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GSP (Subject) / GSP schriftlich (Lesson)

Übergang vom Kiga zur GS

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  • Kieler Einschulungsverfahren   Kieler Einschulungsverfahren → veröffentlicht 1986 → neben vorschulischen Informationen setzt sich das Verfahren aus 3 Teilen zusammen: Elterngespräch u.a. über folgende Themen: → Einstellungen des Kindes zur Schule → Kontakt mit anderen Kindern → Selbstständigkeit → Reaktion auf Erfolg / Misserfolg → Konzentrationsfähigkeit...   Unterrichtsspiel → Spiel zum Kennenlernen → Malen und Ausschneiden → Zeichnen → Arbeit mit Mengen → Erzählen zu einem Wandbild → Turnen Das Spiel dauert 90 min mit max. 6 Kindern (incl. Pausen und Auflockerungsübungen) Ein Lehrer leitet den Unterricht, ein anderer beobachtet und protokolliert nach einem Beobachtungsraster Einzeluntersuchung in Zweifelsfällen     Es gibt keinen Punktwert, sondern die psychologisch-pädagogische Kompetenz des Lehrers ist entscheidend.  
  • Alternative Position zum Schulfähigkeitsbegriff   Richter: Das Konzept der Schulfähigkeit und ihrer Feststellung am Schulanfang ist obsolet, denn es ist automatisch mit Selektion verbunden → Daher sollte man besser darauf verzichten und sich auf die Verschiedenheit der Kinder in einem integrierten Schulanfang einstellen (vgl. Neue Schuleingangsstufe)  
  • Alternativen zur Übergangsgestaltung - Übersicht - Übergang in den Niederlanden - Neue Schuleingangsstufe - Montessori - Bielefelder Laborschule - Grundschule Büppel
  • Übergang in den Niederlanden   in den Niederlanden liegt eine Integration von Kindergarten und Elementarunterricht vor → es ist ein ununterbrochener Entwicklungsgang der Schüler möglich die Einschulung erfolgt sehr früh → Schulpflicht ab dem 5. Lebensjahr → die meisten Kinder werden aber bereits nach dem 4. Geburtstag eingeschult Basisschule dauert 8 Jahre alle Schulen müssen alle 2 Jahre ein aktuelles Konzept vorlegen → das Konzept wird vom gesamten Schulpersonal getragen → die Eltern können ebenfalls mitwirken Schulklima spielt eine große Rolle → wohnliche Atmosphäre → großes, frei zugängliches Materialangebot  
  • Übergang bei Montessori   Die Entwicklung des Kindes verlangt eine vorbereitete Umgebung, mit der sich das Kind aktiv auseinandersetzen kann und die Freiheit der Entscheidung für bestimmte Aufgaben   Im Kinderhaus und in der GS lassen sich in verschiedenen Bereichen die gleichen Elemente finden, so dass ein hohes Maß an Kontinuität gegeben ist: vorbereitete Umgebung Arbeit mit dem Material praktische Aktivitäten Prinzip der Selbstständigkeit beim Lernen Verhältnis zum Erzieher Bedeutung von Ordnung und Ordnungssinn   Außerdem gibt es keine institutionseigenen Anforderungskataloge, sondern es steht immer die individuelle Entwicklung des Kindes im Mittelpunkt → das Kind kann auch beim Institutionswechsel genau da fortfahren, wo es in seiner Entwicklung steht  
  • Übergang in der Bielefelder Laborschule   → Planung zu Beginn der 70er Jahre 5-7-jährige wurden zu einer gemeinsamen dreijährigen Eingangsstufe zusammengefasst Ziel ist es, die Kinder schulfähig zu machen   die altersgemischte Gruppe erleichtert die Eingewöhnung schon dadurch, dass Regeln und Ordnungen immer schon von einem Teil der Schüler beherrscht werden → die „Neuen“ können sich an ihnen orientieren Ankömmlinge können beobachten, wie andere Kinder mit Kulturtechniken umgehen, welche Erfolge sie haben und warum man lesen und schreiben lernen sollte lernschwierige Kinder können gesondert gefördert werden; auch wenn sie ein weiteres Jahr in der Eingangsstufe bleiben, werden sie nicht ausgesondert, sondern verbleiben in der Stammgruppe Eltern sind zur Mitgestaltung des Schulalltags eingeladen → der Übergang von der häuslichen zur schulischen Lernumwelt kann so erleichtert werden
  • Übergang in der GS Büppel   Vorverlegung des Schuleintritts in Kombination mit einem speziellen pädagogischen Konzept   Elternarbeit hat zentrale Bedeutung: → Eltern werden umfassend über die Schularbeit informiert → Eltern können sich vielfältig in der Schularbeit engagieren → Elternpräsenz in der Schule → Hausbesuche Die Präsenz der Eltern nimmt der Schule einen Teil ihres fremdartigen Charakters Abbau der üblichen Einschulungsrituale → Erstkontakt mit der Schule findet im Elternhaus statt → beim Besuch konzentrieren sich die Lehrer vor allem auf das Kind → für das Kind wird die Verbindung Schule – Elternhaus so sehr deutlich   Schulankömmlinge befinden sich in einer altersgemischten Gruppe im Mittelpunkt stehen zunächst offene und individualisierte Lernformen Pädagogik der Ermutigung  
  • Rechtliche Grundlagen zum Übertritt auf weiterführende Schulen   In den meisten Bundesländern endet die gemeinsame Grundschule nach 4 Jahren (Ausnahmen: 6-jährige Grundschule in Berlin und Brandenburg; Schulversuche in einzelnen Bundesländern)   In BY ist die Durchschnittsnote in den Fächern Ma, D, HSU entscheidend für den Übertritt: Übertritt aufs Gymnasium: Durchschnitt bis 2,33 ist notwendig Übertritt auf Realschule: Durchschnitt bis 2,66 ist notwendig   Alternativ kann auch immer am Probeunterricht teilgenommen werden. Der Probeunterricht dauert 3 Tage. Die schriftlichen Aufgaben werden in den Fächern D und Ma zentral gestellt, es werden aber auch mündliche Noten gebildet. Der Probeunterricht gilt als erfolgreich absolviert, wenn in einem Fach mindestens eine 3 und in dem anderen Fach mindestens eine 4 erreicht wurde. Wurde in beiden Fächern eine 4 erreicht, können sich die Eltern für einen Übertritt entscheiden.  
  • Aktuelle Trends zur Wahl der weiterführenden Schule   Insgesamt geht der Trend von der HS zum GY. Gründe dafür sind: Veränderungen des Anforderungs- und Beschäftigungssystems keine Aufnahmeprüfungen mehr an RS und GY, der Elternwunsch hat mehr Gewicht mittlerer Schulabschluss gilt als gesellschaftliche Durchschnittsnorm → HS-Laufbahn ist eine Minderheitenlaufbahn mit niederem Rang   Schichtspezifische Unterschiede bei der Schulwahl Eltern mit niedrigem Schulabschluss richten sich eher nach der Empfehlung des Lehrers (wollen dem Kind Scheitern ersparen) Eltern mit hohem Abschluss streben einen mindestens so hohen Abschluss für ihr Kind an    
  • Mögliche Probleme vor dem Übertritt auf weiterführende Schulen   Neue Situation führt zu Unsicherheit bei den Kindern Erhöhter Leistungsdruck belastet Kinder und verstärkt Rivalitäten Gefährdung des Selbstbildes der Kinder Die Entscheidung über die Schullaufbahn, die relativ unabänderlich ist und Einfluss auf den weiteren Lebensweg hat, belastet die Eltern Wünsche und Forderungen der Eltern üben Druck auf Lehrer aus  
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  • Mögliche Probleme nach dem Übertritt auf weiterführende Schulen   Probleme können sich ähnlich wie am Schulanfang durch die strukturellen und organisatorischen Veränderungen in der neuen Schule ergeben. Hacker unterscheidet: Probleme auf formeller Ebene → Fachlehrer       → andere Sozialformen (oft weniger offen)       → weniger spielerische Lernformen       → weniger innere Differenzierung / Berücksichtigung verschiedener    Lerntypen → rascheres Tempo → höheres Abstraktionsniveau   Probleme auf informeller Ebene → Fehlen der vertrauten Bezugsperson → Gefühle des Verlorenseins, Erleben von Anonymität → weniger direkte und persönliche Koordination zwischen Eltern und Lehrkräften → weniger persönliche Anteilnahme → veränderter Kommunikationsstil → eher institutionelle Regelung von Konflikten → weniger Beratung und Unterstützung bei Problemen    
  • Möglichkeiten zur Erleichterung des Übertritts in weiterführende Schulen - Übersicht Maßnahmen zur Kooperation Maßnahmen in der GS Maßnahmen der weiterführenden Schule
  • Möglichkeiten der Kooperation zwischen GS und weiterführender Schule   GS und weiterführende Schulen müssen sich abstimmen. Die Zusammenarbeit muss sich auf folgende Felder erstrecken:   Planung von Vorhaben für die Kinder, durch die sich deren Kenntnisse der weiterführenden Schulen und damit deren Entscheidungsmöglichkeiten erweitern Gemeinsame Elternarbeit am und zum Übergang, um die Eltern gemeinsam zu beraten Pädagogische und didaktische Abstimmung zwischen den Lehrern der Schulstufen, um die Kontinuität in der Erziehungs- und Bildungsarbeit über die Schulstufen hinweg zu verbessern  
  • Maßnahmen in der GS zur Erleichterung des Übertritts in weiterführende Schulen   Thematisierung des Schulwechsels in Gesprächen → Informationen geben → über Gefühle sprechen Kennenlernen der neuen Schule und der neuen Lehrer Abschied von der alten Klasse/Schule bewusst gestalten Frühzeitige Zusammenarbeit und ausführliche Beratung der Eltern  
  • Maßnahmen in weiterführenden Schulen zur Erleichterung des Übergangs   Patenschaften oder Hausaufgabenhilfe durch ältere Schüler In der Eingewöhnungsphase soziales Lernen betonen: Gesprächskreis, gemeinsame Klassenzimmergestaltung, Erstellen gemeinsamer Regeln, ... Weiterführung gewohnter Lehr- und Lernformen, allmähliches Einüben neuer Sozial- und Arbeitsformen kein zu hoher Leistungsdruck möglichst früh: enger, nicht ausschließlich formeller Kontakt zu den Eltern      
  • Begriff Anfangsunterricht   Der Begriff taucht 1921 erstmals auf und geht auf Berthold Otto und Schulz zurück.   Definition nach Speck-Hamdan: Anfangsunterricht ist ein in spezifischer Art und Weise gestalteter Unterricht für Schulanfänger. Er stellt besondere organisatorische, pädagogische und didaktische Anforderungen, denn stellt die erste Begegnung mit dem schulischen Lernen dar Schulanfang gilt als kritisches Lebensereignis   Dauer des Anfangsunterrichts Autoren sind sich uneinig: erste Schulwochen erste Schulmonate (Hacker) erstes Schuljahr (Speck-Hamdan) erstes und zweites Schuljahr    
  • Übersicht - Geschichte des Anfangsunterrichts Weimarer Zeit: Gesamtunterricht 60er: Elementarer Fachunterricht 80er: Grundlegender Unterricht
  • Anfangsunterricht in der Weimarer Zeit GESAMTUNTERRICHT   Gesamtunterricht nach Neuhaus-Siemon: Bei Gesamtunterricht kommt es zur Auflösung der starren Stundenplanfächerung zugunsten eines Unterrichts, der zusammenhängende Themenkomplexe unter Berücksichtigung der Schülerinteressen behandelt.   Aussagen des LP von 1921 Gesamtunterricht erstreckt sich über die ersten beiden Schuljahre keine feste Untergliederung in Unterrichtsstunden Themen sollen sich zwanglos abwechseln → kein Fachcharakter, denn Kinder „denken, fühlen und handeln nicht in Fächern“ im Mittelpunkt stehen Bedürfnisse, Erlebnisse und Erfahrungen der Kinder Kinder sollen behutsam vom spielerischen an das schulische Lernen herangeführt werden Grundlagen für spätere Fächer sollen so gelegt werden   Kritik Ungenügende Beachtung des Lerngegenstands → daher unzureichende Vorbereitung auf den Fachunterricht der folgenden Jahre  
  • Anfangsunterricht in den 60er Jahren ELEMENTARER FACHUNTERRICHT   Der Gesamtunterricht wurde zu Gunsten einer Gliederung in Lernbereiche aufgegeben. Gründe waren Forderung nach höherer Lerneffektivität Forderung nach einem systematischen und fachspezifischen Lehrgangsaufbau Kritik Überbetonung kognitiver Ziele Überforderung mit Fachbegriffen lebensfremde Auffächerung  
  • Anfangsunterricht in den 80er Jahren GRUNDLEGENDER UNTERRICHT   Grundlegender Unterricht = Synthese der Vorteile von Gesamtunterricht und elementarem Fachunterricht   Eigenheiten und Lebenswelten der Kinder beachten Solides Fundament für aufbauendes Lernen schaffen Anknüpfen an Vorkenntnisse Schaffung neuer Denkstrukturen Gestaltungsfreiheit für den Lehrer Klare Angaben zur Zielsetzung   Konkrete Umsetzung (nach LP) Zusammenfassung von D, Ma, HSU, Mu, K dabei soll ein ausgewogenes Verhältnis der Lehrplananforderungen beachtet werden bei der Gestaltung des Schultags (Dauer und Abfolge der einzelnen Lernabschnitte) soll sich der Lehrer an den Voraussetzungen und Bedürfnissen der Kinder und an den jeweiligen Lerngegenständen orientieren  
  • Aufgaben des Anfangsunterrichts   → Hacker   Klassische Aufgaben Heranführen an die Kulturtechniken Einführung in das Verstehen der kindlichen Lebens- und Erfahrungswelt   Weitere Aufgaben Übergang vom intuitiven zum schulischen Lernen schaffen Begleitung und Förderung der Selbstkonzeptentwicklung → neben dem sozialen und psychischen muss sich ein schulisches Selbstkonzept aufbauen altersgemäße Förderung der Lernkompetenz (metakognitive Fähigkeiten, „Lernen lernen“) grundlegende, auf Selbstbildung abzielende Kompetenzen anbahnen, aufgreifen, fortführen (z.B. Sozialkompetenz, kommunikative Kompetenz, Sachkompetenz)   Hacker fordert auch eine stärkere Berücksichtigung der individuellen Entwicklung der einzelnen Kinder Antworten auf die zunehmende Entwicklungsheterogenität  
  • Übersicht über pädagogische Ziele des Anfangsunterrichts   Übergeordnetes Ziel: Positive Bewältigung des kritischen Ereignisses Schulanfang und das Hineinwachsen in die Welt der Schule   Ziele nach Knörzer Schule als einen Ort erfahren, an dem man persönlich willkommen ist Balance zwischen persönlicher Einmaligkeit und Unterordnung unter die Regeln finden Schule als einen Ort des aktiven Lernens erfahren Schule als einen Ort erfahren, an dem gemeinsam gelernt wird, aber an dem auch jeder seine individuelle Lernzeit hat Einführung einer positiven Fehlerkultur   Ziele nach Portmann Beziehungen zur Schulgemeinde herstellen und Orientierung in der Schule bieten Aufbau einer emotionalen Bindung an die Lehrerin Aufbau von personalen Beziehungen zu anderen Kindern   Ziele nach Hacker Zeiterfahrung vermitteln Raumerfahrung vermitteln Erfahrungen der Sach- und Symbolwelt vermitteln Erfahrungen der eigenen Person vermitteln  
  • Ziele des Anfangsunterrichts - Schule als einen Ort erfahren, an dem man persönlich willkommen ist   schon beim 1. Besuch mit dem Kindergarten auf eine persönliche Begrüßung achten persönlicher Brief der L. an das Kind vor Schulbeginn einzelne Kinder immer wieder persönlich begrüßen, verabschieden, ansprechen Geburtstage feiern „Gedenkminuten“ an kranke Kinder gemeinsame Aktionen, z.B. Frühstück....  
  • Ziele des Anfangsunterrichts - Balance finden zwischen persönlicher Einmaligkeit und Unterordnung unter die Regeln   Das Kind soll erfahren, dass es sich als individuelle Person in den neuen Kontext einbringen darf Morgenkreis Ich-Heft Ausstellungstisch für persönliche Dinge Klassenbuch, in dem jedes Kind eine Seite über sich gestalten darf   Das Kind muss aber auch auszuhalten lernen, dass es nicht das einzige Kind in der Klasse ist Einführung weniger, aber verbindlicher Regeln gemeinsames Besprechen dieser Regeln Einführung und Einübung von Ritualen Übertragung von Verantwortung durch Vergabe von Diensten    
  • Ziele des Anfangsunterrichts - Schule als einen Ort des aktiven Lernens erfahren   Schüler sollen von Anfang an erfahren, dass sie Verantwortung für ihr eigenes Lernen tragen. → Integration offener Unterrichtsmethoden wie z.B. Freiarbeit  
  • Ziele des Anfangsunterrichts - Schule als einen Ort erfahren, an dem gemeinsam gelernt wird, jeder aber auch seine individuelle Lernzeit hat   Die Beachtung der individuellen Lernzeit ist eines der wichtigsten Prinzipien des Anfangsunterrichts. Schüler nicht im Gleichschritt unterrichten sondern differenzieren schnellere Schüler als Tutoren einsetzen Wechsel von lehrerzentrierten Phasen und offenen Unterrichtsformen um gemeinsame Lernfortschritte zu sichern  
  • Ziele des Anfangsunterrichts - Einführung einer positiven Fehlerkultur   Beurteilungen sollen keine Urteile sein, sondern Hilfen für weiteres Lernen darstellen Fehler sind Hinweise für den Lehrer, wie er dem Kind weiterhelfen kann nicht die Anzahl, sondern die Art der Fehler in den Mittelpunkt stellen Schüler nicht nur auf Fehler hinweisen, sondern auch darauf, was sie schon können Arbeit mit individueller Bezugsnorm traditionelle Muster der Klassenarbeit überdenken → Müssen alle zu gleichen Zeit schreiben? → Müssen alle über den gleichen Inhalt schreiben?  
  • Ziele des Anfangsunterrichts - Beziehungen zur Schulgemeinde herstellen   → zu Parallelklassen, zu höheren Klassen, zu anderen Lehrern, zur Schulleitung, zu sonstigem Personal Beginn mit der Integration bereits vor der Einschulung → Besuch der Vorschulkinder in der Schule → Übernahme von Patenschaften Beteiligung der gesamten Schulgemeinde am Aufnahmefest → z.B. können höherer Klassen die „Neuen“ empfangen Ausstellung aller Klassenfotos im Schulhaus, auch das der Neuen hinzufügen allen 1. Klassen einen gemeinsamen Bereich im Pausenhof bieten und / oder Klassenzimmer so legen, dass ein gemeinsamer Flur benutzt wird klassenübergreifende AGs und Aktivitäten Projekte, in die alle Personen der Schule einbezogen sind  
  • Ziele des Anfangsunterrichts - Herstellung einer emotionalen Bindung an die L.   Es hängt stark von der Lehrerin ab, ob die Kinder die sozialen Anforderungen des Schulanfangs bewältigen können (z.B. Trennung von Bezugspersonen, fremde Menschen...) → Störungen in der Beziehung zur Lehrerin können in der GS einen massiven Leistungsabfall zur Folge haben   L. sollte möglichst die gesamte Stundenzahl in der Klasse sein L. sollte jedes Kind als Persönlichkeit wahrnehmen und den persönlichen Kontakt suchen Kinder nicht unter vergleichenden Gesichtspunkten beurteilen Kontakt zu den Eltern halten und andere wichtige Bezugspersonen kennenlernen  
  • Ziele des Anfangsunterrichts - Aufbau von personalen Beziehungen zu anderen Kindern   Klassenkameradschaften und Freundschaften sind bedeutsam für die gesamte Entwicklung   Problem: Schulklassen sind primär verwaltungstechnische Gebilde und Kinder müssen mit nicht selbstgewählten Mitschülern über längere Zeit hinweg arbeiten. Auch die ständige Konkurrenz in einer altershomogenen Gruppe ist für die Kinder eine neue Erfahrung.   Förderliche Maßnahmen Kindergartengruppen möglichst geschlossen wechseln lassen bzw. das Kind zumindest mit einigen Wunschkindern zusammenkommen lassen Sitzordnung nach Bedürfnissen der Kinder und Anforderungen des Unterrichts verändern bei besonders großen und heterogenen Gruppen viel in Teilgruppen arbeiten und allmählich an das Lernen im Klassenverband heranführen Schaffung eines echten Miteinanders → Regeln gemeinsam erarbeiten und ggf. verändern → Betonung, dass gegenseitiges Helfen erwünscht ist → Kinder nicht in Konkurrenz arbeiten lassen → persönliche Kontakte über das schulische Lernen hinaus fördern Förderung der Klassengemeinschaft → tgl. Kreisgespräch → gemeinsame Gestaltung des Klassenraums → Gemeinschaftsarbeiten, zu denen jedes Kind einen Teil beiträgt (z.B. Klassenzug mit Geburtstagen, Klassentagebuch) → Dienste, an denen alle Kinder beteiligt sind und Verantwortung übernehmen → Rituale bei Geburtstag, Krankheit, Verabschiedung etc. → Konflikte gemeinsam lösen (z.B. Klassenrat) → gemeinsame Aktivitäten (z.B. Frühstück, Ausflüge)  
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  • Ziele des Anfangsunterrichts - Zeiterfahrung vermitteln   Umgang mit der Zeit soll bewusst und erfahrbar gemacht werden → Kinder sollen Spiel, Arbeit, Pause auch in der Zeitdimension wahrnehmen zeitliche Struktur des Vormittags soll bewusst und sichtbar gemacht werden  
  • Ziele des Anfangsunterrichts - Raumerfahrung vermitteln   CAVE: Das Raumangebot in der GS ist geringer als im Kindergarten. Notwendig ist daher eine anregende Lernumgebung mit verlockenden Spiel- und Lernangeboten   Kinder müssen Lernräume und ihre Einrichtungsgegenstände kennenlernen Klassenzimmer sollte zwar am Anfang schon gestaltet sein (wegen einladender Wirkung), aber im Lauf der Zeit mit den Kindern umgestaltet werden → Schüler sollen sich mit ihrem Klassenzimmer identifizieren durch Erkundungsgänge sollen sich die Kinder Orientierung im gesamten Schulhaus verschaffen verständliche Hinweise anbringen, die es auch Nichtlesern ermöglichen, sich im Schulhaus zurecht zu finden (z.B. Piktogramme, Farben)  
  • Ziele des Anfangsunterrichts - Erfahrungen der Sach- und Symbolwelt vermitteln   anregungsreiche Umgebungen für Schrifterfahrungen bereitstellen → Allgegenwart von Schrift im Klassenzimmer → am Anfang Schrift mit Symbolen kombinieren (Namenskärtchen, Türschilder, Regelplakate...) → Leseecke einrichten → mit Briefen und kleinen Texten arbeiten Erfahrungen mit Mengen, Größen und Formen vermitteln → Lebens- und Schulalltag als Erfahrungsraum nutzen → Mengenerfahrung mit allen Sinnen (z.B. L. klopft und S. nennen Anzahl der Töne, Anzahl an Gegenständen erfühlen) → Zählspiele → Legen von geometrischen Mustern  
  • Ziele des Anfangsunterrichts - Erfahrungen der eigenen Person vermitteln   Phasen des Tuns mit Phasen der Besinnung abwechseln Übungen zur Selbstwahrnehmung (z.B. Meditationsübungen)    
  • Gestaltungsprinzipien des Anfangsunterrichts - Übersicht Meiers   Gestaltungsprinzip Kontinuität Gestaltungsprinzip Erfolgreich sein Gestaltungsprinzip Kooperation Gestaltungsprinzip Besorgen  
  • Gestaltungsprinzip Kontinuität   1. An vorschulisches Lernen anknüpfen jedes Kind hat nach seiner Geburt einen natürlichen Drang zum Lernen, der sich in der experimentierenden und explorierenden Beschäftigung mit sich selbst und der Umwelt äußert und so rasch zur Ausbildung von Fertigkeiten und Fähigkeiten führt → spontan, selbstbestimmt, intrinsisch motiviert, kreativ, unmittelbar, von breitem Interesse geprägt, konkret der KiGa knüpft daran an: es geht um die Förderung aller Persönlichkeitsbereiche, das Spiel- und Lernangebot ist weitgehend offen ABER: mit zunehmendem Alter kommt es zu einer zunehmenden Strukturierung des Angebots, so dass Kinder schrittweise soziale und sachliche Bindungen einzugehen lernen und Regeln kennenlernen Lehrer müssen versuchen nahtlos daran anzuknüpfen um die Kontinuität zu wahren   2. Zusammenhang zwischen Spiel und Lernen wahren Spielen als charakteristische Form des Lernens im Vorschulalter Kinder müssen auch in der GS die Möglichkeit haben, durch Spiel zu lernen (als Ergänzung zu den traditionellen schulischen Lernprozessen) Verwirklichung ist z.B. in offenen Unterrichtssituationen möglich   3. Erfahrungen, Interessen, Wissen und Neugier der Kinder aufgreifen den Kindern die Möglichkeit geben, sich einzubringen: → Morgenkreis → offener Unterrichtsbeginn, der den Kindern die Möglichkeit zu Gesprächen bietet → Präsentationstisch, an dem eigene Dinge ausgestellt werden können sich durch Differenzierung an die jeweiligen Erfahrungen der Kinder anpassen   ACHTUNG: Wahrung von Kontinuität nicht falsch verstehen (im Sinne von übertriebener Schonung) → Kinder wollen lernen und sie wollen auch gefordert werden! → Dies führt zum nächsten Gestaltungsprinzip: „Erfolgreich sein“  
  • Gestaltungsprinzip Erfolgreich sein   Möglichkeiten um Schulunlust zu vermeiden und Lernerfolg anzubahnen sind: Beziehung der schulischen Inhalte auf das Leben des Kindes verantwortliche Teilhabe von Anfang an ermöglichen → Wahlmöglichkeiten bei Aufgaben, deren Bearbeitungsreihenfolge, deren Bearbeitungsart (z.B. allein oder mit Partner) → Einbezug in die Planung des Pflichtpensums (Was machen wir? Was wollen wir wissen? Können wir etwas von zu Hause mitbringen? Wie gehen wir vor?...) Bemühungen zur inneren Stabilisierung → Einführung von positiven und klaren Regeln und Ritualen → individuelle Fortschritte erfahrbar machen → Vermittlung von Strategien zur Konfliktbewältigung → Vermittlung von elementaren Arbeits- und Lerntechniken → Schaffen einer angenehmen Klassenatmosphäre Entwickeln von Perspektiven: dem Kind zeigen, wo es in einem Monat / Jahr bzw. am Ende der GS-Zeit stehen wird → das Kind sieht so, dass es sich lohnt, Mühen und Aufwand zu betreiben → Schule wird für das Kind berechenbarer (Zugewinn an Stabilität und Kontinuität)  
  • Gestaltungsprinzip Kooperation   Lehrer müssen ihr pädagogisch-didaktisches Konzept den Eltern möglichst früh vorstellen (am Besten schon vor Schulbeginn) der Dialog mit den Eltern muss aufrecht erhalten werden die Kooperation mit dem KiGa ist offiziell geregelt   Das Gestaltungsprinzip Kooperation ist eng verbunden mit dem Gestaltungsprinzip der Kontinuität
  • Gestaltungsprinzip Besorgen   „Besorgen“ meint: Gesamtheit aller Bemühungen, die zum Schulanfang notwendig sind (Materialbeschaffung, Verlaufsplanung, Planung von Alternativen...) ein Lehrer, der eine 1. Klasse übernimmt, muss bereit sein, sich mit ganz alltäglichen Dingen zu beschäftigen (Wo hängt man den Mantel auf? Wie geht man in die Pause?...) → alles was in der abgegebenen Klasse schon selbstverständlich war, muss wieder neu erarbeitet werden → Tempo und Stoffdruck sollte in den ersten Wochen kein Thema sein, es ist viel Zeit für andere Dinge notwendig! auch Eltern verfügen oft über nur wenige Erfahrungen mit den Abläufen des schulischen Alltags  
  • Anforderungen an den Anfangsunterricht aufgrund der modernen Schuleingangsdiagnostik   Der Anfangsunterricht muss die Kinder „da abholen wo sie stehen“. Schuleingangsdiagnose hat heute nicht mehr das Ziel der Selektion, sondern es geht darum den „Ist-Stand“ des Schülers zu ermitteln, um darauf aufbauend gezielt fördern zu können.   Folge: Kinder haben unterschiedliche körperliche und geistige Dispositionen Kinder haben unterschiedliche Erfahrungen (Familienverhältnisse, Lebenswelten z.B. Stadt und Land)   Anfangsunterricht ist in hohem Maße differenzierender Unterricht! Die individuelle Ausgangslage des Kindes muss besonders berücksichtigt werden, um Misserfolge auszuschließen Von der erfolgreichen Bewältigung der ersten Anforderungen hängen zahlreiche Faktoren ab: → zukünftige Einstellung zur Schule → zukünftige eigene Leistungserwartung   Daraus folgt nach Hacker: mehr einzeldiagnostische Begleitung mehr selbstorganisiertes Lernen stärkerer Einsatz von didaktisch strukturierenden Medien    
  • Tipps zur Gestaltung des ersten Schultags --> Hacker   Der 1. Schultag soll gleichzeitig Feiertag und Alltag sein → Feiertag: besondere Kleidung, festlicher Rahmen, Fototermin... → Alltag: Neulinge erwarten, dass „Schule auch schon Schule“ ist   Tipps für Gestaltung des ersten Schultags Willkommensrituale sollten stattfinden, allerdings nicht zu starr und furchteinflößend für die Kinder sein → die Neuen sollten allmählich in das Geschehen eingebunden werden → sorgfältige Abwägung der Größe der Veranstaltung: werden mehrere Klassen eingeschult, ist eine Aufteilung und Dezentralisierung zu empfehlen der Weg ins Klassenzimmer sollte nicht zu spannend gemacht werden, sondern einen selbstverständlichen Charakter haben → Klassenzimmer sollte von früheren Besuchen bereits vertraut sein → Lehrer muss für sich entscheiden, ob Eltern mitkommen oder nicht Gestaltung des Unterrichts am 1. Tag → Beginn der Knüpfung eines sozialen Netzes zwischen Lehrer und Schülern (persönliche Begrüßung, Namenskärtchen, Kennenlernspiele...) → Kinder sollen sich schon am 1. Tag als „Akteure des Lernens“ erfahren und Lernen als aktiven Prozess begreifen können → Lernen soll Freude bereiten, Humor ist also wichtig → die zentrale Bedeutung der Schrift muss schon am 1. Tag bewusst gemacht werden (und zwar in einem kommunikativen Kontext) → Gelegenheiten zur Erkundung des Raumes geben: unterschiedliche Nutzung der einzelnen räumlichen Angebote zeigen → kontemplative und entspannte Seite von Schule sichtbar machen → Spiel- und Gestaltungserfahrungen vermitteln (in Anknüpfung an den KiGa) → Lernen und Tätigsein in der Gruppe  
  • Definition Jahrgangsmischung   Sommerfeld: Jahrgangsmischung kennzeichnet die Zusammenfassung verschiedener Jahrgangsklassen zu einer Lerngruppe. → Abkehr vom jahrgangsbezogenen Unterricht Jahrgangsgemischter Unterricht hat eine lange Tradition. Seine Wurzeln finden sich in der Reformpädagogik.  
  • Jahrgangsmischung bei Petersen --> Jena-Plan   Grundsatz von Petersen: Lernen soll in lebensnahen Kontexten erfolgen im gesellschaftlichen Leben finden sich in der Regel 3 Jahrgänge in Bezug auf Erziehung und Entwicklung zusammen daher bietet sich für die Schule auch eine Jahrgangsmischung von 3 Jahren an: Zusammenfassung von Schülern zu Stammgruppen → Untergruppe (1.-3. Schuljahr) → Mittelgruppe (4.-6. Schuljahr) → Obergruppe (7.-9. Schuljahr) → Jugendlichengruppe (ab 9. Schuljahr) eine solche Lerngruppe stellt den Schüler vor vielfältige soziale und sittliche Aufgaben und wirkt daher in hohem Maße erzieherisch Schüler müssen sich innerhalb der Gruppe mehrmals neu einordnen, was einer schädlichen Rollenfixierung und Überheblichkeit entgegenwirkt  
  • Jahrgangsmischung bei Montessori   Grundannahme: jedes Kind trägt einen individuellen Bauplan in sich. Die Pädagogik soll das Kind unterstützen, diesen Bauplan vollständig zu entfalten. Das Kind durchläuft in seiner Entwicklung sensible Phasen, in denen es für das Erlernen bestimmter Inhalte besonders empfänglich ist. Sensible Phasen sind nicht an ein bestimmtes Alter gebunden und verlaufen nicht bei allen Kindern zeitgleich. Montessori hält Verschiedenheit für didaktisch und pädagogisch wertvoller als Gleichartigkeit Plädoyer für eine Jahrgangsmischung von 3 Jahren  
  • Argumente für und Vorteile von Jahrgangsmischung   altershomogene Gruppen widersprechen allen sonstigen Gruppen im Leben (z.B. Vereine, Spielgruppen, Arbeitsplatz) pragmatischer Grund: wohnortnahe und kleine Schulen können so trotz Schülerrückgang erhalten bleiben Kinder sind altersgemischte Gruppen vom Kindergarten gewohnt → ältere Kinder sind evtl. schon vom Kindergarten her bekannt in Verbindung mit einer flexiblen Verweildauer (Schuleingangsstufe) wird die individuelle Entwicklung besonders berücksichtigt → Über- oder Unterforderung kann vermieden werden → kein Sitzenbleiben (keine Stigmatisierung, positiv für Selbstkonzept) → bei einer kürzeren Verweildauer rückt der Schüler mit einem Teil der Gruppe vor weniger Rollenstigmatisierung durch häufige Wechsel in der Zusammensetzung der Gruppe jüngere Kinder lernen natürlich und erfolgreich von älteren Kindern → Erklärungen von Kindern für andere Kinder sind sprachlich näher und deshalb oft leichter verständlich → ältere Schüler sind oft sehr geduldige „Lehrer“ → Modell-Lernen: Arbeits- / Lernstrategien, Rituale und Regeln können durch Beobachtung übernommen werden auch ältere Kinder haben durch das Erklären einen Lerneffekt: Wiederholung, tieferes Verständnis durch gedankliche Umstrukturierung Aufbau eines positiven Selbstkonzepts bei älteren Schülern durch das Erklären und Helfen und dem Bewusstsein, einen Wissensvorsprung vor jüngeren Schülern zu haben Aufbau von sozialen Kompetenzen wie Empathie, Fürsorge, Toleranz Förderung der Kommunikationsfähigkeit → der Sprachanteil ist durch das gegenseitige Helfen sehr hoch Förderung von selbstständigem und eigenverantwortlichem Handeln angenehmes Klassenklima, da weniger Konkurrenzorientierung Entlastung des Lehrers: ältere Schüler können bestimmte Aufgabenbereiche übernehmen → L. kann Freiräume zur Beobachtung und Diagnostik nutzen und Erkenntnisse bei der Differenzierung einsetzen    
  • Grenzen und Probleme bei der Jahrgangsmischung   hoher zeitlicher Aufwand bei der Unterrichtsvorbereitung Schwierigkeiten bei der Organisation curricularer Inhalte Schwierigkeiten bei der Anwendung der kriterialen Bezugsnorm zur Leistungsüberprüfung → es bietet sich eher die individuelle Bezugsnorm an  
  • Empirische Befunde zu Effekten der Jahrgangsmischung   Problem: Der Großteil der Studien stammt aus dem Ausland und die Ergebnisse können nicht vorbehaltlos auf die Grundschule übertragen werden.   Deutsche Untersuchungen beziehen sich hptsl. auf FLEX-Klassen in Brandenburg: teilweise bessere Leistungen in Mathematik und Lesen → Vorteile besonders in der unteren Leistungsgruppe positive Effekte in der sozial-emotionalen Entwicklung → Selbstkonzept → Anpassungsfähigkeit → Anstrengungsbereitschaft → Lernfreude CAVE: Untersuchungen weisen darauf hin, dass positive Effekte weniger mit der Organisationsform, als mit der differenzierenden Unterrichtsgestaltung und der individuellen Unterstützung in jahrgangsgemischten Lerngruppen zusammenhängen.  
  • Gestaltung und Probleme der Schuleingangsstufe --> 70er Jahre   Die Modelle zur Schuleingangsstufe basierten auf dem Prinzip der selektionsfreien Aufnahme in die GS. Herkunftsbedingte Nachteile sollten bereits zu Beginn der GS ausgeglichen werden.   Modellvarianten   Modell 1 + 4 Elementarbereich 1 Jahr Vorklasse, entweder dem Kindergarten oder der GS zugeordnet 4 Jahre Grundstufe Modell 2 + 2 Elementarbereich 2 Jahre Eingangsstufe 2 Jahre Grundstufe Modell 2 + 3 Elementarbereich 2 Jahre Eingangsstufe 3 Jahre Grundstufe   Merkmale der Eingangsstufe als organisatorische und pädagogische Einheit konzipiert Einschulung erfolgt mit 5 Jahren → Zurückstellungen nur in Ausnahmen, Herstellung der Schulreife ist Aufgabe der Schule gleitender Übergang vom vorschulischen zum schulischen Lernen flexible Verweildauer Zwei-Pädagogensystem: Zusammenarbeit von Lehrern und Sozialpädagogen   Probleme kein Modell konnte sich durchsetzen, denn in Untersuchungen zeigten sich keine signifikanten Vorteile kein Konsens über die institutionelle Zuordnung der 5-jährigen (meist blieben sie im Kindergarten)  
  • Hintergründe für die Entwicklung der Neuen Schuleingangsstufe   In den 90er Jahren wurden Konzepte zur Neuen Schuleingangsstufe entwickelt. bildungspolitischer Hintergrund: Herabsetzung des durchschnittlichen Einschulungsalters wg. drohender Überalterung der Schulabgänger im internationalen Vergleich Untersuchungen zeigten, dass Selektionsmaßnahmen bei der Einschulung nicht in der Lage waren, Homogenität in der Schülerschaft zu erzeugen  
  • Begriff "Neue Schuleingangsstufe"   Alle Bundesländer entwickelten Konzepte zur Neugestaltung der Schuleingangsstufe (außer Saarland). Diese Konzepte folgen keinem einheitlichen Strukturmodell, werden aber unter dem Begriff „Neue Schuleingangsstufe“ zusammengefasst. In den einzelnen Bundesländern werden unterschiedliche Namen verwendet: Bayern: „Flexible Grundschule“ Brandenburg: „FLEX – Flexible Schuleingangsphase“