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Reli (Subject) / Kolloquium UPP (Lesson)
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- Walter Neidhart - Erzähler gestaltet Text neu, bringt eigenes Glaubensverständnis mit ein - originaler Text wird zum Material für die Kommunikation - Randpersonen können wichtige Rollen spielen - Ziel: Gotteserfahrung möglichst intensiv nacherleben
- Dietrich Steinwede - theologische Absicht des Textes darf nicht verändert werden - Struktur, Ablauf und Sprachgestalt bleiben erhalten - Motive der Personen nicht psychologisch rekonstruiert - Geschichte darf elementarisiert werden - Erzählung im Präsens - lange Sätze können gekürzt werden - bereits Gesagtes kann wiederholt werden - originaler Text = Leitmedium --> Phantasie erlaubt, wenn es hilft die Tiefe des Textes zu verstehen
- Günter Lange Phasen der Bildbetrachtung - spontane Wahrnehmung - Analyse der Formsprache (Aufbau, Farbe, Formen) - Innenkonzentration (subjektive Wahrnehmung, Gefühle) - Anaylse des Bildgehalts (Was bedeutet das Bild?) - Identifizierung mit dem Bild --> am Anfang wichtig, dass jede Phase deutlich gemacht wird, später keine stumpfe Abfolge mehr, läuft von allein
- Anfangsunterricht - Ich-Du-Wir-Gefühl stärken Grundbedürfnisse von Schulanfängern, Bedürfnis nach - Sicherheit und Geborgenheit - sozialen Kontakten mit Gleichaltrigen - neuen Erfahrungen, Klarheit und Übersicht - Lob und Anerkennung - Verantwortung - Können und Urheberschaft - Körperlichkeit --> Rituale des normalen Unterrichts übernehmen, eigene einführen (konsequente Einhaltung) --> unterschiedliche Formen des körperlichen Ausdrucks, meditative Formen
- Gottesbilder - Oser/Gmünder Stufen des religiösen Urteils - Deus ex machina (Gott als Autorität) - Do ut des (man muss Gott wohlgestimmt sein, Beten etc) - Deismus (Gott nicht die starke Macht, er schaut nur zu)
- typische Gottesvorstellungen Hanisch/Orth - antropomorph - Gottesbeziehung ist übernommen - märchenhafte Vorstellungen - Zweifel an der Existenz, da er nicht der "Wunscherfüller" ist - Gott wird verortet: Himmel, Universum, Seele, Herzen
- Erste Naivität des Kindes - Freudenberger-Lötz - mythisch: Gott handelt wie ein Mensch - Realismus: abstrakte Begriffe werden konkret aufgefasst - Artifizialismus: antropomorpher Gott ist der Urheber - Animismus: leblose Objekte bekommen Leben, Willen, Bewusstsein - magisches Denken: Kind kann keine Kausalschlüsse ziehen
- Entwicklung des Todesverständnisses und der Trauer bis ca. 5. Lebensjahr - Weiterleben unter anderen Umständen, ist reversibel - Alter, Krankheit - eigener Tod kann aufgeschoben werden - biologische Ursachen Grundschulalter - Tod = äußere Gewalt - Irreversibilität ab 3. Schuljahr - Endlichkeit des Lebens denkbar, aber nicht für sich selbst - Tote kommen ganz in den Himmel - Denken über eigenen Tod nahc - Trösten Hinterbliebener
- Trauerphasen nach Kast - Nicht-wahrhaben-wollen - aufbrechende Emotionen - Suchen und Sich-Trennen - Neuer Selbst- und Weltbezug
- Verständnis vom Tod nach Gesell 6 Jahre: - Kind denkt über Tod der Eltern nach - Angst vorm Verlassen werden - denkt noch nicht, dass es selbst stirbt 7 Jahre: - Interesse an Begleiterscheinungen des Todes - Riten, die in Zusammenhang mit Tod stehen, deuten/verstehen 8 Jahre: - alle Menschen sterben, sich selbst eingeschlossen - setzt sich mit eigenem Tod auseinander 9 Jahre: - Interesse richtet sich direkt auf den Tod - Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod
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- Religion und andere Schulfächer - in allen Schulfächern tauchen religiöse Themen und Fragen auf - wegen der Verschränkung von Religion und Leben, Glaube und Alltag überschneiden sich die Gegenstände des Religionsunterrichts mit den anderen Fächern - viele pädagogische Situationen in den uns Religion begegnet (Morgenkreis, Stilleübungen, gemeinsame Rituale) - Feiern, Andachten tragen zur Qualität einer Schule bei, sind multifunktional
- Leistungsbeurteilung - Religion - wichtige Aufgabe, aber gleichzeitig Dilemma - Zeugnisnoten (Normerwartung), da ordentliches Schulfach vs. bedingungslose Annahme des Menschen durch Gott vor aller Leistung - schulische Leistungsbewertung: Aufgabe der Zuweisung/ Selektion --> muss pädagogisch sinnvoll sein - Feedback geben, individuelle Rückmeldung um Lernmotivation zu stärken - Schule muss den ganzen Menschen fördern - Feedbackkultur - im RU Phasen ermöglichen, die frei von jeglicher Effektivitätsüberprüfung sind - vielfältige Formen der Leistungsrückmeldung, Lernen mit allen Sinnen (ganzheitliche Methoden) - Anregungen für das weitere Lernen geben - Lernergebnisse präsentieren - Selbsteinschätzung fördern: Transparenz - nicht nur Lernprodukt, sondern Lernprozess
- Bewertungskriterien nach Oberthür - Fragekompetenz - Bibelbezogene Kompetenz - Wahrnehmungskompetenz - Gestaltungs- und Urteilskompetenz - kommunikative Kommpetenz - korrelative Kompetenz - interreligiöse Kompetenz - ethische Kompetenz - theologische Kompetenz
- Theologisieren mit Kindern - Kinder als religiös und theologisch kompetente Subjekte, die als Experten für ihr Theologisieren das theologische Denken von Erwachsenen inspirieren können - Theologie von Kindern ernst nehmen und fördern
- Rituale - bei der Identitätsfindung besondere Rolle - Übergangsriten der Kirche: immer wichtige Lebensabschnitte --> auch im Schulalltag von Bedeutung (z.B. Schuleintritt, Schulwechsel) - in der Schule unverzichtbar: bewahren Schule davor reine Lernanstalt zu sein - Verknüpfung zur Schöpfung/ zum Shabatt: unterbrechen, aufhören, ruhen
- Feste - Gegengewicht zum Zweckrationalen Handeln in der Schule - Fähigkeiten, die dabei von Bedeutung sind: gemeinsam gestalten und feiern, sich symbolisch ausdrücken, still werden und schweigen können -
- Lernalgorithmus in 6 Schritten - sehen und entdecken - fragen und finden - hören und sagen - träumen und trauen - glauben und (be)kennen - leben und gestalten
- allgmeine Kompetenzen (Bildungsstandards der Deutschen Bischöfe) - wahrnehmen und entdecken - deuten und gestalten - sich ausdrücken und einander mitteilen - Anteil nehmen und Verantwortung übernehmen - unterscheiden und bewerten - Fragen stellen und bedenken
- Inhaltsbezogene Kompetenzen (Deutschen Bischöfe) - Mensch und Welt - Frage nach Gott - Biblische Botschaft - Jesus Chirstus - Kirche und Gemeinde - andere Religionen
- Stille - einheitliche Definiton gibt es nicht - Stille nicht nur Abwesenheit von Lärm, sondern auch 'mit der Seele Kontakt aufnehmen' - Weg zur Mitte, zur eigenen und zu Gott - keine Disziplinierungsmaßnahme, sondern Chance, schrittweise eigene Erfahrungen und Entdeckungen mit sich, anderen und Gott zu machen - bei Stilleübung von Bedeutung: Blick, Körperhaltung, Stimme des Lehrers Phasen der Stille: - Einladung - die innere Bereitschaft wecken - Bei mir ankommen - mich selbst entdecken - mich der Stille öffnen - mich mitteilen - Erfahrungen ausdrücken - Abschluss - nach außen gehen --> Verlangsamung notwendig: Kindheit sehr schnelllebig
- Schöpfung - Urgeschichte besteht aus zwei eigenständigen Erzählungen: jahwistische und priesterschriftliche jahwistische (Gen 2,4b-25): - Jahwe formt aus Erde den Menschen - Gott wird in antropomorpher Weise vorgestellt - einziges Gebot: vom Baum der Erkenntnis darf der Mensch nicht essen priesterschriftliche Erzählung (Gen 1-2,4a) - Schöpfung: Gott sprach es werde... Gott sah, dass es gut war --> Dreiteilung - Abschluss durch Sonderstellung des siebten Tages - poetisch, rhythmische Gliederung - Urzustand: Chaos - Gottesebenbildlichkeit des Menschen wird nur in der Priesterschrift genannt --> Die Naturwissenschaft zeigt, wie etwas war. Die Bibel erzählt, wie wahr etwas ist. (Oberthür) - sinngebende Beziehung von naturwissenschaftlichem und gläubigen Weltzugang herstellen - Schöpfungsvorgang als nicht abgeschlossen betrachten - Menschen als integrierter Teil der Natur - vom Staunen, Loben und Danken ausgehen - Bewusstsein für die Verantwortung für die Schöpfung anbahnen - mit Psalm 104 beginnen - Schöpfung in der Musik: Oratorium von Joseph Haydn