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Medizin (Subject) / Bewegungssystem (Lesson)

Orientierung am Körper, Skelett etc.

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  • Meniskusläsion (Verletzung) ist ein Meniskusriss; 50% degenerativ, 50% traumatisch (Überdehnung, Drehung,...)  
  • Kreuzbandriss Das vordere Kreuzband spannt sich, wenn der Unterschenkel nach vorne ausweichen will, das hintere, wenn die Gegenrichtung belastet wird. Ist die Belastung zu stark kommt es zu einem Kreuzbandriss. Kreuzbandrisse entstehen meist ohnen Fremdeinwirkung durch plötzliche Richtungswechsel beim Laufen oder Springen. Die Therapie erfolgt operativ (Kreuzbandplastik oder Kreuzbandnaht) oder konservativ (Physiotherapie).  
  • Arthritis Die Arthritis ist eine Gelenksentzündung. Sie kann akut oder chronisch verlaufen und durch Erreger (Bakterien, Viren), Fremdkörper oder (Auto-)Immunprozesse bedingt sein. Nach der Zahl der entzündlich veränderten Gelenke unterscheidet man eine Monoarthritis (ein Gelenk), Oligoarthritis (enige Gelenke) und eine Polyarthritis (viele Gelenke). I.5.2.a. Arthritisarten (nach der Ursache) m Gichtarthritis m Infektarthritis:Bakterien oder andere Erreger können direkt (Injektion, Wunde, Operation) ein Gelenk infizieren oder von einem Infektionsherd über den Blutweg verschleppt werden (z.B. Herzentzündung, Herpes-Infektion), ausgeprägte Entzündungsreaktion mit Rötung, Schwellung, Überwärmung, starke Schmerzen m aktivierte Arthrose:Entzündliche Episode einer Arthrose m Autoimmunarthritiden:Diese teilt man wiederum in eine Rheumatoide Arthritis und Seronegtive Spondylarthritiden (z.B. Morbus Bechterew, Psoriasisarthritis) auf.Bild rechts: Psoriasisarthritis im Ellbogen - Rheumatoide Arthritis:Sie ist die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke und wird auch als chronische Polyarthritis (CP) bezeichnet. Sie beginnt in den kleinen Finger- oder Zehengelenken und schreitet zentripetal fort. Außerdem können extraartikuläre Strukturen betroffen sein (Sehnenscheiden, Schleimbeutel). Frauen sind von der CP dreimal häufiger betroffen als Männer. Die CP ist eine chronisch entzündliche Systemerkrankung mit schubweise progredientem Verlauf. Ein Schub dauert typischerweise zwischen einigen Wochen bis Monaten. Am Anfang der CP steht eine Morgensteifigkeit der Gelenke. Später kommt es zu Schwellungen, akuten Gelenkentzündungen und schließlich zur Zerstörung der anatomischen Struktur mit Subluxation oder Luxation. Die Beteiligung der Sehnenscheiden führ zu schmerzbedingter Bewegungseinschränkung. Oft kommt es beispielsweise auch zu Rheumaknoten oder einer Schwanenhalsdeformität (das letzte Fingerglied knickt nach unter weg).  
  • Wichtige Arthrosen Kniegelenksarthrose Hüftgelenksarthrose Sprunggelenksarthrose Omarthrose Spondyloarthrose Heberden-Arthrose Cubitalarthrose Rhizarthrose Hallux rigidus Hallux valgus Hallux varus Ilioskralgelenksarthrose  
  • Arthrosen (Degenerative Gelenkserkrankungen) Eine Arthrose ist eine langsam progrediente, primär nicht-entzündliche, degenerative Gelenkserkrankung. Arthrosen sind die häufigsten Gelenkserkrankungen, sie treten vorwiegend bei älteren Personen auf. Im Alter über 65 Jahren hat die Mehrheit der Personen Arthrosen.
  • Arthrose Formen primäre Arthrosen: keine erkennbare Ursache. Genetische Faktoren und das Lebensalter spielen eine Rolle sekundäre Arthrosen: Folge von Unfällen, Fehlstellungen, Adipositas, einseitiger Belastund oder Grunderkrankungen zB. Arthritis  
  • Verlauf Arthrosen Grad I: weiche Knorpeloberfläche, noch keine Schädigung Grad II: nur oberflächliche Knorpelschichten betroffen, aufgeraute Oberfläche Grad III: tiefe Knorpelbrüche, mit bloßem Auge erkennbar, Knorpelschäden bis zum darunterliegenden Knochen Grad IV: Knorpelzerstörung mit freiliegendem Knochen  
  • Schmerzen und Therapie der Arthrose Schmerzen und Steifigkeit der Gelenke. Anlaufschmerz (ersten Bewegungen sind schmerzhaft und bessern sich nach einigen Metern), Belastungsschmerz, Schwellungen, Bewegungseinschränkung und Verformungen der Gelenke. Das klinische Leit- und Frühsymptom der Arthrose sind die Gelenkschmerzen. 1.5.3.d. Therapie der Arthrose - Allgemeinmaßnahmen: Gewichtsreduktion, Meiden von Kälte und Nässe - pyhsikalische Therapie: Bewegungsschule, Muskelaufbau - Medikamentös: NSAR (Nicht Steroidale Anti-Rheumatika; auch als NSAID "Non steroidal anti inflammatory drugs" bezeichnet) - Operativ: GelenksersatzBild rechts: Totalendoprothese des Hüftgelenks - Orthopädietechnik: Fußbettung, Abrollhilfen, gelenkstabilisierende Orthesen  
  • Muskeldystrophie Muskeldystrophie ist der Oberbegriff für Erbkrankheiten, die durch einen Muskelschwund gekennzeichnet sind. Die beiden bekanntesten bzw. häufigsten Formen sind vom Typ Duchenne und der Typ Becker-Kiener. Beide werden X-chromosomal-rezessiv vererbt. Dementsprechend erkranken fast ausschließlich Männer, da das ergänzende Y-Chromosom keine Dominanzfunktion hat. I.6.1.a. Typ Duchenne   Die Muskeldystrophie vom Typ Duchenne ist die häufigste muskuläre Erbkrankheit im Kindesalter (1:5.000). Sie beginnt schon im Kleinkindalter mit einer Schwäche der Beckengürtel- und Oberschenkelmuskulatur, schreitet rasch voran und führt schon im jungen Erwachsenenalter immer zum Tode, sobald Herz- und Atemmuskulatur abgebaut sind. Man bezeichnet sie daher auch als "maligne Muskeldystrophie".   I.6.1.b. Typ Becker-Kiener   Eine Muskeldystrophie mit einem primären Befall der Becken- und Beinmuskulatur. Sie beginnt zwischen dem 5. und 25. Lebensjahr. Sie zeigt einen ähnlichen Verlauf wie der Typ Duchenne, aber deutlich langsamer. Die Lebenserwartung liegt bei 40 - 50 Jahren. Aufgrund des günstigeren Krankheitsverlaufes bezeichnet man diesen Typ als "benigne Muskeldystrophie".    
  • Myotonien Myotonien sind Störungen der Kontraktilität des Muskels mit krankhaft verlängerter, tonischer Muskelanspannung (Krampf). Die klassische Myotonie bessert sich mit der Erwärmung der Muskulatur, die paradoxe wird bei Bewegung immer schlechter I.6.2.a. Myotone Dystrophie Sie ist ein genetischer Defekt (autosomal-dominant) der Ionenkanäle in der Muskulatur. Sie ist die häufigste Muskeldystrophie im Erwachsenenalter (5:100.000).Symptome: Steifigkeitsgefühl, verzögerter Augen- oder Faustschluss, verminderte Belastbarkeit, Herzerkrankungen I.6.2.b. Maligne Hyperthermie Sie ist ebenfalls eine myotone, genetische (autosomal-dominant) Störung, bei der durch Triggersubstanzen (z.B. bestimmte Narkotika) im Muskel unkontrolliert Calcium freigesetzt wird. Dies führt zu Krämpfen (Spasmen) und zu einem stark erhöhten ATP-Umsatz des Muskels. Dieser gesteigerte Stoffwechsel bedingt einen Temperaturanstieg (40°C und mehr) der tödlich sein kann. Die Häufigkeit (Prävalenz) der genetischen Disposition liegt unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit bei etwa 1:3.000 bis 1:10.000. Angaben zur Häufigkeit eines klinischen Auftretens variieren von 1:5.000 bis 1:100.000 Narkosen. Die maligne Hyperthermie tritt in jeder Altersstufe auf, junge Patienten sind jedoch häufiger betroffen. Zudem tritt sie öfter bei Männern (2:1) auf.  
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  • Myositis Die Myositis ist eine entzündliche Erkrankung der Skelettmuskulatur. Man differenziert: m Polymyositis (Schwächen der Nacken-, Schulter- und Hüftmuskeln) m Dermatomyositis (auch hier sind Schwächen der Nacken-, Schuler- und Hüftmuskeln typisch) m Einschlusskörpermyositis (die Muskelschwäche ist hier asymmetrisch verteilt) m Sporadische Myositis m Hereditäre Form m Myositis im Rahmen anderer Systemerkrankungen m Erregerbedingte Myositis  
  • Fibromyalgie-Syndrom Die (Faser-Muskel-Schmerz) ist ein multilokuläres Schmerzsyndrom. Charakterisiert ist es als schwere chronische Erkrankung, mit weit verbreiteten Schmerzen mit wechselnder Lokalisation in der Muskulatur, um die Gelenke und Rückenschmerzen und auch Druckschmerzempfindlichkeit an den "Tender Points" sowie Begleitsymptomen wie u.a. Müdigkeit, Schlafstörungen, Morgensteifigkeit, Konzentrations- und Antriebsschwäche, Wetterfühligkeit, Schwellungen von Händen, Füßen und Gesicht und vielen weiteren Symptomen. Das Verhältnis Frauen zu Männer liegt bei 9:1. Die Erkrankung tritt zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr gehäuft auf.  
  • Muskelriss Muskelriss (Muskelfaserriss): Muskelverletzung mit Fasereinrissen oder kompletter Zerreißung. Ursache: Direkte Gewalteinwirkung mit Überdehnung, Überforderung des Muskels. Beim Untergang von Muskelfasern entsteht eine Narbe (Muskelschwiele).  
  • Muskelbruch Muskelbruch (Muskelhernie): echter: Hervortreten des Muskels nach Einriss der Faszie  
  • Muskelkater Muskelkater: Überbeanspruchung des Muskels führt zur Übersäuerung durch Lactatbildung und zu kleinen Muskelfaserrissen Muskelermüdung: Abnahme der Kontraktionsfähigkeit bei Beanspruchung durch Anhäufung von Stoffwechselzwischenprodukten
  • Muskelschwund Muskelschwund (Muskelatrophie): Abnahme der Muskelmasse entweder bei gleich bleibender Muskelzellzahl (einfach Muskelatrohpie) oder bei abnehmender Zellzahl (numerische Muskelatrophie)  
  • Myogelose Myogelose: Muskelhartspann, knoten-/wulstförmige Verhärtung mit Palpations- und Spontanschmerz durch Überbeanspruchung und bestimmten Muskel- und Gelenkserkrankungen  
  • Myotonie Myotonie: tonsicher (Dauer-) Krampf der Muskulatur für mehrere Muskeln gemeint. z.B: bei Tetanus und Tetanie  
  • Myoklonie Myoklonie: klonischer Krampf. rasch aufeinander folgende, kurz andauernde Krämpfe antagonistischer Muskeln
  • Muskelspasmus Muskelspasmus: Krampf, unwillkürliche Kontraktion
  • Parese Parese: unvollständige Lähmung  
  • Paralyse Paralyse: vollständige Lähmung  
  • Tendinitis Tendinitis (Sehnen) ist eine in der Regel abakterielle Entzündung der Sehnen  
  • Tendovagitinis Tendovaginitis: (Sehnen-/ Sehnenscheidenentzündung) ist eine in der Regel ebenfalls abakterielle Entzündung der Sehnen  
  • Bursitis Bursitis: Schleimbeutelentzündung  
  • Myopathien Myopathien: versteht man im Allgemeinen Erkrankungen der Muskulatur, die vom Muskelgewebe selbst ausgehen