Betriebswirtschaft (BWL) (Subject) / BWL Grundlagen (Lesson)

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BWL-Grundlagen

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  • Was ist bei der Bewertung der Kennzahlen Liquidität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität zu beachten? Liquidität regelmässig, am besten täglich berechnen, da von ihr letztlich die Insolvenz oder der Fortbestand des Unternehmens abhängt.   Wirtschaftlichkeit ist sicher ebenfalls notwendig.   Rentabilität ist stets relativ zu anderen Unternehmen oder anderen Geschäftsjahren zu betrachten
  • Kennzahl EVA EVA (Economic Value Added) = Betriebsnotwendiges Kapital x Spread
  • Was bedeutet Shareholder Value Ansatz? Jede Geschäftstätigkeit und Handlung im Unternehmen ist daraufhin zu beurteilen, ob sie den Wert des Unternehmens steigert.  Die in der VWL bekannte Wertschöpfung in Form der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (Ergebnis Bruttoinlandsprodukt) wird hier auf mikroökonomischer Ebene abzubilden versucht. Geistiger Vater dieses Ansatzes ist Michael Porter, der bereits Anfang der 80er Jahre mit seinem Gedanken der Wertschöpfungskette bekannt wurde.
  • Wie kann man den Shareholder Value-Ansatz berechnen? EVA = Methode zur Berechnung des Wertsteigerungsmasses = Multiplikator aus dem Wert des betriebsnotwendigen Kapitals (zB. Maschinen, Grundstücke ...) mit einem sogenannten Spread. Dieser Spread = Differenz aus der erreichten Rentabilität und der geforderten bzw erwarteten Rentabilität. Es gibt EVA bei Eigenrenditebetrachtung, Gesamtrenditebetrachtung usw.  Kommt auf die Erwartung an, werden 10 % erwartet ist 5 % negativ. Es wurde dann Wert vernichtet. 
  • Was ist MVA MVA = Market Value Added = Marktkapitalisierung minus realem Unternehmenswert Marktkapitalisierung = Summe der Anteilsscheine, multipliziert mit dem aktuellen Markt- bzw. Börseinpreis eines Anteiles) vom Unternehmenswert aufgrund einer eigenen Bewertung (Bilanzsumme oder subjektive Wertschätzung)   Ist der MVA positiv, spricht man von einem überbewerteten Betrieb oder auch von einer Outperformance. Der Begriff Performance wird allgemein für die Ausprägung von Kennzahlen herangezogen. ISt der MA positiv, schätzt der Markt das Untenrehmen besser bzw höher ein, als dies aus der Bilanz oder anderen Analysen des Geschäftswertes deutlich wird. In jedem Fall scheint dann der Markt den WErt höher einzuschätzen als Kapital investiert wurde. Ob das Unternehmen überbewertet ist (Outperformance) bleibt dahingestellt.
  • Was wird bei Portfolioanalyse untersucht? Es wird untersucht die Wirkung der beiden Variablen Marktwachstum bzw. Marktanteil auf das Cashflow-Gleichgewicht im Unternehmen. Das Cashflow-Gleichgewicht soll dadurch erreicht werden, dass sich nach Positionierung der strategischen Geschäftseinheiten in der Matrix ein Gleichgewicht unter den SGE über das Portfolio hinweg ergibt. 
  • Was sind Stars? Stars sind SGE mit hohem Marktanteil in einem schnell wachsenden MArkt. SGE in diesem Feld können ihren Cashflow zur Sicherung ihrer Position grösstenteils selbst decken.
  • Was sind Cash Cows = SGE mit einem hohen relativen Marktanteil, die sich jedoch in einem Markt mit einer niedrigen Wachstumsrate befinden. Hier ist davon auszugehen, dass infolge der Marktführerschaft und der geringen Kosten bei wenig Erhaltungsinvestitionen ein hoher Cashflow èberschuss erwirtschaftet wird.
  • Was sind Question Marks SGE mit geringem relativen Marktanteil, aber in stark wachsenden Märkten.  Erwirtschafteter Cashflow reicht in der Regel nicht aus, um den Finanzmittelbedarf für Erweiterungsinvestitionen zu decken. 
  • Was sind Poor Dogs = SGE mit niedrigem Marktanteil und gleichzeitig niedrigem MArktwachstum, bei denen der Netto-Cashflow oft negativ ist bzw. zum Erhalt der Marktposition nicht ausreicht.
  • Welche Massnahmen sind bei Question Marks zu empfehlen? = erheblicher Ausbau des Marktanteils in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Mitteln (Offensivstrategie)
  • Massnahmen Stars Hoher Marktanteil ist erreicht. Durch Wachstumsstrategie Marktanteil halten, auch wenn der hohe Investitionsaufwand den z.T. relativ geringen DB zunächst nicht entspricht. die Preise sollten der Marktstellung entsprechend erhöht werden
  • Massnahmen Cash Cows Tragen zu gegenwärtigen Einnahmeüberschüssen bei Allerdings geringes Wachstum, daher Defensivstrategie
  • Massnahmen Poor Dogs Auslaufprodukt, Desinvestitionsstrategie, da sich bei mässigen Wachstumsaussichten und geringen Marktanteilen Investitionen nicht mehr lohnen. Preise so hoch wie möglich ansetzen.   Insgesamt = Risikoausgleich bei gezielter Wachstumssicherung. Häufig gezielte Förderung der Fragezeichen mithilfe der bei Cash cows freigesetzten finanziellen Mittel.
  • Was gehört zum externen Rechnungswesen - Fibu - Jahresabschluss = Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht - Sonderbilanzen (Gründung, Umwandlung, Liquidierung)
  • Internes Rechnungswesen: - Kosten- und Leistungsrechnung - Investitionsplanung - Statistik- und Planprg
  • Unterscheiden Sie externes und internes Rechnungswesen Unterscheidung in Teilbereiche Adressaten extern intern/extern (Gewerkschaften Gläubiger, éffentlichkeit) Rechnungsziel: vergangenheitsorientierte Dokumentation und Rechnungslegung versus Planung, Steuerung und Kontrolle des Betriebsprozesses gesetzliche Rahmenbedingungen: handels- und Steuerrechtliche Regelungen versus keine gesetzlichen Regelungen, sondern Zweckmässigkeit und kurze Perioden
  • Welche Kontenrahmen kennen Sie? - Industriekontenrahmen - Handelskontenrahmen - brachenspezifische Kontenrahmen
  • Wozu dient der Kontenrahmen? - Sachkonten nach einzelnen Kontenarten einteilen - Buchungsfälle sachlich einzelnen Konten, z.B. Kasse oder Waren zuordnen
  • Wozu dienen GoB Stellen Verhaltens- und Vorgehensregeln für Buchhaltungstätigkeit und Erstellung Jahresabschluss dar Konsequenz: strafrechtliche Sanktionen
  • Welche Grundsätze ordnungsgemässer Buchführung kennen Sie? - Grundsatz der Richtigkeit und Willkürfreiheit - Grundsatz der Vollständigkeit - Grundsatz der Klarheit und Uebersichtlichkeit - Grundsatz der Periodenabgrenzung - Grundsatz der Einzelbewertung - Grundsatz der Vorsicht - Grundsatz der Stetigkeit - Grundsatz der Bilanz-Identität
  • Was bedeutet der Grundsatz der Richtigkeit und Willkürfreiheit? Buchungen müssen Realität entsprechend und von sachverständigen Dritten in angemessener Zeit nachprüfbar sein.
  • Erläutern Sie den Grundsatz der Klarheit und Uebersichtlichkeit - deutsche Sprache/Euro - Einhaltung Mindestliederung/HGB-Vorschrift  
  • Erläutern Sie den Grundsatz der Periodenabgrenzung (§ 250 HGB) = Geschäftsvorfälle, die andere Perioden betreffen, sind abzugrenzen, d. h. durch sogenannte Rechnungsabgrenzungsposten kenntlich zu machen
  • Erläutern Sie den Grundsatz der Vorsicht = Gewinne dürfen erst verbucht werden, wenn sie realisert sind (=Realisationsprinzip) Verluste auch, wenn sie noch nicht eingetreten sind (= Imparitätsprinzip) Grundsätzlich ist der niedrigste Wert anzusetzen (Niederstwertprinzip für Aktiva, Höchstwertprinzip für Passiva)
  • Erläutern Sie den Grundsatz der Stetigkeit (§ 252 HGB) - Einmal gewählte Bilanzierungs- und Bewertungsansätze sind beizubehalten, um die Vergleichbarkeit über mehrere Perioden zu gewährleisten  
  • Was bedeutet der Grundsatz der Bilanz-Identität (§ 265 HGB) = Die Schlussbilanz des alten Jahres und die Anfangsbilanz des neuen Jahres müssen identisch sein
  • Wie wird der Kreis der Buchführungspflichtigen, die einen Betrieb unterhalten nach der AO definiert? - Höhe Umsatz - Höhe Betriebsvermögen - Gewinn §141 AO
  • Was ist eine Inventur? Was ist Inventar? § 240 HGB Mengenmässige Aufnahme sämtlicher Vermögensgegenstände und Schulden, die es später für die Bilanzierung zu bewerten gilt   Inventur liefert Inventar (= Bestandsverzeichnis) = Grundlage für Aufstellung der Bilanz
  • Herkunftsquellen für Wirtschaftlichkeit, Rentabilität, Liquidität und Investition Liquidität kommt aus Bilanz Wirtschaftlichkeit aus GuV Rentabilität aus Beidem Investition aus internem Rechnungswesen
  • Was bedeutet doppelte Buchführung? = jeder Geschäftsvorfall wird auf mindestens 2 Konten verbucht   Sollbuchung und Habenbuchung ergeben einen Buchungssatz
  • Welches sind die Grundbegriffe des Rechnungswesens: Leistung Kosten Ertrag Aufwand Einnahmen Ausgaben Einzahlung Auszahlung  
  • Was sind kalkulatorische Kosten? = Kosten, denen kein Aufwand (Zusatzkosten) oder Aufwand in einer anderen Höhe (Anderskosten) gegenübersteht z.B. kalkulatorische Zinsen (= Zusatzkosten)         kalkulatorische Abschreibungen (= Anderskosten)
  • Woraus besteht ein Jahresabschluss? = §242 HGB:   - Bilanz - GuV - Lagebericht - Anhang (Kapitalgesellschaften) - Geschäftsbericht = Zusammenfassung, ab bestimmter Unternehmensgrösse auch zu publizieren.
  • Welche Funktion hat der Jahresabschluss? Der Jahresabschluss ist das zentrale Element der externen Rechnungslegung. - Informationsfunktion für externe Adressaten - Ausschüttungsbemessungsfunktion (= Bilanzgewinn = Ausgangs- grösse für Ausschüttung an Eigentümer des Unternehmens)  
  • Welche Arten von Jahresabschlüssen kennen Sie? - Ordentlicher Jahresabschluss = gesetzlich, satzungsmässig   - au'erordentlicher JA = bei Anlass (Gründung, Fusion, Liquidation)
  • Welche Bilanzen unterscheidet das Handelsrecht? - Gründungsbilanzen   - Umwandlungsbilanzen   - Liquidationsbilanzen
  • Wie nennt man einen Jahresabschluss bei Gründung oder Umwandlung innerhalb eines Geschäftsjahres? = Teiljahresabschluss innerhalb eines Rumpfgeschäftsjahres
  • Zeichnen Sie Grundschema einer Bilanz auf der Aktiva-Seite I. Anlagevermögen - Immaterielles Anlagevermögen - Sachanlagen - lf. Finanzanlagen (Beteiligungen) II. Umlaufvermögen - Vorräte - Forderungen - kurzfristige Finanzanlagen (Wertpapiere) - Kasse- und Bankguthaben - Aktive Rechnungsabgrenzungsposten  
  • Zeichnen Sie Grundschema einer Bilanz (Passiva) 1. Eigenkapital - gezeichnetes Kapital - Kapitalrücklagen - Gewinnrücklagen - Gewinn-/Verlustvortrag - Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (Bilanzgewinn) 2. Fremdkapital - Rückstellungen - Langfristige Verbindlichkeiten - kurzfristige Verbindlichkeiten - fällige Steuern Passive Rechnungsabgrenzungsposten
  • Was sind Rückstellungen? = werden in Fremdkapital ausgewiesen (Passiva)   Rückstellungen sind ausgewiesene Verpflichtungen, die der Ursache nach zwar bestimmt sind, deren Höhe und Fälligkeit aber noch ungewiss sind (z.B. für Pensionskosten pder Prozesskosten)
  • Was ist eine GuV? § 275 HGB =    zeitraumbezogene Stromgrössenrechnung   Systematische Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen durch periodenbezogene Geld- und Sachvermögensveränderungen GuV  =   Staffelform Bilanz = Kontenform
  • Was ist Inhalt des Anhangs eines Jahresabschlusses § 284 HGB   = Nähere Erläuterung der einzelnen Positionen der Bilanz und GuV = erläuternde Funktion
  • Wozu dient die Kosten- und Leistungsrechnung? = Teil des internen Rechnungswesens Stellt Informationen zur Planung, Steuerung und Kontrolle für die Unternehmensleistung 
  • Differenz Vollkostenrechnung/Teilkostenrechnung Vollkostenrechnung = Sämtliche angefallenen Kosten werden auf die Kostenträger verrechnet   Teilkostenrechnung = lediglich teilweise Weiterverrechnung der angefallenen Einzel- und Gemeinkosten auf Produkte (Kostenträger)
  • In welche Teilrechnungen/Bereiche lässt sich die Traditionelle Kostenrechnung einteilen? - Kostenartenrechnung - Kostenstellenrechnung - Kostenträgerrechnung
  • Definition Kostenartenrechnung = Ermittelt, welche Kosten in welcher Höhe angefallen sind
  • Definition Kostenstellenrechnung Zurechnung der in der Kostenartenrechnung erfassten Kosten auf die betrieblichen Teilbereiche (Kostenstellen), in denen sie verursacht worden sind (z.B. Abteilungen)   Die Kostenverteilung auf die einzelnen Kostenstellentypen (Haupt- und Nebenkostenstellen) erfolgt mithilfe des BAB (Betriebsabrechnungsbogens), der standardisiert für verschiedene Bereiche vorliegt.
  • Definieren Sie Kostenträgerrechnung Angefallene Kosten werden auf Produkte bzw. Aufträge oder neuerdings auf Prozesse bzw. Entscheidungen zugerechnet (Kalkulation) Die Kostenträgerrechnung dient somit der Ermittlung der Herstellungs- und Selbstkosten der erbrachten Leistungen, die Basis für die Preiskalkulation sind.
  • Definieren Sie Deckungsbeitragsrechnung Direct Costing  = Teilkostenrechnung Der Deckungsbeitrag zeigt an, ob sich der Verkauf eines Produktes hinsichtlich der Deckung der fixen Kosten lohnt oder nicht.  Wichtig Insbesondere in Rezessionsphasen kann die Deckungsbeitragsrechnung wichtige Infos liefern, ob bestimmte Produktionsprogramme lohnend sind bzw. kurzfristig weitergefahren werden sollen. Nur variable Kosten werden weiterverrechnet, da die fien Kosten beschäftigungsunabhängig sind und somit für kürzerfristige betriebliche Entscheidungen nicht einbezogen werden können Deckungsbeitrag = Umsatz minus variable Kosten Stückdeckungsbeitrag = Preis minus variable Stückkosten