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B&E (Subject) / B&E-Prüfung (Lesson)
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- Wie steht Locke (1684) zu Kritik und Tadel? Was ist die Kritik an Lockes Vorstellung? Kritik und Tadel soll nur unter vier Augen erfolgen, Lob aber vor Zeugen ausgesprochen werden. Man erspare dem Kind damit Demütigungen und stärke sein Selbstwertgefühl. Bei besonders krassen Vergehen macht es durchaus Sinn, das Kind vor Publikum zu kritisieren. Wichtig ist, dass man Person und Handlung trennt und dass man die Würde der Person nicht durch die Strafe verletzt.
- Wann sind Lob und Tadel wirksam? Lob und Tadel sind dann wirksam, wenn sie dazu beitragen, bei den SuS eine entsprechende Einsicht auszulösen.
- Was ist ein Konflikt? Ein Interessensgegensatz oder eine Unstimmigkeit zwischen zwei oder mehr Personen.
- Was bringt es, Konfliktlösungsstrategien zu erlernen? Die Vertrautheit mit Konfliktlösungsstrategien ist eine Vorbeugung gegen Gewalt. Wichtig, dass schon Kindergartenkinder solche Strategien erlernen.
- Was sind kontraproduktive Konfliktlösungsstrategien? Gegenseitiges „in die Schuhe Schieben“ der Ursache. Versuchen, mittels Drohgebärden zur Kooperation zu zwingen. Dies passiert in der Schule, bringt aber wenig, weil die SuS Widerstand leisten. Wettbewerbsdenken und meinen, die eine Partei müsse den Konflikt „gewinnen“.
- Welche beiden Konfliktlösungsstrategien haben Lehrpersonen laut Gordon? Welches ist die bessere? Wie müsste ein Lehrer laut Gordon einen Konflikt lösen? Laut Gordon haben Lehrer zwei Konfliktlösungsstrategien, die jedoch beide falsch sind: „Macht ausspielen und den SuS eine Lösung aufzwingen“ oder „den Sus den Willen lassen und sich zurückziehen“. Beides wirkt unglaubwürdig und führt zu weiteren Konflikten. Um eine Lösung zu erzielen, darf man also nicht nach Macht-Ohnmacht handeln. Gordon schlägt auch im schulischen Milieu eine Konfliktlösung durch Kooperation vor.
- Welches sind die Phasen der Konfliktlösung nach Gordon (1981)? Definition des Problems: In Ich-Botschaften wird kommuniziert, wie die Einzelnen den Konflikt sehen. Es geht nur um die Fakten – es wird nichts kommentiert. Sammlung möglicher Lösungen: Alle Beteiligten schlagen Lösungen vor (unbegründet, nicht gerechtfertigt), ohne diese jedoch gegenseitig zu kommentieren. Wertung der Lösungsvorschläge: Die besten Lösungsvorschläge werden ausgesucht. Alle sollen ihre Gefühle und Bedürfnisse äussern. Entscheidung: Es wird nach der für alle Parteien besten Lösung gesucht. Am besten soll nicht abgestimmt, sondern diskutiert werden, damit es keine Gewinner und Verlierer gibt. Die Lösung soll schriftlich festgehalten und von allen Beteiligten unterschrieben werden. Realisierung der Entscheidung: Alle Beteiligten setzen das Entschiedene um. Beurteilung des Erfolgs: Das beste Zeichen des Erfolgs ist das Verschwinden des Konflikts.
- Ist Gordons (1981) Konfliktlösungsmethode sinnvoll? Diese Konfliktlösungsmethode ist super, aber nicht bei Wertekonflikten (Konflikte über den Lebensstil oder die persönliche Lebensgestaltung).
- Was ist ein Wertekonflikt? Wie kann er anderen verständlich gemacht werden? Wenn Ich-Botschaften nicht verstanden werden vom Gegenüber, spricht man von einem Wertekonflikt. Wenn ein Lehrer den SuS diktieren will, was sie anziehen sollen und diese sich das nicht vorschreiben lassen wollen, spricht man von einem Wertekonflikt. Man kann dennoch versuchen, über Ich-Botschaften zu kommunizieren: „Wenn du dieses Wort benutzt, verletzt mich das.“
- Wie sieht die Konfliktlösungsstrategie laut Harvard-Modell (1984) aus? Was ist der Unterschied zum Gordon-Modell? Beim Gordon-Modell geht die Konfliktlösung gewöhnlich vom Lehrer aus. Beim Harvard-Modell (1984) handelt es sich um zwei gleichgestellte Parteien. Beim Harvard-Konzept ist es den Parteien überlassen, ob sie kooperieren oder konkurrieren wollen. Problem: Wenn einer nett verhandelt und der andere nicht, gewinnt wohl der nicht-nette. Wichtig ist also, dass man den anderen nett behandelt, aber hart ist in der Sache.
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- Wie verhandelt man erfolgreich? Nicht um Positionen feilschen: = Nicht auf einem Standpunkt beharren und Druck machen, damit der andere nachgibt, sonst kommt man nie auf einen Kompromiss. Menschen und Probleme getrennt voneinander behandeln: Beziehungs- und Sachebene sollen demnach nicht vermischt werden.
- Was bringt es, wenn ich über die Interessen der Beteiligten Bescheid weiss? Wenn man über die Interessen aller Beteiligten Bescheid weiss, kommt man eher auf eine Lösung. Beispiel: Zwei Schwestern streiten sich um eine Orange, die sie am Ende nach langer Diskussion 50/50 teilen. Die eine wollte nur das Fleisch, die andere wollte nur die Schale. Die eine wirft also die Schale weg, die andere das Fleisch. Hätten sie die Interessen offen geäussert, wäre es nicht zu einem Konflikt gekommen. Das kooperative Eingehen auf die Interessen der Gegenseite ermöglicht ein Positivsummenspiel.
- Wie reagiere ich richtig auf eine Drohung während eines Konfliktgesprächs? Um eine Lösung zu erhalten, soll man auf Drohung nicht mit Gegendrohung antworten, sondern auf Regeln verweisen. Dies erhält die Sachlichkeit in einer Diskussion.
- Wann macht es Sinn, einen Mediator für ein Gespräch einzustellen? Was muss dieser beachten? Wenn die emotionale Beziehung zwischen den Parteien zu stark strapaziert ist, macht es Sinn, einen Mediator einzustellen, der als Brückenbauer fungiert. Dieser muss neutral sein und darf selber keine Lösungen vorschlagen.
- Wie sehen die Phasen der Konfliktlösung mit Mediation laut Faller (1998) aus? • Klärung der Rolle des Mediators: Der Mediator erläutert die Ziele der Mediation und die Regeln. Er versichert sich, dass alle mit Vorgehen und Bedingungen einverstanden sind. Klärung der Sichtweisen der Konfliktparteien: Über den Mediator wird eine Kommunikation zwischen den Parteien hergestellt. Standpunkte der Parteien werden wechselseitig kommuniziert. Konflikterhellung: Schrittweise wird eine direkte Kommunikation zwischen den Beteiligten hergestellt. Motive und Gefühle werden geäussert. Wünsche zum weiteren Vorgehen werden geäussert. Suche nach Problemlösung: Gemeinsam wird nach Lösungen gesucht. Die eingebrachten Vorschläge werden diskutiert. Konsensfindung und Vereinbarung: Die Vereinbarung wird schriftlich notiert und von allen Beteiligten unterschrieben. Das Ziel der Mediation ist erreicht, wenn die Parteien allein miteinander zurechtkommen.