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  • Planung und Durchführung von Interviews: Bestandteile ohne Ausführung: Anwerbung und Einladen. Vorbereitung und Eröffnung. Gesprächsführung. Schwierige Situationen.
  • Was muss beim Anwerben und Einladen von Personen für ein Interview beachtet werden? Erstkontakt vorbereiten (Was man am Telefon sagt bzw. Alternativtermine!) und Pausen zwischen den Interviews einplanen.
  • Vorbereitung und Eröffnung eines Interviews: Vorabinfos vor dem Interview berücksichtigen, angemessene Kleidung, Wartegelegenheit schaffen, Ungestörtheit und Privatheit absichern (eventuell sogar in der Wohnung), Konstruktiv-angenehme Interviewatmosphäre schaffen (Sitzen über Eck im 90° Winkel mit einem Abstand von 1m, bei mehreren Personen Sitzen im Kreis), Getränke und Snacks anbieten, Anwesenheit vor dem Interviewpartner
  • Gesprächsführung in einem Interview: ! Verbale Ermunterungen im Interview: Inhaltlich neurtrale Äußerungen verstärken den Redefluss, Zustimmende Ermunterung können den Gesprächsinhalt beeinflussen, Verbale Ermunterung bei abschweifen gezielt unterdrücken. Nonverbales Verhalten möglichst natürlich fordert Auskunftsverhalten. Kann auch dazu eingesetzt werden den Proband zu bremsen. Wenn der Proband einen beim sprechen nicht ansiehst, nicht unterbrechen auch bei längeren Pausen. Beim Turn Taking schaut er dich wieder an und schweigt. Dann darf weitergesprochen werden. Themenwechsel: alle relevanten Infos bereits gesammelt, Befragter fühlt sich unwohl, Befragter schweift vom Thema ab, Themenwechsel Zusammenfassung: in fragender Form mit expliziter Aufforderung zur Verbesserung.
  • Schwierige Situationen im Interview Befragter macht Interviewer zum Thema, Befragter macht Interviewt-werden zum Thema, Befragter antwortet nicht/Unvollständig, Befragter übernimmt Gesprächsführung.
  • Umgang mit schwierigen Situationen im Interview: Reflexion von Gefühlen: Man thematisiert nicht das gesagte sondern die übertragene Emotion. Seidenstücker empfielt: Äußerungen ernst nehmen und nicht bagatelllisieren, auf keinen Fall erstaunen, Unmut oder Ärger äußern, Gefühle nur vorsichtig und überlegt reflektieren, Reflexion in fragendem Ton vortragen, damit nicht der Eindruck entsteht, dass man es besser weiss, danach ist zu klären ob das Problem ausgeräumt ist. Metakommunikation
  • Rechtliche und ethische Rahmenbedingungen: EAPA: European Association of Psychological. Aussegnest hat Richtlinien zum diagnostischen Prozess formuliert. Grundlegende Gesetze §201 StGB: Verletzung der Vertraulichkeit §203 StGB: Verletzung von Privatgeheimnissen §203 Abs. 1: Explizite Nennung von Berufspsychologen Alles darf nur zum genannten Zweck genutzt werden, alles andere bedarf einer erneuten Anfrage.
  • Ein Guter Interviewer Muss: Akademisch Intelligenz, soziale Intelligenz, Stressresistenz Bortz, Döring: Interesse am Mensch und an der Fragestellung Psychische Belastbarkeit Hohe Anpassungsfähigkeit Gute Allgemeinbildung Fähigkeit zur Kontrolle des eignen Verhaltens Selbstkritische Haltung und Reflexionsfähigkeit
  • Laster-Katalog: von Kubinger und Deegener Abschalten, Identifizieren, Signalisieren, dass der Auftrag überschritten ist, Monologisieren, Dirigieren, Domatisieren, Distanzieren, Umfunktionieren
  • Interviewertraining sollte folgendes Beinhalten: Vermittlung von inhaltlichern Kenntnissen über den Gegenstand. Erläuterung des Interviewleitfadens. Hinweise zur Dokumentation der Antworten. Umgang mit Antwortverweigerungen. Probeinterviews mit Videofeedback
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  • Was ist DIPA Von Strobel: Diagnoseinstrument zur Erfassung der Interviewerkompetenz in der Personalauswahl inklusive Planung, Durchführung, Auswertung und im Idealprofil verglichen.
  • Objektivität im Interview: Schmidt und Kessler!!!!! Interviewergebnis ist unabhängig vom Interviewer. Aufzeichnungsobjektivität: gefährdet wenn keine audiovisuelle Mitschrift erfolgt Intrapersonelle Objektivität: Ausmaß in dem Interviewerverhalten bei Durchführung, Auswertung, Aufzeichnung, Interpretation vorhergesagt werden kann. Interpersonelle Objektivität oder Konkordanz: Abhängig von der Übereinstimmung verschiedener Interviewer Intra und Inter. können durch unabhängige Ratings geprüft werden. Fisseni testet Auswertungsobjektivität: Kappa-Koeffizient schwankt zwischen -0.3 und 0.94
  • Reliabilität im Interview: Maß der Genauigkeit mit der ein Verfahren (unabhängig von der Messintention) ein Merkmal erfasst: Interne Konsistenz: Quantifiziert Gleichwertigkeit der Antworten auf verschiedene Items (Teile) eines homogenen Messinstruments (untergeordnete Rolle bei Interviws): Cronbach-α und Split-Half-Reliabilität. Dadurch kann festgestellt werden ob Probanden auf ähnliche Fragen, ähnlich antworten. Das bedeutet, dass eine ähnliche quantitative Schätzung auf qualitativ vorgegebene Aussagen gemacht werden. Retest-Reliabilität: Stabilität des gemessenen Merkmals über die Zeit hinweg. Befragter soll zum gleichen Gegenstand zu unterschiedlichen Zeitpunkten befragt werden. Hohe Werte sind weder beim Interview noch bei Frageböge zu erwarten, sondern bei harten soziodemografischen Daten. Fisseni: Retest-Reliabilitäten im Interview: 0.67-0.99 Interne Konsistenz zwischen 0.43 und 0.81
  • Validität im Interview: Grad der Genauigkeit mit der ein Messinstrument das geforderte merkmal tatsächlich misst. Misst er was er messen soll? Augenscheinvalidität!: Bedeutung die Befragter einer Frage zu schreibt (Art wie ers versteht), wie transparent ist die Frage. Inhaltsvalidität: Die Frage repräsentiert den geforderten Fragengegenstand. Voraussetzung: Transparenz. Schätzung durch Experten Kriteriumsvalidität: Korrelation zwischen Testwert und Kriterium: Konkurrent Validität/Übereinstimmungsvalidität wenn Interviewaussage mit gleichzeitig vorliegendem Kriterium übereinstimmt oder Prädikative Validität/Vorhersagevalidität, wenn Interviewaussage mit zukünftigen Merkmalen korreliert. Inkrementelle Validität: Zuwachs der Varianzaufklärung in einem Kriterium, der durch Einsatz eines zusätzlichen Verfahrens resultiert. Konstruktvalidität: Übereinstimmung zwischen Testscore und nomologischem Netzwerk: konvergent und divergent  
  • Validitätsarten für qualitative Verfahren: Bei weniger standardisierten Interviews nicht anwendbar: Kommunikative Validierung: auch konsensuelle oder dialogische Validierung. Befragter soll anhand der Interviewer-Interpretation die Übereinstimmung der Aussagen über Verhalten mit dem tatsächlichen Verhalten bestimmen. Können sich die Personen auf den Bedeutungsgehalt einigen? Handlungsvalidierung: Vergleichbar mit kongruenter Validität. Übereinstimmung der Aussagen über Verhalten mit dem tatsächlichen Verhalten. Zusammenhang zwischen Rekonstruktion subjektiver Erfahrungen und beobachtbarem Verhalten.
  • Gütekriterien bei standardisierten Interviews: SKID-I: DSM IV wird zur Klassifikation klinisch relevanter Störungsbilder eingesetzt. Beurteilerübereinstimmung: abhängig von der Diagnose Persönlichkeitsstörungen:  .70-.80 Achse-I: <.70 kam in 17% der Fälle vor (auf die gering präzise Operationalisierung der Störungen im DSM zurückzuführen) Restest-Reliabilität: mittlerer Kappa-Koeffizient von .61 bei Patienten und  .37 bei Nicht-Patienten
  • Bewertung der Validität von eignungsdiagnostischen Interviews nach Alemanne und Schmidt-Atzert: Validität kann nicht mit Vaidierung an subjektiven Kriterien erklärt werden. Zusammenhang mit objektiven Kriterien ist mindestens genauso hoch wie mit subjektiven Kriterien des Berufserfolgs. Strukturierte Interviews sind unstrukturierten überlegen Validitäten fallen bei Beteilung mehrere Interviewer geringer aus Verhaltensbeschreibende Interviews sind situativen Interviews überlegen. Fragen zu hypothetischen Situationen sind Fragen zu zurückliegendem realen Verhalten unterlegen
  • Quantitative Einschätzung von Antworten bei Interviews: Geforderte Kompetenzen können mit verbalen Ankern eingesetzt werden: idealerweise mit Beispielen Weit unter den Anforderungen Knapp unter den Anforderungen Entspricht den Anforderungen Knapp über den Anforderungen Weit über den Anforderungen SKID-II: Beispiel für quantitative Einschätzung =Kritierium für PS nicht erfüllt = Kriterium für PS erfüllt = Kriterium sich vorganden und Kriteriumsgemäß ausgeprägt ?= Info nicht ausreichend.
  • Inhaltliche Zusammenfassung von Antworten bei Interviews; 3 Schritte der Thematischen Zusammenfassung (Fisseni): Identifikation: Aufzeichnung durchgehen und relevante Themenbereiche identifizieren Übertragung: Aussagen zu relevanten Themenbereichen auf jeweils separate Blätter übertragen Verarbeitung: Textausschnitte zu einem fortlaufenden Text verarbeiten Sprachlich: Konjunktiv ansonsten Indikativ bei unstrittigen Fragen (Alter), Zu Beginn kennzeichnen des Verhaltens. Für die Gliederung biografisches chronologisch, alles andere thematisch. Zitate sparsam verwenden. Eine Interpretation der Exploration ist ein zusätzlicher Auswertungsschritt: erscheint als Zusammenfassung am Schluss
  • Definition und Voraussetzungen für eine Inhaltsanalyse beim Interview: Systematik und Intersubjektivität: Systematische Überprüfung der einzelnen Textteile, ob und wie sie sich zu Bedeutungskategorien zuordnen lassen. Beschreibung des Bedeutungsinhalts. !!
  • Ablauf einer Inhaltsanalyse im Interview: 1. Festlegung der Auswahl- und Analyseeinheiten: Auswahleinheiten:  Textteile die in die Analyse einbezogen werden Analyseeinheiten: Welche formalen (Auswahl nach grammatikalisch/synaktisch definierten Einheiten) & inhaltlichen  (Auswahl nach thematischen Gesichtspunkten) analysiert werden sollen. Beginnt meist mit einem Thema und Endet mit dem Abschluss des Themas. 2. Kategorienexplikation: (schwierigste Phase): Sie führt zur Erstellung eines Kategoriesystems bzw. Kodierleitfadens mit dem der Text aufbereitet werden kann. Jeder Textbestandteil, der relevant ist wird einer Kategorie zugeteilt. Die Explikation kann theoriegeleitet (Konstrukte werden aus vorliegenden Theorien abgeleitet/verwendet) oder materialgeleitet (Extraktion von Kategorien aus dem vorliegenden Text) durchgeführt werden. Meist ist eine Kombination die Regel. Wichtig ist es exakt zu definieren, was in welche Kategorie gehört. Oft überschneiden sich Kategorien, dafür sind Abgrenzungsregeln wichtig mit positiven und negativen Ankerbeispielen.
  • Transkription ist aufwändig weil, Fast das dreifache an Zeit dafür draufgeht als ein Text der gleich in schriftlicher Form ist. Spracherkennungssoftware ist noch zu unausgereift.
  • Kategoriesystem muss Kriterien genügen Erschöpfend: Alle relevanten Textteile sind Kategorien zugeordnet worden. Eine Restkategorie 5-10% deckt Rest ab. Saturiert: Alle Kategorien sind durch Texteinheiten ausgefüllt. Disjunkt: Zuordnung von Textteilen nur zu einer Kategorie nicht zu mehreren.
  • Ermittlung der Kodierübereinstimmung um Kriterium der Intersubjektivität einlösen zu können: Kodierübereinstimmung quantifiziert das Ausmaß in dem 2 oder mehr Kodierer dieselben Textzuordnungen erzielen, wenn sie ein Kategoriesystem anwenden.Da es zu aufwändig ist das komplette Material zu prüfen, begnügt man sich mit 10-15%. Zur Quantifizierung der Übereinstimmung verwendet man den Kappa-Koeffizient: Berücksichtigung der Anzahl der zufällig zu erwartenden Übereinstimmung zwischen Kodierern. Dabei wird die tatsächlich erzielte Übereinstimmung von  der Rate-Übereinstimmung bereinigt: κ=(p-pe)/(1-pe) mit p=Summe der relativen Häufigkeiten in der Diagonalen und pe=Summe der additiv verknüpften Produkte der Randsummen Ein Kappa-Koeffizient größer .70 ist eine gute Kodiererübereinstimmung
  • Quantitative Textanalyse PC-Programm: Linguistic Inquiry and Word Count von Penebaker. Zählen der Häufigkeiten einzelner Wörter und Zuordnung zu vorraffinierten Kategorien. Der Linguistische Stil spiegelt psychologische Prozesse und Merkmale wieder.
  • Wissenschaftliche Verhaltensbeobachtung sollte so sein: Kontrolliert und Systematisiert: Systematisch Anwendung kontrollierter und kontrollierbarer Methoden. Gütekriterien: daran lässt sich die Qualität bestimmen Quantitativ-statistisch: weiterführende Analyse der protokollierten Verhaltensdaten Selektiv: Begrenztheit der menschlichen Auffassungsfähigkeit vs. Interesse an begrenzten Aspekten des wahrnehmbaren Verhaltens.
  • Definition Verhalten Jede-der direkten Fremd/Beobachtung zugängliche-Änderung des Zustandes einer Person. Auch Erleben oder Erröten und Sprache!
  • Beobachtung Definition Weit: Beobachtung jeglicher Resultate menschlichen Verhaltens. Eng: Beobachtung von visuell-akustisch wahrnehmbaren Verhaltens.
  • Unterschied zwischen Wissenschaftlicher Beobachtung und einer Alltagsbeobachtung: Wissenschaftliche Beobachtungen sind methodisch kontrolliert und systematisiert, sie müssen Gütekriterien genügen und sind mit einer weiterführenden quantitativ-statistischen Analyse verbunden. Zielgerichtet und Systematisch ist auch die Alltagsbeobachtung
  • Verhaltensstrom: Geht auf Lewin zurück und lässt sich analog zum stream of conscousness auffasses (James). ist nicht räumlich stationär. über die Zeit kontinuierlich ohne Pausen. Kann im Wechsel der Verhaltensinhalte und beteiligten Verhaltenssystem hochgradig multivariat sein. Variabilität des Verhaltensstroms wird durch physische und soziale Umgebungsbedingungen beeinflußt.
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  • Arten der Verhaltensbeobachtung: Unsystematisch/Frei: Feld, Erkundung eines unbekannten Forschungsfeldes. Notwendig um Beobachtungseinheiten zu identifizieren. Systematisch/Strukturiert: Kontrolliert, Labor, Überprüfung von Hypothesen Aktiv teilnehmend: Forscher nimmt direkt teil an der Situation. Passiv teilnehmend: Forscher ist sichtbar nimmt aber nicht teil und ist neutral Nicht-teilnehmend: Forscher ist nicht sichtbar und nicht nicht teil. Vermittelte Beobachtung: Beobachtung des Verhaltens auf Basis von Aufzeichnungen zB Video. Unvermittelte Beobachtung: Direkte zeitgleiche Beobachtung des Verhaltens.
  • Methoden zur systematischen Beobachtung von Verhalten: Isomorphe Deskription: Möglichst detaillierte und vollständige Beschreibung des wahrnehmbaren Verhaltens. Entscheidend ist die theoretische und empirische weiterverarbeitung des isomorphen Ausgangsmaterials. Beispiel: Lebensfilm Reduktive Deskription: Beschränkung auf Verhaltensbeschreibung/-Registrierung bestimmter Beobachtungseinheiten. Zeichen-/Indexsystem: gebildet aus mehrere Beobachtungseinheiten. Es können innerhalb der Beobachtungseinheit mehrere Verhaltensweisen auftreten, die mittels Zeichensystem definiert sind. Kategoriesystem: Jede Verhaltensweise wird innerhalb einer Verhaltensstichprobe einer Beobachtungseinheit zugeordnet. Reduktive Einschätzung: Verhaltensbeurteilungen, die sich von Verhaltensbeobachtungen abgrenzen lassen, je mehr subjektive Wertungen/Interpretationen in Beurteilung eingehen.
  • Wann Beobachtung statt Fragebogen. Beispiele Zsmhang von Redeangst Mobbing an Schulen Ärger und Fahrtüchtigkeit
  • Ausgangspunkt jeder Beobachtung Verhaltensstrom
  • Möglichkeiten der Segmentierung eines Verhaltensstroms? Inhaltlich: Definition der zu registrierenden Einheiten in Abhängigkeit vom Ziel der Beobachtung. Zeitlich: Festlegung des Zeitraums in dem die definierten Einheiten registriert werden sollen. Anzahl der Objekte: Verhaltensweisen einzelner Personen, Interaktionen zwischen 2 Personen/Kleingruppen, Verhalten größerer Menschenmenger
  • Arten inhaltlicher Segmentierung: Morphologisch: Aus dem Verhaltensstrom werden Einheiten nach dem Verhalten beteiligter Körperabschnitte/Muskelgruppen definiert. Facial Action Coding System. Semantisch: Abgrenzung von Beobachtungseinheiten nach zeitlich zugeschriebener sozialer Bedeutung (Bales) Verhaltenspsychologisch: Abgrenzung von Beobachtungseinheiten vor dem Hintergrund eines lerntheoretisch fundierten funktionalen Bedingungsmodells. (Mutter ist zärtlich zu Sohn, Tochter simuliert, Mutter ist zärtlich zu Tochter) Differentiell-psychologisch: Fokussierung auf Verhaltensweisen, die theoretisch Persönlichkeitsmerkmale indizieren sollen. (Lächeln)
  • Arten zeitlicher Segmentierung: Ereignisstichprobenplan: Verhalten wird innerhalb des Beobachtungszeitraums immer dann beobachtet und protokolliert wenn es auftritt (event sampling). Ambulatorisches Assesment ist empfehlenswert. Bei kurzem, selten auftretendem Verhalten sinnvoll. Zeitstichprobenplan: Beobachtung und Protokollierung des Verhaltens zu bestimmten Zeitpunkten (Protokolltermine) bzw. innerhalb kurzer Zeitintervalle (Beobachtungsfenster) (time sampling)
  • Regeln zur Konstruktion von Beobachtungseinheiten: Konkret, eindeutig, verhaltensnah: Je konkreter, eindeutiger und verhaltensnäher eine Beobachtungseinheit formuliert ist, desto besser kann sie angewendet werden und umso wahrscheinlicher wird eine hohe Beobachter-Übereinstimmung erzielt. Disjunkt: Beobachtungseinheiten sollen disjunkt-voneinander abgrenzbar und sicht wechselseitig ausschließend sein. Vollständige Abbildung: Relevante Verhaltensweisen sollen im Beobachtungssystem vollständig abgebildet sein.  Für Kategoriesysteme zwingend notwendig -->Restkategorie ist sinnvoll. Klassifikation und Hierarchisierung: Zur Erleichterung der Auswertung und praktische Anwendbarkeit ist eine Klassifizierung und Hierarchisierung sinnvoll. Grenzwerte: Menschliche Infoverarbeitung ist begrenzt. Art der Quantifizierung: Welche Auftretensformen soll registriert werden? Besonders gut registrierbar: Häufigkeit und Dauer; Schlecht registrierbar: Intensität. Beobachtung vs Bewertung: Registrierung der Verhaltensindikatoren sollte von der anschließenden Bewertung getrennt sein. Praktische Umsetzung: Beobachtungssystem muss in der Entwicklungsphase mehrmals erprobt werden und auf Praxistauglichkeit überprüft werden.
  • Indikatoren für Redeangst-17 Verhaltensweisen in 4 Kategorien: Rigidität: Gespannte Gesichtsmuskeln, Bewegungslosigkeit Inhibition: Monotone Stimme, geringe Lautstärke Disfluenz: Sprechblockaden Agiertheit: Zappeige Bewegungen, fehlender Blickkontakt
  • Vor und Nachteile von Videos: Vorteile: Beliebig oft wiederholbare Wiedergabe und detaillierte Analyse ist möglich. !! Nachteile: Perspektivenwechsel nur mit Verzögerung möglich; Selektivität und Interpretation eines aufgezeichneten Phänomens wird beeinflusst durch Kamerastandpunkt. Brennweite und andere Variablen; Video ist selegierte, konstruierte und interpretierte Wirklichkeit.
  • Was ist Interact: Software zur computergestützten Registrierung von Verhaltensdaten/Berechnung von Beobachterübereinstimmung/ Durchführung von Sequenzanalysen.
  • Videofeedback: Basis: Technisch vermittelte Selbstbeobachtung in Form einer Selbstkonfrontation. Cave: Nicht-intendierte/negativ Effekte, wenn der Klient große Diskrepanz zwischen realem Videobild und erwartetem Idealbild feststellt. -->Vermeiden einer Konfrontation mit ausschließlich negativen Verhaltensweisen, ohne Kommentar
  • Fehlerquellen nach Greve und Ventura: Beobachter Beobachtungssystem Bedingungen des Beobachtungssystems Interaktion zwischen Beobachter und Beobachtetem
  • Systematik möglicher Fehlerquellen bei Beobachtung: Störende Randbedingungen und Übermittlungsprobleme zwischen Beobachtungsgegenstand und Beobachter. Reaktivität der Beobachtungs-/Untersuchungssituation vom Beobachter auf den Beobachtungsgegenstand. Probleme des Beobachtungssystems vom Beobachter auf das Beobachtungsprotokoll
  • Beobachtungsfehler !!!! Konsistenzeffekt Observer Drift Zentrale Tendenz Milde-/Härtefehler Primacy-Recency-Effekt Begrenzte Kapazität
  • Konsistenzeffekt Halo-Effekt: Tendenz: in der Beurteilung konsistent/widerspruchsfrei zu bleiben Beurteilung mehrerer Merkmale von einem globalen Pauschalurteil abhängig zu machen einzelne Urteile in Abhängigkeit von einem hervorstechenden Merkmal zu treffen ein Objekt bezüglich vieler Merkmale gleich einzustufen/ Unfähigkeit unterschiedliche Ausprägungen verschiedener Merkmale zu beachten Versäumnis zwischen konzeptuell unterschiedlichen und potentiell unterschiedlichen Merkmalen zu differenzieren.
  • Observer Drift Allmähliche Veränderung des Standards eines Beobachters. Gegenmaßnahme: Ankerbeispiele zu Beginn jeder Beobachtungssitzung/immer wieder Beispiele abspielen (sofern Video vorhanden)
  • Zentrale Tendenz Merkmale werden alle im mittlkeren Skalenbereich eingestuft. Gegenmaßnahme: Abstufung einer Skala veranschaulichen.
  • Milde-/Härtefehler: Leniency-Severity-Fehler Systematische Fehleinschätzung. Zu Positiv/negativ
  • Primacy-/Recency Effekt Unteilsverzerrung, die mit sequentieller Position der zu beurteilenden Objekte zusammenhängen. Primacy: Eindruck der sich zu Beginn bildet Recency: Eindruck der sich zum Ende bildet. Gegenmaßnahme: Wiederholte Beobachtung mit besonderer Beachtung auf Mittelteil