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Psychologie (Subject) / 03454 - Psychologie und soziokulturelle Vielfalt (Lesson)

FUH - Modul 1

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  • Was bedeutet Diversität? Diversity = (menschliche) Vielfalt. Änderungen in den sozialen, politischen und ökonomischen Faktoren führen zu einer Diversität.
  • Was beinhaltet Diversity Management? Ökonomischer Ansatz: Ansätze der Personal- und Organisationsentwicklung ( nicht nur bei Unternehmen) , die darauf abzielen kulturelle Vielfalt mit MA konstruktiv zu nutzen. Leitgedanke:“Klima der Wertschätzung im Unternehmen erreichen, das MA motiviert unterschiedliche Ressourcen mit einzubringen. Aufgaben: Förderung interkultureller KompetenzenImplementierung von AntidiskriminierungspolicesMA müssen auch das Gefühl haben wertgeschätzt zu werden.Sozial-politischer Ansatz: Herstellung von Chancengleichheit ( Sicherung von teilhabe und Schutz vor Diskriminierung = Grundrecht)
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen gegen Diskriminierung deutsches GrundgesetzAllgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) (basiert auf Gleichbehandlungsrichtlinien der EU) Ziel des AGG :„Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen“ (AGG §1)Länderebene ( nur Behinderungen und Geschlecht) (Initiativen in den Bundesländern, die sich mit Diversität befassen.)
  • In welchem Zusammenhang stehen die begriffe „ Diversität“, „demografischer Wandel“ und „ Internationalisierung“? Einflussfaktoren für die Diversifikation an deutschen Hochschulen ist der demografische Wandel und die Internationalisierung. Demografischer Wandel: ein oder mehrere Merkmale innerhalb der Bevölkerung ändern sich ( oft auf Alter bezogen) Für die Unis bedeutet das, dass spezielle programme für Ältere mehr nachgefragt werden. Internationalisierung: offene Grenzen erleichtern Austauschprgramme. Erasmus wird beliebter ( EuRopean Action Scheme for the Mobility Scheme of University Students). ECTS (European Credir Transfer System) ermöglicht, dass Studienleistung einfacher anerkannt werden. Bologna Prozess vereinheitlicht europäischen Hochschulraum ( zB. Bachelor & Master)
  • Vor- & Nachteile Fernstudium: möglich trotz eingeschränkter Mobilität, anspruchsvoll und voraussetzungsreich,hohe anforderungen an selbstorganisation und zeitmanagement und hohes maß an medienkompetenz und digitale bildung („media and information literacy“, „digital literacy“)
  • Diversität in beruflichen Praxen „Die Aufgabe von Psychologen/innen ist es, das Wissen über den Menschen zu vermehren und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zum Wohle des Einzelnen und der Gesellschaft einzusetzen.“ (Ethische Richtlinien der DGPs und des BDP, 1999). Der Abbau von Diskriminierung und die Herstellung von Chancengleichheit ist daher für Psychologen/innen in Wissenschaft und Praxis ein handlungsleitender Wert.
  • Nennen Sie drei Komponenten, die einen kulturell versierten (ohne Vorurteile) Beratungspsychologen ausmachen: das Bewusstsein um persönliche Einstellungen gegenüber sozial und kulturell unterschiedlichen Klienten. adäquates Wissen über unterschiedliche Kulturen und soziale Gruppen die Fähigkeit, auf die Kultur abgestimmte Interventionstechniken zu nutzen.
  • Summary: The social Psychology of Black-White Interracial Interactions: Implications for culturally competent clinical practice. The challenge of interracial interactions Affective consequences cognitive consequences Interpersonal consequences Building better Interracial interactions: implications for training and professional practice Increasing awareness of metaperceptual concerns Shifting to a promotion regulatory focus -Zur Verfolgung eines Zieles werden folgende Vorgehensweisen genutzt:- Die proaktive Selbstregulierung: um ein Ziel zu erreichen, werden proaktive Schritte unternommen (z.B. die Begegnung selbst positiv zu gestalten) -Die präventive Selbstregulierung: alles was die Erreichung des Zieles stören könnte, wird kontrolliert und vermieden (z.B. Vermeidung von Vorurteilen) -Interessant war, dass Teilnehmer einer kontrollierten Studie ohne irgendeine proaktive oder präventive Anweisung ähnlich handelten wie die Teilnehmer mit der Bedingung, präventiv zu handeln (Vorurteile zu vermeiden), woraus man schließen kann, dass die proaktive Selbstregulierung bei interrassischen Begegnungen besser anwendbar ist als die präventive. Reducing self-threat and bolstering psychological resources. Zwei direkte Maßnahmen, den Stress aus interrassischen Interaktionen zu vermindern:. Minderung des subjektiven Anspruchs oder Ausmaßes der Gefahr durch solche Interaktionen- Stärkung der empfundenen geistigen Ressourcen - Eine Möglichkeit, beides zu erreichen, kann es sein, interrassische Begegnungen zu trainieren:- Therapeuten müssen zahlreiche Therapiestunden mit Patienten absolvieren, bevor sie ihre Lizenz erhalten, aber wenn nur wenige dieser Stunden mit andersrassischen Klienten erfolgen, genügt dies nicht -Therapeuten sollten ihre eigene Anfälligkeit für aus interrassischen Begegnungen resultierende Ängste mindern, indem sie sich ihre eigenen hohen inneren Werte bewusst machen (z.B. dass sie gute Eltern oder Partner sind, ihre beruflichen oder persönlichen Erfolge…). Eine ganz normale derartige Selbstbestätigung hat sich als überraschend mächtige Hilfe gegen eine Vielzahl von inneren Ängsten erwiesen.- Chancengleichheit für Patienten kann nutzbringend sein und dann besonders wichtig, wenn ein Kliniker eine kognitive Beurteilung des Patienten plant, da kognitive Fähigkeiten unterschätzt werden können, wenn der Patient unter der Furcht vor der interrassischen Interaktion leidet. Conclusion- Um kompetent zu praktizieren und die Qualität der Behandlung für den Patienten zu maximieren, müssen Therapeuten (Helping professionals) die kognitive, affektive und zwischenmenschliche Dynamik der Begegnungen von Menschen verschiedener Rassen berücksichtigen. Obwohl die vorgestellten Studien sich auf diese Wechselwirkungen konzentrierten, können sie auch nutzbringend auf andere Bereiche des Gesundheitswesens und in der Tat auch auf alle Berufsgruppen mit direktem Kundenkontakt angewandt werden. Sozialpsychologie und klinische Psychologie können sehr voneinander profitieren und die Nahtstelle zwischen den beiden Disziplinen verdient mehr Aufmerksamkeit von jedem, der daran interessiert ist, multikulturelle Probleme zu verstehen.
  • Was ist Diversität? engl ein Kennzeichen eines sozialen Systems: „A mix of people in one social system who have distinctly different, socially relevant group affiliations” Dabei spielen historisch insbesondere die folgenden Dimensionen eine Rolle: „...age differences, race, gender, physical ability, sexual orientation, religion and language. Diversity in terms of background professional experience, skills and specialisation, values and culture, as well as social class, is a prevailing pattern.(aktuelles Modell)“
  • Primäre und sekundäre Dimensionen der Diversität Primäre = angeboren, unveränderbar, Einfluss auf Selbstbild ( Ethnie, Geschlecht, sexuelle Orientierung) Sekundäre = erworben,veränderbar, weniger Einfluss auf SB ( Ausbildung, Wohnort, Religion)
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  • Kulturelle Werte sozial geteilte Leitlinien Gesetzmäßigkeiten, Eigenschaften, die eine Gruppe als gut und richtig ansieht (sozialethische/moralische Werte die das Verhältnis vom Individuum und Gesellschaft definieren) Erstrebenswert erachtete Zustände oder übergeordnete, handlungsleitende Ziele Valenz positiv/negativ unterschiedliche Intensität
  • Überzeugungen individuelle Leitlinien (häufig stark durch übergeordnete Werte und Normen beeinflusst)Individuelle Einschätzungen, die Personen als „wahr“ betrachten (variieren auch innerhalb der Kultur z.B. alternative Heilmethoden, Wirkung von Gebeten…) zentral: grundlegende Lehren, wie die Welt funktioniert; (es besteht kaum Zugang dazu) periphär: von Autoritäten wie Eltern oder Lehrern vermittelt (pers. Ideen, Erwartungen,…) Unterschiedlich zentral oder peripher, je nach Intensität
  • Einstellungen individuelle Leitlinien (häufig stark durch übergeordnete Werte und Normen beeinflusst) Subjektive Bewertung einer Person zu einem Objekt (Person, Produkt, Verhaltensweisen wie Dialekte, Symbole, Begriffe…) Valenz positiv/negativ unterschiedliche Intensität
  • Was ist Kultur? „socially transmitted beliefs, values, and practices ... [and] shared ideas and habits“ Zwei Aspekte dieser Definition sind zentral: Kultur wird sozial vermittelt und sie ist daher relativ zeitstabil. Kultur bezieht sich auf soziale Fabrikationen, sozial geteilte Überzeugungen, Werte, Praktiken, Ideen und Gewohnheiten.
  • Unterscheidungsdimensionen von Kulturen Individualismus Kollektivismus
  • Individualismus das Individuum und dessen Unabhängigkeit Erfüllung pers. Zielepers. Distinktheit (Originalität,Einmaligkeit)pers. KontrolleSoziales und soziale Verpflichtungen stehen am Randeanglo-amerikanische Kulturen nordeuropäische Kulturen zentraleuropäische Kulturen nehmen ihre Identität stärker im Sinne von Einzigartigkeit und Unabhängigkeit wahr ziehen eher personale Faktoren als Ursache für Verhaltenserklärungen heran lassen sich durch Appell an Eigenverantwortung und persönliche Freiheit beeinflussen
  • Kollektivismus Beziehung des Einzelnen zur Gruppe soziale Verpflichtungen im MittelpunktPersonales ist Komponente des SozialenEigengruppe ist sozialer Referenzpunktkonfuzianisch-asiatische Kulturen sub-sahara-afrikanische Kulturen arabische Kulturen definieren ihre Identität stärker in Bezug auf ihre sozialen Rollen und Beziehungen führen die Ursache von beobachtetem Verhalten eher auf situative oder Kontextfaktoren zurückLassen sich eher durch Appell an soziale Verantwortung/Verpflichtung beeinflussen
  • Wie wird menschliches Verhalten beeinflusst? (Sozial-Kontextualisiertes Modell nach Oysermann et al. (2002)) Durch Wechselwirkung der 4 Systemebenen: 1. die distale Ebene (die Gesellschaft) z.B. Geschichte, Sprache, Religion, Traditionen - Herr Meyer lebt in DE 2. die proximale Ebene (Werte vermittelnde Institutionen) z.B. Erziehungs- und Bildungssysteme, Rechtssystem, Wirtschaft- hat im Kiga gelernt Gespräche nicht unterbrechen 3. die individuelle Ebene (Denken, Fühlen und Handeln des Individuums) hat sich zu herzen genommen 4. die situationale Ebene (spezifische soziale und kulturelle Situationen) italienische freunde reden mehr Beeinflusst werden Behaviorale Konsequenz ( er redet weniger und emotionale Konsequenz ( er fühlt sich vernachlässigt)
  • Gruppenzugehörigkeit und soziale Identität Die Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen prägt das Selbstkonzept eines Menschen (Crips & Turner, 2011) Der Begriff SELBST (Synonym „Identität“): Gesamtheit des Wissens, über das eine Person bezüglich ihrer selbst und ihres Platzes in der sozialen Welt verfügt; keine statische Größe; relativ flexible Form; Selbstwertgefühl = Bewertung dieses Selbst auf der Dimension negativ – positiv Theorie des sozialen Identitätssatzes: Kombination aus der Theorie der sozialen Identität von Taifel und Turner (1986) und der Selbst-Kategorisierungs-Theorie (Turner et al, 1987) siehe nachfolgende Tabelle
  • SELBSTDEFINITION im Sinne von Personaler/individueller Identität Sozialer/kollektiver Identität
  • inklusivere Selbstdefinition …. …damit wird die Selbstdefinition „de-personalisiert“ d.h. individuelle Merkmale treten zugunsten sozial geteilter Merkmale in den Wahrnehmungshintergrund und es resultiert eine Selbstdefinition als austauschbares Gruppenmitglied (wir Deutsche vs. die Polen; wir Europäer vs. die Amerikaner) spielt eine wichtige Rolle bei der Reduktion von IntergruppenkonfliktenPsychologen sehen im Wechsel von personaler zu sozialer Identität einen entscheidenden Prozess für die Erklärung von Gruppenphänomenen (z.B. Uniformität)
  • Was ist die Internalisierung? Werte, Normen und Standards, die die soziale Eigengruppe definiert werden in die eigene Selbstdefinition aufgenommen und damit selbst verpflichtend und handlungsleitend (Turner, 1991)
  • Kollektive Identitätskonflikte: Gruppenzugehörigkeit hat Auswirkungen auf Selbstwertgefühl Grundsätzlich streben Menschen nach positiver sozialer Identität. Konfliktparteien ringen um die Überlegenheit der EG, um dieses Bedürfnis zu befriedigen (wenn negatives Vergleichsergebnis von EG zu FG ist Bedürfnis verletzt, Zustand sollte geändert werden) Strategien reichen von sozialer Mobilität (individuell) bis zu sozialem Wandel (kollektiv) Relevanz der Strategien: soziokulturelle Charakteristika wie z.B. Durchlässigkeit der Gruppengrenzen; Legitimität und wahrgenommene Stabilität des Intergruppenstatus; Stärke der Identifikation mit der EG;
  • Soziale Minoritäten Viele soziale Minoritäten (Ausnahme Eliten) leiden aufgrund ihres meist niederen gesellschaftlichen Status an den Auswirkungen einer negativen sozialen Identität, körperlich wie psychisch. ABER! Die Minderung des Selbstwertgefühls ist keineswegs eine zwangsläufige Konsequenz der Mitgliedschaft einer statusniedrigen Gruppe, da den Angehörigen der Gruppe meist eine ganze Reihe von sozialen und psychologischen Bewältigungsstrategien zur Verfügung steht.
  • Erkläre Stereotyp,Vorurteil und Einstellung Stereotyp: Sozial-geteilte, gemeinsame Überzeugungen innerhalb einer soz. Kultur über Attribute, Eigenschaften und Verhalten von Mitgliedern anderer sozialer Gruppen (Kulturen)Vorurteil: positive oder negative Bewertung einer sozialen Gruppe und ihren Mitgliedern, die sich auf die attribuierten Eigenschaften/Informationen über das Gruppenverhalten stützt (hat weitreichende negative Konsequenzen für Betroffene)Einstellung: Sind individuell, stützen sich jedoch häufig auf vorhandene Stereotype und Vorurteile der Gesellschaft
  • Skalen zur direkten, kontrollierten Messung bzgl. Minoritäts-Gruppen (Datenquelle: Selbstauskunft) Rating /Ranking (1., 2.,… oder AIDS, Krebs, Blindheit) Adjektiv-Checkliste (lazy, impulsive, quick,…)Semantische Differentiale / Stereotypdifferential (stark-schwach)ProzentschätzverfahrenDiagnostischer Quotient ( %der Gruppe & % Aller)Soziale Distanz Skala (1 would marry into group, 2 would…)StereotypevaluationGruppenvariabilität
  • Indirekt, automatisch, heuristisch Messmethoden (für alle Minderheiten-Gruppen) Reaktionszeitverfahrenlexikale Entscheidungsaufgabe ( lazy black, smart white)Primimg Technik ( voraktivierung stimulus)Implizite Assitiationstest (IAT) ( schwarz/angenehm vs weiß /unangenehm oder umgekehrt)Unwissentliche VerhaltensbeobachtungProjektive Techniken: TN wissen um Beobachtung, Forschungsfrage aber unklar Cover-Stories: werden ü. Zweck der Unter-suchung getäuscht, Aufklärung am Ende;Physiologische Techniken: TN wissen, was erforscht wird, können aber nicht eingreifen
  • Flexibel Correction Model Personen bemerken bei Entscheidungen ihre Verzerrung (bias) aufgrund ihrer Stereotype und korrigieren diese je nach Verständnis Voraussetzung für diese Korrektur: Kognitive KapazitätZeit und AufmerksamkeitIndividuelle Motivation zur Kontrolle v. Vorurteilen
  • Korrektur/Verzerrungsfehler bei direkten, kontrollierten Messungen Versuchsleitereffekt: so antworten, wie sie glauben, dass es sich der VL erhofft „faking good“ – Effekt: von sich einen toleranten Eindruck vermitteln wollen „faking bad“ – Effekt: versuchen, die Studie durch falche Angaben zu sabotieren Sozialer-Erwünschtheit-Effekt: nur Antworten geben, von denen sie Überzeugt sind, dass sie von der Gesellschaft an angemessen gesehen werden Verweigerungseffekt: sich weigern zu antworten, aus Angst kontroverse Einstellungen Preis zu geben
  • Indirekt, automatisch, heuristisch : Messmethoden explizit für... Messmethoden explizit für subtilere, implizitere Formen von Stereotypen geeignet. Stereotypen beeinflussen unser Verhalten häufig unbewusst (aber Einfluss auf unser Verhalten findet auch nicht immer unausweichlich statt). Indirekte Form der Stereotypenverarbeitung dann der Fall, wenn: * Wenig kognitive Ressourcen (Ablenkung/Stress) * geringe Motivation, weil P. flüchtig bekannt
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  • Projekt Implicit Projekt Implicit Kombiniert Grundlagenforschung mit öffentlicher Aufklärung in einem virtuellen Labor; Besucher können ihre eigenen, versteckten Stereotype und Vorurteile identifizieren; Erkenntnisse: Stereotype und Vorurteile sind weit verbreitet! „Normale Menschen“ haben negative Vorstellungen gegenüber anderen Gruppen, obwohl sie aus ehrlicher Überzeugung sagen, sie hätten keine!
  • Stigmatisierung Ein negativ bewertetes Attribut, durch welches die betroffene Person von normativen Erwartungen abweicht und welches sie in den Augen anderer derart diskreditiert, dass sie ihren Anspruch auf gesellschaftliche Gleichberechtigung verliert. (Stürmer & Siem, 2013)
  • Soziale Diskriminierung 3 Arten Ablehnung oder Benachteiligung einer Person aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit kann auftreten als: isolierter Verhaltensakt (Ablehnung einer homosexuellen Bewerberin) Verhalten zwischen Gruppen (rechtsextreme Gewalt gegen Ausländer) institutionalisierter Form (Gesetze, die bestimmten Gruppen Teilhabe verwehren)
  • Soziale Exklusion Ein Prozess, durch den Personen an den Rand der Gesellschaft gedrängt und von der vollen Teilnahme an ihr ausgeschlossen werden (aufgrund Armut, Mangel an Kompetenzen oder als Folge der Diskriminierung). Das distanziert sie von Bildung, Arbeit, Einkommen , sozialen Netzwerken und Aktivitäten.Vorurteile, Stigmatisierung und soziale Diskriminierung sind Grundlage für soziale Exklusion
  • Sechs wichtige Dimensionen, die entscheidende Auswirkungen auf die soziale Interaktion in Bezug auf Stigma haben können: 1) Geheimhaltung (inwieweit ein Stigma verborgen werden kann) 2) Kontrollierbarkeit 3) Verlauf (Entwicklung der Bedingungen im kurzfristigen oder langfristigen Zeitverlauf) 4) Störung (wie stark die Situation soziale Interaktionen beeinträchtigt) 5) Ästhetik (wie das Attribut des Betroffenen auf die Mitmenschen wirkt) 6) Bedrohungspotential des Stigmas
  • internalisierter Selbststigmatisierung bedeutet: dass das stigmatisierte Individuum die ihm zugeschriebenen Vorurteile − entweder bewusst oder unbewusst − akzeptiert und darauf in für ihn nachteiliger Weise reagiert
  • Stereotype–Threat–Theorie Befürchtung, auf der Grundlage von Stereotypen beurteilt zu werden, löst bei den Mitgliedern sozial abgewerteter Gruppen ein Gefühl der Bedrohung aus. Dieses Gefühl und die damit einhergehende Nervosität führen zu Leistungen unterhalb ihres Potentials. Mit dem Stereotype-Threat sind objektive Leistungseinbußen gemessen an den Leistungspotentialen der VP.
  • Selbstselektionsmechanismus Wenn Mitglieder sozial abgewerteter Gruppen sich gegen die Wahl von Berufen oder Positionen entscheiden, die mit der Konfrontation negativer Stereotypen einhergehen, bzw. sie befürchten müssen. Das ist gesellschaftspolitisch relevant im Sinne von „sich selbst erfüllender Prophezeiung“ zur Aufrechterhaltung von Statusunterschieden zwischen Gruppen.
  • Erleichternde Bedingungen zum Abbau von Vorurteilen bei Kontakt unterschiedlicher Gruppen gemeinsame Zieleintergruppale Kooperationgleicher Status zwischen den GruppenUnterstützung durch Autoritäten Vorstellung, man muss Gruppen nur zusammenbringen ist nicht erfolgversprechend!
  • Distinct Worlds (Leyens, Demoulin, Desert, Veas, & Philippot, 2002) Kontaktsituationen von Minorität- und Majoritätsgruppen werden unterschiedlich wahrgenommen und interpretiert. Diese Diskrepanzen bieten Grundlage für interkulturelle Missverständnisse und häufig sind sich die Beteiligten auch gar nicht der unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten bewusst. Forschungsergebnisse belegen: es bestehen negative Kontakterwartungen bei Interaktionen mit Personen anderer Gruppen im Gegensatz zur Eigengruppe, was zu erhöhter Aufmerksamkeit der Verhaltensweisen des Gegenübers führt. Und dies wiederum zu Fehlinterpretationen von beiläufigen, unbeabsichtigten oder mehrdeutigen Verhaltensweisen.
  • 1. Social Differentiation "We are all different." some differences do correspond to higher or lower wagesbetter or worse chances to making it to collegeother differences (date of birth) do not matter
  • 2. Social Inequality "Unequal distribution of status, money and power." what do you need to be able to pursue your goalswhat allows you to determine your own outcome
  • 3. Social Stratification "Social inequality, that is attached to some structure." laws, that allow parents to pass their wealth to their childrenrasist beliefstraditions that dictate gender rolesThe sources of stratification are multidimensional: It can be money, class, political power, education level, prestige, race, gender, which country people are from, age...
  • Models of Stratification 1. Caste systenstrict hirarchy with little or no mobility between casts (classical India),higher casts are seen as more pure than lower, poluted castscast position is hereditary: people are born into a cast based on their experiences in past lifes (if you were rich, you will be born into a high cast and vice versa)people marry within their cast (endogam)2. Slave societystrict hirarchy maintained by an ideology, that the slave class is inferior (unterlegen)position in a slave society was not necessarily fixed 3. Feudalismin Medieval Europe, 9th - 14th centuries, feudalism is based on hirarchy with little social mobilitynobles own estates, land, labor power of the servesrelationship of enormous dependancy (almost a relationship of slavery, if serves escaped, they could be returned)preceded capitalism in europe4. Industrial capitalismdeveloped in Western Europe in the 18th and 19th centuriessociety was restructured, people left their cottage industries and came to citiesfactories developedsocial hirarchy allows for great social mobility (liberalism)
  • Stratification ( Schichten) Theory 1. Is stratification inevitable? Can humans live without stratification? social organisation is hirarchic (certain groups have power and advantage, certain groups lack power and are disadvantaged)stratification exists even in the animal world (e.g. the rigid social structure of bees)anthropologists scoured the globe in search of a truely egalitarian society, which is not easy to find, at least some societies with less stratification have been found2. Any unifying theory? Is it all about money? Or education level? Examples of 2 Reductionists (who reduce the complex problem of stratification down to one key factor)
  • Karl Marx (1818 -1883) social organisation can be explained by how sth. is being producedstratification and inequality exist for one basic reason: some people own raw materials, factories and other resources for production (capitalists), some people have nothing to sell but their labour (workers)to Marx class stratification was the most important, he even understood ethnic inequality through class by analyzing, who owns the resources for production
  • Max Weber (1864 -1920) redefines class: Class was not about the realtionship to production, it was rather about how much money you have (people like doctors, who were neither workers nor capitatlists, could be classified much better)he added the dimension of status to class:status creates status groups (comunities of people, who share similar values and lifestyle choices)people, who are in the same status group usually are in the same class and have the same incomehowever class and membership to a status group also differ: Professional athletes with huge incomes are in different status groups likefrom people who inherited ( erben) wealth Ascriptive and Achieved inequalityMarx focused on class, Weber added status to his theory but both theories do not emphazise gender or race inequality scholars think, it is important to look directly at gender and race + a distinction between ascriptive and achieved inequality has to be done
  • Ascriptive inequality (unveränderlich) zugeschriebene Ungleichheit "What did you inherit? How were you born, black, white, asian?" "Ascriptive Stratification is based exclusively on criteria fixed at birth that the individual is normally unable to alter ( ändern)." (Stanley Lieberson) Ascriptive inequality is basically unfair and the same as discrimination, such asracial stratification: people restricted in voting, marriage, travel (Apartheid),gender: restricted voting rights for women,age stratification: familiy elders deserve special esteem (wertschätzen) (China).with these discriminations some people will never access privilleges that others take for grantedAscriptive Stratification can also be equitable (gerecht) (voting age, drinking age and other age related laws, privilleges people get when they are old enough)Ascriptive Stratification can also be based on social constructs (What is young? What ist old? How do we deal with it in our society?)
  • 2. Achieved inequality - "Did you go to school? Did you graduate?" results from differences in how people work (one works hard and earns more money, the other one is lazy and stays poor, an inequality that seems fair)Ascriptive inequality and Achieved inequality is sometimes hard to distinguish: Is a person`s achievment the result of hard work or is it the result of environmental preconditions and good luck? Very offen the line is "kind of blurred".in fact for some people some things are much more possible than for others ( rich boy / poor boy)the positions are achieved, it is a result of sth. people have done, but conditions and possibilities are quite different
  • Gender Stratification important global issue, that changed but still existswomen`s wages are still lower than men`snot all professions can be choosen (maybe because women`s development is interrupted by pregnancy)