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Psychologie (Subject) / von2 auf 1 (Lesson)
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- Strukturelle Familientherapie nach Minuchin 3 Subsysteme innerhalb der Familie- Ehe- Eltern- GeschwisterDie von ihm geprägten Begriffe der "Verstrickung" und "Loslösung" beschreiben die Beschaffenheit der Grenzen zwischen den Subsystemen.
- Motivational Interviewing Miller und Rollnick Motivierende Gesprächsführung (Motivational Interviewing, MI) wird definiert als ein klientenzentrierter, aber direktiver Beratungsansatz mit dem Ziel, intrinsische Motivation zur Verhaltensänderung durch Explorieren und Auflösen von Ambivalenz aufzubauen. Das Konzept wurde ursprünglich 1991 von William Miller und Stephen Rollnick zur Beratung für Menschen mit Suchtproblemen entwickelt[1]. Im Gegensatz zu vielen herkömmlichenen Verfahren in diesem Bereich wird beim MI explizit auf ein konfrontatives Vorgehen verzichtet. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass es bei jedem Süchtigen gute Gründe für und gegen den Konsum sowie Vorteile und Nachteile einer Veränderung des Konsumverhaltens gibt. So kann ein Raucher beispielsweise die Annahmen vertreten, dass Rauchen einerseits zwar die Geselligkeit fördere, andererseits jedoch ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko berge. In der ersten Phase des MI ist es Aufgabe des Beraters, die Bewusstmachung beider Seiten zu fördern, was zu einer gewissen Ambivalenz und einem Konflikt beim Konsumenten führt. Es wird davon ausgegangen, dass ein direktes Drängen, Konfrontieren und Argumentieren in Richtung einer Veränderung des Konsums, wie es oft von Angehörigen und Laien praktiziert wird, kontraproduktiv sei, da es beim Klienten vorrangig Widerstand hervorrufe. Beim MI geht es also in erster Linie darum, durch die Reflexion des eigenen Konsumverhaltens mittels der Beleuchtung aller pro und contra- Standpunkte zunächst Klarheit zu schaffen. Dies soll dem Klienten dazu dienen, im nächsten Schritt seine Ambivalenz bezüglich seines Konsums und dessen Veränderung zu überwinden. Wesentlich ist dabei, dass der Klient alle Argumente selbst liefert, anstatt von Außenstehenden zu einer Verhaltensänderung überredet zu werden. In der zweiten Phase des MI sollen dann konkrete Ziele und Wege zur Zielerreichung herausgearbeitet werden. TechnikenDie vier grundlegenden Prinzipien des MI sind: Empathie zeigen (express empathy): Der Therapeut nimmt eine klientzentrierte, akzeptierende Haltung ein und versucht, durch aktives Zuhören (reflective listening) die Situation aus der Sicht des Klienten zu betrachten und zu verstehen.Diskrepanz erzeugen (develop discrepancy): Hierbei wird mit Hilfe von gezielten (offenen) Fragen direktiv vorgegangen, um dem Pat. zu helfen, Argumente für eine Änderung zu entwickeln (change talk). Wenn dem Klienten deutlich wird, dass sein momentanes Verhalten im Widerspruch zu wichtigen Zielen und Vorstellungen für seine Zukunft steht (kognitive Dissonanz), kann dies die Veränderungsbereitschaft stärken.flexibler Umgang mit Widerstand (roll with resistence): Ambivalenz oder Widerstand werden als normaler Teil des Veränderungsprozesses (und nicht als "krankhaft") angesehen, auf konfrontatives Vorgehen wird verzichtet. Es können stattdessen verschiedene deeskalierende Strategien zum Einsatz kommen ("simple reflection", "amplified reflection", double-sided reflection", "shifting focus", "reframing", "agreeing with a twist" etc.). Mit Hilfe von aktivem Zuhören wird erneut das Finden eigener Lösungswege unterstützt.Selbstwirksamkeit stärken (support self-efficacy), indem der Klient in der Zuversicht bestärkt wird, Veränderungen erreichen zu können. Hierbei handelt es sich um einen zentralen Aspekt der Motivation, der sich generell als wichtig für den Behandlungserfolg erwiesen hat[2].Weitere therapeutische Prinzipien beim MI sind: aufrichtiges Interesse am Klienten und seiner Situation vor allem durch aktives Zuhören signalisieren (reflective listening)change talk: durch offene Fragen auf die Nachteile des momentanen (Sucht-)Verhaltens und die Vorteile einer Veränderung lenken ("Welche Vorteile hätte es, aufzuhören?")Akzeptanz und Bestätigung vermittelnselbstmotivierende Haltungen des Klienten hinsichtlich Problemeinsicht, Bedenken und Veränderungsbereitschaft hervorlocken und selektiv verstärkendem Klienten mit der Haltung begegnen, dass er stets die freie Wahl hat und selbst entscheiden kann, was er möchte
- Panikpatienten erleben im Unterschied zu vielen psychotischen Patienten das mit ihrer Störung verknüpfte Verhalten selbst als krankhaft und normabweichend. Welcher Begriff bezeichnet dieses klinisch relevante Erlebnisphänomen? Ich-Dystonie
- F1x.2 Abhängigkeitssyndrom Ermöglicht die Kodierung der klinischen Zustandbilder F1x.20 gegenwärtig abstinent F1x.21 gegenwärtig abstinent, aber in beschützender Umgebung F1x.22 gegenwärtige Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogenprogramm F1x.23 gegenwärtig abstinent, aber in Behandlung mit Medikamenten F1x.24 gegenwärtiger Substanzgebrauch (aktive Abhängigkeit) F1x.25 ständiger Substanzgebrauch F1x.26 episodischer Substanzgebrauch
- Was ist der Unterschied zwischen Habituation und Sensitivierung? Habituation: Organismus lernt, auf bestimmte Reize nicht zu reagieren, sodass aus Wahrnehmung ausgeblendet, da unnütze und somit keine Reaktionreizspezifisch Sensitivierung Zunahme der Reaktionsstärke bei wiederholtem Reiz (Bsp. Elektroschock bei Katzen erhöht motor. Reaktion)kurze zeitliche Dauer: Bereits nach mehreren Sekunden zwischen Reizdarbietung verschwindet Sensitivierungseffektwenig reiz- und reaktionsspezifisch
- 2 Die gesamtorganismische Aktivierung bei plötzlicher Konfrontation mit einem uner- warteten Reiz (Orientierungsreaktion) ist biologisch gleichermaßen sinnvoll wie die Deaktivierung nach wiederholter Reizdarbietung. Die Verringerung der Intensität einer Orientierungsreaktion nach wiederholter Dar- bietung identischer Reize, die von Adaptation zu unterscheiden ist, wird bezeichnet als: Habituation
- 5 In Abgrenzung zu Fetischismus, fetischistischem Transvestitismus und weiteren Pa- raphilien, die nach ICD-10 unter die Störungen der Sexualpräferenz fallen, wird Transsexualismus nach ICD-10 einer weiteren Gruppe von Störungen zugeordnet. Um welche handelt es sich? Störungen der Geschlechtsidentität F64.-Störungen der GeschlechtsidentitätF64.0Transsexualismus Info:Der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit Unbehagen oder dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.F64.1Transvestitismus unter Beibehaltung beider Geschlechtsrollen Info:Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung, um die zeitweilige Erfahrung der Zugehörigkeit zum anderen Geschlecht zu erleben. Der Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandlung oder chirurgischer Korrektur besteht nicht; der Kleiderwechsel ist nicht von sexueller Erregung begleitet. Inkl.:Störung der Geschlechtsidentität in der Adoleszenz oder im Erwachsenenalter, nicht transsexueller Typus Exkl.:Fetischistischer Transvestitismus (F65.1)F64.2Störung der Geschlechtsidentität des Kindesalters Info:Diese Störung zeigt sich während der frühen Kindheit, immer lange vor der Pubertät. Sie ist durch ein anhaltendes und starkes Unbehagen über das zugefallene Geschlecht gekennzeichnet, zusammen mit dem Wunsch oder der ständigen Beteuerung, zum anderen Geschlecht zu gehören. Es besteht eine andauernde Beschäftigung mit der Kleidung oder den Aktivitäten des anderen Geschlechtes und eine Ablehnung des eigenen Geschlechtes. Die Diagnose erfordert eine tief greifende Störung der normalen Geschlechtsidentität; eine bloße Knabenhaftigkeit bei Mädchen und ein mädchenhaftes Verhalten bei Jungen sind nicht ausreichend. Geschlechtsidentitätsstörungen bei Personen, welche die Pubertät erreicht haben oder gerade erreichen, sind nicht hier, sondern unter F66.- zu klassifizieren.
- 9 Der Qualifikation des Personals wird für die Qualitätssicherung im Gesundheitswesen große Bedeutung zugemessen. Welcher der in Qualitätsmanagementansätzen üblicherweise unterschiedenen drei Ebenen der Qualitätssicherung ist die Qualifikation des Personals zuzuordnen? Strukturqualität
- 8 Bei an Schizophrenie erkrankten Personen konnten nach Klinikbehandlung, bei der am Expressed-emotion-Konzept orientierte familientherapeutische Maßnahmen zur Anwendung kamen, die Raten für die stationäre Wiederaufnahme (Rehospitalisie- rung) zum Teil deutlich gesenkt werden. Welcher der in Qualitätsmanagementansätzen üblicherweise unterschiedenen drei Ebenen der Qualitätssicherung ist die beschriebene Absenkung der Rehospitalisie- rungsrate zuzuordnen? Ergebnisqualität
- 61 Eine Psychotherapeutin möchte zu Beginn einer Psychotherapie gemeinsam mit dem Patienten eine Klärung hinsichtlich der anzustrebenden Ziele erreichen, wobei der Patient über die konkreten Ziele selbst entscheiden soll. Welchem der im so genannten Vier-Prinzipien-Modell formulierten ethischen Prinzipien ist dieses Vorgehen am ehesten zuzuordnen? (A) Prinzip der Autonomie (B) Prinzip der Fürsorge (C) Prinzip der Gerechtigkeit und Gleichheit (D) Prinzip der Nichtschädigung (E) Prinzip des Paternalismus (A) Prinzip der Autonomie
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- Worauf zielt die sog. Abwehr nach psychoanalytischem Verständnis vorrangig ab? Wählen Sie 2 Antworten! (A) ein Nichtwahrnehmen von Konflikten (B) Katharsis unbewältigter Affekte (C) Schutz des Es vor Überflutung mit Triebimpulsen (D) Sicherung des Selbstwertgefühls (E) Verhinderung der Dominanz des Über-Ich (F) Verhinderung unerwünschter Reaktionsbildung ad
- Welches sind die wichtigsten Überträgerstoffe (klassische Neurotransmitter) im pe- ripheren autonomen Nervensystem? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Aspartat (B) Azetylcholin (C) Dopamin (D) GABA (E) Glutamat (F) Noradrenalin bf
- 18 Bei Frau S. ist ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert worden. Sie leidet darunter, krank zu sein und weiß nicht, wie sie damit umgehen soll. Im Erstgespräch wird über die Ursachen von Typ-1- und Typ-2-Diabetes gesprochen. Welche Informationen zu Diabetes mellitus Typ 2 können der Patientin im Rahmen der Psychoedukation vermittelt werden? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Charakteristisch ist eine Insulinresistenz. (6) Es besteht ein relativer Insulinmanget. (C) Es handelt sich um eine multifaktorieti bedingte Autoimmunerkrankung. (D) Es kommt zu einer Zerstörung der 6-Zellen der Langerhans' schen Inseln. (E) Überernährung und Adipositas spielen bei der Entstehung eine wichtige Rolle. (F) Ursächlich ist eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse. abe
- 27 Aufgabenfolge „Patientin nach Autounfall" - Teil 2 (Ende) (Einfachauswahlaufgabe In der weiteren diagnostischen Untersuchung kann die Psychotherapeutin keine ak¬tuelle Symptomatik bei der Patientin feststellen. Die Patientin äußert jedoch Be¬denken, dass sie in der Zukunft psychische Beschwerden entwickeln könnte. Die Therapeutin soll zur Frage der Indikation für eine psychotherapeutische Behandlung Stellung nehmen. Welcher Aussage hinsichtlich des weiteren Vorgehens ist hier an ehesten zuzustim¬men? (A) Da das klinische Bild einen Hinweis auf eine zugrunde liegende Konfliktsituation gibt, ist eine psychotherapeutische Behandlung anzuraten. (ß) Eine Behandlung ist dringend anzuraten, da mit einem erneuten Auftreten der Symptome jederzeit zu rechnen ist. (C) Eine weitergehende Behandlung sollte erst dann erfolgen, wenn die Patientin posttraumatische Symptome entwickelt. (D) Wegen des Derealisationserlebens nach dem Unfall> ist eine psychiatrische Ab¬klärung notwendig. (E) Zur Prophylaxe posttraumatischer und depressiy-ängstlicher Symptome ist eine Behandlung mit Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehernmern (SSRI) indiziert. c
- 29 Aufgabenfolge „9-jähriges Mädchen"- Teil 2 (Kurzantwortaufgabe) Zur verhaltenstherapeutischen Diagnostik, bei der im Rahmen einer umfassenden Problem- und Verhaltensanalyse verschiedene Anatyseschemata zum Einsatz kom¬men können, führen Sie mit Nicole eine Exploration durch: Sie berichtet, dass sie sich ihren Eltern gegenüber schäme, wenn sie etwas nicht könne, da diese sich oft so aufregten und auch abwertende Äußerungen machten, wenn sie Fehler mache. Es stellt sich heraus, dass sich die Scham den Eltern und zunehmend auch anderen gegenüber nicht nur auf die Hausaufgaben bezieht. Auch bei vielen anderen Aktivitäten (Basteln, Sport, usw.) fürchtet sie Abwertungen und nimmt deshalb entsprechende Aktivitäten kaum noch wahr. Wie wird das Schema zur Verhaltensanalyse genannt, mit dem solche überdauern¬den Denk- und Verhaltensmuster (auch: Regeln, Ziele, situationsübergreifende Lern¬prozesse), wie sie von Nicole geschildert werden, vorzugsweise erfasst werden?. vertikaler Verhaltensanalyse
- Was ist unterschied zwischen vertikaler und horizontaler Verhaltensanalyse? Im Rahmen einer funktionalen Verhaltensanalyse wird der Fokus für die Betrachtung zunächst durch das Verhalten fixiert, an dem gearbeitet werden soll. Hierbei kommt dem vereinbarten „target“ (therapeutischem Ansatzpunkt) die Rolle der abhängigen Variablen. Die Frage lautet demnach: „wovon ist diese Variable, dieser „target“ abhängig. Für die Beantwortung dieser Frage gibt es zwei Ansätze: die horizontale und die vertikale Verhaltensanalyse. Unter horizontaler Verhaltensanalyse versteht man in erster Linie die Abhängigkeit des Verhaltens von vorausgehenden und nachfolgenden Bedingungen. Mittlerweile bezieht man zusätzlich auch die vertikale Verhaltensebene in Betrachtung. In diesem Sinne wird mittels der individuellen Problemanalyse festzustellen versucht, ob und inwieweit ein bestimmtes Verhalten-in-Situationen sich als Funktion von Zielen oder Plänen des Individuums analysieren lässt. Die vertikale Verhaltensanalyse oder auch Plananalyse berücksichtigt ausdrücklich die hierarchische Anordnung von Verhalten. Ziel der Analyse von Plänen und Regeln ist es, auf der vertikalen Ebene nach funktionalen Zusammenhängen zu suchen. Horizontale Verhaltensanalyse: V = f (vorher / nachher)? Vertikale Verhaltensanalyse: V = f (Ziele / Pläne)?
- 31 Zur Messung der Gehirnaktivität können bildgebende Verfahren wie die funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie (fMRT, fMRI) eingesetzt werden. Physiologische Grundlage dieses Verfahrens ist die Koppelung zwischen neuronater Aktivität und Hirndurchblutung, die gemessen wird über die (A) Abnahme der lokalen Glukosekonzentration (B) Aktivitätsverteilung radioaktiver Liganden (C) Änderung der hirnelektrischen Aktivität (D) Änderung der lokalen Sauerstoffkonzentration (E) Änderung der Transmitterkonzentration d
- fmrt Durch fMRT-Aufnahmen ist es möglich, Durchblutungsänderungen von Hirnarealen sichtbar zu machen, die auf Stoffwechselvorgänge zurückgeführt werden, welche wiederum mit neuronaler Aktivität in Zusammenhang stehen. Hierbei macht man sich die unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften von oxygeniertem und desoxygeniertem Blut zunutze (BOLD-Kontrast). Bei der Aktivierung von Kortexarealen kommt es zu einer Steigerung des Stoffwechsels, wodurch das aktivierte Areal mit einer überproportionalen Erhöhung des Blutflusses reagiert (sog. neurovaskuläre Kopplung). Dadurch erhöht sich die Konzentration von oxygeniertem (diamagnetischem) relativ zu desoxygeniertem (paramagnetischem) Hämoglobin.
- Sie behandeln eine 28-jährige Patientin mit der Diagnose einer generalisierten Angststörung. Die Patientin berichtet, dass sie unter einer hohen Anspannung leide und sehr schnell emotional reagiere. Sie vereinbaren mit ihr, dass sie eine Technik zur Kurzentspannung, die sie gelernt hat, stärker in ihren beruflichen Alltag integ¬riert. Dazu soll sie sich jedes Mal, ehe sie telefoniert, einen beruhigenden Satz sa¬gen. Welches Lernprinzip kommt bei diesem Vorgehen zur Anwendung? (A) Habituation (B) intermittierende Verstärkung (C) Lernen am Modell (D) Premack-Prinzip (E) Preparedness d
- Premack Prinzip Das Premack-Prinzip besagt, dass ein unwahrscheinlicheres Verhalten durch ein wahrscheinlicheres verstärkt werden kann. Mit unwahrscheinlichem Verhalten ist dabei ein Verhalten gemeint, das die jeweilige Person aus verschiedenen Gründen seltener zeigt (z.B. weil sie die Aktivität nicht gerne tut). Wahrscheinliches Verhalten bedeutet genau das Gegenteil. Beispiel "Wenn du deine Hausaufgaben (unwahrscheinliches Verhalten) machst, darfst du später raus zum Spielen (wahrscheinliches Verhalten)"
- Intermittierende Verstärkung (+Beispiel). Variante des operanten KonditionierensVerstärkung eines erwünschten Verhaltens erfolgt unregelmäßig (löschungsresistenter als kontinuierliche Verstärkung)Beispiel: ein Kind bekommt ab und zu Schokolade, wenn es der Mutter im Haushalt geholfen hat; dadurch, dass es nicht weiß, wann es Schokolade bekommt, zeigt es das Verhalten - Helfen im Haushalt - häufiger, es wurde also verstärkt.
- Preparedness-Theorie - Seligman -nicht alle neutralen Reize sind gleich gut geeignet über Lernproesse zu rekationnen zu werden - kaum phobische Reaktionen auf Frösch - Genetische Vorbereitung
- 37 Die Ergebnisse eines Screening-Tests werden häufig anhand einer Vier-Felder-Tafel dargestellt Ein wichtiges Maß zur Beurteilung der Güte eines Tests, das sich daraus ableiten lässt, ist der Anteil von Personen mit einer Erkrankung, die durch das Test¬ergebnis korrekt klassifiziert werden. Welcher Fachbegriff wird für dieses Maß verwendet? (A) Inzidenz (B) Odds Ratio (C) relatives Risiko (D) Sensitivität (E) Spezifität d
- Was bedeutet Sensitivität und was Spezifität der diagnostischen Entscheidungen? Die Genauigkeit, mit der Personen oder Situationsmerkmale einer Klasse zugeordnet werden, kennzeichnet die Sensitivität bzw. Spezifität einer Entscheidung. Sensitivität = der Anteil der richtig als psychisch gestört Diagnostizierten und zwar in der Gruppe der richtig zu Diagnostizierenden (richtig positive) Spezifität = der Anteil der richtig als gesund Diagnostizierten in der Gruppe der tatsächlich gesunden Personen (richtig negative)
- 42 Das auf den Psychoanalytiker Erik H. Erikson zurückgehende Modell der psychosozialen Entwicklung unterscheidet acht Stadien, die jeweils durch eine bestimmte Belastung oder Krise gekennzeichnet sind, und deren Bewältigung Einfluss auf die weitere Persönlichkeitsentwicklung nimmt. Welche Krisenkonstellation ist nach diesem Modell für ein Schulkind im Alter von 6-11 Jahren charakteristisch? (A) Autonomie vs, Scham, Zweifel (B) Identität vs. Rollendiffusion - (C) Initiative vs. Schuldgefühl (D) Kompetenz vs. Minderwertigkeitsgefühl (E) Vertrauen vs. Misstrauen (D) Kompetenz vs. Minderwertigkeitsgefühl Phasen der psychosozialen Entwicklung nach Erik Homburger EriksonNeben der psychosexuellen Phasen, die Freud beschreibt, postuliert Eric H. Erikson die psychosozialen Phasen der Ichentwicklung, in denen der Einzelne eine neue Orientierung zu sich selbst und zu den Personen seiner Umwelt findet, die Freud auf das Kindesalter beschränkt. Für jede Phase werden Entwicklungsaufgaben formuliert, die positiv oder negativ bewältigt werden können. Diese Richtungen werden in der Überschrift zu den Phasen festgehalten. Das Modell geht davon aus, dass jeder Mensch sich in Stufen entwickelt, die in jedem von Geburt an angelegt sind. Jede dieser Stufen besitzt eine besondere Thematik, die jeweils in der entsprechenden Stufe aktuell wird. Die Aktualität eines Themas steigert sich schlussendlich zu einer Krise. Wenn die Krise bewältigt wurde, folgt die nächste Stufe usw. Es ist wichtig, dass die einzelnen Thematiken von Geburt an vorhanden sind, aber wie gesagt erst in einer bestimmten Stufe dominant werden. Damit eine gesunde Persönlichkeit entsteht, müssen die einzelnen Krisen erfolgreich bewältigt werden. Erfolgreich wird dabei jeweils von der entsprechenden Kultur festgelegt. Falls es zu Problemen in der Persönlichkeitsentwicklung kommt, kann mit Hilfe der Stufen herausgefunden werden, welche Krise noch nicht erfolgreich bewältigt wurde. Diese Erkenntnis dient etwa dem Therapeuten dazu, an der richtigen Stelle zu intervenieren. Die acht Stufen mit ihren spezifischen Krisen sind dem Hintergrund der westlichen Industriegesellschaft beschrieben, was die Universalität natürlich einschränkt. Vertrauen gegen Misstrauen (1. Lebensjahr) Das Urvertrauen entsteht aus der Erfahrung, dass zwischen der Welt und den persönlichen Bedürfnissen Übereinstimmung herrscht. In dieser Phase entsteht eine Grundhaltung, die sich durch das ganze weite Leben zieht. Ein Neugeborenes ist darauf angewiesen, dass es versorgt wird. Diese Erfahrungen führen zu einem Vertrauen gegenüber der Mutter und dem Vater. Neben dem Erleben des Vertrauens wird auch Misstrauen erlebt, in dem z. B. die Mutter beginnt nicht nur für das Baby dazusein, d. h. sie lässt das Kind alleine, um den Haushalt zu führen usw. Diese Zeiten, in den das Neugeborene alleine ist, fördert sein Misstrauen. Es ist wichtig, dass ein Kind Vertrauen und Misstrauen kennenlernt. Entscheidend für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung ist, dass sich das Vertrauen stärker entwickelt. Autonomie vs. Scham und Zweifel (2., 3. Lebensjahr)In dieser Zeit geschieht die Emazipation von der Mutter, das wird unterstützt durch die neuen Fähigkeiten des Gehens, des Sprechens und der Stuhlkontrolle. Die Problematik der Autonomie und Scham wird in Festhalten und Loslassen umgeformt. Konkret muss das Kind lernen, Dinge festzuhalten oder loszulassen. Freud und Erikson weisen deshalb auf die Reinlichkeitserziehung hin, die ja von den Psychoanalytikern auch als anale Phase bezeichnet wird. In dieser Zeit entwickelt das Kind auch Vorstellungen über ”Ich” und ”Du”. Es lernt, dass es ein Einzelwesen ist. Um eine gesunde Entwicklung zu gewährleisten, weist Erikson darauf hin, dass die Eltern als Vorbilder genommen werden. Dabei werden von den Kindern auch die Gefühle mitberücksichtigt, die sie im Zusammenhang mit den Eltern erleben. Eine erfolgreiche Bewältigung geht davon aus, dass die Autonomie sich stärker ausbildet, als Scham und Zweifel. Initiative vs. Schuldgefühl (4., 5. Lebensjahr)Das Kind differenziert sich zunehmend von der Umwelt und versucht, die Realität zu erkunden, was sich in unzähligen Fragen äußert ebenso wie im Ausprobieren unterschiedlicher Rollen im Spiel. Weil das Kind nun laufen gelernt hat, kann es seine Umgebung selbständiger erforschen. Es ist wichtig, dass das Kleinkind lernt Dinge ohne fremde Hilfe anzugehen, eben z. B. alle möglichen Gegenstände zu erkunden. Dies fördert die Initiative. Auf der anderen Seite beginnt sich das Kind nun vermehrt mit seinem Geschlecht auseinander zu setzen. Dies führt schlussendlich zur ödipalen Situation. Beim Durchleben dieser Krise lernt das Kleinkind auch Schuldgefühle kennen. In dieser Zeit bildet sich das Gewissen aus. Ein erfolgreiches Erleben dieser Stufe ist dann gegeben, wenn das Kind gelernt hat, Initiative zu ergreifen, sowie den Umgang mit seinen Schuldgefühlen. Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl (6. Lebensjahr bis Pubertät)Die Kind ist lernbegierig - "Ich bin, was ich lerne". Es erlernt Anerkennung durch die Herstellung von Dingen, durch kognitive Fähigkeiten zu gewinnen. Erfolgreich zu sein ist wichtig. Neben dem Drang zum Spielen entwickelt das Kind einen Werksinn, d. h. dass es darum geht, etwas Nützliches zu leisten. Diesen beiden Ansprüchen versucht die Schule, die in diesem Alter und auch noch länger besucht wird, gerecht zu werden. Neben dem spielerischen Lernen soll die Schule den Lernenden Möglichkeiten bieten, dass sie sich bestätigen können, in dem sie etwas nützliches leisten. Falls hierbei die Erfolgserlebnisse ausbleiben, entwickelt sich mit der Zeit ein Minderwertigkeitsgefühl. Fixierungen, die entstehen können, betreffen Versagensängste oder generll die Angst vor bestimmten Aufgaben, grundgelegt kann in diesem Alter auch ein das ganze Leben überschattendes mangelndes Selbstbewusstsein. Für eine gesunde Entwicklung ist es deshalb nötig, dass den Kindern Erfolgserlebnisse ermöglicht werden. Auf dieser Stufe wollen Kinder alles beobachten und auch selbst aktiv mitmachen; sie wollen von den anderen gezeigt bekommen, wie man etwas Bestimmtes macht und es dann auch selbst ausprobieren. Der Werksinn ist also das Bedürfnis des Kinds, dass es irgendetwas Nützliches macht, denn es möchte zumindest teilweise an der Welt der Erwachsenen teilnehmen. Gleichzeitig haben manche Kinder in diesem Lebensabschnitt das Gefühl, minderwertiger zu sein, wenn etwa ihre Fähigkeiten noch nicht ausreichen, das zu tun, was ein Erwachsener problemlos schafft. Manche Kinder in diesem Alter überfordern sich deshalb. Identität vs. Identitätsdiffusion (13. bis 20. Lebensjahr)Alle vorangehenden Phasen liefern Elemente für diese Phase: Vertrauen, Autonomie, Initiative, Fleiß. Dazu kommen die körperlichen Veränderungen und neuartige Ansprüche der Umwelt. Der Jugendliche stellt sich selbst in Frage und sucht seine Identität. Diese Identität sollte auf dem Hintergrund neuer sozialer Rollen gefunden werden: Auseinandersetzung und In-Frage-Stellen der Bezugspersonen, Rolle in der Gleichaltrigengruppe, Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht, Rolle im Beruf. Mit der beschleunigten körperlichen Entwicklung stellt sich immer mehr die Frage: Wer bin ich? Die Antwort besteht darin, die bisher gesammelten Erfahrungen, die aus dem bewältigen der vorherigen Krisen bestehen, zu einer Ich-Identität zusammenzufügen. Diese Identitätsbildung gelingt besser, wenn man möglichst viele positive Erfahrungen gesammelt hat und dadurch ein gesundes Selbstvertrauen besitzt. Falls dies nicht der Fall ist, kommt es zu einer sogenannten Identitätsdiffusion. Der einzelne Jugendliche bzw. die einzelne Jugendliche können keine stabile Ich-Identität entwickeln. Eine Folge davon ist, dass sich solche Jugendliche gerne Gruppen anschliessen, die über klare Strukturen verfügen. Intimität und Solidarität vs. Isolierung (20 bis etwa 45 Jahre)Geklärte Identität erlaubt tragfeste Partnerschaft und Intimität. Erikson beschreibt die Phase als ein Sich-verlieren und Sich-finden im anderen. Mit Hilfe einer gefestigten Ich-Identität wird es möglich in einer Paarbeziehung, Intimität zu erleben. Durch das Vorhandensein der Identität ist es möglich, sich dem Partner bzw. der Partnerin zu öffnen. Auf der anderen Seite steht die Isolierung, die damit erklärt werden kann, dass noch keine stabile Ich-Identität ausgebildet wurde. Es ist aber wichtig, dass die Erfahrung der Isolation oder auch der Distanzierung für alle wichtig ist. Wiederum geht es um ein sinnvolles Verhältnis, dass sich zwischen Intimität und Isolierung entwickeln muss. Generativität vs. Selbstabkapselung (45 bis 65 Jahre)Als Folge der Intimität kommt es zu Familiengründungen. Diese Phase ist vom Bedürfnis geprägt, Werte für kommende Generationen zu schaffen, weiterzugeben und abzusichern. Diese wiederum führen dazu, dass Kinder geboren werden. Erikson versteht unter der Generativität das Erziehen der nächsten Generation, sei dies als Eltern oder sonst in einer Form, die dieses Ziel vor Augen hat. Diese Haltung entwickelt sich nur, wenn ein grundsätzliches Gefühl des Vertrauens vorhanden ist. Das Gegenteil wird als Selbst-Absorption bezeichnet. Hierunter wird eine Vereinsamung verstanden, d. h. zwischenmenschliche Beziehungen werden wenig gepflegt usw. Diese Haltung führt zur Vereinsamung. Integrität vs. Verzweiflung (65 Jahre bis Tod)Im besten Fall kommt es in diesem Stadium zur vollen Reife, zur Bereitschaft, "seinen einen und einmaligen Lebenszyklus zu akzeptieren, als etwas, das sein musste und das zwangsläufig keinen Ersatz zuließ. In dieser letzten Phase geht es also darum, dass bisherige Leben so wie es war zu akzeptieren mit allen positiven und negativen Erlebnissen und Ereignissen. Dadurch wird es möglich in Ruhe zu leben. Oft bildet dies auch die Grundlage dafür, dass Menschen Führungsaufgaben übernehmen. Falls es nicht gelingt sein Leben zu akzeptieren, stellt sich ein Lebensekel ein. Daraus entsteht Enttäuschung und Unzufriedenheit über sein Leben. Gestört wird die psychische Entwicklung des Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit, wenn es nicht gelingt, die in den jeweiligen Phasen auftauchenden Krisen zu meistern
- 43 Für umschriebene Entwicklungsstörungen (Teilleistungsschwächen) ist am ehesten zutreffend: A Das Intelligenzniveau liegt deutlich unter dem Leistungsniveau. B Der Verlauf ist stetig und nicht durch Rezidive und Remissionen charakterisiert. C Es besteht keine familiäre Häufung. D Jungen sind generell seltener betroffen als Mädchen. E ie sind Folge neurologischer oder körperlicher Beeinträchtigungen. b
- Autismus - Kanner-Autismus Entwicklungsstörungen (F80-F89) F84 - Tief greifende Entwicklungsstörungen .. Heller, Rett, atypisch, Asperger n den aktuellen Diagnosekriterien wird zwischen frühkindlichem Autismus (Kanner-Syndrom) und dem Asperger-Syndrom unterschieden, das sich oftmals erst nach dem dritten Lebensjahr bemerkbar macht. Zur Unterscheidung der verschiedenen Ausprägungen und Symptome von Autismus, der verschiedene Schweregrade kennt, dient das Autismusspektrum (Autismusspektrums-Störung). Hier ist jedoch die genaue Abgrenzung schwierig, da die Verläufe eher fließend sind. Je nach geistigem Leistungsvermögen wird der frühkindliche Autismus weiter unterteilt in )Low, Intermediate und High Functioning Autism (LFA, IFA und HFA. Als LFA wird im englischsprachigen Bereich der mit geistiger Behinderung einhergehende frühkindliche Autismus bezeichnet, als HFA derjenige mit normalem oder überdurchschnittlichem Intelligenzniveau. Die Unterscheidung zwischen HFA und dem nachfolgend aufgeführten Asperger-Syndrom ist noch nicht geklärt, weshalb die Begriffe teilweise auch synonym gebraucht werden. F84.0 Frühkindlicher AutismusF84.1 Atypischer AutismusF84.2 Rett-SyndromF84.3 Andere desintegrative Störung des Kindesalters (Heller Syndr.) F84.4 Überaktive Störung mit Intelligenzminderung und BewegungsstereotypienF84.5 Asperger-SyndromF84.8 Sonstige tief greifende EntwicklungsstörungenF84.9 Tief greifende Entwicklungsstörung, nicht näher bezeichnetF84.1 Der atypische Autismus erfüllt nicht alle Diagnosekriterien des frühkindlichen Autismus oder zeigt sich erst nach dem dritten Lebensjahr. Als Unterform des frühkindlichen Autismus wird er aber differenzial-diagnostisch gegen das Asperger-Syndrom abgegrenzt. Zu dem Formenkreis der tiefgreifenden Entwicklungsstörungen nach Einteilung des Diagnosemanuals ICD-10 zählen neben der autistischen Störung (im engeren Sinne) auch das Rett-Syndrom und das Heller-Syndrom (desintegrative Psychose des Kindesalters), die eine ähnliche Symptomatik aufweisen, sich aber im Verlauf von Autismus unterscheiden. Beim Rett-Syndrom ist heute außerdem eine hierfür typische genetische Veränderung nachweisbar. Heller- Syndrom - Hellersche Demenz Nach einer Phase der normalen Entwicklung verliert das Kind innerhalb weniger Monate vorher erworbene Fähigkeiten in verschiedenen Entwicklungsbereichen. Hinzu kommen ein allgemeiner Interessenverlust an der Umgebung, Stereotypien und motorische Manierismen. Das Sozialverhalten ähnelt dem eines Autisten. Nach der DSM-Klassifikation soll die Phase der normalen Entwicklung mindestens die ersten beiden Lebensjahre umfassen, und der Eintritt der Entwicklungsverluste vor dem zehnten Lebensjahr stattfinden. Die Hellersche Demenz (auch als infantile Demenz (lat. dementia infantilis), desintegrative Psychose, Heller-Syndrom oder symbiotische Psychose bezeichnet) ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Die Hellersche Demenz trägt die ICD-10-Codierung F84.3 und wird dort unter die Gruppe der anderen desintegrativen Störungen des Kindesalters eingeordnet.
- 46 Welche der folgenden Aussagen gibt eine systemtheoretische Grundannahme der Familientherapie wieder? (A) Der Index-Patient ist als das pathologische Mitglied der Familie ins Zentrum der Therapie zu stellen. (B) Die Systemtheorie betrachtet Veränderungsprozesse hauptsächlich unter dem Aspekt des Einflusses des Systems auf das Individuum. (C) Familientherapie ist kontraindiziert, wenn die Symptome eine systemstabilisie¬rende Funktion erfüllen. (D) Psychische Störungen können Ursache oder Folge von familiären Belastungen sowie Ursache oder Folge von familiären Probtembewättigungsversuchen sein. (E) Umdeutung (Reframing) wird als typisches Kennzeichen pathologischer familiä¬rer Interaktion betrachtet. d
- 48 Welche der nachstehenden Komponenten der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) ist heranzuziehen, um die eingeschränkte berufliche Leistungsfähigkeit einer Patientin, die einen Verkehrsun¬fall, erlitten hatte, in diesem System zu erfassen? (A) Aktivitäten und Partizipation (Teilhabe) (B) Körperfunktionen (C) Körperstrukturen (D) personenbezogene Faktoren (E) Umweltfaktoren a
- Das Modell der ICF ist ein systematisiertes Ordnungssystem, das Ärzten, Therapeuten oder Gutachtern die trägerübergreifende Beschreibung von gewonnenen Erkenntnissen aus Assessments ermöglicht. Die ICF selbst ist kein Assessment-Instrument, d.h. sie beschreibt nicht, wie bestimmte Daten zu erheben sind, sondern bietet nur ein System, um diese festzuhalten. Damit soll sie eine bessere Kommunikation zwischen Fachleuten auf den folgenden sechs Ebenen ermöglichen: Der Körper und seine Funktionen: Die ICF definiert sämtliche Körperfunktionen, z. B. der Haut, der Nerven und Muskulatur, des Urogenitaltrakts, des Immun-, Stoffwechsel oder Verdauungssystems und mehr. Sie schafft Kategorien zur Beschreibung von Strukturen des menschlichen Körpers und mit ihnen in Zusammenhang stehenden Funktionen, auch auf psychologischer Ebene.Personbezogene Faktoren, z.B.:AlterGeschlechtEigenschaften/CharakterLebensführungBildung/BerufTeilhabe: Zugang zu verschiedenen Lebensbereichen, z. B. durchHobbysReligionArbeitAufgabenAktivität: z. B.Leistungsfähigkeit/LeistungWissensanwendungÜbernahme von AufgabenKommunikationUmweltfaktoren: z. B.Materielle und soziale Umwelt und darin befindliche WerteHilfsmittelKlimaUnterstützung und BeziehungenInfrastrukturMögliche Gesundheitsprobleme, z. B. genetische Prädisposition
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- KrankheitsverlaufDer amerikanische Physiologe Elvin Morton Jellinek stellte 1951 eine bis heute weit verbreitete Einteilung des Ablaufes der Alkoholkrankheit vor. Dabei unterschied er vier Phasen:[9][10] KrankheitsverlaufDer amerikanische Physiologe Elvin Morton Jellinek stellte 1951 eine bis heute weit verbreitete Einteilung des Ablaufes der Alkoholkrankheit vor. Dabei unterschied er vier Phasen:[9][10] Voralkoholische oder symptomatische PhaseJellinek sah als typisch für seine Prodromal- oder Vorläuferphase an, dass das Trinken in sozialen Zusammenhängen beginnt. Wie die meisten Menschen trinkt der potentielle Alkoholiker in Gesellschaft, nur dass er beim Trinken bald eine befriedigende Erleichterung verspürt. Diese schreibt er allerdings eher der Situation zu, dem Feiern, Spielen oder der Gesellschaft. Er beginnt, derartige Gelegenheiten zu suchen, in denen „nebenbei“ getrunken wird.Mit der Zeit entwickelt sich Toleranz gegenüber dem Alkohol, das heißt, er braucht mehr Alkohol als früher, um den angestrebten Zustand der Euphorie zu erreichen. Er trinkt häufiger, auch zur Erleichterung seines Befindens. Die psychische Belastbarkeit lässt nach, so dass er bald täglich trinkt. Ihm und seinem Umfeld fällt dies meist noch nicht auf.ProdromalphaseJellinek definiert diese als die Phase erster Auffälligkeiten.Beim Alkoholiker in dieser Phase treten beispielsweise Gedächtnislücken (Amnesien) auf. Er kann sich vollkommen normal verhalten und sich dennoch manchmal an wenig erinnern, ohne dass er erkennbar betrunken gewesen ist. Der Alkohol ist nun kein bloßes Getränk mehr, er wird vom Alkoholiker gebraucht. Er beginnt zu merken, dass er anders als andere Menschen trinkt, und versucht nicht aufzufallen. Deshalb beginnt er heimlich zu trinken. Er denkt häufiger an Alkohol als üblich und trinkt die ersten Gläser hastig, um möglichst schnell die Wirkung zu bekommen. Da sich mittlerweile Schuldgefühle wegen seines Trinkens einstellen, versucht er das Thema Alkohol in Gesprächen zu vermeiden.Der Übergang zum chronischen Alkoholismus ist durch ein meist unauffällig gesteigertes Bedürfnis und Verlangen nach Alkohol gekennzeichnet; nach und nach ist wegen der körperlichen Gewöhnung eine immer höhere Alkoholmenge nötig, um dieselben psychischen Effekte zu erreichen wie zu Anfang des Trinkens. Ein zunächst nur gelegentliches Erleichterungstrinken kann dann zum dauernden Entlastungstrinken ausarten.Kritische PhaseDer Alkoholiker kann sein Trinken nun überhaupt nicht mehr kontrollieren. Er kann zwar über längere Zeit abstinent sein. Nach der ersten kleinen Menge Alkohol jedoch hat er ein nicht mehr zu beherrschendes Verlangen nach mehr, bis er betrunken oder zu krank ist weiterzutrinken.Er selbst glaubt, dass er in diesen Situationen nur vorübergehend seine Willenskraft verloren hat, ist dem Alkohol gegenüber allerdings schon machtlos, d. h. alkoholabhängig. Diese Abhängigkeit ist ihm meistens nicht bewusst oder wird verdrängt. Er sucht Ausreden für sein Trinken, erst recht für seine Ausfälle, für die er überall, nur nicht in seinem Alkoholmissbrauch Gründe und Ursachen findet.Diese Erklärungsversuche sind ihm wichtig, da er außer dem Alkohol keine anderen Lösungen seiner Probleme mehr kennt. Er wehrt sich damit gegen soziale Belastungen. Wegen seines Verhaltens kommt es immer häufiger zu Konflikten mit der Familie.Ganze Familien isolieren sich, wenn sie den Trinkenden „decken“ (Co-Alkoholismus, Co-Abhängigkeit) oder die Angehörigen sich seiner schämen. Der Alkoholiker kann so in die Rolle eines Despoten geraten. Sein schrumpfendes Selbstwertgefühl kompensiert er dabei immer mehr durch gespielte Selbstsicherheit und großspuriges Auftreten.Der Süchtige kapselt sich zunehmend ab, sucht aber die Fehler nicht bei sich, sondern bei Anderen. Er verstärkt seine soziale Isolierung immer mehr, während er zu anderen Zeiten oft geradezu verzweifelt um Nähe, Verständnis und Zuspruch bettelt. Mancher bagatellisiert sein Trinkverhalten mit bekannten Sprüchen wie „Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren“. Oder er verliert das Interesse an seiner Umgebung ganz, richtet seine Tätigkeiten nach dem Trinken aus und entwickelt so ein eigenbrötlerisches Verhalten mit Selbstmitleid, in dem er sich wiederum mit Alkohol „tröstet“. Soziale Isolation und Verstrickung in Lügen und Erklärungen werden zu besonders auffälligen Merkmalen von chronisch gewordenem Alkoholismus.Chronische PhaseDer Alkohol beherrscht den Trinker nun vollkommen. Seine Persönlichkeit verändert sich. Er trinkt unter der Woche, am hellen Tag, schon am Morgen. Räusche können sich über Tage erstrecken. Sozialer Kontakt ist im chronischen Stadium meist nur noch mit Menschen möglich, die gleichfalls viel trinken. In der Gruppe entwickeln sie, wechselseitig bestärkt, ein noch auffälligeres Verhalten, bis im Rauschzustand der letzte Rest Anstand, Rechtsbewusstsein und Selbstachtung schwindet. Motorische Unruhe und Angstzustände können nun ein Entzugssyndrom ankündigen, das nur mit Weitertrinken vermieden werden kann.In dieser Phase kann kaum noch von „Befriedigung“ im Rausch die Rede sein. Vielmehr vermeidet und bekämpft der Süchtige meist nur noch schnell oder verstärkt auftretende Entzugssymptome, wenn nötig mit Hilfe von Billigprodukten oder sogar vergälltem Alkohol wie Brennspiritus.Im Endstadium der chronischen Phase können Alkoholpsychosen mit typischen Halluzinationen, Angst und Desorientierung auftreten, oft verbunden mit unbestimmten religiösen Wünschen. Epileptische Anfälle oder ein lebensgefährliches Delirium tremens können auftreten. Nicht wenige Alkoholiker nehmen sich das Leben.In dieser Endphase ist der Kranke am ehesten bereit, Hilfe anzunehmen. Einweisung in ein geeignetes, meist psychiatrisches Krankenhaus zur „Entgiftung“ oder besser gesagt zum „körperlichen Entzug“ ist dann lebensrettend und gleichzeitig ein möglicher „Einstieg“ zur notwendigen Entwöhnungsbehandlung.
- 51 Eine Patientin fragt Sie zu den Ursachen eines Asthma bronchiale. Welche Information ist ihr am ehesten zu geben? (A) Als Ursache des Asthmas kommt vorrangig ein Ambivatenzkonfiikt bezüglich der Mutter in Betracht. (B) Asthma bronchiale beruht auf einer irreversiblen Atemwegsobstruktion. (C) Die Grundlage alter Asthmaformen ist ein hyperreagibles Bronchialsystem. (D) Es gibt ein rein psychogenes Asthma ohne organische Grundlage. (E) In der Ätiologie des Asthma bronchiale spielen genetische Faktoren keine Rolle. c
- 52 Bei einer über einen längeren Zeitraum durchzuführenden Therapie mit Arzneimit¬teln, die eine geringe therapeutische Breite aufweisen (z. B. Lithium-Präparate), kann eine regelmäßige Blutspiegelkontrolle erforderlich sein. Mit der Einstellung auf einen möglichst konstanten Blutspiegel soll gewährleistet werden, dass die Arznei¬stoffkonzentration im therapeutischen Bereich bleibt. Welcher Aspekt der Pharmakotherapie ist mit der Kontrolle der zeitabhängigen Än¬derungen der Arzneistoffkonzentration vorrangig angesprochen? (A) Pharmakodynamik (B) Pharmakokinetik (C) Rezeptorwirkungen (D) Tachyphytaxie (E) Toleranzentwicklung b
- (A) Pharmakodynamik (B) Pharmakokinetik Die Pharmakodynamik ist die Lehre über die Wirkung von Arzneistoffen im Organismus und ein Teilgebiet der Pharmakologie. Während die Pharmakodynamik die Wirkung auf den Körper beschreibt, behandelt die Pharmakokinetik die Verteilung und Verstoffwechselung im Körper.[1] Bei der Pharmakodynamik geht es um die Frage: Was macht der Wirkstoff mit dem Organismus? Bei der Pharmakokinetik geht es weitgehend um die Frage: Was macht der Organismus mit dem Wirkstoff?
- Paraplegie DefinitionAls Paraplegie bezeichnet man die vollständige Lähmung (Plegie) beider Beine z.B. bei Querschnittlähmung oder Poliomyelitis. Davon abzugrenzen sind die Tetraplegie, Paralyse und Paraparese.
- Hyporeflexie HyporeflexieEnglisch: hyporeflexia [ Definition ] Als Hyporeflexie bezeichnet man die gegenüber dem physiologischen Normalzustand herabgesetzte Intensität eines oder mehrerer Reflexe bzw. die generell verminderte Reflexbereitschaft. Das Auftreten gesteigerter Reflexe bezeichnet man als Hyperreflexie.Gefunden auf http://flexikon.doccheck.com/Hyporeflexie
- Messparameter Biofeedback - Atemmuster (Atemfrequenz, Atemamplitude)BlutdruckPuls (Frequenz, Amplitude und Variabilität)Sauerstoffgehalt des BlutesHauttemperaturHautwiderstandMuskelpotentiale (mit Hilfe der Elektromyografie)Gehirnströme Messparameter Biofeedback - Elektromyogramm EMG Messung elektrischer Muskelaktivität Oberflächenelektroden Spannungskopfschmerz, neuromusk. Erkrankungen (Spasmen, Paresen), chronische musk. Schmerzen, Bruximus, Inkontinenz Messparameter Biofeedback - Elektroenzephalogramm EEG Messung elektr. Gehirnaktivität Epilepsien, ADHS, Kommunikation über Brain Computer Interface bei amyotropher Lateralsklerose Messparameter Biofeedback - Elektrokardiogramm EKG Messung Herzfrequenz Herzrhythmusstörungen (Tachykardien) Messparameter Biofeedback - Hautoberflächentemperatur ... ind. Messung Blutfluss Entspannung Messparameter Biofeedback - Plethysmografie Messung peripheren Durchblutung an Fingerkuppe, exakter als Hautoberflächentemperatur Entspannung, Migräne, psychophysilogische Zusammenhänge Messparameter Biofeedback - Elektrodermale Aktivität ... EDA Messung Hautleitfähigkeit gutes Maß Symphatikusaktivität, Gesamtaktiviertheit des Organismus Oberflächenelektroden an Handballen, Fingern Biofeedback Wirkweise operante Konditionierung autonomer Funktionen
- Biofeedback: Acht häufig eingesetzte Messparameter (nach Rau, 2013) Elektromyogramm (EMG) Messung der elektrischen Muskelaktivität durch Oberflächenelektroden an entsprechenden MuskelgruppenSpannungskopfschmerz,neuromuskuläre Erkrankung wie Paresen, Spasmen,chronische muskuläre Schmerzen,Bruxismus,Inkontinenz Elektroenzephalogramm (EEG) Messung der elektrischen GehirnaktivitätEpilepsieADHSKommunikation über Brain ComputerInterfaces bei amytropher Lateralsklerose Elektrokardiogramm (EKG) Messung der HerfrequenzHerzrhythumsstörungen (Tachykardien) Hautoberflächentermperatur Indirekte Messung des Blutflusses, der bei Entspannung aufgrund der Erweiterung der Blutgefäße erhöht istEntspannung Plethysmografie Zur Messung der peripheren Durchblutung mittels Fotoplethymograf, z.B. an den Fingerkuppen; ist exakter als die HautoberflächentemperaturmessungEntspannung, Migräne, psychophysiologische Zusammenhänge allgemeim Blutdruck Messung des Blutdrucks; Fingermanschette zur kontinuierlichen RR-MessungArterielle Hypertonie Elektrodermale Aktivität (EDA) Messung der Hautleitfähigkeit, die bei Aktivierung aufgrund der Schweißdrüsenaktivität höher ist; ist ein gutes Maß für Sympathikusaktivität und somit Gesamtaktiviertheit des Organismus; Oberflächenelektroden an Handballen oder FingernEntspannung, Migräne, psychphysiologische Zusammenhänge allgemein Atemfunktion Messung der Atemfrequenz oder Atemqualität; dehnungsensibler Gurt über der Brust oder der BauchhöhleBei Entspannung, Asthma, Hyperventilationssyndrom
- 62 Ein analytischer Psychotherapeut wird vom Supervisor nach Durchsicht des Stunden- protokolls mit dem - ihm selbst nicht erinnerlichen - Sachverhalt konfrontiert, dass er im Unterschied zu seinem sonstigen Verhalten das Thema der Stunde bestimmt und seine Patientin häufig unterbrochen hat. Welcher der folgenden Begriffe charakterisiert am ehesten den dargestellten Sach¬verhalt? (A) negative therapeutische Reaktion (B) negative Übertragung (C) projektive Identifizierung (D) Übertragungswiderstand (E) unbewusstes Agieren der Gegenübertragung b
- 62 Ein analytischer Psychotherapeut wird vom Supervisor nach Durchsicht des Stunden- protokolls mit dem - ihm selbst nicht erinnerlichen - Sachverhalt konfrontiert, dass er im Unterschied zu seinem sonstigen Verhalten das Thema der Stunde bestimmt und seine Patientin häufig unterbrochen hat. Welcher der folgenden Begriffe charakterisiert am ehesten den dargestellten Sach¬verhalt? (A) negative therapeutische Reaktion (B) negative Übertragung (C) projektive Identifizierung (D) Übertragungswiderstand (E) unbewusstes Agieren der Gegenübertragung b
- Psychoanalytische Haltung - holding und containing Psychoanalytische Haltung - holding und containingDie psychoanalytische Haltung ist eine bleibende Aufgabe und immer wieder von Mißlingen begleitet, da die (Trieb)Wünsche zunächst unerkannt bzw. unverstanden sind. Das Gegenüber, also der Patient oder die Patientin, erlebt die therapeutische Abstinenz in der Regel als Frustration und reagiert mit Widerstand aus Angst vor der Wiederholung früherer Frustrationen oder gar Traumatisierungen. Die äußerlich abstinente Haltung des Analytikers oder der Analytikerin bedarf somit einer besonderen Ergänzung: der des holding und containings. Holding heißt, die Präsens, das Drängen und das Agieren des Gegenübers zu begrüßen, anzunehmen und körperlich auszuhalten; containing heißt, zu versuchen, das Gegenüber dabei in seiner Individualität zu entdecken und zu verstehen.
- 67 Unter dem Begriff „effectiveness" versteht man vorrangig die Wirksamkeitsbeurtei- lung von psychotherapeutischen Interventionsmethoden (A) durch Experten (B) in der Normalbevölkerung (C) in Einzelfallstudien (D) in kontrollierten Studien (E) unter Praxisbedingungen e
- 67 Unter dem Begriff „effectiveness" versteht man vorrangig die Wirksamkeitsbeurtei- lung von psychotherapeutischen Interventionsmethoden (A) durch Experten (B) in der Normalbevölkerung (C) in Einzelfallstudien (D) in kontrollierten Studien (E) unter Praxisbedingungen e
- 72 Zentrales Element im historisch gewachsenen System der gesetzlichen Krankenver¬sicherung (GKV) ist das Solidarprinzip. Durch welche der nachfolgenden Aussagen wird dieses Prinzip am zutreffendsten charakterisiert? (A) Der Wettbewerb zwischen den Kassen ist durch gesetzliche Maßnahmen be-grenzt. (B)- Die Höhe des Beitrags zur GKV bemisst sich nach dem Einkommen des Versi¬cherten. (C) Entscheidungen über die Höhe der Versicherungsbeiträge werden von paritä¬tisch besetzten Verwaltungsräten getroffen. (D) Für gleiche Versicherungsbeiträge entsteht Anspruch auf gleiche Versicherungs-leistungen. (E) Krankenversicherungen mit hohem Beitragsaufkommen unterstützen Versiche¬rungen mit niedrigem Beitragsaufkommen über eine Umlage. b
- Evidenzklasse EvidenzklasseDefinitionMit Hilfe von Evidenzklassen erfasst man in der Medizin die wissenschaftliche Aussagefähigkeit klinischer Studien. Man unterschiedet nach den Empfehlungen des AHCPR die Evidenzklassen Ia bis IV. Vereinfacht lässt sich sagen: Je höher die Evidenzklasse einer Studie, desto breiter ist ihre wissenschaftliche Basis. Studien der Klasse Ia haben die höchste Evidenz, Studien der Klasse IV die geringste. Klasse Ia: Evidenz durch Meta-Analysen von mehreren randomisierten, kontrollierten Studien.Klasse Ib: Evidenz aufgrund von mindestens einer randomisierten, kontrollierten Studie.Klasse IIa: Evidenz aufgrund von mindestens einer gut angelegten, jedoch nicht randomisierten und kontrollierten Studie.Klasse IIb: Evidenz aufgrund von mindestens einer gut angelegten quasi-experimentellen Studie.Klasse III: Evidenz aufgrund gut angelegter, nicht-experimenteller deskriptiver Studien wie etwa Vergleichsstudien, Korrelationsstudien oder Fall-Kontroll-Studien.Klasse IV: Evidenz aufgrund von Berichten der Experten-Ausschüsse oder Expertenmeinungen bzw. klinischer Erfahrung anerkannter Autoritäten.
- eeg Alpha-Wellen Theta-Wellen Delta-Wellen Alpha-Wellen (acht bis zwölf Hertz): wacher, entspannter Erwachsener mit geschlossenen AugenBeta-Wellen (13 bis 30 Hertz): wacher Erwachsener mit geöffneten Augen und bei geistiger TätigkeitTheta-Wellen (vier bis sieben Hertz): starke Müdigkeit, beim EinschlafenDelta-Wellen (0,5 bis drei Hertz): Tiefschlaf Öffnet der Patient die Augen oder konzentriert sich auf eine Aufgabe, findet ein Wechsel vom Alpha-EEG zum Beta-EEG statt. Dies wird als Berger-Effekt oder auch Arousal-Reaktion bezeichnet. Delta-Wellen Delta-WellenDelta-Wellen weisen eine niedrige Frequenz von 0,1 bis <4 Hz auf. Sie sind typisch für die meist traumlose Tiefschlafphase (N3, slow wave sleep SWS). Bei Säuglingen sind sie auch im Wach-EEG physiologisch, bei älteren Kindern können sie in den normalen occipitalen Grundrhythmus eingelagert sein (delta de jeunesse, posterior slow waves of the youth). Unter pathologischen Bedingungen treten sie auch im Wachzustand fokal (umschrieben) oder generalisiert (diffus) auf und zeigen dann eine Hirnfunktionsstörung oder Hirnläsion an. Beispiele sind Delta-(Theta-)Herde bei umschriebenen tiefliegenden Hirnläsionen (z. B. Hirnblutung, Hirninfarkt, Hirntumor), die frontale, intermittierende Delta-Aktivität (FIRDA) im Rahmen von Hirnfunktionsstörungen und die temporale, intermittierende Delta-Aktivität bei Temporallappenepilepsien (Schläfenlappen-Epilepsien). Theta-Wellen Theta-WellenAls Theta-Welle wird ein Signal im Frequenzbereich zwischen 4 und <8 Hz bezeichnet. Sie treten vermehrt bei Schläfrigkeit und in den leichten Schlafphasen N1 und N2 auf. Im Wachzustand sind sie bei Kleinkindern physiologisch, bei Erwachsenen können sie auf eine Hirnfunktionsstörung oder eine Hirnläsion hinweisen (s. Delta-Wellen). Alpha-Wellen Alpha-WellenAls Alpha-Welle wird ein Signal im Frequenzbereich zwischen 8 und 13 Hz bezeichnet. Ein verstärkter Anteil von Alpha-Wellen wird mit leichter Entspannung bzw. entspannter Wachheit, bei geschlossenen Augen, assoziiert. Alpha-Wellen werden als emergente Eigenschaft betrachtet. Alpha-Wellen treten hauptsächlich bei geschlossenen Augen auf und werden mit dem Öffnen der Augen durch Beta-Wellen ersetzt (Berger-Effekt). Den gleichen Effekt erreicht man bei geschlossenen Augen, wenn man z. B. eine einfache Rechenaufgabe im Kopf zu lösen beginnt. Beta-Wellen Beta-WellenAls Beta-Welle wird ein Signal im Frequenzbereich zwischen 13 und 30 Hz bezeichnet. Das Auftreten von Betawellen hat verschiedene Ursachen und Bedeutungen, z. B. kommen Betawellen bei etwa 8 % aller Menschen als normale EEG-Variante vor. Betawellen entstehen aber auch als Folge der Einwirkung bestimmter Psychopharmaka oder des REM-Schlafs. Physiologisch treten β-Oszillationen außerdem z. B. beim konstanten Anspannen eines Muskels oder bei aktiver Konzentration auf. Gamma-Wellen Gamma-WellenAls Gamma-Welle wird ein Signal im Frequenzbereich über 30 Hz bezeichnet. Sie tritt zum Beispiel bei starker Konzentration, Lernprozessen oder dem Meditieren auf. Bei Mönchen mit langjähriger Meditationspraxis werden über 30-fach erhöhte Amplituden gemessen.[3] Neuere Forschungen zeigten das Auftreten des Gammabandes bei der sogenannten Top-Down-Regulierung und der Synchronisation von verschiedenen Hirnarealen zur Integration verschiedener Qualitäten eines Stimulus. Sie sind auf einem EEG-Streifen mit bloßem Auge nicht zu sehen.
- 79 Was ist nicht kennzeichnend für elektiven Mutismus? (A) Der Beginn Liegt meist in der frühen Kindheit. (B) Die sprachliche Kompetenz ist für die soziale Kommunikation ausreichend. (C) Die Störung ist verbunden mit erhöhter Empfindsamkeit bis zu sozialer Ängst¬lichkeit. (D) Die Störung manifestiert sich meist außerhalb der Familie. (E) Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. e
- Angststörungen können mit negativen Symptomen einhergehen, die auch bei Schilddrüsenerkrankungen auftreten, was eine differentialdiagnostische Abklärung erforderlich machen kann. Welche der nachstehenden Patienten-Äußerungen können am ehesten auf eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) hinweisen? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Ich habe in letzter Zeit abgenommen, obwohl ich nicht selten richtige Heißhungerattacken habe. (B) Ich hab öfter Herzrasen und der Blutdruck ist zu hoch. (C) Ich habe überhaupt keinen Schwung, bin ständig müde und niedergeschlagen und alles geht mir mühsam von der Hand. (D) Ich habe warme, feuchte Haut am ganzen Körper. (E) Kälte vertrage ich gar nicht gut. (F) Meine Haut ist trocken und das Haar ist spröde und richtig brüchig. (G) Mit der Verdauung klappt es auch nicht so richtig, ich neige zu Verstopfungen. Richtig sind: (A) Ich habe in letzter Zeit abgenommen, obwohl ich nicht selten richtige Heißhungerattacken habe.(B) Ich hab öfter Herzrasen und der Blutdruck ist zu hoch.(D) Ich habe warme, feuchte Haut am ganzen Körper.
- Wenn unbewusste Erlebens- und Verhaltensmuster eines Patienten, die aus früheren Erfahrungen mit wichtigen Bezugspersonen stammen, das aktuelle Erleben und Verhalten in Bezug zu Therapeuten beeinflussen, so ist dieses Phänomen in der Terminologie der psychodynamischen Therapieverfahren an zutreffendsten zu bezeichnen als a) Fixierung b) Regression c) Sublimierung d) Übertragung e) Verschiebung Richtig ist: d) Übertragung
- Fixierung Abwehrmechanismus PsychoanalyseIn der Psychoanalyse bezeichnet "Fixierung" das Stehenbleiben auf einer frühen Stufe der psychosexuellen Entwicklung. Vom betroffenen Erwachsenen werden unreife bzw. kindliche Formen der Triebbefriedigung gewählt. PsychologieIn der Psychologie versteht man unter "Fixierung" das Festhalten an bestimmten Denk- und Verhaltensweisen. Diese Einengung der Persönlichkeit führt zum Verlust der Flexibiliät des Denkens, Fühlens und Handelns.