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psychiatrie (Subject) / allgemein (Lesson)

allgemein

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  • Verordnungsprinzipien AD Auswahl nach Nebenwirkungsprofil (eher Sedierung oder Antriebssteigerung erwünscht?) langsam ein und ausschleichen (über Wochen, sonst Absetzphänomene = vegetative Störungen wie Schwitzen, Unruhe, Schlafstörungen, Übelkeit)
  • Einteilung Antidepressiva? Klassische AD tri- und tetrazyklische AD MAO-Hemmer a) nicht-selektive irreversible MAO-Hemmer (MAO A und B)b) selektive, reversible MAO-A-Hemmer Neuere AD SSRI SNRI SSNRI alpha2-Antagonisten dual serotonerge AD Melatoninanalogon Substanzen mit anderem Wirkmechanismus pflanzliche Präparate
  • Beispiele trizyklische AD Amitryptilin (Saroten) Imipramin (Tofranil) Clomipramin (Anafranil) Doxepin (Aponal)
  • Wirkmechanismus tri- und tetrazyklische AD Wiederaufnahmehemmung von Noradrenalin, Serotonin, (gering Dopamin)
  • Beispiel tetrazyklische AD Maprotilin (Ludiomil)
  • Beispiel nicht-selektive, irreversible MAO-Hemmer (MAO A und B) Tranylcypramin (Iatrosom)
  • Beispiel selektive, reversible MAO-A-Hemmer Moclobemid (Aurorix)
  • Wirkmechanismus MAO-Hemmer Hemmung des Noradrenalin-, Serotonin- und Dopaminabbaus
  • Beispiele SSRI Citalopram (Cipramil) Escitalopram (Cipralex) Fluoxetin (Fluctin) Fluvoxamin (Fevarin) Paroxetin (Seroxat) Sertralin (Zoloft)
  • Beispiel SNRI Reboxetin (Edronax)
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  • Beispiele SSNRI Venlafaxin (Trevilor) Duloxetin (Cymbalta)
  • Beispiele alpha2-Antagonisten Mianserin (Tolvin) Mirtazapin (Remergil)
  • Wirkmechanismus alpha2-Antagonisten Erhöhung der Noradrenalin- und Serotoninkonzentration durch Hemmung präsynaptischer alpha2-(Auto-)Rezeptoren (=> Hemmung der Hemmung der Freisetzung)
  • Beispiel dual serotonerge AD Trazodon (Thombran)
  • Wirkmechanismus dual serotonerge AD präsynaptisch wie SSRI und postsynaptisch 5-HT2-Blockade (Reduktion der unerwünschten serotonergen Wirkungen)
  • Beispiel Melatoninanalogon Agomelatin (Valdoxan)
  • Wirkmechanismus Agomelatin (Valdoxan) a) Melatoninrezeptoragonist (MT1 und MT2) => Resynchronisierung des zirkadianen Rhythmusb) Serotonin-(5-HT2c)-Rezeptorantagonist
  • Beispiele AD Substanzen mit anderem Wirkmechanismus Bupropion (Elontril), Trimipramin (Stangyl)
  • Wirkmechanismus Bupropion (Elontril) Wiederaufnahmehemmung von Dopamin und Norardrenalin („SDNRI“)  
  • Wirkmechanismus Trimipramin (Stangyl) u.a. antidopaminerge Wirkung
  • Beispiel AD pflanzliche Präparate, Wirkmechanismus Johanniskraut (Hyperforat), SSNRI?
  • Routineuntersuchungen unter Antidepressiva vorher: Labor (BB, Kreatinin, Leberenzyme, Natrium) EKG EEG RR, Puls dann Kontrollen: TZA > als andere erste 3-6 Monate > danach BB > Natrium, Leberenzyme > RR, Puls > Kreatinin, EKG > EEG höchste Frequenz: TZA erste 2 Monate BB 14 tgl geringste Frequenz: EEG gar nicht bei anderen AD bei Fieber: häufiger BB bei Herz-/Kreislaufpatienten: häufiger EKG Mianserin: erste Monate wöchentlich BB Agomelatin: Leberenzyme nach 0, 6, 12, 24 Wochen
  • Besonderheit Clomipramin überwirkend serotonerg wirksam, deshalb besonders geeignet zur Behandlung von Zwangsstörungen
  • welche AD bei agitierten Depressionen und Schlafstörungen z.B. Amitryptilin, Doxepin
  • welche Medis nicht bei bipolarer depressiver Episode? warum? TZA wg. SWITCH-Risiko (Übergang in Manie), besser SSRI
  • NW TZA: anticholinerg antihistaminerg (H1) antiadrenerg (alpha1) allergische Reaktionen Leukopenie, Erhöhung Transaminasen (passager) seltene, schwere NW: Herzrhythmusstörungen (=> Intoxikationen letal) Krampfanfälle anticholinerges Delir
  • KI TZA: Prostatahyperplasie Engwinkelglaukom Pylorusstenose Thromboseneigung Intoxikationen schwere kardiale oder hepatische Vorschädigung und Rhythmusstörungen
  • antihistaminerge (H1) NW (z.B. TZA) Sedierung, Gewichtszunahme
  • antiadrenerge (alpha1) NW (z.B. TZA) Hypotonus (evtl. Dihydroergotamin geben) reflektorische Tachykardie orthostatische Probleme  
  • Symptome anticholinerges Delir peripher: trockene Haut hohes Fieber Mydriasis tachykarde Herzrhythmusstörungen psychopathologisch: Bewusstseinsstörungen Verwirrtheit Desorientiertheit Halluzinationen Agitiertheit neurologisch: Dysarthrie Ataxie
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  • Stärke der MAO-Hemmer Therapieresistente Depression (irreversible) atypische Depression (reversible und irreversible)
  • NW MAO-Hemmer Besonders bei nicht-selektiven, irreversiblen initial Unruhe, Agitiertheit, Schlaflosigkeit Tremor orthostatische Probleme, Schwindel, Palpitationen
  • Gefahr irreversibler MAO-Hemmer Erst nach 14 Tagen wieder MAO aktiv=> Tyraminhaltige Diät=> Kombi mit anderen AD führt zu serotonergem Syndrom=> Karenz von 2 Wochen vor Umstellung bzw. 5 Halbwertzeiten nach anderem AD, bei Fluoxetin 5 Wochen!!
  • Tyraminfreie Diät bei irreversiblen MAO-Hemmern Rotwein Schokolade Käse Fischkonserven Sauerkraut konservierte Lebensmittel
  • Extreme Aminwirkung tyraminhaltiger Lebensmittel: Hypertensive Krisen Hyperpyrexie Krämpfe Koma
  • KI irreversible MAO-Hemmer Schwere Hypertonie Thyreotoxikose Phäochromozytom Akute Intoxikationen Leber- und Nierenschädigungen suizidale und ängstlich-agitierte Patienten Medis: SSRI, Clomipramin, Venlafaxin, Triptane (Migränebehandlung)
  • NW SSRI initial Übelkeit Erbrechen Diarrhoe Unruhe Schlafstörungen Erhöhung des Suizidrisikos (Benzos!) später sexuelle Funktionsstörungen Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (Hyponatriämie, verminderte Serumosmolalität, hochkonzentrierter (hypertoner) Harn
  • Symptome beim Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SI-ADH) Übelkeit, Erbrechen, Appetitmangel Lethargie, vermehrte Reizbarkeit Kopfschmerzen, Krampfanfälle, Koma
  • Therapie SI-ADH (Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion) sofort Absetzen des SSRI, sonst lebensbedrohlicher Zustand
  • KI SSRI Kombination mit irreversiblen MAO-Hemmern (Gefahr serotonerges Syndrom)
  • Ätiologie Serotonerges Syndrom: Kombi mehrerer serotonerger Substanzen (insbes. Irreversible MAO-Hemmer)
  • Symptome Serotonerges Syndrom: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe Herzrhythmusstörungen Fieber Tremor Krampfanfälle Desorientiertheit bis zum Delir Koma Multiorganversagen
  • Therapie Serotonerges Syndrom: auslösende Medis sofort absetzen Benzodiazepine Serotoninantagonisten (Cyproheptadin)
  • Welche Antidepressiva mit überwiegend oder reiner noradrenerger Wirkungsweise kennen Sie? Reboxetin (Edronax) (SNRI) [Desipramin (Pertofran) (TZA)] nicht mehr auf dem Markt
  • Was ist bei älteren Patienten beim Einsatz von Antidepressiva zu beachten? oft reicht schon ein Drittel der Dosis
  • Einteilung der Antidepressiva nach dem Kielholz-Schema Stoffe vom Amitriptylin-Typ wirken eher beruhigend (dämpfend) und sind besonders zur Behandlung der agitiert-ängstlichen Depression geeignet Stoffe vom Imipramin-Typ sind antriebsneutral und wirken vor allem stimmungsaufhellend, sie können sowohl zur Behandlung des agitiert-ängstlichen als auch des gehemmt-depressiven Depressionstypus eingesetzt werden Stoffe vom Desipramin-Typ wirken eher wachmachend bzw. antriebssteigernd, sie sind besonders zur Behandlung der gehemmt-depressiven Depression geeignet.
  • NW SNRI Mundtrockenheit Obstipation, Miktionsschwierigkeiten Schwitzen Unruhe Schlafstörungen
  • was sind duale Antidepressiva haben doppelten Wirkmechanismus: SSNRI: Duloxetin und Venlafaxin (erst bei höherer Dosierung SNRI-Effekt) dual serotonerg: Trazodon (präsynaptisch SSRI, postsynaptisch Blockade 5-HT2 => reduziert unerwünschte NW)
  • Indikation SSNRI Depression und Angststörung
  • Indikation Duloxetin Depression Angststörung diabetische Polyneuropathie Belastungsinkontinenz