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Psychologie (Subject) / Diagnostik (Lesson)
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- Welche drei theoretischen Ansätze lassen sich bei der Arbeitsanalyse unterscheiden? 1. Funktions- oder verhaltensorientierte Ansätze: Fließbandarbeiten zwecks Zeitersparnis zu optimieren. Der Mensch nimmt darin nur eine untergeordnete Rolle ein. Motivation oder seine Bedürfnisse bleiben außer Betracht. Dieser Ansatz ist nur auf einfache Tätigkeiten anwendbar. 2. Handlungsregulations- bzw. tätigkeitstheoretische Ansätze: Die mit einer Aufgabe oder Tätigkeit verbundenen Handlungsanforderungen werden als Anforderungen an den arbeitenden Menschen verstanden. Der Mensch verfolgt bewusst bestimmte Ziele, zum Teil in Abstimmung mit anderen Menschen. Das Handeln am Arbeitsplatz wird also sowohl von der Aufgabe als auch vom Individuum gesteuert, der Mensch hat dabei eine gewisse Autonomie. 3. Soziotechnische Systemansätze: Die Arbeit wird durch technische und soziale Systeme bestimmt. Zum technischen System gehören beispielsweise Anlagen, Arbeitsmaterialien und Instrumente. Das soziale System sind die Beschäftigten mit ihren Qualifikationen, Bedürfnissen und auch Ansprüchen an die Arbeit. Beide Systeme stehen in Wechselwirkung. Es werden nicht nur die Produktionsmittel und -abläufe, sondern auch die soziale Organisationsstruktur und die Wahrnehmung der Arbeitsaufgaben durch die Mitarbeiter erfasst.
- Was ist Leistungsbeurteilung? Leistungsbeurteilung Analyse von Entwicklungsbedarf; Vereinbarung von Entwicklungsmaßnahmen und ggf. Veränderung von Arbeitsbedingungen, neue Zielvereinbarungen •Interpersonale Entscheidungen (z.B. Entgeltfindung, Beförderung, Kündigung) •Intrapersonale Entscheidungen (Feedback, Beratung, Personalentwicklungs-maßnahmen) •Erhaltung des Organisationssystems (Personalplanung, Evaluation der Personalpolitik)
- Anforderungsanalyse in Kontrast zu Arbeitsanalyse Arbeitsanalyse (bedingungsorientiert): Beschreibung der Arbeitssituation (obj. Aufgabe oder Arbeitsplatz) Anforderungsanalyse (personorientiert): Merkmale, die eine Person aufweisen soll, damit sie diese Tätigkeit erfolgreich bewältigen kann Ziel: Feststellung, für welche Tätigkeit eine Person besonders geeignet ist. Angestrebt wird eine Passung von Mensch und Arbeitsaufgaben
- Welche drei Methoden können bei der Erstellung einer Anforderungsanalyse verwendet werden? 1. Erfahrungsgeleitet-intuitive Methode: Die freie, nicht formalisierte Beurteilung der Anforderungen an einen Beruf oder eine Stelle. Sie verlangt gründliche Kenntnisse der Stelle und ihrer organisatorischen Einbettung. Besonders bei kleinen Firmen und Handwerksbetrieben werden die Stellenanforderungen durch Vorgesetzte oder Stelleninhaber informell erhoben. 2. Personenbezogen-empirische Methode: Empirisch ermittelte Zusammenhänge zwischen Personenmerkmalen wie Intelligenz oder Persönlichkeitsmerkmalen mit Kriterien des Ausbildungs- oder Berufserfolgs. Idealerweise stammen die Validitätsbefunde aus dem eigenen Unternehmen. Da die eingestellten Bewerber in der Regel nach den erhobenen Merkmalen ausgewählt wurden, muss die resultierende Varianzeinschränkung rechnerisch korrigiert werden. Auch metaanalytisch aufbereitete Forschungsergebnisse oder Befunde aus Einzelstudien mit vergleichbaren Berufsgruppen und/oder ähnlichen Erfolgskriterien können für eine Anforderungsanalyse genutzt werden. Relevant für die Eignungsuntersuchung sind die Personenmerkmale, für die ein möglichst hoher Zusammenhang mit Ausbildungs- oder Berufserfolg nachgewiesen wurde. 3. Arbeitsplatzanalytisch-empirische Methode: Mithilfe von standardisierten Verfahren werden Informationen über die Stelle erhoben. Auf der Verhaltensebene setzt der Fragebogen zur Arbeitsanalyse (FAA) an, der bei vielen Berufen anwendbar ist. Eine auf fast alle Stellen anwendbare Methode ist die Critical Incident Technique.
- Was ist die Critical Incident Technique (CIT) und wo findet sie ihre Anwendung? Flanagan (1954): Führungskräfte sollen Verhaltensweisen von Mitarbeitern beschreiben, die zu Erfolg/ Misserfolg geführt haben. Anwendung in der Arbeitsplatzanalytisch-empirische Methode: Mithilfe von standardisierten Verfahren werden Informationen über die Stelle erhoben. Auf der Verhaltensebene setzt der Fragebogen zur Arbeitsanalyse (FAA) an, der bei vielen Berufen anwendbar ist. Eine auf fast alle Stellen anwendbare Methode ist die Critical Incident Technique.
- Was sind die Faktoren der Zweifaktorentheorie der Arbeitszufriedenheit (Herzberg et al., 1959) im Rahmen der Arbeits- und Anforderungs-analyse? Motivatoren: Conten-Variablen (Zufriedenheit ja/nein) Hygienefaktoren: Kontext-Variablen (Unzufriedenheit ja/nein)
- Fragebogen zur Arbeitsanalyse (FAA, Frieling & Hoyos, 1978) Ziel: Erfassung der Arbeitsbedingungen (breites Verfahren: von Beschreibung und Bewertung manueller Tätigkeiten in der Produktion bis zu geistiger Arbeit bei Bürotätigkeiten oder Verwaltungsaufgaben) •Kognitive Prozesse •Arbeits-Output •Beziehung zu anderen Personen •Arbeitsumgebung
- Tätigkeitsbewertungssystem (TBS, Hacker et al., 1995) •Dient zur Arbeitsgestaltung (für Produktion, Büro und Verwaltung geeignet) •dem handlungs- und tätigkeitstheoretischem Ansatz verpflichtet •Erfasst 5 Merkmalsbereiche: -Organisatorische und technische Bedingungen -Kooperation und Kommunikation -Verantwortung des Arbeitsauftrags -Erforderliche geistige Leistungen -Qualifikations- und Lernerfordernisse
- Subjektive Arbeitsanalyse SAA (Udris & Alioth, 1980) •personbezogenes Verfahren •Erfasst subjektive Wahrnehmung der Arbeitssituation durch den Mitarbeiter •50 Items, die sich auf folgende Bereiche beziehen: -Handlungsspielraum (z. B. Autonomie) - Transparenz (z. B. im sozialen Bereich) - Verantwortung (z. B. für eine gemeinsame Aufgabe) - Qualifikation (Anforderung, Einsatz, Chance) - soziale Struktur (z. B. Unterstützung durch Kollegen) - Arbeitsbelastung
- Instrument zur Stressbezogenen Tätigkeitsanalysen(ISTA) von Semmer, Zapf und Dunckel (1998, 1999) Das ISTA ist ein bedingungsbezogenes Verfahren und erfasst stressrelevante Aspekte der Arbeit (Regulationserfordernisse, Regulationsmöglichkeiten und Regulationsprobleme), die potenziell Einfluss auf Wohlbefinden und Gesundheit der Beteiligten haben. Beispiele für Skalen des ISTA • Arbeitskomplexität bezieht sich auf die Komplexität von Entscheidungen, die beim Bearbeiten von Arbeitsaufgaben gefordert sind, die Häufigkeit schwieriger Aufgaben, und die Möglichkeit bei der Tätigkeit, etwas Neues dazuzulernen. • Handlungsspielraum als eine der wichtigsten Ressourcen in der Arbeit erfragt unabhängig von der Arbeitskomplexität die Beeinflussbarkeit von Arbeitsbedingungen. • Umgebungsbelastungen, z.B. Lärm, ungünstige Beleuchtung, Hitze u.ä. • Zeitdruck, d.h. Überforderung der Handlungsregulation, die quantitative Belastungsaspekte beschreibt. • Arbeitsorganisatorische Probleme, die bei der Ausführung von Arbeitshandlungen stören oder hindern
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- Welches sind die fünf zentralen Aufgaben der klinisch-psychologischen Diagnostik? • Qualitative und quantitative Beschreibung der vorliegenden (psychischen) Störung • Klassifikation psychischer Störungen • Exploration lebensgeschichtlicher Bedingungen bei der Entstehung und dem Verlauf der Störung • Beobachtung der Verlaufs der Intervention und der Veränderung der Symptomatik • Überprüfung des Therapieerfolgs
- •Welches sind die drei Bereiche des individuellen Erlebens und Verhaltens, die im Fokus der klinischpsychologischen Diagnostik stehen? •Körperliche Aspekte •Gedanken und Gefühle (kognitiv-emotionale Ebene) •Verhalten (motorisch und sprachlich)
- Welche fünf Gruppen diagnostischer Methoden werden in der klinisch psychologischen Diagnostik unterschieden? •Diagnostisches Gespräch •Strukturierte und standardisierte klinisch-psychologische Interviews •Fragebogen- und Testverfahren •Beobachtungsmethoden •Psychophysiologische und biologische Verfahren
- Welches sind die drei wesentlichen Kompetenzbereiche, die zur Ausübung einer klinisch-psychologischen bzw. psychotherapeutischen Tätigkeit notwendig sind? •Störungswissen •Veränderungswissen •Interaktionswissen
- Nennen Sie zentrale Themen der biografischen Anamnese! •Wann trat das Problem zum ersten Mal auf? •Unter welchen Bedingungen? •Verlauf der bisherigen Problematik •Weitere Erkrankungen bzw. Symptome •Vorbehandlungen •Art und Umfang bisheriger eigener Lösungsversuche
- Welches sind die zentralen Faktoren für die Definition einer psychischen Störung? Das Erleben und Verhalten… •stellt eine deutliche Abweichung von Normen (statistisch, gesellschaftlich, individuell) dar. •geht mit einer verhaltensmäßigen, psychischen oder biologischen Funktionsstörung einher. •führt zu Beeinträchtigungen (Funktionseinschränkung) in wichtigen Lebensbereichen. •ist mit persönlich empfundenem Leid verbunden. •geht mit einer Selbst- oder Fremdgefährdung einher.
- Welches sind die fünf Achsen des DSM-IV? Achse1: klinische Syndrome Achse2: Persönlichkeitsstörungen, spezifische Entwicklungsstörungen Achse3: körperliche Störungen und Zustände Achse4: Schwere der psychosozialen Belastungsfaktoren Achse5: höchstes Niveau der sozialen Anpassung im letzten Jahr
- Was ist der Unterschied zwischen kategorialer und dimensionaler Diagnostik in der Klinischen Psychologie? Mit der kategorialen Diagnostik werden Symptome und Syndrome so erfasst, dass das Ergebnis die Zuordnung zu einer diagnostischen Kategorie möglich macht. Standardisierte und strukturierte diagnostische Verfahren entsprechend der Kriterien der ICD oder des DSM führen zu kategorialen Urteilen über das Vorliegen psychischer Störungen. Dem gegenüber werden mit Fragebögen in der Regel dimensionale Befunde über den Ausprägungsgrad der Problematik bzw. Symptomatik erfasst.
- Wann ist der Einsatz von Verhaltensbeobachtungen angemessen? Verhaltensbeobachtungen sind vor allem im Bereich der Diagnostik von Verhaltensweisen bei Kindern von Bedeutung. Sie finden aber auch in der Forschung Anwendung sowie bei der Selbst- oder Fremdbeobachtung von Personen in störungsrelevanten Situationen.
- Beispiele für Fragebögen zur Eingangsdiagnostik: Anamnese, Persönlichkeit, Interpersonelle Probleme FLG Fragebogen zur Lebensgeschichte (Zimmer & Eschelmeyer, 1978) FPI-R Freiburger Persönlichkeitsinventar B-IKS Beck Inventar zu kognitiven Schemata (Fydrich, 2002) Erfasst kognitive Einstellungen, die kennzeichnend für Persönlichkeitsstile sein sollen (orientiert an den Kriterien der Persönlichkeitsstörungen des DSM-III-R): Selbstunsicherer Stil, dependenter Stil, zwanghafter Stil, passiv-aggressiver Stil, histrionischer Stil, paranoider Stil, narzisstischer Stil, schizoid/ schizotyischer Stil, antisozialer Stil. Befriedigende Konsistenzen, mittel hohe Übereinstimmungen mit SKID-II, gute Diskrimination klinischer und nicht-klinischer Pbn. TPF bzw. TIPI Trierer Persönlichkeitsfragebogen F-SozUFragebogen zur sozialen Unterstützung (Fydrich et al., 2002) Erfasst als Hauptskalen Emotionale Unterstützung, Praktische Unterstützung, Soziale Integration, Soziale Belastung. 1 – 3 bilden Gesamtwert „Wahrgenommene soziale Unterstützung“. Gute Inhalts- sowie konvergente und diskriminante Validität. IIP-D Inventar zur Erfassung interpersonaler Probleme (Horowitz et al., 2000) Beschreibung von interpersonalen Verhaltensweisen mit acht Skalen. Eine Dimension, Zuneigung oder Fürsorge, reicht von extrem feindseligem zu freundlichem oder liebevollem Verhalten, die 2. Dimension, Macht, Kontrolle, Dominanz von unterwürfigem bis zu dominantem Verhalten. Sowohl zur Individual- als auch zur Verlaufsdiagnostik geeignet. Überprüfung der Indikation und Prognose von Psychotherapien unterschiedlicher Richtungen. Hohe Änderungssensitivität!
- Beispiele für Fragebögen zum Symptomorientiertes Screening SCL-90-R Symptom Scheckliste von Derogatis (Franke, 2002) Instrument zur Erfassung subjektiver Beeinträchtigung durch körperliche und psychische Symptome innerhalb eines Zeitraumes von 7 Tagen. Neun Skalen (z.B. Somatisierung, Zwanghaftigkeit, Unsicherheit im Sozialkontakt) umfassen die dimensionalen Übergänge von „normaler“ alltäglicher Symptombelastung bis zur psychopathologisch relevanten Symptomatik. Gute Reliabilität und Validität (Zusammenhänge mit Befindens-, Störungs- sowie Persönlichkeitsvariablen). Es existiert eine Kurzversion, das „Brief Symptom Inventory“ (BSI; Franke, 2000).
- Beispiele für Fragebögen zu Störungsbezogenen Verfahren BDI-II Beck Depressions-Inventar (Beck et al., 2006) Selbstbeurteilungsfragebogen mit 21 Fragen, ab 13 Jahren anwendbar, ermöglicht die Bestimmung der Schwere einer Depression. Orientiert an den Kriterien des DSM-IV. Angabe von Kriteriumswerten, die durch die Anwendung der Receiver Operating Curves (ROC) ermittelt wurden, für die Gesamtwerte von Patienten mit der Diagnose „Major Depression“. Gesamtwerte Bezeichung 0 – 13 minimal 14 – 19 leicht 20 – 28 mittelschwer 29 – 63 schwer Inzwischen existieren zahlreiche Verfahren zur Erfassung spezifischer Aspekte von Angst bzw. von Angststörungen, z.B. IAF Interaktions-Fragebogen (Becker, 1987) ACQ Fragebogen zu agoraphobischen Kognitionen (Ehlers et al., 2001) BSQ Fragebogen zur Angst vor Körperempfindungen (Ehlers et al., 2001) HZI Hamburger Zwangs-Inventar (Klepsch et al., 1993) SPAI Inventar zur sozialen Phobie (Fydrich, 2002)
- Beispiele für Fragebögen zu Körperlichen Beschwerden und somatoformen Störungen BL Beschwerden Liste (v. Zerssen, 1976) Erfassung subjektiver Beeinträchtigungen durch körperliche und Allgemeinbeschwerden. Dient der Dokumentation einzelner Beschwerden und der Gesamtbeeinträchtigung im Querschnitt sowie im Längsschnitt. Das Instrument eignet sich für Therapiedokumentation und –evaluation, da Patient/ Innen zu Beginn einer Therapie häufig über Beschwerden klagen, diese Klagen aber im Rahmen einer erfolgreichen Therapie i. A. zurück gehen. FBL-R Freiburger Beschwerdenliste (Fahrenberg, 1994) Inventar zur Erfassung aktueller, situativ bedingter und chronisch-habitueller Körperbeschwerden, gegliedert nach 9 funktionellen bzw. Organsystemen. Der Summenwert ist ein Index der körperlichen Beschwerdehaftigkeit (Klagsamkeit). SOMS Screening für Somatoforme Störungen (Rief et al., 1997) Somatisierungssyndrome nach ICD-10 / DSM-IV änderungssensitiv!
- Ein Alohol-Test MALT Münchner Alkoholismustest (Feuerlein et al., 1979) Das Verfahren soll eine Diagnostik von Alkoholismus mit Hilfe eines Selbst- und Fremdbeurteilungsteils ermöglichen. Es soll drei Gruppen – unauffällige, gefährdete und abhängige Personen – trennen. Der MALT gliedert sich in zwei Teile: (1) Fremdbeurteilung: wird vom behandelnden Arzt auf Grund von anamnestischen Daten ausgefüllt. (2) Selbstbeurteilung: 24 Items zu den Bereichen Trinkverhalten/ Einstellung zum Trinken, alkoholbedingte psychische und soziale Beeinträchtigungen sowie somatische Störungen. Sehr hohe Validität bzgl. des Außenkriteriums Alkoholabhängigkeit vs. Nicht-abhängig.
- Warum können mit Schulreifetests nur relativ wenige Kinder identifiziert werden, die später sitzen bleiben? • Schuleingangstests: Verfahren sind valide • Allerdings: Grundrate mit 90% sehr hoch
- Welche drei im Vorschulalter messbaren Fähigkeiten sind für den späteren Schulerfolg besonders relevant? 1. Phonologische Bewusstheit 2. mengen- und zahlenbezogenes Vorwissen 3. bereichsübergreifende Fähigkeiten •Für den Schriftspracherwerb ist die phonologische Bewusstheit von großer Bedeutung (Einsicht in die Lautstruktur der Sprache: reimen, Silben segmentieren, Anlaute erkennen, etc.) • Mengen- und zahlenbezogenes Vorwissen (bedeutsame Voraussetzung für das Mathematiklernen) •bereichsübergreifenden Fähigkeiten (Selbstdisziplin und Fähigkeit, soziale Informationen angemessen zu verarbeiten)
- Auf welche allgemeinen Faktoren werden Lernschwierigkeiten in der Schule zurückgeführt? Nennen Sie auch Beispiele! •Personenmerkmale (kognitive Persönlichkeitsmerkmale wie z. B. Intelligenz, nichtkognitive Persönlichkeitsmerkmale wie z. B. Motivation, Leistungsängstlichkeit) •Situationsmerkmale (Schul- oder Klassenklima, Unterrichtsqualität, Art der Leistungsbeurteilung) •Interaktion von Personen- und Situationsmerkmalen (z. B. leistungsschwache Schüler mit hohem Anspruchsniveau oder mit Prüfungsangst Leistungsbeurteilung durch benotete Prüfungen)
- Nennen Sie drei Teilleistungsstörungen! •Lese- und Rechtschreibstörung •Isolierte Rechtschreibstörung •Rechenstörung
- Welches sind die drei Hauptkriterien für eine Dyskalkulie? •Die Rechenleistung, gemessen mit einem standardisierten Rechentest, liegt mindestens zwei Standardabweichungen unter der Leistung, die aufgrund des Alters und der Intelligenz des Kindes zu erwarten wäre. •Die Störung behindert eine Schulausbildung oder alltägliche Tätigkeiten, die Rechnen erfordern. •Die Probleme dürfen nicht auf eine unzureichende Beschulung zurückzuführen sein (keine außergewöhnlichen Unzulänglichkeiten in der Erziehung).
- Wie wird Hochbegabung definiert, und warum ist eine Definition über mehrere Begabungsmerkmale problematisch? ab einem IQ ≥ 130 Prozentrang (PR) ≥ 98 • Hochbegabtendiagnostik durch Lehrer: • Studie von Wild (1993): • Drittklässler, 388 Lehrer, 7000 Schüler • Intelligenz: CFT-20, ZVT, Sprachliche Analogien • Lehrer: - 7-stufige Ratingskala (extrem schwach bis exzellent) - Info über Inhalt und Aufbau der Intelligenztests - Prognose für jeden der drei Tests - Nominationen von sehr begabten Schülern • Korrelation IQ-Lehrerurteil: r = .59 • Trefferquoten: - von den „exzellent“ Begabten sind 35% hochbegabt (IQ) - Von den tatsächlich Hochbegabten werden 16.4% durch Lehrerbeurteilung entdeckt • Nomination: 33% IQ > 130, 14.9% der Hochbegabten entdeckt • => Lehrerurteile als Vorselektion • Weitere Begrifflichkeiten: • Spezialbegabungen • Talent (explizit nicht intellektuelle Spitzenbegabung)
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- Wie gut können Lehrer einer Studie von Wild zufolge die Begabung ihrer Schüler beurteilen, und wie gut erkennen sie Hochbegabung? • Hochbegabtendiagnostik durch Lehrer: • Studie von Wild (1993): • Drittklässler, 388 Lehrer, 7000 Schüler • Intelligenz: CFT-20, ZVT, Sprachliche Analogien • Lehrer: - 7-stufige Ratingskala (extrem schwach bis exzellent) - Info über Inhalt und Aufbau der Intelligenztests - Prognose für jeden der drei Tests - Nominationen von sehr begabten Schülern • Korrelation IQ-Lehrerurteil: r = .59 • Trefferquoten: - von den „exzellent“ Begabten sind 35% hochbegabt (IQ) - Von den tatsächlich Hochbegabten werden 16.4% durch Lehrerbeurteilung entdeckt • Nomination: 33% IQ > 130, 14.9% der Hochbegabten entdeckt • => Lehrerurteile als Vorselektion • Weitere Begrifflichkeiten: • Spezialbegabungen • Talent (explizit nicht intellektuelle Spitzenbegabung)