180

Biologie (Subject) / Biologie terrest. Tiere Mitteleuropas (Lesson)

Biologie terrest. Tiere

This lesson was created by Orangenhund.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • 53.) Welche zwei Großgruppen der Krebse wurden in der Vorlesung genannt und wie unterscheiden sich die beiden? Nennen Sie je zwei Beispiele dafür. niedere Krebse: unbest. Anzahl v. Segmenten, meist kleine Formen (z.B. Ruderfußkrebse, Blattfußkrebs) höhere Krebse: best. Anzahl v. Segmenten, größere Formen - größte Gruppe (z.B. Krabben, Hummer)
  • 54.) Wo gibt es in Österreich natürliche Vorkommen von Skorpionen?   In Ö. gibt es 3 heimische Skorpionarten die im Südwesten vorkommen (Karawanken u. Karnischen Alpen)  
  • 55.) Nennen Sie drei heimische Ordnungen der Spinnentiere und beschreiben Sie deren Vorkommen und Biologie.     Webspinnen – echte Spinnen:   besiedeln fast alle ökolog. Lebensräume verschiedenste Techniken zum Beutefang Kopfbruststück ist vom Hinterleib durch eine Taile verbunden After umgeben 4 od. 6 Spinnwarzen   Pseudoskorpione   leben meistens am Waldboden, in Vogelnestern, auf Baumrinden, Häuser besitzen zangenförmige Kieferbeine -> Pedipalpen. Beute wird durchgeknetet, mit Verdauungssaft beträufelt u. aufgesogen. Stachel fehlt   Weberknechte   leben meistens am Waldboden, Krautschicht, einige in Häuser Aasfresser, aber auch Jäger Kopfbruststück nicht vom Hinterkörper getrennt besitzen weder Gift- noch Spinndrüsen. -> werden nicht als echte Spinnen bezeichnet         
  • 56.) Nennen Sie drei heimische Familien der Echten Spinnen/Webspinnen und beschreiben Sie kurz deren Lebensweise insbesondere in Bezug auf ihren Nahrungserwerb.   Baldachinspinnen   bauen horizontal gespannte Baldachinnetze, in denen sie mit dem Rücken nach unten lauern Verbreitung der Jungtiere mit Flugfäden sehr häufige Spinnenfamilie - v.a. in der Kraut- u. Strauchschicht, Wiesen   Wolfsspinnen   tagaktive Spinnen; erbeuten meist andere Arthropoden laufend Spinnseide wird nur für Wohnröhre u. Eikokons verwendet. leben auf der Bodenoberfläche u. intensiv bewirtschafteten Agrarlebensräumen   Krabbenspinnen   tagaktive Spinnen; lauern gut getarnt auf ihre Beute (v.a. blütenbesuchende Fluginsekten). Dabei können sie sich farblich an den Untergrund (meist Blüten) anpassen. Trockenrasen- u. Wiesenbewohner.    
  • 57.) Nennen Sie fünf an der Streuzersetzung beteiligte Tiergruppen. Zu welchen der drei Abbaustufen kann man Sie zuordnen?   m    Erstzersetzer -> Schnecken, Asseln, Milben, Regenwürmer m    Zweitzersetzer -> Fadenwürmer, Regenwürmer m    Koprophage -> Schnakenlarven, Blatthornkäferlarven  
  • 58.) Beschreiben (skizzieren) Sie den Körperbau der Insekten. Welche Aufgaben erfüllen die einzelnen Körperregionen? Zeichnung! -  Körper ist segmentiert in Kopf, Brust u. Hinterleib -  Außenskelett aus Chitin, dessen einzelne Platten mit bewegl. Häuten verbunden sind KOPF:  für Sinneswahrnehmung, Nahrungsaufnahme      ¡   trägt Sinnesorgane (z.B. Facettenaugen)                  ¡   1 Paar Mandibel, 2 Paar Maxillen BRUST:  für Fortbewegung (Laufen, Klettern…)      ¡ 3 Segmente -> jedes Brustsegment hat 1 Beinpaar      ¡   auf 2. u. 3. Segment befinden sich je ein Paar Vorder- u. Hinterflügel HINTERLEIB:  erfüllt vegetative Aufgaben (z.B. Verdauung, Atmung, Fortpflanzung)      ¡   besteht aus 11 Segmenten
  • 59.) Beschreiben und erklären Sie das Atmungssystem der Insekten. Welche Möglichkeiten haben wasserlebende Insekten(larven) entwickelt auch im Wasser zu atmen? Insekten atmen mit Hilfe eines Tracheensystems. Tracheen sind Luftschläuche die sich im Insektenkörper verzweigen u. die Luft direkt zu den Organen bringen. Die Luft kommt durch Atemlöcher (Stigmen) am Hinterleib der Insekten in die Tracheen. Physikal. Kiemen: manche Arten nehmen einen Luftvorrat mit unter die Wasseroberfläche (Wasserspinne) Tracheenkiemen: Austauschoberfläche kann durch Körperanhänge vergrößert werden -> diese sind mit Tracheen versehen  (Larven der Eintagsfliegen)
  • 60.) Beschreiben (skizzieren) Sie den Kopf der Insekten, Bau und Funktion. Zeichnung! Insektenkopf besteht aus 6 Segmenten, sind miteinander verwachsen   3 Paar Mundwerkzeuge: 1. Labrum (Oberlippe) -> schließt Mundraum nach oben ab 2. Mandibeln (Oberkiefer)-> abhängig v. der Ernährung 3. Maxillen (Unterkiefer)->  zum Halten un weiteren zerkleinern der Nahrung 4. Labium (Unterlippe)-> schließt Mundraum nach unten ab   Fühler (Antennen) -> liefern Tastreize Ocellen: Nebenaugen - > zur Helligkeitswahrnehmung 2 Facettenaugen -> schnelle Bildfolgen, aber vage Konturen
  • 61.) Wie viele Brustsegmente besitzen Insekten und was ist deren Aufgabe? l  3 Brustsegmente, zuständig für Fortbewegung (Laufen, Klettern, Schwimmen..) l  pro Segment 1 Beinpaar, können verschieden gestaltet sein mit div. Aufgaben l  auf 2. u. 3. Segment befinden sich je ein Paar Vorder- u. Hinterflügel (fehlen bei       Urinsekten)
  • 62.) Der Hinterleib der Insekten. Bau und Funktion?   11 Segmente -> jedes Segment besteht aus 1 Rücken- u. Bauchplatte, mit Flankenhäuten verbunden ist beinlos -> faden- od. zangenförmige Anhänge sind mgl. einige Insektenweibchen haben 1 Legeröhre -> kann zum Giftstachel umgebildet sein. hier liegen die wichtigsten inneren Organe (schlauchförmige Herz, Strickleiternervensystem, Magen- Darmtrakt, Geschlechtsorgane) u. das Tracheensystem erfüllt vegetative Aufgaben (Atmung mit Hilfe d. Stigmen, Fortpflanzung, Verdauung, Kreislauf, Exkretion)    
  • Advertisement
  • 63.) Beschreiben (skizzieren) Sie den Bau eines Insektenbeines. Nennen Sie drei spezielle Funktionen eines Insektenbeines. Zeichnung!   Insektenbein besteht aus 5 Teilen:  1. Coxa (Hüfte)                                                                                     2. Trochanter (Schenkelring)                                                                         3. Femur (Schenkel)                                                                                                    4. Tibia (Schiene)                                                                                                          5. Tarsus (Fuß)                                                                                                        (1-2 Krallen) - am Ende des Fußes   Insekten haben 3 Beinpaare.  Neben der Fortbewegung haben die Insektenbeine oft noch weitere Aufgaben:  Vorderbeine der Hautflügler:  als „Putzbeine“ zum Reinigen der Fühler  Duftbein – Schmetterling:  zum Anlocken v. Weibchen Hinteres Beinpaar der Honigbiene:  als „Sammelbeine“ umgeformt    
  • 64.) Beschreiben (skizzieren) Sie den Grundbauplan der Mundwerkzeuge von Insekten. Zeichnung!     Mundwerkzeuge der Insekten sind an die verschied. Ernährungsweisen angepasst ursprüngl. Form: kauend-beißender Typ - aus ihm haben sich die anderen Typen herausgebildet 1. Labrum (Oberlippe) -> schließt Mundraum nach oben ab 2. Mandibeln (Oberkiefer)-> abhängig v. der Ernährung 3. Maxillen (Unterkiefer)->  zum Halten un weiteren zerkleinern der Nahrung 4. Labium (Unterlippe)-> schließt Mundraum nach unten ab    
  • 65.) Nennen Sie drei verschiedene Typen von Mundwerkzeugen bei den Insekten und je einen Vertreter dazu. leckend-saugend: Biene;   saugend: Schmetterling;  stechend-saugend: Mücke
  • 66.) In welche drei Abschnitte ist der Verdauungstrakt der Insekten gegliedert? Nennen Sie drei Besonderheiten dieses Verdauungstraktes. Vorderdarm: beginnt mit der Mundöffnung, Speiseröhre Mitteldarm: dient der Verdauung u. Resorption der Nahrung; produziert die dafür benötigten Enzyme Hinterdarm: Ausscheidung unverdaulicher Reste Malpighi’sche Gefäße: dienen der Exkretion, Osmoregulation  
  • 67.) Nennen Sie drei unterschiedliche Larventypen bei Insekten. Bei welchen Ordnungen treten diese auf?   polypode (vielfüßige) Larven: Raupen – Ordnung der Schmetterlinge oligopode (wenigfüßige) Larven: Engerling – Ordnung der Käfer apode Larven: Maden – Ordnung der Fliegen  
  • 68.) Nennen Sie zwei unterschiedliche Ernährungsweisen bei Insekten und beschreiben Sie kurz die dafür notwendigen Anpassungen der Mundwerkzeuge.   Kauend-beißende Mundwerkzeuge – z.B. bei Käfern, Heuschrecken     - bestehen aus Mandibeln – zerteilen u. zerkauen die Nahrung   Leckend-saugende Mundwerkzeuge – z.B. bei Schmetterling   - saugen flüssige Nahrung mit Saugrüssel auf; ist einrollbar  
  • 69.) Nennen Sie drei Besonderheiten bei der Fortpflanzung von Insekten. 1.   Parthenogenese (Jungfernzeugung): Fortpflanzung ohne Befruchtung durch Männchen 2.  Samenspeicher bei Weibchen 3.  Ruhestadien bei der Entwicklung von Embryonen („Diapause“)
  • 70.) Nennen Sie fünf Gründe, warum Insekten ökologisch so erfolgreich sind. 1.      am höchsten entwickelte Klasse der Wirbellosen 2.      gut gegen Austrocknung u. andere äußere Einflüsse geschützter Körper 3.      relativ hoch entwickeltes Nervensystem, Sinnesorgane 4.      Flugfähigkeit der meisten Arten 5.      große Vielfalt der Arten
  • 71.) Bau, Lebensweise und ökologische Bedeutung der besprochenen Urinsekten?     Springschwänze   leben im Boden Sprunggabel an der Bauchunterseite à Furca Detritusfresser, wichtig für Bodenaufarbeitung, Beute   Silberfischchen           Kulturfolger (Bad, WC) flink, lichtscheu, 2 fadenförmige Fühler, abgeplatteter Körper ernähren sich v. abgestorbenen org. Material (Schuppen, Haare) -> „Resteverwerter“   Doppelschwänze:     leben in kühlen u. feuchten Lebensräumen (unter Steinen, Moos) lichtscheu, 2 Anhänge hinten (zangenförmig), 2 fadenförmige Fühler manche räuberisch, meisten ernähren sich v. org. Material   Felsenspringer:      leben in steinigen Lebensräumen (Geröll, Felsen) Schwanzanhänge (2 kurze, der mittige sehr lang), fadenförmige Fühler fressen Algen, Flechten        
  • 72.) Welche zwei Ordnungen der Geradflügler werden häufig bei der Ermittlung der Gewässergüte eingesetzt? Beschreiben Sie kurz deren Biologie. I. Steinfliegen u. Eintagsfliegen: - Steinfliegenlarven leben in FG, Eintagsfliegenlarven auch in Stillgewässern    - 4 gleich große Flügel  - Mundwerkzeuge: kauend-beißend, bei vielen Arten fehlen sie als Imago  II. Libellen: - Larven entwickeln sich im Wasser - Larven sind mit einer „Fangmaske“ausgestattet -> leben räuberisch 
  • 73.) In welche zwei Unterordnungen werden die Libellen eingeteilt? Nennen Sie drei Unterschiede zwischen diesen beiden Unterordnungen. Großlibellen     Larven: Atmung über Enddarm (Retalkiemen)                                          Imago: 2 nahezu gleich große Flügel, die in Ruhe seitlich wegstehen                              meist größer u. kräftiger gebaut                                                Kleinlibellen      Larven: Atmung über 3 Schwanzanhänge („Tracheenkiemen“)                              Imago: Flügel in Ruhe dachförmig über Hinterleib  sehr schlanker Körper       
  • 74.) Was sind hemimetabole Insekten? Beschreiben Sie Bau und Lebensweise von drei Ordnungen der hemimetabolen Insekten.   Hemimetabole (unvollständige) Verwandlung  - hemi = halb    Ø   Entwicklung läuft über mehrere Larvenstadien -> ohne Einschaltung 1 Ruhestadium(Puppe)                                                                                             1. Libellen   Larven haben eine à Fangmaske Atmung der Larven: Kleinlibellenlarven: Tracheenkiemen                                  Großlibellenlarven: Rektalkiemen haben einen kräftigen Brustbereich u. langen Hinterleib Ernährung der Larven u. Adulti -> räuberisch. Lebensräume: Moore, Bach- u. Flussränder, Seeufer    2. Wanzen   kräftiger Saugrüssel -> sind Saftsauger  Stinkdrüsen am Rücken dreieckiges Schild sie kommen in verschied. Lebensräumen vor    3. Steinfliegen   Larven haben 2 Schwanzanhänge. Junglarven u. kleine Arten: Detritus- u. Pflanzenfresser; ältere Stadien u. große Arten: Räuber Adulti nehmen wenig feste Nahrung zu sich -> dient nur der Fortpflanzung. haben lange Fühler.  leben unter Steinen, in Kieslückenräumen, in starker Strömung.
  • 75.) Was sind Holometabole Insekten? Beschreiben Sie Bau und Lebensweise von drei Ordnungen der holometabolen Insekten. Ø   Holometabole vollkommene Verwandlung    holo = ganz Ø   Entwicklung verläuft über mehrere Larvenstadien u. 1 Puppenstadium                  (Ruhestadium)                                                                                  Ø   Larven haben meist anderes Aussehen, Lebensraum u. Nahrung                   Ø  1. Floh     keine Flügel schwache od. zurückgebildete Augen Hinterbeine in muskulöse Sprungbeine umgewandelt an den Seiten Körper abgeflacht stechend-saugende Mundwerkzeuge -> parasitisch (ernähren sich vom Blut des Wirtes)     2.Schmetterlinge   Larven sind langgestreckt mit Stummelbeinen am Hinterleib; Pflanzen- u. Detritusfresser. Verpuppung - Metamorphose zum Schmetterling  (Raupenorgane werden abgebaut u. zu Falterorganen umgebildet) haben Flügel mit Schuppen Vorder- u. Hinterflügel sind durch eine Haltevorrichtung miteinander verbunden. Adulti nehmen nur flüssige Nahrung auf -> durch einrollbaren Saugrüssel    3. Käfer   Vorderflügeln oft verhärtet u. bilden mit Halsschild kräftigen Panzer Hinterflügeln sind unter den Vorderflügeln zusammengefaltet letzten beiden Brustsegmente sind unter den Deckflügeln verborgen.                Ä 3-teilige Körpergliederung entspricht daher nicht der 3-teilung der Insekten. beißend–kauende Mundwerkzeuge. Ernährung: omnivor, herbivor, räuberisch      
  • 76.) Charakteristik der Ordnungen: Ohrwürmer, Schaben und Fangschrecken. Was wissen Sie über deren Biologie?   Ohrwürmer:                hemimatabol verkürzte Vorderflügel. Hinterflügel sind in Ruhe unter ihnen zusammengefaltet zangenfömige Schwanzanhänge -> zur Abwehr u. Flügelentfaltung kauend-beißendes Mundwerkzeug Räuber, Aasfresser, Pflanzen- u. Pilzfresser Eigelege wird v. den Eltern bewacht u. mit Speichel (fungizide Wirkung) beleckt   Schaben:   hemimetabol Körper sehr flach -> mit großem Halsschild lange, fadenförmige Antennen kauend-beißende Mundwerkzeuge Flügel meist verkümmert, dafür gut ausgebildete Laufbeine können mehrere Monate ohne Nahrung auskommen; Krankheitsüberträger u. Schädlinge   Fangschrecke:   hemimetabol relativ große Insekten; sehr gut getarnt -> Lauerjäger haben einen dreieckigen, gut beweglichen Kopf mit 2 großen Komplexaugen beißend-kauende Mundwerkzeuge Vorderbeine zu Fangbeinen umgebildet, mit denen sie Insekten erbeuten. eher in wärmeren Regionen (z.B. Gottesanbeterin)    
  • 77.) Woran erkennt man einen Vertreter der Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera)? Charakterisieren Sie kurz die drei Unterordnungen.   Hemimetabole (unvollständige) Entwicklung. basaler, derber Flügelabschnitt u. häutige Endflügel häufig mit Stinkdrüsen ausgestattet. Stechrüssel   3 Unterordnungen: Wanzen   durch ihre Färbung oft gut getarnt. stechend–saugende Mundwerkzeuge -> hauptsächl. Pflanzensauger am Rücken dreieckiges Schild kommen in xerothermen und feuchten Lebensräumen vor   Zikaden   Flügel dachartig über dem Körper zusammengefaltet (in Ruhe) flugfähig, häutige Flügel Hinterbeine als Sprungbeine Saugrüssel -> hauptsächl. Pflanzensauger   Blattläuse, Schildläuse…   alle Pflanzenläuse -> Pflanzensauger.......Schädling Saugrüssel liegt im Brustbereich Jungfernzeugung ist mögl. -> neigen zur Massenvermehrung vielgestaltige Insekten- z.B. mit/ohne Flügel  
  • 78.) Nennen Sie drei verschiedene Vertreter der Unterordnung Pflanzensauger (Sternorhyncha) und beschreiben Sie kurz deren Biologie. siehe Frage 77 I. Wanzen                  II. Zikaden                          III. Blattläuse 
  • 79.) Welche Insektenordnungen haben stechend saugende Mundwerkzeuge? Nennen Sie die Nahrungsbasis von drei davon ausgewählten Ordnungen.   1. Schnabelkerfe: Wanzen – Pflanzensäfte, räuberische Arten 2. Zweiflügler: Stechmücke – W: Blut v. Vögeln, div. Säugetieren, Menschen; M:                        Pflanzensäfte 3. Hautflügler: Pflanzenwespen – Pflanzen- u. Nektarfresser; Biene- Pollen, Nektar  
  • 81.) Wie unterscheiden sich die beiden besprochenen Unterordnungen der Springschrecken voneinander?       „Langfühlerschrecken“ „Kurzfühlerschrecken“ Fühler: körperlang od. länger; mind. 500 Glieder kürzer als der Körper; max. 30 Glieder Lauterzeugung: mittels beider Vorderflügel mittels Vorderflügel u. Hinterbein Gehörorgan befindet sich auf den Schienen des 1. Beinpaar befindet sich am ersten Hinterleibs-segment Legebohrer   Weibchen mit langem Legerohr od. –säbel. obere u. untere Klappen sind miteinander verbunden Weibchen mit kurzen Legeapparat. Klappen sind nicht miteinander verbunden Nahrung omnivor bis räuberisch vorwiegend Pflanzenfresser Lebensraum höherwüchsige Vegetation, Gebüsch, Waldränder od. Baumkronen niederwüchsige, oft vegetationsarme Lebensräume  
  • 82.) Charakterisieren Sie die Langfühlerschrecken und nennen Sie die Hauptlebensräume der zwei besprochenen Gruppen.      siehe Frage 81!!  Feldgrille: in unterird. Kammern, in sandigen Hängen, Kiesgruben Laubheuschrecke:   höhere Vegetation, Gebüsche Maulwurfsgrille: in unterirdischen Gängen
  • 83.) Charakterisieren Sie die Kurzfühlerschrecken. Für welche Lebensräume können sie als Bioindikatoren dienen? siehe Frage 81!!  Feuchtwiesen, Sümpfe, Auen, vegetationsarme Flächen (Sand/Kies/Schotterbänke), Pionierstandorte 
  • Advertisement
  • 84.) Für welche Lebensräume sind Heuschrecken besonders gut als Bioindikatoren einsetzbar? Nennen Sie drei Beispiele und begründen Sie ihre Wahl.   Pionierstandorte, vegetationsarme Sand- u. Schotterflächen   Grashüpfer: lebt auf Kies- u. Sandbänken, unregulierte Flüsse               => durch Flussregulierungen, Kraftwerksbauten, Schottergewinnung               regional ausgestorben   Feuchtwiesen, Sümpfe, Auen   Sumpfschrecke: lebt in Feuchtgebieten unterschiedlichster Ausprägung (Moore, Feuchtwiesen)                                                                                         => durch Verluste an Retentionsgebieten à starker Rückgang der Art    Wiesen, Grünland u. alpine Rasen   Kärntner Gebirgsschrecke: Verbreitungsschwerpunkt über 1000 m           => durch begrenztes Verbreitungsgebiet u. stärker werdenden Tourismus        gefährdet    
  • 85.) Charakterisieren Sie drei Ordnungen der Insekten, bei denen die Larven im Wasser und die erwachsenen Tiere an Land leben. 1. Libellen   Larven haben eine à Fangmaske Atmung der Larven: Kleinlibellenlarven: Tracheenkiemen                                                                Großlibellenlarven: Rektalkiemen Ernährung der Larven u. Adulti -> räuberisch haben einen kräftigen Brustbereich u. langen Hinterleib lange Flügel, 2 große Komplexaugen verschied. Arten benötigen verschied. Lebensräume -> jede Art als Bioindikator    2. Eintagsfliege   Larven haben Tracheenkiemen Ernährung der Larven: Algen, pflanzl. Detritus, manche räuberisch haben glasklare Flügel mit netzförmiger Äderung am Hinterleib 2 Cerci u. oft  auch noch einen Terminalfaden nehmen als Adulti keine Nahrung mehr zu sich -> dient rein d. Arterhaltung Indikator für guten Wasserzustand   3. Steinfliegen     Larven haben 2 Schwanzanhänge Junglarven u. kl. Arten: Detritus- u. Pflanzenfresser; ältere Stadien u. große Arten: Räuber Adulti nehmen wenig feste Nahrung zu sich -> dient nur der Fortpflanzung. haben lange Fühler; gut entwickelte Komplexaugen Indikator für guten Wasserzustand    
  • 86.) Charakterisieren Sie die Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera). In welchen Lebensräumen sind sie häufig? siehe Frage 77   Lebensräume: häufig in Monokulturen in großen Massen, ober-/unterird., Wasser, Land
  • 87.) Was sind holometabole Insekten? Nennen Sie drei Vorteile dieser Entwicklungsform. Ø   Holometabole vollkommene Verwandlung    holo = ganz                             Ø   Entwicklung verläuft über mehrere Larvenstadien u. 1 Puppenstadium                   (Ruhestadium)                                                                                                     Ø   Larven haben meist anderes Aussehen, Lebensraum u. Nahrung                     Ø   Vorteile dieser Entwicklung:  Nahrungsress. optimal genützt                                                     verschied. ökolog. Nischen                                                                Überdauern v. ungünstigen Umwelteinflüssen  
  • 88.) Charakterisieren Sie Zweiflügler und Hautflügler und beschreiben Sie deren Lebensweise. Hautflügler - Wespen, Bienen, Ameisen, Hummel 2 Paar häutige Flügel, können sekundär reduziert sein (z.B. Ameisenarbeiterin) kauend-beißende Mundwerkzeuge - weiterentwickelte: Leck- u. Saugrüssel Eilegeappart kann zu Wehrstachel umgewandelt sein Männchen entwickeln sich aus unbesamten Eiern leben oft in sozialen Gemeinschaften (Ameisen, Bienen) – Brutpflege einziges heim. „Haustier“ unter den Insekten (Honigbiene) Untergruppen: Pflanzenwespen u. Taillenwespen                                     Zweiflügler (Diptera) 1 voll ausgebildetes Flügelpaar hintere Flügel zu Schwingkölbchen umgebildet, kontrolliert die Körperlage stechend-saugende od. leckend-saugende Mundwerkzeuge wichtige Mitglieder vieler heim. Ökosysteme à für Stoff- u. Energiekreisläufe, Beute Larven zeigen kaum Ähnlichkeit mit dem Adult –> meist fußlos (Maden)    Untergruppen: Mücken und Fliegen 
  • 89.) Charakterisieren Sie kurz die „Wildbienen“. Nennen Sie vier Lebensraumausstattungen, die für eine Besiedlung mit „Wildbienen“ notwendig sind. vielgestaltige Gruppe der Hautflügler mit unterschiedl. Biologie u. Sozialstruktur (solitär bis staatenbildend). Nahrungsgrundlage: Nektar u. Pollen („Blütenbesucher“)  Lebensraumausstattungen:                                                                     - passendes Kleinklima                                                                             - von der betreffenden Art benötigter Nistplatz                                             - (spezielle) Nahrungspflanze in ausreichender Menge u. geeigneter Entfernung       - das zum Bau der Brutzellen benötigte Baumaterial
  • 90.) Nennen Sie vier Charakteristika von staatenbildenden Insekten. Arbeitsteilung (Kommunikation über chem.-phys. Reize) eierlegende, weibl. Geschlechtstiere („Königinnen“) sterile Weibchen mit unterschiedl. Aufgaben während ihres Lebens viele Individuen arbeiten bei Brutpflege zusammen Männchen aus unbefruchteten Eiern in unseren Klima überwintern entw. Königinnen (Wespen, Hummeln) od. ganze Staaten (Honigbiene)
  • 91.) Was ist die ökologische Bedeutung von Ameisen? Vorkommen in allen Lebensräumen Schlüsselarten in vielen Lebensräumen (ohne sie ökolog. Funktionsfähigkeit stark            beeinträchtigt) Bodenverbesserung u. –lockerung durch Anreicherung v. Nährstoffen u. Umschichten v. großen Mengen an Bodenmaterial Schädlingsbekämpfung Samenverbreitung, Bestäubung tote Tiere u. anderer Abfall werden verwertet -> Wald wird sauber gehalten
  • 92.) Beschreiben Sie zwei Fälle von Sozialparasitismus bei Insekten. Ameisen: Junge Königin zieht in ein bereits bestehendes Nest einer anderen, friedlichen Ameisenart ein u. macht sie mit Duftstoffen gefügig. Die Sklaven-Arbeiterinnen ziehen dann anschließend die erste Brut der neuen Regentin auf. Hummeln: Königin versucht in fremde Nester einzudringen u. die Gründerkönigin zu töten, um ihren Platz einzunehmen. 
  • 93.) Charakteristik der Ordnung der Zweiflügler (Diptera) und Trennungsmerkmale der zwei Unterordnungen der Dipteren?     1 voll ausgebildetes Flügelpaar hintere Flügel zu Schwingkölbchen umgebildet, kontrolliert die Körperlage stechend-saugende od. leckend-saugende Mundwerkzeuge wichtige Mitglieder vieler heim. Ökosysteme à für Stoff- u. Energiekreisläufe, Beute Larven zeigen kaum Ähnlichkeit mit dem Adult –> meist fußlos (Maden)   2 große Unterordnungen: Mücken                                                             meist schlanke, langbeinige Insekten mit langen, fadenförmigen Fühlern.   Larven entwickeln sich im Wasser od. feuchtem Substrat (Schlamm, Gewässerboden)   Fliegen sind untersetzt mit kurzen u. zusammengesetzten Fühlern Larven sind fußlos („Maden“) - leben in feuchten Substraten (oft ist es verwesende organ. Substanz)    
  • 94.) Welche Nahrungsquellen können die Larven von Zweiflüglern nutzen und in welchen Lebensräumen sind sie zu finden (mindestens drei Beispiele)? Schnaken:     Larven entwickeln sich im Faulschlamm u. bauen in ab     Zuckmücken:   Larven entwickeln sich in Gewässern u. bauen org. Substanz ab   Raubfliege:      Larven sind Räuber u. leben in verrottendem Material Tanzfliege:       Larven ernähren sich von Kot u. Aas
  • 95.) Beschreiben Sie Bau und Lebensweise von fünf Käferfamilien. Zeichnungen!   Laufkäfer:    flacher Körperbau mit gut ausgebildeten Laufbeinen –> flinke, schnelle Läufer    oft flugunfähig mit harten Deckflügeln meist Räuber der bodennahen Schichten (auch Larven).                                   Marienkäfer:                      sind bunt gefärbt (Warnfarbe: schlechter Geschmack) Körper sind gewölbt-halbkugelförmig viele Arten sind als Blattlausvertilger (auch Larven) -> biolog. Schädlingsbekämpfung     Schwimmkäfer: wasserlebende Käfer – atmen mittels einer  eingeschlossenen Luftblase Hinterbeine zu Schwimmbeinen umgebildet.                                              leben meist als Räuber in vegetationsreichen Kleingewässern              flugfähige Tiere -> können auch größere Strecken überwinden. Kurzflügler: artenreichste Käferfamilie -> oft sehr kleine Arten                                           starre verkürzte Vorderflügel lassen den größten Teil des Hinterleibs unbedeckt.        die häutigen (meist flugtüchtige) Hinterflügel müssen in Ruhestellung gefaltet werden.                                                                                                                                                          · leben in Lücken- u. Spaltenräumen; einige in Ameisennestern. Bockkäfer holzbewohnende Käfer mit langen, wie das Gehörn v. Böcken getragenen Fühlern -> häufig schillernd bunt.    viele Arten als Blütenbestäuber wichtig viele Arten sind auf Altholzbestände angewiesen -> werden daher als Zeigearten verwendet.      
  • 96.) An welchen Merkmalen sind Käfer (Coleoptera) zu erkennen? Nennen Sie drei unterschiedliche Ernährungsstrategien bei Käfern.     Käfer sie sind holometabole Insekten. Vorderflügel verhärtet u. zu Deckflügel umgewandelt à bilden mit Halsschild, einen Panzer. häutige Hinterflügel sind unter den verkürzten Deckflügel zusammengefaltet. Deckflügel verbergen die letzten beiden Brustsegmente, daher entspricht 3-teilige Körpergliederung der Käfer nicht der Dreiteilung der Insekten beißend–kauende Mundwerkzeuge. je nach Familienzugehörigkeit verschied. Larventypen    3 unterschiedl. Ernährungsstrategien: l  holzfressende Arten l  räuberische Arten u. Aasfresser l  pflanzenfressende Arten  
  • 97.) Nennen Sie drei Käferfamilien mit verschiedenen Larvenformen. Kurzflügler: Larven sind langgestreckt -> ernähren sich vielseitig, die meisten räuberisch  Bockkäfer: Larven sind reine Pflanzenfresser -> v.a. Holz  Schwimmkäfer: Larven leben im Wasser; ernähren sich zunächst v. Plankton, später v. Insektenlarven od. auch v. Kaulquappen. 
  • 99.) Was ist die ökologische Bedeutung von Totholz und in welche 3 Kategorien wird es eingeteilt? Nennen Sie drei Totholzbewohner. Totholz ist ein charakteristischer Bestandteil natürl. Waldlebensräume.     Umfasst einzelne abgestorbene Äste an Bäumen, abgestorbene noch stehende od. umgefallene Bäume  Abbau beginnt entw. nach dem Tod des Baumes od. bereits am noch lebenden Baum.                                                                                                - chemischer Abbau durch Pilze u. Bakterien.                                        - mechanischer Abbau durch Saprophage Über 2500 Pilzarten sind in-/direkt an Totholz gebunden.   Totholzbewohner: Hirschkäfer, Bockkäfer, Borkenkäfer, Wildbienen  Abbaudauer von Rahmbedingungen abhängig Feinreisig > 10 Jahre                                                                               ganze Bäume liegend > 80 Jahre                                                                ganze Bäume stehend < 150 Jahre
  • 100.) Was sind Neozoa? Nennen sie 3 Kriterien für ihre Einteilung und drei Beispiele von Neozoen in Österreich. sind Tierarten, die in einem best. Gebiet nicht heimisch sind u. erst nach 1492 unter in-/direkter Mithilfe des Menschen in dieses Gebiet gelangt sind. Sie lebten od. leben dort wild.  Kriterien: I. Grad der Naturalisation (etabliert, unbeständig)   II. Einführungs- bzw. Einwanderungsform   III. Grad der Beeinflussung der heimischen Fauna   z.B.: Kartoffelkäfer; spanische Wegschnecke, amerik. Flusskrebs, Marderhund, Mink 
  • 101.) Nennen Sie fünf Anforderungen für Zielarten.   1.  sollten in der Bezugsregion heimisch sein 2. einen möglichst hohen Erklärungsgehalt besitzen 3. repräsentativ für möglichst viele weitere Arten sein 4. guten faunistischen u. ökolog. Kenntnisstand aufweisen 5. methodisch gut u. mit vertretbarem Aufwand erfassbar sein 6. objektive u. reproduzierbare Bewertungsergebnisse ermöglichen  
  • 102.) Welche zwei Arten von Bioindikation gibt es und wie unterscheiden sie sich? siehe Frage 40, 41, 42
  • 103.) Nennen Sie drei nach Zehlius-Eckert formulierte Anforderungen an Bioindikatoren. -     Validität (Treffgenauigkeit) -     Reliabilität (Wiederholungsgenauigkeit) -     Sensitivität (Empfindlichkeit) 
  • 104.) Nennen Sie drei eindeutige Kennzeichen der Ordnung Schmetterlinge (Lepidoptera).     Flügel sind mit Schuppen bedeckt; oft sehr prächtige u. auffällige Farben + Muster Vorder- u. Hinterflügel durch Haltevorrichtung miteinander verbunden Mundwerkzeuge: einrollbarer Saugrüssel, nur primitive Formen (z.B. Motten) kauende Larven (Raupen) langgestreckt u. mit zusätzl. Stummelbeinen am Hinterleib ökolog. bedeutende Pflanzenfresser (Raupen) u. Bestäuber (Adult)    
Advertisement