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Psychologie (Subject) / 6) Verhaltenstherapie (Repetitorium 3. Auf. (2017)) (Lesson)

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  • Was sind mögliche Nebenwirkungen von Entspannungsverfahren? vermehrte Selbstbeobachtung Depersonalisations- und Derealisationssymptome durch veränderte Körperwahrnehmung Angst, z.B. vor Kontrollverlust
  • Was sind Kontraindikationen von Entspannungsverfahren? akute Psychosen Angst vor Kontrollverlust Atemwegserkrankungen Demenz Herzfunktionsstörungen Hypotonie Hypochondrie Migräneanfall  neurologische Störungen schwere Depression: Depersonalisations- und Derealisationserleben als Nebenwirkung Zwang ------------- Alaba d' himmelhohe MaiNZSer
  • Indikationen für Imagination! Angststörungen onkologische Erkrankungen Schmerz psychosomatische Störungen --------------------- AOSPS
  • Nennen Sie Trainings zur Vermittlung von Selbstsicherheit! GSK: Gruppentraining sozialer Kompetenzen (Hinsch & Pfingsten) ATP: Assertiveness (Selbstbehauptungs)-Trainingsprogramm (de Muynck und Ullrich)          strukturiertes und standardisiertes Gruppentrainingsprogramm VTP: Verhaltenstrainingsprogramm zum Aufbau sozialer Kompetenzen (Feldhege und Krauthahn) PET: Personal Effectiveness Training (Liberman)
  • Nennen Sie die 6 Stufen der Veränderungsbereitschaft nach Prochaska & di Clemente! Precontemplation (Phase der Absichtslosigkeit), wenig drängend Informationen zu negativen Folgen des Konsum geben Contemplation (Phase der Absichtsbildung) Aufbau von Problembewusstsein, positive Folgen der Veränderung herausarbeiten Preparation (Vorbereitungsstadium) realistische Veränderungsziele definieren, erste Schritte unternehmen Action (Handlungsstadium) ernsthafter Abstinenzvorsatz und Beginn der Veränderung, z.B: Entgiftung, Besuch einer Selbsthilfegruppe Maintenance (Aufrechterhaltungsstadium) Kompetenzen zur Bewältigung von Rückfällen vermitteln Termination (Aufrechterhaltung) dauerhafter Ausstieg
  • Was ist ein Cue-Exposure? absichtliche in-vivo-Konfrontation mit persönlich relevanten Auslöserbedingungen mit dem Ziel, Craving auszuhalten und Situation abstinent zu bewältigen
  • Was sind die 4 Behandlungsprinzipien des Motivational Interviewing? Empathie Entwicklung von Diskrepanzen geschmeidiger Umgang mit Widerstand Stärkung der Änderungszuversicht
  • Integriertes Psychologisches Therapieprogramm (IPT) nach Roder et al. weit verbreitets, überwiegend verhaltenstherapeutisch orieniertes, effizientes Gruppentherapieprogramm: 5 Module, 6-8 Pat, Dauer von ca. 3 Monaten Behandlung von: kognitive Defizite soziale Defizite  emotionale Inhalte
  • BDI-II (Beck-Depressions-Inventar (Hautzinger et al.) Ergebnisse erlauben nicht, Vorliegen einer Störung zu diagnostizieren, sondern geben über Schwere der depressiven Symptomatik Auskunft: bis 8: keine Depression9-13: minimale Depression14-19: leichte Depression20-28: mittlschwere Depressionab 29: schwere Depression veränderungssensitiv-> Einsatz zur Therapieevaluation sinnvoll
  • Interpersonelle Psychotherapie (IPT) nach Weissman, Markowitz, Klerman = evidenzbasiertes Verfahren, das ursprünglich für ambulante Behandlung unipolarer Depressionen entwickelt wurde Depressionen: multifaktoriellverursachte Erkrankung, die sich stets in interpersonellen Kontext entwickelt ProblembereicheTrauer (nach Tod einer wichtigen Bezugsperson)Rollenkonflikt (Streit mit einer anderen bedeutenden Person)Rollenwechsel (Veränderung im Leben)interpersonelle Defizite (keines der genannten kritischen Lebensereignisse trifft zu) 12-20 Sitzungen: nach Fokusbildung werden Bindungs- und Beziehungsmuster und Kommunikationsstrategien des Pat. bearbeitet 2014: IPT wurde vom Wissenschaftlichen Beirat die wissenschaftliche Anerkennung für die Behandlung von affektiven Störungen und Esstörungenbei der Therapie Erwachsener zugesprochen (bei Kindern war Anzahl der vorgelegten Studien zu gering, keine Anerkennung)
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  • Panikstörung - Der Teufelskreis der Angst nach Margraf und Schneider, 1990 Erklärt typischen Aufschaukelungsprozess der Panik: 1. Wahrnehmung bestimmter Körperempfindungen (z.B. Herzklopfen) - Zeichen von Gefahr2. Infolge dessen wird Gefühl der Angst ausgelöst (Bewertung)3. Angstempfinden löst physiologische Veränderungen durch sympathische Aktivierung aus (siehe autonomes Nervensystem) die wiederum zu veränderten körperlichen Empfindungen führen (z.B. Zittern, Hitzegefühl)4. Die Wahrnehmung dieser Veränderungen steigert die Angst
  • Unterschied zwischen einfach und komplexer Agoraphobie? einfacher Agoraphobie: Angst vor der Situation an sich komplexer Agoraphobie: Personen fürchten, dass sie in der Sit. Angst bekommen könnten ("Angst vor der Angst"/ bzw. den Konsequenzen der Angst)
  • Applied Tension Anspannung der großen Skelettmuskeln für 15-20 Sek., dann Lockerung zum Ausgangsniveau (KEINE Entspannung) Wiederholung alle 30 Sek. bei ersten Anzeichen eines Blutdruckabfalls (Schwindel, mulmiges Gefühl) -> Anwendung der Technik, bis Symptome abklingen Konfrontation erst durchführen, wenn Pat. Technik beherrscht! Konfrontation immer graduiert durchführen!
  • Theorie der "Behavorial Inhibition" Autor: Kagan Befunde zu Temperamentsunterschieden legen nahe, dass es vermutlich eine erblich bedingte Tendenz gibt, auf neuartige Reize und auf Reize, die Bestrafung oder Frustration signalisieren, eher -> gehemmt, scheu und zurückhaltend zu reagieren (Freezing) bei gleichzeitig hoher autonomer Erregung
  • Welche therapeutischen Ziele verfolgt das Modell von Clark und Wells zur Behandlung von sozialen Phobien? - Einüben eines Aufmerksamkeitsfokus auf externale Reize (Einüben einer sachlichen Beschreibung der Umgebungsreize) - Abbau von Sicherheitsverhalten - kognitive Umstrukturierung der irrationalen Selbst- und Fremdannahmen - Expositionsübungen in Rollenspielen und Verhaltensexperimenten (ggf. mit Videofeedback) und später in der Realität
  • Was besagt das Metakognitive Modell von Sorgen? Autor: Wells Typ-1-Sorgen - Vorsorge: Gesundheit, Finanzen, Prüfungen usw.: -> kein Unterschied zu Gesunden Typ-2-Sorgen= Metasorgen: Gedanken, die das eigene Sich-Sorgen als ungesund klassifizieren ("häufiges Sorgen ist gefährlich"); = Sorgen über die Sorgen: Sorge über das Auftreten der Sorge wird als bedrohlich erlebt, eine dauernde Beschäftigung damit ist das krank machende Element Kontrollversuche es werden dysfunktionale Versuche unternommen, die Sorgen zu kontrollieren (z.B. Gedanken unterdrücken, Ablenkung, Themenwechsel, Rückversicherungsverhalten) -> führen langfristig zur Steigerung der Sorgen, da Tendenz zu Vermeidungs- und Rückversicherungsverhalten eine Habituation an Sorgengedanken verhindert, da sie nicht zu Ende gedacht werden
  • Kognitives Modell nach Salkovski zu Zwängen Salkovski es sind Kognitionen, die ritualhaften Prozess eines Zwangs immer wieder in Gang setzen; nicht Gedanken und deren Inhalte sind problematisch, sondern Bewertung dieser Gedanken durch die Betroffenen vierstufiges Ablaufschema 1) aufdringlicher Gedanke 2) Bewertung des Gedankens als gefährlich, moralisch verwerflich oder fremdartig      -> starke Bedeutung wird Gedanken zu geschrieben 3) emotionale/ physiologische Unruhe 4) Neutralisieren/ Ritual: schafft kurzfristige Erleichterung (negative Verstärkung) --------------------- "Götze bewertet seinen Bauch als zu schwabblig und macht aus Angst (emotionale Unruhe) Liegestützen um sicherzugehen (Ritual zur Neutralisierung), dass er nicht dick ist." -> Rückkoppelungsprozess: erneute Erregung und Unruhe, da Neutralisieren nur kurzfristig funktioniert, gesamte Prozess wird wieder durchlaufen
  • Therapie von Zwängen 1) Konfrontation mit Reaktionsverhinderung    - Zwangshandlungen: Pat. wird angehalten, sich in Anwesenheit des Th. dem Stimulus auszusetzen (z.B: Geld anfassen) und das sonst folgende zwanghafte Ritual, das zuvor der Neutralisierung diente, zu unterlassen (Reaktionsverhinderung, z.B. Hände waschen) und sich auf Inhalt seiner Emotionen einzulassen (z.B: Ekel, Angst) - Zwangsgedanken: wichtig ist Unterscheidung in aufdringliche Gedanken mit Stimuluscharakter ("Ich könnte mein Kind umbringen") und neutralisierende Gedanken mit Reaktionscharakter (z.B. 5x vorsagen: "Ich habe alle Messer verräumt") zur Reduktion der Angst und Unruhe Tonbandaufnahme der Zwangsgedanken: Pat. hört sich diese so lange an und neutralisiert weder gedanklich noch auf Verhaltensebene, bis Angst gesunken ist (Habituation) wichtig: kognitive Vorbereitung! (Merke: Gedankenstopp ist kontraindiziert -> Versuch, einen aufdringlichen Gedanken zu unterdrücken, verstärkt diesen (Rebound-Effekt))  2) kognitive Umstrukturieung - zur Veränderung der Bedeutung, die den intrusiven Gedanken beigemessen wird bzgl. Themen wie Überschätzung von Gefahr und persönlicher Verantwortlichkeit 3) Abbau von Rückversicherungsverhalten, Risikoübungen (z.B. absichtlich Messer offen liegen lassen) 4) Medikation    trizyklische AD und SSRIs können angezeigt sein; bei rein medikamentöser Behandlung zeigen sich Rückfallquoten von 80-100% nach Absetzen der Medikation -> Kombi mit VT von großer Bedeutung!
  • Netzwerkmodell zur PTBS traumatische Erfahrung ist nicht wie anderes autobiographisches Wissen, sondern in "Hier-und-Jetzt"-Quaität in sogenannten Angstnetzwerken (Traumagedächtnis) gespeichert -> Furchstrukturen können leicht durch Schlüsselreize (Trigger  = lose mit Trauma verbundene Fakten: Gefühle, Gerüche..) aktiviert werden -> erklärt intrusives Wiedererleben
  • prolongierte Exposition in sensu = Theorie der emotionalen Verarbeitung (Foa & Kozak) Ziel: vollständige Aktivierung der Furchtstruktur: Pat. berichtet sein Erleben der Traumatisierung in Ich- und Gegenwartsform unter Einbezug aller Sinneskanäle, wobei aufkommende Kognitionen, Emotionen und Körperreaktionen zugelassen werden sollen (mehrfache Durchgänge, Tonbandaufnahme) Ziel: Habituation
  • IRRT: Imagery Rescripting & Reprocessing Therapie Smucker & Köster durch imaginatives Nacherleben in der Ich- und Gegenwartsform soll auch hier Furchtstruktur komplett aktiviert werden; Ziel ist nicht Habituation, sondern Assimiliation neuer, zu den bisherigen Elementen der Furchtstruktur inkompatibler Informationen (i.d.R. Entmachtung des Täters durch das aktuelle Ich, Entwicklung von Bildern der Tröstung und Versöhnung zwischen traumatisierten und aktuellem Ich)
  • EMDR: Eye Movement Desensitization and Reprocessing Shapiro Konfrontation mit der belastenden Erinnerung unter Nutzung bilateraler Stimulation, d.h. während der Konfrontation leitet der Therapeut den Pat. zu rhythmischen Augebenwegungen an wisschenschaftliche Beirat Psychotherapie hat EMDR zur Behandlung von PTBS bei Erwachsenen die wissenschaftliche Anerkennungzugesprochen
  • checking behavior ständige Kontrolle von Körperfunktionen, z.B. Blutdruck messen
  • Nennen Sie Faktoren, die eine Entstehung einer Essstörung begünstigen können! (4) 1) soziokulturelle Faktoren: soziokulturell vorgegebenes Schlankheits- und Fitnessideal in Industrienationen, familiäre Auffälligkeiten wie Rigidität oder Verstrickung 2) biologische Faktoren (genetische, neurochemische) 3) Personenfaktoren: geringe Stressverarbeitungs- und Problemlösefertigkeiten, geringes Selbstwertgefühl, irrationaler und verzerrter Denkstil 4) chronische Belastungen (z.B: Leistungsanforderungen, Überbehütung)
  • Psychopharmaka bei Essstörungen trizyklischen AD und SSRI
  • Techniken bei Schlafstörungen - Stimuluskontrolle -> Ziel, das Bett soll wieder zum diskriminativen Hinweisreiz für Schlafen und nicht mehr für Schlaflosigkeit, Grübeln etc. werden Instruktionen zur Stimuluskontrolle (nach Bootzin, 1972) • Gehen Sie nur zu Bett, wenn Sie müde sind. • Benutzen Sie das Bett nur zum Schlafen, d.h. nicht zum Lesen, Trinken, Rauchen, Fernsehen (sexuelle Aktivitäten ausgenommen). • Wenn Sie nach 10 Minuten noch wach sind, stehen Sie auf und gehen Sie in ein anderes Zimmer. Gehen Sie erst wieder ins Bett, wenn Sie sich müde fühlen. • Wenn Sie dann immer noch nicht einschlafen können, wiederholen Sie den vorhergehenden Schritt. • Stehen Sie jeden Morgen zur gleichen Zeit auf. • Schlafen Sie nicht tagsüber. - Schlafrestriktion (nach Spielman) • Verkürzung der Bettzeit auf die vom Patienten genannte Schlafdauer • Wenn der Patient in dieser verkürzten Bettzeit eine Schlafeffizienz von 85 % erreicht hat, wird die Bettzeit stufenweise wieder langsam ausgedehnt, z.B. wöchentlich um 30 Minuten
  • Ordnen Sie den sexueller Reaktionszyklus (Masters und Johnson) den sexuellen Funktionsstörungen zu! 1) ErregungsphaseMangel oder Verlust von sexuellem Verlangen (F52.0)Sexuelle Aversion F52.10gesteigertes sexuelles Verlangen F52.7 2) Plateauphasenichtorganischer Vaginismus F52.5nichtorganische Dyspareunie F52.6Versagen genitaler Reaktionen F52.2 3) OrgasmusphaseEjaculatio praecox F52.4Orgasmusstörungen F52.3 4) Rückbildungsphasemangelnde sexuelle Befriedigung F52.11
  • Behandlungen bei Errektionsstörungen und Ejakulatio praecox (sex. Funktionsstörungen) 1) Teasing-Methode  Anwendung bei Erektionsstörungen: durch gezielte Übungen (Stimulation- Erektion- Pause und deshalb nachlassende Erektion ...) -> Betroffene sollen Vertrauenin nicht willkürlich beeinflussbare Erektionsfähigkeit bekommen auch genannt Start-Stop-Methode 2) Squeeze-Technik  Anwendung bei Ejaculation praecox: kurz vor Ejakulation wird durch bestimmte Drucktechnik versucht, die Ejakulation zu stoppen; mehrere Durchgänge
  • Sensualitätstraining(sensate focus/ sensorische Fokussierung: Masters& Johnson) paartherapeutisches Behandlungsprogramm, bei dem das Paar zunächst Koitus-Verbot erhält, dann zuhause aufeinanderfolgende Streichelübungen mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad bis zum Koitus durchführen darf Teasing-und Squeeze-Technik
  • PLISSIT-Methode Autor: Annon= abgestuftes Modell zur Beratung bei sexuellen Störungen, hat aber auch bei anderen Beratungsanliegen heuristischen WErt 4 Stufen PermissionErlaubnis - Fachperson zeigt Akzeptanz und Toleranz bzgl. sexueller Problematik Limited Informationbegrenzte Informationsgabe - es werden Infos zu physiologischen, anatomischen und partnerschaftlichen Aspekten gegeben; sex. Mythen und Normenwerden geklärt specific suggestiongezielte Anregungen - es werden Vorschläge zur Verhaltensänderung erarbeitet, durchgeführt und besprochen intensive therapyintensive Therapie - wenn deutlich wird, dass Probleme in der Paardynamik hinter sexuellen Problemen stehen -> Behandlung entsprechend der Psychodynamik des Paares PLISSIT
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  • kognitiv-interpersonaler Ansatz von Beck & Freeman Basis: Vulnerabilitäts-Stress-Modell -> postuliert, dass Menschen mit PS eine biologische, genetische und erzieherisch bedingte Vulnerabilität für Entstehung einer PS besitzen Menschen mit PS weisen spezifische kognitive Schemata auf, die starr, unumgänglich und extrem sind -> führen zu verzerrter Informationsverarbeitung kognitive Schemata bedingen interpersonelle Strategien, die dazu dienen, die eigentliche Vulnerabilität zu schützen -> ungünstige Interaktionserfahrungen und Bestätigung der Schemata korrigierende Erfahrungenwerden zunehmend unmöglich nach Beck: es ergeben sich Eigenschaftsprofile der ausgewählten Persönlichkeitsstörungen mit Variablen Selbstbild, Bild anderer, (kognitive) Hauptannahmen und (interpersonelle) Hauptstrategien
  • Welche 5 Gruppenmodule kommen im Rahmen der DBT Behandlung vor? innere AchtsamkeitStresstoleranzUmgang mit Gefühlenzwischenmenschliche FertigkeitenSelbstwert
  • Achtsamkeits- und Commitment-Therapie (ACT) Autoren: Hayes et al. Kombination klassisch verhaltenstherapeutischer Interventionen, achtsamkeitsbasierte Techniken und Methoden der Werteklärung vs. klassische kognitive Verfahren: Ziel ist nicht kognitive Umstrukturierung Ziel ist Veränderung der Weise der Betrachtung dieser Gedanken -> als unangehm erlebtes soll nicht mehr durch dysfunktionale Strategien (Vermeidungs- oder SIcherheitsverhalten) kontrolliert werden, sondern in Haltung der Achtsamkeit beobachtet werden, ohne sich damit zu identifizieren zentraler Baustein: Klärung von persönlichen Werten
  • CBASP: cognitive behavorial Analysis System of Psychotherapy Autor: McCullough Kombination aus verhaltenstherapeutischer, interpersoneller und psychodynamischer Ansätze zur Behandlung chronisch Depressiver unter Rückbezug auf die Theorie der kognitivenEntwicklung nach Piaget TherapieBetrachtung des Umgangs des Pat. mit anderen Personen 1) Erstellung einer Liste mit prägenden Bezugspersonen: Welche grundsätzlichen Annahmen haben sich verankert? 2) Situationsanalysen: Wie beeinflussen die Grundannahmen in der aktuellen Lebensituation des Pat. den Umgang mit anderen Personen? 3) Interpersonelle Diskiminationsübungen: Pat. lernen, seine problematischen Interpretationen des Verhaltens anderer zu erkennen und diese zu vermeiden 4) Grundannahmen zeigen sich auch in therapeutischen Beziehung -> "diszipliniertes Einbringen" des Th.: bewusstes Aufgreifen der Übertragungssituation: Therapeut meldet dem Pat. zurück, wie es ihm mit dessen Verhalten geht
  • Selbstregulationsmodell Kanfer Die Hauptkomponenten des Selbstregulationsmodells nach Kanfer sind • Selbstbeobachtung (Informationen über die eigenen Handlungen werden eingeholt)• Selbstbewertung (Vergleich dieser Informationen mit allgemeinen Standards)• Selbstverstärkung (Kontingenz, positive oder negative Konsequenzen) Ein Spezialfall der Selbstregulation ist die Selbstkontrolle. Diese wird nach Kanfer angewandt, wenn es sich um Verhaltensalternativen handelt, die für die Person konflikthaft sind, und sie - ohne äußeren Druck - die Verhaltensalternative mit der geringeren Auftretenswahrscheinlichkeit wählt (z.B. Ablehnen einer Zigarette trotz Verlangen danach). Hierbei wird nicht ein Persönlichkeitsmerkmal ("Willenskraft") beschrieben, sondern ein spezifisches Verhalten in einer bestimmten Situation. Das Modell der Selbstregulation bildet eine wichtige theoretische Basis der von Kanfer entwickelten Selbstmanagement-Therapie
  • In 70er Jahren ursprünglich an hypochondrischen Pat. formulierter Mechanismus/ Persönlichkeitsstil, der diese Pat. für eine verstärkte und selektive Aufmerksamkeit für körperliche Prozesse und deren Wahrnehmung und katastrophisierende Bewertung derselben kennzeichnet. Begründer Barsky. Was wird gesucht? somatosensorische Verstärkung (somatosensory amplification)
  • Zwangsprozess Laut der Zwangsprozesshypothese kann es im Rahmen von längeren zwischenmenschlichen Beziehungen zu einer gegenseitigen operanten Konditionierung kommen. Im Zwangsprozess versucht ein Partner, seine Interessen durch Bestrafung (C-) oder durch Entzug von positiven Verstärkern (C+/) durchzusetzen. Wenn er damit Erfolg hat, wird er dieses Verhalten in Zukunft öfter einsetzen. Die Erfüllung seiner Wünsche verstärkt also das Verhalten, Bestrafung als Druckmittel einzusetzen positiv (C+). Wenn der Partner, der die Bestrafung als Druckmittel eingesetzt hat, also nun mit der Bestrafung aufhört, wird der Partner, der ihm den Wunsch erfüllt hat, negativ verstärkt (C-/). Im Sinne des Modelllernens wird sich der Partner diese Strategie möglicherweise abschauen. Da immer wieder Strafreize eingesetzt werden müssen, kommt es zur Habituation und es müssen immer stärkere Strafreize verwendet werden. Die Zwangsprozesshypothese wurde von Gerald R. Patterson und John B. Reid im Jahr 1970 veröffentlicht.
  • Was ist Shaping? Shaping: Vorgehensweise der operanten Konditionierung. Stufenweise Annäherung an das Zielverhalten, Verstärkung von Verhaltenselementen, die dem Zielverhalten nahe kommen, bis das erwünschte Verhalten gezeigt wird. Verstärkt werden im Verlauf der Konditionierung also die Verhaltenselemente, die dem gewünschten Endverhalten jeweils etwas näher kommen.
  • Prompting Prompting =  der  Aufbau  erwünschten  Verhaltens  durch  verbale  oder  nonverbale Hilfestellungen, die die Aufmerksamkeit lenken sollen, schrittweise unterstützt. Diese beziehen sich in der Regel auf die Einhaltung vorher vereinbarter Grundregeln (z. B. Blickkontakt halten) und beinhalten konkrete Instruktionen (»Bitte achten Sie auf Ihre Körperhaltung!«), Bekräftigungen (z. B. »Weiter so!«) oder auch das Geben von nonverbalen Hinweisen (z. B. auf etwas zeigen, eine bestimm-te Körperhaltung  demonstrieren  u. Ä.).
  • Spontanerholung - spontaneous recovery in der VT eine scheinbar gelöschte, konditionierte Reaktion  kann einige Zeit nach der Extinktionsphase spontan wieder auftauchen. Die Spontanerholung könnte somit als ein Renewal-effekt in einem veränderten zeitlichen Kontext betrachtet werden. Das weist darauf hin, dass die Extinktion einer konditionierten Reaktion nicht nur sensitiv für den räumlcihen sondern auch für den zeitlichen Kontext ist.
  • Renewal In neuem Umgebungskontext erhöhtes Rückfallrisiko (z.B. erstes Üben ohne den Therapeuten) 
  • Rapid reaquisition Einmaliges Wiederauftreten einer CS-US-Assoziation führt häufig zum Rückfall (negative soziale Rückmeldung bei Sozialphobie; Retraumatisierung)
  • Sozial-kognitives Rückfallmodell nach Marlatt & Gordon, 1985 • Rückfall bereitet sich längere Zeit in Einzelschritten auf der kognitiven und auf der Verhaltensebene vor• Risiko: unausgeworgene Lebenssituation • Wahrscheinlichkeit hängt von Bewältigungskompetenzen und Abstinenzuversicht ab, welcher mit der Anzahl erfolgreich bewältiger Risikosituationen steigt Rückfallgeschehen unterscheidet: Trinken als Vorfall (Ausrutscher/ lapse) vs. kompletter Rückfall (relapse)