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Psychologie (Subject) / aus alten PP Prüfungen (Lesson)

was ich nicht wusste, oder nochmal parat haben wollte

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  • efficacy - effectiveness Therapeutische Wirksamkeit oder Medizinische Wirksamkeit bezeichnet das Vermögen einer therapeutischen Maßnahme, den Verlauf einer Krankheit günstig zu beeinflussen. Fachsprachlich wird unterschieden zwischen der Wirksamkeit unter besonderen kontrollierten Bedingungen, wie z. B. in einem optimierten medizinischen Umfeld für definierte Zielgruppen – auf Englisch der efficacy – und der "Alltagswirksamkeit" im jeweiligen realen Umfeld, so z. B. bei erweiterten Indikationen, inhomogenen Zielgruppen oder in einem medizinischen Umfeld mit geringeren Ressourcen – auf Englisch effectiveness oder outcome. Nicht einheitlich und nicht immer klar abgegrenzt werden auch die Begriffe "klinische Wirksamkeit" oder "klinische Effektivität" für den erstgenannten Fall benutzt.
  • Wirkfaktoren in Gruppen - Yalom Die Wirkfaktoren nach Yalom sind: Hoffnung auf Heilung Universalität des Leidens Mitteilung von Informationen Altruismus Die korrigierende Rekapitulation der Primärfamilie Techniken des mitmenschlichen Umganges Nachahmendes Verhalten Interpersonales Lernen Die Gruppenkohäsion Katharsis Die existentiellen Erfahrungen Insbesondere durch die Faktoren korrigierende „Rekapitulation der Primärfamilie“ und „Katharsis“ wird der starke Bezug zur Psychoanalyse bzw. zur tiefenpsychologischen Fundierung evident, obwohl diese Faktoren unabhängig von psychotherapeutischen Verfahren sein sollen.
  • Pharmakotherapie bei Angststörungen bei vegetativer Übererregtheit können Beta-Rezeptorenblocker hilfreich eingesetzt werden
  • unerwünschte Reaktionen bei Entspannungsverfahren Panikattacken wegen des Gefühls des Kontrollverlustes, oder Flashbacks, oder Blutdruckschwankungen.
  • Autopoiese, Autopoiesis Autopoiese ist ein Begriff aus dem Radikalen Konstruktivismus und bezeichnet die stärkste Form der Selbstreferenz, die beschreibt, dass das System nicht nur sein Verhalten, sondern überhaupt seine Existenz durch sich selbst erzeugt. Autopoiesis oder Autopoiese (altgriech. αυτος „selbst“ und ποιεω „schaffen, bauen“) ist der Prozess der Selbsterschaffung und Selbsterhaltung von Lebewesen oder lebenden Systemen. Zur Autopoiese gehören: Selbstreferentialität : die eigenen Zustände werden intern gesteuert. operative Geschlossenheit : das Gehirn z.B. nimmt nur eigene Zustandsveränderungen wahr, ein Reiz von außen initiiert Selbstveränderung, die dann wahrgenommen wird. strukturelle Kopplung zur Umwelt: das System wählt seine Außenkontakte selbst aus. Lebewesen sind nach Maturana „autopoietische“ Systeme, Systeme, die sich permanent selbst erzeugen. Im Gegensatz dazu erzeugen „allopoietische“ Systeme stets etwas von sich selbst Verschiedenes; z.B. Maschinen, die nach den Plänen ihrer Erzeuger und Betreiber aus einem gegebenen Input einen bestimmten Output herstellen. Während die autopoietische Organisation im Sinne eines kausal in sich geschlossenen interaktionszyklus Lebewesen-Umwelt invariant erhalten werden muss, ist die Struktur konkreter lebendiger individuen (Pflanzen, Tiere, Menschen) plastisch, kann und muss sich verändern. Lebende Systeme müssen als autopoietische Systeme ihre eigene Struktur und damit die Interaktionsbeziehungen mit ihrer Umwelt ständig so gestalten, dass der Prozess der Autopoiese nicht gefährdet wird.
  • F 9 F 9 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend Alle Störungen dieses Bereichs F90.- Hyperkinetische Störungen F91.- Störungen des Sozialverhaltens F92.- Kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen F93.- Emotionale Störungen des Kindesalters F94.- Störungen sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit und Jugend F95.- Ticstörungen F98.- Andere Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
  • Neutralität im psychoanalytischen Prozeß Kennzeichen des Analytiker-Verhaltens, insbesonders auch sexuelle Neutralität bzw. Abstinenz. Die technische Neutralität: Technische Neutralität verweist auf die gleichmäßig distante Haltung des Therapeuten zu den im Konflikt liegenden emotionalen Kräften des Patienten. Neutralität bedeutet engagiertes, objektives und unparteiisches Interesse, dem Patienten zu helfen, ein Verständnis seines Selbst zu entwickeln.   auch Äquidistanz  
  • Qualitative Bewußtseinsstörungen am Verhalten u. den Äußerungen des Pat sind veränderte Bewußtseinsinhalte zu erkennen  Formen Bewußtseinseintrübung: mangelnde Klarheit des Erlebens, Pat. ist verwirrt u. desorientiert (akute exogene Psychose) Bewußtseinseinengung: Reduktion der Bewußtseinsinhalte, es erscheint nur noch ein kleiner Ausschnitt des Gesamterlebten im Bewußtsein, Pat. wirkt fasziniert durch eine einzige Sache, er spricht auf Außenreize nur vermindert an (akute exogene Psychose) Bewußtseinsverschiebung: Gefühl einer allg. Intensitätssteigerung (Wachheit, Wahrnehmung, Erkenntnis), Pat. wirkt ekstatisch, er schildert umfassende Erkenntnisse u. Einsichten (Manie, Drogen, Schizophrenie) Abgrenzung zu neurologischen Störungen Delir ist als vorübergehende, man könnte auch sagen, kurz andauernde Einschränkung definiert. Demenz ist im Gegensatz dazu erst nach einem mehrmonatigen beobachteten Auftreten diagnostizierbar. Dies sind gegenüber der Umgangssprache fachärztlich definierte Diagnosen.
  • quantitative Bewußtseinsstörungen Auch Vigilanzstörungen od. Störungen der Vigilanz (=Wachheit) genannt. Ursachen können akute exogene Psychosen, SHT (Schädel-Hirn-Trauma), Apoplexie, Medikamente oder Stoffwechselentgleisung sein. [Bearbeiten] Stadien Benommenheit: Denken u. Handeln sind verlangsamt, örtlich, zeitlich und zur Person orientiert Somnolenz: abnorme Schläfrigkeit, ist jederzeit weckbar, erschwerte Orientierung, Beantwortung leichter Fragen noch mögl. Sopor: schlafähnl. Zustand, nur durch starke Reize weckbar, keine Reaktion auf Ansprache, Schutzreflexe sind erhalten Koma: tiefe Bewußtlosigkeit in versch. Stufen. Anfangs noch Reaktion auf Schmerzreize, Schutzreflexe noch vorhanden. Bei schweren Formen keine Reaktion mehr, schlimmstenfalls Ausfall der Atmung bei erhaltener Herzaktion Der Schweregrad wird am Coma- Score gemessen = standardisierte Einschätzung des Schweregrades einer Bewußtseinsstörung. Kriterien sind verbale Reaktion, Augen öffnen, motorische Reaktion, motor. Reaktion auf Schmerzreize
  • Evidenzbasierte (nachweisbasierte) Medizin eine Organisation zur Erstellung systematischer Übersichtsarbeiten ist die Cochrane Collaboration Statt also wie im klassischen Ansatz der EbM Rückgriff auf die Originalartikel (die Primärliteratur) zu nehmen, werden hier vom Arzt Sekundärliteratur und systematische Übersichtsarbeiten herangezogen, bei der die Wertung nach EbM Kriterien bereits getroffen wurde. Ziel ist hier die Synthese aller relevanten Artikel aus der Primärliteratur, damit die Suche für den praktischen Alltag möglichst zeitsparend und spezifisch erfolgen kann. Diese Übersichtsarbeiten bilden auch die Basis für sogenannte Health Technology Assessments (HTA, zu deutsch: Technikfolgenabschätzung in der Medizin) und für evidenzbasierte Leitlinien. Eine der bedeutendsten Organisationen zur Erstellung solcher systematischen Übersichtsarbeiten ist die Cochrane Collaboration. EbM stellt somit selbst eine junge, sich entwickelnde Wissenschaft dar mit dem Ziel, die Qualität der veröffentlichten medizinischen Daten zu bewerten und damit auch zu verbessern. Die EbM beschäftigt sich nicht selbst mit der Durchführung von klinischen Studien, sondern mit der systematischen Nutzung ihrer Ergebnisse. Im folgenden Beispiel für ein solches Klassifikationssystem vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) gelten nachfolgende Level im Sinne der EbM: Level 1: Es gibt ausreichende Nachweise für die Wirksamkeit aus systematischen Überblicksarbeiten über zahlreiche randomisiert-kontrollierte Studien. Level 2: Es gibt Nachweise für die Wirksamkeit aus zumindest einer randomisierten, kontrollierten Studie. Level 3: Es gibt Nachweise für die Wirksamkeit aus methodisch gut konzipierten Studien, ohne randomisierte Gruppenzuweisung. Level 4a: Es gibt Nachweis für die Wirksamkeit aus klinischen Berichten. Level 4b: Stellt die Meinung respektierter Experten dar, basierend auf klinischen Erfahrungswerten bzw. Berichten von Experten-Komitees. Die Einteilung in Klassifikationssystemen ist wichtig, um den Nutzen und die Risiken von Behandlungen angemessen beurteilen zu können (inklusive Nutzen und Risiken der Nicht-Behandlung)
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  • Epilepsie Die Epilepsie ist die häufigste chronische Krankheit des zentralen Nervensystems. Etwa 5 % aller Menschen haben im Laufe ihres Lebens einen epileptischen Anfall. Eine aktive Epilepsie entwickeln hingegen in Europa etwa 0,6 %, dies entspricht in Deutschland ca. 500.000 Menschen. Lokalisationsbezogene Anfälle treten nur in einem ganz bestimmten Teil des Gehirns auf. Oft lässt sich schon durch die Art, wie sich ein Anfall äußert und/oder durch spezielle apparative Zusatzuntersuchungen (siehe hierzu auch Diagnose von Epilepsie) die genaue Region bestimmen. Ungefähr 60 Prozent der Epileptiker leiden an lokalisationsbezogenen Anfällen. Von einfachen lokalisationsbezogenen Anfällen spricht man, wenn das Bewusstsein erhalten bleibt. Direkt vor dem Anfall können ungewöhnliche Gefühle oder Missempfindungen vielfältiger Art auftreten, wie plötzliche und unerklärliche Gefühle von Freude, Ärger, Traurigkeit oder Übelkeit. Mancher Betroffene hört, riecht, schmeckt, fühlt oder sieht Dinge, die nicht real sind. Man bezeichnet dies als Auren. Auch Auren sind im eigentlichen Sinn einfache lokalisationsbezogene Anfälle, bei denen das Bewusstsein erhalten bleibt. Die Symptome und der Verlauf sind in der Regel jedes Mal ähnlich (stereotyp). Von komplexen lokalisationsbezogenen Anfällen, die meist nur wenige Sekunden andauern, spricht man, wenn es zu einer Bewusstseinsveränderung oder zu einer Bewusstlosigkeit kommt. Auch traumähnliche Zustände, seltsame, wiederholte Verhaltensweisen wie Zwinkern, Zucken und Mundbewegungen können auftreten oder die betroffenen Personen laufen im Kreis. Die zweite große Gruppe von Anfällen sind die generalisierten Anfälle. Hier sind von Anfang an viele Teile des Gehirns betroffen. Es lässt sich hier kein Ort bestimmen, von dem der Anfall ausgeht. Diese Anfälle können zu Bewusstlosigkeit, Stürzen oder massiven Muskelkrämpfen führen. Wichtige Anfallsformen Absencen Kurze Bewusstseinspausen; der Blick ist leer, vereinzelt wird der Kopf zurückgeneigt, die Lider blinzeln; Bewusstlosigkeit für die Dauer des Anfalls; automatische Dinge (Radfahren, Laufen,...) können weiter ausgeführt werden oder werden kurz innegehalten; ohne Übergang wird die angefangene Tätigkeit wieder aufgenommen; Anfallsdauer ist meist nur sehr kurz und kann leicht übersehen werden; bei Schulkindern sind Serien von Absencen häufig. Tonische Anfälle Sämtliche Muskeln des Körpers versteifen sich plötzlich gleichzeitig Klonische Anfälle Rhythmische Zuckungen in Armen und Beinen; Dauer: Sekunden bis meist unter 3 Minuten Myoklonische Anfälle Kurze Zuckungen des Schultergürtelbereichs; tritt vor allem im Jugendalter auf; meist werden die Anfälle in der ersten Stunde nach dem Erwachen beobachtet. Atonische Anfälle Verlust des normalen Muskeltonus: der Patient ist schlaff, bewusstlos oder nickt unwillkürlich mit dem Kopf. Tonisch-klonische Anfälle Versteifungen von Armen, Beinen und Gesicht; unwillkürliche rhythmische Zuckungen
  • Asperger-Syndrom Als Asperger-Syndrom wird eine tiefgreifende Entwicklungsstörung innerhalb des Autismusspektrums bezeichnet, die vor allem durch Schwächen in den Bereichen der sozialen Interaktion und Kommunikation gekennzeichnet ist sowie von eingeschränkten und stereotypen Aktivitäten und Interessen bestimmt wird. Beeinträchtigt ist vor allem die Fähigkeit, nonverbale und parasprachliche Signale bei anderen Personen intuitiv zu erkennen und intuitiv selbst auszusenden. Das Kontakt- und Kommunikationsverhalten von Asperger-Autisten erscheint dadurch „merkwürdig“ und ungeschickt und wie eine milde Variante des frühkindlichen Autismus (Kanner-Syndrom). Da ihre Intelligenz in den meisten Fällen normal ausgeprägt ist, werden sie von ihrer Umwelt jedoch nicht als Autisten, sondern höchstens als „wunderlich“ wahrgenommen. Gelegentlich fällt das Asperger-Syndrom mit einer Hoch- oder Inselbegabung zusammen. Das Syndrom, das als angeboren und nicht heilbar angesehen wird, macht sich etwa vom vierten Lebensjahr an bemerkbar.[1] Das Asperger-Syndrom ist aber nicht nur mit Beeinträchtigungen, sondern oft auch mit erheblichen Stärken verbunden, etwa in den Bereichen der Wahrnehmung, der Introspektion, der Aufmerksamkeit oder der Gedächtnisleistung. Die Frage, ob es als Krankheit oder als eine Normvariante der menschlichen Informationsverarbeitung einzustufen ist, wird darum sowohl von Asperger-Autisten und Angehörigen als auch von Wissenschaftlern und Ärzten uneinheitlich beantwortet. Uneinig ist sich die Forschergemeinschaft auch hinsichtlich der Frage, ob das Asperger-Syndrom als selbstständiges Störungsbild oder lediglich als graduelle Variante des frühkindlichen Autismus anzusehen ist.
  • Pseudohalluzination Eine Pseudohalluzination ist eine vom Willen nicht beeinflusste sensorische Erfahrung, die der Patient als unwirklich wahrnimmt. Sie ist also eine Halluzination, die vom Betroffenen als realitätsfremd erkannt wird. 2 Ablauf Pseudohalluzinationen sind selten. Sie treten meist als akustische oder visuelle Halluzinationen auf. Eine Sonderform ist das Charles-Bonnet-Syndrom, bei dem visuelle Sinnestäuschungen in Folge einer schweren Sehbehinderung auftreten. Der Übergang zur echten Halluzination ist fließend. Vielfach kann in einem Gespräch eine Halluzination zu einer Pseudohalluzination abgebaut werden. Wenn der Pseudohalluzination ein dauerhafter Affekt zu Grunde liegt wird von der katathymen Pseudohalluzination gesprochen. 3 Aufteten in der Einschlaf- oder der Aufwachphase (hypnagoge und hypnopompe Halluzination) bei Trancezuständen, Meditation bei starker Ermüdung und Erschöpfung (Fata Morgana in der Wüste) bei Bewusstseinseintrübung (hohes Fieber, Drogeneinfluss) Affektzuständen (hysterische Pseudohalluzination) bei histrionischen Ausnahmezuständen in der Rückbildungsphase von echten Halluzinationen 4 Beispiele nach dem Druck auf die Augen sieht der Patient Sterne, erkennt aber, dass es sich nicht um echte Sterne handelt der Patient mit hohem Fieber sieht einen Drachen in seinem Zimmer, weiß aber, dass dieser nicht wirklich sein kann ein Patient hört Stimmen in seinem Haus, weiß aber, dass er allein zu Hause ist.
  • neuronale Plastizität Der Begriff neuronale Plastizität beschreibt den Umbau neuronaler Strukturen in Abhängigkeit von ihrer Verwendung. Die neuronale Plastizität kann einzelne Nervenzellen oder ganze Hirnareale betreffen. Sie dient dazu, die Funktionen des Nervensystems zu erhalten, anzupassen und ggf. zu erweitern. 2 Hintergrund Das ZNS gehört zu den komplexesten Regionen des menschlichen Körpers. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten ging man davon aus, dass vor der Geburt die neuronalen Strukturen im Gehirn statisch entwickelt sind und sich bis zum Tode nicht mehr verändern. Die neueren Forschungen in der Neuroanatomie und der Neurologie haben aber gezeigt, dass das Gehirn sowohl durch Lernprozesse, als auch nach exogen ausgelösten Beschädigungen deutlich verändert werden kann. Vor der Geburt sind die Neurone bereits in voller Zahl vorhanden, allerdings beginnen sich in bestimmten Bereichen, teilweise zeitlebens, Synapsen umzustrukturieren. Bei Musikern z.B. sind bestimmte Hirnareale stärker "vernetzt" als bei Nicht-Musikern. Aber auch hier hat die Natur anscheinend Grenzen gesetzt, so entwickelt sich die primäre Sehrinde nur in den ersten Lebensjahren weiter und erlernt die Verarbeitung von Sinneseindrücken. Andere Bereiche des Gehirns verlangsamen ihre Umbaufähigkeit drastisch.
  • Derealisation Bei der Derealisation wird die Umwelt universell als fremd wahrgenommen obwohl einzelne Details sehr wohl erkannt und zugeordnet werden können. Menschen, Objekte oder die gesamte Umgebung erscheinen unvertraut, unwirklich, fern, künstlich, zu klein oder zu groß, farblos oder leblos. Dieser Zustand kann unterschiedlich lange anhalten. Es kommt zu einer Wahrnehmungsstörung und zu einer Veränderung der Wahrnehmung selbst. Beispiele hierfür sind verschleiertes Sehen, Abschwächung von Eindrücken und das Entferntscheinen zwischen dem Selbst und der Umwelt. Auch die zeitlichen Aspekte des Erlebens können betroffen sein. Die Derealisation ist meistens mit der Depersonalisation verknüpft. Derealisationserleben wird zur Gruppe der Ich-Störungen gezählt. Auslöser Derealisationen können sowohl bei psychisch erkrankten als auch bei psychisch gesunden Personen auftreten. Besonders häufig sind sie in Situationen mit großer emotionaler Belastung, Panik, starker Müdigkeit und Erschöpfung. Weitere Auslöser sind: Drogen (Cannabis) Medikamente (Antidepressiva) Coffein, Nikotin Alkoholentzug, Benzodiazepinentzug Epilepsie Migräne Kopfverletzungen Störungen des Vestibularapparates (Labyrinthitis, Neuronitis) schwere Schlafstörungen Borderline-Persönlichkeitsstörung Depression Schizophrenie Angsterkrankungen und Panikstörungen Diagnose Nach ICD-10 müssen um von einer Derealisation sprechen zu können folgende Kriterien zutreffen: Die Umgebung wird als fremd, leblos, unwirklich etc. angenommen (Derealisationssymptomatik). Der/die Betroffene akzeptiert, dass es sich hierbei nicht um ein durch äußere direkte Ursachen entstandenes Störungsbild handelt, sondern dass hier ein subjektiver spontaner Wechsel stattgefunden hat (Krankheitseinsicht). Dem/der Betroffenen ist bewusst, dass es sich hierbei nicht um einen toxisch verursachten Verwirrtheits- oder epileptischen Zustand handelt.
  • Ich Störungen Ich-Störungen Übersicht der Grundbegriffe   Definition: Beeinträchtigung des Erlebens der eigenen personalen Identität (Meinhaftigkeit).   Depersonalisation Das Ich oder einzelne Körperteile werden als fremd oder nicht zugehörig empfunden Schizophrenie, Depression, Panikattacken, Rauschdrogen, Erschöpfungszustand Derealisation Die Umgebung erscheint unwirklich, fremd oder verändert (auch das Zeitgefühl) Persönlichkeitsstörung, Depression, Panikattacke, Erschöpfung Gedankenentzug Gefühl, daß Gedanken entzogen oder weggenommen werden Symptom 1. Ranges bei Schizophrenie Gedankeneingebung Gefühl, daß Gedanken und Vorstellungen von außen her eingegeben, gelenkt und beeinflußt werden Symptom 1. Ranges bei Schizophrenie Gedankenausbreitung Gefühl, daß Gedanken nicht mehr Eigentum sind, sondern daß andere daran Anteil haben Symptom 1. Ranges bei Schizophrenie Transitivismus Projektion eigenen Krankseins auf andere Psychose, Persönlichkeitsstörung Verkennungen Bekanntes wird als unwirklich und fremdartig wahrgenommen Anpassungsstörung, Erschöpfung, Depression Die eigene Person bzw. ihre Funktionen werden als fremd erlebt. Darüber hinaus kommt es zu einer Verwischung der Ich-/Umweltgrenzen mit Verlust des Meinhaftigkeitserlebens.
  • Problemlösetraining nach Nezu 1. Problemorientierung2. Problemdefinition3. Entwicklung von Handlungsalternativen4. Entscheidung über beste Handlungsalternative5. Umsetzung der Handlungsalternative6. Feedback
  • Verhaltenstherapie nach Lewinsohn Verhaltensaktivierung • Ziel: Aufbau von Verhalten • Funktionelle Analyse von Verhaltensweisen, die zur Auslösung/Aufrechterhaltung der Depressionbeitragen– Passivität, Rückzug, Vermeidung, Grübeln • Aufbau von Aktivitäten, die individuell als positiveVerstärkung erlebt werden:– individuelle kurz- und langfristige Ziele– Erfolg und Freude– Offenheit für Erleben • Graduierte Aufgaben
  • Kognitive Therapie: Grundlegende Techniken • Identifikation dysfunktionaler Kognitionen • Sokratischer Dialog • Formulierung einer realistischeren Bewertung („rationale Antwort“) • Einüben der Überprüfung von Kognitionen – Mehrspaltenprotokoll („Tagebuch“)– Selbstinstruktion in kritischen Situationen
  • Sokratischer Dialog = Hinterfragen der Evidenzen für eine Überzeugung: • Was spricht dafür? Was spricht dagegen?• Was wäre daran das Schlimmste?• Welche Bedeutung hat dies für Sie?• Wenn dies so wäre, welche Konsequenz hätte es?• Könnte es auch anders sein? Geleitetes Entdecken: Therapeut überzeugt Patientennicht von der Wahrheit, sondern regt ihn dazu an,Wahrheit selbst herauszufinden.
  • Supportiv-expressive Therapie Luborsky (1976/1988) • Störungstheorie: Psychischen Symptomen liegen intrapsychische undinterpersonelle Konflikte = ZentraleBeziehungskonflikt-Themen (ZBKT) zugrunde.   Wunsch des Subjekts an Beziehungspartner Reaktion des Objekts Reaktion des Subjekts / Selbst  
  • SET Luborsky Identifikation von ZBKT-Mustern in – gegenwärtigen Beziehungen– vergangenen Beziehungen– Beziehung zum Therapeuten • Supportive Interventionen:– Allianz: Unterstützung, Therapieziele zu erreichen– Verständnis und Akzeptanz zeigen (Zuhören und Verstehen)– Stabilisierung: Abwehr beibehalten, Bewältigung fördern– Verstärkung von Complicance
  • SET Luborsky Expressive Techniken Expressive Techniken: • Zuhören und Verstehen• Interventionen– Durcharbeiten des ZBKT in verschiedenen Beziehungen des Patienten– Deutung des ZBKT, wenn bewusstseinsnah– Einfache, kurze Interventionen
  • Streßinokulations-Training nach Meichenbaum Okulation ist Impfung Stress-Impfungs-Training Anwendung von Angstbewältigungstechniken aufintrusives Wiedererleben des Traumas – Progressive Muskelentspannung– Atemkontrolle– Rollenspiele– verdecktes Modelllernen– Gedankenstop– Selbstverbalisation
  • empirisch abgesicherte Behandlung bei PTBS Posttraumatischer Belastungsstörung• Exposition (+): Foa et al., 1991• Streßinokulations-Training nach Meichenbaum (+?): Foa etal., 1991• Eye movement desensitization and reprocessing (EMDR)nach Shapiro (+?): Wilson et al., 1995 • aktuell: Kognitive Therapie nach Clark: Ehlers et al., 2003
  • empirisch abgesicherte Behandlung bei Sozialer Phobie Soziale Phobie• Exposition alleine (++): Hope et al. (1995)• Exposition + Kognitive Umstrukturierung (++): Heimberg etal., 1990• aktuell: Kognitive Therapie nach Clark (++): Clark et al., 2003;Stangier et al., 2003; Clark et al., 2006; Mörtberg et al., 2007
  • Kognitive Theorie durch Clark & Wells (1995) Soziale Phobien werden aufrechterhalten durchkognitive Prozesse: Erhöhte Selbstaufmerksamkeit Sicherheitsverhalten Verzerrte Vorstellung des Selbst aus derBeobachterperspektive
  • Kognitiv-behaviorale Therapie nach Clark & Wells 1. Veränderung kognitiver Verarbeitungsprozesse  Ableitung eines Erklärungsmodells Rollenspiele zum Abbau von Selbstaufmerksamkeit undSicherheitsverhalten Video-Feedback 2. Kognitive Umstrukturierung Verhaltensexperimente (= Exposition) in vivo und Hausaufgaben (selbstgeleitet) Kognitive Umstrukturierung 3. Rückfallprophylaxe
  • Videofeedback der Rollenspiel-Verhaltensexperimente Vorgehen 1. Operationalisierung der Erwartungen– Vorstellung: wie werde ich aussehen?– Rating von Erscheinungsbild2. Videofeedback der Rollenspiel-Verhaltensexperimente– „sich selbst wie eine fremde Person betrachten“– Rating von Erscheinungsbild3. Auswertung: Vergleich Video – Erwartungen4. Schlußfolgerung– „Gefühle als Evidenz für Wirkung auf andere irreführend“– „positive Wirkung auf andere wird unterschätzt“– „Wahrnehmbarkeit der Angstsymptome wird überschätzt“
  • empirisch abgesicherte Behandlung bei Panikstörung (ohne/mit Agoraphobie): Panikstörung (ohne/mit Agoraphobie): • Kognitive Therapie (++): Beck et al. (1992), Clark et al. (1994),Barlow et al. (1989) • Exposition (+): Swinson et al. (1995) • Angewandte Entspannung (+): Öst & Westling (1995)
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  • Kognitive Therapie (Clark) Verhaltenexperimente zur Symptominduktion– Hyperventilationstest– Bewegung, sportliche Übungen– Brustschmerz• Verbale kognitive Umstrukturierung– geleitetes Entdecken: Beweise und Gegenbeweisesuchen– Informationen vermitteln• Bei Agoraphobie:Exposition (Wiederaufsuchenvermiedener Situationen)
  • Verhaltensexperiment: Hyperventilationsübung 1. Exploration der Symptome2. Einführung: diagnostische Maßnahme3. Durchführung:2 Minuten tiefe Brustatmung (1 Atemzug pro Sek.),oder bis Angst zu stark4. Auswertung: Symptome erfassen5. Diskussion: Ähnlichkeiten und Unterschiede Kontraindikationen fürHyperventilationsübungen• Schwangerschaft• Asthma• Epilepsie• Kardiovaskuläre Krankheiten
  • Andere Verhaltensexperimente (bei Panikstörung) ausser Drehstuhl und hyperventilationstest Gründe für Auslösung von Panik entdecken:1. 1 Min. mit Therapeut Treppen hoch- undherunterlaufen2. Geleitetes Entdecken:– Erklärung für ähnliche Symptome von Therapeutund Patient?– Erklärung für ähnliche Symptome von Übung undPanikattacke?– Erklärung für Nichteintreten von Herzinfarkt trotzKörpersymptomen? • Unterlassen von Sicherheitsverhalten– z.B. bei Schwindel sich nicht festhalten• Verstärken von Sicherheitsverhalten– z.B. bei wackligen Beinen diese sehr festanspannen, zum Vergleich nicht anspannen• willkürliche Verstärkung von Symptomen– z.B. bei Angst vor Ersticken in engen Räumen:Fenster und Türen schließen, Luftreinigerversprühen
  • Behandlung von Tics Vt und Medi Habit Reversal Technik: - Symptom-Beobachtung (Selbstbeobachtung) - Entspannung - massierte Übung - Kontingenzmanagement (= Verstärkereinsatz)      
  • Kontingenzmanagement = Verstärkereinsatz systematischer und kontrollierter Verstärkereinsatz; eine sowohl bei der Fremdkontrolle als auch bei der Selbstkontrolle einsetzbare Methode zur Veränderung von Verhaltensweisen, die auf einem von D. Premack formulierten Prinzip beruht. Eine Verhaltensweise wird automatisch verstärkt, wenn ihr ein Verhalten mit einer größeren, unabhängigen Reaktionsrate (Reaktionswahrscheinlichkeit) unmittelbar nachfolgt. Mit dem Kontingenzmanagement versucht man die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Reaktionen, die dem Problemverhalten und seinen Vorläufern entgegengesetzt sind, dadurch zu erhöhen, daß man sie vor häufig auftretenden Verhaltensweisen wie Essen, Trinken, Geld in die Hand nehmen, Telefonieren etc. einschiebt.
  • Angewandte Entspannung nach Öst 8 - 12 Sitzungen Phase 1: Kurzform PM             -             Zeitaufwand 15 -20 Min. Phase 2: lösende Entspannung   (ohne Anspannung)  5 - 7 Min. Phase 3: stichwortgesteuerte Relaxation     "                  2 - 3 Min. Phase 4: differentielle Entspannung              "                60 - 90 sec.                 ( Transfer auf Alltagssit.,Sitzen, Stehen, Gehen, Supermarkt..) Phase 5: schnelle Entspannung (rote Punkte)              20 - 30 sec.   hat sich nicht so durchgesetzt - Kritik: komplizierter Aufbau, zu langes, immer wieder verändertes Vorgehen, ständiges Umlernen, + methodisch wirksam kognitive Therapie oder Angewandte Entspannung bei GAS gleich wirksam!  ----------     http://gfi-online.de/artikel/32240   http://books.google.de/books?id=tnolSwTdrggC&pg=PA71&lpg=PA71&dq=angewandte+Entspannung+nach+%C3%B6st&source=bl&ots=k4w3ZaM_6x&sig=Hvg8mf0ZmYdiXq-FqbjLVOc3PJM&hl=de&sa=X&ei=JCsHUo_yCZGFswaN0oCYDw&ved=0CFQQ6AEwAQ#v=onepage&q=angewandte%20Entspannung%20nach%20%C3%B6st&f=false