feinsten Verästelungen der Blutgefäße, die Blutkapillaren, verwendet. Beispiele für Kapillaren: BlutkapillarenLymphkapillarenGlaskapillaren
  • Mehrschichtiges verhorntes Epithel Vorkommen: Mundhöhle, Oesophagus, Vagina, Labium vocale, rachen Funktion: mechanischer Schutz Merkmale: Struktur basale: hochprisante Zellen, Teilungsfähig Struktur spinosum: stachelige Verbindung zwischen den Zellen Struktur superficiale: ein-zwei Plattenepithelschicht
  • Neutrophile Granulozyt 1 DefinitionNeutrophile Granulozyten sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie werden zum unspezifischen, angeborenen Immunsystem gezählt. siehe auch: Differentialblutbild 2 PhysiologieIm Blutkreislauf zirkulieren neutrophile Granulozyten weniger als einen Tag und wandern dann ins Interstitium aus, wo sie 2-3 Tage verweilen. Sie sind zur Erstabwehr gegen Bakterien befähigt, entweder durch Phagozytose oder durch Exozytose bakterizider Stoffe aus ihren Granula. Die Aktivierung der neutrophilen Granulozyten erfolgt über Bestandteile von pathogenen Bakterien und Zytokine wie TNF (Tumor Nekrose Faktor) und IL-1.     3 MorphologieNeutrophile Granulozyten sind kugelförmige Zellen mit einem Durchmesser von etwa 10 bis 15 µm. Charakteristisch für die ausgereiften Zellen ist der aus drei bis fünf Segmenten bestehende Zellkern("polymorphkernig"). Nach dem Aspekt des Zellkerns unterteilt man die neutrophilen Granulozyten in: stabkernige neutrophile Granulozytensegmentkernige neutrophile GranulozytenDas Zytoplasma neutrophiler Granulozyten enthält verschiedene Arten von Granula, deren Enzymausstattung die Grundlage ihrer Wirksamkeit gegen zahlreiche Mikroorganismen ist.  Primäre Granula: Sie werden auch azurophile Granula genannt und entsprechen den Lysosomen. Sie enthalten saure Hydrolasen (z.B. Phospholipasen), Defensine, Myeloperoxidase (oxidative burst), Lysozyme und Serinproteasen wie Kathepsin G.Sekundäre Granula: Sie sind spezifisch für neutrophile Granulozyten, was ihnen den Namen "spezifische Granula" verschafft. Sekundäre Granula enthalten Enzyme wie Lysozyme, Kollagenase, Gelatinase, Histaminase, Elastase und Plasminogenaktivatoren. Sie reagieren nicht mit basischen oder sauren Farbstoffen. Elastase, Kollagenasen und PDGF (platelet-derived growth factor) gewährleisten die schnelle Migration zum Infektionsherd und unterstützen die Wundheilung.Tertiäre Granula: Sie sind kleiner als die anderen Granula und enthalten im wesentlichen Gelatinase.Neben diesen Granula wird auch noch ein vierter und fünfter Granulatyp unterschieden, für die Katalase bzw. alkalische Phosphatase typisch sind. 4 AufgabenPhagozytoseExozytose von Granula (enthalten Defensine, t-PA, saure Enzyme, etc.)
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