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B&E (Subject) / B&E-Prüfung (Lesson)

Dräck

This lesson was created by LionGirl12.

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  • Was versteht man unter versteckter Gewalt? Versteckte Gewalt: Mobbing, welches „heimlich“ geschieht, ausgegrenzte Minderheiten, etc.
  • Was ist symbolische Gewalt?   „Wenn du das Gesetz nicht befolgst, wirst du verhaftet!“
  • Was ist strukturelle Gewalt? Wann tritt sie auf?   Gewalt kann nicht nur von Personen oder Personengruppen ausgehen, sondern auch von Institutionen. Wenn im 18. Jh. Menschen an Tuberkulose sterben, sprechen wir nicht von Gewalt, weil damals das Wissen gefehlt hat, diese Krankheit zu heilen. Heutzutage sprechen wir in diesem Kontext aber von struktureller Gewalt, weil die Technologie vorhanden wäre, den Opfern aber vorenthalten wird. Strukturelle Gewalt, oder besser formuliert „strukturelle Diskriminierung“ findet dann statt, wenn Personen bei der legitimen Ausübung ihrer Grundrechte von einer Institution behindert werden.
  • Wann darf - ethisch gesehen - Gewalt angewandt werden?   Notwehr und Friedenssicherung wären legitime Bedingungen, Gewalt anzuwenden. Die angewandte Gewalt darf jedoch nicht mehr Schaden anrichten als das Übel, das man verhindern will. Nur so viel Gewalt anwenden, wie zum Schutz der Bürger notwendig ist.
  • Was ist das Trieb-Instinkt-Modell?   These von der angeborenen Aggressivität; Trieb-Instinkt-Modell: Bei manchen Tieren kann dies stimmen, wenn sie ihr Territorium verteidigen wollen. Dies kann allerdings nicht auf Menschen übertragen werden, da dieser seine Handlungen kontrollieren kann. Ein Säugling ist nicht aggressiv – Aggression muss erlernt werden.
  • Was ist die Frustrations-Aggressions-Theorie?   Aggression setzt das Vorhandensein von Frustration voraus, Frustration führe zu Aggressionen. Dies ist masslos übertrieben. Umgekehrt ginge es vielleicht: Ein Mensch, der genug Geld hat, hat keinen Grund, frustriert zu sein und deswegen einen Raubüberfall zu begehen.
  • Was hat die Gehirnforschung zum Thema aggressives Verhalten herausgefunden?   Durch eine Kopfverletzung oder eine frühe soziale Verwahrlosung kann es zu Schädigungen des präfrontalen Kortex und somit zu höherer Tendenz zu aggressivem Verhalten kommen.
  • Aggressionen werden erlernt, so einige lerntheoretische Ansätze. Welche Ansätze sind das und was sagen sie aus?   Klassisches Konditionieren (Pawlow): Soldaten, die auf Stoffpuppen schiessen können, verlieren die Hemmung, auch auf richtige Menschen zu schiessen. Operantes Konditionieren (Skinner): Kinder können lernen, ihre Wünsche mittels Quengeln durchzusetzen, wenn ihre Eltern ihnen diese Unsitte nicht abgewöhnen und wenn Quengeln nichts mehr nützt, lernen sie, mit Drohungen zu arbeiten. Die Kinder werden zum Quengeln und Drohen konditioniert, die Eltern zum Nachgeben. Modell lernen (Bandura): Ein Kind sieht, dass ein anderes mittels Gewaltanwendung zum Ziel kommt. Es macht ihm die Handlung nach. Auch Videospielfiguren können als Modelle fungieren. Gewaltszenen in Videospielen: Es ist zwar nicht bewiesen, aber Konditionierung, Modell-Lernen und eine Tendenz zur Verwechslung der Wirklichkeit mit dem Spiel können Entwicklungen in die falsche Richtung verstärken.
  • Welche Gründe für Aggressionen gibt es laut psychologischen Erklärungen?   Aggression als Verteidigung der eigenen Person und ihrer Freiheit: Wenn man Angst hat um etwas, was einem wichtig erscheint, kann es zu Aggressionen kommen. Aggression zur Wahrung von Freiheit: Bedrohte Völker kämpfen um die Freiheit vor Unterdrückung und Ausbeutung. Aggression als Reaktion auf Kränkungen: Angriffe auf die eigene Person (Gefühle, Körper, Gedanken, etc.) wird abgewehrt oder erwidert. Aggressives Verhalten aus Konformismus: Wenn einem befohlen wird, aggressiv zu handeln, obwohl man selber gar keine Aggression verspürt. Jugendliche schlagen zu, weil der Rest der Gruppe es auch tut und weil sie nicht als Feigling dastehen wollen. Sucht und Gier: Wenn man sich nicht kaufen kann, was man haben möchte, kann man aggressiv werden.
  • Welche sozial bedingten Risikofaktoren können zu Aggressionsneigungen führen?   Kinder unverheirateter Teenager-Mütter: Der Ausbildungsabbruch und andere Probleme der Mutter können sich auf das Kind übertragen. Kinder von Eltern mit besonderen psychischen Belastungen (asozial, keine feste Eltern-Kind-Bindung, Gewalt, Sucht) Ungünstiger sozioökonomischer Status: Eltern arbeiten lange, haben wenig Zeit für das Kind. In Konfliktsituationen reagieren sie ungünstig und provozieren die Kinder dazu, in einen Machtkampf zu treten. Teufelskreise: Aggressive Kinder schliessen sich mit anderen Aussenseitern zusammen; es bilden sich Problemgruppen. Erzieherisches Versagen: Wenn Eltern nicht über Gefühle sprechen, den Kindern keine Grenzen setzen, zur Anwendung von Gewalt neigen. Opfer-Täter-Syndrom: Sexuell missbrauchte Kinder, welche nicht therapiert wurden, neigen später häufig selber zu sexuellem Missbrauch.
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  • Was ist die sicherste Gewaltprävention? Was führt dazu, dass man Situationen falsch einschätzt?   Der Aufbau von Achtung und Respekt ist die sicherste Gewaltprävention. Emotionale Fehlentwicklung kann zu einem erhöhten Aggressionspotential führen, weil man Situationen falsch einschätzt.
  • Welche drei Schwierigkeiten in der emotionalen Intelligenz gibt es?   Eigene Gefühle wahrnehmen und korrekt verbalisieren: Oft werden nur negative Gefühle erkannt. Fehlende Empathie: Gefühle werden nicht oder falsch interpretiert. Unfähigkeit, soziale Situationen korrekt einzuschätzen und die emotionale Interaktion zwischen den Menschen korrekt zu entschlüsseln.
  • Was sind Emotionen? Körperzustände mit vier Aspekten.
  • Welche vier Aspekte von Körperzuständen bezüglich Emotionen gibt es? Physiologischer Aspekt: Manche Emotionen sind äusserlich sichtbar, andere nicht. Motivationaler Aspekt: Emotionen beeinflussen und steuern unsere Handlungen. Was empfinden wir als angenehm oder unangenehm?  Aktiv: Handeln von Affekten. Passiv: Erleiden von Affekten. Kognitiver Aspekt: Wir lesen aus den gesehenen Emotionen eine Botschaft heraus, die wir deuten. Gefühlsaspekt: Das Gefühl ist das Erlebnis, das eine Person von ihrer eigenen Emotion hat.
  • Was ist ein Beispiel für einen Urteilskern einer Emotion oder eines Gefühls?   Angst = Ich bin bedroht, Ärger = Das ist unangenehm und hätte vermieden werden können, etc.
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Urteil und einer Emotion?   Urteile können wahr oder falsch sein, sind also nicht subjektiv – Emotionen hingegen schon. Emotionen lassen sich zwar deuten aufgrund von Mimik oder Körperhaltung, aber wir argumentieren nicht mit ihnen, wie wir es mit Urteilen machen können.
  • Was ist Empathie? Ist es schwieriger, sich in den Zorn oder in die Trauer einer Person einzufühlen?   Wir fühlen mit, wenn es anderen Personen schlecht geht. Kleinkinder sind zuerst in der Lage, sich empathisch in jemanden hineinzuversetzen, bevor sie intellektuell dazu in der Lage sind. Wir versetzen uns in die Lage der anderen Person und übernehmen deren Gefühle. Es ist schwieriger, sich in den Zorn einer anderen Person einzufühlen, als in die Trauer oder die Freude. Um den Ärger nachvollziehen zu können, müssten wir eher am Geschehen teilgenommen haben als wenn uns die Person erzählt, ihr Vater sei gestorben.
  • Was ist das Ziel davon, jemandem unsere Emotionen zu zeigen?   Ziel unseres Ausdrucks soll sein, dass die anderen die Gefühle nachvollziehen oder sogar gutheissen können.
  • Welche moralischen Emotionen gibt es?   Dankbarkeit, Mitleid, Achtung, Verachtung.
  • Was ist die Bedeutung der Empathie für die Moralentwicklung?   Wenn ein Kind ein anderes schlägt, und dieses daraufhin zu weinen beginnt, muss man es nicht mehr belehren. Es merkt selber, dass es etwas falsch gemacht hat. Kinder erkennen den Sinn des Teilens praktisch von selbst, da sie einen angeborenen Gerechtigkeitssinn haben.
  • Wie wirken sich die Emotionen des Erwachsenen auf ein Kleinkind aus?   Kleinkinder imitieren die Gefühlsregungen von Erwachsenen: Sie stossen sich das Knie, worauf der Erwachsene ein schmerzverzerrtes Gesicht macht.
  • Wie sieht die Entwicklung der Gefühle und des Gefühlswissens bei Kindern aus?   Zweijährige Kinder: Durch den Ekel, den Kleinkinder bei Erwachsenen im Zusammenhang mit Spinnen, etc. sehen, erlernen sie selber dieses Gefühl des Ekels. Zweijährige Kinder schreiben auch Objekten noch Gefühle zu. Sie unterscheiden nicht zwischen Spiel und Realität. Das Kind nimmt sich jedoch als eigenständige Person wahr und erkennt sein Gesicht im Spiegel. Es erkennt eigene und fremde Emotionen. 3-4-jährige Kinder wissen, dass sie beim Spiel nur „so tun als ob“. 3-6-jährige Kinder: Mit ca. 3 Jahren lernt ein Kind, mit seinen eigenen Emotionen selber fertig zu werden. Ein Säugling hingegen muss beruhigt werden, wenn er negative Gefühle erlebt hat. Mit 6 Jahren weiss das Kind, dass es anderen Menschen Gefühle vortäuschen oder verheimlichen kann. 6-12-jährige Kinder: Das 6-jährige Kind versteht, dass unterschiedliche Personen in derselben Situation verschiedene Gefühle haben können.
  • Wie entwickeln sich die Gefühle "Stolz" und "Scham"?   Das Kind interpretiert anhand der Mimik, Gestik, des Tonfalls der Bezugspersonen, ob es etwas richtig gemacht hat, und übernimmt dieses Gefühl der Bezugsperson, ohne jedoch genau den Grund dafür zu kennen. Je öfter man ein Kind für etwas lobt, was es gut gemacht hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Kind diese Tätigkeit oft und gerne wiederholen wird. Später stellen sich Stolz und Scham auch von selbst ein, bevor jemand eine Leistung be- wertet hat. Jedoch muss ein Erwachsener anwesend sein, sonst stellen sich Stolz und Scham nicht ein. Ungefähr mit 8 Jahren stellen sich Stolz und Scham auch dann ein, wenn das Kind von aussen unbeobachtet bleibt. Die Normvorstellung ist also internalisiert. Erst mit 8 Jahren kann einem Kind beigebracht werden, was eine „Norm“ ist. Erst dann versteht es, dass es grundsätzlich falsch ist, zu stehlen, und erst dann wird es Schuldgefühle empfinden, wenn es etwas gestohlen hat.
  • Entwicklung der Empathie-Fähigkeit und der Fremdwahrnehmung: 1.Was ist reaktives Schreien bei Neugeborenen? 1. Am Anfang ahmt das Kind reflexiv nach: Wenn neben einem Baby ein anderes Baby schreit, fängt ersteres auch an zu schreien. Es scheint sich ins andere Baby hinein zu fühlen.
  • Entwicklung der Empathie-Fähigkeit und der Fremdwahrnehmung: 2. Was versteht man unter erster Nachahmung (1. Lebensjahr)?   2. Bis das Kind 8 Monate alt ist, ahmt es einfach die ihm vorgezeigten Emotionen nach. Es versteht noch nicht, dass es anders reagieren könnte als jemand anderes.
  • Entwicklung der Empathie-Fähigkeit und der Fremdwahrnehmung: 3. Was versteht man unter egozentrischer Empathie (ab ca. 10 Monaten)? 3. Das Kind fängt an zu weinen, wenn ein anderes Kind hinfällt und zu weinen beginnt. Es weiss zwar, dass es vom anderen Kind physisch getrennt ist, aber auf der Gefühlsebene fehlt diese Trennung noch.
  • Entwicklung der Empathie-Fähigkeit und der Fremdwahrnehmung: 4. Was versteht man unter quasi egozentrischer Empathie (1.5 Jahre)? 4. Das Kind erkennt sich selbst im Spiegel. Es bleibt egozentrisch beim Versuch, andere zu trösten. Wenn ein anderes Kind hinfällt, führt Fritz es nicht zu dessen anwesender Mutter, sondern zu seiner eigenen. Er bringt dem Kind auch nicht dessen Teddy, sondern sein eigenes Plüschtier.
  • Entwicklung der Empathie-Fähigkeit und der Fremdwahrnehmung: 5. Was versteht man unter wirklicher Empathie und dezentrierter Tröstungsstrategie (ab ca. 2-3 Jahren)?   Ich und Du sind auf allen Ebenen getrennt. Wenn Fritz im Auto erfährt, dass Vreni traurig ist, weil sie ihren Teddybären vermisst, sagt Fritz, wenn sie sich Vrenis Haus nähern: So, jetzt hast du gleich deinen Teddybären wieder!“
  • Entwicklung der Empathie-Fähigkeit und der Fremdwahrnehmung: 6. Was versteht man unter differenzierter Empathie (frühere Kindheit)? 6. Das Kind kann komplexere Emotionen bei anderen verstehen: Fritz fürchtet einen Gesichtsverlust, weil er sich helfen lassen muss.
  • Entwicklung der Empathie-Fähigkeit und der Fremdwahrnehmung: 7. Was versteht man unter Koordination von emotionalem Ausdruck und Gefühlen (3-5 Jahre)? 7. Das Kind versteht, dass verschiedene Personen in der gleichen Situation andere Gefühle haben können.
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  • Entwicklung der Empathie-Fähigkeit und der Fremdwahrnehmung: 8. Was versteht man unter Empathie mit metakognitiven Elementen (3-4 Jahre)? 8. Geschichte: Ein Mädchen mag nicht gerne Cola, sondern lieber Milch. Es bekommt eine Flasche, die normalerweise Milch enthält. Jemand hat aber die Flaschen vertauscht und nun bekommt das Mädchen Cola. Wie fühlt sich das Mädchen wohl? Schon 3-4-jährige Kinder verstehen, dass das Mädchen jetzt wohl traurig ist, auch wenn sie selber lieber Cola als Milch mögen. Sie können sich die Wünsche anderer vorstellen.
  • Entwicklung der Empathie-Fähigkeit und der Fremdwahrnehmung: 9. Was versteht man unter "Empathie mit sozialen Gefühlen und mit der Erfahrung des Anderen" (8-9 Jahre)? 9. Die Kinder verstehen, dass man sich schlecht fühlen kann, wenn man eine Aufgabe mangels Unähigkeit nicht lösen kann.
  • Entwicklung der Empathie-Fähigkeit und der Fremdwahrnehmung: 10. Was versteht man unter Empathie in der Adoleszenz? 10. Bereits mit 12 oder 13 Jahren ist ein Jugendlicher fähig, atypische Gefühle (z.B. Trauer bei einem Sieg oder Scham, wenn man Hilfe braucht) zu verstehen.
  • Entwicklung der Empathie-Fähigkeit und der Fremdwahrnehmung: 11. Was versteht man unter Empathie im Erwachsenenalter? 11. Erwachsene können besser abschätzen, in welcher Situation Mitgefühl angebracht ist. Wenn es jemandem schlecht geht und er dauernd wieder darauf angesprochen wird, geht es ihm unter Umständen nicht besser.
  • Wie kann man Gewaltprävention machen im Zusammenhang mit Empathie?   Wer Kinder darin unterstützt, ihre eigenen Gefühle zu verstehen und die Emotionen anderer Menschen nicht nur wahrzunehmen, sondern auch richtig zu deuten, leistet einen wesentlichen Beitrag zur Gewaltprävention.
  • Wann sind Strafen erlaubt?   Strafen sind erlaubt, wenn sie pädagogisch sinnvoll (pädagogischer Natur), gerecht (ethischer Natur) und wirksam / effizient sind. Strafen sollen zu einer Einsicht führen, die handlungswirksam wird.
  • Wie sieht die Strafdefinition nach Hobmair (1998) aus? Wie soll laut ihm eine Strafe sein? Was vergisst Hobmair?   „Strafe und Bestrafung sind vom Erzieher eingesetzte Verhaltenskonsequenzen, die eine unangenehme Wirkung haben und damit erreichen sollen, dass das nicht erwünschte Verhalten vom zu Erziehenden weniger häufig beziehungsweise nicht mehr gezeigt wird.“ Eine Strafe soll also nicht bloss lehrreich, sondern auch unangenehm sein. Ein gewünschtes Verhalten kann laut dieser Definition objektiv oder subjektiv sein und muss nicht ethischen Prinzipien entsprechen. Die natürliche Konsequenz, die eine Handlung haben kann (Zug verpassen, weil man herumgetrödelt hat), wird von Hobmair nicht erwähnt, wird aber in der Pädagogik oft angewandt, weshalb viele Pädagogen dafür plädieren, straffrei zu erziehen.
  • Was bedeutet Strafe als Vergeltung? Positive / negative Punkte davon?   „Wie du mir, so ich dir.“ Damit dies funktioniert, muss eine Absicht hinter der zu bestrafenden Tat stehen. Einen Fluss zu bestrafen, weil er über die Ufer tritt? – Wohl kaum! Positive Punkte: Wer Vergeltung übt, will das Gleichgewicht zwischen den Parteien wiederherstellen. Negative Punkte: Töten aus Rache bringt nichts, denn der zuerst getötete wird nicht wieder lebendig. Wer Vergeltung übt, um ein Gleichgewicht wieder herzustellen, gibt zu, dass er in einem Machtkampf mit der Gegenpartei steht. Ein Machtkampf zwischen Lehrer und SuS ist sehr ungünstig!
  • Was bedeutet Strafe als Vorbeugung oder Abschreckung? Positive / negative Punkte davon?   Man straft, um grössere Übel zu vermeiden – egal, ob die Tat beabsichtigt war oder nicht. Die Theorie ist utilitaristisch (nutzenorientiert) und kosequentialistisch (folgenorientiert). Mit dieser doppelten Orientierung erweist sich der Utilitarismus als die beste ethische Theorie zur Begründung von Strafe. Die Folgen der zu bestrafenden Handlung werden gegen diejenigen der Strafmassnahme abgewogen.   Positive Punkte: Wer für Ordnung ist, kann auch für deren Respektierung sein. Negative Punkte: Die abschreckende Wirkung ist auch dann garantiert, wenn man Unschuldige hinrichtet. Effiziente Abschreckung ≠ gerechte Strafe. Nicht immer erreicht man das gewünschte Ziel: Todesstrafe in den USA ≠ Senkung der Kriminalität.
  • Mit dieser doppelten Orientierung erweist sich der Utilitarismus als die beste ethische Theorie zur Begründung von Strafe. Von welcher Art von Strafe ist die Rede? Was ist die doppelte Orientierung? Strafe als Vorbeugung oder Abschreckung: Die Theorie ist utilitaristisch (nutzenorientiert) und kosequentialistisch (folgenorientiert). Die Folgen der zu bestrafenden Handlung werden gegen diejenigen der Strafmassnahme abgewogen.
  • Wie sieht die Strafe als Wiedergutmachung aus? Positive / negative Punkte daran?   Als Wiedergutmachung muss der Täter z.B.: Kosten übernehmen, sich entschuldigen, Reue zeigen, etc. Positive Punkte: Der Täter muss aktiv dafür sorgen, dass der Schaden (soweit möglich) behoben wird. Der Täter soll zur Einsicht gelangen. Negative Punkte: Mord kann nicht einfach wieder gut gemacht werden. Die Idee, ein Schaden könne stets wieder gut gemacht werden, kann zu destruktiven Aktionen verleiten.
  • Was ist eine Strafe als erzieherische Massnahme? Was ist das Ziel davon? Welcher andere Begriff wäre sinnvoller verwendet in diesem Zusammenhang?   Ziel der pädagogischen Massnahme ist es, den Täter zu „bessern“. Der Täter soll Einsicht gewinnen. Eigentlich ist es aber kontrovers, Einsicht und Gesinnung einer anderen von einer Person erzwingen zu wollen, denn Einsicht und Gesinnung sind eine Überzeugung, die auf eigenständigen Überlegungsprozessen beruhen. Man sollte daher eher klare Gründe angeben, wieso sich jemand so und nicht anders verhalten sollte. Das Hinführen zur Einsicht in ein fehlerhaftes Verhalten ist also nicht wirklich eine Strafe, sondern eher eine pädagogische Intervention.
  • Was versteht man unter einer pädagogischen Intervention? Das Hinführen zur Einsicht in ein fehlerhaftes Verhalten.
  • Was ist eine spontane Strafe?   Ein Kind vom Gefahrenherd wegreissen, um einen Unfall zu vermeiden. Ohne viel zu überlegen, zeigt man dem Kind eine Emotion, die es als Strafe empfindet. Eine spontane Strafe verleitet dazu, seine Frustration am Kind auszulassen.
  • Was ist eine versteckte Strafe? Was sind beispiele für schlechte Strafen?   Eine verdeckte Strafe ist z.B., das Kind zu ignorieren und ihm weniger Zuwendung zu schenken, wenn es etwas schlecht gemacht hat. Schlechte Strafen sind also: Liebesentzug oder lang anhaltende Gesprächsverweigerung.
  • Was sind Beispiele für unnütze Strafen in der Schule?   Isolierung, Freiheitsentzug, wiederholtes Schreiben eines ermahnenden Satzes, eigentlich sinnvolle Arbeiten; die SuS verabscheuen dann diese.
  • Was ist eine unpersönliche Sanktionsmethode?   Ist auf Regeln abgestützt und für alle SuS gleichermassen geltend. Typisch dafür: Strichliliste, bevor es zu einer Strafe kommt. Nachteil: Die SuS kommen nicht zur Einsicht, weil unmittelbare Folgen fehlen.
  • Was ist eine persönliche Sanktionsmethode? Worin liegen die Schwierigkeiten für den Erwachsenen?   „Es geht nicht, dass du deine Schwester schlägst! Zur Strafe gehst du zu Fuss nachhause!“ Dies führt zu einer temporären Entfremdung zwischen Erwachsenem und Kind. Der Erwachsene muss das aushalten, damit das Kind von selbst die Initiative ergreift, dessen Vertrauen wieder zu gewinnen.
  • Welche Straf-Methode sollte man eher anwenden; unpersönlich oder persönlich?   Am sinnvollsten ist es, wenn man mit beiden Methoden arbeitet. Kleine Vergehen bestraft man unpersönlich, grössere Vergehen persönlich.
  • Was ist im ethischen Kontext eine gerechte Belohnung?   Die Grösse der Belohnung nicht nach Sympathie sondern nach Leistung bemessen.