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menschliche Körper (Subject) / Organ- und Struktursysteme (Lesson)
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- Wo werden Geschmacksqualitäten vorwiegend erkannt? in den vorwiegend auf der Zunge vorkommenden Geschmacksknospen
- Zu was für eine Art von Sinn, zählt der Geschmackssinn? Der Geschmackssinn zählt – wie auch der Geruchssinn – zu den chemischen Sinnen, d. h. die Entstehung des elektrischen Signals in den Nervenzellen wird durch die Bindung chemischer Moleküle an den Sinneszellen erreicht.
- Welche Wahrnehmung zählt nicht zu dem Geschmackssinn? Wahrnehmungen wie Schärfe (z. B. durch Capsaicin), Wärme (z. B. durch Alkohol) oder Kühle (z. B. durch Menthol) zählen nicht zum Geschmackssinn. Sie werden durch freie Nervenendigungen vermittelt und werden der Schmerzwahrnehmung zugerechnet.
- Wo und wie gelingt die Fähigkeit, unterschiedliche olfaktorische Reize (Gerüche) zu differenzieren? Die Fähigkeit, unterschiedliche olfaktorische Reize (Gerüche) zu differenzieren, gelingt unserem Geruchssinn durch viele verschiedene Rezeptoren, mit denen bis zu 10 000 Düfte unterschieden werden können. Auch beim Riechsinn funktioniert die (elektrische) Signalentstehung (Depolarisation der primären Sinneszelle) ähnlich wie beim Schmecken durch die Bindung von (chemischen) Riechstoffmolekülen an die passenden Rezeptormoleküle in der Membran der Riechzelle.
- Was erklärt die starken Emotionen, die Gerüche auslösen? Geruchswahrnehmungen werden im Gehirn in enger Nachbarschaft zu Hirnregionen (limbisches System, Belohnungszentrum) verarbeitet, die für unser Gefühlsleben verantwortlich sind. Das erklärt die oft starken Emotionen (z. B. Angst, Freude), die Gerüche auslösen können.
- Wofür ist die Nase, neben der Geruchsempfindung noch zuständig? Was hat die Nase um diese Aufgabe besser machen zu können? Neben der Geruchsempfindung ist die Nase als Teil der oberen Atemwege für die Regulierung des Atemstroms und gleichzeitig für die Erwärmung, die Reinigung und die Befeuchtung der eingeatmeten Luft mitverantwortlich. Um diese Aufgaben besser wahrnehmen zu können, befinden sich in der Nase auf beiden Seiten jeweils drei Nasenmuscheln (obere, mittlere und untere), welche die Oberfläche der Nasenschleimhaut vergrößern.
- Was wird als Skelettsystem bezeichnet? Als Skelettsystem wird der gesamte passive Bewegungsapparat bezeichnet, der neben dem eigentlichen Skelett, also den Knochen, noch weitere Strukturen wie Bänder, Gelenke und Gelenkkapseln umfasst.
- Wofür sorgt das Skelettsystem? Was hat es dafür? Das Skelettsystem sorgt für Stabilität, aber auch für den Schutz der weiter innen liegenden Strukturen vor Verletzungen durch äußere Krafteinwirkungen. Gleichzeitig muss es aber auch die Beweglichkeit des Körpers ermöglichen. Um dies zu erreichen, benötigen wir die vielen verschiedenen Strukturen wie Knochen, Knorpel, Bänder, Gelenkverbindungen und Muskeln, die geschickt miteinander verbunden und in ihrer Funktion bestens aufeinander abgestimmt sind.
- Aus wie vielen Knochen besteht das Skelett? Was für Knochen umfasst es? Das Skelett besteht aus 206 Knochen, die Anzahl kann jedoch individuell etwas variieren, und umfasst unterschiedliche Knochenformen wie Röhrenknochen (z. B. Oberarmknochen), kurze Knochen (z. B. Fußwurzelknochen) und platte Knochen (z. B. Schulterblatt).
- Zwischen was für zwei Arten von Skeletten wird unterscheiden? Unterschieden wird weiters zwischen dem Achsen- und dem Extremitätenskelett.
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- Was gehört zum Achsenskelett? Zum Achsenskelett gehören der Schädel, die Wirbelsäule und die Knochen des Brustkorbes (Rippen und Brustbein).
- Was gehört zu Extremitätenskelett? Der Schultergürtel setzt sich aus Schulterblatt und Schlüsselbein zusammen und die angrenzenden oberen Extremitäten umfassen jeweils Oberarmknochen (Humerus), Elle (Ulna), Speiche (Radius) und die vielen Knochen der Hand. Der Beckengürtel umfasst das Kreuzbein sowie das Sitz-, Darm- und Schambein und verbindet den Rumpf mit den unteren Extremitäten, die jeweils aus Oberschenkelknochen (Femur), Schienbein (Tibia), Wadenbein (Fibula) und den Knochen des Fußes bestehen.
- Welche Möglichkeiten einer Verbindung zwischen einzelnen Knochen gibt es nun? Man unterscheidet dabei konkret die echten (diskontinuierlichen) Gelenke, Diarthrosen oder Synovialgelenke genannt, von den unechten (kontinuierlichen) Gelenken, die als Synarthrosen bezeichnet werden.
- Was gehört bei den Knochenverbindungen zu den kontinuierlichen Verbindungen? Es handelt sich dabei um Verbindungen durch Bindegewebe, Knorpelgewebe oder Knochengewebe.Zu den bindegewebigen Verbindungen zählen etwa die Membrana interossea als breitflächige, bandartige Verbindung (Syndesmose) der zwei Unterarmknochen Elle und Speiche oder auch die frühen Verbindungen der einzelnen Schädelknochen. Beispiele für knorpelige Verbindungen sind der hyaline Knorpel zwischen den Rippen und dem Brustbein oder der Faserknorpel der Symphyse (Verbindung der beiden Schambeine). Unter knöcherne Verbindungen fallen vor allem Verbindungen, die erst im fortgeschrittenen Alter aus Band- und Knorpelverbindungen hervorgehen, also sekundär entstehen. So verknöchern etwa der bereits genannte knorpelige Ansatz der Rippen am Brustbein, aber auch die Verbindungen der Schädelknochen untereinander zunehmend, je älter man wird.
- Was gehört bei den Knochenverbindungen zu den echten Gelenken (diskontinuierliche Verbindungen)? Folgende Strukturen sind demnach an einem echten Gelenk beteiligt: Die Enden der beteiligten Knochen stellen die Gelenkkörper dar und lassen sich in Gelenkkopf und Gelenkpfanne unterscheiden. Ihre Oberfläche ist mit (hyalinem) Gelenkknorpel überzogen. Umhüllt wird das Gelenk von allen Seiten durch die Gelenkkapsel. Diese setzt sich aus einer inneren Epithelschicht (Capsula synovialis) und einer äußeren, derben Faserschicht (Capsula fibrosa) zusammen. Die innere Schicht entspringt direkt an der Knochen-Knorpelgrenze, ist reich an Blut- und Nervengefäßen und bildet die Gelenkschmiere (Synovialflüssigkeit). Die äußere Schicht geht direkt aus der Knochenhaut (Periost) hervor, besteht aus straffem Bindegewebe und ist oft durch Bänder verstärkt. Der von den Gelenkkörpern und der Gelenkkapsel begrenzte Gelenkspalt ist also komplett mit Gelenkschmiere ausgefüllt und somit frei von Luft. Die dadurch entstehende Adhäsion und der vorliegende Unterdruck führen im Zusammenspiel mit der Gelenkkapsel und der Muskulatur sowohl zur Stabilität als auch zur Beweglichkeit des Gelenks.
- Was braucht es für das optimale Funktionieren der Gelenke? Für das optimale Funktionieren der Gelenke braucht es ein paar „Hilfseinrichtungen“. Exemplarisch sollen hier die Menisken der Knie genannt werden, die mit ihrer halbmondähnlichen Form Unebenheiten der Knochen ausgleichen, aber auch Fettkörper, die das Eindellen der Gelenkkapsel verhindern, Schleimbeutel, die Druck- und Reibungskräfte vermindern, oder Sehnenscheiden, die Sehnen sicher über Gelenke gleiten lassen.
- Wie unterscheiden sich echte Gelenke? Echte Gelenke unterscheiden sich je nach ihrer Bewegungsfreiheit in 1-, 2- und 3-achsige Gelenke.
- Was bedeutet 1-, 2- und 3-achsige Gelenke? Dazu muss man die unterschiedlichen Achsen in Bezug auf den Körper kennen. Die Sagittalachse verläuft von vorne nach hinten und um diese Achse ist eine Ab- und Adduktion (Abspreizen und Heranziehen) möglich. Die vertikale/longitudinale Achse verläuft von oben nach unten und die damit assoziierten Bewegungsmuster sind Außen- und Innenrotation. Die Transversalachse verläuft quer (von links nach rechts), um diese Achse kann man beugen und strecken (Flexion und Extension).
- Was ist ein Paradebeispiel für ein 3-achsiges Gelenk? ist das Kugelgelenk (siehe Abb. unten, Nr. 1), welches sich in alle Richtungen bewegen kann
- Was für eine Art von Gelenk ist das Schultergelenk? 3-achsiges Gelenk
- Was für eine Art von Gelenk ist das Hüftgelenk? Wie wird es speziell genannt? ein 3-achsiges Gelenk; als Nussgelenk bezeichnet, da der Bewegungsumfang geringer als der des Schultergelenks ist
- Was für Gelenke gehören zu den 2-achsigen Gelenken? Zu den 2-achsigen Gelenken, die sich nur in zwei der drei Raumrichtungen bewegen können, zählen die Ei- und Sattelgelenke.
- Nenne ein Beispiel für ein Eigelenk? Ein Eigelenk ist zum Beispiel das Handgelenk. Dieses kann man beugen und strecken (Flexion und Extension) sowie nach rechts und links abspreizen (Ab- und Adduktion) – aber man kann es nicht rotieren, ohne den Unterarm mitzubewegen.
- Wie funktioniert ein Sattelgelenk? Ein Sattelgelenk funktioniert ähnlich wie ein Eigelenk. Durch die Kombination von Streckung und Beugung sowie Ab- und Adduktion ist somit eine kreisende Bewegung möglich, nicht jedoch eine Rotation um die eigene Achse (z. B. beim Daumensattelgelenk).
- Was zählt zu den 1-achsigen Gelenken? Wie bewegt es sich? 1-achsige Gelenke lassen sich nur in einer Achse bewegen. Dazu zählen etwa das Scharniergelenk (siehe Abb., Nr. 4), wie es bei den Fingerendgelenken vorkommt, sowie das Zapfengelenk (siehe Abb., Nr. 5) und das ähnlich arbeitende Radgelenk.
- Was für eine Bewegung passiert beim Radgelenk? Beim Radgelenk rotiert der Gelenkkopf in Form einer Walze in der rinnenförmigen Gelenkpfanne; Somit lassen auch diese Gelenktypen nur Bewegungen in einer Raumachse zu.
- Wie bewegt sich das Zapfengelenk? beim Zapfengelenk bewegt sich die konkave Gelenkpfanne um den Zapfen. Somit lassen auch diese Gelenktypen nur Bewegungen in einer Raumachse zu.
- Wobei handelt es sich bei der körpernahen (proximalen) Verbindung? bei der körpernahen (proximalen) Verbindung handelt es sich um ein Zapfengelenk
- Wobei handelt es sich bei körperfernen (distalen) Verbindung? um ein Radgelenk
- Was für einen Teil des Bewegungsapparats stellt die Muskulatur dar? Die Muskulatur stellt den aktiven Teil des Bewegungsapparates dar.
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- erkläre aktive Beweglichkeit Da die Muskeln über Sehnen mit den knöchernen Strukturen des Körpers verbunden sind, werden durch Kontraktionen der Muskeln willkürliche Bewegungen, aber auch das Halten einer Position möglich.
- Was sind die einzigen zwei Sachen die Muskeln machen können? ein Muskel sich nur zusammenziehen (kontrahieren) oder eben wieder „lockerlassen“ kann. Für alle anderen Bewegungen, v. a. für die Dehnung, ist er auf physikalische Kräfte von anderer Seite angewiesen. Das kann die Schwerkraft sein, meist braucht es dafür aber andere Muskeln mit antagonistischer (entgegengerichteter) Bewegungsrichtung.
- Wie entstehen Spezielle Bewegungsmuster im Körper? erst durch ein komplexes Zusammenspiel von mehreren Muskeln mit dem passiven Bewegungsapparat
- Wie wird das Verdauungssystem bezeichnet? as Verdauungssystem wird auch als Gastrointestinaltrakt (GI-Trakt) bezeichnet.
- Wie reicht das Verdauungssystem? Dieser reicht von der Speiseröhre über Magen, Dünn- und Dickdarm bis hin zum Anus.
- Wo beginnt der Weg der Nahrung durch unseren Körper? Der Weg der Nahrung durch unseren Körper beginnt in der Mundhöhle
- Was passiert in der Mundhöhle? das Essen wird nicht nur mechanisch durch die Zähne zerkleinert, sondern es beginnt auch die Spaltung der Stärke durch die im Speichel enthaltene Amylase.
- Wie wird der Mund begrenzt? Der Mund wird vorne von den Lippen, seitlich von den Wangen, unten vom muskulären Mundboden und oben vom harten und weichen Gaumen begrenzt.
- Beschreibe das Epithel der Mundhöhlenschleimhaut? Das Epithel der Mundhöhlenschleimhaut ist mehrschichtig unverhorntes Plattenepithel.
- Wie heißen die großen Speicheldrüsen im Mund? Die großen Speicheldrüsen im Mund heißen übrigens Ohrspeichel-, Unterkiefer-, und Unterzungendrüse.
- Was schließt an die Mundhöhle? Was stellt es dar? An die Mundhöhle schließt der Rachen an. Dieser stellt die Verbindung zum Nasenraum und der Luftröhre dar und ist somit auch Teil der Atemwege.
- Was wird beim Schluckvorgang verschlossen? Beim Schluckvorgang wird sowohl die Verbindung zum Nasenraum als auch die zur Luftröhre (durch den Kehlkopfdeckel) verschlossen.
- Wie lange ist die Speiseröhre? 25 cm lange Speiseröhre (Ösophagus)
- Was macht die Speiseröhre? transportiert Nahrungsbrei mithilfe aktiver Muskelbewegungen in Richtung Magen
- Wie ist das untere Ende der Speiseröhre, wenn es in Ruhe ist? Und wieso? Was wenn der Mechanismus nicht funktioniert? Das untere Ende der Speiseröhre ist in Ruhe verschlossen. So wird verhindert, dass saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließen kann. Funktioniert dieser Mechanismus nicht richtig, spürt man dies meist als Sodbrennen, was bei langem Bestehen bis zur echten Refluxkrankheit und sogar zu Speiseröhrenkrebs führen kann.
- Was passiert im Magen am Anfang? Im Magen angekommen, wird der Speisebrei erst einmal gesammelt.
- In was für drei Untergruppen, kann man die Drüsen in der Magenschleimhaut unterteilen? Die Belegzellen (= Parietalzellen), die Salzsäure produzieren, die Nebenzellen, die zähen Schleim absondern, um die Magenschleimhaut vor diesem sauren Milieu zu schützen, und die Hauptzellen. Die Hauptzellen produzieren Pepsinogen, das durch den Kontakt mit der Salzsäure zu Pepsin wird, welches für den Beginn der Proteinzerkleinerung verantwortlich ist.
- Merkhilfe Drüsen der Magenschleimhaut Die Belegschaft ist sauer, weil die im Nebengebäude nur schleimen und der Hauptgeschäftsführer nur Pepsi trinkt.
- Intrinsic Factor Auch der Intrinsic Factor soll nicht unerwähnt bleiben, der ebenfalls von den Parietalzellen der Magenschleimhaut hergestellt und freigesetzt wird. Dieses Glykoprotein bildet mit dem aus der Nahrung aufgenommenen Vitamin B12 (Cobalamin) einen Komplex und ermöglicht dadurch dessen Resorption im Krummdarm (Ileum).
- Was macht die Kontraktionen der Magenmuskulatur? Die Kontraktionen der Magenmuskulatur führen zu einer ausreichenden Durchmischung des Breis mit dem Pepsin und der Salzsäure, gleichzeitig wird die Temperatur (z. B. unserer oft eiskalt getrunkenen Getränke) angeglichen und es entsteht makroskopisch gesehen eine einheitliche Masse. Danach entlässt der Pförtner am Ende des Magens seinen Inhalt portionsweise in den ersten Abschnitt des Dünndarms.