Medizin (Subject) / Bewegungssystem (Lesson)

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Orientierung am Körper, Skelett etc.

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  • Sattelgelenk Sattelgelenk: zweiachsige Bewegungen, "Reiter auf Sattel"; Flexion und Extension, Ab- und Adduktion; z.B. Daumen  
  • Eigelenk Eigelenk: hauptsächlich in zwei Richtungen + etwas Rotation z.B: proximales Handgelenk und das Gelenk zwischen Atlas und Schädel  
  • Kugelgelenk Kugelgelenk: mehrachsige Bewegungen; Beugung - Streckung; Ab- und Adduktion, Außen- und Innenrotation; ist das "beweglichste" Gelenk; z.B. Schultergelenk, Hüftgelenk  
  • Schädel Cranium Der Schädel besteht aus etlichen, miteinander über Knochennähte verbundenen Knochen. Anatomisch unterscheidet man den Hirnschädel, der eine stabile Hülle um das Gehirn bildet, vom Gesichtsschädel, der die Grundlage für das Gesicht bildet. Der Schädel bildet den Abschluss des Stammes nach oben.    
  • Hirnschädel Der Hirnschädel besteht aus 5 Knochen. Er umschließt die Schädelhöhle in der das Hirn liegt und wird in das Schädeldach und die Schädelbasis untergliedert. Durch die Kopfgelenke ist der Hirnschädel mit der Halswirbelsäule verbunden.m Schädeldach aus Stirnbein (Os frontale) und paarigem Scheitelbein (Os parietale); Knochen sind platt und miteinander verzahnt über die Schädelnähtem Schädelbasis aus paarigem Schläfenbein (Os temporale), Hinterhauptsbein (Os occipitale) und Keilbein (Os spenoidale). Viele Furchen und Löcher für Durchtritt der Nerven und Gefäße z.B: Foramen magnum = Durchtritt für Rückenmark  
  • Gesichtsschädel Nase aus dem paarigen Nasenbein (os nasale), Siebbein (Os ethmoidale) und dem paarigen Tränenbein (Os lacrimale)m Kiefer aus dem paarigem Jochbein (Os zygomaticum), dem paarigem Oberkiefer (Maxilla), Unterkiefer (Mandibula), dem paarigem Gaumenbein (Os palatinum)Bilden Hohlräume: Stirnhöhle, Kiefernhöhlen, Keilbeinhöhle und Siebbeinzellen.Stehen mit Nasenhöhle in VerbindungBei der Geburt sind zwischen den einzelnen Knochen noch größere bindegewebige Areale, die Fontanellen, vorhanden. Unter diesen Fontanellen hat etwa der bindegewebig verschlossene Fonticulus anterior bei der Geburt einen Längsdurchmesser von 2,5 bis 3 cm. Dieser Fonticulus anterior - er stellt die sich am spätesten schließende Fontanelle dar - verschmilzt im 36. Lebensmonat. Zur Info: Durch diese große Fontanelle können z.B. Punktionen durchgeführt werden.Die zwischen den Schädelknochen verbleibenden Bindegewebsreste bilden die Schädelnähte (Suturae), die ein weiteres Wachstum der Schädelknochen gestatten. Erst bei einer vollständigen Verschmelzung wird das Wachstum eingestellt.  
  • Thorax / Brustkorb Funktion des Thorax: m Der Thorax umschließt die Brusthöhle und den oberen Teil der Bauchhöhle.m Er bildet Schutz für Organe (Herz, Lunge, Leber, Milz) und dank der beweglichen Rippen ist er sehr elastisch und ermöglicht damit die Atmung. Es gibt Verbindungen der Rippen mit der Wirbelsäule (Gelenke) und die Verbindungen der Rippen mit dem Sternum.Aufbau des Thorax:m Brustbein (Sternum)m Brustwirbelsäule (12 Brustwirbeln: Th1 - Th12)m 12 Rippenpaare: 7 echte (Costae verae), die mit dem Sternum direkt gelenkig verbunden sind, 3 falsche (Costae spuriae), die über Knorpel mit der 7. Rippe verbunden sind und 2 fliegende (Costae fluctuantes), die frei enden.  
  • Funktion der Wirbelsäule / columna vertebralis sie stellt die bewegliche Achse des Körpers darm sie schützt das Rückenmarkm sie gleicht Erschütterungen ausm sie trägt den Kopf, die Rippen und die Extremitäten  
  • Aufbau der Wirbelsäule ca. 45 cm lang. Hat 4 Krümmungen, dadurch ist die Belastung verteilt Besteht aus 32-34 Wirbeln - 24 echte Wirbel - Vertebrae - 5 Kreuzwirbeln - Os sacrum - 4-5 Steißbein - Os coccygis Dazwischen sind die Bandscheiben - Disci intervertebralis  
  • Abschnitte der Wirbelsäule - Hals (Halswirbelsäule): Cervikal 1-7 - Brust (Brustwirbelsäule): Th1-12 - Lenden (Lendenwirbelsäule): L1-5 - Kreuzbein: 5 Wirbel verschmolzen - Steißbein 3-6 Wirbel verschmolzen Hals + Brust + Lenden = 24 echte Wirbel  
  • Die Wirbel (Vertebrae) Die Wirbel, die knöchernen Elemente der Wirbelsäule, bestehen aus - dem Wirbelkörper: gewichtstragender Teil - Wirbelbogen: bilden Wirbellöcher, die den Wirbelkanal bilden, in dem das Rückenmark verläuft - Dornfortsatz: dient den Muskeln als Hebel zum Bewegen der Wirbelsäule - und aus zwei Querfortsätzen: Muskelansatzstelle für seitliche Bewegungen der Wirbelsäule. Verbindung zu den Rippen Der erste Halswirbel ist - wie bereits weiter oben angeführt - der Atlas. Er ist ein Knochenring und der Träger des Schädels, der auf dem zweiten Wirbel sitzt, dem Axis, der einen Dorn, den Dens Axis hat. Durch den Atlas und den Axis sind Dreh- und Nickbewegungen möglich.
  • Obere Extremitäten An den oberen Extremitäten unterscheidet man den Schultergürtel und die freie Gliedmaße. Den Schultergürtel bilden die Schulterblätter und die Schlüsselbeine. Die Knochen der freien oberen Extremität sind der Oberarm, Elle und Speiche, den Handwurzelknochen, den Mittelhandknochen und den Fingerknochen.  
  • Schultergürtel Der Schultergürtel besteht aus dem Schlüsselbein (Clavicula; "S"-förmig gebogener Knochen) und dem Schulterblatt (Scapula; flacher, dreiseitiger Knochen, liegt dem Thorax an). Er verbindet die Arme mit dem Körperstamm. Wir verfügen natürlich über jeweils zwei Schlüsselbeine und Schulterblätter. Die Clavicula ist über das Sternoclaviculargelenk mit dem Sternum (Brustbein) und über das Acromioclaviculargelenk mit dem als "Acromion" bezeichneten Teil der Scapula verbunden.  
  • Arm Der Arm besteht aus demm Oberarm (Humerus), derm Elle (Ulna), derm Speiche (Radius an die Speiche vom RAD denken), denm acht Handwurzelknochen (Ossa carpi), denm fünf Mittelhandknochen (Ossa metacarpi) und denm Fingerknochen (Ossa digitoum manus), wobei jeder Finger drei Glieder (Phalangen) besitzt. Ausgenommen davon ist nur der Daumen, dem nur zwei Phalangen zu eigen sind.  
  • Die unteren Extremitäten Die unteren Extremitäten setzen sich aus dem Becken und der freien unteren Extremität, bestehend aus Oberschenkel, den Unterschenkelknochen und dem Fußskelett zusammen.  
  • Becken / Pelvis Beim Menschen unterscheidet man zwischen einem großen und einem kleinen Becken (Pelvis major und Pelvis minor). Das knöcherne Becken besteht aus den beiden Hüftbeinen (Ossa coxae) und dem Kreuzbein (Os sacrum). Mit der Wirbelsäule ist des gelenkig, aber wenig beweglich, verbunden. Durch seine Festigkeit und Stabilität gibt uns der Beckengürtel einen sicheren Stand und eine aufrechte Haltung.  
  • Funktion des Pelvis m Das Becken trägt die Hauptlast unseres Körpergewichts und ermöglicht den aufrechten Gang. m Es dient zur Aufhängung der Beine. m Es schützt die Beckeneingeweide (Harnblase, Mastdarm, innere Geschlechtsorgane).  
  • Aufbau des Pelvis - Kreuzbein (Os sacrum): Rückwand - 2 Hüftbeine (Os coxae): sind über die Schambeinfuge verbunden, bestehen aus 3 Kochen: Darmbein (Os Illium), seine beiden Schaufeln bilden das große Becken, Sitzbein (Os ischii) und Schambein (Os pubis)  
  • Untere Extremitäten Oberschenkel (Femur): Das Femur ist der größte Röhrenknochen des Körpers.m Unterschenkelknochen: Die knöcherne Grundlage des Unterschenkels wird von zwei Knochen, dem Schienbein (Tibia) und dem Wadenbein (Fibula) gebildet. Die Tibia ist der kräftigere Knochen, der allein die Verbindung zwischen Femur und Fußskelett herstellt.m Fuß: Der Fuß setzt sich zusammen aus - der Fußwurzel, dem Tarsus, bestehend aus sieben Fußwurzelknochen (Sprungbein, Fersenbein, Kahnbein, Würfelbein und den drei Keilbeinen)- dem Mittelfuß, Metatarsus, bestehend aus fünf Mittelfußknochen- und den Zehen (Ossa digitorum pedis), die von den Phalangen gebildet werden (jeweils drei bis auf die große Zehe, die nur zwei hat).  
  • Aufgabe der Muskulatur Die Muskulatur ist notwendig für - aktive Bewegung - passive Bewegung - Wärmeproduktion: Körperwärme ist ein Abfallprodukt, da nur 45 Prozent der Energie für die Kontraktion selbst verwendet werden. Insgesamt werden bis zum 85 Prozent der Körperwärme durch die Muskeln erzeugt.
  • Muskelgewebe Muskelzellen können sich zusammenziehen (kontrahieren, sich aktiv verkürzen) und wieder ausdehnen(relaxieren, sich entspannen).Die Kontraktionsfähigkeit beruht auf dem Vorkommen von Myofibrillen, die aus Myofilamenten bestehen. Nach der Morphologie unterscheidet man eine quergestreifte Muskulatur (willkürliche Skelettmuskulatur und unwillkürliche Herzmuskulatur) und eine glatte, unwillkürliche Muskulatur. Muskelzellen sind praktisch nicht teilungsfähig. Gerade bei der quergestreiften Muskulatur ist eine Verletzung im allgemeinen mit der Bildung einer bindegewebigen Narbe verbunden.Alle Muskelzelltypen können bei erhöhter Belastung hypertrophieren und bei mangelnder Belastung atrophieren.  
  • Das Muskelgewebe Muskelzellen können sich aktiv verkürzen, dh. sich kontrahieren und wieder entspannen. Die hierfür verantwortlichen Elemente (Myofibrillen) bestehen aus den Proteinen Aktin - Perlenkette und Myosin - Golfschläger. Sarkomer = kleinste funktionelle Einheit einer Myofibrille Bei der Verkürzung der Muskelfaser gleiten Myosin- und Aktinfilamente teleskopartig ineinander, dadurch verkürzt sich die Myofibrille und so die Zelle. Für Muskelkontraktionen ist Calcium und Magnesium notwendig.
  • Quergestreifte Muskulatur Willkürliche Muskulatur zB. Skelettmuskulatur. Sie arbeitet rasch und ist leistungsfähig, aber leicht ermüdbar. Aufbau: sehr lange - bis zu 15 cm -, vierkernige Zellen = Muslekfasern. Ihre Zellkerne liegen am Rand. Typische Streifung entsteht durch regelmäßige Anordnung der Myofibrillen. Jede Muskelfaser erhält Reiz zur Kontraktion von der motorischen Endplatte - synaptische Verbindung vom Nerv zur Muskelzelle. Neurotransmitter = Acetylcholin motorische Einheit = motorischer Nerv und die von ihm versorgten Muskelfasern - 10-2000. Gezielte Erregung einzelner Muskelfasern. zb. letzte Muskel im Verdaungstrakt ist ein quergestreifter Muskel  
  • Glatte Muskulatur Glatte Muskelzellen sind spindelförmig und 30 - 200 µm lang. Sie haben einen Zellkern, der in der Mitte liegt. Dass keine Querstreifung vorhanden ist liegt daran, das Aktin- und Myosinfilamente ein Netzwerk bilden (also nicht regelmäßig angeordnet sind). Glatte Muskelzellen werden von autonomen Nervenzellen gesteuert (vegetative Innervation), daher handelt es sich um die unwillkürliche Muskulatur. Es werden nicht alle Muskelzellen innerviert, sondern viele erhalten ihre Erregung über Nexus-Bildungen von anderen Muskelzellen. Die innervierten glatten Muskelzellen entsprechen daher den Schrittmacherzellen des Herzmuskels.Glatte Muskulatur findet sich in der Wand von Eingeweiden und Blutgefäßen, also überall dort, wo es nicht auf eine schnelle Kontraktion, sondern auf langandauernde Muskelarbeit (5 - 500-mal länger als Skelettmuskulatur) ankommt. Außerdem kommen glatte Muskelzellen in der Haut vor wie z.B. im Hodensack bzw. sie dienen der Bewegung der Haare der Haut.  
  • Herzmuskulatur Der Herzmuskel (Myocard) besteht aus Herzmuskelzellen, die etwa 80 µm lang sind. Der Zellkern liegt in der Mitte und die Zellen zeigen Verzweigungen. Die Herzmuskelzellen sind eng untereinander verbunden. Die Verbindungen, sie werden als Glanzstreifen bezeichnet, bestehen aus Desmosomen und Zonulae adhaerentes (gap junctions). In den Herzmuskelzellen liegen Myofilamente wie in der Skelettmuskulatur, allerdings sind diese nicht zu deutlichen Myofibrillen gruppiert. Man unterscheidet Herzmuskelzellen der Arbeitsmukulatur von Herzmuskelzellen des Erregungsbildungs- und Erregungleitungssystems (Reizleitungssystem). Das Reizleitungssystem ist für die automatische Steuerung des Herzens notwendig (sog. Schrittmacherzellen). Die Herzmuskulatur nimmt einen Sonderstellung ein, das sie zwar quergestreift ist, die Kerne aber wie bei der glatten Muskulatur in der Mitte liegen. Sie unterliegt NICHT der willkürlichen Kontrolle und ist auf Dauerleistung ausgelegt.  
  • Muskel Den Hauptbestandteil der Muskulatur bilden quergestreifte Muskelfasern. Die Innervation und Blutversorgung spielen eine lebenswichtige Rolle für die Muskulatur. Hilfseinrichtungen des Muskels sind Schleimbeutel und Sehnenscheiden.Von der Form her werden verschiedenste Muskeln unterschieden (z.B. quadratische, spindelförmige, platte, zwei-, drei- oder vierköpfige, eins- zwei- oder mehrbäuchige,gekreuzt verlaufende, uvm.) unterschieden. Auch was die Größe eines Muskels anbelangt bestehen Unterschiede. So ist beispielsweise der kleinste quergestreifte Muskel, der Musculus stapedius im Miittelohr, der nur zwei Millimeter lang ist.  
  • Aufbau des Muskels Ein Muskel ist nach dem Prinzip der Bündelung aufgebaut: m Ein Muskel besteht aus Muskelfasern, die von retikulären Fasern (Endomysium) begleitet werden. m Mehrere Muskelfasern werden durch eine gemeinsame Bindegewebshülle zum Fasciculus (Faszikel 1. Ordnung, Perimysium) zusammengefasst.m Die Fasciculi wiederum werden durch eine lockere Bindegewebshülle (Epimysium) zum Muskel gebündelt.m Der Muskel wird, allein oder zusammen mit anderen Muskeln, von einer straffen Bindegewebshülle (Muskelfaszie) eingehüllt. Muskelfasern gehen an den Enden in Sehnenfasern über, über die sie ihre Kraft übertragen. Die Sehnenfasern werden zur Sehne (Tendo) zusammengefasst. Die Sehnen sind am Knochen (meist am Periost) befestigt. Die Muskeln sind also durch Sehnen mit dem Knochen verbunden. In Sehnen können knorpelige oder knöcherne Elemente eingelagert sein. Eine knöcherne Einlagerung heißt Sesambein, das größte Sesambein ist die Kniescheibe (Patella). Sehnen sind außen von einem Bindegewebsschlauch überzogen. Muskeln bestehen aus der Ursprungsehne (proximal), dem Muskelbauch (2 Bäuche = Bizeps, 3 Bäuche = Trizeps) und aus der Ansatzsehne (distal). Jeder Muskel hat einen Gegenspieler (z.B: Beuger/Strecker). Wenn der Agonist anspannt, muss sich der Antagonist entspannen. Eine gleichzeitige Kontraktion würde keine Bewegung ergeben (z.B. Tragen einer Tasche).Kurze, dicke Muskelfasern haben eine große Kraft (z.B. Kaumuskel), lange geben einen großen Bewegungsausschlag (z.B. Arme und Beine).    
  • Hilfseinrichtung des Muskels Schleimbeutel (Bursae) und Sehnenscheiden (Vaginae tendini) sind Hilfseinrichtungen des Muskels. Beide haben die Aufgabe Reibung zu vermindern. Schleimbeutel liegen zwischen Muskel und Knochen oder zwischen Sehne und Knochen. Sehnenscheiden umgeben, vor allem in Bereich von Knochen, Sehnen. Sie enthalten Synovia.  
  • Einteilung der Skelettmuskulatur Der Mensch besitz über 400 willkürliche Muskeln, die beim Mann ca. 40 Prozent, bei der Frau ca. 23 % der Gesamtkörpermasse ausmachen. Es gibt die Stammmuskulatur und die Gliedmaßenmuskulatur.  
  • Stammmuskulatur 1.) Kopfmuskulatur: Gesichtsmuskulatur für Mimik, Kiefermuskeln. z.B: Kaumuskel (M. Masseter), er ist der stärkste Muskel des Menschen.2.) Halsmuskulatur: Dient der Kopfbewegung.3.) Rückenmuskulatur: Dient der Streckung der Wirbelsäule, der Bewegung von Kopf, Schulterblatt und Armen. z.B: der große Rückenmuskel (M. latissimus dorsi) der größte Muskel des Menschen, weiters M. trapezius4.) Brustmuskulatur: Dient der Atmung und Armbewegung.z.B: große Brustmuskel (M. pectoralis major), M. pectoralis minor5.) Bauchmuskulatur: Zur Bauchpresse und Bewegung der Beine.z.B: gerader Bauchmuskel (M. rectus abdominis)  
  • Gliedmaßenmuskulatur Die dient der Bewegung der einzelnen Glieder.1.) Muskeln der oberen Gliedmaßen: z.B: dreiköpfige Armmuskeln (M. triceps brachii), M. biceps brachii, M. brachialis2.) Muskeln der unteren Gliedmaßen: z.B: Schneidermuskel (M. sartorius), der längste Muskel des Menschen, beugt Ober- und Unterschenkel, M. vastus lateralis, M. vastus medialis  
  • Erkrankungen der Knochen - Fraktur (Knochenbruch) - Kyphose, Lordose, Skoliose - Osteomyelitis - Osteogenesis imperfecta (Glasknochenkrankheit) - Osteoporose - Morbus Paget  
  • Erkrankung der Gelenke Gelenke sind in Folge ihrer Funktion im Bewegungssystem durch Druck und Zug gefährdet. Folgende wichtige Gelenkverletzungen werden unterschieden: - Kontusion (Prellung)/Stauchung - Distorsion (Zerrung) - Ligamentruptur - Luxation - Meniskusläsionen (verletzungen) - Kreuzbandriss Gelenksentzündungen: - Gichtarthritis - Infektarthritis - aktive Arthrose - Autoimmunarthritiden Degenerative Gelenkserkrankungen: Arthrosen  
  • Erkrankungen der Muskel Muskeldystrophien Myotonien Myositis Fibromyalgie  
  • Fraktur (Knochenbruch) Man unterscheidet Frakturen, die mit Gewalteinwirkung von solchen die ohne Gewalteinwirkung entstanden sind. Diejenigen ohne Gewalteinwirkung werden als pathologische Frakturen bezeichnet und treten bei krankhaften Veränderungen der Knochen, wie z.B. bei der Osteoporose auf. Diejenigen mit Gewalteinwirkung sind abhängig von der einwirkenden Kraft. Je nachdem treten Biegungsfrakturen, Torsionsfrakturen, Trümmerfrakturen, Abrissfrakturen oder Stressfrakturen (Frakturen durch ungewohnte Dauerbelastung z.B. bei Gewaltmärschen) auf. Bild rechts: pathologische Fraktur der Elle (Multiple Osteolysen bei einem Plasmazytom Bei einer sogenannten vollständigen Fraktur ist der Zusammenhang des Knochens vollständig unterbrochen, bei der unvollständigen Fraktur - sie tritt häufig beim wachsenden, noch weichen Knochen auf (z.B. Haarrisse, Spaltbrüche) - nicht. Bei der gedeckten Fraktur ist der Knochen von Haut bedeckt, während er dies bei der offenen Fraktur nicht ist. Die Bruchheilung ist eine Restitutio ad integrum. Allerdings muss hierfür der Bruch ruhig gestellt werden (mittels Schienung, Gipsverband oder chirurgisch durch Osteosynthese). Andernfalls entsteht eine Pseudoarthrose (ein "falsches Gelenk").   Zur Info: Die häufigste Fraktur überhaupt ist die Fractura radii loco classico. Sie tritt bei Sturz auf die Palmarfläche der Hand mit gestrecktem Arm auf.  
  • Kyphose, Lordose, Skoliose Die Wirbelsäule des Erwachsenen zeigt normaler Weise zwei nach vorne konvexe und zwei nach hinten konvexe Krümmungen, wodurch die "Doppel-S-Form" der Wirbelsäule zustande kommt. Pathologische Krümmungen der Wirbelsäule sind: I.4.2.a. Kyphose Die Kyphose ist eine Krümmung der Wirbelsäule nach hinten (Katzenbuckel). I.4.2.b. Lordose Die Lordose ist eine Krümmung der Wirbelsäule in die Gegenrichtung (nach vorne). I.4.2.c. Skoliose Eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule wird als Skoliose bezeichnet. Geringgradige Skoliosen werden im Röntgenbild sehr häufig beobachtet. Zur Info: Die Wirbelsäule entwickelt die einzelnen Krümmungen erst durch die Belasungen des Sitzens und des Stehens. Bei einem Säugling sind sie zwar bereits vorhanden, die endgültige Gestalt wird aber erst nach der Pubertät erreicht.
  • Osteomyelitis Die Osteomyelitis ist eine infektiöse Entzündung des Knochenmarks. Sie tritt häufig gemeinsam mit einer Ostitis (Entzündung des Knochens) und einer Periostitis (Entzündung des Periosts) auf. I.4.3.a. Ursachen Die Osteomyelitis tritt posttraumatisch (nach offenen Knochenbrüchen, Operationen), hämatogen (durch Verschleppung übers Blut) und fortgeleitet (durch einen benachbarten Infektionsherd) auf. I.4.3.b. Symptome m akut: starke Schmerzen, Fieber, Bewegungseinschränkung m chronisch: um den infizierten, abgestorbenen Knochen bildet sich eine Kapsel innerhalb derer die Bakterien weiterleben und für Arzneimittel nicht erreichbar sind I.4.3.c. Behandlung Die Behandlung von Osteomyelitiden ist in der Regel schwierig und langwierig, da die eingesetzten Antibiotika nur schwer an den Infektionsort gelangen. Zur Info: Neue Behandlungsmethoden basieren auf der Verwendung von Antibiotika-imprägnierten Knochentransplantaten. Damit werden noch höhere lokale Wirkspiegel erzielt und alle Hohlräume können sofort und vollständig gefüllt werden. Da die Knochentransplantate allmählich durch eigenen, gesunden Knochen ersetzt werden, erübrigen sich Entfernung von Ketten und nachträgliche Rekonstruktion, wodurch zumindest eine Operation eingespart wird. Die hohen lokalen Wirkspiegel ermöglichen auch die gleichzeitige Verwendung von metallischen Implantaten zur Stabilisierung oder Ersatz eines Gelenks, wodurch eine rasche Rehabilitation möglich ist. Auch verbesserte Langzeitergebnisse erscheinen mit den neuen Technologien möglich.  
  • Osteogenesis imperfecta (Glasknochenkrankheit) Bei der Osteogenesis imperfekta (OI bzw. Glasknochenkrankheit) tritt aufgrund eines Kollagendefekts eine Osteopenie und eine vermehrte Brüchigkeit des Knochens auf. Die Knochen erscheinen am Röntgenbild oft milchglasig und dünn. Begleitend treten häufig auch eine schwache Muskulatur, Kleinwüchsigkeit, überdehnbare Gelenke und skelettale Deformierungen auf.Kollagen ist Hauptbestandteil des Bindegewebes und damit das wichtigste Protein für den Aufbau der Knochenmatrix. Die Osteogenesis imperfecta ist ein Gendefekt bedingt (autosomal dominant oder auch durch Spontanmutation). Es gibt unterschiedliche Ausprägungen, wobei schwere Formen tödlich sind, leichtere führen zu unterschidlich schweren Behinderungen. Man unterscheidet unterschiedliche Typen, hier zwei wesentliche: l Typ OI I:Bei dieser Form wird wenig aber normales Kollagen wird produziert. Sie ist die häufigste und zugleich mildeste Form der OI. Sie wird häufig erst dann erkannt, wenn ein Kind gehen lernt und sich dabei Frakturen zuzieht. Die schwerste Zeit ist die Pubertät, mit Beginn des 20. Lebensjahres werden die Knochen meist stabiler und die Frakturen dadurch seltener. l Typ OI II:Bei dieser Form liegt das Kollagen in schlechter struktureller Qualität vor. Sie ist die schwerste Form der OI. Es kommt zu zahlreichen Knochenbrüche bereits vor und während der Geburt und daher ist diese Form oft schon bei der Geburt tödlich. Weitere Typen sind OI III, IV, V, VI und VII.Bild rechts: Röntgenaufnahme eines Erwachsenen Typ IO V. Osteogenesis imperfekta ist derzeit nicht heilbar. Zur Behandlung werden chirurgische (Marknagelung), rehabilitative (Physiotherapie) und medikamentöse (Bisphosphonattherapie) Maßnahmen eingesetzt.  
  • Osteoporose Osteoporose, auch als Knochenschwund bezeichnet, ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine verminderte Knochenfestigkeit gekennzeichnet ist, wodurch ein erhöhtes Frakturrisiko gegeben ist. Sie ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. In Österreich sind ca. 750.000 Personen von Osteoporose betroffen, rund 80 % davon sind Frauen. 30 % aller Frauen entwickeln nach der Menopause eine Osteoporose und auch jeder zehnte Mann über 50 Jahre ist davon betroffen. Osteoporose stellt durch hohe Krankheitskosten auch eine nicht unerhebliche volkswirtschaftliche Belastung dar und wurde daher von der WHO (World Health Organisation) auf die Liste der zehn wichtigsten Erkrankungen gesetzt. Bild rechts: Haltungs- und Körperhöhenreduktion bei der Osteoporose Je nach Ursache werden die primäre und die sekundäre Osteoporose unterschieden: l primäre (80 - 95 %)idiopathisch, bedingt durch Östrogenrückgang in der Menopause, Alter l sekundäre (5 - 20 %)Begleiterscheinung von Stoffwechselkrankheiten (z.B: Hyperthyreose, Hypercortisolismus), Immobilisation, Medikamentös (Corticosteroide, Heparin als Langzeittherapie)Folge: stark erhöhtes Frakturrisiko, vor allem Wirbelkörper, Oberschenkelhals, Humerus, Radius Risikofaktoren für eine Osteoporose sind eine geringe Kalziumzufuhr, ungenügende körperliche Bewegung, erbliche Veranlagung, zu wenig Sonnenlicht, Zigaretten und Alkohol.Zur Präventation der Osteoporose zählen daher eine ausreichende Bewegung, eine gesunde und ausreichende Ernährung und ein eingeschränkter Alkohol- und Zigarettenkonsum dar. Sport wirkt sich positiv auf die Knochenmasseentwicklung aus, wobei dies nicht für exzessiven Leistungssport gilt.  
  • Osteodensitometrie Die Osteodensitometrie ist eine Knochendichtemessung die zur Diagnose einer Osteoporose eingesetzt wird. Am weitesten verbreitet ist das DXA (Dual X-ray absorptiometry) als Verfahren zur Knochendichtemessung. Die quantitative Computertomographie (QCT) stellt das zweite eingesetzte Verfahren dar. Der T-score stellt die Abweichung der Knochendichte zu gesunden Erwachsenen dar. T-Wert Klassifikation der WHO ≥ -1 Normalbefund -1 bis -2,5 Osteopenie ≤ -2,5 präklinische Osteoporose ≤ -2,5 Frakturen manifeste Osteoporose  
  • Osteoporose Therapie Die Basismedikation stellt die tägliche Gabe von 1 - 1,5 g Kalzium und 800 - 1.000 I.E. (Internationale Einheiten, I.U. sind International Units) Vitamin D dar. Zur spezifischen medikamentösen Therapie werden Wirkstoffe mit verschiedenen Wirkmechanismen eingesetzt: m Hemmung des Knochenabbaus:Biphosphonate, Calcitonine, Östrogene, SERMs (selektive Östrogenrezeptor Modulatoren) m Stimulierung des Knochenaufbaus:Fluoride, Anabolika, Parathormonderivate Zur Info: Eine neue Osteoporose-Behandlungsmöglichkeit stellt Denosumab (unter dem Handelsnamen Prolia, von Amgen) dar. Dieses wurde im Mai 2010 durch die EMA für den gesamten EWR zur Behandlung der Osteoporose bei postmeonpausalen Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko und zur Behandlung eines Knochendichteverlustes durch eine hormonablative Therapie bei Männern mit Prostatakarzinom und erhöhtem Frakturrisiko zugelassen. Dieses wird zweimal jährlich durch eine subkutane Injektion verabreicht.Osteoklasten sind im Knochenmark für den Knochenabbau zuständig. Das monoklonale Antikörper Denosumab hemmt die Aktivität des Tumornekrosefaktors RANKL (ist für die Osteoklasten-Aktivität wichtig) und damit die Aktivität, der Osteoklasten.  
  • Morbus Paget Die Osteodystrophia deformans, auch als Morbus Paget der Orthopädie (nach Sir James Paget, einem britischen Chirurgen bezeichnet) bezeichnet, ist eine Erkrankung des Skelettystems, bei der es allmählich zu einer Verdickung mehrerer Knochen, meist Wirbelsäule, Becken, Extremitäten oder Schädel kommt. Es handelt sich um eine chronische, langsam fortschreitende Krankheit, an der hauptsächlich ältere Menschen (in Europa etwa 3 % der über 40-jährigen) leiden. Sie kann sich auf eine oder zwei Körperstellen beschränken oder sich ausbreiten. Kennzeichnend ist ein rascher Verfall und Umbau der Knochen. Am Beginn der Krankheitsentwicklung steht eine gesteigerte Aktivität der Osteoklasten, welche Knochensubstanz abbauen. Reaktiv folgen dann ungeordnete Anbauvorgänge, wobei die neue Knochenmasse verformt und brüchig ist. Die Krankheitsursache ist nicht sicher bekannt; neuere Forschungen weisen auf genetische Ursachen oder eine Virusinfektion (Parmayxoviren, Masern) hin.   Vor allem ältere Männer (über 60 Jahre) sind von dieser Erkrankung betroffen, die nach der Osteoporose die zweithäufigste Knochenerkrankung darstellt.   Morbus Paget äußert sich durch Verdickung und Verkrümmung der betroffenen Knochen und führt u.a. zu Hörstörungen und auch zu einer Vergrößerung des Schädels ("der Hut passt nicht mehr"). Die Diagnose erfolgt mittels Röntgen Bild rechts: Morbus Paget im Beckenknochen; Unscharfe Verdichtung der rechten Darmbeinschaufel (im Bild links und markiert) In der Gynäkologie ist Morbus Paget ein Synonym für den etramammären Paget-Krebs, einer seltenen Krebsform im Bereich der Brustwarze. I.4.6.a. Therapie des Morbus Paget - Symptomatisch: schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente; Entlastung (z.B. mittels orthopädischen Gehilfen); bei stark frakturgefährdeten Knochen können operative Maßnahmen (Osteotomie, Gelenkersatz) in Erwägung gezogen werden - Hemmung der Osteoklasten: Bisphosphonate, Calcitonin - Physiotherapie  
  • Osteopenie (Knochenarmut) Bei der Osteopenie handelt es sich um eine Verminderung der Knochenmasse. Die stellt das Zwischenstadium zwischen normaler Knochendichte und Osteoporose dar.  
  • Rachitis Rachitis ist eine gestörte Knochenmineralisierung im Bereich der Wachstumsfuge des Knochens und tritt - im Gegensatz zur Osteomalazie - nur beim wachsenden Organismus auf. Ursache ist ein Vitamin D-Mangel oder eine Vitamin D-Stoffwechselstörung. Sie führt zu Skelettstörungen, Muskelhypotonie, Krampfanfällen und gehäuften Infekten. Durch die Einführung der Vitamin D-Prophylaxe im ersten Lebensjahr, tritt die Rachitis heute nur noch selten auf.  
  • Osteomalazie Die Osteomalazie ist eine Erweichung der Knochen durch eine verminderte Knochenmineralisierung, die durch Vitamin D-Mangel oder durch eine Vitamin D-Stoffwechselstörung verursacht ist. Sie kann in jedem Lebensalter (im Kindesalter spricht man von Rachitis) auftreten und führt zu Verkrümmungen der langen Röhrenknochen (X-Beine, O-Beine) oder des Beckens.  
  • Osteosarkom Das Osteosarkom ist der häufigste maligne (bösartige) Knochentumor. Es tritt vor allem zwischen dem 5. und 25. Lebensjahr auf und vorwiegend in den langen Röhrenknochen. Zur Therapie zählen Chemotherapie oder auch eine Amputation.  
  • Kontusion (Prellung der Gelenke) Die Prellung ist eine Gelenkschädigung unter Druck (beispielsweise durch einen Schlag oder einen Aufprall). Es kommt zu einer Quetschung der Strukturen des Gelenks (Knochen, Knorpel, Bänder, Sehnen usw.). Am häufigsten sind die Fuß- und Handgelenke betroffen.Ein Bluterguss kann sichtbar werden. Leichte Prellungen können durch kühlende Umschläge oder Gele behandelt werden. Rippenprellungen sind meist schmerzhafter als Rippenbrüche. Bis zur Schmerzfreiheit vergehen häufig mehrere Wochen.  
  • Distorision (Zerrung der Gelenke) Die Zerrung ist eine Schädigung durch Zug: Durch die übermäßige Dehnung kommt es an Gelenkskapsel und Bändern zu kleinen Einrissen, ohne, dass ein Band vollständig zerreißt. Am häufigsten sind die Knie- und Sprunggelenke betroffen. Es kommt zur Schwellung, zu Schmerzen, einer Funktionseinschränkung und eventuell tritt auch ein Bluterguss im Gelenk auf. Als Therapie gilt eine vorübergehende Ruhigstellung  
  • Ligamentruptur Sie ist ein Bandriss und entsteht durch sehr starken Zug.Bild rechts: Schwellung des Knöchels bei einem Bänderriss Zur Info: Typische Bänderrisse sind z.B. die Außenbandruptur des oberen Sprunggelenkes, ein Seiten- oder Kreuzbandriss am Knie (siehe auch Punkt 1.5.1.e.), ein Riss des ulnaren Seitenbandes im Rahmen einer Ellenbogenluxation und eine Seitenbandruptur des Daumens im Daumengrundgelenk (Schidaumen).  
  • Luxation Die Luxation ist eine Verrenkung. Sie liegt dann vor, wenn das Gelenk so stark auseinander gezogen und verdreht wird, dass die Gelenkflächen dauerhaft den Kontakt verlieren. Sie stellt eine schwere Schädigung des Gelenks dar. Häufig im Schulter-, Ellbogen- oder Fingergelenk.