Qualitätskontrolle bis Anfang 1960
Gedankengut des Scientific Management Strenge Endkontrolle von Produkten und Dienstleistungen Inspektionsabteilung, Fehlerbeseitigung am Entdeckungsort Outputqualität End of the Pipe Philosophie = Nacharbeiten von fehlerhaften Produkten, keine regelmäßige Überprüfung von Prozessen, Beispiel dt. Autoindustrie im Vergleich zu Japan
Qualitätssicherung (60er und 70er Jaher)
Qualitätsbezogene Aktivitäten werden einbezogen in Entwicklungs- und Herstellungsprozess Fehlerbeseitigung am Entstehungsort Systematische Ursachensuche erleichtert durch Entwicklung von informationstechnischen Neuerungen Wiederentdeckung des Menschen als Schlüsselgröße QM beherrscht von Technikern und Ingenieuren Fertigungsbereich ist Hauptanwendungsgebiet
Integriertes QM (seit etwa Mitte 1980)
QM als Baustein des strategischen Managements Fehler sind bereits im grundlegenden Prozessdesign angelegt QM - Orientierung im Unternehmen Entwicklung zum TQM Fehlervermeidungsstrategie Qualität als Unternehmensziel Topmanagement begreift TQM als seine Verantwortung Integriertes QM = Selbstkontrolle gegenüber Fremdkontrolle Null-Fehler-Ziel (Beispiel Medizin: Chirugie) Unterschied zwischen Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung
Integriertes, umfassendes QM
Unternehmensziel Einbindung der Unternehmensführung Einbeziehen aller Beschäftigten Betrachtung aller Geschäftsprozesse Gesamte Wertschöpfungskette bis zum Zulieferer Kundenorientiert Konsequente Anwendung statischer Maßnahmen Konsequente Anwendung statistischer Maßnahmen Übergang vom ergebnis-zu präventivorientierten Maßnahmen Qualitätsverantwortung in der Linie Umfassende Schulungsprogramme Top-Down-Ansätze
Wandel des QM-Gedankens
von Qualitätskontrolleuren zu "jeder Mitarbeiter ist ein Qualitätsmitarbeiter" von separate QM-Abteilung zu Integrierte QM-Sicherung von produktorientierter QM zu prozessorientierter QM von Endkonrolle zu prozessbegleitende Prüfungen von Fehlerentdeckungsstrategie zu Fehlerverhütungsstrategie von QM-Bürokratie zu Selbstcontrolling von eingeplante Nacharbeit zu Null-Fehler-Produktion von Qualitätsspezifikation zu erweiterter Qualitätsbegriff von Qualitätseinhaltung zu kontinuierlicher Qualitätsverbesserung
Instrumente im integrierten QM
Qualitätszirkel Gruppen von Arbeitnehmern Regelmäßiges Treffen mit dem Ziel, Qualitätsprobleme zu erörtern und Lösungen zu erarbeiten Freiwillige Teilnahme Findet in der Arbeitszeit statt Hinzuziehen von Experten möglich Konzeption mit Moderator und Zirkelmitglieder Koordination verschiedener Qualitätszirkel durch Steuerungskomitee Qualitätsaudit > Qualitätsprüfung Produkte Leistungserstellungsprozess Effizienz des Qualitätssicherungssystems Aufzeigen von Schwachstellen Verbesserungsmaßnahmen deutlich machen Wirksamkeit von Maßnahmen überwachen Fundamentale Bestandsaufnahme Nicht kontinuierliche (Abnutzeffekt) Systemaudit (QM-System als Ganzes beurteilen) Verfahrensaudit (Wirksamkeit der angewandten Prozesse) Produktaudit (Absatzleisung des Unternehmens sind im Fokus) Computer Aided Qualitysystem Festhalten und zu verfühgung stellen von qualitätsbezogenen Daten Integration in andere EDV-Module des Unternehmens (Aufbau hierarchischer Netzwerke)
Deming-Ansatz
Produktqualiät kann nicht ergebnisbezogen erprüft werden, sonder muss ausschließlich durch kontinuierliche Verbesserung der Produktionsprozesse realissiert werden. Continious improvement process cip = KVP Enge Verbindung zum Kaizen-Ansatz PDCA Zyklus: Plan > Do > Check > Act
14 Punkte von Deming
Constancy of Purpose = schaffe feststehende Unternehmenszweck Wende QM-Philosophien an, um wirtschaftl. Stabilität zu erreichen Keine Vollkontrollen, um Qualität zu erreichen Keine Geschäfte auf Basis des niedrigsten Preises Continious Improvement Process = CIP = KVP Modernes Training direkt am Arbeitsplatz Einsatz moderner Führungsmethoden, die Mitarbeiter helfen, Arbeit besser auszuführen Fördern der effektiven gegenseitigen Kommunikation Keine Abgrenzung von einzelnen Bereichen Keine Plakate, Aufrufe, Ermahungen Beseitige alle Hindernisse, die das Stolzsein auf Arbeit verhindern Schaffe durchgreifendes Ausbildungsprogramm, Selbstverbesserung für jeden Dauerhafte Verpflichtung des TOP-Management auf KVP, Qualität und Produktivität Keine Leistungsvorgaben mit zahlenmäßigen Quoten
7 tödliche Krankheiten von Deming
Fehlen des feststehenden Unternehmenszweckes Betonung von kurzfristigen Gewinnen Jährliche Bewertung, Leistungsbeurteilung Hohe Fluktuation in der Führung Verwendung von unbekannten oder nicht qualifizierbaren Kenngrößen durch das Management Überhöhte soziale Kosten Überhöhte Kosten aus Produkthaftungsurteilen
Reaktinskette nach Deming
> Verbesserte Qualität > Verbesserte Produktivität > Sinkende Kosten > Wettbewerbfähige Preise > Sichere Marktanteile > Festigung des Unternhemens > Sichere Arbeitsplätze > Return on Investment
Juran-Ansatz (1951)
Fitness for use Einbeziehung unternehmensinterne Kunden Wert der Qualität und Kosten für Qualität Qualitätsplanung, Qualitätssteuerung,Qualitätsverbesserung
Ansatz von Feigenbaum (1961)
Total Quality Control Kundenanforderungen als Maßstab für Qualitätsniveau Wertmaßiger Qualitätsbegriff über Preis-/Leistungsverhältnis
7 Punkte des TQC-Konzept von Feigenbaum
Qualität ist keine technische Funktion oder Abteilung Qualität braucht organisatiorische Rahmen Qualitätsverbesserung bezogen auf alle Unternehmensbereiche TQC müssen alle Mitarbeiter verstehen, daher einfach aufgebaut Qualitätsverbesserungen nur durch Anstrengung aller Unterstützung durch neueste Technologien Kunde ist der Maßstab für Qualität
TQC-Konzept wurde ergänzt
Kunden- und Prozessorientierung im Vordergrund Teamkonzept für alle Mitarbeiter Präventive Maßnahmen für alle Bereiche im Unternehmen und für Zulieferer, Qualitätscontrolling
Crosby-Ansatz (1986)
Qualität als Übereinstimmung mit Anforderungen Vorbeugung als Grundprinzip Null-Fehler als Standard Quantifizierung von Qualitätsdefiziten in Geldeinheiten
Crosby-Ansatz (1986)
Qualität als Übereinstimmung mit Anforderungen Vorbeugung als Grundprinzip Null-Fehler als Standard Quantifizierung von Qualitätsdefiziten in Geldeinheiten
Ishikawa-Ansatz
Company Wide Quality Control = CWQC Kundenverständnis auf jeweils nachfolgenden Arbeitsprozess erweitert Qualitätssicherung von Produkten und Dienstleistungen Nicht an Wertschöpfung beteiligte Geschäftsprozesse Prozessverbesserungsablauf (PDCA) "7 Tools of Quality"
Seven Tools of Quality
Checkliste Pareto chart Flowchart, process map Cause-effekct diagramm Histogramm Scatter diagramm Control chart
Oranisatorische Anbindung von QM
Qualitätsrelevante Aufgaben in Ausführungseinheit integrieren Koordination der Qualitätsaufgaben durch zentrale QM-Einheiten Eigenständiger Funktionsbereich in kleinere und mittlere Unternehmen Stabsfunktion der Geschäftsleitung in Praxis Großunternehmen mit Zentralbereich QM
General Management Strategie (GMS)
Dynamik der Veränderungsprozesse erfordern Netzwerk von verschiedenen Managementstrategien Integration einees Umfassenden Unternehmens-, Entwicklungs- u. Gestalztungsansatzes Umdeckprozess in Richtung Markt- u. Kundenveränderungen, Führungsstrukturwandel, Arbeitsausführungswandel Ziel: anforderungsgereichte Problemlösungen
Markt und Kundenveränderungen
von Produktorientierung zu Kundenorientierung von Verkäufermarkt zu Käufermarkt von Standardprodukt zu Individualprodukt von Einzelprodukt zu Produktkombination von Servicearm zu Gesamtservice von produktnutzen zu zusatznutzen
Führungsstrukturwandel
von Hierarchieorientierung zu Mitarbeiterorientierung von Machtwillen zu Machtteilung von Autorität zu Kooperation von Kästchendenken zu Teamorganisation von Statusdenken zu Gruppendenken von Funktionsabgrenzung zu Offenheit
Arbeitsausführungswandel
von Arbeitsteilung zu Prozessorientierung von Einzelaufgaben zu Gruppenarbeit von Teiloptmum zu Gesamtoptimum von Verrichtungsorientierung zu Flussorientierung von Zentral gesteuert zu Kernfertigung von Hohe Fertigungstiefe zu Entwicklungsteams
Zielerreichung durch GMS (General Management Strategie)
Obester Unternehmenszweck: finanzieller Erfolg Umsatzziele Wirtschaftlichekeitsziele Sicherheitsziele Organisationsziele Unabhängigkeitsziele Sozialziele