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Grundlagen der Personal- und Führungsforschung (Subject) / 19_Empowerment, Agilität und Nudging (Lesson)

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This lesson was created by Leobinho96.

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  • Warum bilden größere Organisationen überhaupt Hierarchien aus? o   Kanalisierung von Arbeitshandlung auf wiederkehrende Vorzugszustände o   Komplexitätsreduktion o   Effizienz durch Standards o   Kontrollfunktion, Stabilisierung von Machtkonstellationen o   Minimierung von Zuständigkeitskonflikten
  • Netzwerkstruktur in Start-ups – was sind die Vorteile? o   Schnelle Aufnahme und Übersetzung von Impulsen von innen und außen o   Hohe Adaptationsfähigkeit o   Hohe Innovationsfähigkeit o   Wir-Gefühl, Teamklima, Identifikation
  • Definition Agilität o   Beschreibt Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit der Organisation, um Handlungen schnell auf neue Zustände auszurichten o   Strukturen so ausgerichtet, dass unterschiedliche Zustände eingenommen werden können o   Wichtige Organisationskompetenz, um in dynamischen Umwelten agieren zu können
  • Agile Projektarbeit - Konsequenzen für die Projektarbeit o   Konsequente Orientierung am Kundenbedürfnis o   Flexible Aufgaben- und Funktionsausübung o   Empowering Leadership statt direkter Führung
  • Scrum-Methode o   Kurze Sprints mit kurzen täglichen Scrum Meetings o   Project Backlog o   Product Owner, Scrum Master, Team
  • Demokratische Organisation o   Führung --> Mitarbeiter haben Mitentscheidung über Besetzung von Führungspositionen – Wahl auf Zeit o   Souveränität --> MA bestimmen weitestgehend über Arbeitsort, -zeit, -stil und Schwerpunkte o   Vielfalt und Chancenfairness --> Diversität in Teamzusammensetzung – faire Auswahlverfahren o   Gesundes Unternehmen --> Teilhabe an Erfolgen – Ausgleich von Belastungen
  • Strukturelles und Psychologisches Empowerment --> wichtig o   Strukturelles Empowerment §     MA mit umfassendem Zugang zu Informationen und Wissen §     Entscheidungsautonomie §     Freiraum zum Umsetzen des Ideenpotenzials §     Selbstkontrolle und Eigenverantwortung für das Ergebnis        Erfolgserlebnisse durch Ergebniszuschreibung o   (flankiert durch) Psychologisches Empowerment §      Kontinuierliche Kompetenzentwicklung §      Selbstvertrauen in eigene Leistungsfähigkeit §      Mentale Stärkung der MA
  • Full Range of Leadership 4.0 o   Führung durch passive Kontrolle (ineffektiv und passiv-vermeidend) §     Eingreifen nur im Notfall o   Führung durch aktive Kontrolle §     Konsequentes Verfolgen von Fehlern §     Aktives Fehler-Monitoring o   Leistungsorientierte Belohnung §     Leistungen deutlich machen §     Anerkennung/Wertschätzung o   Strategische Führung §     Durchsetzung §     Transparenz/Integrität §     Reflexion – optimierendes Handeln §     Netzwerkfähigkeit §     Prioritäten setzen o   Transformationale Führung §     Inspirieren und Motivieren §     Vorbild durch Vertrauen und Respekt §     Vorbild durch Leistung §     Anregung von innovativem Denken o   Empowerment und Kompetenzentwicklung
  • Eigene empirische Untersuchung zur Implementierung agiler Projektarbeit - Hintergrund + untersuchte Dimensionen o   Datenerhebung in IT-Dienstleistungsunternehmen mit Kunden aus dem E-Commerce o   Einführung agiler Teams kurz vor Beginn der Datenerhebung o   Agile Teams nur innerhalb der Entwicklungsabteilung o   Vergleich mit nicht-agilen Teams im Unternehmen o   Fragebögen und Interview mit Personalchefin o   Untersuchte Dimensionen §      Empowerment ·         Selbstorganisation und Autonomie zentrale Aspekte ·         Gemeinsame Verantwortung im Team §     Engagement ·         Basis mehr auf Menschen als auf Strukturen und Regeln ·         Individuelles Engagement und persönliche Hingabe wichtig §  Dynamische Fähigkeit ·         Anpassungsfähigkeit an dynamische Umwelt
  • Eigene empirische Untersuchung zur Implementierung agiler Projektarbeit - Ergebnisse §  Empowerment und Dynamische Fähigkeiten gestiegen und über traditionellen Teams §  Engagement etwa gleich §  Offene Statements zeugen von Koordinationsproblemen §  Führung und Struktur der agilen Teams werden kritisiert Interview mit Chefin: §  In der Entwicklung zwei verschiedene Teams – neues System (Maintenance und Bugfixing) und neues System ·         Neues System mit deutlich höheren Werten ·         Anderes System hat gar nicht klassisch agil gearbeitet §  zu geringe Routine in Prozessen §  neue FK mit Erfahrung im agilen Arbeiten §  unternehmensweites Führungsmodell unter dem Motto Empowering Leadership ·         FK Rolle des Coaches ·         Team trifft eigenständig Entscheidungen --> Höhere Selbstorganisation bedeutet nicht weniger Routinen und Struktur --> Mehr Empowerment heißt nicht weniger Führung
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  • Resümee aus eigener Forschung §  Agiles Arbeiten per se bringt keine Effizienzvorteile §  Grundprinzipien müssen verstanden und verinnerlicht werden §  Erfordert Rückkoppelungsroutinen und Feedback, um sich kontinuierlich auf Kundenbedürfnisse einzustellen §  Selbstorganisation innerhalb dieses Rahmens §  Empowering Leadership flankiert agile Teamarbeit §  Erfordert Rollenwechsel der FK --> keine Laissez-faire-Führung
  • Unterschied zwischen Empowerment und Laissez-faire o   Rolle FK §     Empowerment: aktiv dienen und coachend – Befähigung zum Selbstmanagement §     Laissez-faire: Handelt und unterstützt auf Anfrage o   Strukturen §     Empowerment: gestaltet bewusst, um Zugang zu Informationen zu sichern §     Laissez-faire: bleiben unhinterfragt und werden nicht geändert o   Bild vom MA §     Empowerment: werden gefördert und gefordert §     Laissez-faire: sind Mitläufer im System o   Entscheidungs- und Ergebnisverantwortung §     Empowerment: liegt beim MA §     Laissez-faire: nicht klar definiert o   Kontrolle §     Empowerment: Selbstkontrolle        Laissez-faire: liegt bei Organisation
  • Kollaboration im Adaptive Space als Weg zur Wertschöpfung o   beschreibt das Ausmaß der Freiheit eigene Ideen zu entwickeln und im Unternehmen                   auszutauschen      Weitläufige Meinung, dass FK Konflikte managen und reduzieren muss o   Dabei entsteht Innovation durch und im Spannungsfeld §       Nicht durch Auflösung des Spannungszustandes
  • Nudging als indirekte Beeinflussung von Entscheidungsverhalten o   Anstupsen bezogen auf Entscheidungsverhalten o   Entscheidungen nicht vorgegeben, aber durch entscheidungsuntersützende Heuristiken indirekte Beeinflussung
  • Relevanz von Nudging für betriebliches Entscheidungsverhalten o   Direkte Konsequenzen einer Entscheidung werden höher gewichtet als langfristige Folgen o   Art der Informationsaufbereitung beeinflusst Wahl von Entscheidungsalternativen o   Soziale Normen und Wunsch nach Selbstdarstellung beeinflussen Entscheidungsverhalten ----> Nudging momentan eher für das individuelle Coaching – weniger für kollaborative                      Entscheidungsprozesse im Team