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Tierpfleger (Subject) / Allgemeines (Lesson)
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- FM-Beurteilung: Heu - Struktur - weich (Blätter vorhanden)- Blattanteile vorhanden (entsprechend dem Ausgangsmaterial)- nicht nur Stängel enthalten (nicht strohartig)
- FM-Beurteilung: Maissilage - Anzeichen für beste Maissilage - angenehm säuerlicher Geruch- aromatisch, brotartig- riecht nicht nach Alkohol oder Buttersäure- kein wahrnehmbarer Essiggeruch- frei von Fremdgerüchen- riecht nicht nach Schimmel oder Hefe- goldgelb bis olive Farbe
- FM-Beurteilung: Maissilage - Geruch - angenehm säuerlich- aromatisch- brotartig- nicht alkoholisch - keine Butter- oder Essigsäure- nicht muffig oder faulig
- FM-Beurteilung: Maissilage - Gefüge - unverändert (wie das Ausgangsmaterial)- nicht angegriffen- nicht schmirig, schleimig oder verrottet
- FM-Beurteilung: Maissilage - Farbe - dem Ausgangsmaterial ähnliche Farbe
- FM-Beurteilung: Heu - Merkmale des ersten Schnittes - mehr Gras als Kräuer (Gräser wachsen im Frühling schneller als Kräuter)- je nach Standort kann aber auch der erste Schnitt fein sein- Stängel: länger, dicker, grober, holziger, gelblicher, blasser als der zweite Schnitt- Rohfaser: hoher Rohfasergehalt und Grassamen- Blüten/Rispen: viele
- FM-Beurteilung: Heu - Merkmale des zweiten Schnittes - geringerer Grasanteil (Gräser wachsen im Sommer langsamer und dünner)- Kräuter wachsen nach dem ersten Schnitt besser und sind in größeren Mengen vorhanden- Stängel: kürzer, feiner, grüner als der erste Schnitt- Blüten/Rispen: wenige- weniger Rohfasern als beim ersten Schnitt - Ernte: Hochsommer (August/September)
- FM-Beurteilung: Heu - Vergleich der NS im ersten und zweiten Schnitt - erster Schnitt: mehr NS- zweiter Schnitt: weniger NS, eiweißreicher
- Schnittzeitpunkt von Gras - Heubereitung Heureife ab der vierten Woche-> späterer Schnitt: kein Problem, allerdings höherer NS-Verlust
- Schnittzeitpunkt von Gras - Silage Silierreife: 3.-5. WocheNachteile bei späterem Schnitt: geringere Zuckergehalte (-> schlechte Silierbarkeit)
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- Heu - Merkmale der hygienischen Qualität Lagerung: trocken, luftig, tierfrei Verpackung: angemessen fest, luftdurchlässig Farbe: wenig verfärbt: grünlich, gelblich nicht: schwarz, bräunlich Struktur: fällt relativ leicht auseinander Griff: trocken, locker Geruch: aromatisch, intensiv, angenehm
- Heu - Merkmale der NS-Qualität Lagerung: lichtgeschützt Verpackung: schützt vor Verlust Farbe: hellgrün bis dunkelgrün Griff: weich, blattreich Geruch: aromatisch, intensiv
- Silage - Merkmale einer guten hygienischen Qualität Geruch: angenehm säuerlich, aromatisch, würzig Farbe: normale Farbe (wie Ausgangsmaterial) Gefüge: Pflanzenteile nicht angegriffen Verunreinigungen: keine
- Silage - Merkmale einer schlechten hygienischen Qualität Geruch: Buttersäure, Essigsäure, fäkalartig, gärig, muffig Farbe: stark gebräunt, giftig grün, sichtbarer Schimmelbefall Gefüge: Blätter stark angegriffen, verrottet, mistartig Verunreinigungen: stark
- Mais - Merkmale der hygienischen Qualität Lagerung: trocken, Nager- und Schädlingssicher, gut belüftet Verpackung: luftdurchlässig, geschlossen Farbe: maisgelb Struktur: locker, trocken Griff: trocken, hart Geruch: trocken, leicht getreidig
- Mais - Merkmale der NS-Qualität Lagerung: lichtgeschützt, Zimmertemperatur Verpackung: lichtgeschützt, MHD, geschlossen Farbe: "intensiv" maisgelb Struktur: prall, glatt Griff: Gewicht, hart, glatt Geruch: leicht getreidig
- Mais - Verfütterung - Mischen mit frischem Getreidekraftfutter- Staub kann gebunden werden durch Wasser (-> schnell verfüttern), Öl (-> man hat Zeit)- Tiere: Schweine, Rehe, Wildschweine, Vögel, Mäuse
- Aufbau einer Getreidepflanze Wurzeln: Verankerung im Boden, NS- und Wasserversorgung Halm mit Knoten: lang, hohl, dünn, kann sich dank der Knoten wieder aufrichten, an jedem Knoten entspringt ein Blatt Blüten- und Fruchtstand = Ähren: in ihr sitzen die Körner
- Aufbau eines Getreidekorns Keimling: aus ihm entwickelt sich die junge Getreidepflanze, enthält viele wertvolle NS z.B. Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineralstoffe Mehlkörper: besteht aus kleinen Stärkekörnern, die von Eiweiß umgeben sind Hülle: enthält wertvolle NS z.B. Eiweiß, Votamine der B-Gruppe und Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor, Eisen), besteht aus unverdaulichen Ballaststoffen (regen die Darmtätigkeit an)
- Gerste - "Zitronenkern"- spindelförmig- lange Grannen- mag gut durchfeuchtete Böden, wächst aber auch unter ungünstigen Bedingungen- z.B. Bierverarbeitung
- Mais - Kolben, der von Hüllenblättern umgeben ist- wenig Ansprüche an den Boden- Cornflakes, Grieß, Stärke, Keimöl, Viehfutter- Verwendung als Silomais (gesamte Pflanze wird Ende September/Anfang Oktober geerntet)- Verwendung der Körner (nur vollreife Körner werden geerntet, Oktober/November)
- Dinkel - Urform des Weizens- länger und heller als Weizen- nicht anspruchsvoll- robust- winterhart- resistent gegen viele Krankheiten- kann mehrere Jahre auf der selben Fläche angebaut werden- Brot, Spätzle
- Weizen - ähnlich einer Kaffeebohne- Gesamterscheinung: dunkelgrün- gedrungene Ähre- Nahrungs- und Futtermittel- gute Backeigenschaften
- Roggen - langes Korn mit runden Ecken- blau-graugrüne Pflanze- robust- benötigt wenig Wärme- wächst auf NS-armen Böden
- Hafer - langes Korn mit spitzem Ende- gemäßigtes Klima- hohe Niederschläge- geringe Ansprüche- hoher Fettgehalt- FM für Pferde, Rinder, Hühner
- Triticale - Kreuzung aus Weizen und Roggen -> Weizen: widerstandsfähig -> Roggen: hoher Ertrag- FM für Schweine, Rinder, Geflügel
- Getreidearten mit Grannen Roggen, Triticale, Gerste
- Einstreu - Stroh: Vorteile oft regional zu beschaffen auch zur Beschäftigung
- Einstreu - Stroh: Nachteile viel Lagerfläche wird benötigt staubig
- Einstreu - Hobelspäne: Vorteile gute Geruchsbindung weniger Mist als beim Stroh hohe Flüssigkeitsaufnahme
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- Einstreu - Hobelspäne: Nachteile langsame Kompostierung nicht tauglich für Biogasanlagen
- Einstreu - Strohpellets (=zerkleinertes, gepresstes Stroh): Vorteile entstaubt geruchsbindend hohe Flüssigkeitsaufnahme guter Dünger
- Einstreu - Strohpellets (=zerkleinertes, gepresstes Stroh): Nachteile kann am ersten Tag nach dem Einstreuen gefressen werden
- Einstreu - Hanfeinstreu: Vorteile stark geruchsbindend saugfähig
- Einstreu - Hanfeinstreu: Nachteile recht teuer recht holzig
- Einstreu - Flachs (=zerkleinerte Flachsstängel): Vorteile enthält Bitterstoffe gegen Fressen entstaubt hohe Feuchtigkeitsaufnahme besonders weich und gelenksschonend
- Hauptinhaltsstoffe der Schmutzarten in der Tierhaltung: Fette in Kot, Hautfett, FM... Eiweiße in Kot, MO, FM... Zuckerverbindungen (=Kohlenhydrate) in Staub, FM... Mineralverbindungen in Urin, Salzen, Kalkablagerungen, Staub...
- Einteilung der Verschmutzungen: klebender Schmutz, Schmierfilm fest mit der Oberfläche verbunden lückenlose Schicht dünner als 0,05mm z.B. Fettschicht auf Edelstahl, Schmierschicht aus feuchtem Kot, Urin und Futter nach der Stallreinigung
- Einteilung der Verschmutzungen: geschlossene Schmutzdecke fester, ausgetrockneter und gleichmäßig verteilter Schmutz bis 2mm dick z.B. angetrocknete, flüssige Stoffe (Blut, Urin, Milch...)
- Einteilung der Verschmutzungen: strukturierte, lockere Schmutzschicht zerklüfteter, lockerer, nicht verdichteter Schmutz dicker als 2mm z.B. Einstreu, Erde, Kot, Futterreste
- Einteilung der Verschmutzungen: lose aufliegender Schmutz aus der Luft abgesetzt leicht entfernbar z.B. Staub aus Einstreu und Futter, Harre, Federn
- Definition Reinigung möglichst vollständige, langdauernde Trennung von mindestens zwei Substanzen (Schmutz und Oberfläche), die physikalisch miteinander verbunden sind und aneinander haften -> behandelte Fläche nach der Reinigung = "rein", "optisch sauber"
- Ziele der Reinigung Entfernung von (un-)belebten Fremdkörpern und MO Freilegung der Oberfläche: nach haftende MO können bei der Desinfektion leichter entfernt werden oft sind die Poren der Oberfläche durch einen Fettfilm verschlossen: Eiweiß-/Fettrückstände, Kot und Harnstoff werden durch geeignete Reinigungsmittel entfernt = Voraussetzung für Desinfektion Verminderung der Anzahl der MO = Keimreduktion
- Faktoren beim Reinigen Mechanik (Lappen, Schrubber, Bürste...) Chemie (Mittel) Einwirkzeit Reinigen (Wasser und Temperatur)
- Arbeitsablauf bei der Reinigung - Aufzählung der Schritte Vordesinfektion Vorarbeiten/Ordnung schaffen Vorreinigen Einweichen Reinigen Reste abspülen Trocknen
- Arbeitsablauf bei der Reinigung - Vordesinfektion Vordesinfektion Vorarbeiten/Ordnung schaffen Vorreinigen Einweichen Reinigen Reste abspülen Trocknen* nötig wenn Tier ansteckende Krankheit hatte (insbesondere bei einer Zoonose) z.B. mit Ätzkalk* bei Tieren unbekannter Herkunft* bei Tieren mit bekannten Infektionen
- Arbeitsablauf bei der Reinigung - Vorarbeiten/Ordnung schaffen Vordesinfektion Vorarbeiten/Ordnung schaffen Vorreinigen Einweichen Reinigen Reste abspülen Trocknen * bewegliche Einrichtung entfernen (wird gesondert behandelt)* herausnehmbare Spaltböden hochkippen* nicht benötigte elektrische Anlagen abschalten/demontieren/abdecken
- Arbeitsablauf bei der Reinigung - Vorreinigen Vordesinfektion Vorarbeiten/Ordnung schaffen Vorreinigen Einweichen Reinigen Reste abspülen Trocknen * Flächen mechanisch (mit Schaufel, Besen, Schrubber...) von Kot, FM-Resten, Stroh etc. frei machen * Fenster, Lüftungsanlagen, Abflussrinnen, Trenngitter etc.-> damit das Wasser nicht zu sehr verschmutzt wird
- Arbeitsablauf bei der Reinigung - Einweichen Vordesinfektion Vorarbeiten/Ordnung schaffen Vorreinigen Einweichen Reinigen Reste abspülen Trocknen * 1-1,5l Wasser pro Quatratmeter drucklos auftragen und einige Minuten einweichen lassen (wenn möglich bis zu drei Stunden)-> Schmutz lässt sich besser entfernen
- Arbeitsablauf bei der Reinigung - Reinigen Vordesinfektion Vorarbeiten/Ordnung schaffen Vorreinigen Einweichen Reinigen Reste abspülen Trocknen * Schmutz und Keime werden von der Oberfläche gelöst: Druck anwenden* großer Wasseraufwand (mind. 40°)= eigentliche Reinigung