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Psychologie (Subject) / Steop A2 19/20 (Lesson)
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- Benjamin Samuel Bloom (1913-1999) Das 2 Sigma Problem: Die Suche nach der Erziehungsmethode, die eine beliebige Person unter die besten 2 % bringt
- László Polgár verfasste vor 40 Jahren das Buch „Bring up Genius“! und was noch? „Genies werden gemacht, nicht geboren.“ Um den Beweis antreten zu können, suchte er eine Ehefrau, die bereit war, dies mit ihm zu prüfen. Die Fremdsprachenlehrerin Klára war an der Studie interessiert. Kinder wurden durch gezielte Förderung ultra fetzig in Schach Folglich schein 2 Sigma durchaus möglich zu sein!
- Effektstärken verschiedener schulischer Maßnahmen Maßnahme Anzahl Studien Δ Angepasste Lerntempi 13 .88 Enrichment 20 .55 Pull-Out-Programme 9 .47 Leistungshomogener Unterrichtung 23 .32
- Was ist die effektivste Fördermethode? Mentoring!!!
- Warum ist Mentoring so effektiv? Individuell zugeschnittene Lernumgebung • Aufbau von Lernkompetenzen • Motivierendes Lernumfeld
- Merkmale von Selbstreguliertem Lernen (= SRL) Lernende, die ihr eigenes Lernen kompetent regulieren, sind in der Lage… • sich selbstständig Lernziele zu setzen, • dem Inhalt und Ziel angemessene Techniken und Strategien auszuwählen • und sie auch einzusetzen. • Ferner halten sie ihre Motivation aufrecht, • bewerten die Zielerreichung während und nach Abschluss des Lernprozesses und • korrigieren - wenn nötig - die Lernstrategie.
- Gründe für SRL • Direkt nachweisbare positive Effekte auf die Leistung • Verbessertes Lernverhalten • Zuwächse in der Motivation • Grundlage zum Lebenslangen Lernen • Überwinden von Leistungsbarrieren
- Was ist „Bildung“? Formale und Inhaltliche Ebene Formale Ebene: Produkt = überdauernde Ausprägungen der Persönlichkeit eines Menschen Prozess = Aufbau und soziale Vermittlung dieser (gesellschaftlich wünschenswerten) Persönlichkeitsausprägungen Inhaltliche Ebene: Bewertung historisch und sozial beeinflusst; pendelte zwischen einem humanistischen (ganzheitlichen) Bildungsideal und einem Verständnis, das sich an gesellschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Anforderungen orientiert derzeit:beruflich-fachliche Qualifikationen und soziokulturelle Kompetenzen
- Definition - Bildungspsychologie Die Bildungspsychologie beschäftigt sich aus psychologischer Perspektive mit allen Bildungsprozessen, die zur Entwicklung von Bildungskomponenten beitragen, sowie mit den Bedingungen, Aktivitäten und Maßnahmen, die diese Prozesse gemäß psychologischer Theorien/ Modelle beeinflussen können
- Gegenstand von Bildungspsychologie: Erforschung von • Bildungsprozessen • Bildungsprodukten Eingriff in • Bildungsgeschehen (Weiterentwicklung)
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- Evaluationen sollen 4 grundlegende Eigenschaften aufweisen Nützlichkeit, Durchführbarkeit, Fairness, Genauigkeit
- Was ist Evaluation? Evaluationsforschung untersucht wissenschaftsgestützt unter Berücksichtigung geltender Standards die Effektivität (Ausmaß der Zielerreichung) und Effizienz (Verhältnis von Aufwand und Nutzen) von Gegenständen
- Gegenstände der Evaluation nach Westermann • Programme, Maßnahmen, Interventionen • Einrichtungen und Organisationsteile • Techniken und Methoden • Produkte und Personen • Prozesse und Netzwerke
- Was ist Bildungsmonitoring? und wozu dient es • dient zur Rückmeldung über Ist-Zustände im Bildungssystem • soll bei der Steuerung des Systems helfen (durch Bildungsergebnisse und Bildungsprozesse) • bedient sich empirischer Verfahren • gezielte Erfassung von Indikatoren, die bestimmte Aspekte der Ergebnisqualität repräsentieren schließt meist eine Testkomponente ein, die den „Output“ von Bildungssystemen erfasst • Erhebung von Bildungsergebnissen wird auf grundlegende Kompetenzen konzentriert, die für nachfolgende Bildungsprozesse bedeutsam sind und die zugleich empirisch zuverlässig erfasst werden können • gibt keine umfassende und flächendeckende Beobachtung von Bildungssystemen; auch ein Monitoring folgt eingeengten Fragestellungen • Stichprobenziehung ist so angelegt, dass Aussagen über Populationen möglich sind • stellt die Datenbasis für Bildungsberichte bereit, die Informationen auswerten, vergleichen, thematisch gruppieren und für die Öffentlichkeit aufbereiten
- Baseline-Evaluation: IST-Stand Analyse zur Beschreibung der Ausgangssituation, wichtig für Vergleich mit Situation nach Maßnahm
- Prospektive Evaluation: Bewertung einer Programmkonzeption, zur Abschätzung der Realisierbarkeit der Maßnahme sowie möglicher Nebeneffekte
- Formative Evaluation: Beschreibung und Bewertung von Programmimplementation, Zielsetzungen und Umsetzungen; gezielte Rückmeldungen zur Programmoptimierung
- Summative Evaluation: Prüfung der Wirksamkeit des Programms/der Maßnahme in Bezug auf die gesetzten Ziele unmittelbar nach Programmabschluss
- Evaluation der Programmeffizienz: Bewertung der Ökonomie des Programms/der Maßnahme (KostenNutzen-Relation)
- Impact Evaluation: Bewertung der nachhaltigen Effekte von Programmen/Maßnahmen; geht weit über direkte Ziele hinaus
- Selbstevaluation: Mitglieder einer Institution/Organisation bewerten sich bzw. ihre Maßnahmen selbst
- Evaluation als strategisches Instrument: • Nutzung des Evaluationsprozesses zur Erhöhung von Motivation und Leistung der MitarbeiterInnen • Evaluation als Durchsetzungshilfe für eine (positive) Entscheidung, als Umsetzungshilfe für eine wenig akzeptierte Entscheidung bzw. zur Verantwortungsdelegation für eine negative Entscheidung • Symbolische oder ritualisierte Funktion von Evaluation: Durchführung nur zur Erfüllung gesetzlicher Vorschriften oder Vorgaben von GeldgeberInnen bzw. EntscheidungsträgerInnen
- Funktionen und Nutzung von Evaluationen blbbv Erkenntnis-/Aufklärungsfunktion wissenschaftliche Erkenntnisse über Eigenschaften und Wirkungen von Interventionen Optimierungsfunktion Potentiale finden um Stärken bzgl. der Interventionsziele auszubauen und Schwächen zu beseitigen Kontrollfunktion korrekte Umsetzung der Maßnahme; ist die Effektivität und Effizienz der intendierten Maßnahmenziele gegeben? Treten Nebenwirkungen auf? Entscheidungs-/Steuerungsfunktion Entscheidungen über Auswahl, Umsetzung, Weiterentwicklung und Nutzung von Interventionen Legitimationsfunktion Rechtfertigung der Durchführung und Entwicklung der Intervention nach außen
- Ebenen der Evaluation nach Kirkpatrick Ebene 1 – Reaktion: Erfassung der Akzeptanz einer Maßnahme/eines Programms Ebene 2 – Lernen: Erfassung des Ausmaßes, in dem TeilnehmerInnen an einer Maßnahme/einem Programm als direkte Folge der Teilnahme ihr Wissen bzw. ihre Fertigkeiten erweitert oder ihre Einstellungen verändert haben Ebene 3 – Verhalten: Erfassung des Transfers des Gelernten in den Alltag Ebene 4 – Ergebnisse: Erfassung der Veränderungen auf Organisations- bzw. Systemebene
- Bewertung und Qualitätssicherung von Evaluationen (30 bzw. Standards) FAUP • Nutzen (Utility) • Machbarkeit (Feasibility) • Fairness (Propriety) • Genauigkeit (Accuracy)
- Welche Fragen sind bei Evaluationen immer zu stellen? • Welche Ziele sollen mit der Maßnahme erreicht werden? • Woran erkennt man die Zielerreichung? • Wie sollen diese Ziele erreicht werden? • Sind die entsprechenden Ressourcen vorhanden?
- Idealverlauf der Evaluation einer Curriculumsreform 1. IST-Stand-Analyse alter Studienplan (Baseline) 2. Evaluation der Studienplankonzeption (prospektiv) 3. Evaluation der Implementierung des neuen Studienplans (Prozess) 4. Ergebnisevaluation neuer Studienplan (Outcome; Vergleich mit altem Studienplan) 5. Summative Evaluation zur Überprüfung langfristiger Wirkungen (Impact)
- Was ist Psychologische Diagnostik? Psychologische Diagnostik ist eine Teildisziplin der Psychologie. Sie dient der Beantwortung von Fragestellungen, die sich auf die Beschreibung, Klassifikation, Erklärung oder Vorhersage menschlichen Verhaltens und Erlebens beziehen. Sie schließt die gezielte Erhebung von Informationen über das Verhalten und Erleben eines oder mehrerer Menschen sowie deren relevanter Bedingungen ein. Die erhobenen Informationen werden für die Beantwortung der Fragestellung interpretiert. Das diagnostische Handeln wird von psychologischem Wissen geleitet. Zur Erhebung von Informationen werden Methoden verwendet, die wissenschaftlichen Standards genügen
- Psychologisches Diagnostizieren als Prozess Klärung der Fragestellung Gewinnung von Untersuchungshypothesen / Anforderungsprofil Auswahl diagnostischer Verfahren Anwendung und Auswertung diagnostischer Verfahren Interpretation und Beantwortung der Fragestellung Empfehlungen und Maßnahmenvorschläge
- • 10 Gütekriterien der Psychologischen Diagnostik Objektivität, Reliabilität, Validität, Normierung, Skalierung, Ökonomie, Zumutbarkeit, Fairness, nützlichkeit, unverfälschbarkeit
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- Weitere Erhebungstechniken Diagnose • Anamnese • Exploration • Verhaltensbeobachtung • Biographisches Inventar • Assessment-Center
- Anwendungsfelder psychologische Diagnostik • Auswahldiagnostik • Therapieanleitende Diagnostik • Förderungsorientierte Diagnostik
- Ausbildungs- und berufsbezogene Eignungsdiagnostik • Bestenauswahl • Arbeits- und Anforderungsanalyse als Grundlage • Geregelt in der DIN33430 (ÖNORM D-4000)
- Therapieanleitende Diagnostik • Ist-Zustand vs. Soll-Zustand • Beschreibung von vorliegenden Problemen • Klassifizierung von Störungen • Explorieren von Entstehung und Verlauf • Verfolgen von Intervention und Symptomatiken • Evaluation von Therapieerfolg • Gesundheitspsychologische Fragestellungen
- Förder- und Eignungsdiagnostik im schulischen Kontext • Förderdiagnostik • Einzelfallhilfe bei Defiziten • Schuleingangsdiagnostik • z.B.: Rückstellung vs. Förderung
- • Prävalenz von psychischen Erkrankungen bei österreichischen Jugendlichen (10-18 Jahre): Punktprävalenz: 23,9% Lebenszeitprävalenz: 35,8% • Über 40% erfüllten die Kriterien für zwei oder mehr Störungen. • Weniger als die Hälfte befand sich in Behandlung. • Circa 20% der unbehandelten Jugendlichen wären an einer Behandlung interessiert.
- Definition von psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen Eine psychische Störung liegt dann vor, wenn das Verhalten und/oder Erleben bei Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren (a) abweichend ist (im Sinne einer Normabweichung) und/oder (b) zu einer Beeinträchtigung führt
- Was bedeutet «Normabweichung»? Statistische Norm (Der-/diejenige, der/die der Mehrheit angehört.) Ideale Norm (Der-/diejenige, der/die ohne Beschwerden lebt.) Funktionelle Norm (Der-/diejenige, der/die die Aufgaben erfüllt.) Soziale Norm (Der-/diejenige, der/die gesellschaftsfähig lebt.)
- Unterschiede im KIndesalter determiniert durch Genetik, unterschiedliche Behandlung durch das soziale Umfeld, Unterschiedliche Reaktionen auf gleichartige Erfahrungen. Wahl unterschiedlicher Umgebungen.
- Kriterien der Normabweichung in der KPKJ (1) Angemessenheit hinsichtlich Alter/Entwicklung (2) Persistenz der Symptome (3) Lebensumstände (4) Soziokulturelle & ökonomische Rahmenbedingungen (5) Ausmaß der Störung (6) Verhaltensänderung (7) Situationsspezifität
- Biopsychosozialer Ansatz Es wird davon ausgegangen, dass jede Fehlentwicklung bei Kindern und Jugendlichen von verschiedenen 1. biologischen (genetischen, biochemischen und neuropsychologischen) 2. psychischen (kognitiven und affektiven) und 3. sozialen (familiären und außerfamiliären) Risikofaktoren verursacht und aufrechterhalten wird.
- Zusammenfassend sind klinisch bedeutsame Phänomene im Kindes- und Jugenalter von außergewöhnlichem Schweregrad, nicht vorrübergehend, für die Entwicklungsphase unangemessen und mit starker Beeinträchtigung in verschiedenen Bereichen verbunden.
- Zusammengefasst sind psychische Erkrankungen im Jugendalter von außergewöhnlichem Schweregrad, nicht vorrübergehend, für die Entwicklungsphase unangemessen und mit starker Beeinträchtigung in verschiedenen Bereichen verbunden.
- Internationale Klassifikation Psychischer Störungen ICD-10 Intelligenzminderung (F7) • Entwicklungsstörungen (F8) • Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend (F9)
- Multiaxiales Klassifikationsschema für psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters MAS (R • Achse I: Klinisch-psychiatrisches Syndrom • Achse II: Umschriebene Entwicklungsstörungen • Achse III: Intelligenzniveau • Achse IV: Körperliche Symptomatik • Achse V: Assoziierte aktuelle abnorme psychosoziale Umstände • Achse VI: Globalbeurteilung der psychosozialen Anpassung
- die 4 häufigsten psychischen Störungen bei Kinder und Jugendlichen Angstörungen 2,4%-11.4% Störung des Sozialverhalten 2.4 -7.6 Hyperkinetische Störungen/ADHS 2.4-7.0 Depressive Störungen 0.9-5.4
- Multifinalität Aquifinilatität Verschieden Entwicklung gleiche Störung, gleiche Entwicklung verschiedene Störungen.
- Was ist die Klinische Psychologie? Anwendungsfach der Psychologie • Erforschung, Diagnostik und Behandlung gestörten bzw. abweichenden Erlebens und Verhaltens •Interventionen zur Vorbeugung bzw. Behandlung
- • Klinische Psychologie vs Psychiatrie psycahtrie teilgebiet der medizien, dürfen medikamente verschreiben
- Klinische Psychologie vs Psychoanalyse Moderne Psychologie und psychologische Interventionen in vielen Bereichen von psychoanalytischpsychodynamischem Ideen durchdrungen »Reaktion oder Gegenreaktion auf psychodynamische Theorien