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Psychologie (Subject) / Insgesamt (Lesson)
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- Wie viele Kontakte kann eine einzige Nervenzelle zu anderen Nervenzellen entwickeln? Wodurch modifizieren Nervenzellen ihre Kontakte zueinander? Bis zu 10.000...und diese Kontakte können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Nervenzellen modifizieren ihre Kontakte zueinander sowohl durch Vermehrung oder Verbreitung der Kontaktstellen (Dendriten, Synapsen) als auch durch Änderung der Impulsübertragung (Ausschüttung von Transmitterstoffen).
- Beschreibe die Begriffe Netzwerkmodelle und Konnektionismus. Neuronale Netzwerkmodelle sind Theorien bzw. technische Modelle und wurden durch Einblicke in die Funktionsweise von Nervennetzen bei Lernprozessen entwickelt. Sie können als Theorienrichtung unter den Oberberbegriff Konnektionismus zusammengefasst werden: • Simulation von Netzwerken ⇒ dem Nervensystem nachempfunden • bewältigen selbstorganisisert Lernleistungen (z.B.: Mustererkennung, Wissensspeicherung ) Unter neuronalen Netzen versteht man dynamische Systeme, die auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen versuchen, die Funktion von Gehirnen nachzubilden. Ein solches System besteht aus einer bestimmten Anzahl von Einzelelementen (den „Neuronen“), die miteinander verbunden sind.
- Was versteht man unter Langzeitpotentierung? Sie ist ein wichtiger Mechanismus der Modulation von Verbindungen zwischen Nervenzellen. • Verstärkung von Impulsübertragung zwischen Nervenzellen, die zur gleichen Zeit erregt sind. • Hebb (1949): Die zahlreichen Querverbindungen zwischen Neuronen lösen kreisförmige Erregungen aus, welche zur dauerhaften Festigung (Konsolidierung) der entsprechenden Erregungskonstelation und damit zur langzeitigen Gedächtniseinprägung führen. 1. Eine Synapse wird wiederholt erregt. 2. Erhöhte Anzahl dendritischer Rezeptoren. 3. Erhöhte Anzahl von Neurotransmittern. 4. Eine stärkere Kopplung der Neuronen Als LTP versteht man die Verstärkung der synaptischen Übertragung eines Neurons als Reaktion auf eine vermehrte Bildung von Aktionspotentialen. Sie ist eine wichtige Grundlage für die synaptische Plastizität. Seite 182 Abb. 6.13 LTP besagt, dass die Verbindung zwischen Nervenzellen dann verstärkt wird, wenn beide gleichzeitig erregt sind ("Heb'sche Lernregel")
- Wie funktionieren neuronale Netzwerkmodelle bzw. wie sind sie aufgebaut? Aufbau: • bestimmte Menge von Funktionseinheiten ("Neuronen") ⇒ In Schichten aufgeteilt (Input-, Zwischen- und Outputschicht) ⇒ Sind vielfältig miteinander in Beziehung gesetzt Funktionsweise: • Anwendung spezieller Rechenregeln ("Lernalgorithmen") sorgt dafür, dass die Verknüpfungen zwischen den Einheiten so verstärkt oder geschwächt werden, dass sich die angestrebten Lernleistungen optimal ausbilden.
- Werden neuronale Netzwerke heute schon angewendet? Nenne Beispiele. Ja, solche mit hunderten Neuronen und mehreren Zwischenschichten vollbringen heute bereits aufwendige Adaptions- und Klassifikationsleistungen, die im industriellen Bereich (Steuerungsanlagen, Expertensysteme) und in der Forschung (Simulation kognitiver Leistungen, statistische Prognosen) eingesetzt werden.
- Am Beispiel eines künstlichen neuralen Netzwerkes (Spitzer, 2002) mit nur 3 Input und nur 3 Outputneuronen kann selbstorganisiertes Lernen, das prinzipiell auch im Zentralnervensystem stattfindet, demonstriert werden. Erkläre das Beispiel. Seite 183 Abb. 6.14 Gewicht: Die Verbindungsstärke der Synapse. Also, die Stärke von einer Verbindung von einem Knoten zum nächsten. Je höher ein Gewicht ist, desto stärker ist die Verbindung. Knoten: Neuron Vor dem Lernprozess sind die Kontaktstellen ("Synapsen", Gewichte) zwischen den Input und Outputneuronen des Netzwerkes nur mit kleinen positiven oder negativen Zufallswerten für die Verbindungsstärke besetzt. Wenn dann in wiederholten Durchgängen etwa immer wieder die gleichen drei Muster von Implementen aktiviert weden (z.B. I1+I3 oder I1+I2+I3 oder I2) und das Outputneuron für das 1. Muster die Bezeichnung O1, jenes für das 2. O2 und jenes für das 3. O3 bekommt, wird die Differenz der jeweils zustande gekommenen Gewichtssumme an den Kontaktstellen der Outputneuronen (IST-Wert) und ihrer Idealaktivierung (SOLL-Wert= 1,0) errechnet. Gemäß nach diesem "Fehler" werden die Gewichtswerte jeweils um einen Bestimmten kleinen Betrag angepasst ("Backpropagation"). Backpropagation: Schmeisst man alle Inputs in ein neuronales Netz kriegt man für einen Knoten am Ende einen berechneten Wert, etwa 5. Tatsächlich sollte aber 8 herausgekommen sein. Schön doof, oder? Keineswegs! Die Differenz dieser beiden Werte 8 – 5 = 3 ist der Ausgabefehler und wird vom Ausgang des neuronalen Netzes wieder rückwärts in das Netz reingeworfen und auf die Knoten verteilt, so dass diese die Gewichte moderieren – also anpassen können. Moderieren heisst dabei einfach, dass man nicht den vollen Wert 3 auf die Knoten in der vorherigen Schicht verteilt, sondern vielleicht nur die Hälfte. Das Ziel ist eines neuronalen Netzes ist es nämlich, sich langsam aber stetig den richtigen Werten anzupassen. Hat ein Knoten etwa zwei Eingabesignale wird der Wert 3 nicht gleichmässig auf diese Knoten verteilt. Stattdessen wird das Gewicht der beiden Knoten noch berücksichtigt. Hat Knoten 1 ein Gewicht von 7 und Knoten 2 ein Gewicht von 14 kriegt Knoten 2 auch brav ein grösseres Stück vom Kuchen, da es anscheinend auch einen grösseren Hunger hat. Die ganze Berechne das Netz und gehe dann wieder Rückwärts, um die Fehler auf die Knoten zu verteilen nennt man übrigens Fehlerrückführung (englisch Backpropagation). Nach 300-500 Lerndurchgängen erfolgt zumeist eine zufriedenstellende Unterscheidung der 3 Muster. In der Abbildung sind die nach einem derartigen Lernprozess erhaltenen Gewichtswerte an den Kontaktstellen der Outputneuronen eingetragen, die erst ab einem Schwellenwert von 0,8 ansprechen: O1 reagiert nur noch bei Aktivität von I1 und I3: I1(0,5) + I3(0,5) = O1(1,0) O2 nur noch bei Aktivität von allen drei Inputelementen: I1(0,3) + I2(0,3) + I3(0,3) = O2(0,9) O3 nur noch bei Aktivität von I2: I2(1) = O2(1)
- Was ist die Habituation und welche Charakteristika weisen Habituationsreaktionen bei Menschen auf? Wenn Lebewesen auf Reize, die normalerweise eine Aktivierungssteigerung oder eine Aufmerksamkeitszuwendung bewirken, weniger oder gar nicht mehr reagieren, spricht man von Gewöhnung oder Habituation. Das zunehmende nichtreagieren auf irrelevante Umgebungsmerkmale entlastet die Informationsverarbeitung. Habituationsreaktionen beim Menschen weisen folgende Charakteristika auf: • Je anhaltender oder häufiger ein Reiz auftritt, desto schneller gewöhnt man sich an ihn. • Der Gewöhnungseffekt ist anfangs am größten und nimmt dann kontinuierlich ab. • Wenn ein habituierter Reiz längere Zeit nicht auftritt, löst er später wieder eine Orientierungsreaktion aus. • Wenn eine Gewöhnung erworben und dann wieder "verloren" wurde, kann sie später schneller wieder reaktiviert werden. • An intensive Reize gewöhnt man sich langsamer als an schwache Reize. • Die Gewöhnung an einen bestimmten Reiz überträgt sich auch auf andere ähnliche Reize
- Zur Entwicklung welcher Therapien leistete die Habituationsforschung einen wichtigen Beitrag bei? Die habituationsforschung leistete einen wichtigen Beitrag bei der Entwicklung moderner Angsttherapien (Verhaltenstherapie), bei denen die Prinzipien des "Konfrontierens" und des "Floodings" (massierte Konfrontation mit Angstreizen) eine wichtige Rolle spielen.
- Was ist das prägungsartige Lernen bzw. die Prägung und auf was können sich Prägungen beziehen? • Verhaltensforschung ("Ethologie") • Lorenz 1935 • Vorgang, durch den sich in der frühen Entwicklung vor allem bei "Nestflüchtern" (Hühner, Enten, Gänse) bestimmte Verhaltensweisen irreversibel ausbilden. • Prägung ist eine irreversible Verknüpfung eines zweckgerichteten Verhaltens mit bestimmten Reizen in frühen Lebensphasen (Nachfolgeprägung, Gesangsprägung, Heimatprägung) bestimmter Tierarten. Prägungen können sich auf Nachfolgereaktionen (Nachlaufprägung), den Gesang (Gesangsprägung), auf Sexualpartnercharakteristiken oder die Eigenschaften des Territoriums (Heimatprägung) beziehen.
- Welche Merkmale sind charakteristisch für Prägungen? • Prägungen können nur in einer sensiblen Periode, zumeist in frühen Entwicklungstadien des Lebewesens stattfinden (z.B.: wenige Stunden nach dem Schlüpfen von Küken) • Prägungen sind irreversibel bzw. "therapieresistent" (z.B.: sexuelle Prägungen, wie etwa die "Menschenperversität" von Gänsen) • beziehen sich auf Reizklassen (Menschen, Tierarten, Gesangsart, Lebensräume, ...), nicht individuelle Reize • Geprägt wird nur eine bestimmte Reaktion bzw. ein Rollenverhalten (Eltern- oder Geschlechtsrolle) • Prägung kann schon stattfinden, wenn sich das zu prägende Verhalten noch garnicht zeigt (z.B. Gesang, Sexualverhalten)
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- Kommt es beim Menschen ("Nesthocker") auch zu Prägungsphänomenen? (z.B.: Prägung auf Sexualpräferenzen) Dies wird von den meisten Psychologen verneint. • Klix 1971 ⇒ prägungsartiges (fast irreversibles) Verhalten bei Menschen möglich ⇒ im Stadium eines hohen Trieb- oder Aktivierungszustandes (Stress, sexuelle Erregung) bestimmte Verhaltensweisen (Fluchtreaktionen, sexuelle Praktiken) zu einem massiven Entspannungszustand führen und somit stabil eingeprägt werden ⇒ z.B. jugendliches Entwicklungsstadium → extrem erhöhter sexueller Triebzustand → besondere Art der Befriedigung → sexuelle Fixierung (Fetisch) →keine Prägung sondern intensive Konditionierung (= veränderbar durch konkurrierende Erfahrungen oder innerhalb eines psychotherapeutischen Prozesses)
- Wer entdeckte das Phänomen sogenannter "psychischer Sekretionen" und zu welchen Ergebnissen ist man bei den Untersuchungen gekommen? Wie nennt man die Lernform, die daraus entsprang und wie funktioniert diese? • Iwan Pawlow (1849-1936) entdeckte das Phänomen bei seinen Untersuchungen zum Verdauungsprozess von Hunden. Bei den Versuchstieren ist der durch Futterdarbietung ausgelöste Speichelreflex auch auf andere Auslösereize übertragbar, sofern diese den Anblick von Futter vorausgingen. Beim Menschen manifestiert sich diese Lernform auch in zahlreichen Alltagssituationen und zwar dann, wenn Reize oder Situationen das nachfolgende Auftreten lebensrelevanter Ereignisse signalisieren. (Reflexverhalten, Angst, Schmerz, Triebbefriedigung) • Signallernen bzw. "Lernen vom Typ S" bzw. Konditionierung ⇒ assioziative Kopplung von ursprünglich neutralen mit bedeutungsvollen Reizen
- Durch welche Begriffe wird die klassische Konditionierung charakterisiert? • unkonditionierter Stimulus US (= unconditioned stimulus) löst angeborene Rektion UR (=unconditioned response) aus • wenn sich dieser Vorgang wiederholt, löst der US später auch alleine (als CS (= conditioned stimulus)) eine ähnliche Reaktion wie die UR aus, welche CR (= conditioned response) genannt wird Bsp.: Futterdarbietung → Speichelfluss oder Lichtblitz →Pupillenkontraktion
- Skizziere und erkläre die Phasen klassischer Konditionierung. Skizze: Seite 187 Abb. 6.16 • Erwerb Mit der Anzahl der Kopplungen zwischen CS (zb Tür öffnen) und US (zb Hund Leckerli geben) wird die konditionierte Reaktion (CR = zb Speichelfluss) stärker. • Löschung Wenn später nur der CS (ohne nachfolgenden US) dargeboten wird, kommt es zu einer Abschwächung dr CR. • Spontanerhaltung Das Wiederauftreten einer gelöschten konditionierten Reaktion nach einer Pause.
- Welche Aspekte sind für die Lernform der klassischen Konditionierung bedeutsam? • Koppelungsanzahl und Zeitdifferenz ⇒ 10-50 Kopplungen zw. US und CS bis CR hervorgerufen ist ⇒ je größer d. Zeitdifferenz zw. CS und US desto schwieriger der Aufbau einer Konditionierung ⇒ wirksame Zeitintervall zw. CS und US hängt von Geschwindigkeit d. Reaktion ab (z.B. 0,3 bis 1,0s bei Liedschlag, 10s bei Angst, mehrere Stunden bei Geschmackskonditionierungen) • Kontingenz ⇒ Kontiguität: raumzeitlich benachbartes Auftreten ⇒ Kontingenz: zeitliches Nacheinander zwischen CS und US ... sind beide entscheidend für das Konditionierungslernen! • Reizintensität und Auffälligkeit: ⇒ ... des CS erhöhen seine Wirksamkeit als Signal. (zB. Ich mach die Tür laut auf) • Informativität: ⇒ Wenn es schon ein CS1 für einen US gibt und ich dann einen für den US unnötigen Reiz CS2 (gleichzeitig) hinzufüge, wird dieser (also CS2) ignoriert. ("Blockierung") • Generalisierung und Diskrimination: ⇒ Die Auslösequalität des CS für eine CR überträgt sich auch auf andere Reize im Ausmaß ihrer Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen CS. Diese Ausweitung der Signalwirkung eines Reizes kann aber durch ein Unterscheidungstraining eingeschränkt werden. zb. CS1= Ich öffne die Eingangstür; Ähnliche Reize: Ich öffne andere Türen in der Wohnung US= Hund bekommt Leckerli CR= Speichelfluss • Konditionierung höherer Ordnung: ⇒ Für einen bereits konditionierten Reiz CS1 kann vorher oder nachher ein anderer Reiz CS2 als Signal erlernt werden. ("preconditioning", "second-order conditioning")
- Beschreibe die Abb. 6.17 auf der Seite 189. Instrumentelles Konditionieren - Signallernen Nur wenn der Konditionierte Reiz (CS) den unkonditionierten Reiz (US) vorherzusagen imstande ist, kann Konditionierung stattfinden. Rescorla (1968) testete die Wirksamkeit unterschiedlicher bedingter Wahrscheinlichkeiten p(US | CS) sowie p(US | nonCS) auf die Stärke der Konditionierung (Abszisse: p für US, wenn vorher CS auftrat, Funktionen: p für US, wenn CS nicht auftrat). Der Effekt war umso größer, je eindeutiger vom Signal auf den US geschlossen werden konnte, z.B. wenn die Wahrscheinlichkeit für den US bei Auftreten des CS 0,4 und bei Nichtauftreten des CS nur 0,0 war.
- Welche Entdeckung von Seligman (1970, 1971) ist auf dem Gebiet der Angstkonditionierung bedeutsam? Die Entdeckung, dass nicht alle Reize gleichermaßen einfach und nachhaltig (löschungsresistent) angstkonditionierbar sind, sondern dass im Laufe der menschlichen Evolution bestimmte Reize eine Prädisposition als Angstauslöser erworben haben ("preparedness"), wie etwa der Anblick von Schlangen, Spinnen, Ungezifer, Tiefe und Weite, im Gegensatz zum Anblick von Steckdosen oder Autos, die nicht minder gefährlich sind.
- Definiere die klassische Konditionierung bzw. das Signallernen. Beim klassischen Konditionieren bzw. Signallernen werden Reize als Ankündigungen für solche Reize erlernt, die Reflexe, vegetative Reaktionen, Emotionen oder Triebverhaltensweisen auslösen.
- Wer formulierte 1898 als Erster das Grundprinzip der Instrumentellen Konditionierung und wie heißt dieses Grundprinzip? E. L. Thorndike "Gesetz des Effektes" law of effekt
- Wer formulierte 1898 als Erster das Grundprinzip der Instrumentellen Konditionierung und wie heißt dieses Grundprinzip? E. L. Thorndike "Gesetz des Effektes" law of effekt Verhalten verändert sich durch den Effekt, den es auslöst, belohnende Konsequenzen stärken die Verhaltenstendenz, bestrafende Konsequenzen schwächen sie.
- Was ist der Unterschied zwischen der klassischen Konditionierung und der instrumentellen ? klassische Konditionierung: Kopplung zwei (oder mehrerer) Reize wird erlernt (S - S) instrumentelle Konditionierung: Kopplung/Verknüpfung von Reizen mit Reaktionen (S - R) Erlernt wird unter welchen Bedingungen welche Reaktion zu welcher Konsequenz führt bzw. welches Verhalten erfolgreich ist.
- Weshalb wird die instrumentelle Konditionierung auch als "operant" bezeichnet? B. F. Skinner Weil dabei Verhaltensweisen als Operationen zur Veränderung der inneren und äußeren Realität aufgefasst werden. "operant" ⇒ weitgehend spontanes Verhalten, das nicht (wie bei der klassischen Konditionierung) reflexaritg durch einen Reiz ausgelöst wird
- Was bezweckte die von Skinner als Forschungsprogramm eingeführte "experimentelle Verhaltensanalyse"? Sie ermöglichte eine möglichst exakte Beschreibung des Einflusses von Umweltbedingungen auf die Auftrittswahrscheinlichkeit von Verhaltensformen.
- Was beinhaltet die instrumentelle Konditionierung bzw. wie funktioniert sie? oder Wann findet instrumentelles Lernen statt? Instrumentelles Lernen findet statt, wenn wiederholt eine bestimmte Situation wahrgenommen wird ("diskriminativer Hinweisreiz"; SD), in der bestimmte Verhaltensweisen (R), zu bestimmten Konsequenzen führen (K). Verstärkung: Die Konsequenz erhöht die Auftrittswahrscheinlichkeit des Verhaltens Bestrafung: Die Konsequenz senkt die Auftrittswahrscheinlichkeit des Verhaltens Merksatz: Instrumentelles Lernen findet dann statt, wenn ein Individuum wiederholt eine bestimmte Situation wahrnimmt, in der bestimmte Verhaltensweisen zu positiven oder negativen Konsequenzen führen.
- Beschreibe Skinners Vier-Felder-Schema. Dargestellt werden die vier Verhaltenskonsequenzen. Diese haben unterschiedliche wirkungen auf das zukünftige Verhalten. 1. Positive Verstärkung - Effekt: Verstärkung Bsp. Kinder entwickeln Fähigkeiten, für die sie gelobt werden. 2. Bestrafung (Typ 2) - Effekt: Löschung Bsp. Gegenüber Personen, die sich für Hilfe nicht bedanken, hilft man weniger. 3. Bestrafung (Typ 1) - Effekt: Verhaltensblockierung Bsp. Verkehrsstrafen können Fehlverhalten im Verkehr reduzieren. 4. Negative Verstärkung - Effekt: Verstärkung Schlechte Gewohnheiten wie Rauchen dienen meist der Reduktion von Anspannung, Stress oder Frustration.
- Wie bei der klassischen Konditionierung unterscheidet man bei der instrumentellen Konditionierung eine Phase des Erwerbs, der Löschung und der Spontanerholung. Welche Aspekte kennzeichnen zusätzlich das instrumentelle Konditionieren als Lernform? • Situations- oder Reizkontrolle: Situationen, Personen oder Objekte als diskriminative Hinweisreize haben einen "Aufforderungscharakter". (Wenn sie regelmäßig im Kontext der Verhaltensweisen mit Belohnungswirkung auftraten) zB. Sportplatz animiert SportlerInnen zum Training "Hemmungscharakter" bestimmter Reize kann so genauso gelernt werden. zB. Man verhält sich in Anwesenheit mancher Personen zurückhaltender als in der von anderen Personen. • Kontingenz: Je regelmäßiger und eindeutiger eine positive oder negative Konsequenz auf ein Verhalten wahrgenommen wird, desto schneller wird gelernt ("Kontingenzregel"). • Generalisation und Diskrimination: Die Prozesse der Verallgemeinerung und der Spezifizierung können sich auf die Situationen, auf die Reaktionen, sowie die Konsequenzen beziehen. In manchen sozialen Situationen müssen zum Beispiel für die Auswahl eines Efolgreichen Verhaltens spezielle Bedingungen beachtet werden, für die eine gute soziale Wahrnehmung Vorraussetzung ist. Ebenso können dem Erfolg enge Verhaltensgrenzen etwa im Sinne sozialer Kompetenz gesteckt sein. Aber auch angenehme Konsequenzen wirken auf manche Menschen nur in differenzierter Form (z.B. Lob nur, wenn nicht schulmeisterlich), während etwa Geld als generalisierter (erlernter) Verstärker gelten kann. • Shaping (Verhaltensforschung): "Richtige" Reaktionsweisen sind aus schwachen Verhaltenstendenzen herauszuentwickeln. (mittels instrumenteller Konditionierung) Dies geschieht durch selektive Verstärkung der tendentiellen Reaktionen. Kann durch Vorbildwirkung (Beobachtungslernen) und verbale Aufforderungen oder Bitten unterstützt werden. • Primäre und sekundäre Verstärker: Konsequenzen können entweder von vornherein angenehm (oder unangenehm) sein, oder sie erwerben diese eigenschaft erst durch Kopplung mit anderen Verstärkern (Signallernen-klassische Konditionierung). Primäre Verstärker: Triebbefriedigungen (Essen, Trinken, sexuelle Aktivitäten) Sekundäre (erlernte) V.: Geld, Schulnoten, Lob oder Statussymbole
- Welche Forschungsergebnisse erhielt Skinner dank seiner Untersuchungen zur instrumentellen Konditionierung? Menschen und Tiere lernen durch positive Verstärkung, also Belohnung. Bestrafung wirkt eher Verhaltensblockierend.
- Welche Regeln haben Lernforscher für einen sinnvollen und dosierten Einsatz von Bestrafung aufgestellt? Skinner fand heraus, dass Belohnung eher dem Verhaltensaufbau dient und Bestrafung eher der Verhaltensblockierung. (solange die Bestrafung real droht) Bestrafung (in Form von sozialer Aggression z.B. Schläge, Verbote, Drohungen, Kritik, Vorwürfe, etc. ) hat auch negative emotionale und soziale Nebenwirkungen. Die Aufgestellten Regeln sind von Zimbardo und Gerrig, 2004 als auch Bourne und Ekstrand, 2005: Bestrafungen sollen... • unangenehm, schnell und Kurz sein (Wirksamkeit) • unmittelbar nach der unerwünschten Reaktion erfolgen (Kontingenz) • dem Fehlverhalten angepasst sein (Intensitätsbegrenzung) • als natürliche Konsequenzen des schadenverursachenden Verhaltens verstehbar sein • sich auf das veränderbare Verhalten und nicht auf die Persönlichkeit beziehen (Verhaltensorientierung) • auf die gegenwärtige Situation beschränkt bleiben (Situationseingrenzung, Aktualisierung statt Pauschalisierung) • keine körperlichen Schmerzen verursachen • für die Zukunft ein Alternativverhalten nahelegen (z.B. Als Vorschlag einer Wiedergutmachung oder einer zukünftigen Verhaltensänderung)
- Was ist die verdeckte Konditionierung? Verfahren aus der Verhaltenstherapie. Hierbei handelt es sich um Lernprozesse der klassischen, instrumentellen Konditionierung und des Modellernens. - Findet ausschließlich auf der Vorstellungsebene statt. D. h., der Klient stellt sich sowohl die auslösende Situation (bzw. den diskriminativen Stimulus), seine Reaktion darauf (Problemverhalten oder erwünschtes Verhalten) und auch die positiven und negativen Konsequenzen vor (Imagination). Formen der verdeckten Konditionierung sind: verdeckte „Sensibilisierung“verdeckte positive Verstärkungverdeckte negative Verstärkungverdeckte Löschung / verdeckter Verstärkerentzug (Response-Cost) Buch Seite 194: Verdeckte Verstärker sind symbolische oder gedankliche Operationen mit stellvertretender Belohnungsiwrkung.
- In welchem Zusammenhang wird das Biofeedback therapeutisch eingesetzt? (Thema: instrumentelle Konditionierung) Unwillkürliche physiologische Reaktionen wie Muskelentspannung oder Blutdruck sind durch Belohnungsrückmeldung trainierbar. Hierzu wird das Biofeedback eingesetzt. Diese Methode (BioFB) dient zur Sichtbarmachung von physiologischen Prozessen wie Muskelaktivitäten, Atmung, Herzschlag, Durchblutung und anderen vegetativen Reaktionen die sonst nicht wahrgenommen werden können und sich somit der psychischen Beeinflussung entziehen. Wird eingesetzt bei der Behandlung von Verspannungen, vegetativen Stressreaktionen, muskulären Fehlfunktionen (z.B.: bei Inkontinenz) und Schmerzerkrankungen. Zur Förderung der Eigenkompetenz der PatientInnen bzw. KlientInnen. Durch das Biofeedback werden im physiologischen System Funktionsveränderungen trainierbar, die sonst nicht willkürlich steuerbar sind. Beispiel (Seite 194, Abb. 6.19) : Männliche Versuchspersonen bekamen in einem Experiment (Schwartz, 1975) immer dann ein Licht und einen Ton präsentiert, wenn durch natürliche Schwankungen die Herzrate und der Blutdruck minimal sanken (Gruppe 1) oder anstiegen (Gruppe 2). Nach 12 durchgängen bekamen die Männer als Belohnung Dias mit hübschen Frauen und schönen Landschaften zu sehen + Geldbonus. Nach 30 Runden gelang es bei Gruppe 1 eine konsistente "Entspannungsreaktion" zu erreichen. Dies gelang bei Gruppe 2 (Erhöhung des Blutdrucks) nicht so gut.
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- Was ist das Gedächtnis? Das Gedächtnis ist jene Instanz eines biologischen Systems, die die Aufgabe hat, verfügbare Information zu speichern und wiederzugeben. Merksatz: Gedächtnis ist die mentale Fähigkeit, Informationen aufzunehmen, zu speichern und wiederzugeben.
- Was ist das implizite Wissen? Das Wissen, welches nicht verbal abrufbar ist, sondern sich nur in Verhaltensänderungen manifestiert.
- Was ist der biologische Zweck des Lernens im Allgemeinen und des Einprägens von Wissen im Besonderen? Die Entwicklung organismusinterner Modelle von Lebensumwelten, die damit besser vorhergesagt und kontrolliert werden können.
- Im Laufe der evolutionären Entwicklung haben sich im Nervensystem viele Filtermechanismen und Speicherstrategien herausgebildet. 1. Was ist deren Ziel? 2. Wie funktioniert die Informationsverarbeitung (mit Filtermechanismen/Speicherstrategien) (Thema: Einprägen und Lernen) 1. sparsame und dennoch leistungsfähige Informationsverarbeitung 2. Aus den wechselnden Erscheinungsweisen unserer Wirklichkeit werden weitgehend konstante räumliche oder zeitliche Muster extrahiert. Diese werden in gespeicherter Form für die Selektion und Klassifikation von Ereignissen eingesetzt. Welche Muster werden extrahiert? • Konfigurationen von Merkmalen (Gestalten) • regelmäßige Aufeinanderfolgen von Reizen und Reaktionen bzw. Reiz-Reiz- und Reiz-Reaktions-Kombinationen (Konditionierungen) • Ketten von Verhaltenselementen (Fertigkeiten) • abstrakte, geistige Ordnungen (Begriffe, Schemata, Schlussfolgerungen) "Gegeben ist jeweils die Erfahrung (also eine Teilmenge aller möglichen Erfahrungen der Realität), und gesucht (d.h. für den Organismus zu lernen), ist die für den Organismus beste Abbildung der Realität." (Spitzer, 1996) Diese Zielsetzung hat Ähnlichkeiten mit der Schätzung von Parametern (z.B.: Mittelwerten) in der Statistik.
- Erkläre den Versuch, der das Einprägen bzw. Vorstellungsleistungen des Gehirns mittels assoziativen Netzwerken (spezielle Form neuronaler Netzwerke) darstellt bzw. zu veranschaulichen versucht. In sog. assoziativen Netzwerken ("Hopfield-Netzwerke"), eine spezielle Form künstlicher neuronaler Netzwerke, kann jedes Element mit einem anderen Verbindungen aufbauen. Dies geschieht durch Einsatz der Hebb'schen Lernregel, nach welcher die welchselseitige Aktivierung zweier Neuronen in dem Maße gefördert wird, indem sie zuvor gleichzeitig aktiviert waren. Werden nun verschiedene Bilder in Form von Neuronenaktivitätsmustern wiederholt eingegeben (z.B.: Gesichter), dann speichert das Netz die inputcharakteristischen Hell-Dunkel-Muster (S. 209, Abb. 7.1 linke Bilder). Nach dem Lernprozess kann das Netzwerk auch bei reduzierter Informationseingabe (z.B.: bei einem Fragment oder einer groben Bildstörung wie in den mittleren Bildern) das wahrscheinlichste Bild erzeugen (Bilder rechts). Die in einem künstlichen neuronalen Netzwerk maximale Zahl fehlerfrei speicherbarer unterschiedlicher Konfigurationen liegt etwa bei 13-15% der Neuronenanzahl. In ähnlicher Weise könnten auch Vorstellungsleistungen des Gehirns zustande kommen. (Palm, 1988)
- Erkläre auf was Jones und Hoskins (1987) ein neuronales Netzwerk trainierten und welche Ergebnisse sie erhielten. Sie trainierten ein neuronales Netzwerk mit einer Input- und Output-Schicht auf das Verhalten von Rotkäppchen im Wald: Hat jemand große Ohren, große Augen und große Zähne ("Wolf"), dann sollte es weglaufen, schreien und den Holzfäller suchen; ist hingegen jemand feundlich, runzelig und hat ebenfals große Augen ("Großmutter"), dann sollte es sich nähern, auf die Wange küssen und Essen anbieten. Wenn nun bei einem solchen künstlichen Neuronalen Netzwerk zwischen Input- und Outputschicht eine weitere Schicht Neuronen ("hidden layer") eingezogen und das Netzwerk in obiger Weise (ebenfalls durch Fehlerrückmeldungen) trainiert wird, dann bilden sich in den Zwischenneuronen die zu lernenden Eigenschaftskonfigurationen auch begrifflich ab. Seite 210, Abb. 7.2
- Viele der Leistungen biologischer Speicher können mittels künstlicher neuronaler Netzwerke erforscht werden. Welche davon (Simulationen) kennst du? z.B • Simulation von Vorstellungen (Abb. 7.1 mit Gesichtern) • Eigenschaftsräume im Kortex • Reiz-Reaktions Prozesse (Abb. 7.2 Rotkäppchen) • Klassifikationsprozesse (Abb. 7.2 Rotkäppchen)
- Wie kann die Geschwindigkeit des Einprägens und des Vergessens dargestellt werden? Bzw. was kann darüber ausgesagt werden? Was besagt das Potenzgesetz des Lernens/Vergessens? Dichte Wiederholungen von Erfahrungen lösen einen raschen Lernprozess aus. • Potenzgesetz des Lernens: (= power law of learning; Newell und Rosenbloom, 1981) Es besagt, dass erste Wiederholungen von gleichartigen Erfahrungen relativ schnell zur Einprägung führen und die nachfolgenden immer langsamer werden. Der erzielte Lernfortschritt kann mittels einer positiven Potenzfunktion beschrieben (0,0 > Exponent < 1,0; Anderson, 2000) werden. (Abb. 7.3, Seite 211) • Potenzgesetz des Vergessens: (= power law of forgetting) Die Geschwindigkeit der Löschung von "statistisch unnützen" (= nicht durch Aktivierung oder Emotionalität gefestigt) Einprägungen lässt sich auch annähernd durch eine Potenzfunktion beschreiben. Gedächtnisinhalte werden anfangs sehr rasch und dann immer langsamer vergessen. BEISPIEL: Seite 211 Abb. 7.3 Experiment von Pirolli und Anderson (1985)
- Wie lauten die Potenzfunktionen für die Geschwindigkeit des Vergessens und des Einprägens? 1. Geschw. d. Einprägens Z = 1,40 * T-0,24 2. Gesch. d. Vergessens E = 47,56 * S-0,126
- Wie lauten die Potenzfunktionen für die Geschwindigkeit des Vergessens und des Einprägens? 1. Geschw. d. Einprägens Z = 1,40 * T-0,24 Seite 211, Abb. 7.3 2. Gesch. d. Vergessens E = 47,56 * S-0,126 Seite 212, Abb. 7.4 Herman Ebbinghaus lernte sinnlose Silben auswendig, bis er sie 2 Mal wiederholen konnte. Danach hat er versucht zu verschiedenen Zeitpunkten die Liste nochmal zu erlernen und notierte sich, wie viel Lernzeit er sich dabei in Prozenten spart. (Also, wenn man etwas schonmal gelernt hat, kann man sichs ja das 2. Mal schneller einprägen) Daraus entstand die Vergessenskurve.
- Was ist laut Anderson (2000) die Ursache für die schnelle Vergessensbereitschaft? Sie liegt in der evolutionären Anpassung des Gedächtnissystems an die jeweilige "statistische Struktur der Realität". (d.h. Dinge wiederholen sich oft bzw. in bestimmten Zeiträumen) Als Indiz für diese Annahme führt er die Themen in den Headlines von Zeitungen an, deren Wahrscheinlichkeit, an einem bestimmten Tag in der Zeitung vorzukommen, sich relativ exakt über die (negative) Potenzfunktion ihres Erscheinens in vorangegangenen Zeitungsausgaben errechnen lässt.
- Nenne verschiedene Beeinträchtigungen des Gehirns bzw. durch was das Gehirn beeinträchtigt werden kann und was dies auslösen kann. Beeinträchtigungen des Gehirns können durch Traumen, Infarkte, Drogenmisbrauch, Mangelernährung, etc. herbeigeführt werden. Diese Beeinträchtigungen können massive Gedächtnisausfälle auslösen. z.B. chronischer Alkoholmissbrauch kann zu einer Mangelernährung (Vitamin B1-Mangel) und dieser zu einer Gedächtnisschädigung führen.
- Beschreibe das Wernicke-Korsakoff-Syndrom. Das Wernicke-Korsakow-Syndrom ist eine ungewöhnliche Form der Amnesie, bei der es sich um die Kombination zweier Krankheitsbilder handelt: eines akuten Verwirrtheitszustands (Wernicke-Enzephalopathie) und einer länger anhaltenden Amnesie (Korsakow-Amnesie). Bei diesem sogenannten Wenicke-Korsakow-Syndrom treten neben anderen Symptomen (Bewegungs-, Denk-, und Sprechstörungen -> Wenicke-Enzephalopathie) relativ massive Gedächtnisausfälle bzw. Amnesien (Korsakow-Amnesie) auf. Die Erinnerungsstörungen reichen dabei sowohl in die Vergangenheit, z.B.: erkennt der Patient berühmte Persönlichkeiten nicht wieder ("retrograde Amnesie"), als auch in die Zukunft, sodass keine neuen Erlebnisse mehr eingeprägt werden können ("anterograde Amnesie"). Allerdings betrifft diese Merkstörung nur das explizite, nicht aber das implizite Gedächtnis, sodass gelernte Vokabeln zwar nicht reproduziert oder wiedererkannt werden, aber bei teilweiser Darbietung der Worte zumindest richtig ergänzt werden können. (im "Wortergänzungstest") implizite Gedächtnis: jener Teil des menschlichen Gedächtnisses, der sich auf Erleben und Verhalten des Menschen auswirkt, ohne dabei ins Bewusstsein zu treten expliziten Gedächtnis: Gedächtnisinhalte bewusst und können daher auch berichtet werden
- Definiere den Begriff Amnesie. Gedächtnisverlust, der durch Verletzung, Krankheit, Drogenmissbrauch oder andere Gehirnbeeinträchtigeungen hervorgerufen werden kann.
- Bei operativer Entfernung welchen Teils des Gehirns bzw. des Limbischen Systems tritt eine Amnesie auf? Beschreibe diese Art der Amnesie und nenne ein bekanntes Beispiel. Bei einer operativen Entfernung der Hippocampi (basale (= untere) Anteile des Limbischen Systems ) tritt eine anterograde Amnesie auf. Die Hippocampi liegen in den Temporallappen. Bsp. Patient H.M. Ihm wurden wegen epileptischen Anfällen Teile der Temporallapen entfernt. Dies führte zu einer dauerhaften Einprägungsstörung, bei ansonsten erhaltender Intelligenz. → anterograde Amnesie
- Vergessenstheorie: Nenne und beschreibe die drei Ursachen für Vergessensprozesse. 1. Verfall Ausprägungsstärke von Nervenverbindungen nimmt ab. →Zerfall von nervösen Gedächtnisspuren im Gehirn ("Engrammen") = Folge des neuronalen Stoffwechsels, des Absterbens von Nervenzellen oder von unsystematischen Stör- und Wechselwirkungen im Nervensystem 2. Interferenzen Im Zentralnervensystem werden große Mengen an Informationen zeitgleich als auch nacheinander gespeichert. Deswegen überlappen und beeinflussen sich Informationsteile. Die Interferenzen sind geringer, wenn zwischen Speicherprozessen Pausen gemacht werden oder die Lernmaterialien nicht verwechselbar sind. Somit können sich deren postmentale Erregungen in Ruhe konsolidieren. postmental: Postmentale Prozesse sind unbewusste Vorgänge im Gehirn, die nach einer Lernphase das Einprägen des Lerninhaltes vornehmen. konsolidieren: sichern, festigen interferieren: sich überlagern 3. Abrufstörung Wissen ist optimal aufgenommen und gefestigt, kann aber nicht wiedergegeben werden. Warum? → Keine assoziativen Verknüpfungen zwischen Abrufinhalten (Frage) und gespeicherten Wissensinhalten. z.B.: Wenn einem etwas auf der Zunge liegt. Wichtig fürs Abrufen von Inhalten: Kontexteffekt →Wenn zwischen der Situation des Einprägens und jener der Prüfung eine möglichst große Übereinstimmung der psychischen und physischen Merkmale gegeben ist.
- Was passierte im Experiment von Godden und Baddeley (1975) ? Thema: Kontexteffekt, Abrufstörung (Ursachen von Vergessen) Taucher lernten Listen von Worten sowohl im Land als auch im Wasser. Geprüft wurde in gleichem oder verdiesenem Kontext. Die Reproduktionsleistungen waren bei Übereinstimmung zwischen Lern- und Prüfsituation um 10-12% der Gesamtlernleistung besser als bei Nichtübereinstimmung.
- Thema: Kurzzeitspeicherung In welche Arten wird das Gedächtnis unterteilt? Ultrakurzzeitgedächtnis Kurzzeitgedächtnis Langzeitgedächtnis
- Was ist das ikonische Gedächtnis? Das ikonische Gedächtnis ist Teil einer Modelvorstellung aus der Gedächtnispsychologie und bezeichnet den Teil des sensorischen Gedächtnisses (auch Ultrakurzzeitgedächtnis), welches für die visuelle Aufnahme von Reizen und Informationen zuständig ist.
- Was ist das eidetische Gedächtnis? Fotografisches Gedächtnis