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Lernfeld 3B (Subject) / Mundpflege,Ehtik,Ernährung,Expertenstandard,Hygiene,Kultur,Wissenschaft,Qualität (Lesson)

Hädrich,Zilles,Vogt,Böcher,Hofmann,Dimler,Wendler

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  • Flüssigkeitsmangel bei Kindern und älteren Menschen Flüssigkeitsmangel bei Kindern und älteren Menschen Bei Säuglingen und kleinen Kindern kann es recht schnell zu einem Flüssigkeitsmangel kommen, weil ihre Körper kaum Reserven haben. Junge und alte Menschen sollten regelmässig zum Trinken aufgefordert werden. Häufige Auslöser für grosse Flüssigkeitsverluste bei Kindern sind Durchfall, Erbrechen, Fieber und Hitze oder Toben in beheizten, schlecht belüfteten Räumen. Wenn sich Kinder weigern zu trinken, tritt ebenfalls schnell ein Mangel auf. Als Getränke sind Wasser, Mineralwasser, ungesüsster Früchte- und Kräutertee sowie dünne Fruchtschorlen am besten geeignet. Als ungeeignet gelten Fruchtnektar, Fruchtsaftgetränke, Süssgetränke wie Cola oder Limonade, Eistee und Schokodrinks, weil sie viel Zucker enthalten. Bei älteren Menschen ist die Dehydratation ein verbreitetes Problem. Der Körper verändert sich im Alter: Die Flüssigkeitsreserven und das Durstgefühl nehmen ab, die Ausscheidung von Wasser durch die Nieren nimmt zu. Durst kann als Zeichen eines Mangels völlig fehlen. Für ältere Menschen sind darum Trinkpläne oder andere Verfahren von Vorteil, die eine Aufnahme bestimmter Tagesmengen garantieren. Wenn Senioren solche Pläne wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr allein einhalten können, sind Angehörige, Betreuer/-innen oder Pfleger/-innen in der Pflicht. Gesundheitliche Probleme wie Verstopfung gehen bei älteren Menschen nicht selten auf einen Flüssigkeitsmangel zurück. Dieser ist in vielen Fällen eine Folge unzureichender Betreuung oder Pflege.
  • Behandlung von Flüssigkeitsmangel Die Behandlung besteht in erster Linie darin, wieder einen gesunden Flüssigkeitshaushalt herzustellen. Das bedeutet, fehlende Flüssigkeit und – falls nötig – auch fehlende Elektrolyte zuzuführen. Sinnvoll ist weiter, die Ursache des Mangels aufzuklären und sie möglichst zu beheben. Zudem lassen sich gewisse Symptome lindern. Zufuhr fehlender Flüssigkeit: Einen leichten Flüssigkeitsmangel können Betroffene selbst durch reichliches Trinken ausgleichen. Sie sollten nicht hastig trinken, sondern in kleinen Schlucken. Weil dem Körper in der Regel auch Salze fehlen, bieten sich Getränke an, die Elektrolyte enthalten. Bei einem starken Flüssigkeitsmangel können Infusionen nötig sein. Zufuhr von Elektrolyten: Ein Mangel an Flüssigkeit geht oft mit einem Mangel an wichtigen Salzen einher. Um beides auszugleichen, eignen sich etwa Fruchtschorlen oder Bouillon. Es gibt auch spezielle Elektrolytdrinks und Elektrolytersatzlösungen. Bei einem starken Mangel stellt der Arzt fest, ob und wie viele Elektrolyte fehlen. Dann fertigt er eine entsprechende Infusion an. Wenn die Infusion zu schnell erfolgt oder ihr Salzgehalt falsch ist, sind schwere Nebenwirkungen möglich. Ursache des Mangels beheben: Wenn klar ist, woher der Mangel stammt, lässt sich häufig etwas gegen die Ursache tun. Ein ungünstiges Trinkverhalten kann erkannt, gebessert und überprüft werden, wenn Betroffene ihre Trink- und Urinmengen mehrere Tage lang aufzeichnen. Die Trinkmenge lässt sich auch einer erhöhten Ausscheidung anpassen, wie sie etwa durch die Einnahme von Diuretika zustande kommt. Ursächliche Erkrankungen oder Verletzungen müssen behandelt werden. Symptome lindern: Begleitende Medikamente und andere Hilfsmittel können die Beschwerden bessern. Beispielsweise helfen Schmerzmittel bei den häufigen Kopfschmerzen oder Körperlotionen gegen trockene und juckende Haut.
  • Wie kommt es zu einem Flüssigkeitsmangel? Ein Flüssigkeitsmangel entsteht, wenn Menschen zu wenig trinken oder ihr Körper zu viel Flüssigkeit ausscheidet beziehungsweise verliert oder beides. Erkrankungen, nachlassende körperliche Fähigkeiten und andere Umstände können die Flüssigkeitsaufnahme negativ beeinflussen: Ein verringertes Durstgefühl ist die häufigste Ursache bei älteren Menschen. Inkontinenz und eine überaktive Blase können Menschen dazu verleiten, sich ein ungünstiges Trinkverhalten anzugewöhnen. Sie trinken zu wenig, um weniger zu «müssen». Eine nachlassende Geschicklichkeit erschwert unter anderem das Öffnen von Dosen und Flaschen. Um unangenehmen Situationen auszuweichen, können Betroffene zu wenig trinken. Personen mit Demenz vergessen teilweise, regelmässig zu trinken, und leiden häufig an Schluckstörungen. Schluckstörungen behindern das Trinken und können die Trinkmenge verringern. Das ist etwa bei Demenz und nach Schlaganfällen nicht selten. Einige Erkrankungen und Umstände können dazu führen, dass der Körper mehr Flüssigkeit ausscheidet als sonst oder dass er übermässig viel Flüssigkeit verliert. Erkrankungen mit Fieber, Erbrechen oder Durchfall, Nierenleiden, Diabetes, diabetisches Koma und Sepsis (Blutvergiftung) veranlassen den Körper dazu, über Schweiss, Erbrochenes, Stuhl oder Harn grössere Mengen an Flüssigkeit zu verlieren als normal. Bei schweren Verletzungen und grossflächigen Verbrennungen verliert der Körper viel Flüssigkeit durch Blutungen beziehungsweise unkontrolliert austretende Körperflüssigkeiten. Medikamente wie Diuretika steigern die Urinausscheidung der Nieren und damit den Flüssigkeitsverlust.
  • Risikofaktoren von Flüssigkeitsmangel Risikofaktoren Ein nicht angepasstes Trinkverhalten erhöht das Risiko für einen Flüssigkeitsmangel. In Situationen, in denen der Körper mehr schwitzt oder anderweitig mehr Flüssigkeit verliert, sollte ihm mehr Flüssigkeit zugeführt werden. Das gilt beispielsweise in heissem Klima, bei körperlicher Anstrengung und bei sehr trockener Luft. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen die chronischen Erkrankungen, die unter «Ursachen» stehen, und die dauerhafte Einnahme von Diuretika. Dazu kommen alters- und geschlechtsspezifische Faktoren. Männliches Geschlecht: Manche Studien zeigen, dass Männer mehr Flüssigkeit benötigen als Frauen.Säuglings- und Kleinkindalter: Die kleinen Körper verfügen über geringere Flüssigkeitsreserven, sodass Verluste schneller zu einem Mangel führen.Hohes Alter: Das Durstgefühl lässt nach, der Wassergehalt des Körpers nimmt ab, und die Nieren scheiden mit dem Harn mehr Wasser aus.
  • Nenne die 7 Basisemotionen Freude Das sind die Merkmale: Mundwinkel werden nach oben gezogen, Wangen heben sich, Lachfältchen erscheinen  Diese Gefühle stecken dahinter: Heiterkeit, Zufriedenheit, Glück, Begeisterung  Überraschung Das sind die Merkmale: Augenbrauen werden nach oben gezogen, Augenlider sind hoch, Mund öffnet sich  Diese Gefühle stecken dahinter: Überraschung, Verblüffung, Verwunderung, Sprachlosigkeit  Angst  Das sind die Merkmale: Augenbrauen werden nach oben gezogen, Augenlider sind hoch, Mund öffnet sich, Lippen sind gespannt, Blick ist starr auf die Gefahr gerichtet, Augenweiß ist stark sichtbar  Diese Gefühle stecken dahinter: Beunruhigung, Angespanntheit, Erschrockenheit, Panik  Wut  Das sind die Merkmale: Augenbrauen werden heruntergezogen, Falte erscheint zwischen den Augenbrauen, Lippen sind gespannt, Blick ist starr  Diese Gefühle stecken dahinter: Frustration, Verärgerung, Empörung, Wut  Ekel Das sind die Merkmale: Nase wird gerümpft, Wangen sind angehoben, Oberlippe ist hochgezogen  Diese Gefühle stecken dahinter: Anwidern, Ablehnung, Abneigung, Widerwilligkeit  Trauer  Das sind die Merkmale: Innere Augenbrauen werden hochgezogen, Oberlider und Mundwinkel hängen herunter, Wangen sind erschlafft  Diese Gefühle stecken dahinter: Unglück, Betroffenheit, Verzweiflung, Enttäuschung, Mutlosigkeit, Bestürzung  Verachtung Das sind die Merkmale: Mundwinkel sind einseitig hochgezogen oder nach innen gepresst, es besteht eine asymmetrische Reaktion im Gesicht  Diese Gefühle stecken dahinter: Missachtung, Spott, Herablassung, Geringschätzung 
  • Nenne die 7 Basisemotionen Freude Das sind die Merkmale: Mundwinkel werden nach oben gezogen, Wangen heben sich, Lachfältchen erscheinen  Diese Gefühle stecken dahinter: Heiterkeit, Zufriedenheit, Glück, Begeisterung  Überraschung Das sind die Merkmale: Augenbrauen werden nach oben gezogen, Augenlider sind hoch, Mund öffnet sich  Diese Gefühle stecken dahinter: Überraschung, Verblüffung, Verwunderung, Sprachlosigkeit  Angst  Das sind die Merkmale: Augenbrauen werden nach oben gezogen, Augenlider sind hoch, Mund öffnet sich, Lippen sind gespannt, Blick ist starr auf die Gefahr gerichtet, Augenweiß ist stark sichtbar  Diese Gefühle stecken dahinter: Beunruhigung, Angespanntheit, Erschrockenheit, Panik  Wut  Das sind die Merkmale: Augenbrauen werden heruntergezogen, Falte erscheint zwischen den Augenbrauen, Lippen sind gespannt, Blick ist starr  Diese Gefühle stecken dahinter: Frustration, Verärgerung, Empörung, Wut  Ekel Das sind die Merkmale: Nase wird gerümpft, Wangen sind angehoben, Oberlippe ist hochgezogen  Diese Gefühle stecken dahinter: Anwidern, Ablehnung, Abneigung, Widerwilligkeit  Trauer  Das sind die Merkmale: Innere Augenbrauen werden hochgezogen, Oberlider und Mundwinkel hängen herunter, Wangen sind erschlafft  Diese Gefühle stecken dahinter: Unglück, Betroffenheit, Verzweiflung, Enttäuschung, Mutlosigkeit, Bestürzung  Verachtung Das sind die Merkmale: Mundwinkel sind einseitig hochgezogen oder nach innen gepresst, es besteht eine asymmetrische Reaktion im Gesicht  Diese Gefühle stecken dahinter: Missachtung, Spott, Herablassung, Geringschätzung 
  • Geduld und Nahrungsaufnahme (Emotion) Was ist Geduld?Wir stoßen oft auf Sätze wie: „Gut Ding kommt zu denen, die warten.“ und „Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.“ Denn Geduld ist eine wesentliche Tugend, die jeder besitzen muss. Geduld bezieht sich auf Qualitäten der Ausdauer oder Toleranz und die Fähigkeit, angesichts von Widrigkeiten oder Not ruhig zu warten. Eine geduldige Person ist in der Lage, ruhige und rationale Entscheidungen zu treffen, ihre Ziele zu erreichen und ihre Gesundheit und ihr allgemeines geistiges Wohlbefinden zu verbessern. Wie Geduld unsere Emotionen beeinflusstUm zu verstehen, wie sich Geduld auf unsere Emotionen auswirkt, müssen wir auch das Konzept des emotionalen Wohlbefindens verstehen. Wie in ihrer Forschung von Dr. Sabri & Dr. Clark im Jahr 2018 definiert, ist emotionales Wohlbefinden ein positiver Zustand der eigenen Emotionen, Lebenszufriedenheit, Sinn und Zweck und die Fähigkeit, selbst definierte Ziele zu verfolgen. Zu den Elementen des emotionalen Wohlbefindens gehört ein Gefühl des Gleichgewichts in Emotionen, Gedanken, sozialen Beziehungen und Beschäftigungen. Emotionales Wohlbefinden besteht auch darin, sich seiner Emotionen bewusst zu sein, diese Emotionen zu akzeptieren und effektiv mit ihnen umzugehen. Der einzige Weg, unser emotionales Wohlbefinden zu verbessern, besteht darin, geduldig mit uns selbst zu sein. Uns selbst und unsere Emotionen zu verstehen und zu akzeptieren, geschieht nicht über Nacht. Es ist ein Prozess, der unser ganzes Leben lang andauern wird. In der Lage zu sein, mit unseren Emotionen umzugehen, ist eine Aufgabe, die viel Geduld und Übung erfordert. Geduld und emotionale IntelligenzEs ist auch wichtig, die Emotionen anderer zu verstehen. Wenn wir geduldig sind, können wir innehalten und reagieren, anstatt sofort auf etwas zu reagieren, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Verschärfung der Situation vermieden wird. Dies verbessert sowohl unsere intrapersonalen als auch zwischenmenschlichen Beziehungen und trägt dazu bei, positive Emotionen in uns selbst und anderen zu fördern. Dies sind Eigenschaften von Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz. Geduld kann auch als Barriere gegen Stress wirken. Emotionales Wohlbefinden beinhaltet auch Optimismus, ein hohes Selbstwertgefühl und Selbstakzeptanz. Geduld zu haben macht uns widerstandsfähiger, es hilft uns, etwas länger durchzuhalten und durchzuhalten. Dies hilft uns, härter zu arbeiten, unsere Ziele zu erreichen, was wiederum unser Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl verbessert. Ein einfaches Beispiel könnte sein, dass, wenn Sie Gitarre spielen lernen möchten, dies beharrliche Übung und Geduld erfordert. Und wenn Sie diese Fähigkeit erlernen und das Ziel erreichen, das Sie sich selbst gesetzt haben, fühlen Sie sich selbst positiver und enden mit positiven Emotionen, die folglich Ihr emotionales Wohlbefinden verbessern. Wie mangelnde Geduld zu emotionalen Gesundheitsproblemen führtWährend diese Aussage bei vielen den Eindruck erwecken könnte, dass dies eine Übertreibung der Situation ist, kann Ungeduld in Wirklichkeit zu einer Reihe von psychischen Problemen führen, die von Angstzuständen ausgehen. Daniel Baugher, Dean of Graduate Programs an der Pace University in New York, sagt: „Ungeduld kann Angst und Feindseligkeit hervorrufen … und wenn Sie ständig ängstlich sind, könnte auch Ihr Schlaf beeinträchtigt werden.“ Daher ist es ziemlich offensichtlich, dass mangelnde Geduld Sie auf den Weg zu psychischen Erkrankungen wie Angstzuständen, Schlaflosigkeit und Panikattacken führen kann. Es könnte auch die häufigste Ursache für physiologische Gesundheitszustände wie Stress, Bluthochdruck, hohen Blutzucker und sogar Gewichtszunahme sein. Offensichtlich ist Geduld viel mehr als nur eine Tugend, die von unseren Ältesten gelehrt wurde. Wie man eine geduldigere Person wirdMahatma Gandhi hat einmal gesagt: „Die Geduld zu verlieren bedeutet, den Kampf zu verlieren.“ Wie können wir uns also die relevante Tugend der Geduld aneignen? Hier sind einige Möglichkeiten, wie Sie ein geduldigerer Mensch werden können: Achtsamkeit üben Es ist die Praxis, sich unserer Gedanken und Emotionen bewusst zu sein, indem wir sie einfach beobachten, anstatt sie zu beurteilen oder mit Etiketten zu versehen. Machen Sie eine Atempause Nehmen Sie sich eine Minute Zeit für sich selbst und konzentrieren Sie sich einfach auf Ihre Atmung, ohne an etwas anderes zu denken. Es wird Ihnen helfen, sich zu beruhigen und zu entspannen. Gestalten Sie die Situation neuWarten Sie, bevor Sie auf eine bestimmte Situation reagieren, und versuchen Sie, sie aus einer anderen Perspektive zu betrachten, indem Sie das Gesamtbild betrachten. Die Dinge sind vielleicht nicht so schlimm, wie Sie denken.Schließe Frieden mit der SituationEinige Dinge im Leben werden immer außerhalb deiner Kontrolle liegen. Das Einzige, was wir tun können, ist, voranzuschreiten und Wege zu finden, die Dinge besser anzugehen. Indem Sie Frieden mit Ihrer aktuellen misslichen Lage schließen, wie oben erwähnt, könnten Sie versuchen, sich von der aktuellen Situation abzulenken, wenn Sie ungeduldig sind. Wenn Sie im Stau stecken, legen Sie Ihre Lieblingsmusik oder einen Podcast auf und machen Sie das Beste aus Ihrer Zeit. Sie können auch andere Arten von Fahrzeugen um sich herum beobachten, die Landschaft, den Himmel, Werbetafeln oder alles, was Sie möchten. Das Ziel ist es, zu versuchen, dich von dem abzulenken, was dich überhaupt ungeduldig macht.
  • Vorgang des Schluckakts Anspannung der Mundbodenmuskulatur 1.Das Zungenbein wird durch die beidseitige Kontraktion der Mundbodenmuskulatur (Musculus stylohyoideus, Musculus mylohyoideus und Musculus digastricus) nach vorne bewegt. Dies bewirkt ein Anpressen der Zunge gegen den harten Gaumen, sodass der Speisebrei nach hinten gelangt. 2. Verschluss des KehlkopfesDie Kontraktion des Musculus thyrohyoideus bewirkt, dass der hinter der Membrana thyrohyoidea befindliche Fettkörper (Corpus adiposum preepiglotticum) gestaucht wird und auf diesem Weg ein Verschluss des Kehlkopfs durch die Epiglottis erfolgt. 3. Verschluss des NasenrachenraumesDer Musculus levator veli palatini und der Musculus tensor veli palatini sorgen für eine horizontale Einstellung des Gaumensegels. Gleichzeitig wird der Passavant-Ringwulst durch den Musculus constrictor pharyngis superior dem Gaumensegel entgegen bewegt, sodass es zu einem Verschluss des Nasenrachenraumes kommt. 4. Beförderung des Speisebreis in den RachenDie Beförderung des Speisebreis in den Rachen erfolgt durch die Kontraktion des Musculus hyoglossus und des Musculus styloglossus, denn diese Muskeln bewirken, dass die Zunge nach dorsal gezogen wird. 5. Peristaltische Wellen im ÖsophagusNachdem der Speisebrei den verschlossenen Kehlkopf passiert hat, landet er in der Speiseröhre (Ösophagus). Sie besitzt in ihrer Tunica muscularis eine innere Ring- und eine äußere Längsmuskulatur. Durch Kontraktion der Längsmuskulatur wird zunächst das Lumen der Speiseröhre erweitert. Die folgende Kontraktion der Ringmuskulatur verhindert, dass Speisebrei nach kranial gelangen kann. Diese Kontraktionen laufen in Form von peristaltischen Wellen ab, sodass der Speisebrei schließlich im Magen landet.
  • Die 4 Phasen des Schluckaktes Phasen Die oben geschilderten Vorgänge können in 4 Phasen gegliedert werden: Orale Vorbereitungsphase: Umfasst die Vorgänge, die dem eigentlichen Schluckvorgang vorangehen und diesen erst ermöglichen, vor allem die Zerkleinerung der Speisen und die Durchmischung mit Speichel Orale Transportphase: Formung des zerkleinerten Speisebreis zum Bolus. Die Zunge befördert diesen Bolus mithilfe von Aufwärts- und Rückwärtsbewegungen in Richtung des harten Gaumens und schiebt ihn über die Rachenenge in den Rachen. Dadurch wird der eigentliche Schluckreflex ausgelöst. Pharyngeale Transportphase: Das Gaumensegel wird angespannt und angehoben. Dadurch wird der Übertritt des Nahrungsbreis in die oberen Luftwege verhindert. Die Trachea wird durch die Epiglottis verschlossen, der obere Ösophagussphinkter öffnet sich. Der Bolus wird durch das Zusammenspiel von Pharynx- und Zungenmuskulatur sowie die Schwerkrafteinwirkung in die Speiseröhre befördert. Ösophageale Transportphase: Der Bolus wird durch peristaltische Bewegungen der Ösophagusmuskulatur und die Schwerkraft weiter in Richtung des Magens befördert. Mit der Passage des unteren Ösophagussphinkters tritt der Bolus in den Magen ein, was den Schluckakt beendet.
  • Die 5 Säulen der Identität Identität und Persönlichkeit Was braucht es, um ein ausgeglichenes, zufriedenes Lebenzu führen? Im Lauf der Kindheit und Jugend entwickeln sich Identitätund Persönlichkeit jedes Menschen: Wer bin ich, auf wen be-ziehe ich mich, worüber definiere ich mich, wohin gehöre ich,was macht mich aus? Die Identitätsentwicklung ist aller-dings ein lebenslanger Prozess, der Ressourcen wie positiveLebenserfahrungen, Vorbilder, Bezugspersonen und vielesmehr umfasst. Der Psychologe Hilarion Petzold beschreibt die Identität infünf Säulen: Leiblichkeit, soziale Beziehungen, Arbeit undLeistung, materielle Sicherheit sowie Werte und Ideale. Sinddiese Säulen stabil, verfügt der Mensch in der Regel überdie notwendigen Ressourcen, um die stetigen Herausforde-rungen im Leben zu meistern. Das Modell «Fünf Säulen der Identität» eignet sich dazu,die Stabilität der einzelnen Säulen zu erfragen und abzubil-den. Sind einzelne Säulen zu wenig gefestigt, fehlen die not-wendigen Ressourcen, und auch eine starke Persönlichkeiteines Menschen kann ins Wanken geraten. Manche habenin solchen Situationen die Tendenz, eine Ersatzidentität zusuchen und sich darüber neu zu definieren. Im negativen Fall können auch Suchtverhalten, Radikalisie-rung, gewalttätiger Extremismus oder kriminelle Handlun-gen die Folge sein. Insbesondere Mitglieder extremistischerGruppierungen, wie beispielsweise der dschihadistischen,rechts- oder linksextremistischen Szenen, setzen an die-sem Punkt an. Sie manipulieren «suchende» Menschen, in-dem sie ihre Ideologien, Werte und sozialen Beziehungenanbieten. Damit verleihen sie den Betroffenen in ihren de-fizitären Säulen scheinbare Stabilität und schenken ihneneine «neue» Identität
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  • Die 5 Säulen der Identität -Nenne die 5 Säulen 1. Säule: LeiblichkeitUnser Körper, unser Geist und unsere Psyche sind Ausgangspunkt unserer Identität. Ohne diesewürden wir nicht existieren. Der Leiblichkeit kommt daher eine hohe Bedeutung zu. Die Stabilitätdieser Säule lässt sich sehr gut einschätzen, indem nach Gesundheit und Zufriedenheit in deneinzelnen Aspekten gefragt wird.Krankheiten, Unfälle, seelische Verletzungen oder traumatische Erlebnisse gefährden die Stabili-tät dieser Säule. 2.Säule: Soziale BeziehungenSoziale Kontakte sind überlebenswichtig. Sie bieten Halt und schenken Anerkennung. Fehlendeoder instabile soziale Kontakte können zu starken psychischen Belastungen führen und langfris-tig krank machen. Die Stabilität dieser Säule lässt sich daran festmachen, wie gut ein Mensch inBeziehungen und sozialen Netzwerken eingebettet ist.Der Verlust einer langjährigen Partnerschaft durch Trennung, unüberbrückbare Auseinanderset-zungen oder Tod kann diese Säule beispielsweise beeinträchtigen. 3. Säule: Arbeit und LeistungEs gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen, eine sinnvolle Aufgabe zu haben, seine Fä-higkeiten einsetzen zu können und sich zu verwirklichen. Das Fehlen oder der Verlust dieses wich-tigen Elements kann zu negativen (gesundheitlichen) Auswirkungen führen.Die nachstehenden Aspekte und Beispielfragen lassen sich bei Gesprächen mit Jugendlichen in-dividuell auf die Schule, die Lehre oder sonstige Ausbildungen übertragen. 4. Säule: Materielle SicherheitUnsere existenzielle Absicherung, das heisst unser Lebensstandard sowie unsere finanzielle Situ-ation, ist ein zentrales Bedürfnis. Diese Säule ist häufig geprägt durch Erfahrungen aus der Kind-heit, welche die Einstellung zu materieller Sicherheit beeinflussen können.Einen erheblichen Einfluss auf das persönliche Gleichgewicht können beispielsweise Existenz-ängste durch äussere Einflüsse haben. 5. Säule: Werte und IdealeMenschen, die nach ihren Wertvorstellungen leben können, sind mit sich selbst im Einklang. Tref-fen hingegen unterschiedliche Wertvorstellungen aufeinander, können Konflikte mit sich selbstund mit der Umwelt entstehen. Das persönliche Wertsystem stärkt einen Menschen und vermagdie Stabilität seiner Identität aufrechtzuerhalten, selbst wenn andere Säulen Defizite aufweisen.Für die Bewertung der nachstehenden Aspekte sind Herkunft, Kultur, Religion und Glauben derbetroffenen Person zu berücksichtigen. Die Wertvorstellungen können sehr unterschiedlich ge-prägt sein.
  • Was sind Ressourcen? Definition Unter dem Begriff Ressourcen werden alle Hilfsmittel und Reserven zusammengefasst, die der Mensch zum Leben und Wirtschaften braucht. Diese können materieller, finanzieller oder ideeller Art sein. Ressourcen sind in der Regel nur in begrenztem Umfang vorhanden.In der Medizin und in der Pflege hat der Begriff Ressourcen neben den Hilfsmitteln noch eine andere Bedeutung: Man versteht darunter die vorhandenen Fähigkeiten, Kräfte und Möglichkeiten des Patienten, sein Leben sowie eine mögliche Krankheit zu bewältigen. Dazu stehen ihm äußere Ressourcen, zum Beispiel positive Beziehungen zu Verwandten, Freunden, soziale und finanzielle Absicherung, und innere Ressourcen, beispielsweise Lebenswille und Lebensmut, zur Verfügung. Diese Ressourcen sollten in der Gesundheitsvorsorge, Therapie und Rehabilitation nach Möglichkeit erkannt und gefördert werden, um den Heilungsprozess zu unterstützen oder die Aktivitäten des täglichen Lebens so gut wie möglich aufrecht zu erhalten.
  • Was sind Ressourcen? Definition Unter dem Begriff Ressourcen werden alle Hilfsmittel und Reserven zusammengefasst, die der Mensch zum Leben und Wirtschaften braucht. Diese können materieller, finanzieller oder ideeller Art sein. Ressourcen sind in der Regel nur in begrenztem Umfang vorhanden. In der Medizin und in der Pflege hat der Begriff Ressourcen neben den Hilfsmitteln noch eine andere Bedeutung: Man versteht darunter die vorhandenen Fähigkeiten, Kräfte und Möglichkeiten des Patienten, sein Leben sowie eine mögliche Krankheit zu bewältigen. Dazu stehen ihm äußere Ressourcen, zum Beispiel positive Beziehungen zu Verwandten, Freunden, soziale und finanzielle Absicherung, und innere Ressourcen, beispielsweise Lebenswille und Lebensmut, zur Verfügung. Diese Ressourcen sollten in der Gesundheitsvorsorge, Therapie und Rehabilitation nach Möglichkeit erkannt und gefördert werden, um den Heilungsprozess zu unterstützen oder die Aktivitäten des täglichen Lebens so gut wie möglich aufrecht zu erhalten.
  • Arten von Ressourcen Eine mögliche Unterscheidung ist hierbei: 1. Persönliche Ressourcen (auch als individuelle, personale, interpersonale, interne Ressourcen, Person- oder Individualressourcen bezeichnet) Physische Ressourcen (z. B. Gesundheit, Fitness, physische Attraktivität). Psychische Ressourcen (z. B. kognitive Ressourcen wie Fähigkeiten, Bildung oder Wissen; Emotionale Ressourcen oder günstige Persönlichkeitseigenschaften wie Optimismus; Handlungsressourcen und Bewältigungsstile ("Coping"); ermutigende Lebenserfahrungen oder der Zugang zu Menschen, mit denen man sich identifizieren kann; anerkannte Rollen oder Positionen). Interaktionelle psychische Ressourcen (auch als interpersonelle oder relationale Ressourcen bezeichnet; z. B. Empathie, Offenheit, Beziehungsfähigkeit, Konflikt- oder Kritikfähigkeit, Fähigkeit soziale Unterstützung einzuholen). Ökonomische Ressourcen (z. B. Geld, Eigentum, (stabiles) Erwerbseinkommen). 2. Umweltressourcen (auch als Umfeld- oder externe Ressourcen bezeichnet) Sozial-emotionale Ressourcen (auch als psychosoziale oder interpersonelle Ressourcen bezeichnet; z. B. Partnerschafts- oder Familienbeziehungen, Freundschaftsbeziehungen; ermöglichen sozialen Austausch und Integration, Unterstützung und Zugehörigkeit). soziale Ressourcen (z. B. persönliche Kontakte und Beziehungen, Soziale Einbettung in Netzwerke, Teilhabemöglichkeiten). Sozialökologische Ressourcen (z. B. Wohnumfeld, Qualität der sozialökologischen Infrastruktur, Arbeitsplatzqualität). Sozialstaatliche und soziokulturelle Ressourcen (z. B. Zugang zu Bildungs-, Gesundheits- und kulturellen Angeboten, Rechtsstaatlichkeit, Teilhabemöglichkeit).
  • Warum ist eine Informationssammlung wichtig? -Nenne erste Schritte Erster Schritt der Informationssammlung Aufnahmegespräch (Mittelpunkt der Informationssammlung) erster Kontakt spontane Äußerungen des Bewohners und der Angehörigen im Gesprächsaustausch gezieltes Befragen des Bewohners und der Angehörigen Messen körperlicher Funktionen Arztberichte, Einweisungspapier, Akten, Befunde Warum ist einer Informationssammlung notwendig?Informationen beeinflussen maßgeblich unser Planen und Handeln. Es werden Lebensgewohnheiten und Bedürfnisse erfasst, ohne diese keine geplante Pflege möglich. Pflegedokumentation, Organisation und Wohnungen scheint seine Pflegedokumentation Koordination bilden den Rahmen für die direkte Pflege, was aus arbeitsorganisatorischer Sicht in der Pflege als fordernder Beziehung und Entwicklungsprozess gestalten lässt. Pflege gelingt umso besser, je mehr ich den Pflegebedürftigen fördere, was wiederum nur gelingen kann. Wenn man ein Konzept wie das von M.KROHWINKEL anwendet und die Vorzüge dessen versteht, wie z. B. praxisorientiert Lebens- und sich das zu Erfahrungsbereiche des einzelnen Bewohners orientiert (individuell). Die Ressourcen. Hierbei spielen eine große Rolle. Ziel ist das, dass der Mensch seine Bedürfnisse entwickeln kann und weiß, wie er mit seinen Fähigkeiten (noch vorhandenen) umzugehen hat. Erst wenn der Mensch es nicht mehr kann, übernimmt es die Pflegekraft als Verantwortung, um stellvertretend das zu tun, was der hilfsbedürftige Mensch selbst tun würde, hätte er noch das Wissen, den Willen oder die Kraft dazu. Deshalb ist es essenziell, gut zu beobachten und genau hinzuhören, damit alle, die am Pflegeprozess beteiligt sind, die Beziehungen sichern und gestalten, die Lebensaktivitäten realisieren und mit existenziellen Erfahrungen umgehen und sich dadurch entwickeln können. Das Aufnahmegespräch, der Mittelpunkt der Informationssammlung, soll Ängste vermindern (Informationen an den Bewohner bezüglich pflegerischer Betreuung und Gelegenheit zur Vertrauensbasis). Es soll eine Sicherheit vermittelt werden, eine Möglichkeit zur Fragestellung, Vorbeugung der Missverständnisse und ein gegenseitiges Kennenlernen (Pflegekräfte, Räumlichkeiten, Abläufe)
  • Ressourcen und Probleme Definition -Einteilung Äußere und Innere Ressourcen -Problem Arten Ressourcen und Probleme. Definition: Ressourcen sie sind individuelle Kräfte, Fähigkeiten um Möglichkeiten, die dem Bewohner zur Förderung seines Heilungsprozesses oder zur Lebenskrisenbewältigung zur Verfügung stehen. Dies ist essenziell für die Problembewältigung. Werte wie Motivation, Einsicht, Erkenntnis spielen dabei eine wichtige Rolle. Äußere Ressourcen: Hilfsmittel, pflegegerechte Räume, positiver Beziehungen zu Menschen, Umgebung, Finanzen. Innere Ressourcen: Lebenskraft, Werte wie Hoffnung, Humor, Kreativität, körperlicher, geistige, psychische Gesundheit. Definition:Pflegeprobleme Beeinträchtigung oder Behinderung des Bewohners, die man beseitigen oder lindern kann. Den Bereich beschreibend, indem das Defizit vorliegt, welche Beeinträchtigung vorliegt, wie sie sich äußert. Die Beeinträchtigung der Unabhängigkeit des Bewohners beschreibend: sachlich, verständlich. Aktuelle: erkennbar durch Fragen und Beobachtungen der Pflegekraft. Bewohner äußert es selbst. Wichtig für Maßnahmen, sofort handeln, leicht festzustellen. Potenzielle: mögliche Probleme, erkennen braucht Fachwissen, (Prophylaxe) können verhindert werden, leicht festzustellen. Vermutete/verdeckte: vermutbar, durch Verhalten des Bewohners (Gefühlswelt, Biografie) schwierig zu erkennen. Generelle: typische voraussehbare Probleme, die für alle unter gleichen Bedingungen Gefahr bedeuten.
  • Informationsquellen und Typen Informationsquellen Direkte Informationsquelle ist der Patient selbst, beispielsweise wie sich erkrankungsbedingte Einschränkungen auf die Selbstpflege auswirken. Indirekte Informationsquellen sind alle Quellen außer dem Patienten, beispielsweise Verwandte, Freunde, Patientenakten, Literatur, Mitarbeiter anderer Einrichtungen,alte Arztbriefe Physiotherapie etc. Informationstypen Objektive Informationen sind messbar und beobachtbar, wie Verhalten (funktionelle ATL), Körpertemperatur, VZ, Gewicht, Größe, emotionale Äußerungen, etc. Subjektive Informationen sind Äußerungen, die der Patient mitteilt (meist Erleben von Gesundheit und Krankheit, persönliche Eindrücke, etc.), wie „Ich habe Angst“, „Mir geht es schlecht“, „Die Medikamente helfen nicht, die Schmerzen werden nicht besser“, etc.
  • Die ATLs -Definition -Die 12 Aktivitäten DefinitionDie Aktivitäten des täglichen Lebens, kurz ATL, sind eine Modellvorstellung in der Kranken- und Altenpflege, nach der es immer wiederkehrende Aktivitäten gibt, die der Erfüllung der menschlichen Grundbedürfnisse dienen und deren Ausübung im Alter oder im Krankheitsfall erschwert sein können. Das Ausmaß der Einschränkung der Aktivitäten des alltäglichen Lebens wird beispielsweise im geriatrischen Assessment beurteilt. In Anlehnung hierzu findet sich beispielsweise der Barthel-Index. HintergrundDas Pflegekonzept der Aktivitäten des täglichen Lebens wurde in Deutschland maßgeblich von der Schweizer Ordensschwester Liliane Juchli geprägt und Einzug in die Pflegewissenschaften gehalten. Die 12 Aktivitäten Die 12 Aktivitäten des alltäglichen Lebens sind demnach: -Atmen-Sich bewegen-Sich waschen und kleiden-Essen und trinken-Ausscheiden-Körpertemperatur regulieren-Für Sicherheit sorgen-Ruhen und schlafen-Sich beschäftigen-Kommunizieren-Sich als Frau oder Mann fühlen und verhalten-Sinn finden Individualfaktoren Die ATL werden individuell und altersbezogen interpretiert. Beispielsweise unterscheidet sich der Schlafrhythmus eines 90-jährigen von demjenigen eines 20-jährigen. Ein 25-jähriger Patient braucht in der Sterbephase eine andere Begleitung in der ATL "Sinn finden" als ein 25-jähriger mit Femurfraktur. Zusätzlich beeinflussen körperliche, psychische, soziale und ökonomische Faktoren die Wichtung der ATL.
  • Die 13 ABEDLs nach Krohwinkel 1.Kommunizieren könnensich der Umgebung bewusst sein, die Umgebung wahrnehmen und verstehen, sichverbal und nonverbal mitteilen und wahrnehmen können, verstehen und erkennen,fühlen, OrientierungWahrnehmungsfähigkeit, Ausdruck von Gefühlen, Gestik, emotionale Bedürfnisse,Sprache, Schreiben, Mimik, Sehen, Hören (auch jeweilige Hilfsmittel) Prophylaxe: Isolationsprophylaxe 2. Sich bewegen könnenSensorik / Motorik, symmetrisch, Rumpf, Kopf, Gesicht, Extremitäten, Mund, im undaußerhalb des Bettes und Hauses, BewegungseinschränkungenGehen, Lagerung, Gleichgewicht, Gleichgewichtsstörungen Prophylaxe: Dekubitus-, Kontrakturen-, Spitzfuss-, Sturzprophylaxe 3. Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten könnenAtmen, Herztätigkeit, Kreislauf, Wärmehaushalt, Flüssigkeitsbilanz, Stoffwechsel,Hormonhaushalt, ImmunfunktionVitalzeichen, RR, BZ, Atemfähigkeit, Infekte Prophylaxe: Pneumonie-, Thrombose-, Aspirations-, Infektionsprophylaxe 4. Sich pflegen könnenHautpflege, Ganzkörperpflege, Teilwäsche, einzelne Körperbereiche pflegen undwaschen können, Hautschäden, Hautzustand Prophylaxe: Intertrigo-, Soor-, Parotitisprophylaxe, Dekubitusprophylaxe 5. Essen und trinken könnenessen, trinken, kauen, schlucken, Verträglichkeit, Kostformen (Diät…), Bedürfnisse(persönlicher Geschmack), Anreichen, Zubereitung, Zahnstatus Prophylaxe: Aspirations-, Dekubitus-, Dehydratations-, Infektionsprophylaxe 6. Ausscheiden könnenUrin, Stuhl, Obstipation, Diarrhoe, kontinent, inkontinent, ToilettentrainingProphylaxe: Obstipations-, Infektions-, Intertrigo-, Cystitis-,Dehydratationsprophylaxe 7. Sich kleiden könnenArt der Kleidung -> zweckmäßig, ankleiden und auskleiden -> auswählen, richtigeReihenfolge, Verschmutzung erkennen, bevorzugte Kleidung -> Individualität Prophylaxe: Kontrakturen-, Spitzfussprophylaxe 8. Ruhen und schlafen könnenRuhebedarf, Rückzugsphasen, Ruhepausen tagsüber, Tag- und Nachtrhythmus,Schlafzeiten, störende Einflüsse, Schlafgewohnheiten, Schlafstörungen 9. Sich beschäftigen könnenTagesgestaltung, Aktivitäten mit anderen Personen -> Angehörige, Bezugspersonen,Mitbewohner, Erinnerungsarbeit, Hobbys Prophylaxe: Isolationsprophylaxe 10. Sich als Frau oder Mann fühlen und verhalten könnenWahrnehmung und Gestaltung der Rolle als Frau / Mann, Wahrnehmung undBefriedigung der sexuellen Bedürfnisse -> „Geschlechtlichkeit als Ganzes“ 11. Für eine sichere Umgebung sorgen könnenGefahren von Seiten des Umfeldes einschätzen können -> Stolperfallen, Brandquellen,individuelles Sicherheitsbedürfnis, Hilfsmittel zur Orientierung (Kalender, Uhr, Zeitung,Fernseher….), Erkennen von Gesundheitsveränderungen Prophylaxe: Sturz-, Infektionsprophylaxe 12. Soziale Bereiche des Lebens sichern 0/könnensoziale Beziehungen -> persönliche (Lebenspartner, Geschwister, Kinder, Freundeetc.) und pflegerische Bezugspersonen, mit belastenden Beziehungen umgehenkönnen, Geschäftsbeziehungen, persönlicher Kontakt, gesellschaftliches Leben,bestehende soziale Beziehungen aufrecht erhalten Prophylaxe: Isolationsprophylaxe 13. Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen könnenexistenzfördernde, belastende, gefährdende Erfahrungen -> Unabhängigkeit, Freude,Vertrauen, Zuversicht, Hoffnung, Sorge, Angst, Trennung, IsolationTod, Sterben, Glaube (Religion), lebensgeschichtliche Erfahrung Prophylaxe: Isolationsprophylaxe
  • Probleme,Ressourcen,Ziele,Maßnahmen Probleme & Ressourcen nach PESR Probleme - Kompensativ - Präventiv - Rehabilitativ - Palliativ Etiology/Ursachen - Einschränkungen - Risikofaktoren - Med. Diagnosen Symptome - direkt beobachtbar - indirekt beobachtbar - abgeleitet beobachtbar Ressourcen - Kenntnisse (Fr./Hr. kennt ...) - Fähigkeiten (Fr./Hr. kann ...) - Fertigkeiten (Fr./Hr. kann ...) - Hilfsmittel (Fr./Hr. hat ...) -----------------------------------------------------------------------------------------------Ziele nach SMART Ziel: was (S ) soll, wie (M), wer (A), [wenn möglich (R)] wann (T), erreichen?   - die Einschränkung ist ausgeglichen (kompensativ)   - der Risikofaktor ist reduziert (präventiv)   - die Fähigkeit / Fertigkeit ist gefördert (rehabilitativ)   - das Leiden ist gelindert (palliativ) ------------------------------------------------------------------------------------------------Maßnahmen nach der W7+Regel Wer? Was? Womit? Wann? Wie? Wielang? Wo? + individuelle Besonderheit Die Pflegefachkraft - gleicht Einschränkungen aus (kompensativ) - reduziert Risikofaktoren (präventiv) - fördert Fähigkeiten/Fertigkeiten (rehabilitativ) - lindert Leiden (palliativ) durch (Hilfsformen, -arten) - (S) schulen / beraten - (U) unterstützende Umgebung schaffen / Utensilien bereitstellen - (B) beaufsichtigen - (A) anleiten - (TÜ) teilweise übernehmen - (VÜ) vollständig übernehmen        
  • Nenne den Unterschied zwischen Akzeptanz und Toleranz Akzeptanz und Toleranz sind zwei Begriffe, die im alltäglichen Gebrauch gerne als Synonyme verwendet werden. Allerdings sollte man sie voneinander abgrenzen: Während Tolerieren mit dulden, ertragen und gelten lassen umschrieben wird, geht es beim Akzeptieren um das Gutheißen, Annehmen und Anerkennen. Akzeptieren ist also ein aktiver Vorgang, für den ich mich persönlich entscheide. Tolerieren hingegen ist passiv, ein „Sich-nicht-dagegen-wehren-können“ – es fällt mir schwer und kostet mich Kraft und zieht mir Energie. Akzeptanz bedeutet Annahme, heißt: die Meinungen und Gedanken von jemandem anzunehmen und zu übernehmen und das Verhalten oder die Aussagen einer Person sogar für gut zu befinden. Tolerieren hingegen beschreibt nur die Duldung dessen, was jemand denkt oder macht, obwohl man nicht damit übereinstimmt und es gar für falsch hält.
  • Was ist Rassismus Was ist Rassismus? Die ADB definiert Rassismus als eine soziale Ausschließungspraxis, die in verschiedenen historischen Kontexten unterschiedlich in Erscheinung tritt. Rassismus hierarchisiert, differenziert und entwertet Menschen, indem er ihnen konstruierte, meist negative gruppenspezifische Merkmale und Eigenschaften zuschreibt. Wer über Rassismus spricht, kann über Privilegien nicht schweigen:„Eines dieser Privilegien ist (…), dass sie sich viele der angeborenen Vorteile selbst zunichte machen können, wenn sie es drauf anlegen. Kommen sie mir also nicht mit der Klage: „Zu mir sind die Leute auch unfreundlich!“ Dies wird auch dadurch deutlich, dass sie sich höchstens freiwillig, aber noch nie zwangsweise damit beschäftigt haben, wie aggressiv die deutsche Gesellschaft sie behandelt, wenn sie die ihnen zugestandene Rolle nicht einhalten. Sie dürfen tatsächlich im Batikfummel barfuß tanzen und dabei verklebte Haare haben, ohne rassistische Klischees hervorzurufen. Sie dürfen ihre Küche versiffen lassen, ohne rassistische Klischees hervorzurufen. Sie dürfen bekifft zu spät kommen, ohne rassistische Klischees hervorzurufen. Sie können sogar dealen und dabei Trommel spielen, ohne rassistische Klischees hervorzurufen. All dies finden sie selbstverständlich. Ist es aber nicht. Es ist ein weißes Privileg.“ (Noah Sow 2008, S. 51)Mit dem Begriff Rassismus wird ein gesellschaftliches Verhältnis beschrieben, in dem kategorisiert wird, welche Personengruppen nicht zur Gruppe der Eigenen gehört und deshalb nur eingeschränkten Zugang zu Ressourcen erhalten. Wir leben in einer Welt, die von rassistischen Strukturen durchzogen ist. Diese Strukturen ziehen für rassistisch markierte Menschen tägliche Diskriminierungserfahrungen nach sich. Von der Mehrheitsgesellschaft wird Rassismus meistens als etwas verstanden, dass von böswillig handelnden Personen begangenen wird, die absichtlich und bewusst andere Menschen aufgrund ihrer Herkunft verletzen wollen. Diese explizite Form des Rassismus erleben wir in unserer Beratungspraxis nur allzu häufig, häufiger jedoch jene Formen des Rassismus, die nicht aus Böswilligkeit, sondern aus bewusster oder unbewusster Ignoranz gegenüber der Bedeutung und den Konsequenzen rassistischer Handlungen bestehen.
  • Was ist Diskirminierung Von Diskriminierung sprechen wir, wenn Benachteiligungen, Ausgrenzung oder Belästigungen wegen grundlegender Zugehörigkeiten oder Zuschreibungen geschehen. Dazu gehören zum Beispiel: rassistische Zuschreibungen, Sprache, Herkunft, sexuelle Identität, aber auch das Lebensalter, Geschlecht, Religion/Weltanschauung sowie körperliche, geistige und seelische Fähigkeiten. Die ADB hat sich auf das Merkmal der rassistischen Diskriminierung spezialisiert. Wir unterstützen Sie dabei, sich gegen Diskriminierung zu wehren und Ihre Rechte einzufordern. Wir bietet Ihnen einen geschützten Raum, um über das Erlebte zu sprechen und Klarheit über Ihre Anliegen zu gewinnen. Auf Wunsch entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen Handlungsmöglichkeiten und unterstützen Sie bei der Umsetzung. Handlungsmöglichkeiten können unter anderem sein: die Sicherung von Indizien, das Verfassen eines Beschwerdebriefes, das Einholen von Stellungnahmen, die Begleitung zu Vermittlungsgesprächen, aber auch Informationen zu und Unterstützung bei rechtlichen Schritten. Wenn Sie Diskriminierung erfahren haben, können Sie die ADB kontaktieren. Da für rechtliche Schritte eine enge zeitliche Frist von zwei Monaten nach Bekanntwerden der Diskriminierung gilt, ist es sinnvoll, die Beratung möglichst zeitnah in Anspruch zu nehmen.
  • Nenne weitere Begriffe im Zusammenhang mit Rassismus Weitere Begriffe im Zusammenhang mit Rassismus AntisemitismusFeindselige bis hasserfüllte, auf Isolierung, Vertreibung oder gar Vernichtung hin orientierte Einstellung und Haltung gegenüber Jüdinnen und Juden. Die Ursachen des Antisemitismus liegen im Wesentlichen nicht bei den durch den Antisemitismus Verfolgten, sondern bei den Verfolgern. Er entsteht und kulminiert zu militanten sozialen Konflikten überall dort, wo die Schuld für soziale Unsicherheits- und Krisensituationen für eigenes und fremdes Versagen, für Enttäuschungen und Fehlschläge auf jüdische Personen projiziert werden kann. (Vgl. Gegen Rechtsextremismus) ExtremismusAlle Strömungen des Extremismus schüren ein Freund-Feind-Denken, betrachten ihren eigenen Standpunkt als den einzig Richtigen und kennen keine Toleranz gegenüber den Andersdenkenden. Extremisten können – müssen aber nicht – gewaltverherrlichend oder gar selber gewalttätig sein. Unter politischem Extremismus werden Richtungen verstanden, welche die Werte der freiheitlichen Demokratie, des politischen Pluralismus und des Rechtsstaates ablehnen. (Vgl. Issue Extremismus) FaschismusDer Faschismus ist eine politische Bewegung, eine Ideologie oder ein Herrschaftssystem, welches sich um 1920 entwickelt hat. Der Faschismus ist gekennzeichnet durch ein Herrschaftssystem, das die Vorrechte bestimmter als elitär bewerteter Gruppen schützt, Opposition als zersetzend und gemeinschaftsgefährlich unterdrückt und in allen gesellschaftlichen Bereichen das Führer-Prinzip durchsetzt. Der Faschismus ist auch gekennzeichnet durch politische Herrschafts- und Kampfmethoden, die mit Terror und Propaganda die Volksmassen zum Gehorsam und zum unbedingten Glauben gegenüber den Führern bringen wollen. Sozialpsychologisch wird hervorgehoben, dass die irrationalen Ideologien des Faschismus sich immer an die diffuse Angst breiter Bevölkerungsschichten vor Unordnung, Macht- und Einflussverschiebung, Statuswechsel und Neuorientierung wenden. Der Faschismus baut fiktive Feinde, Schuldige, Sündenböcke, Verschwörer auf, an denen die durch soziale und wirtschaftliche Krisen frustrierten Schichten ihre Aggressionen abreagieren können. FremdenfeindlichkeitNeben dem programmatischen Rassismus gibt es eine Ablehnung von Fremden, die als Ausländer- oder Fremdenfeindlichkeit bezeichnet wird. Sie kann im Gefühl der Überlegenheit des eigenen Volkes begründet sein. Als fremdenfeindlich gelten ablehnende Einstellungen und Verhaltensweisen gegenüber Menschen wegen ihrer Herkunft, Sprache, Religion oder Kultur.Es ist nicht Fremdenfeindlichkeit, wenn Menschen aufgrund unterschiedlicher Verhaltensweisen Probleme miteinander haben. Es ist auch nicht Fremdenfeindlichkeit, wenn neue Situationen verunsichern und Ängste auslösen. Und es ist nicht Fremdenfeindlichkeit, wenn man mit einem ausländischen Nachbar Streit bekommt. Es ist aber Fremdenfeindlichkeit, wenn man aufgrund einzelner negativer Erfahrungen ganze Gruppen pauschal verurteilt, wenn alle aktuellen Problem den «Fremden» angelastet werden, wenn man sich weigert, der komplexen Realität in die Augen zu sehen, pragmatische Lösungen sucht und stattdessen Sündenböcke produziert und Angst und Aggressionen schürt. NationalismusMit dem Nationalismus wird eine Einstellung bezeichnet, welche die legitime Liebe zum eigenen Land übersteigt, das eigene Volk zum höchsten Sinn des Daseins macht und die ganze Hingabe des Einzelnen für dieses Volk fordert. Nationalismus ist meist rückwärtsgewandt und verherrlicht vergangene, bessere Zeiten. Mit dem Nationalsozialismus verbindet sich ein übersteigerter Anspruch auf Selbstbehauptung, eine arrogante Exklusivität und ein Überlegenheitsgefühl gegenüber anderen Nationen. Nationalismus steht der Annäherung zwischen den Völkern feindlich gegenüber und kann in Fremden- oder Rassenhass abgleiten. NeonazismusNeonazis bekennen sich offen zur Ideologie und Weltanschauung des deutschen Nationalsozialismus. Sie erstreben einen nach dem Führerprinzip formierten totalitären Staat und eine «rassenreine Volksgemeinschaft». Die Verbrechen, die vom NS-Regime begangen worden sind, werden – je nach Charakter der Gruppierung – verharmlost, geleugnet oder gar verherrlicht. OiBezeichnung für den neuen politischen Stil der Skinhead-Szene zu Beginn der 80er Jahre. Oi gilt auch als Kampfruf der Skins für alles, was Spass macht. RechtsextremismusMit dem Begriff «Rechtsextremismus» werden in den Medien und der öffentlichen Debatte in der Regel Gruppen von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen assoziiert, die autoritäre, rassistische und nationalistische Einstellungen haben, eine hohe Gewaltbereitschaft aufweisen, und sich in mehr oder weniger organisierten Szenen wie etwa den Skinheads, Neonazis oder Teilen von Hooligans zusammenschliessen. Es sind diese Gruppierungen, welche für den überwiegenden Teil der sichtbarsten Erscheinungsformen von Rechtsextremismus verantwortlich sind: Anschläge auf Unterkünfte von Asylsuchenden, brutale Übergriffe auf ausländische Personen, Schlägereien oder die bekannte Störung der Rede von Bundesrat Villiger am 1. August 2000. Daneben gibt es einen herkömmlichen Rechtsextremismus, welcher direkt in der Tradition von Faschismus und Nationalsozialismus steht und in dem die Verherrlichung des Naziregimes und die Leugnung seiner Verbrechen, der Antisemitismus, der Traum von einer grossgermanischen oder arischen Nation und die Ablehnung der liberalen Demokratie eine zentrale Rolle spielen. Diese Art von – durch traditionelle Kaderorganisationen und Parteien dominiertem – Rechtsextremismus ist in der Schweiz, wie in anderen westeuropäischen Ländern einschliesslich Deutschland, über die ganze Nachkriegszeit hinweg eine doch marginale Begleiterscheinung der politischen Kultur gewesen und geblieben. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich die extreme Rechte in der Schweiz von einer kleinen Untergrundszene zu einer ausdifferenzierten rechtsextremen Subkultur entwickelt. Sie reicht von international vernetzten Holocaustleugnern und Negationisten über gut organisierte, durch autoritäre Führung gekennzeichnete Gruppierungen bis zu schwach strukturierten, hauptsächlich von männlichen Jugendlichen geprägten Szenen. Wegen der neuen Kommunikationsmittel wie dem Internet fand eine Internationalisierung und Globalisierung rechtsextremer Ideologien und Strukturen statt. (vgl. Fachstelle für Rassismusbekämpfung oder Gegen Rechtsextremismus) Folgende Einstellungen und Denkmuster sind charakteristisch für den Rechtsextremismus: Nationalismus in aggressiver FormForderung ethnischer Homogenität von VölkernAblehnung der Universalität der MenschenrechteAblehnung des Wertepluralismus der liberalen DemokratieRassisch oder ethnisch begründeter Glaube an die Ungleichheit der MenschenFeindschaft gegen Ausländer/innen, Minderheiten, «Andersartige» (Frauen, Homosexuelle, Obdachlose etc.)Antisemitismus und Rassismus, biologistische und sozialdarwinistische TheorienIntoleranz, Glaube an Recht durch Stärke, elitär-unduldsames Sendungsbewusstsein und Diffamierung von AndersdenkendenVorrang der Gemeinschaft vor dem Individuum, Militarismus, “Führertum”, UnterordnungVerherrlichung des NS-Staats als Vorbild, Negierung/Verharmlosung der NS-VerbrechenNeigung der Verschwörungstheorien(Latente) Bereitschaft zur gewaltsamen Propagierung und Durchsetzung der erstrebten Ziele Skinheads Die Wurzeln der Skinhead-Bewegung liegen im Grossbritannien der 60er Jahre. Sie war ursprünglich eher unpolitischer Natur. Auch heute interessiert sich ein Teil der Skinhead-Szene nicht für politische Themen, sondern fühlt sich einer von einschlägiger Musik und Mode geprägten Subkultur zugehörig. Jedoch auch in dieser Subkultur findet eine Verherrlichung der Gewalt statt. Die Öffentlichkeit nimmt vor allem den rechtsextremistischen Flügel wahr, der sich nicht nur über eine bestimmte Mode und Musik definiert, sondern auch über eine von neonazistischen Ideologieelementen durchsetzte Weltanschauung.
  • Nenne mindestens 3 Kulturbefriffe und definiere diese MultikulturalitätIm Sinne einer Gesellschaft oder Organisation bestehen zwei Kulturen nebeneinander. Sie werden nicht miteinander verschmolzen, vielmehr steht die gegenseitige Toleranz im Vordergrund. Die Kulturen sind homogen und es gibt eine klare Abgrenzung.   InterkulturalitätWenn jemand eine interkulturelle Kompetenz aufweist, dann ist er sich seiner eigenen Kultur bewusst, kann jedoch ein ausgeprägtes Verständnis gegenüber fremden Kulturen aufbringen. Interkulturalität bedeutet demnach, dass zwei Kulturen aufeinandertreffen und interagieren. Oft entsteht die interkulturelle Kompetenz in oder durch eine multikulturelle Gesellschaft.   TranskulturalitätWolfgang Welsch hat im Jahr 1991 diesen Begriff eingeführt. Er geht davon aus, dass sich mehrere Kulturen miteinander vermischen lassen können. Kulturen durchdringen einander, daher auch der lateinische Begriff „trans“. Laut Welsch lässt sich so eine transkulturelle Gesellschaft bilden, die keine kulturellen Grenzen aufweist und voll mit Individuen ist, die unterschiedliche kulturelle Zugehörigkeiten aufweisen. Das Denken in kulturellen Kategorien wird abgelehnt. Es wird wertfrei kommuniziert und Stereotypisierung kann so verhindert werden.   PlurikulturalitätHier bestehen viele Kulturen innerhalb eines Kulturraumes nebeneinander, ohne sich zu vermischen. Über eine plurikulturelle Kompetenz spricht man, wenn sich eine Person einer Kultur zugehörig fühlt, aber mehrere Sprachen beherrscht und so interkulturelle Sensibilität mitbringt.   HyperkulturalitätIn diesem Konzept geht es um die Vernetzung unterschiedlicher Kulturen im neuen digitalen Zeitalter. Byung-Chul Han hat den Begriff in seinem gleichnamigen Buch vorgestellt. Das besagt, wir können fremde Kulturen kennenlernen, ohne unseren Heimatort zu verlassen. Beispiele: Du kannst Balkan Radio in Wien hören, über Google Maps Zagreb erkunden und ein persönliches Coaching eines Indischen Gurus online buchen.
  • Was ist die Kulturelle Identität? -Definiere diese ausführlich Kulturelle Identität Unter kultureller Identität versteht man das Zugehörigkeitsgefühl eines Individuums oder einer sozialen Gruppe zu einem bestimmten kulturellen Kollektiv. Dies kann eine Gesellschaft, ein bestimmtes kulturelles Milieu oder auch eine Subkultur sein. Identität stiftend ist dabei die Vorstellung, sich von anderen Individuen oder Gruppen kulturell zu unterscheiden, das heißt in einer bestimmten Anzahl gesellschaftlich oder geschichtlich erworbener Aspekte wie Sprache, Religion, Nation, Wertvorstellungen, Sitten und Gebräuchen oder in sonstigen Aspekten der Lebenswelt. Die individuellen Weltanschauungen, die eine kulturelle Orientierung prägen, sind heterogen und können durchaus auch zueinander im Widerspruch stehen. Kulturelle Identität entsteht also aus der diskursiven Konstruktion des „Eigenen“, die durch den Gegensatz zu einem wirklichen oder bloß vorgestellten „Anderen“ hervorgerufen wird. Dieser Vorgang ist stark von Gefühlen geprägt, wobei das Eigene ein Sicherheits-, Geborgenheits- und Heimatgefühl vermittelt. Gegenüber dem „Anderen“ oder dem „Fremden“, das oft erst im Prozess der Bildung von Identität als solches definiert wird (Othering), kann sich Nichtwahrnehmung, Verunsicherung, Abneigung und sogar Hass entwickeln. Wenn eine Gruppe Unterdrückung, Ausbeutung, Ausgrenzung oder Diskriminierung erleidet, kann ihr die kollektive Identität ein Potenzial zur Selbstbehauptung verschaffen. Dagegen drückt sich vor allem in traditionalen Gesellschaften die kulturelle Identität in einer unhinterfragten Identifikation mit der bestehenden Ordnung aus. Kulturelle Identität setzt nach George Herbert Mead die Bereitschaft voraus, die Haltung der eigenen Gruppe zu verinnerlichen, die Normen und Werte der Gemeinschaft auch gegen sich selbst zu richten und eine Verantwortung, die das Kollektiv formuliert, „auf seine eigenen Schultern zu laden“ und sich gegenüber den anderen Gemeinschaftsmitgliedern zu verpflichten. In diese kulturelle Identität wird das Individuum durch Sozialisation bzw. Enkulturation eingebunden. Alle Konzepte kultureller Identität sind zwangsläufig mit Inkohärenzen verbunden, je nachdem ob nationale, regionale, ethnische, sprachliche, religiöse, sexuelle oder ästhetisch-lebenspraktische Komponenten (der Lifestyle) im Vordergrund stehen. Durch das Internet und die sozialen Medien öffnen sich kulturelle Identitäten nach außen und können somit auch sekundär erlernt, übernommen oder konstruiert werden.[1]
  • Was ist die Interkulturelle Kompetenz? -Definiere diese und Nenne mindestens 4 Beispiele was diese Beinhaltet Interkulturelle Kompetenz ist die Fähigkeit, in interkulturellen Situationen effektiv und an-gemessen zu agieren; sie wird durch bestimmte Einstellungen, emotionale Aspekte,(inter-)kulturelles Wissen, spezielle Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie allgemeine Reflexi-onskompetenz befördert. -Verständnis für die Weltsicht, Werte, Normen und Lebensweisen von anderen-Verstehen der Rolle und der Auswirkungen kultureller Aspekte auf Verhalten und Kommuni-kation-Verstehen historischer, politischer und religiöser Zusammenhänge-Ein soziolinguistisches Bewusstsein für die Beziehung zwischen Sprache und Bedeutung imgesellschaftlichen Zusammenhang.
  • Was ist ein Genogramm? -Defniere dieses Definition GenogrammEin Genogramm ist die grafische Darstellung von Beziehungen und Strukturen innerhalb einer Familie. In der Regel werden in einem Genogramm sämtliche Familienmitglieder mehrerer Generationen (Herkunftsfamilie und aktuelle Familie) aufgezeichnet. Häufig wird ein Genogramm als Grundlage oder Ergänzung für eine Familienaufstellung oder Systemische Therapie sowie im Paar- und Familiencoaching eingesetzt. Es dient dazu, Beziehungsmuster und Zusammenhänge innerhalb einer Familie zu durchschauen, sowie wiederkehrende Muster in der Familiengeschichte zu verdeutlichen.
  • Was ist eine Hypothese? -Definiere diese Ausführlich Eine Hypothese im wissenschaftlichen Sinn ist eine auf dem Stand der Wissenschaft gründende Annahme, die zwar geeignet ist, bestimmte Erscheinungen zu erklären, deren Gültigkeit aber nicht oder noch nicht bewiesen bzw. verifiziert ist. Die Hypothese muss anhand ihrer Folgerungen überprüfbar sein; wird sie überprüft, ist sie dadurch dann je nach Ergebnis entweder bewiesen bzw. verifiziert oder aber widerlegt. In der Umgangssprache bezeichnet Hypothese, oder schwächer Arbeitshypothese, auch jede vorläufige Annahme, die der weiteren Arbeit zugrunde gelegt wird. Bei der Formulierung einer Hypothese ist es üblich, die Bedingungen anzugeben, unter denen sie gültig sein soll: Das geschieht bei eindeutigen logischen Beziehungen in der Form „Immer wenn …, dann …“In positivistischen wissenschaftstheoretischen Strömungen ist die Hypothese, wenn sie durch verifizierende Beobachtungen erhärtet werden kann, die Vorstufe zu einer Theorie. Voraussetzung ist, dass es niemandem gelingt, die Hypothese eindeutig zu widerlegen. Hierbei bezeichnet der Ausdruck „Theorie“ in der Wissenschaftssprache, wieder im Unterschied zum allgemeinen Sprachgebrauch, eine Gruppe aufeinander bezogener logischer Aussagen, die zumindest teilweise durch Empirie bestätigt sind (z. B. die Relativitätstheorie oder die Evolutionstheorie). Eine Behauptung oder ein Leitsatz (Beobachtungssatz), der durch wissenschaftliche Beweisführung bewiesen oder widerlegt werden soll, wird als These bezeichnet (Bsp.: „Wirtschaften an sich ist frei von moralischem Gehalt“).
  • Was ist eine Gastroenteritis? -Definition Was ist eine Gastroenteritis? Bei einer Gastroenteritis handelt es sich um einen Überbegriff für eine Entzündung der Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt Die Erkrankung könne von verschiedenen Erregern ausgelöst werden. Doch wie sie sich darstellt, sei relativ unabhängig davon immer sehr ähnlich. Laut dem Experten handelt es sich um eine der häufigsten medizinischen Diagnosen, vor allem bei Babys und kleinen Kindern. Denn ihr „frisches“ Immunsystem ist noch nicht mit vielen Erregern in Kontakt gekommen, was sie entsprechend empfindlich macht. Daneben sind Magen-Darm-Grippen auch im fortgeschrittenen Alter, wenn die Abwehrkräfte schwächer werden, recht verbreitet.
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  • Ablauf der Gastroenteritis Ablauf einer Magen-Darm-Grippe Die für die Magen-Darm-Grippe verantwortlichen Keime gelangen gemeinhin fäkal-oral, also durch die Ausscheidung von Betroffenen, die sich z. B. die Hände nach dem Toilettengang nicht gründlich waschen, über kontaminierte Oberflächen (z. B. Türgriffe, Handläufe) an den Mund Neuinfizierter und so in deren Organismus. Die Keime passieren daraufhin den Magen-Darm-Trakt des Betroffenen und werden letztendlich wieder ausgeschieden. Doch auf dem Weg lösen sie mitunter massive Beschwerden aus, da der Erreger (oder ein von ihm ausgestoßenes Gift) die Schleimhaut im Dünn- und Dickdarm angreift.
  • Symtpome einer Gastroenteritis SymptomeZu den wesentlichen Symptomen einer Magen-Darm-Grippe zählen starke Übelkeit, Erbrechen und/oder Durchfall (häufig in Kombination). Das Übergeben ist in diesem Fall als eine Schutzreaktion des Körpers zu verstehen, denn sie soll dazu dienen, die Erreger hinaus zu befördern. Die mitunter starken Durchfälle sind eine Folge der Schädigung der Magen-Darm-Schleimhäute. Deshalb ist zur Behandlung die Vergabe von Probiotika sinnvoll (dazu später mehr). Abhängig vom konkreten Auslöser können auch Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl auftreten.
  • Mögliche Ursachen für eine Gastroenteritis -Nenne mindestens 4 Punkte Mögliche Ursachen Bakterielle ErregerZu den typischen bakteriellen Erregern einer Gastroenteritis zählen Shigellen, Salmonellen und Escherichia coli (kurz: E. coli). Die Erkrankung beginnt für gewöhnlich mit Bauchkrämpfen und mit auffällig wässrigem, manchmal schleimgefülltem Durchfall, der nach zwei Tagen auch blutig ausfallen kann.2 Dagegen lösen andere Bakterienarten (z. B. Bacillus cereus) verstärkt Erbrechen aus. VirenEin verbreiteter viraler Magen-Darm-Grippe-Erreger ist das Norovirus. Die Erkrankung zeichnet sich durch Brechdurchfall und starke Bauchschmerzen aus, eher selten begleitet von Fieber. Sie dauert in der Regel nicht länger als zwei Tage. Häufig haben Betroffene auch Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Wichtig: Halten Sie auch nach Abklingen der Symptome strenge Hygienemaßnahmen z. B. im Badezimmer und auf gemeinsam genutzten Oberflächen ein, um ihre Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen. Denn die Ausscheidungen von Norovirus-Patienten können noch Wochen nach der Genesung infektiös sein.  Kinder erkranken besonders häufig an Rotavirusgastroenteriten.3 Diese dauern verhältnismäßig lang (ca. sieben Tage) und verlaufen einerseits häufig milde, auf der anderen Seite jedoch mitunter besonders schwer. So kann der immense Flüssigkeitsverlust lebensbedrohlich werden. Wenn sich ein schwerer Verlauf abzeichnet, kann eine Überwachung des betroffenen Kindes im Krankenhaus notwendig sein. ParasitenParasitäre Magen-Darm-Grippe gelten als die schwerste Form. Im Fall einer etwa von Amöben ausgelösten Gastroenteritis (Fachbegriff: Amöbenruhr) ist die schnelle Aufnahme einer medikamentösen Therapie laut Prof. Güldütuna unumgänglich. Unbehandelt kann eine Amöbenruhr mit starken Beschwerden mehrere Wochen lang andauern und in der Folge u. a. zu starkem Gewichtsverlust und einer körperlichen Schwächung führen, LebensmittelvergiftungHäufig stecken auch Lebensmittelvergiftungen hinter den Symptomen, so Prof. Güldütuna. Genauer: sogenannte Bakterientoxine aus Nahrungsmitteln. Die Reaktionen des Körpers können demnach sehr heftig ausfallen und bereits sehr schnell nach der Aufnahme der kontaminierten Lebensmittel auftreten. Die Inkubationszeit beträgt laut dem Facharzt zwischen sechs und 12 Stunden und es dauere etwa zwei Tage, bis die Beschwerden zurückgehen.
  • Behandlung einer Gastroenteritis Behandlung einer Gastroenteritis Weder gegen das Norovirus noch vergleichbare Erreger einer Gastroenteritis gibt es ein spezielles Medikament. Dagegen muss bei einer Amöbenruhr sofort ein Antibiotikum verabreicht werden, so Prof. Güldütuna. Er weist weiterhin darauf hin, dass einige Ärzte im Fall einer (überstandenen) Salmonelleninfektion – also wenn nur im Stuhl des Patienten Salmonellen festgestellt wurden, der Patient aber bereits beschwerdefrei ist – ebenfalls Antibiotika verschreiben. Doch seiner Einschätzung nach wäre davon abzusehen, denn die Medikamente würden die bereits geschädigten Schleimwände zusätzlich angreifen, ohne dass dafür noch eine Indikation bestünde.
  • Wie gelangen Krankheitserreger in den Körper? Wie Krankheitserreger in den Körper eindringen Krankheitserreger können über verschiedene Eintrittspforten von außen in den Körper gelangen: Erkältungs- oder Grippeviren beispielsweise können über eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden und die Atemwege befallen. Erreger können auch über eine Schmierinfektion über Hände und Gegenstände weiterverbreitet werden und an die Bindehaut der Augen sowie die Schleimhäute von Mund und Nase gelangen, wenn man sich beispielsweise mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fasst. Erreger von Durchfall und/oder Erbrechen können außer über eine Schmierinfektion auch über belastete Lebensmittel in den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden. Über die Genitalschleimhäute kann man sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anstecken.Über Wunden können Krankheitserreger in die Haut eindringen. In seltenen Fällen können Erreger auch direkt in die Blutbahn gelangen. Deshalb wird beispielsweise bei medizinischen Eingriffen auf besondere Hygiene geachtet. Das Eindringen von Krankheitserregern wird als Infektion bezeichnet. Häufig kann das körpereigene Immunsystem die Erreger rasch unschädlich machen. Kommt es jedoch zu Krankheitszeichen, spricht man von einer Infektionskrankheit.
  • Was ist eine Infektion -Definiere Infektion Von einer Infektion spricht man in der Medizin, wenn sich eine Person mit einem Krankheitserreger angesteckt hat. Dieser Erreger kann z. B. ein Bakterium, ein Virus, ein Pilz oder auch ein Wurm sein. Der Erreger vermehrt sich, breitet sich im Körper aus oder befällt nur ein bestimmtes Organ. Solange die Person noch keine Anzeichen einer Krankheit zeigt, sprechen Ärztinnen und Ärzte von einer asymptomatischen Infektion. Sobald der Körper auf die Erreger reagiert, was sich in Krankheitssymptomen bemerkbar macht, handelt es sich um eine symptomatische Infektion, eine Infektionskrankheit. Der Zeitraum vom ersten Befall des Körpers durch den Erreger bis zu den ersten Krankheitssymptomen bezeichnet die Medizin als Inkubationszeit. Sie kann wenige Stunden oder Tage, aber auch viele Jahre dauern. Eine Infektion muss nicht in jedem Fall zum Ausbruch einer Krankheit führen.
  • Was ist eine Infektion -Definiere Infektion Von einer Infektion spricht man in der Medizin, wenn sich eine Person mit einem Krankheitserreger angesteckt hat. Dieser Erreger kann z. B. ein Bakterium, ein Virus, ein Pilz oder auch ein Wurm sein. Der Erreger vermehrt sich, breitet sich im Körper aus oder befällt nur ein bestimmtes Organ. Solange die Person noch keine Anzeichen einer Krankheit zeigt, sprechen Ärztinnen und Ärzte von einer asymptomatischen Infektion. Sobald der Körper auf die Erreger reagiert, was sich in Krankheitssymptomen bemerkbar macht, handelt es sich um eine symptomatische Infektion, eine Infektionskrankheit. Der Zeitraum vom ersten Befall des Körpers durch den Erreger bis zu den ersten Krankheitssymptomen bezeichnet die Medizin als Inkubationszeit. Sie kann wenige Stunden oder Tage, aber auch viele Jahre dauern. Eine Infektion muss nicht in jedem Fall zum Ausbruch einer Krankheit führen.
  • Was sind Infektionskrankheiten? -Definiere diese und Nenne worin sie sich unterscheiden InfektionskrankheitenInfektionskrankheiten sind Krankheiten, die durch das Eindringen von Krankheitserregern in den menschlichen Körper und die anschließende Vermehrung im Körper hervorgerufen werden. Man unterscheidet lokale oder sich über den ganzen Körper ausbreitende Infektionskrankheiten, je nachdem ob der Erreger sich nur an der Eintrittspforte vermehrt oder sich über die Blut- beziehungsweise Lymphbahnen im ganzen Körper verbreitet. Die Schwere der Erkrankung hängt davon ab, wie gut ein Erreger in den Körper eindringen und sich dort vermehren kann, das heißt, wie virulent er ist. Wie schwer man erkrankt, hängt auch von der körpereigenen Infektabwehr und vom Immunsystem ab, das für die Abwehr von Krankheitserregern verantwortlich ist. Die Fähigkeit des Immunsystems, Krankheitserreger zu bekämpfen, ist im Säuglingsalter noch nicht voll ausgereift und nimmt später mit zunehmendem Lebensalter erneut ab. ÜbertragungswegeKrankheitserreger können von Mensch zu Mensch übertragen werden. Man unterscheidet verschiedene Formen der Übertragung: Direkte Übertragung durch Kontakt (körperliche Berührung vom Händedruck bis zum Geschlechtsverkehr)-Direkte Übertragung durch Tröpfchen, die von Erkrankten beim Sprechen, Husten und Niesen ausgestoßen und von anderen eingeatmet werden. Indirekte Übertragung über verunreinigte Gegenstände und Substanzen.Krankheitserreger in körperlichen Ausscheidungen oder Sekreten (Blut, Speichel, Eiter) erkrankter Personen können ebenfalls entweder direkt oder indirekt über verunreinigte Flächen an andere Personen weitergegeben werden. Neben erkrankten Personen können auch Tiere und Nahrungsmittel Krankheitserreger übertragen (Zoonosen).
  • Nenne mindestens 7 Übertragungs-Wege um einer Infektionskrankheit Tröpfcheninfektion Infektion über Vektoren Infektion durch Nadeln / Blutprodukte Fäkal-orale Infektion Kontaktinfektion Sexuelle Infektion Vertikale Infektion
  • Nenne den Unterschied zwischen einer primär und sekundär Infektion Primär- und Sekundärinfektionen Mediziner unterscheiden zwischen Primär- und Sekundärinfektionen. Bei einer Primärinfektion kommt der Körper zum ersten Mal mit einem bestimmten Erreger in Kontakt. Bei einer Sekundärinfektion gesellt sich zu einer Infektion noch eine weitere hinzu, ausgelöst von einem weiteren Erreger. Das geschieht zum Beispiel, wenn zu einer Virusinfektion noch eine bakterielle Infektion hinzukommt.
  • Was sind Bakterien? Bakterien: Definition Bakterien sind circa 0,1 bis 700 Mikrometer groß – also sehr, sehr klein und nur unter einem Mikroskop sichtbar. Bakterien sind überall, ob in der Luft, im Wasser oder in Lebensmitteln. Bakterien vermehren sich durch die sogenannte Zellteilung. Das heißt, das Bakterium verdoppelt sich, indem es sich selbst teilt. Da Bakterien ihr eigenes Erbgut sowie einen eigenen Stoffwechsel haben, können sie sich selbst versorgen. Was allerdings Viele nicht wissen: Bakterien sind eher gesund als schädlich. Nur circa ein Prozent aller Bakterien löst eine Krankheit aus. Viele Bakterien braucht der Mensch sogar für seine Gesundheit, wie etwa Darmbakterien.(6)
  • Nenne mindestens 5 Bakterielle Infektionskrankheiten
  • Was sind Viren? Viren: Definition Viren sind circa 20 bis 300 Nanometer groß und damit im Vergleich zu Bakterien um ein Vielfaches kleiner. Ein klassisches Mikroskop reicht nicht aus, um sie zu erkennen. Im Gegensatz zu Bakterien hausen Viren in keiner eigenen Zelle und haben auch keinen eigenen Stoffwechsel. Um überlebensfähig zu sein, suchen sich Viren daher lebende Zellen (sogenannte Wirtszellen) in Tieren, Pflanzen oder Menschen. Ohne einem Wirt ist es nur eine Frage der Zeit bis die Viren absterben. Viren-Infektionen müssen nicht zwangsläufig zu einem Krankheitsausbruch führen. Einem gesunden Immunsystem gelingt es häufig, eingedrungene Viren abzuwehren. Nichtsdestotrotz gibt es viele Krankheiten, dessen Erregerart auf Viren zurückzuführen ist
  • Nenne mindestens 5 Virelle Infektionskrankheiten Infektionskrankheiten durch Viren (Beispiele) Bekannte Viruserkrankungen sind zum Beispiel: Magen-Darm-Infektionen (Norovirus, Rotavirus)Leberentzündung (Hepatitis A, B, C)AIDSWindpockenMasernRöteln
  • Nenne den Abölauf einer Infektionskette -Mit Definition Ablauf der Infektionskette Die sogenannte Infektionskette (auch Infektkette) beschreibt den Ablauf, wie ein Krankheitserreger einen weiteren Träger erreicht. Infektionsquelle: Der Ausgangspunkt einer Infektion ist immer ein ansteckender Spender (auch Wirt), der Krankheitserreger an einen Empfänger weitergibt. Übertragungsweg: Die Krankheitserreger können über verschiedene Wege übertragen werden. Infektionsempfänger (wird zum Wirt): Über sogenannte Eintrittspforten am Körper können die Krankheitserreger in den Organismus gelangen.
  • Nenne mindestens 5 Eintrittspforten für Krankheitserreger Eintrittspforten für Krankheitserreger Krankheitserreger können über verschiedene Übertragungswege an einen Menschen gelangen und über bestimmte Bereiche ihren Weg in den Körper finden. Diese Zugänge werden auch als Eintrittspforten bezeichnet. Darunter fallen: AugenbindehautNasenschleimhautMundschleimhautUntere AtemwegeHautverletzungenBlutbahnMagen-Darm-TraktGenitalschleimhäute
  • Nenne den Verlauf einer Infektionskrankheit(Stadien) Verlauf einer Infektionskrankheit: Stadien Zwar verläuft jede Infektionskrankheit individuell, jedoch kann der Verlauf von Infektionskrankheiten in mehrere grundlegende Stadien aufgeteilt werden: Invasions-Stadium (Infektion): Krankheitserreger dringen in den Körper ein. Anfangs sind noch keine Symptome vorhanden. Inkubations-Stadium (Krankheitsausbildung-Phase): Ist die Zeitspanne zwischen der Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch. Die Krankheitserreger vermehren sich im Körper. Zum Ende der Inkubationszeit bilden sich erste Symptome aus. Akutes Stadium (Krankheits-Phase): Infektionskrankheit erreicht ihren Höhepunkt. Es treten eindeutige Symptome wie beispielsweise Fieber auf. Rekonvaleszenz-Stadium (Überwindungs-Phase): Das Immunsystem kämpft gegen die Erreger an. Überwindet der Körper die Infektionskrankheit, nehmen die Krankheitssymptome ab (Linderung) und die Gesundheit wird schrittweise wiederhergestellt. Konvaleszenz-Stadium (Heilung, Genesung): Die Person gilt als geheilt.
  • Wie wird eine Infektionskrankheit behandelt? -Und wie wird diese Unterschieden? Infektionskrankheiten: Diagnose & Behandlung / TherapieVor der eigentlichen Behandlung von Infektionskrankheiten gilt es zunächst, die Erregerart zu identifizieren. Dies ist beispielsweise über eine Blutuntersuchung möglich. Mit dem Wissen über die Erregerart können entsprechende Medikamente verabreicht werden. Manchmal müssen Betroffene mit hoch ansteckenden Erregern auch isoliert werden, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Akute Infektion oder chronische Infektion?Für die weitere Behandlung einer Infektionskrankheit ist es außerdem wichtig, zwischen einer akuten Infektion und einer chronischen Infektion zu unterscheiden. Eine akute Infektionskrankheit klingt im Optimalfall innerhalb von 14 Tagen von selbst wieder ab. Eine chronische Infektionskrankheit hingegen ist langanhaltender und wiederkehrend. Das heißt, dass die Beschwerden in regelmäßigen Zeitabständen wiederkommen.
  • Medikamentöse Behandlung bei Infektionskrankheiten Medikamentöse Behandlung bei Infektionskrankheiten Ob und in welchem Umfang Medikamente zur Behandlung einer Infektionskrankheit herangezogen werden, entscheidet der behandelnde Arzt nach Einzelfall und aktuellem medizinischen Wissenstand. Es gibt beispielsweise bakterielle Infekte, die inzwischen auch gut aus eigener Kraft überwunden werden können. Vorausgesetzt, die infizierte Person ist in einem stabilen Gesundheitszustand. Bei Bedarf können hierbei Medikamente zum Einsatz kommen, die die krankheitsbedingten Symptome wie beispielsweise Husten oder Schnupfen lindern. Es gibt aber auch Infektionen, bei denen kein Weg um eine direkte medikamentöse Bekämpfung der Erregerart führt. Ist eine medikamentöse Behandlung an dieser Stelle notwendig, kommen je nach Erregerart unterschiedliche Arzneimittel-Typen zum Einsatz: Antibiotika: Zur Behandlung einer bakteriellen InfektionVirostatika: Zur Behandlung einer VirusinfektionAntimykotika: Zur Behandlung einer Pilzinfektion
  • Nenne mindestens 5 Verlaufsformen von Infektionskrankheiten Perakut: sehr schnell auftretend mit sehr kurzer Dauerakut: schnell auftretend mit i.d.R. kurzer Dauersubakut: etwas weniger schnell auftretend als akut, Dauer verlängertsubchronisch: mit verlängerter Krankheitsdauer, aber noch nicht chronischchronisch: langandauernde Krankheit, entweder mit durchgehender oder variierender Symptomatikprolongiert: gegenüber der Erwartung verlängerter Krankheitsverlauf