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psychiatrie (Subject) / allgemein (Lesson)
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- Funktion der VT bei Schizophrenie Bearbeitung dysfunktionaler Kommunikations- und Problemlösemuster sowie ungünstiger Interaktionsstile => Verbesserung des Familienklimas
- was bedeutet High-Expressed-Emotions (HEE) dass die Familienangehörigen gegenüber dem Patienten übermäßig häufig Kritik äußern, Feindseligkeiten zeigen oder von einem emotionalen Überengagement gekennzeichnet sind
- Einteilung der Schizophrenien (ICD10) Paranoide Schizophrenie (F20.0) Hebephrenie (F20.1) Katatone Schizophrenie (F20.2) Undifferenzierte Schizophrenie (F20.3) Postschizophrene Depression (F20.4) Schizophrener Residualzustand (F20.5) Schizophrenia simplex (F20.6) Sonstige Schizophrenie (F20.8)
- Einteilung Schizoaffektive Störungen (ICD 10) Schizomanie (F25.0) Schizodepression (F25.1) Gemischte Schizoaffektive Störung (F25.2)
- Dauer der Rückfallprophylaxe bei Schizophrenie? Ersterkrankung: mind. 1-2 Jahre Wiederholt Erkrankte: mind. 5 Jahre Besonders schwere Fälle: Dauerprophylaxe
- Epidemiologie unipolare Depression Lebenszeitprävalenz 15% Frauen doppelt so häufig wie Männer Erkrankungsgipfel 4. Lebensjahrzehnt
- Mögliche Ursachen/Auslöser für Depressionen Genetische Komponente (Variation der Promoterregion des Serotonin-Transportergens) Monoamindysbalance-Hypothese (Noradrenalin oder Serotonin) Cholinerg-noradrenerge Imbalance-Hypothese Dopamin- und alpha2-Rezeptoren spielen auch eine Rolle Erhöhte ACTH und Kortisolsekretion Psychosoziale Faktoren Kindheitstraumata
- Mögliche Ursachen/Auslöser für Depressionen Genetische FaktorenStörung der NeurotransmissionDysregulation der Hypathalamus-Hypophysen-NebennierenachsePsychosoziale FaktorenVerstärkerverlustLernpsychologische FaktorenTiefenpsychologische Theorien
- Einteilung der Depressionen nach ICD 10 und „historische“ Einteilung heute: nach Schweregrad und Verlauf rezidivierend (ab dem 2. Mal) unipolar/bipolar früher: nach Ätiologie: endogen reaktiv (heute Anpassungsstörung) neurotisch (psychogen)
- Mögliche Ursachen/Auslöser für Depressionen Genetische FaktorenStörung der NeurotransmissionDysregulation der Hypathalamus-Hypophysen-NebennierenachsePsychosoziale FaktorenVerstärkerverlustLernpsychologische FaktorenTiefenpsychologische Theorien
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- Depression: Genetische Faktoren Polygenetisch Variation der Promoterregion des Serotonin-Transportergens
- Depression: Störung der Neurotransmission Monoamindysbalance-Hypothese (rel. Noradrenalin oder Serotoninmangel) Cholinerg-noradrenerge Imbalance-Hypothese (cholinerg überwiegt) Dopamin und alpha2 Rezeptoren (Blockade führt zur Besserung)
- Depression: Dysregulation der Hypathalamus-Hypophysen-Nebennierenachse Wie bei chronischem Stress erhöhte ACTH und Kortisolsekretion bei verminderter Supprimierbarkeit der Kortisolproduktion im Dexamethason-Hemmtest und verminderter ACTH-Sekretion nach CRF-Gabe
- Definition Dysthymie bzw. Zyklothymie Im Gegensatz zu depressiver bzw. manischer Episode.leichterer Schweregrad aber längere Dauer (mind. 2 Jahre)
- Def. rapid cycling? mind. 4 Phasen pro Jahr (jeweils 4 depressive und manische?!)
- was ist "Double Depression"? einzelne Episoden aus einer Dysthymie heraus
- Depression: Behaviorales Modell von Lewinsohn Verlust von positiven Verstärkern z.B. durch wichtige KontaktpersonPatient reduziert die Verhaltensweisen, die zum Erreichen von Verstärkern dienen könnten
- Depression: Modell von Seligman Erlernte Hilflosigkeit (Hundeexperiment) Pat. haben gelernt, dass sie Situationen hilflos ausgesetzt sind und nicht ändern bzw. kontrollieren können Übertragung (Verallgemeinerung) auf fast alle Lebenssituationen
- Depression: kognitives Modell von Beck 3 typische Denkmuster (kognitive Triade): Negative Sicht 1. ihrer selbst (Selbstbild) 2. anderer 3. der Zukunft aus Lebensgeschichte (Kränkung, Verlust) begründet durch aktuelle Stresssituationen aktiviert
- Depression: Tiefenpsychologische Theorien Folge früher negativer Erfahrungen (Trennungs- und Verlusterlebnisse, Abhängigkeiten in frühen Objektbeziehungen), die Menschen geprägt haben werden in aktuellen Krisen wiedererlebt. Auf Verlusterlebnisse reagieren sie dann sozusagen mit Selbstaggression. Über-Ich so stark ausgeprägt, dass sie ihm nicht entsprechen können
- was ist der Typus Melancholicus von Tellenbach beschrieben: Menschen mit ausgeprägter Gewissenhaftigkeit, Ordentlichkeit, Leistungsbetonung sind vulnerabel für endogene Depressionen
- Depression: ICD Leitsymptome -Depressive Stimmung -Interessenverlust und/oder Freudlosigkeit -Verminderter Antrieb mit gesteigerter Ermüdbarkeit
- Depression: ICD weitere Symptome -verminderte Denk-, Konzentrations- oder Entscheidungsfähigkeit -Verlust des Selbstvertrauens oder des Selbstwertgefühls -Selbstvorwürfe oder Schuldgefühle, Gefühl der Wertlosigkeit -Suizidgedanken bis hin zu suizidalem Verhalten -psychomotorische Unruhe oder Verlangsamung -Appetitverlust oder gesteigerter Appetit (mit entsprechenden Gewichtsveränderungen -Schlafstörungen
- ICD 10 Diagnosekriterien für depressive Episoden (F32) Symptome müssen mind. 2 Wochen andauern und fast täglich die meiste Zeit des Tages bestehen leichte depressive Episode (F32.0) 2 Leit- und 2 weitere Symptome mittlere depressive Episode (F32.1) 2 Leit- und 3-4 weitere Symptome schwere depressive Episode (F32.2) alle 3 Leit- und mind. 4 weitere Symptome Vorhandensein psychotischer Symptome bei schwerer Depression (typisch synthymer Wahn: Schuldwahn, Verarmungswahn, hypochondrischer Wahn, nihilistischer Wahn (=tot sein), selten Halluzinationen) (F32.3)
- Antriebshemmung vs. Antriebsminderung Bei Antriebshemmung kann der Antrieb auch durch maximale Willensanstrengung nicht gesteigert werden Antriebshemmung und Hypokinese können sich bis zu Mutismus und depressivem Stupor steigern
- was ist depressiver Stupor? psychiatrischer Notfall, der sofortiger therapeutischer Intervention bedarf =bei vollständig erhaltenem Bewusstsein deutlich eingeschränkte Reizaufnahme und Reaktion in Kombination mit einer relativen Bewegungslosigkeit
- wie heißt somatisches Syndrom im DSM IV? melancholische Depression
- weitere somatische und vegetative Symptome bei Depression (nicht in ICD10-Kriterien aufgezählt) Libidoverlust Verstärktes Schmerzempfinden Kopfschmerzen Schwindel Ohrgeräusche Übelkeit Obstipation Muskelkrämpfe
- weitere somatische und vegetative Symptome bei Depression (nicht in ICD10-Kriterien aufgezählt) Verstärktes Schmerzempfinden Kopfschmerzen Schwindel, Ohrgeräusche, Übelkeit Libidoverlust Obstipation Muskelkrämpfe
- ICD 10 Diagnosekriterien „Somatische Symptome“ (Unterdiagnose depressiver Episode) mind. 4 Symptome des somatischen Syndroms (geht auf Konzept der endogenen Depression zurück): -Interesseverlust -fehlende Auslenkbarkeit durch freudige Ereignisse (=fehlende Schwingungsfähigkeit) -Früherwachen -Tagesschwankungen (Morgentief) -Appetit- und Gewichtsverlust -Libidoverlust -Hemmung (Denkhemmung oder Antriebshemmung) oder Agitiertheit
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- Depression und Arbeitsfähigkeit leichte depressive Episode evtl. noch arbeitsfähig mittelschwere depressive Episode in der Regel nicht arbeitsfähig schwere depressive Episode bedürfen kontinuierliche Betreuung
- Organische Ursachen von Depressionen Körperliche Ursachen zerebral (z.B. Chorea, Epilepsie, Hirntumor, Alzheimer, Parkinson, MS) endokrinologisch (Hypo-/Hyperthyreose, Hypo-/Hyperparathyreoidismus, M. Addison, M. Cushing, Diabetes) kardiologisch (essentielle Hypertonie, Z.n. Bypass oder Myokardinfarkt) gastroenterologisch (entzündliche Darmerkrankungen, M. Whipple, Pankreatitis) metabolisch (Leberinsuffizienz, M. Wilson, Porphyrie, Urämie, Vit. B12- oder Folsäuremangel) immunologisch (Lupus, Panarteritis nodosa, rheumatoide Arthritis) Infektionskrankheiten (AIDS, Borreliose, Influenza, Lues, TBC, Toxoplasmose, Viruspneumonie) Karzinome (Panchreas-, Bronchial-, Ovarial-Ca) Pharmakologische Ursachen Antihypertensiva (Betablocker, Clonidin, Reserpin) Kardiaka (Digitalis, Propanolol) Steroidhormone (Gestagene, Glucocorticoide) Antibiotika (Tetrazykline) Zytostatika (Interferon) Psychopharmaka (Antipsychotika, Benzodiazepine (auch bei Entzug)) Alkohol und Drogen (auch bei Alkohol-, Koffein- und Nikotinentzug)
- Behandlung von Depressionen. Wann medikamentös? Auf jeden Fall bei schwerer Depression, andere evtl. nur PT
- Depression: Welche Therapiephasen? Akuttherapie Erhaltungstherapie: 4-9 Monate zur Rückfallprophylaxe Langzeittherapie: mind. 2 Jahre bis lebenslang zur Rezidivprophylaxe; bei 2 oder mehr depressiven Episoden innerhalb der letzten 5 Jahre; evtl. auch Lithium statt AD
- Vorteil SSRI gegenüber Trizyklika Besser verträglich: anticholinergen NW fehlen keine Beeinträchtigung der kognitiven Funktionen fehlende Kardiotoxizität (=> Suizidgefahr geringer)
- Augmentation Zugabe eines Medikaments aus einer anderen Substanzklasse
- Depression: ab wann Therapieresistenz? Was tun? spätestens nach 3 Wochen völliger Wirkungslosigkeit -evtl. vorher Spiegel bestimmen -Dosis erhöhen (nur wenn Dosiswirkungszusammenhang, z.B. Venlafaxin) -Medikament wechseln (mit anderem Wirkmechanismus) (-Zugabe eines anderen AD kaum Evidenz) -Augmentation (Lithium, NL der 2. Generation, evtl. Schilddrüsen- oder Sexualhormone, Antiepileptika)
- Stichworte tiefenpsychologisch fundierte Therapie bei Depression Lebensgeschichte aktuelle Konflikte Erlebnisse der frühen Kindheit und Jugend unbewusste Konflikte Techniken: Deutung, Übertragung, Gegenübertragung
- Stichworte: kognitive VT bei Depression kognitive Triade (Beck) aufdecken, Technik: sokratischer Dialog Wiederaufbau von Aktivitäten Depressionstagebücher Training sozialer Kompetenz, Technik: Rollenspiele Vermittlung von Problemlösestrategien gegen Hilflosigkeit Ressourcenorientierung: statt Defizite Stärken herausheben Entspannungsverfahren
- Psychotherapiemethoden Depression tiefenpsychologisch fundierte PT kognitive VT Interpersonelle Psychotherapie (IPT) (Schwerpunkt Interaktionen mit anderen Menschen) Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapie (CBASP) Mischung aus allen Therapierichtungen, für chronisch Depressive gedacht
- sonstige Therapieverfahren bei Depressionen EKT Schlafentzug Sport Lichttherapie Soziotherapie
- Schlafveränderungen bei Depressiven verkürzte REM-Latenz = erste REM-Schlafphase beginnt früher, ist verlängert erhöhte REM-Schlafdichte = mehr Augenbewegungen während REM-Schlafphase
- Soziotherapie bei Depression Arbeit: Einleitung von Arbeitsversuchen, Umstellung auf Teilzeitarbeit, Umschulungsmaßnahmen Wohnen: betreutes Einzelwohnen, therapeutische Wohngemeinschaft, Haushaltshilfen, Betreuung minderjähriger Kinder Finanzen: Sicherung der finanziellen Grundversorgung, Verrentungsmaßnahmen, Wohngeldzuschuss, Schuldnerberatung Freizeit: Kontaktstellen für Patienten, Patientenclubs, Teestuben, Sport- und Freizeitprogramme von Vereinen, Kirchen, VHS, Seniorenheimen und -tagesstätten
- Verlauf der Depression Phasen klingen meist wieder vollständig ab, selten Restsymptomatik, 20% chronifiziert
- Dauer einer depressiven Episode unbehandelt meist 6-8 Monate, manchmal bis zu 2 Jahren
- Wiedererkrankungsrisiken bei Depressionen nach erster Episode 50% nach zweiter Episode 70% nach dritter Episode 90%
- mittlere Zykluslänge zwischen 2 depressiven Episoden 4-5 Jahre Häufigkeit der Episoden nimmt im Alter zu (im Gegensatz zu schizophrenen Störungen)
- Suizidrisiken bei Depressionen bei akuter Depression: 60-70% Todeswünsche 15% versterben durch Suizid
- Welche Antidepressiva wirken sedierend? Wo würden Sie sie einsetzen? TZA: Amitryptilin (=Saroten), Doxepin (=Aponal), Trimipramin (=Stangyl) Mianserin Mirtazapin (=Remergil)
- welche AD wirken nicht sedierend (sondern antriebsteigernd)? TZA: Imipramin, Desipramin, Clomipramin, Nortryptilin, Maprotilin SSRI selektive MAO-Hemmer SNRI (Reboxetin) SSNRI (z.B. Venlafaxin, Duloxetin)